Schon komisch: Normalerweise (und ein kurzer Blick in die Laufblog-Archive wird das bestätigen) mag ich trübe, graue, tief hängende Wolken ja nicht besonders.
Aber sobald Schneeflocken aus ihnen rausfallen bin ich hin und weg.
Ich liebe die Atmosphäre von Schneefall, den Geruch von Neuschnee, und die stille, gedämpfte Stimmung, die entsteht, wenn die Flocken erdwärts tanzen und dort bereits auf eine Schicht jungfräulich frischen Schnee treffen.
Mag ich.
Heute war´s so weit: Der erste Schnee des Winters.
Nur ganz wenig, ein paar einsame, winzige Flöckchen, die im lebhaften Wind aus den grauen Wolken schneiten – nicht wirklich ein Wintereinbruch (der sollte erst heute Abend kommen und mehrere Zentimeter Neuschnee mitbringen, die immerhin ein paar Stunden halten würden – aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht), aber genug, um meine Lust auf den Winter zu entfachen: Heute wollte ich im Schnee laufen.
Dumm nur, dass der nicht liegen bleiben wollte.
War einfach noch ein bisschen zu warm hier unten am Fuß der Bergstrasse, entsprechend schmolzen die Flöckchen schneller weg, als sie nachschneien konnten.
Also entschied ich mich, es einfach im Odenwald zu probieren – oben in den Bergen ist es meistens ein paar Grad kälter, entsprechend kann da ´ne ganze Menge Schnee liegenbleiben, selbst wenn´s unten in der Ebene schneefrei ist.
Schnell eine nette Route mit viel neuer Strecke im Modautal rausgesucht (das erwies sich als verflixt schwierig, weil ich da inzwischen die allermeisten größeren Wege schon abgelaufen bin, aber schließlich kriegte ich doch noch eine passable Tour über die hinterletzten Wald- und Wiesenpfädchen zwischen Beedenkirchen und Brandau hin – mir fehlten ja nur noch 6 km bis zum Wochenziel, entsprechend musste es nicht lang sein), dick angezogen (1,5° Celsius in Jugenheim, das bedeutet i.d.R., dass es im Odenwald unter Null ist), und am frühen Nachmittag in die Berge hochgefahren.
Den Rest des Beitrags lesen »