Zum zweijährigen Blogjubiläum (und angesichts der Tatsache, dass es in den nächsten Wochen wohl leider wieder etwas weniger mit der Lauferei wird) wollte ich mir auf jeden Fall nochmal was Besonderes gönnen.
Zum Beispiel… endlich mal mein viertes Bundesland erobern und nach Bayern rüberlaufen!
Ehrlich gesagt: Nicht unproblematisch.
Denn vom östlichsten Punkt meines Streckennetzes bis nach Bayern war´s noch weit, fast 20 km Luftlinie (= deutlich mehr als 20 km reale Strecke) durch den vollkommen unbekannten östlichen Odenwald.
Und dann noch die organisatorischen Probleme – wie kommt man wieder zurück?
Und es war total heiss und stickig, überhaupt kein gutes Laufwetter.
Und dann war da auch noch das leise, bequeme Stimmchen in meinem Hinterkopf, dass mir einflüsterte, dass das zu kompliziert und zeitaufwändig wäre und ich sowieso eigentlich überhaupt gar keine Lust hätte.
Sollte ich da wirklich…?
JA, verdammt!
Scheiss auf die Probleme, schließlich kommt so ein Jubiläum nicht alle Tage, und als krönender Abschluss der letzten Wochen und Monate vor einer mehrwöchigen Phase, in der sowas nicht mehr geht, war das genau das richtige!
Und Bayern hatte ich ja eh lange genug vor mir hergeschoben, keine Ausreden mehr!
Tageslosung also: Ostwärts, von der Böllsteiner Höhe durch den halben Odenwald (zum Glück ist der nicht so breit wie lang…
) bis rüber ins ferne, exotische Unterfranken, in den kleinen Ort Laudenbach am Ufer des
bayrischen (komischer Gedanke, dass der Main, urhessischster aller Flüsse, eigentlich größtenteils zu Bayern gehören soll…) Mains, da wo der Odenwald aufhört und der Spessart anfängt.
Organisation: Klappte – Abholung in Laudenbach ging klar.
Unbekanntes Terrain: Kein Problem – ich würde einfach einem alten Bekannten folgen, nämlich dem Odenwaldklub-Wanderweg HW16 (weisser Balken), der von Zwingenberg an der Bergstrasse als Lucibergweg/Nibelungensteig aufbricht, dann über Melibokus, Felsberg, Neunkircher Höhe und das Gersprenztal bis nach Böllstein führt (alles schon gelaufen…) und von dort aus dann schließlich geradewegs weiter nach Osten geht, bis er schließlich in Laudenbach endet.
Wetter: Pffnaja, oben im Odenwald würde es schon etwas kühler und frischer sein…
Keine Lust: Unsinn, nachdem das Gerüst stand, wollte ich auch.
Also dann: AUF NACH BAYERN (bzw. Franken – das ist wie Bayern, bloß ganz anders und viel interessanter, weil nicht sosehr mit den Klischees weissbiersaufender, CSU-wählender Lederhosenträger mit peinlicher „mir san mir“-Attitüde behaftet)!!!
Ausgangspunkt war das Höhendörfchen Böllstein auf der Böllsteiner Höhe, am alleräußersten Ostrand meines bisherigen Streckennetzes.
Hier war ich ja erst im Mai aus dem Gersprenztal kommend hochgelaufen und hatte damals begeistert festgestellt:
Bild #65: Wahnsinn, oder? Ich bin heute so weit nach Osten in den Odenwald reingelaufen wie nie zuvor. Und doch gibt´s weiter im Osten noch (beinahe) unendliche viele Täler, Berge, Wälder, Dörfer und Strecken, die ich noch nie besucht habe. Da gibt´s noch ganz, ganz, ganz viel zu entdecken. Und es sieht wunderschön aus!
Und heute würde ich genau diesen unbekannten Teil Odenwald auf dem Bild erforschen… super!
Start in der Erbacher Str. im Oberdorf, kurz vor der „Dorfklause“ – im Mai war hier das Ende der Tour gewesen, also fing ich heute hier an.
Das Wetter hier oben war in der tat etwas kühler als unten an der Bergstrasse, aber mit praller Sonne, hoher Luftfeuchtigkeit und immer noch 26° oder 27° auch nicht wirklich ideal, zumal ich notgedrungen relativ zeitig aufbrach, so gegen 17:40, weil ich ja mindestens zweieinhalb bis drei Stunden brauchen würde – da lag ein hartes, heisses, anstrengendes Stück Arbeit vor mir.
Aber zum Glück war ich ja gut ausgerüstet: Zum ersten Mal dieses Jahr war der Trinkgurt voll (4 Fläschchen Isoplörre, 1 Fläschchen Kühlwasser zum Überkippen und als Nottrinkvorrat, und das Handy), außerdem hatte ich mir ja extra Sonnencreme eingepa…
Oh, Mist, die Sonnencreme hatte ich vergessen. Na dann eben ohne…
Foto hatte ich ebenfalls nicht dabei, zum Einen weil das Wetter nicht so ideal zum fotografieren war (diesig, weisslich-dunstiger Himmel) und ich mir nicht soviel Fotografierenswertes von der Strecke versprach, zum anderen weil die Tour zeitlich ohnehin schon relativ straff geplant war und der Foto sie um mindestens eine halbe bis Dreiviertelsstunde verlängert hätte (ganz zu schweigen vom Zeitaufwand nach dem Lauf, mit Bildersichtung, Auswahl und Nachbereitung, das war mir zu eng) – also heute keine Bilder, sorry…
Die Böllsteiner Höhe ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Höhenzug im mittleren Odenwald: Über 400 m.ü.NN im Westen begrenzt durch das Gersprenztal, im Osten durch das Brombachtal.
Will heissen: Wenn man hier startet, geht´s auf jeden Fall erstmal bergab – sehr angenehm an einem eigentlich etwas zu warmen und stickigen Tag…
Auf dem HW16 an der Dorfklause vorbei, durch ein kleines Wäldchen, dann bergab durch herrliche, satte Sommerwiesen, mit einem schönen Blick auf die unvertrauten Täler und Höhenzüge vor mir.
Tempo gemässigt (lange Tour bei Hitze, nix überstürzen), eigentlich keine Probleme, lediglich der Trinkgurt nervte total rum, indem er sich partout weigerte, anständig zu sitzen und stattdessen an meinen Hüften hoch und runter wackelte wie ein Lämmerschwanz – entweder bin ich dieses Jahr merklich schlanker als ´07 und ´08 (sehr unwahrscheinlich) oder er ist inzwischen schon etwas ausgeleiert passt nicht mehr ganz so (wahrscheinlicher, nach fast zwei Jahren treuer Dienste).
Wie auch immer, ging gar nicht, bis ich ihn kurzerhand rumdrehte, so dass vorne hinten und hinten vorne war – da war dann Schluss mit wackeln.
Patent muss der Mensch sein…
Immer weiter abwärts durch die wunderschönen Wiesen, misstrauisch beäugt von einer Herde rotbunter Odenwaldkühe, dann durch ein schattiges Waldstück (angenehm: Kühler. Weniger angenehm: Noch höhere Luftfeuchtigkeit), dann noch mehr Wiesen in der prallen Vorabendsonne und schließlich Einlauf in das beschauliche Dörfchen Kirchbrombach im Brombachtal, dessen Existenz ich mir bis vor ein paar Wochen bestenfalls sehr nebulös bewusst gewesen war.
Hübsch, und irgendwie fühlte es sich schon ein bisschen anders an, als die Odenwalddörfer näher an zuhause – irgendwie… ländlicher, alpiner, fremder. Wahrscheinlich nur Einbildung, aber wer weiss…
Auch hier erstmal weiter abwärts, durch den oberen Gründelsweg (Wohnhäuser mit blühenden Gärten, einige ältere Herrschaften unterwegs, die allesamt ordentlich grüssten und zurückgegrüsst wurden), dann ein Schlenker in die Ahlertstr. (ältere Häuser, eng stehend, schattig, viel Fachwerk und odenwaldtypische Holzschindelwände) und schließlich runter in die Hauptstr., der ich nach links/Osten durch den beschaulichen Ortskern folgte.
Schmaler Bürgersteig, alte Häuser, nach ein paar Metern rechts ein fröhlich plätscherndes Dorfbrünnchen, an dem ich mich gleich mal erfrischte.
Aaaaah, herrlich, wie das eiskalte Wasser auf Armen, Beinen und Nacken abkühlt, genau das richtige an einem Hochsommertag wie heute…
Danach weiter die Dorfstr. entlang, links zog hinter einem Torbogen eine hübsche Kirche vorbei, der der Ort wohl seinen Namen verdankt, dann bog ich ohne nachzudenken links auf eine Strasse namens „Burghof“ ein, die leicht aufwärts an einem größeren Fachwerkhof vorbei leicht aufwärts aus dem alten Ortskern rausführte.
Netter Weg, aber dummerweise falsch – plötzlich war der weisse Balken weg und ein kurzer Orientierungsscheck auf dem Plänchen (gut dass ich mir eins gemacht hatte!) zeigte, dass ich zu früh abgebogen war.
Na prima – gerade mal 3 Kilometer unterwegs und schon falsch.
Das konnte ja noch heiter werden…
Zum Glück war´s noch kein grober Navigationsfehler, ein bisschen Rumgeeiere – erst durch ein Neubaugebiet („Martin-Luther-Weg“) und dann ein steiles Treppchen runter zurück an die Hauptstr. – brachte mich wieder auf Kurst, so dass ich kurz darauf wieder den weißen Balken fest im Blick hatte und halblinks auf den Eichelsweg einbiegen konnte, der in leicht aufwärts aus Kirchbrombach hinausführte, an einem einzelnen größeren Bauern/Freizeithof vorbeiging („Hof Herrenberg“) und mich dann geradewegs in die Felder östlich von Kirchbrombach brachte.
Hier wurde es dann zum ersten Mal hart: Ewig lange geradeaus durch die offene, sanft geschwungende Feldlandschaft mit weiten, goldwogenden Getreidefeldern. Kein Schatten, kaum Wind – es war Bullenheiss und stickig, und die pralle Sonne brannte mir gnadenlos von hinten in den erhitzten Nacken (hätt´ ich doch bloß an die Sonnencreme gedacht…). Immerhin gab´s hier auch die erste der halbstündig geplanten Trinkpausen, das erfrischte wenigstens marginal…
Landschaftlich war´s allerdings trotzdem hübsch und sehr spannend, denn der Odenwald sieht hier hinten ganz anders aus, als weiter vorne in Richtung Bergstrasse – statt der schrofferen, steilen Anhöhen und tiefen Täler des kristallinen (= westlichen) Odenwalds, die von kleineren Waldgebieten und Viehzucht geprägt sind, dominieren hier im Buntsandstein-Odenwald(= dem östlichen Teil) große, rundere Höhenzüge zwischen denen sich breite Täler und Hochebenen ausstrecken, in denen sich weite Ackerflächen und große Waldgebiete abwechseln.
Entsprechend fühlte es sich hier fast ein bisschen an wie im Flachland, das von sanften Hügeln durchzogen wird (was allerdings ein Irrtum ist, vom Wandern weiss ich, dass es hier durchaus auch mal ganz schön steil hoch und runter gehen kann) – anders als daheim, aber auch sehr reizvoll.
Nach über 1,5 heissen, stickigen Kilometern im offenen Gelände erreichte in endlich den nächsten Waldrand (am „Eichels“, sagt die Wanderkarte), dem ich kurz nach links folgte (dabei Begegnung mit einem erschrockenen Riesenfeldhasen), bevor es schließlich rechts in den schattigen, herrlich kühlen Wald ging.
Aaaangenehm nach all der Sonne und Hitze.
Hier: Abwärts, runter vom Hochplateau auf einem schmalen, holprig-wucherigen Pfädchen geradwegs durch den Wald hindurch bis zum gegenüberliegenden Waldrand, wo mich ein erster Blick über das schöne, sommerlich grüne Mümlingtal erwartete, in dessen Mitte mein nächstes Etappenziel wartete, die Kurstadt Bad König.
Sah hübsch aus von hier oben, ein freundliches Kleinstädtchen im Tal, zwischen Wald und Wiesen, das bei mir spontan Assoziationen an die Slowakische Tatra weckte (vielleicht wegen der beiden großen Wohnblocks am Nordrand der Stadt, die nicht so recht ins idyllische Gesamtbild passen wollten – sowas hab´ ich im ehemaligen Ostblock schon öfter gesehen).
Nett und neu und sonnig, so mag ich das, also ging´s guter Dinge abwärts, erst links in einer langen Kurve am Waldrand entlang, dann abwärts durch die von kleinen Baumgruppen unterbrochenen Sommerwiesen, die mir sehr gut gefallen hätten, wenn´s hier nicht von aggressiven Schmeissfliegen gewimmelt hätten, die wie magisch von meinem Mund und meinen Ohren angezogen zu werden schienen – da hiess es: Schnauze zu und schnell durch!
Irgendwann war ich dann unten, überquerte auf einer Brücke im Schatten alter Bäume das überraschend breite Flüsschen Mümling (das allerdings keinerlei frische Brise erzeugte, hier unten stand mal wieder die Luft – uff!) und lief dann auf einer Fußgängerunterführung unter der B45 durch und in Bad König ein.
Hier war ich wahrscheinlich noch nie niemals nicht im Leben (aber das gilt eigentlich für alle Orte, durch die ich heute durchgekommen bin…
).
Glaub´ ich.
Ok, womöglich bin ich irgendwann mal durch- oder vorbeigefahren, aber wenn, dann hab´ ich keine kohärente Erinnerung.
Dabei ist das Städtchen gar nicht so weit von zuhause weg, und dem Vernehmen nach durchaus apart – Kurort in schöner Mittelgebirgslage, gelegen an der „Deutschen Ferienstrasse Alpen – Ostsee“, ein paar Tausend Einwohner, alte Gebäude, Schlossplatz mit gräflicher Residenz , Kurpark, die Odenwald-Thermen…
Viel kriegte ich davon allerdings erstmal nicht mit, es ging auf der verlassen wirkenden Schwimmbadstr. stadteinwärts, an einem großen Sportplatz mit rotbraunem Sand entlang, über dem die Luft ein bisschen zu flirren schien, dann vorbei am Schwimmbad (hier war deutlich mehr los. Kein Wunder bei diesem Wetter) und schließlich unter einer Eisenbahnbrücke hindurch bis zur Banhofsstr. am Rand der kleinen Kernstadt, deren alte, schmale zwei- oder dreistöckige Gebäude in der Tat schon deutlich urbaner wirken als die übliche Odenwaldarchitektur.
Geradeaus wär´s hier zum Schlossplatz gegangen, den ich mir schon ganz gerne angesehen hätte – aber der weiße Balken des HW16 wollte rechts die Bahnhofstr. runter, und weil ich zeitlich ja nicht soviel Spielraum hatte, folgte ich ihm eben.
Schmaler Bürgesteig zwischen den alten Häusern, in einem war eine Drogerie, bei der ich kurz überlegte, ob ich mir nicht doch noch etwas Sonnencreme kaufen sollte – aber dann war ich schon wieder vorbei, lief links aus dem Stadtkern hinaus, die merklich ansteigende Weyprechtstr. hinauf in die äußeren Wohngebiete.
Puh, gar nicht ohne, diese Steigung – eigentlich noch machbar, aber bei Hitze und Schwüle geht einem doch wesentlich schneller die Puste aus als bei gemässigteren Temperaturen. Gut dass es Zeit für die zweite Trinkpause war, da konnte ich dank Isoplörre ein bisschen langsam machen.
Gluck, gluck – oben.
Etwas unförmige Kreuzung im Wohngebiet am Hang, der weiße Balken bog links in die Forststr. ein, ich folgte ihm, vorbei an Wohnhäusern, die als Ferienwohnungen vermietet werden (davor Autos mit Kennzeichen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – seltsame Vorstellung, dass Menschen von weit weg nach nah dran fahren und dann hier im Odenwald Urlaub machen…), schließlich aus Bad König raus und am der flachen Südhang eines breiten Wiesentals in den wieder in den Wald rein.
Tat gut, endlich mal wieder der sengenden Vorabendsonne zu entfliehen.
Und weiter ostwärts, immer Ostwärts, nochmal kurz am Waldrand entlang, dann hinein in den hohen, stillen Fichtenwald, der die Feuchtigkeit aufgesogen hatte wie ein Schwamm – draußen im Freien war es wie im Backofen gewesen, hier drinnen eher wie in der Sauna.
Immerhin kaum noch Steigung, es ging relativ ebenerdig den dampfigen Weg entlang, an dessen Rand immer mal wieder Infotafeln zum Thema „Wald und Ökosystem“ aufgestellt waren, teilweise etwas tapsig formuliert („Der Wald übernimmt verschiedene Aufgaben“), eine sogar mit Gegendarstellung (Die Tafel selbst erklärte, wie wichtig Jagd und Jäger für den Wald sind, unten drunter hatte jemand einen Zettel angepinnt, in dem die „Ermordung“ von Vögeln durch die europäische Jägerschaft angeprangert wurde).
Nach fast 2 km links ab, runter in Richtung Talgrund, kurz vorher wieder rechts und auf einem Trampelpfad zum „Gesundheitsbrunnen“, einer Trinkwasserquelle mit Brünnchen, an dem ein freundlicher Herr südosteuropäischer oder nähöstlicher Herkunft gerade Literweise Wasser in Kanister abfüllte, aber nett genug war, mich kurz an die Quelle zu lassen – Eiskaltes Quellwasser auf Arme, Beine und Kopf, aaaah, war das guuut!!!
Danach weiter aufwärts, über die nahe L3318, dann auf einem schmalen Waldpfad ein Stück neben der Landstrasse her, schließlich halblinks, tiefer in den Wald hinein und ordentlich bergauf.
Anstrengend!
Das Pfädchen war sehr schlecht und schmal, der Boden schwammig weich, von Steinen, Mulden und Baumwurzeln bedeckt, da musste man höllisch aufpassen, dass man nicht auf die Schnauze fiel.
Wurde allerdings nach ein paar hundert Metern besser, als der Pfad auf einen ordentlichen und weniger steilen Waldweg einschwenkte, auf dem ich dann schließlich die nächsten offene Passage erreichte, ein weites, von Sommerwiesen bedecktes und dichtem Wald eingerahmtes Plateau über einem Dörfchen namens Kimbach (von dem ich glaub´ ich noch nie zuvor gehört hatte – inzwischen war ich weit´ weg von daheim…).
Weiter aufwärts, immer aufwärts – nicht steil, aber stetig, das strengte angesichts der Witterung ziemlich an. Erst noch ein Stück am Waldrand hoch bis zum „Odenwaldbaum„, einer mächtigen alten Eiche, die angeblich das Volkslied „Es steht ein Baum im Odenwald“ (nie gehört…) inspiriert haben soll, dann rechts und – nun wieder in östlicher Richtung – aufwärts durch die schöne Feld- und Wiesenlandschaft über Kimbach (das rechterhand weitgehend unsichtbar in seiner Talmulde versteckt lag).
Heiss und schwitzig, hier sehnte ich mich so richtig nach einer weiteren Abkühlung (und machte mir inzwischen etwas Sorgen, ob ich mir nicht schon einen Sonnenbrand im Nacken geholt haben könnte).
Gut dass es Zeit für Trinkpause #3 war, bei der ich mir auch gleich noch ein bisschen brühwarmes Nass aus der Kühlwasserflasche überkippte (aber nicht zuviel, weil absehbar war, dass ich es später noch zum Trinken brauchen würde) – half ein bisschen, aber so richtig angenehm war´s in der heißen Abendsonne trotzdem nicht.
Am Ende des offenen Stücks wieder der Waldrand, davor eine Schutzhütte samt örtlicher Jugendfeuerwehrgruppe beim ähh… Jugendfeuerwehren, dann ging´s ordentlich aufwärts am Waldrand hoch, zu einem Ort, der in der Wanderkarte als „Käsebrünnchen“ eingetragen ist.
Das klang nach einer weiteren kleinen Quelle, vielleicht würde ich mich da ja nochmal abkühlen können…
War aber leider nix. Das Käsebrünnchen stellte sich als Amphibienschutzgebiet mit Bach-/Tümpel-Kombinationen heraus, nicht gerade das richtige, um den Kopf reinzutunken. Es gab auch einen Stein mit Inschrift („gepflegt von der Bergwacht Kimbach“ – das fand ich cool, dass es hier hinten/oben eine echte Bergwacht gibt!).
Pffft…
Aber immerhin hatte man von hier oben einen schönen Blick nach Westen, über die Höhenzüge des mittleren Odenwalds bis zur Neunkircher Höhe. Nicht erfrischend, aber auch nicht übel…
Danach wieder mal Wald. Immer noch aufwärts. Schon irgendwie irritierend diese ewig breiten Bergrücken, die einfach nicht enden wollen, gerade wenn man die steileren aber schmaleren Anhöhen des westlichen Odenwalds gewöhnt ist – da erwartet man ständig, dass es endlich mal wieder bergab geht, aber nichts dergleichen passiert. Stattdessen tut der lichte, schöne Hochwald sogar noch so, als ob er nicht mal auf einem Berg stehen würde und sieht unverschämterweise ganz flach und eben aus. Tsss….
Ungewöhnlichste Begegnung auf diesem Stück: Ein Jogger!
Sieht man hier hinten sehr selten, weil´s ohnehin sehr einsam ist und weil Läufer ja eigentlich ein urbanes Phänomen sind – je weiter man von den großen Städten wegkommt, desto seltener werden wir (ich kenn´ mich nach zwei Jahren Feldstudien aus, könnt ihr mir glauben).
Natürlich grüßten wir uns freundlich, während wir schwitzend und schnaufend unserer Wege hasteten.
Meiner ging übrigens weiter bergauf.
Immer noch.
Das nahm wirklich kein Ende. Dabei war mir doch sooo heiss…
800 m. durch den freundlichen aber zu warmen Wald, während rechts ganz in der Nähe die Rotoren der vier riesigen Windkraftanlagen am ehemaligen Munitionslager Hainhaus zwischen den Bäumen durchschimmerten, dann rechts (ark! Immer noch bergauf!!), noch ein paar hundert Meter aufwärts, vorbei an einem einsamen Forsthaus und schließlich kurz vor der L3349 nochmal rechts, aufs Gelände des Römerkastells Hainhaus.
Historischer Boden: Vor fast zwei Jahrtausenden ist hier der Odenwaldlimes verlaufen, der für ein paar Jahre die Grenze zwischen der zivilisierten Welt (= Dem Imperium Romanun) und den finsteren Barbarenländern Mitteleuropas markiert hat. Und hier oben, auf dem Hainhaus, wahrscheinlich umgeben von unendlichen Wäldern, war eines der Limeskastelle, eine kleine Anlage, in der vermutlich 100 bis 150 Legionäre oder Hilfstruppen postiert waren und die Außengrenzen des Reiches sicherten.
Heute ist allerdings nicht mehr viel zu sehen, nur eine kleine offene Fläche mit ein paar Hecken, daneben zwei oder drei einsame Häuser deutlich neueren Ursprungs. Infotafeln gibt´s auch, wahrscheinlich sind auch ein paar Ausgrabungsreste zu sehen – zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich so überhitzt und angestrengt und unter Zeitdruck war, dass ich mich nicht weiter umgesehen habe, sondern einfach durchgelaufen bin (vielleicht ja ein andermal, oder ein anderes Kastell…): Scharf links, durch eine Öffnung in der Umfassungshecke, vorbei an einem Gehege mit wolligen Ziegen oder gehörnten Schafen (weissnichtgenau), dann über die Landstrasse und lange geradeaus und endlich abwärts, auf einem breiten Weg, etwas zugewachsenen Waldweg schnurgerade weiter nach Osten.
Warm, warm, warm.
Durst, durst, durst.
Sanft abwärts, sanft abwärts, sanft abwärts, dazwischen mal kurze links-rechts Schlenker, dann schließlich wieder offenes Gelände, mehr herrlich grüne sanft gewellte Sommerwiesen, dieses Mal beim Weiler Bremhof nördlich von Vielbrunn.
Zeit für die vierte Trinkpause, mit meiner letzten Flasche Isoplörre.
Und weil ich nach inzwischen zwei Stunden bei großer Hitze und Schwüle nicht mehr wirklich taufrisch war, fuhr ich auch gleich noch Stärkeres Geschütz auf – Gerd hatte mir bei unserer gemeinsamen Nibelungensteigtour Ende Mai ein Tütchen mit irgendsonem Koffein-Leistungs-Powergel in die Hand gedrückt, aber bisher hatte ich mich nicht rangetraut, weil´s angeblich so widerlich sein sollte.
Aber jetzt konnte ich sowas gebrauchen, also sammelte ich das Tütchen (das ich gerade zum wiederholten Male verloren hatte) vom Wegrand auf, öffnete es und drückte mir das Gel in den Schlund.
BÄÄÄÄÄHHHH!
Zähflüssiger Schleim, bitter und leicht salzig und mit dem Geschmack von künstlichem Beerenaroma und eingeschlafenen Füßen, der sich auf ekelhafte Art und Weise am Gaumen festklebte und nicht mehr loslassen wollte.
Gah!
So wie das schmeckte, musste das ja helfen, schnell spülte ich so gut es ging mit meiner letzten warmen Isoplörre (die im Vergleich dazu wie ein Nektar und Ambrosia schmeckte) nach, bis das Schlimmste vorbei war.
Dann ging´s weiter, raus in die Wiesen, auf denen dicke Odenwaldkühe weideten und bis zu einer Abzweigung an der ich links abbog und runter ins winzige Dörfchen Bremhof lief, das Pastoral in einer Wiesenbewachsene Mulde liegt und die letzte Ansiedlung vor der Landesgrenze ist.
Auf diesem Stück mal keine Markierung mehr, ich kürzte einfach mal etwas ab und würde den HW16 gleich wiedertreffen .
Abwärts, ein paar alte Bauernhöfe mit großen Kuhställen, ein oder zwei neuere Wohnhäuser, ein Dorfteich, noch eine übende Jugendfeuerwehr (schon die zweite heute…), dann aufwärts zur vorbeiführenden Landstrasse (K94), an eimem großen, gepflegten Hofgut vorbei, in dem anscheinend eine Geothermie-Firma logiert.
Pffft, schon wieder bergauf. So langsam hätte es ruhig mal bergab in Richtung Main gehen können…
An der Landstrasse rechts, vorsichtig, weil kein Randstreifen (und die Leut´ hier hinten in der Provinz fahren ja wie die Henker), bis zum Parkplatz Bremhof am nächsten Waldrand.
Nochmal kurz umgedreht und zurückgeschaut, auf den weiten, schönen Odenwald, dabei sowas gedacht wie „mach´s gut Hessen, jetzt bin ich gleich in Bayern“, und dann wieder auf den HW16, in den Wald rein, nach Osten.
Natürlich bergauf. Immer bergauf. Wenn´s bloss nicht so heiss gewesen wäre…
Minutenlang auf der alten Laudenbacher Strasse durch den Wald, die offensichtlich vor kurzem von schwerstem Forstgerät befahren worden war, so breit und eben wie sie sich darstellte.
Schwitzend, darbend, begleitet von den heiseren Rufen unsichtbarer Rabenvögel, weiter in Richtung der nunmehr schon ziemlich nahen Landesgrenze.
Nach ca. einem halben Kilometer ging´s dann endlich bergab, nach ca. einem Kilometer wechselte der HW16 auf einen schmalen, unebenen, holprigen Trampelpfad, der den plötzlich ziemlich steilen Hang hinabführte, bevor er nach einer ganzen Weil (und schon deutlich weiter unten) auf einen besseren Waldweg stiess, auf dem´s weiter talwärts ging.
Irgendwann tauchten zwischen den Bäumen Häuser an einem entfernteren Berghang auf, das musste schon Bayern sein, ich war also ganz nah.
Und dann lichtete sich der Wald, rechts ein einsames Hüttchen über einer Wiese (noch Hessen, quasi die letzte Hütte vor der Grenze), dann ging´s raus in ein langes, schmales Tal („Brunntal„) mit weidenden Schafen (noch Hessen, quasi die letzten weidenden Schafe vor der Grenze), an dessen Flanke ich weiter bergab und weiter nach Osten lief, bis ich schließlich an einer Wegscheide im Talgrund ankam.
Direkt neben dem Weg ein unscheinbarer kleiner Steinblock, nicht mal Kniehoch, viereckig, oben gerundet, mit ein paar eingravierten Buchstaben.
„GH“ stand auf der einen Seite, die in die Richtung zeigte, aus der ich gekommen war.
„KB“ stand auf der anderen, die in die Richtung zeigte, wo ich hinwollte.
Großherzogtum Hessen und Königreich Bayern – ich hatte es tatsächlich geschafft, war durch den halben Odenwald gelaufen und an diesem alten Grenzstein, der mindestens mal seit der Kaiserzeit hier steht, wechselte ich nun über, von Südhessen nach Unterfranken, von Hessen nach Bayern.
Zur Feier des Augenblicks könnte ich mir die letzten paar Schlucke pisswarmes Wasser aus meiner Kühlwasserflasche, mehr Flüssigkeit hatte ich nicht mehr dabei.
Fühlte sich gut an!
Dann lief ich nach Franken rein.
Abwärts, immer weiter bergab, nur noch ganz sanft, am Rand des hübschen Wiesentals, das langsam breiter wurde. Irgendwann kamen auf der anderen Seite des Tals die ersten Häuser in Sicht, und dann waren sie auch auf dieser Talseite, und ich lief hinein nach Laudenbach, dem ersten Ort im Freistaat Bayern, zu dem ich jemals gejoggt bin.
Hübsch. Laudenbach zieht sich vom schmalen Mainufer lange aufwärts das Tal hoch, entsprechend ging´s noch eine ganze Weile durch den Ort. Nette kleine Wohnhäuser, gepflegte Gärten, freundlich grüßende Franken (keine Hessen, keine Pfälzer, keine Badener – ein vollkommen neuer Volksstamm, ich fühlte mich wie Stanley und Livingstone in einem, musste ständig das Bedürfnis unterdrücken, den Leuten stolz zu erklären, dass ich „von ganz weit her“ komme…), Autos mit fremden Kennzeichen, auf denen statt dem rotweissblauen Löwen das weissblaue Karomuster zu sehen war – keine Frage, ich war in der Fremde…
Abwärts in Richtung Main, ziemlich stolz, ziemlich durstig, und nun doch schon recht erschöpft. An einem Dorfbrünnchen tauchte ich nochmal die Arme ins eiskalte Wasser und benetzte Kopf und Beine (guut), dann erreichte ich auch schon den idyllischen alten Ortskern, bestehend aus eng stehenden, schönen Fachwerkhäusern unterhalb des Schlosses (das leider in Privatbesitz zu sein scheint, entsprechend konnte man da nicht durch).
Hier hätte eigentlich schon Schluss sein können, schließlich war ich da und gut abgeschafft, aber so einfach wollte ich´s mir nicht machen – der weisse Balken des HW16 war immer noch da, also folgte ich ihm noch ein Stückchen die Miltenberger Str. hinauf, vorbei an einem Friedhof mit einer wunderschönen kleinen neogothischen Kapelle, dann unter der B 469 durch bis zum Bahnsteig von Laudenbach, wo die Markierungen endeten.
Geschafft, das Ende vom HW16, den ich damit – mit ein paar kleinen Umwegen und Schlenkern in seiner ganzen Länge gelaufen bin, von Zwingenberg an der Bergstrasse bis nach Laudenbach in Unterfranken!
Jetzt musste ich nur noch schnell ans Mainufer (wenn schon denn schon) und dann zurück in die Altstadt, also runter vom Bahnsteig zur nächsten Unterführung unter der Bahn durch auf die Mainuferwiesen und bis zum Rand des Fluss.
Ganz schön breit, der Main, und sehr imposant, wie er so von den steilen, bewaldeten Hängen zweier Mittelgebirge (links der Odenwald, rechts der Spessart) eingerahmt wird.
Ich hielt mal kurz ´ne Hand ins Wasser um mein persönliches „Fluss erreicht“-Ritual zu zelebrieren, dann ging´s über einen grasigen Bolzplatz zur nächsten Unterführung und unter der Bahn und der Bundesstrasse durch zurück in den Ortskern, zum wohlverdienten Jubiläumslaufsabschlussabendessen in einer Kneipe namens „Maingasse“
Und das war der Jubiläumslauf nach Bayern.
Super Tour durch vollkommen unbekannte Gefilde, viel Odenwald und ein fitzelchen Franken entdeckt, so weit nach Osten vorgedrungen wie noch nie zuvor, keinen Sonnenbrand geholt, Spass gehabt…
Alles prima. Hätte vielleicht etwas kühler und frischer sein können, aber schön war´s trotzdem.
Strecke: 23,7 km
Zeit: Mit Orientierungs- Trink- und Sightseeingpause ca. 2:45 h unterwegs gewesen.
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,87% (23,67 km von 23,7 km)
Karte:
![]()
M.
Tags: Bad König, Bayern, Böllstein, Bremhof, Brombachtal, Hainhaus, Hessen, Joggen, Jogging, Kirchbrombach, Laudenbach am Main, Laufen, Main, Odenwald, Unterfranken




3. Juli 2009 um 20:54
Gratuliere nochmals, Matthias. Dein Jubiläumsgeburtstagserinnerungsrevivalwasauchimmerfüreinanlassdichdazugetriebenhat-Lauf ist wirklich sehr schön, nur schade, dass es keine Bilder gibt, aber Du wolltest es nicht anders.
Die Wetterbedingungen waren nun wahrlich nicht optimal für eine so ausgedehnte Expedition mit wahrscheinlich vielen Möglichkeiten für Irrungen und Wirrungen, aber Du hast es ja gemeistert.
Diese Gels sind grausam, oder ? Eines habe ich probiert und mir geschworen: nie wieder ! Lieber Müsliriegel oder Obst mitschleppen als jemals wieder eine klebrige galertartige pappsüsse Masse an meine empfindlichen Geschmacksrezeptoren zu lassen und ein Gefühl von Ekel auszulösen.
Ich wünsche Dir trotz des bevorstehenden Stress hoffentlich genug Zeit für ähnlich bloggenswerte Läufe
Salut
Christian, der heut fast 60 Kilometer geradelt ist
3. Juli 2009 um 22:46
Och, anders gewollt hätt´ ich das mit den Bildern vielleicht schon, war halt einfach nicht drin.
Aber es gibt irgendwann wieder welche, spätestens im August, versprochen!
Das Wetter hat mich echt ein bisschen fertig gemacht, da merkt man erstmal, was so ein paar Grad Celsius und ein paar Prozent Luftfeuchtigkeit ausmachen – aber so ein bisschen Leiden gehört ja auch dazu…
Und die Irrungen und Wirrungen haben sich ja gottseidank in Grenzen gehalten, dank der exzellenten Markierungen des Odenwaldklubs – und das eine Mal wo ich mich verirrt habe, war´s nicht meine Schuld, denn gerade vorhin hat mir mein Onkel (der sich unglaublich gut dahinten auskennt und für die OWK/GeoNaturpark-Markierungen verantwortlich ist) erzählt, dass an der Stelle in Kirchbrombach, wo ich falsch abgebogen bin, eine Markierung fehlt.
Also alles gut!
Und das Gel?
Boah, nä echt, ich glaub´, sowas tu´ ich mir auch nicht mehr an – mag´ ja noch so gut sein, aber das ist echt eklig.
Mal sehen, was läuferisch so alles wird.
Gruß
Matthias, der heut fast 10 Kilometer mit vollem Magen gerannt ist (ok, 60 km geradelt klingt irgendwie besser, geb´ ich zu…
)
4. Juli 2009 um 11:39
Hm, 60 Kilometer radeln fand ich aber weniger anstrengend als 10 Kilometer in meinem Wohlfühltempo zu laufen, deshalb klingt es zwar besser, aber ich denke, ich werde nie ein exzessiver Radler
Salut
4. Juli 2009 um 18:51
Kann ich verstehen.
Wenn Gott gewollt hätte, dass der Mensch Radfährt, hätte ihm kleine organische Fahrräder statt beinen gegeben…
4. Juli 2009 um 12:34
Herzlichen Glückwunsch zum Ehrenfeste und ein kräftiges „Weiter so!“.
Ich habe noch so ein Tütchen aus dem Beutel des HMs – meine Skepsis ist nicht wirklich weniger geworden, wenn ich das hier so lese….
Wie du wieder zurückgekommen bist, hast du uns jetzt vorenthalten. Oder bist du noch da?
4. Juli 2009 um 18:56
Dankeschön, ich schau´ mal, was sich machen lässt!
Den Inhalt deines Tütchens solltest du auf jeden Fall irgendwann vertilgen, ist schon eine …interessante Erfahrung.
Musst dir halt bloss überlegen, ob du´s lieber in ´ner stillen Stunde daheim machst, oder mitten im Superduperleistungslauf.
Hat beides Vor- und Nachteile…
Tatsächlich, das mit dem Zurückkommen hab´ ich in der Tat nicht mehr erwähnt.
Kurz gesagt: Ich hab´s geschafft, meine Eltern die Rentner für einen spontanen Ausflug nach Franken zu begeistern, und die haben mich dann netterweise hinterher aufgelesen.
Anders wär´s wohl auch nicht gegangen, das ist echt so ein bisschen das Ende der Welt dahinten…
5. Juli 2009 um 11:45
Super Strecke. Einen Teil davon kenne ich vom Biken. Ganz schön knackig geht´s da nach oben, hinter Bad-König. Aber Du hattest ja den Power-Snack dabei.
Der hilft dir verlorenen Kräfte wieder zugewinnen.
Ohne den hättest Du´s bestimmt nicht geschafft!
Das einzige was mich nerven würde, ist die Fahrerei. Beim nächsten mal musst Du kucken, dass Du auch wieder einen Weg zurück findest.
Laufend natürlich. Dann sind das halt 50km. Aber im Notfall kriegst Du noch ein Gel von mir.
6. Juli 2009 um 00:08
Na ja, so richtig steil war´s eigentlich jeweils nur ganz kurz, aber die Steigungen da hinten sind halt einfach eeeeewig lang, das zieht sich, wenn´s heiss und stickig ist…
Aber ja, der Power Snack hat mich so geschockt, das hat dann nochmal weitergetrieben.
Sowohl die 50 km als auch das Gel überlass´ ich allerdings auch in Zukunft gerne dir – nachdem ich es jetzt tatsächlich vor dir nach Bayern geschafft hab´, obwohl´s für dich ja eine ganze Kante näher ist, besteht da ja ein deutlicher Nachholbedarf deinerseits, oder?
5. Juli 2009 um 13:43
Hoffe du hast deine Eltern nicht so lange warten lassen wie das letzte Mal, als ihr euch bei der Zoo-Tour getroffen habt (aber du hattest ja ein Handy dabei).
Gratuliere zu der Tour, hört sich toll an! Und natürlich zu den 2 Jahren Blogge, mach(t) weiter so.
6. Juli 2009 um 00:10
Nee, dieses Mal waren sie selbst auch ein bisschen spät dran, das hat Prima gepasst.
Wir lernen: Wenn alle gleich zu spät sind muss keiner warten!
Danke für die Gratulation, mal schauen, was die Zukunft so bringt…
7. Juli 2009 um 09:27
Cooler Bericht, coole Tour (mit cool meine ich nicht die Temperaturen). Schade das es keine Bilder gibt, aber wenn die Sicht zu diesig war, wären es eh keine schönen geworden. Was dieses Gel-Zeugs angeht: Igitt! Es geht nix über eine Banane, auch wenn diese unterwegs leidet und zum Verzehr oft leicht angematscht ist. Schmeckt allemal besser wie dieses Kunstzeugs …
Gruß
7. Juli 2009 um 19:00
Na ja, unterwegs war´s dann wieder recht klar, aber da war´s dann schon zu spät und die Kamera lag daheim…
Aber hey, ist ja vielleicht ein Grund, irgendwann noch mal durch den Odenwald zum Main zu fahren und dort eine Tour mit Kamera zu machen, vielleicht nach Miltenberg oder Aschaffenburg oder rüber in den Spessart…
Gel: Ja, echt sehr… gewöhnungsbedürftig.
Wobei ich auch nicht mehr so für Bananen unterwegs bin – seinerzeit beim Frankfurt-Marathon ´07 hab´ ich brav an jeder Verpflegungsstation meine Bananenstücke getankt, am Ende ist mir das Zeug zu den Ohren rausgekommen. Inzwischen bevorzuge ich die Fruchtriegel von Aldi, die sind gut transportierbar, schmecken halbwegs und sättigen ein bisschen, auch wenn sie keinen Superleistungsschub versprechen. Aber den braucht unsereiner ja eh nicht…
Gute Besserung
Matthias
8. Juli 2009 um 13:23
[...] Jubiläumslauf – Durch den Odenwald nach Bayern: Böllstein – Laudenbach am Main (23,7&n… [...]
15. September 2009 um 20:59
[...] sind inzwischen umgesetzt oder zumindest in die Wege geleitet. Durch den Odenwald nach Bayern? Erledigt. Weschnitztal genauer erkunden? Bin dabei. Ins Ausland laufen? Angefangen und schon ganz schön [...]