Ingo und David sind wieder da – zumindest für ein paar Tage, bevor sie endgültig nach Berlin ziehen. Das muss natürlich noch mal ausgenutzt werden, also heute mal wieder ein Lauf zu dritt.
Ich war ziemlich unfit (die Nachwirkungen der gestrigen Verdauungsprobleme, dazu schlecht und wenig geschlafen, Kopfschmerzen), ausserdem war es schon ziemlich spät, deswegen heute nur eine kurze, nicht so weit entfernte Strecke im zentralen Ried östlich des Jägersburger Waldes.
Start kurz vor 17:00 Uhr auf dem Parkplatz am Niederwaldsee, direkt hinter der Autobahnbrücke zwischen Zwingenberg und Rodau. Auch heute wieder schönes Wetter, sonnig, etwas diesig, warm in der Sonne, frisch im Schatten.
Die ersten paar hunder Meter vom Parkplatz aus ostwärts, auf dem Fahrradweg entlang der Landstrasse bis nach Rodau.
Beim letzen Mal waren wir hier rechts in die Neckarstrasse abgeknickt, heute ging es aber geradeaus auf der Zwingenberger Strasse bis zum südlichen Dorfende. Hier dann rechts, ca 200 m zwischen Feld und Ortsrand entlang, dann kurze Verwirrung – wir wollten nach Langwaden weiter, aber es war nicht so ganz klar, welcher Weg dorthin führte.
Nach ein paar m. südwärts (offensichtlich die falsche Richtung) kriegten wir´s dann aber doch auf die Reihe, und liefen stattdessen an einem Bauernhof und eine Weide mit fauchenden Gänsen vorbei ein kurzes Stück nordwärts (die Häuser des Dorfes rechterhand), und bogen dann westwärts auf einen alten, mit unregelmässigen Kopfsteinen gepflasterten Feldweg ein (nicht so ganz angenehm zu laufen).
Augenscheinlich hatte vor allem Ingo nach fast drei weitgehend trainigsfreien Wochen in Berlin gut regeneriert und/oder jegliches Gefühl für Geschwindigkeit verloren, denn bereits auf den ersten paar Kilometern hatte er ein ziemlich hohes Tempo vorgegeben, das mir eigentlich deutlich zu schnell war (mein immer noch leicht angeschlagenes linkes Bein beschwerte sich auf jeden Fall merklich) – aber da ich nicht schon gleich wieder beim ersten gemeinsamen Lauf nach mehreren Wochen den ständigen Bremser spielen wollte, hielt ich eben so gut mit, wie es ging…
Dem Pflasterweg folgten wir über die Felder bis zu seinem Ende (ca. 1 km), dann bogen wir rechts ab, liefen an einigen eingezäunten und überwucherten Teiche vorbei, überquerten auf einer kleinen Brücke den Winkelbach (bis hierher waren wir keine markierten Wege gelaufen, nun folgten wir kurz dem Nibelungenweg, Markierung gelbes Quadrat) und erreichten schließlich den Ortseinanfang von Langwaden.
Bevor wir auf der Jägersburger Strasse ins Dorf hineinlaufen konnten, bogen wir halblinks ab, und liefen stattdessen einen hübschen Feldweg am Ortsrand entlang, vorbei am Friedhof und einigen Bauernhöfen, bis wir die zufahrt zur Autobahnbrücke südwestlich des Dorfes erreichten (beim letzten Mal war hier ja noch alles gesperrt, inzwischen waren Landstrasse und Brücke fertig gebaut und wieder geöffnet).
Hier überquerten wir auf der Strasse noch den Schwanheimer Grenzgraben, und bogen dann links in den westlichsten Ausläufer des Jägersburger Waldes ab, wo wir dem Verlauf des Grabens südwärts folgten (auch hier waren wir schon mal vorbeigekommen, allerdings in anderer Richtung und im Dunkeln).
An sich ein hübscher Waldweg (wieder mal unmarkiert), vorbei an schönen, alten Eichen, und nach der hellen, schräg stehenden Sonne in den Feldern angenehm schattig; allerdings in relativ schlechtem Zustand: Überwuchert, uneben, schlammig, entsprechend nicht ganz einfach zu laufen (was Ingo und David aber nicht davon abhielt, weiter aufs Tempo zu drücken).
Nach etwas über 1 km. entfernte sich der Weg etwas vom Grenzgraben, und knickte bald darauf halblinks in eine lange gerade ein, an deren Ende man schon die Landstrasse hinter Schwanheim erkennen konnte (nichtsdestotrotz war er immer noch in suboptimalem Zustand).
Dort angekommen ging´s ostwärts, dem Strassenverlauf folgend wieder in die Felder, vorbei an ein paar Sportplätzen und dem Schwanheimer Forsthaus bis nach Schwanheim, einem weiteren dieser kleinen, nach der Weite der Felder etwas klaustrophobisch wirkenden Rieddörfer (besonderes Merkmal hier: Die für die Gegend relativ ungewöhnliche Dorfkirche mit zwei Kirchtürmen)
Wir liefen kurz durch die Hauptstrasse des Dorfes (Rohrheimer Strasse), bogen aber recht schnell links zum nördlichen Dorfende ab, und erreichten bereits nach wenigen hundert Metern über Wiesen und einen kleinen Bachlauf (den Mühlgraben) den nächsten Ort, Fehlheim, der aufgrund der geringen Entfernung eigentlich fast schon ein Zwillingsdorf mit Schwanheim bildet (und entsprechend auch genauso Ried-typisch wirkte).
Hier ging´s kurz nach links in die Bensheimer Strasse, dann gleich wieder rechts in die Mittelstrasse, ein Stückchen nordwärts durch ein ruhiges, unspektakuläres Wohngebiet, und schließlich noch mal rechts, auf der Forsthausstrasse hinaus aus dem Dorf und in das Wäldchen dahinter (das wohl Niederwald heisst). Hier waren wir uns zur Abwechslung auch mal wieder auf einer markierten Strecke, denn wir waren wieder auf den Nibelungenweg gestossen (Markierung: Immer noch gelbes Quadrat), das uns sicher und verlässlich auf einem etwas verwinkelten Kurs (und immer noch in arg hohem Tempo) durch den Eichenwald lotste.
Auf der anderen Seite des Gehölzes ging´s wieder ins offene Gelände, vorbei an einem Maisfeld, und schließlich auf der nächsten Kreuzung links, auf einen breiten, asphaltierten Feldweg, der parallel zu Autobahn gerade nach Norden führte (Markierung: Gelbe 3).
Immer geradeaus, bis wir einen guten Kilometer weiter am Niederwaldsee angekommen waren, und anstatt dem Weg weiter bis zum Auto zu folgen spontan noch einen kleinen Umweg um den See machten – einmal links, dann zweimal rechts, immer am Ufer entlang (Markierung gelbe 1) – sehr idyllisch, vor allem im Licht der schräg stehenden Abendsonne.
Am Nordende des Sees dann wieder auf den asphaltierten Feldweg, und die letzten paar hundert Meter im überhasteten Semi-Sprint bis zum Parklplatz mit dem wartenden Auto.
Fazit: Eine hübsche, durchaus abwechslungsreiche Strecke. Nicht so gut markiert, entsprechend erfordert sie etwas Vorbereitung und/oder Ortskenntnis, zudem waren die Wege im Jägersburger Wald nicht perfekt, aber ansonsten gut laufbar.
Leider war das Tempo deutlich zu hoch für einen lockeren Trainingslauf, entsprechend war das ganze etwas gehetzt und verbissen (auch wenn es David und Ingo anscheinend nicht so vorgekommen ist – aber die haben in den letzten Wochen ja auch auf der faulen Haut gelegen, und im Gegensatz zu mir keine 60+ Wochenkilometer in den Knochen…) – müssen wir für unsere letzten gemeinsam Läufe vielleicht noch etwas dran arbeiten.
Strecke: 12,6 km
Zeit: 1:10 h (= 10,8 km/h bzw. ca. 5:33 min/km)
Karte:

M.
Tags: Bensheim, Fehlheim, Hessen, Jägersburger Wald, Joggen, Jogging, Langwaden, Laufen, Nibelungenweg, Niederwald, Niederwaldsee, Radweg 15, Radweg 19, Ried, Rodau, Schwanheim, Zwingenberg



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10. Dezember 2007 um 12:20
[...] mich deshalb, nach monatelanger Abwesenheit mal wieder in den Jägersburger Wald zurückzukehren – Osten, Norden, Süden und Mitte des Forstes sind ja schon lange erlaufen, heute stand folgerichtig der [...]
2. Juni 2008 um 2:54
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