Den Neuner gestern im Jägersburger Wald hatte ich ja ganz gut weggesteckt – alles ruhig angegangen, nicht zu schnell und zu weit gelaufen, die irgendwie muckende Schulter bewusst ruhig gehalten, das hatte ordentlich geklappt, ohne größere Probleme während oder nach der Tour.
Grund genug, es am folgenden Tag gleich nochmal zu versuchen?
Eigentlich nicht, aber ich musste heute nach Mainz hoch, und, naja, wenn man eh schon mal da oben in der Semifremde ist und ein bisschen Zeit hat, wär´s ja irgendwie schade, dass nicht für eine kleine läuferische Entdeckungstour zu nutzen, oder?
Eben!
Natürlich wieder ganz kurz und langsam und vorsichtig und flach, nichts Großes, nur eine kleine Tour, bei der ich mir einen lange gehegten Wunsch erfüllen wollte:
Wenn man auf der A67 nach Norden fährt (was ich jahrelang regelmäßig getan habe), dann kommt man kurz vor dem Rüsselsheimer Dreieck an einer riesigen, einsamen, wunderschönen Wiese vorbei, die vollkommen von Wald umgeben ist. Manchmal stehen Hirsche drauf und Äsen. Manchmal, wenn man früh morgens vorbeikommt, wallt hier ein unglaublich stimmungsvoller Morgennebel, in dem sich die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne fangen. Und selbst ohne Hirsche oder Morgennebel ist die Schwarzbachwiese (so heisst sie, nach dem Schwarzbach der hier aus dem Wald kommt und rhenwärts fliesst) der mit Abstand schönste Anblick, den man zwischen Jugenheim und Mainz von der Autobahn aus haben kann. Glaubt mir, ich kenn´ mich aus.
Die wollte ich mir schon ganz lange mal aus der Nähe anschauen (= und nicht nur kurz aus dem Autofenster während man mit 120 Sachen vorbeijagt), heute würde ich wieder vorbeikommen, also warum nicht?
Eine entsprechende Strecke hatte ich schon lange in der Schublade, musste sie nur noch etwas kürzen (16 km waren mit dann doch etwas zuviel, also hab´ ich einfach einen großen Zipfel kupiert und ein paar Details geändert, und schon waren´s nur noch 8), und fertig war der lange gewünschte Ausflug zur wunderschönen Schwarzbachwiese.
Gegen Mittag losgefahren, meinen Kram in Mainz erledigt und dann auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt der Tour an der Helen-Keller-Schule im nordöstlichsten Zipfel von Königstädten (an der ich letzten November schon mal vorbeigekommen war. Anbindung ans Laufnetz: Check!).
Im Auto umgezogen (hab´ ich schon mal erwähnt, dass ein handelsüblicher Opel Corsa nicht die beste Umkleidekabine ist, die man sich vorstellen kann?), brav gedehnt, und los.
Ostwärts, aus Königstädten raus und gleich auf der Brücke am Ende der Elsa-Brandström-Allee über die A67 am Rüsselsheimer Kreuz – schon tausendmal drunter durchgefahren, heute zum erstenmal drüber gelaufen. Immer unheimlich spannend, so einen altbekannten Ort aus einer völlig neuen Perspektive zu erleben, und zu sehen, was hinter der nächsten Böschung liegt.
Auf der anderen Seite der Brücke dann: Wald.
Jetzt war ich mittendrin in den riesigen Forstgebieten des südlich-zentralen Rhein-Main-Gebietes, die sich von der bayrischen Grenze bis nach Rüsselsheim und vom Mainufer bis runter nach Darmstadt erstrecken.
Noch kurz geradeaus, dann an der nächsten Kreuzung rechts und die lange, gerade Astheimer Schneise runter nach Süden, geradewegs auf die noch nicht sichtbare Schwarzbachwiese zu.
Hübsches Stück: Frühlingshafter Mischwald mit einem Mix aus alten, knorrigen Laubbäumen und schlanken hohen Kiefern, relativ licht, deshalb viel Bodenbewuchs, vor allem am Wegesrand, wo sich ein bunter Teppich aus blühenden Wildblumen ausbreitete.
Dazu schön einsam, die obligatorischen singenden Vögel – wunderbar.
Lediglich das Rauschen der nahen Autobahn störte die Idylle etwas, aber das sank schnell in den Hintergrund, so dass ich es gar nicht mehr zur Kenntnis nahm.
Läuferisch lief´s übrigens ebenfalls ordentlich: Wie beim letzten Mal machte ich langsam und achtete darauf, die muckende Schulter nicht zu sehr zu belasten, das klappte gar nicht schlecht.
Entsprechend machte es richtig Spass, da störte auch das etwas trübe Wetter nicht – im Gegenteil, war eigentlich mal eine schöne Abwechslung zu den vielen Sonnentagen der letzten Zeit.
Alles gut, war im Reinen mit mir und der Welt, so wie´s beim Laufen immer sein sollte.
Und dann, nach ca. 800 m., erreichte ich die Schwarzbachwiese.
Wow!
Tatsächlich so schön, wie sie im Vorbeifahren aussieht.
Wirklich ein Riesenteil – maximale Ausdehnung in Ost-West-Richtung ca. 1,7 km (auch wenn die ersten 700 m. davon nur ein schmaler Schlauch zwischen den Waldrändern ist), in Nord-Süd-Richtung 1,2 km.
Rundherum dichter, grüner Wald, lediglich im Westen (am Ende des „Schlauchs“) führt direkt die Autobahn vorbei.
Insgeheim hatte ich gehofft, hier vielleicht auf ein paar der Hirsche zu treffen, die man im Vorbeifahren immer mal wieder sieht, und tatsächlich: Sobald ich aus dem Wald raus war, standen sie auch schon da wie bestellt: 3 Damhirsche, vielleicht 40 m. rechts von meiner Position (und damit vor dem Hintergrund der Autobahn, ein schönes Symbol dafür, wie nahe Natur und Zivilisation hier im Rhein-Main-Gebiet manchmal beieinander liegen).
Wir glotzten uns vielleicht eine halbe Minute gegenseitig an, dann verschwanden die drei ohne allzuviel Hast im Wald (gottseidank wollten sie mich nicht beissen…
).
Total cool!
Hochzufrieden machte ich mich auf, mehr von der Schwarzbachwiese zu erkunden: Rechts, am Waldrand entlang mittendrein in den größeren Teil der Freifläche.
Wirklich toll: Eine riesige, sattgrüne Brachwiese voller Wildblumen, hin und wieder mal ein paar hohe, schöne Bäume. Beinahe vollkommen unberührt, lediglich eine erkleckliche Anzahl von Hochsitzen am Waldrand (viele Hirsche = viele Jäger, nehme ich an) und ein paar kleine Gräben und Kanäle mit uralten handbetriebenen kleinen Wehren aus rostigem Gusseisen und verwittertem Holz zeugten davon, dass sich hier hin und wieder mal ein Mensch hinverirrt.
Ansonsten: Wunderbar agbeschiedenes, einsames Naturidyll, und das in Sichtweite der BAB.
Herrlich!
Ich folgte dem Waldrand einen halben Kilometer und bog dann an einer kleinen Abzweigung halbrechts ab, auf einen grasigen Pfad mitten ins Herz der Wiese – war eigentlich nicht geplant, aber hier gefiel´s mir so gut, dass ich mich spontan für diesen kleinen Umweg entschied.
Geradewegs durch die Schwarzbachwiese, an einem der kleinen Gräben entlang. Viele Schmetterlinge und Vögel, unter anderem zwei Störche, die majestätisch über dem Südende der Wiese ihre Kreise drehten, und sich weder von mir noch von den startenden Flugzeugen stören ließen, die sich nur wenige hundert Meter über ihnen vom nahen frankfurter Flughafen aus in den bedeckten Himmel schraubten.
Etwas über 1 km durch die Wiese bis zum östlichen Waldrand, wo ich – etwas überraschend (wie gesagt, war ja ein ungeplanter Umweg) – auf den Namensgeber der Wiese stiess: Der Schwarzbach, ein naturbelassenes kleines Flüsschen mit dichter Ufervegetation, das sich hier aus dem Wald heraus in die Wiese schlängelt. Ebenfalls total idyllisch und wunderschön, so langsam bereute ich es, den Foto zuhause gelassen zu haben (immerhin war ich nicht der einzige, denn im ganzen WWW finden sich offensichtlich keine Bilder von der Schwarzbachwiese).
Kurze Pause um die Szenerie ein bisschen zu geniessen (aaah) und die linke Schulter etwas auszudehnen (uuuh), dann am hübschen Bachufer tiefer in den Wald rein – hier gab´s sogar mal einen Wegmarker, ein hohles gelbes Quadrat. Wahrscheinlich ein OWK-Weg, aber Nummer und Bezeichnung kenne ich nicht, zu weit weg von zuhause.
Nach 200 m. bog der Weg links vom Ufer ab (schade…) und führte nun auf der Hauserseeschneise nordwärts. Ebenfalls schön. Nachdem ja gerade gestern erst durch den Jägersburger Wald gelaufen war, konnte ich sehr schön vergleichen. Dieser Wald hier wirkte insgesamt natürlicher, wilder, mit viel Altholz und keinerlei Zeichen intensiver Holzwirtschaft, das gefiel mir sehr gut.
800 m. nordwärts bis zur Kreuzung mit der Tannackerschneise, von der aus man bereits die B486 sehen konnte, die weiter vorne quer durch den Wald verläuft. Ursprünglich hatte ich hier weiter geradeaus bis zur Bundesstrasse gewollt, vor Ort erwies sich das jedoch als nicht praktikabel – am Ende der Schneise versperrte ein gut sichtbarer Wildzaun den Weg, der nicht nur geeignet schien, um Hirsche und Wildschweine von der Fahrbahn fernzuhalten, sondern auch rotgesichtige Jogger.
Also noch´n kleiner Umweg, rechts die Tannackerschneise runter, an deren Ende sich ein Tor im Wildzaun befand, durch das ich an die Strasse gelangte.
Hier sah der Plan vor, auf dem Radweg neben der Bundesstrasse westwärts bis nach Rüsselsheim zu laufen.
Aber auf der anderen Strassenseite lockte verführerisch das Wildzauntor ins Naturschutzgebiet Mönchbruch, in dem die Karte nicht nur ein unberührtes Sumpfgebiet sondern auch noch einen Satz uralter Hügelgräber versprach…
Und eigentlich war´s bisher super gelaufen, also warum eigentlich nicht?
Über die Strasse, durchs Tor, ins NSG Mönchbruch.
Kurzinfo: Ok, letzten Dienstag war ich ja an der Knoblochsaue unterwegs, in Hessens größtem Naturschutzgebiet. Der Mönchbruch ist mit über 900 Hektar das Zweitgrößte (schwer zu glauben, dass es im weit weniger dicht besiedelten Mittel- und Nordhessen keine größeren NSGs gibt). Er besteht aus herrlichen Marsch- und Trockenwiesen, dichten alten Wäldern und naturbelassenen Sumpfgebieten, die Rückzugsraum für Dutzende vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten bieten – was um so faszinierender ist, als sich das Herzstück des Mönchbruchs direkt unter der Einflugschneise der gerade mal 2 oder 3 km entfernten Startbahn West des Frankfurter Flughafens befindet, und hier ständig startende und landende Großraumflugzeuge im Tiefflug rüberdonnern.
Eine wirklich wunder-, wunderschöne Naturlandschaft (mit Boeings…), wie ich bereits bei einem herrlichen Lauf im Herbst 2007 festgestellt habe.
Heute ging´s aber nicht durch die zentrale Marschwiese am alten Jagdschloss sondern durch den Wald westlich davon.
Erwartungsgemäß großartig: Beinahe schon Urwald mit altem, prächtigen Baumbestand, dazwischen hin und wieder eine wilde Lichtung mit dichtem Bewuchs aus unbekannten Büschen und Gräsern.
Ich lief nur kurz geradeaus und bog dann links auf einen kleinen, gewunden Waldpfad mit einem coolen Namen ab, den ich mir leider nicht merken konnte – irgendwas mit „Schnecken“ („Schneckenbergweg“? „Schneckenbruchpfad?“ – leider hat auch die Wanderkarte nichts dazu zu sagen…).
War auf jeden Fall wunderschön: Erst ein Stück Urwald, dann rechts auf einmal ein herrlicher Sumpfwald, wie er mir bei all meinen Touren noch nicht begegnet ist – große Wasserflächen zwischen hohen alten Bäumen, durchbrochen von kleinen Landinselchen auf denen schilfige Grasbüschel wuchsen.
So langsam bereute ich es wirklich, keinen Foto dabeizuhaben (immerhin konnte ich davon ein Bild online finden), zumal ich hier nicht so lange verweilen konnte, wie ich gerne gewollt hätte – sobald ich langsamer wurde, stürzten sich die ersten Stechmücken der Saison auf mich, also musste ich wohl oder übel in Bewegung bleiben.
Kurz danach dann links des Schneckendingsdawegs die Hügelgräber mitten im Wald, die die Karte versprochen hatte – rein äußerlich nicht wirklich beeindruckend, einfach ein paar große, langgezogene Hügel im ansonsten flachen Wald.
Was sie beeindruckend macht, ist ihr Alter: Diese Hügelgräber (von denen sich in dien riesigen Waldgebieten der Gegend Dutzende wenn nicht gar Hunderte finden) sind knapp 3000 Jahre alt: Sie entstammen der sogenannten Koberstadt-Kultur aus der späten Bronzezeit, ca. 800 v. Chr.
Das ist unglaublich alt. Man stelle sich nur vor: Als die Römer hier vorbeikamen, waren die dort begrabenen Menschen, von denen sonst praktisch überhaupt nichts geblieben ist, schon seit einem Jahrtausend tot! Entsprechend sind die Gräber Zeugnisse einer Zeit die so weit weg und so fremd ist, dass wir sie und nicht einmal vorstellen können.
Sowas fasziniert mich.
Der Schneckendingsdaweg wand sich noch ein ganzes Stück weiter durch den tollen, naturbelassenen Wald, vorbei an weiteren Sumpfstücken, Hügelgräbern und brachigen Lichtungen, bevor er schließlich an der quer verlaufenden alten Frankfurter Str. endete.
Hier ging´s dann links, zurück an den Gatterzaun und durch ein großes Gattertor (hatte irgendwie was von Safaripark mit diesen ganzen Toren) zurück an die B486.
Von jetzt an doch neben der Bundesstr. entlang, auf dem sauber gepflasterten Radweg 8 zwischen Fahrbahn und Wildzaun westwärts in Richtung Rüsselsheim.
Nicht mehr ganz so hübsch, aber nach der wunderbaren Schwarzbachwiese und dem tollen Wald im NSG Mönchbruch war das nicht weiter schlimm.
Nach 700 m. knickte der Radweg 8 links von der B486 ab und führte auf einer alten Landstrasse („Im Haßlocher Tann“) nach Südwesten.
Nettes Stück – die Strasse war für den Verkehr gesperrt, links gleich der Waldrand, rechts erst eine kleine Siedlung aus Holzhäusern, dann die Autobahnmeisterei für die nahe A67, eine Anlage vom THW und ein großes Wasserwerk, dann gings leicht bergauf auf eine schöne alte Brücke (mit rissigem Asphalt und dichtem Baumbewuchs an der Böschung), auf der ich zum zweiten Mal für heute die A67 überquerte (wie eine nachträgliche Überprüfung ergeben hat übrigens die 23. und nördlichste Stelle, an der ich als Läufer bsher die A67 über- oder unterquert habe – die südlichste ist fast 50 km weiter südlich hinter Lorsch…).
Auf der anderen Seite runter, kurz links die einsame und ebenfalls idyllisch bewaldete Stockstr. entlang, dann rechts runter an die wunderschöne Horlache, eine Art kilometerlanger Wassergraben, der sich östlich von Rüsselsheim entlangschlängelt (und den ich genauer in diesem Laufbericht mit Fotos beschreibe)
Ich folgte der Horlache ein Stück nach Westen, genoß die inzwischen milchig durch die Wolken scheinende Sonne und die schöne Szenerie, und verpasste darüber die richtige Abzweigung zurück nach Königstädten.
Fühlte mich aber immer noch recht fit und umkehren wollte ich nicht, also lief ich einfach weiter am Ufer entlang, bis ich schließlich die nächste Abzweigung erreichte und links durch den Wald den Königstädter Grenzweg erreichte, wo mich ein Meer aus strahlendgelben und intensiv riechenden Raps empfing (dahinter – wieder mal altbekannt – verlief die A60 in Richtung Mainz).
Wieder links, auf dem Grenzweg zurück an die Stockstrasse, an der dann erst über die ersten zwei Autobahnspuren, dann unter den nächsten zwei durch, und weiter geradeaus auf dem Radweg 27 neben der ruhigen Landstr. durch den Wald in Richtung Königstädten.
Nach 200 m. dann links, noch einen halben Kilometer die Hübelschneise (mit Regionalparkweg-Marker) runter, und schon war ich wieder an der Elsa-Brandström-Allee am nordöstlichsten Zipfel von Königstädten, wo bereits das Auto und eine köstliche Flasche lauwarmen Mineralwassers auf mich warteten.
Richtig gute Tour. Hat unheimlich viel Spass gemacht, das alles zu entdecken und Lust auf Mehr gemacht. Gerade Schwarzbachwiese und Mönchbruch sind einfach herrlich, selbst an einem bedeckten Tag wie heute. Dazu Hirsche, Störche, Hügelgräber und wieder mal die spannende Erkenntnis, wieviel wunderschöne Natur es selbst mitten im Herzen von Deutschlands drittgrößtem Ballungsraum zu entdecken gibt.
Physisch hat´s ebenfalls hingehauen. Obwohl es aufgrund der vielen kleinen Umwege am Ende 10,6 statt der geplanten 8 km waren, hat alles gut geklappt, und auch die angespannte linke Schulter hat nicht groß gemuckt, nachdem ich erstmal den richtigen Rhythmus hatte (hatte gegen Ende sogar fast den Eindruck, als wäre es etwas besser als vorher…)
Von daher: Die erhofften großen, anstrengenden Touren schiebe ich vielleicht erstmal noch ein bisschen auf, aber zumindest ein etwas schönes Klein-Klein sollte in den nächsten Wochen drin sein.
Bloss dass ich keinen Foto für die herrliche Landschaft dabei hatte, das wurmt mich dann doch etwas.
Na ja, muss ich halt irgendwann noch mal vorbei…
Strecke: 10,6 km
Zeit: Nicht genommen. Aber laaaaaaaahm.
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Strecken an der Gesamtstrecke: 88,21% (9,35 km von 10,6 km)
Karte:

M.



29. April 2009 um 06:53
Vielen Dank Matthias, ich konnte sehr schön erkennen, wie gut Dir dieser Ausflug getan hat und die Natur hast Du so beschrieben, dass mir die Schwarzbachwiese fast schon real in meinem kleinen Arbeitszimmer erschienen ist, nochmals Danke.
„Alles gut, war im Reinen mit mir und der Welt, so wie´s beim Laufen immer sein sollte.“
Für mich stellt allerdings der oben zitierte Satz die zentrale Aussage Deines Berichts dar und ich freu mich mit Dir über dieses Gefühl.
Mach weiter so und bleib vorsichtig, also noch kein Unterholz
Salut
C.
29. April 2009 um 10:16
Hi Christian,
ja, das war schön und hat gut getan.
Ist vielleicht auch einfach so ein bisschen Kopfsache, bei der man sich erstmal von den (noch!) etwas unrealistischen Ansprüchen und Erwartungen lösen muss, die man in den letzten Wochen und Monaten aufgebaut hat, um dann etwas weniger ambitioniert zu starten und auch das zu geniessen.
Wobei mir das Unterholz aber schon noch fehlt. Und Berge, vor allem die Berge. Wenn man da erst mal raus ist, dann ist das immer so ein Scheissarbeit, sich wieder bergfest zu laufen…
Wenn du jemals die A67 nach Norden fährst, kannst du ja mal kurz vor dem Rüsselsheimer Kreuz einen Blick nach rechts aus dem Fenster werfen und vergleichen, ob die Schwarzbachwiese in echt so ähnlich aussieht wie die Erscheinung in deinem Arbeitszimmer…
Gruß
Matthias
29. April 2009 um 18:16
Nur ganz kurz, 10,6 Kilometer. Ich lache.
Es ist immer wieder beeindruckend, was für schöne Gegenden du findest. Das liest sich super, so viel Schönes und Neues möchte man selbst gerne finden!
29. April 2009 um 23:19
Hey, Moment mal, von „nur ganz kurz 10,6 km“ war nie die Rede…
Schöne Gegenden gibt´s glaub´ ich fast überall, man muss nur die Augen aufhalten und sich auch mal jenseits der ausgetretenen Pfade umtun, dann findet sich das Schöne und Neue von ganz alleine…
Wart´ nur mal dein Schwentine-Projekt ab wenn du wieder fit bist, das wird sicher mindestens genausogut.
Gruß
Matthias
30. April 2009 um 10:52
Schöner Bericht, da ist man im Geiste bei dir. Schade das du die Kamera nicht dabei hattest. Hügelgräber haben wir hier auch einige, habe mich allerdings noch nie für interessiert. Für mich waren es eigentlich immer nur Hügel im Wald. Werde mich jetzt auch mal drüber schlau machen.
30. April 2009 um 11:02
Hi Torsten!
Verflixt, da wollte ich mit meinen Hügelgräbern deinen Limes ausstechen, und dann hast du selbst welche!
Flüche!!!
Gruß
Matthias
5. Mai 2009 um 03:56
[...] Natur pur: Schwarzbachwiese, NSG Mönchbruch und Horlache (10,6 km) [...]
6. Mai 2009 um 09:36
[...] Natur pur: Schwarzbachwiese, NSG Mönchbruch und Horlache (10,6 km) [...]
8. Juli 2009 um 09:38
Ich laufe regelmäßig an der Helen-Keller-Schule los, da mein Sohn dort trainiert. Die Strecke habe ich mir bei jogmap.de eingerichtet, allerdings ohne das Waldstück an der Horlache (9,3 km), also am Parkplatz auf die Stockstraße zurück. Der Weg durch den Wald gehört allerdings zu meiner Horlache-Runde mit Ostpark, ebenfalls von der Helen-Keller-Schule aus (9,2 km). Ich bin inzwischen einen Teil der Schwarzbachwiesen-Strecke gelaufen und habe aus Zeitgründen durch den Wald noch vor der A67 abgekürzt, also die Alte Frankfurter Straße fast bis zum Ende geradeaus. Das sind dann 7,9 km. Die Strecke ist tatsächlich wunderschön und zum großen Teil sehr naturbelassen. Den Tieren auf der Schwarzbachwiese bin ich zwar nicht begegnet, aber ich werde die Strecke sicher noch öfter laufen.
Der Dingsda-Weg heißt übrigens Schneckenhügelweg, es geht hier natürlich links rein und nicht wie im Bericht versehentlich geschrieben nach rechts.
Ein sehr schöner Bericht, sehr motivierend.
Grüße
Joachim
8. Juli 2009 um 13:37
Hallo Joachim,
so, den links/rechts-Fehler hab´ ich gleich mal richtiggestellt, sowas passiert im Eifer des Gefechts leider immer wieder mal.
Ich muss ja gestehen, ich bin jedesmal wieder ein bisschen überrascht, wieviel Natur ihr da oben habt, mein Bild im Kopf von Rüsselsheim wird irgendwie immer noch ein bisschen von Opel und der Innenstadt beherrscht – um so schöner ist es, wenn man dann mal live und vor Ort seinen Horizont erweitern kann.
Auf jeden Fall alles sehr laufenswert, auch die Ecke an der Horlache.
Vielen Dank für den netten Kommentar und die Richtigstellung
Matthias