Nachdem das vorgestern mit den Steigungen am Donnersberg gar nicht gut geklappt hat, stellte sich heute die Frage, wo ich laufen soll:
Runter in die Ebene, wo mein leicht lädiertes Knie auf dem harten Asphalt wieder was zu maulen kriegt?
Oder lieber hoch in die Berge und meinen anscheinend gerade etwas unsicheren Kreislauf mit ein paar knackigen Anstiegen strapazieren?
Knie oder Kreislauf?
Am Ende entschied ich mich für einen Kompromiss: Südwärts durch die unteren Höhenlagen an der Bergstrasse (Steigungen), dann auf dem Rückweg noch eine Stück durchs Flachland (Asphalt) - so konnte ich mir Beides auf einmal ruinieren, das würde Zeit sparen… ![]()
Also schnell eine Strecke mit ein paar bisher ungebloggten Pfaden um Alsbach und Zwingenberg rausgesucht (unglaublich aber wahr: Davon gibt´s immer noch ein paar, ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie dicht das Wegennetz unterhalb des Melibokus ist), und los ging´s.
Relativ kühler aber drückender Abend, etwas seltsame Stimmung: Eher trüb, der Himmel von bedrohlich grauen, dichten Turmwolken bedeckt, die nach viel Regen aussahen, aber seit dem Nachmittag kein Tröpfchen verloren hatten. Na gut, vielleicht würde es noch ein bisschen halten.
Erstmal südwärts, auf dem Blütenweg (gelbes B) von Jugenheim nach Alsbach durch die Felder. Ganz bewusst mit moderatem Tempo, heute würde ich auf jeden Fall mal langsam machen.
Ging auch ganz gut, größtes Problem war der Riesenbecher Kaffee, den ich (dem Kreislauf zuliebe) ein paar Minuten vor dem Start runtergekippt hatte, und der nun eine muntere Sodbrenn-Party in meinem oberen Verdauungstrakt feierte. Burps.
In Alsbach angekommen 250 m. geradeaus auf der Jugenheimer Str., dann links durch einen kleinen, grasbedeckten Fußweg in die parallel verlaufende Strasse “Am Katharinenberg”, da dann wieder rechts und weiter nach Süden in die Lindenstr.
Direkt hinter der der Reha-Klinik im Hirschpark links hoch in den Görschelweg und am gut besuchten Grillplatz Görschel aufwärts in den Wald.
Puh!
Ordentlich steil, das war mir so noch nie aufgefallen (vielleicht ja deshalb, weil ich das Stück in all den Jahren, die ich jetzt schon in dieser Gegend jogge, immer nur ab-, aber nie aufwärts gelaufen bin…
).
Immerhin: Lief besser als vorgestern, Atmung schwer aber noch kontrolliert, kein Schwindel, keine unerwünschten Sichttrübungen.
Oben im Wald rechts auf den Burgenweg (blaues B)/Alemannenweg (rotes S), der um den nächsten Bergvorsprung führt und dann einem schmalen Pfad durchs Dickicht halbrechts runter ins Tal am Ortsrand unter dem Alsbacher Schloss führt.
Hier ging´s dann auch schon wieder bergauf, links den Fahrweg zum Schloss hoch (auch das wieder eine Premiere, denn bisher war ich noch nie über die Asphaltstrasse aufs Schloss gelaufen).
Moderate bis ordentliche Steigung, kein Verkehr, liess sich gut laufen: Erst 600 m. geradeaus neben dem Bach den Talgrund hinauf, dann um eine Serpentine und über mehrere Kurven am Hang bis hoch zum Alsbacher Schloss (heute mal mit Wikipedia-Link
).
Huiii.
Damit waren die steileren Passagen vorerst vorbei.
Kurze Bestandaufnahme: Alles im grünen Bereich. Knie ok, konstitution etwas wackliger als normal, hielt aber. Gut, na denn mal weiter.
An der Kreuzung direkt vor dem Schloss links, dem Burgen-/Alemannenweg folgend vorbei am Freizeitgelände, dann halbrechts auf den Comoder Weg, dem ich nun eine ganze Weile durch den dichten, schattigen Wald folgte.
Schönes Stück: Der Comoder Weg ist der untere der beiden Wege, die sich am am Melibokusmassiv entlang vom Alsbacher Schloss bis zum Not-Gottes-Parkplatz vor dem Auerbacher Schloss schlängeln. Dadurch, dass er relativ weit unten verläuft, folgt er dem Verlauf jeden einzelnen Tals, wodurch er kurvig und überraschend lang wird, was wiederum bedeutet, dass er nur eine sehr sanfte (eigentlich kaum spürbare) Steigung aufweist. Wunderbar zu laufen, tat richtig gut hier schön gemächlich bergauf zu traben.
Ich folgte dem Comoder Weg für insgesamt ca. 2,7 km, entlang an insgesamt drei großen Tälern, bis ich am Ende des dritten Tals die Kreuzung mit dem Luci-Berg-Weg (weisser Balken, HW 16) erreichte. Wenn der Comoder Weg der bequemste Weg am Melibokus ist, ist der Luci-Berg-Weg das genaue Gegenstück: Etwas über 3,5 Kilometer steile Pfade geradewegs den Hang rauf, von der Ortsmitte Zwingenbergs (ca. 100 m. ü.NN) bis auf den Gipfel des Melibokus (517 m. ü.NN) - durchschnittliche Steigung über 11%, an vielen Stellen noch wesentlich größer.
Gut, dass ich da heute nicht hoch, sondern runter wollte…
Also rechts auf den Luci-Berg-Weg in Richtung Tal, erst ein Stück durch einen schummrigen Hohlweg im Wald, dann über den fast ebenen Bergrücken am Rand des Naturschutzgebietes Luci-Berg oberhalb des alten Steinbruchs.
Wunderschönes Stück: Rechts des Weges uralte, knorrige Bäume, links der Waldrand mit einer wild wuchernden Hangweide, über die hinweg man unvermittelt eine großartige Sicht über die Rheinebene hat, die heute aufgrund des kühleren, trüberen Wetters kaum von Dunst oder Staub getrübt wurde - da drüben am Horizont, mehr als 50 km entfernt und scheinbar doch zum Greifen nah, grüßte der Donnersberg herüber, an dessen Hängen ich mich gerade erst vorgestern noch abgestrampelt hatte. Der Anblick freute mich irgendwie total…
Aber weiter, an der Weide vorbei, ein paar Meter begleitet von einer winzigen Spitzmaus, die offensichtlich nicht kapierte, dass sie einfach nur ins Gebüsch am Wegesrand fliehen musste, um vor mir sicher zu sein (ok, eigentlich hätte sie auch einfach sitzen bleiben können, vor mir sicher war sie eh), und stattdessen panisch vor mir den Weg entlang floh. Dann eine lange Abwärtskurve um den Bergvorsprung herum und schließlich endgültig hinaus ins offene Gelände, an der Luci-Berg-Hütte in die Weinberge über Zwingenberg.
Wow!
AUSSICHT!!!
Ich weiss, ich weiss, ich schreib´ das hier alle Naslang, aber was für eine wunderbarer, geiler Blick auf, na ja, eigentlich auf ALLES!
Die Luci-Berg-Hütte liegt eigentlich nicht besonders hoch, gerade mal auf 220 m. ü.NN. Aber sie liegt leicht vorgelagert im Hang, und noch dazu mitten in den Weinbergen, die extrem steil zur Ebene hin abfallen - hier gibt es nichts, was einem die Sicht versperrt.
Und die ist grandios.
Vor mir, unter mir, breitete sich die weite, glasklar sichtbare Rheinebene aus, ein gewaltiger Flickenteppich aus Feldern, Dörfern, Städten und Wäldern unter einem tiefen, imposanten, wolkenverhangenen Himmel. Da unten Zwingenberg, mit seiner wunderschönen Altstadt, dahinter das Ried, der riesige Jägersburger Wald, der Rhein, die sanften, Windrandbekrönten Hügel Rheinhessens, links in der Ferne Mannheim, Ludwigshafen, der Pfälzerwald, der Donnersberg, rechts ganz weit weg der Hunsrück, dann der lange Höhenzug des Rheingau (der Fernsehturm auf der Hohen Wurzel hinter Wiesbaden war ganz deutlich zu sehen, ein sicheres Zeichen für die klare Luft), der nahtlos in den noch höheren Taunus übergeht und schließlich in der mächtigen Erhebung des Feldbergs kulminiert -
herrlich.
Herrlichherrlichherrlich!!!!
Das ist so wunderbar, davon krieg ich nie genug…
Aber das war noch nicht alles, denn an der Luci-Berg-Hütte wartete gleich noch eine spannende Entdeckung: Ein neuer Wegmarker. Ganz frisch prangte an der Hütte das rote N des Nibelungensteigs, eines neuen OWK-Wanderwegs, der eigentlich erst im Oktober eingeweiht werden soll, und der über 42 wunderschöne Kilometer - und fast 1800 Höhenmeter - von Zwingenberg bis tief in den Odenwald nach Grasellenbach führt. Ganz spannende Sache, und seit ich das mit der Lauferei mache, interessiere ich mich ja eh für Wanderwege und Wegmarker, entsprechend freute mich diese unverhoffte Entdeckung irgendwie unheimlich.
Nachdem ich das alles richtig goutiert hatte, ging´s weiter, abwärts auf dem alten Betonweg durch die Weinberge (immer noch weisser Balken, immer noch tolle Sicht) bis runter an den Zwingenberger Steinbruch mit seiner beeindruckend hohen, schroffen Steilwand. Hier geradeaus zur Hütte, dann links auf den unmarkierten Weg, der oberhalb von Zwingenberg am Waldrand bis ins tiefe, bewaldete Orbis-Tal führt, das aufgrund der späten Stunde und der dichten Wolkendecke schon ziemlich schummrig war, als ich ankam.
Runter ins Tal, auf der kleinen Holzbrücke über den Bach, dann kurz rechts den steilen Talgrund aufwärts bis zur nächsten Kreuzung, dort scharf links und aus dem Tal raus nord- und aufwärts bis ins nächste Tal südlich unterhalb des Alsbacher Schlosses. Hier wieder abwärts, über ein paar Kurven runter an den Waldrand und weiter bis zur Kreuzung in den Weinberge zwischen Alsbach und Zwingenberg. Normalerweise wäre ich hier oben rechts abgebogen und auf dem Blütenweg zurück nach Hause gelaufen, aber die Route hab´ ich schon so oft gemacht, also lief ich stattdessen einfach mal geradeaus, weiter abwärts durch die Weinberge in Richtung Ebene. Kurz vor der L3100/Zwingenberger Str. rechts ab und nach Alsbach hinein, dann durch die ruhigen, teils sehr hübschen (und mir teils völlig unbekannten) Alsbacher Wohngebiete mitten durch den Ort hindurch:
Rosengartenstr. (hier gibt´s wirklich viele Gärten mit Blumen), “Im Erpel” (nein, keine Enten in Sicht), am Friedhof vorbei, dann rechts hoch in die Sandstr., Scribastr., “Im Strengen”, Grenzweg.
Dort auf einem vollkommen überwucherten Trampelfpad zwischen den Grundstücken aus dem Ort hinaus, auf einer Planke über den Hasselbach, und schließlich auf den nicht minder überwucherten Pfaden im Feld zwischen Blütenweg und L3100 zurück bis Jugenheim und nach Hause.
Schöne entspannte Kurztour, bei der ich endlich mal geschafft habe, das Tempo von Anfang bis Ende moderat zu halten. Entsprechend gab´s auch keine echten Probleme, alles lief gut, flüssig, und machte Spass, Knie und Kreislauf sind vielleicht noch nicht wieder 100%ig sattelfest, haben aber gut mitgemacht. Dazu die üblich herrlichen Ausblicke von der Bergstrasse (endlich mal wieder bei guter Sicht), viel schöne Natur, und die Entdeckung des Nibelungsteigs, alles in allem ein rundherum guter kleiner Lauf!
Strecke: 11,5 km
Zeit: 1:15 h (9,2 km/h bzw. 6:31 min/km)
Karte:

M.
Tags: Alemannenweg, Alsbach, Alsbach-Hähnlein, Alsbacher Schloss, Bergstrasse, Blütenweg, Burgenweg, Comoder Weg, Hessen, Joggen, Jogging, Jugenheim, Laufen, Luci-Berg-Weg, Nibelungensteig, Seeheim-Jugenheim, Zwingenberg



21. Juni 2008 um 11:47 Uhr nachmittags
Hm, also da bekommt man ja richtig Lust - allerdings nicht aufs Laufen, sondern darauf, die Strecke mal mit dem Mountainbike abzufahren.
Diese Strecke zu laufen würde ich gnadenlos zusammenbrechen.
Gestern haben mir 3 km schon wieder vollkommen gereicht.
lg Heidi
22. Juni 2008 um 9:55 Uhr vormittags
Hallo Heidi,
also ich versteh´ euch Biker ja nicht: Laufen ist zu anstengend, aber sobald ihr zu eurem Eigengewicht auch noch 10 oder 15 Kilo Fahrrad die Hänge hochwuchten dürft, is´ auf einmal wieder in Ordnung…
Nein, im Ernst: Ist sicher auch ´ne gute Fahrradstrecke, allerdings gibt es ein, zwei Passagen, die vielleicht nicht unbedingt fahrradtauglich sind - der Trampelpfad vom Görschel/den Haimonskindern runter zur Fahrstrasse aufs Schloss ist relativ steil, sehr schmal, ziemlich überwuchert und teilweise etwas steinig - zumindest ich würd´ mich da nicht unbedingt mit dem Rad runtertrauen (Die Alternative wäre, hier einfach auf den Schlenker über den Görschel zu verzichten und von Alsbach aus gleich den Fahrweg hochzufahren).
Ebenso ist auch das Stück vom Zwingenberger Steinbruch bis kurz hinter dem Orbis-Tal relativ eng, da muss man wahrscheinlich zumindest langsam machen und auf Fußgänger aufpassen… (Alternative: Am Steinbruch steil links runter nach Zwingenberg, dort über den Blütenweg oder die alte Bergstrasse zurück).
Falls du´s mal probierst, lass mich wissen, wie´s geklappt hat.
Matthias
PS: Es heisst ja immer, dass man beim Laufen wenigstens eine halbe oder dreiviertel Stunde am Stück trainieren soll, weil´s sonst nicht so richtig viel bringt - die kriegst du mit deinen drei Kilometern aber nicht voll, oder?
22. Juni 2008 um 1:47 Uhr nachmittags
Pfffffffffffff….also um mal mit dem letzten Satz anzufangen *g*: Ganz so schneckig bin ich nun auch wieder nicht
Ich brauche dafür ungefähr 17 Minuten und danach bin ich am Ende. Es gab mal (im März) Zeiten, da bin ich eineinhalb Std. am Stück gelaufen, tja, irgendwie bring ich das nicht mehr.
Jaaaaaa, Du hast wohl in Physik nicht aufgepasst, schließlich wirken ja beim Radfahren irgendwelche physikalischen Gesetze, leider habe ich vergessen, welche…;)
Zu dem Rest - mir fehlt jeglicher Orientierungssinn, so dass ich vermutlich weder die Strecke, die du zuerst genannt hast, noch die Alternativstrecken auch nur annähernd finden würde.
Bei jedem Triathlon verfahre/verlaufe ich mich, beim Datterich-Triathlon letztes Jahr bin ich urplötzlich in der Innenstadt gelandet, obwohl das am Hochschulstadion stattfindet usw.
Jedoch werde ich es auf jeden Fall demnächst versuchen, zu finden - was dabei herauskommt, werde ich berichten (sofern ich jemals wieder auftauche)
Heidi
22. Juni 2008 um 5:01 Uhr nachmittags
Wow, wenn du 3 km in 17 Minuten läufst, bist du aber schon ganz schön fix unterwegs - das ist eine Kilometerzeit von 5:40 Minuten. Vielleicht ist das ja einfach ein klein bisschen zu schnell für deinen momentanen Trainingsstand, versuch´s doch einfach mal mit 5 oder 6 km und dafür bewusst etwas langsamer, vielleicht bist du dann am Ende nicht ganz so erschöpft.
Physik + Fahrrad:
Die physikalischen Vorteile des Radfahrens helfen aber vor allem auf ebenen Strecken oder bergab - bergauf ist man als Läufer ab einer gewissen Steigung im Vor-, oder zumindest nicht mehr im Nachteil, weil man seinen Schwerpunkt freier/besser verändern kann und weil man die bessere “Übersetzung” hat (denn man passt Schrittfrequenz- und Schrittlänge automatisch an die Steigung an, während der Radfahrer bei jeder Veränderung erst mal schalten muss, und dabei oft nicht das perfekte Ritzel erwischt) - hilft zwar nichts gegen die superfitten Radprofis, aber viele halbfitte Freizeitfahrer kann ich z.B. beim Aufstieg auf den Melibokus zu Fuß überholen (immer wieder ein schönes Gefühl)…
Und noch ein guter Orientierungstipp zum Odenwald: Wenn man verirrt ist, einfach immer bergab, dann kommt man irgendwann irgendwo raus.
22. Juni 2008 um 5:21 Uhr nachmittags
Warum lässt Du eigentlich die Biker nicht ab und zu mal Biken
ich bin nur einmal gelaufen 
Ich war heute auch mal wieder mit dem Bike unterwegs. Solltest Du als Alternative mal ausprobieren.
So wie es aussieht hast Du deine “Leuchterscheinungen” und dein Knie wieder im Griff.
Ich muss mich noch 4 Tage auf der Arbeit Quälen dann ist erst mal Urlaub angesagt. Ich denke das ich Morgen wieder “normal” Laufen kann. Mit meinen knapp 15 Kilometern diese Woche
bin ich überhaupt nicht zufrieden…..
Gruß Gerd
22. Juni 2008 um 5:54 Uhr nachmittags
Ach, Biken, das´doch nix…
)
Und ich hab´ ja auch gar kein Rad für sowas (praktisches Totschlagargument…
Knie ist wieder besser, Gesamtverfassung auch, aber angesichts des gerade wieder sehr unangenehmen Wetters und meiner weiterhin etwas angespannten zeitlichen Situation werd´ ich wohl auch weiterhin etwas langsamer machen.
Und was heisst hier “mit knapp 15 Wochenkilometern überhaupt nicht zufrieden” - Junger Mann, es gab Wochen dieses Jahr, da hätte ich meinen linken Arm an ´ne Hundefutterfabrik verkauft, um 15 Kilometer laufen zu können!!
22. Juni 2008 um 10:41 Uhr nachmittags
Jaja, irgendwo komme ich schon immer raus! Nur meistens weiß ich nicht, wo ich dann bin. Aber ich kenns schon von mir
Kann schon sein, dass ich “zu schnell” bin (hm, hört sich gut an). Trotzdem habe ich immer das Gefühl, selbst Walker wären schneller oder die Oma mit ihrem alten Dackel.
Ich werde es mal etwas langsamer angehen lassen…
LG, Heidi
22. Juni 2008 um 11:23 Uhr nachmittags
Ich glaub, die Oma mit dem Dackel ist mir noch nicht begegnet…
Das Beste ist natürlich eh, wenn man sich nicht drüber ärgert, dass einen alle Welt überholt, sondern stattdessen einfach mit buddhahafter Gelassenheit und Langmut sein Ding durchzieht.
Oder aber: Du läufst einfach da, wo sonst nie ein Mensch hinkommt, dann wirst du auch nicht überholt. Auch da empfehle ich wieder die oberen Hänge des Odenwalds…
Oh, und falls du etwas irgendwann mal ein bisschen besser orientiert sein möchtest, empfehle ich die OWK/Geo-Naturpark-Karten im Maßstab 1:20 000, die benutze ich selbst seit ca. einem Jahr, die sind super.
Für unsere Gegend braucht man Blatt 2 “Nördlicher vorderer Odenwald” (ISBN 3-89446-300-7).
Gruß
Matthias
PS: Sag´ mal - der Libris-Blog, von dem seit kurzem ein Link hierher führt, das ist deiner, oder?
22. Juni 2008 um 11:42 Uhr nachmittags
Doch, doch, die Oma mit dem Dackel kennst du bestimmt!

Gelassenheit??? Langmut??? Was ist das? Das sind Fremdwörter für mich
Meistens laufe ich früher oder später sowieso da, wo kein Mensch ist - weil ich mal wieder ins Gebüsch gelaufen bin.
OK, danke für den Tipp mit den Karten! Vielleicht wäre ein Garmin GPS für mich angebrachter?
Ja, libris bin ich
Wieso führt der hier her *komischguck*, ich glaub, ich hatte ihn gar nicht angegeben?
22. Juni 2008 um 11:43 Uhr nachmittags
Achso, jetzt weiß ich - ich hab ihn bei Links stehen!
Daher!
23. Juni 2008 um 12:39 Uhr vormittags
Genau. Hab´ schon mal ganz kurz vorbeigeschaut - wunderschöne Bilder vom Heiligenberg. Aber wo gibt´s denn hier in der Nähe Esel?
Den obligatorischen ausführlicheren Höflichkeitsrückbesuch mach´ ich die Tage dann natürlich auch noch mal…
Das mit dem Garmin ist so eine Sache - wenn ich das richtig kapiert habe (was natürlich keineswegs sicher ist), sagt der dir nur, wo du bisher gewesen bist, nicht aber, wo du gerade bist. Gut um im Notfall auf demselben Weg nach Hause zu finden, aber zur Orientierung vielleicht nicht ideal (ausser du kannst was mit der Info anfangen, dass dich gerade auf 49 Grad, 45 Minuten, 2 Sekunden nördlicher Breite und 8 Grad, 38 Minuten, 3 Sekunden östlicher Länge befindest…).
23. Juni 2008 um 12:49 Uhr vormittags
Hm, ja die Heiligenberg-Fotos sind die einzig Schönen, der Rest ist überbelichtet. Leider.
Na das Garmin muss mir doch sagen, wo ich gerade bin - sonst ist das doch gar kein GPS, oder?
Ich habe gerade vergessen, wie es heißt (das Modell hatte eine 300 im Namen), aber da hast du ein vollständiges Kartenbild auf dem Display, anhand dessen Du Deine genaue Position sehen kannst.
Aber abgesehen von all dem - 400 Euro sind mir doch “etwas” zuviel, da verlaufe/verfahre ich mich lieber weiterhin. So bleiben meine Runden für mich immer wieder spannend.
23. Juni 2008 um 6:36 Uhr nachmittags
[...] Jugenheim - Alsbacher Schloss - Comoder Weg - Luci-Berg-Weg - Alsbach (11,5 km) [...]