Nachdem es beim letzten Mal um den Erlensee sowohl für Ingo als auch für mich richtig scheisse gelaufen war (zu hohe Luftfeuchtigkeit, zu hohes Anfangstempo mit zu viel Konversation, meine ausgenudelten Schuhe, Ingos Raucherlunge) wollten wir´s heute mal etwas ruhiger angehen lassen und eine etwas kürzere Strecke laufen, die ausserdem nach dem ganzen Gerenne durchs Ried mal wieder etwas bergiger sein sollte. Passend dafür erschien ein Rundkurs einmal um den Felsberg.
Mit dem Auto und einiger Verspätung (nicht meine Schuld, waren David und Ingo, diese jungen Leute haben einfach keinen Sinn für Pünktlichkeit…) durchs Balkhäuser Tal (behindert durch landwirtschaftlichen Verkehr) auf die Kuralpe hoch, die unser Startpunkt war. Nach kurzem Dehnen und Last-Minute-Memorieren der Strecke (hatten dieses Mal keinen Plan dabei, Navigation nach Erinnerung von der Wanderkarte) am Restaurant Kuralpe-Kreuzhof vorbei in den Wald am Felsberg. Dort erstmal einen relativ schmalen Pfad nach südwesten die Bergflanke entlang in Richtung Balkhausen, schöner Laubwald mit vielen Bächen, die den Weg teilweise etwas überflutet hatten. Die Strasse zum Felsenmeer gekreuzt, dann weiter bis zum Waldrand oberhalb des Schollrain in Balkhausen, da nach links (= Süden) abgeknickt.
Den unteren Waldweg entlang, dabei etwas verfranzt und von der eigentlichen Route abgekommen und irgendwelchen Waldwegen gefolgt. Glücklicherweise kann man da unten nicht so viel falsch machen (der Berg ist ein guter Fixpunkt zum Navigieren – solange man weiss, wo die Oben ist, weiss man auch ungefähr, wo man hinläuft), und so konnten wir über verschlungene Pfade durch den hübschen Hochwald oberhalb von Hochstädten schließlich auf den Wanderweg 4 stossen, der wieder zu unserer Route gehörte.
Weiter gings über einen abenteuerlichen Pfad oberhalb des Hochstädter Steinbruchs (oder was das da ist) auf den Nibelungenweg (Gelbes Quadrat)/Weitwanderweg Odenwald-Vogesen (roter Balken) beim Selterswasserhäuschen. Leider unterhalb des supersteilen Hohlweges, den´s da gibt, den mussten wir also hoch, dann weiter Richtung Borstein. Unterwegs eine kurze Trink- und Verschnaufpase am OWK-Ehrenmal Teufelsstein (das man arg leicht verpassen kann, wenn man nicht weiss, wo´s ist – aber wenn man´s findet lohnt sich´s, eine imposante Felsformation), dann weiter bis zur Wegscheide über dem Borsteinhaus, dort den unteren Weg (Naturlehrpfad) nach NO weiter.
Die (inzwischen schon etwas düstere, da die Sonne bereits hinter dem Felsberg verschwunden war) Bergflanke oberhalb von Reichenbach, vorbei an einer Art kleinem Volksfest samt Würstchenbude am Parkplatz Talweg, von da an weiter der Bergflanke nach Osten folgend stetig bergauf zum Felsenmeer, das wir schließlich relativ weit unten an der großen Moräne (oder wie das Ding heisst) beim “Krokodil” durchquerten.
Von dort dann weiter bis zum Parkplatz “Römersteine”, nach Beedenkirchen und durch den oberen Teil des (ewig langen [aber hübschen]) Dorfes bis zur Schlössergasse, da links zum Rosenweg hoch. Meine Herren, das ist steil! Also so richtig steil. Heidenei. Wirklich steil. STEIL!!!!
Immerhin war´s von da aus dann nicht mehr weit, nachdem wir oben noch ein bisschen verschnauft hatten (das war ja so verdammt steil!!!) konnten wir also gemütlich über den schönen Rosenweg bis zur Kuralpe laufen, wo wir dann – noch gut in Schuss – im letzten Abendlicht ankamen.
Fazit: Sehr schöne Strecke mit viel Wald und ein bisschen Wiesen und Dorf, trotz einiger fordernder Steigungen angenehm zu laufen. Vielleicht hätten wir ein bisschen früher starten sollen, so war´s gerade gegen Ende etwas düster, andererseits hatten wir so gerade auf der ersten Weghälfte das schräge Abendlicht durch die Bäume, was sehr hübsch war. Weiterhin kann ich konstatieren, dass der Trinkflaschengürtel (Marke “Runner´s Point Energy Belt“), den ich erstmals dabei hatte, eigentlich sehr gut gesessen hat und kaum behindert hat (auch wenn er etwas weit war), also durchaus ein zukunftfähiges Modell für die Versorgung auf längeren Strecken, kann ich nur weiterempfehlen.
Insgesamt: Schöner Abend auf schöner Strecke, 11,5 wunderbare km.
M.
Tags: Balkhausen, Beedenkirchen, Borstein, Felsberg, Felsenmeer, Hessen, Joggen, Jogging, Kuralpe, Laufen, Lautertal, Nibelungenweg, Odenwald, Reichenbach, Selterswasserhäuschen, Teufelsstein, Weitwanderweg Odenwald - Vogesen




13. August 2007 um 8:41
>> Meine Herren, das ist steil!
… und Damen.
13. August 2007 um 8:58
…und Damen. Scheisse war das steil!
7. März 2008 um 2:39
[...] am 3.8.07 – Jägersburger Wald Mitte (Langaden – Klein-Rohrheim – Maria Einsiedel) am 6.8.07 – Einmal um den Felsberg am 12.8.07 – Unteres Lautertal am 14.8.07 – Seeheim – Malchen – Eberstadt am 15.8.07 – Jägersburger Wald Süd [...]
1. Juli 2008 um 7:24
[...] Albersbach Albisheim Allertshofen Allmendfeld Alsbach Alsbach-Sandwiese Asbach Auerbach Balkhausen Beedenkirchen Bensheim Bobstadt Bürstadt Biblis Bickenbach Biebesheim Bischheim Bolanden Bolanderhof Bonsweiher [...]
26. Juli 2008 um 7:57
[...] die Karte, und den Plan, einfach mal frei Schnauze ungefähr dieselbe Tour zu laufen, die ich mit Ingo und David vor fast einem Jahr gemacht hatte, eventuell erweitert um einen Abstecher über Wurzelbach/Schmal-Beerbach und die [...]