Zwischen den Jahren hat man als deutscher Arbeitnehmer gerne mal frei.
So auch Jost, der deshalb heute mitlaufen konnte, obwohl es mitten in der Woche war, und sich für eine Runde auf ebener Strecke ausgesprochen hatte.
Zur Abwechslung also mal wieder ein Flachlandlauf im Ried, von Gross-Rohrheim nordwestwärts zum Winterdeich, den bis kurz vors AKW Biblis, runter in die gleichnamige Ortstschaft, dann einfach immer stur geradeaus die B44 zurück nach Gross-Rohrheim.
Nicht unbedingt ein läuferisches oder landschaftliches Kronjuwel, aber nicht zu weit und angenehm zu laufen, das ist auch was wert (zumal ich nach den ganzen Bergtouren der letzten eineinhalb Wochen überhaupt nichts dagegen hatte, mal wieder das Platte Land zu erlaufen).
Wetter: Knapp über null, grau, neblig-diesig, feucht aber kein Regen, weitgehend windstill.
Start: Speyerstrasse in Gross-Rohrheim. Auf der erstmal 800 m. nach West-Südwest, davon 150 noch im Ort, dann die offenen Äcker westlich davon, linkerhand noch eine Reihe von Bauernhöfen. Bequemer Wirtschaftsweg, angenehmes Tempo, zügig aber entspannt.
Schließlich eine Kreuzung (Markierung: Keine), an der wir rechts abbogen und nach Nordwesten liefen.
Weiterhin unspektakuläres Ackerland, nach ein, zwei Minuten rechterhand ein Feld mit mehreren Pfosten, an die man scheinbar tote Krähen gehängt/getackert/genagelt hatte, wohl als eine Art Vogelscheuche. Fand ich ziemlich widerlich. Ansonsten wenig Berichtenswertes, bald tauchten vor uns die Kronen der Auwälder am Rhein aus dem Dunst auf, davor die Erhebung des Winterdeichs, den wir schließlich nach einem knappen Kilometer erreichten.
Geradeaus auf die Deichkrone am sogenannten „Neuloch“ (einem kleinen, schilfigen Teich, der an drei Seiten vom Deich umschlossen wird), dort dann links, auf dem Deich nach Südwesten, parallel zum Rhein-Radweg (Markierung ist ein Blaues Schild, das ein stilisiertes Männchen auf einem stilisierten Fahrrad mit EU-Symbol-Rädern zeigt und die Aufschrift Rhin / Rhein hat) bzw. dem Radweg R6, die auf dem Weg direkt unterhalb des Damms verlaufen.
Auch hier angenehmes Tempo und gute Strecke, links ein Blick in die weite Ebene des Rieds, rechts die Überschwammungsflachen und Baumgruppen am Rhein, vorne bereits schemenhaft die mächtigen, grauen Kühltürme des Atomkraftwerks. Nach 600 m. ein weiterer kleiner Teich am Damm (das „Altloch“), den wir ebenfalls umliefen, dahinter machte der Deich einen sanften Knick und lief nun fast genau westwärts direkt aufs AKW zu. Kurz vor dem Meiler schließlich ein kleiner Knick, direkt danach ging´s wieder vom Damm runter, dem Rhein-Radweg folgend kurz eine kleine Bahnlinie entlang, dann unter dem ominös summenden Wald aus Hochspannungleitungen hindurch direkt nach Süden, wieder vom Kraftwerk weg in Richtung Biblis.
Hier ewig lange stur geradeaus. Irgendwann bog der Rhein-Radweg rechts ab, uns war´s egal: Geradeaus, geradeaus, geradeaus. Landschaft weiterhin flach, statt der bisher dominierenden Äcker allerdings vor allem die Feuchtwiesen des Naturschutzgebietes Lochwiese. Höhepunkte der Strecke nach ca. 800 m. ein Fischreiher, nach 2,2 km eine Brücke, die über die L 3261 (Biblis-Wattenheim) führt. Ansonsten wenig Ablenkung, wir liefen zügig durch, plauderten dabei ein bisschen.
Hinter der Brücke noch 500 m. offenes Gelände, dann ereichten wir den westlichen Orsteingang von Biblis. Hier links, die Berliner Str. entlang, nach ca. 400 m. rechts, auf dem Fußgängerweg neben der Fahrban über die Bahngleise. Dahinter noch ein paar Meter bis zum Ende der Berliner Str., dort rechts in die Wattenheimer Str., schließlich die zweite links auf die Kirchstr., Richtung Nordosten. Ab hier dann eigentlich einfach nur geradeaus: Erst durch den Ortskern, vorbei an diversen typischen Geschäften und der markanten Kirche mit den zwei Türmen, ein kurzer Schlenker in die Darmstädter Str., auf der der Länge nach durch Biblis, insgesamt mehr als 1,7 km.
Irgendwann der nordöstliche Ortsrand, wir wechselten kurz auf die andere Strassenseite und liefen dort weiter nach Nordosten, nun auf dem Radweg direkt neben der B44. 1,8 km durch die Felder, links die Strasse, rechts die Bahntrasse, stark befahren von schier endlosen Güterzügen und dem gelegentlichen ICE, dann waren wir schon wieder in Gross-Rohrheim. Noch schnell auf einer Fußgängerbrücke über die B44, auf der anderen Seite scharf links, die Treppe runter in die Unterführung unter der Bahntrasse durch. Auf der anderen Seite noch 400 m. geradeaus auf der Kornstr. nach Nordwesten, in Richtung Ortskern, dann wieder links in die Speyerstr. und zum wartenden Auto – das war´s auch schon.
Zügiger aber entspannter Lauf mit wenig äußeren Höhepunkten aber viel angeregter Konversation, war entsprechend relativ schnell vorrüber. Nichts Besonderes, aber auf aber angenehm unkompliziert und problemlos, genau das richtige für einen grauen Dezembernachmittag.
Strecke: 13,3 km
Zeit: 1:22 h (= 9,73 km/h bzw. 6:10 min/km)
Karte:
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M.
Tags: Biblis, Gross-Rohrheim, Hessen, Joggen, Jogging, Laufen, Radweg 6, Ried



2. Januar 2008 um 23:14
[...] Gross-Rohrheim – Biblis und zurück (13,3 km) [...]