Ok.
Die Woche bisher war nicht sooo prickelnd, da wollte ich mir zumindest zum Wochenabschluss noch mal was Nettes gönnen, zumal der heutige Sonntag mit strahlendem, frischen Spätsommerwetter begonnen hatte.
Keine 25 km mit 1000 HM, das wäre wohl (noch) nicht ganz das Richtige für meine immer noch etwas unwilligen Beine gewesen.
Aber zumindest was Nettes, für die Laune und fürs Auge, vielleicht einen 15er mit ein bisschen Auf und Ab und ein bisschen Was Neuem fürs Auge (und die Kamera), sowas in der Art.
Genau die richtigen Vorgaben fürs Weschnitztal: Das ist hübsch, nicht zu steil, weitgehend unerlaufen, und außerdem gibt´s persistente Stimmen unter der Stammleserschaft, die mich da ohnehin ständig hinbugsieren wollen… ![]()
Also schnell eine schöne Route ausgesucht (es gab da schon mal eine Vorgeplante, aber die konnte ich nicht mehr finden), durch die Dörfer und Hügel am nordwestlichen Talrand und über den Bergtierpark in Erlenbach – wieder so ein Stück Kindheit, dass ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen habe, da freute ich mich ganz besonders drauf , die Laufschuhe geschnürt und nachmittags ins Weschnitztal aufgebrochen.
Ausgangs- und Zielpunkt: Das kleine Dörfchen Mittershausen am unteren Ende des Pfalzbachtals (alternativ: Im nordwestlichsten Zipfel des Weschnitztals, da ist die lokale Geographie ein bisschen inexakt…).
Bin ich vorletzten Winter schon mal durchgelaufen, allerdings nur durch den obersten Dorfteil, heute geht´s hingegen weiter unten los, auf Höhe des Gasthofs “Zur Linde”.

Bild #1: Die “Linde” in Mittershausen
Und zwar erstmal gaaanz leicht abwärts, die Dorfstrasse (“Am Pfalzbach”) runter, zwischen den alten Häusern und Fachwerkhöfen von Mittershausen nach Süden.
Beine fühlen sich ganz gut an, allerdings bin ich trotzdem etwas missmutig, vor allem weil sich der erhoffte Sonnenschein wieder verzogen hat..
Stattdessen hängt über dem Tal nun eine durchgängige dünne Wolkendecke, das Licht ist so ein bisschen trüb und gedämpft.
Gefällt mir nicht, die Landschaft hier braucht Sonne um richtig zu wirken, mal ganz abgesehen davon, dass das wieder genau die Wetterlage ist, die den Foto vollkommen überfordert (das Übliche: Heller Himmel + Dunkler Boden = Scheißbelichtung).
Das ärgert mich so ein bisschen…
Nach 250 m. links, am Ufer des Pfalzbaches (mit Wasserrad, nett)…

Bild #2: Weg am Pfalzbachufer
… raus aus Mittershausen und auf dem HW24 des Odenwaldklubs (gelbes ┴) am Friedhof vorbei in Richtung Erlenbach:

Bild #3: Am Mittershäuser Friedhof
Richtig angenehmer Weg: Sanft gewellt nach Osten, links der etwas steilere bewaldete Höhenzug des Schlechtbergs, rechts das weite, pastorale Hügellland des Weschnitztals mit den unzähligen kleinen Weilern und Dörfern und Städtchen, schließlich begrenzt durch die grüne Wand des Tromm-Massivs.
Landschaftlich: Abwechslungsreich, ein Mix aus Feldern, Weiden und ein bisschen Wald, ein ständiger Wechsel von Auf und Ab, allerdings nie so lange oder so steil, dass es anstrengend wäre – sehr hübsch, auf eine freundliche, unspektakuläre Art und Weise.

Bild #4: Das obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuhfoto, vom HW24 kurz nach dem Mittershäuser Friedhof aufgenommen

Bild #5: HW24 über eine Hügelkuppe bei Igelsbach

Bild #6: “Jinkies! Die sagenumwobene zweiköpfige Kuh von Mittershausen!!!

Bild #7: Schöne alte Eichen am Wegrand

Bild #8: Kreuzung oberhalb von Lauten-Weschnitz. Hier treffen HW24 und HW13 (blauer Balken) aufeinander
Nach der Kreuzung von Bild #8 noch mal abwärts, durch ein Wäldchen mit plätscherndem Bach, dann zwischen überraschend vielen Wanderern und Spaziergängern hindurch wieder Bergauf bis zur nächsten Kreuzung.
Geradeaus wär´s hier vielleicht noch ein halber Kilometer bis Erlenbach, aber da will ich – noch – nicht hin. Erstmal ist ein kleiner Schlenker angesagt, die Talwand hoch nach Seidenbach und weiter über die kleine Hochebene “Auf dem Eck”.
Deshalb geht´s hier jetzt auch links, auf einem schmalen, unmarkierten Weg hoch, der über die Wiesen in Richtung Waldrand führt und dabei eine nette Sicht nach Osten gewährt, erst auf den Erlenbacher Steinbruch…

Bild #9: Erlenbacher Steinbruch
…und wenige Meter weiter oben auch auf Erlenbach selbst:

Bild #10: Erlenbach. Da kommen wir nachher noch durch.
An der Anhöhe im Hintergrund erkennt man übrigens die Häuser von Lindenfels
Oben im Wald wird´s dann abenteuerlich.
Ich nehme einen schmalen, unebenen und vor allem steilen Hohlweg, der geradewegs die Bergflanke hochführt:

Bild #11: Unmarkierter Hohlweg im Wald
50 Höhenmeter auf ca. 200 m., das ist ziemlich anstrengend.
Aber ich mache ganz langsam.
Kleine, unambitionierte Schritte, damit läuft sich die Steigung nach und nach ab. Die Beine sind zwar nicht begeistert, ziehen aber mit.
Am Ende der Steigung erreiche ich die Steinbruchstr. zwischen Erlenbach und Seidenbach, der folge ich weiter aufwärts durch in Wald in Richtung Seidenbach:

Bild #12: Steinbruchstr.
Hier ist wieder mal Vorsicht angesagt, die Strasse ist schmal und unübersichtlich, Fußweg, Radweg oder Seitenstreifen jibbet nüscht.
Also immer Ohren auf, und wenn ein Auto kommt kurz links in die Vegetation (lieber von ein paar Brenesseln verätzt als von einem Porsche Cayenne geplättet, sag´ ich mir immer…).
Vielleicht 300 m., dann erreichen die Strasse und ich den oberen Waldrand, es geht an einem Wasserhäuschen vorbei durch die weiten Hangwiesen, bis nach ein paar Metern rechts ein grasiger Pfad abgeht, der laut Wanderkarte parallel zur (immer noch seitenstreifenlosen) Fahrbahn nach Seidenbach führt. Sieht ein bisschen verwildert aus, aber wie gesagt: Lieber Brennesseln als Porsche Cayenne, also weiche ich auf den aus.
Aber nur kurz.
Laut Plänchen befinde ich mich hier nämlich direkt unterhalb der großen Hangwiese über dem Erlenbacher Steinbruch.
Und die, so hab´ ich mir sagen (bzw. schreiben) lassen, soll ich mir unbedingt angucken wenn ich in der Gegend bin, weil man von da oben angeblich so einen schönen Blick übers Weschnitztal hat.
Na gut, bevor ich ´ne schöne Aussicht verpasse…
Rechts vom Weg ab, eine steile Böschung unter Nussbäumen zum unteren Ende der Wiese hochgekraxelt, und auf der dann pfadlos weiter den steilen Hang hoch:

Bild #13: Wiese am Bannels.
Eijeijei, auch das mochten die Beine nicht, also ging ich lieber ein bisschen. Hatte es heute ja nicht eilig… ![]()
Wenn man hier genau hinsieht, kann man über dem Wald übrigens einen riesigen Raubvogel erkennen, der da die ganze Zeit kreiste
Als ich dann weit genug oben war: Anhalten, rumdrehen, Aussicht degoutieren.
Jaaaa, das war´s wert gewesen:

Bild #14: Weschnitztalpanorama von der Wiese über dem Erlenbacher Steinbruch.
Unten links mittig: Der Steinbruch, links dahinter Erlenbach.
Mittig im linken Bildrand: Ellenbach.
Dahinter, Richtung Talausgang: Krumbach.
An der Gegenüberliegenden Talseite über Erlenbach: Fürth.
Rechts unter Fürth und rechts über Erlenbach: Linnenbach.
Rechts hinten kommt dann Fahrenbach, rechts davon dann das größere Rimbach.
Und schließlich mittig in der rechten Bildhälfte die ganzen Orte, durch die ich nachher noch kommen würde: Lauten-Weschnitz, Mitlechtern, Wald-Erlenbach.
Sehr schön, da verweilt man gerne mal ein paar Minuten und lässt den Blick schweifen, zumindest bis es einem – nassgeschwitzt wie man ist – im kalten Wind unter den funzligen Wolken zu kalt wird und man sich notgedrungen wieder auf den Weg macht.
Die Wiese runter, über einen Betonweg zurück auf den ursprünglich eingeschlagenen Pfad oberhalb der Strasse, und auf dem weiter bis ins winzige Seidenbach, das in ein Hochtal unterhalb der Knodener Höhe geschmiegt ist:

Bild #15: Seidenbach
Runter zur Dorfstrasse (“Doktor-Adolf-Lindenborn-Str.”)…

Bild #16
…die dann rechts, gut steil zwischen den alten Häusern und Höfen hindurch…
Bild #17: Doktor-Adolf-Lindenborn-Str. durch Seidenbach
…bis zum oberen Ortsende, dort dann weiter den (immer noch ordentlich steilen) Asphaltweg entlang…

Bild #18: Markierung übrigens: Gelbe 9 – Schannenbacher-Eck-Weg
…der nach einer scharfen Serpentine und etwas Wald hinauf zu den Wiesen auf der Hochebene “Auf dem Eck” führt:

Bild #19: “Auf dem Eck”. Eigentlich eines der hübschesten Plätzchen in der Gegend, auch wenn das unter den vermeintlich trüben Wolken nicht so ganz rauskommt.
Links über dem Wald kann man übrigens die Spitze des Krehbergturms erkennen
Auch das klappt recht gut.
Klar, ich bin außer Atem und schwitze wie blöde, aber die Beine verweigern sich immer noch nicht, entsprechend stampfen wir langsam aber stetig die Steigung hoch, misstrauisch beäugt von ein paar Kühen und ihrem Chef, einem gewaltigen roten Stier, der nicht so aussieht, als ob er sich von einem dünnen Drähtchen Elektrozaun aufhalten lassen würde, wenn er plötzlich Lust auf Joggerjagd bekäme:

Bild #20: Zum Glück bekam er keine Lust auf Joggerjagd…
Kurz bevor ich oben bin geht´s rechts vom Fahrweg ab, auf einem grasigen Protoweg über die Wiese zum nahen Waldrand.
Das hessische Landesvermessungsamt – und mit ihm auch die Wanderkarte – ist der Meinung, dass es dort einen Pfad durch den Wald gibt, der mich runter zum Bergtierpark über Erlenbach bringen kann.
Dummerweise kann ich vor Ort nichts davon erkennen.
Da ist nur Wald:

Bild #21: Vielleicht war hier irgendwo mal ein Pfad, aber wenn, dann ist er schon vor Jahrzehnten vom Zahn der Zeit und den Kiefern aufgefressen worden
Hm…
So war das jetzt aber nicht geplant.
Aber zum Umdisponieren hab´ ich keine Lust, und da der Wald licht und der Bodenbewuchs spärlich ist, tue ich einfach so, als ob hier ein Pfad wäre und schlag mich eben querfeldein durch die Pampa.
Steil abwärts durch den halbwegsamen Wald, wobei ich – der Authentizität wegen, und damit ich hinterher was zu erzählen hab´ – natürlich jede Dornenranke und Brennessel mitnehme, die sich unterwegs findet.
Sind gar nicht mal so wenige (mal unter uns: Ich hab´ ja gar nichts gegen Brennesseln, aber warum können die Mistdinger denn nicht im Winter treiben und brennen, wenn ich lange Hosen trage???)…
Hundert Meter weiter unten stoße ich auf einen halbwegs ordentlichen Waldweg, der quer am Hang verläuft. Eigentlich müsste ich hier noch weiter bergab, aber da ist nur noch Dickicht, als füge ich mich nun doch in die Gegebenheiten der lokalen Wegführung und folge dem Waldweg lieber nach links, einmal am Waldrand entlang bis zur nächsten Kreuzung, wo´s dann scharf nach rechts geht und ich mich wie ursprünglich geplant auf dem Weg wiederfinde, der direkt am Bergtierpark entlangführt.
Ach ja, der Bergtierpark.
Ein netter, kleiner Tierpark, in wunderschöner Lage eingebettet in ein schmales, steiles Tal über dem Fürther Stadtteil Erlenbach. Hat sich auf “Bergtiere” spezialisiert, vor allem Huftiere (auch viele Haustierrassen), wobei die Definition, was denn nun ein Bergbewohner ist, teils so ein klein bisschen großzügiger verstanden wird.
Als Kind bin ich hier relativ oft mit meinen Eltern gewesen, das war immer total super, entsprechend ist der Ort mit einem ganzen Haufen schöner Erinnerungen verbunden.
Das letzte Mal, dass ich hier war, dürfte allerdings schon so ca. zehn Jahre her sein.
Damals hat mir ein Emu aufs Hemd gekackt.
Mal sehen, was heute alles passiert – ich freu´ mich schon riesig drauf!!!
Zuerst mal geht´s allerdings um den Park rum – ich bin oben, der Eingang ist unten, also geht´s schön den Zaun entlang:

Bild #22: Oberer Teil des Bergtierparks
Entlang an den Anlagen der etwas argwöhnischen Mufflons,…

Bild #23: Mufflons
…der freundlichen Esel,…

Bild #24: Auf den Esel mit den Zebrabeinen kommen wir nachher noch mal zu sprechen
…und der abgeklärten Lamas…

Bild #25: Lama
…dann scharf links und weiter am Rand des Tierparkgeländes steil talwärts in Richtung Erlenbach, zum Tierparkausgang hoch über dem Haupttal:

Bild #26: Hier würde ich nachher nochmal vorbeikommen
Und weiter bergab, am Tierparkgelände runter – auch wenn dieses Stück offiziell nicht mehr im Tierpark liegt, ist es Teil des Rundwegs, entsprechend trifft man hier ebenfalls ganz viele Tiere, z.B. Pfaue…

Bild #27: Pfaue. Im Hintergrund das steile, tiefe Tal des Tierparks
…Ziegen…

Bild #28: Wie die meisten Huftiere im Park ist diese Ziege nicht wirklich an mir interessiert, sondern lediglich an dem Futter, das ich möglicherweise eventuell ja vielleicht dabeihaben könnte (sorry, Ziege, I got nuthin´)
…Guanakos…

Bild #30: Im Bergtierpark wohnen drei der vier Neuweltkamelarten: Lamas, Guanakos und Alpakas. Lediglich Vikunjas gibt´s hier nicht (aber die sind auch relativ selten)

Bild #31: Offensichtlich bin ich hier nicht der einzige, der Durst hat…
…Mähnenspringer…

Bild #31: Mähnenspringer. Ähnlich wie seine (ihre?) Verwandten weiter oben vor allem an Futter interessiert
…und schließlich – am unteren Parkende – Ponys:

Bild #32: Ponys sind wie Pferde, bloß nicht so groß und nicht so nah am Wahnsinn gebaut (die meisten Pferde machen auch mich den Eindruck, als ständen sie kurz vor ´nem psychotischen Anfall…) und deshalb weniger bedrohlich.
Ich mag Ponys
Gleich nach den Ponys bin ich unten am Eingang angekommen:

Bild #33: Eingang vom Bergtierpark
Ich kaufe mir eine Eintrittskarte (2,50 Euro, ein sehr fairer Preis) und eine Cola, und dann geht´s rein in den Bergtierpark (natürlich nicht mehr joggend – das hier ist zum Genießen, da werd´ ich bestimmt nicht durchrennen!).
Erste Änderungen gleich nach dem Eingang. Ich glaube mich zu erinnern, dass hier früher Nasenbären und Kapuzineraffen gewohnt haben. Die sind nicht mehr da.
An ihrer Stelle sind nun Magots eingezogen, die zugegebenermaßen auch etwas besser in das Bergthema passen:

Bild #34: Magots, eine von zwei Primatenarten, die in Europa heimisch sind (die andere sind wir)
Ich muss sagen, so richtig gefällt mir die Affenanlage nicht – man sieht ihr an, dass sie schon vor 25 Jahren hier war, auch wenn man sich Mühe gegeben hat, sie tiergerecht zu gestalten.
Direkt dahinter ein paar Volieren, Kaninchen und ein “Mäusezirkus”, den ich richtig nett finde:

Bild #35: Irgendwie denkt hier jeder nur ans Essen…
Gegenüber ein Gehege mit Muntjaks (das kenne ich noch nicht), die allerdings etwas scheu sind und sich nicht fotografieren lassen wollen.
Rechterhand folgen schöne Freigehege am Hang:

Bild #36: Drei auf einen Streich: Vorne eine Walliser Ziege, mittig im Hintergrund kann man einen Tahr erkennen, und links über dem Dach der Futterkrippe ein Guanako (womit wir die drei ansässigen Lamaarten komplett hätten). Nicht im Bild: Die Hängebauchschweine aus dem Gehege nach den Ziegen, die liegen in ihrer Hütte und schnarchen lautstark
Weiter oben dann Waschbären (schlafen gerade), Kängurus…

Bild #37: Bennettkängurus, glaube ich. Aber ich bin kein Wallaby-Experte…
…und Kamerunschafe:

Bild #38: Auch hier wieder: Sorry, kein Futter…
Dann steil aufwärts, an der großen Wiese in der Talmitte entlang, auf der die Yaks und Damhirsche weiden..

Bild #39: Nicht zu vergessen, der große charakteristische Kletterfelsen für die Ziegen
…bis hoch zu den Maras…

Bild #40: Das sind jetzt aber keine klassischen Bergbewohner…
…die ein Gehege mit beachtlicher Aussicht bewohnen:

Bild #41: In freier Wildbahn passiert es eher selten, dass man Yaks und Maras zusammen sieht..
Kurzer Abstecher vorbei an den fotoscheuen Gämsen zu den halbwegs zutraulichen Steinböcken…

Bild #42: Steinböcke unter sich
…dann wieder zum großen Freigehege in der Parkmitte…

Bild #43: Der Yak und die Hirsche (klingt irgendwie nach einem trashigen französischen Krimi aus den Siebzigern…
)

Bild #44: Eigentlich sollte hier auch noch die Colaflasche drauf, aber vor lauter Tierparkgucken hab´ ich das glatt vergessen…
…und mal ein paar Schritte auf die große überdachte Holzbrücke hinaus, die das Tal am oberen Ende des großen Freigeheges überspannt…

Bild #45: Außer mir noch auf der Brücke: Ein paar junge Leute, die sich darüber wunderten, dass das “Reh” da unten noch Punkte hat, obwohl´s ausgewachsen ist…
…und einen wunderbaren Panoramablick über die großzügige Anlage bietet:

Bild #45: Verflixt, der eine Yak hätte ruhig noch ein bisschen stillhalten können
Dann noch mal ganz um das obere Talende herum, zu den Gegehegen, an denen ich vorhin schon von oben vorbeigelaufen war:

Bild #46: Links Skudden, rechts…
Da ist dann auch noch mal der Esel mit den gestreiften Beinen.

Bild #48: Ein ganz Lieber. Lässt sich von mir die Schnauze streicheln
Sieht tatsächlich wie eine Mischung aus Zebra und Esel aus.
Quasi ein “Zebresel”, denke ich mir, und komme mir dabei total clever vor, weil mir so eine geistreiche Wortverquickung eingefallen ist.
Zumindest bis zum nächsten Schild, fünf Meter weiter:

Bild #49: Ok ok, vielleicht ist mir das auch nicht spontan eingefallen sondern hat sich beim letzten Besuch vor ca. 10 Jahren in meinem Unterbewusstsein vergraben…
Weiter geht´s vorbei an den Lamas zu den Emus…

Bild #50: “Oh nein, mein lieber, heute komm´ ich nicht zu nahe an den Zaun. Einmal im Leben Emukot auf dem Shirt haben reicht mir voll und ganz aus…”
…und zur Aussichtsterasse am Ausgang, über dem Haupttal:

Bild #51
Noch ein bisschen umschauen, dann verlasse ich das Parkgelände durch das Drehkreuz und stehe an der Stelle, an der ich vorhin schon vorbeigekommen bin.
Übrigens ziemlich happy, der Bergtierpark hat die letzten Reste von Missmut über das trübe Wetter entfernt, und selbst die Beine fühlen sich leicht und arbeitswillig an.
Das war richtig schön!
Ich laufe abwärts, dieses Mal nicht direkt am Tierparkzaun (das hab´ ich ja vorhin schon gemacht) sondern auf dem Asphaltweg, der einen kleinen Schlenker beschreibt und dann an den Ponys vorbei wieder zum Eingang führt.
Da gebe ich dann noch schnell die inzwischen lange geleerte Colaflasche ab, werfe noch einen letzten, zufriedenen Blick zurück…

Bild #52: Bis irgendwann, Bergtierpark
…und mach´ mich dann wieder auf die Socken.
Abwärts, Dorfwärts, runter nach Erlenbach:

Bild #53: Werner-Krauß-Str. vom Bergtierpark nach Erlenbach runter
Die Strasse beschreibt zwei recht steile Bögen (da kommen Erinnerungen hoch, wie ich die als Kind auf dem Weg zum Bergtierpark hochgekeucht bin…) durch ein freundliches Neubaugebiet…

Bild #54: So wohnt man im Odenwald: Vorm Haus die neue Garage, hinterm Haus weiden die Kühe…
und landet schließlich unten im fachwerkigen Ortskern von Erlenbach. Hier laufe ich geradeaus weiter, 300 m. die Tierparkstr. entlang bis zu einer T-Kreuzung:

Bild #55: Unteres Ende der Tierparkstr.
Eigentlich hatte ich überlegt, hier links abzubiegen und noch einen Schlenker bis ins nächste Dorf, nach Ellenbach, zu laufen.
Aber andererseits – gerade viel Zeit im Tierpark verbracht, entsprechend ist es schon relativ spät.
Und soo lange wollte ich heute ja eh nicht laufen…
Pffff…
Ach, ok.
Ich beschließe, ein bisschen abzukürzen, warum auch nicht.
Also nicht links in Richtung Ellenbach sondern rechts, dann wieder links, raus aus Erlenbach und am Rand der Landstrasse (K53) direkt nach Linnenbach.
Gar nicht mal so übel für eine Streckenabschnitt neben der Strasse – zuerst an ein paar mittelständischen Betrieben vorbei…

Bild #56: …zum Beispiel der Firma, die schiefe rote Kleinstgabelstabler herstellt…
…dann leicht abwärts durch Wiesen und Auen, schön bequem auf einem durchgängigen Bürgersteig neben der Fahrbahn…

Bild #57: K53 von Erlenbach nach Linnenbach
…bis ich nach einem knappen Kilometer in Linnenbach einlaufe:

Bild #58: Dorfeingang von Linnenbach
Hier muss ich auf jedenfall zumindest schonmal durchgefahren sein, aber ich hab´ keinerlei Erinnerung an Linnenbach.
Schade eigentlich, denn eigentlich ist das Örtchen ganz hübsch:
Eins von diesen langen Ein-Strassen-Dörfern (denen erst im Lauf der letzten Jahrzehnte ein paar Nebenstrassen gewachsen sind) mit vielen schönen, urigen alten Bauernhöfen mit Misthaufen, freilaufenden Hühnern und viel Fachwerk:

Bild #59: Bauernhofidylle in Linnenbach
Nach 400 m. biege ich rechts in den kurzen Hauswiesenweg ab, der sich nach wenigen Metern in einen Feldweg mit einem spalier alter Bäume verwandelt, auf dem ich Linnenbach verlasse und eine kaum spürbare Anhöhe zwischen den Feldern hinauflaufe (Reh-Weg, gelbe 2):

Bild #60: Reh-Weg zwischen Linnenbach und Lauten-Weschnitz
Als ich gerade durch ein kleines Wäldchen laufe, kommt dann endlich auch wieder die Sonne zwischen den Wolken hervor, hell, freundlich, und schon abendlich schräg:

Bild #61: Yaaay, Sonne!!
Das gefällt mir!
Kurz darauf erreiche ich den Zenith der kleinen Anhöhe, von dem aus sich ein prima Blick auf die nächsten Kilometer der Strecke bietet:

Bild #62: Das da vorne in der Bildmitte ist Lauten-Weschnitz, da komm´ ich als nächstes durch. Schräg dahinter, unter den ansatzweise erkennbaren Heißluftballons, ist Mitlechtern, das kommt nach Lauten-Weschnitz. Und ganz rechts, da wo man den kleinen Kirchturm über den Hügel ragen sieht, liegt Wald-Erlenbach, das ist nach Mitlechtern dran.
Was die Orte und die weiter entfernten Berge in der linken Bildhäfte angeht – keine Ahnung! Das ist so weit weg von zuhause, da kenn´ ich mich nicht mehr aus. Lediglich Rimbach kann ich noch halbwegs identifizieren, danach ist Terra Incognita!
Links, noch ein kurzes Stück an der Anhöhe entlang, dann rechts, der gelben zwei folgend runter nach Lauten-Weschnitz:

Bild #63: Reh-Weg kurz vor Lauten-Weschnitz
Herrlich, wie die schräge Abendsonne den Weg zwischen den alten Obstbäumen ausleuchtet:

Bild #64
300 m., dann bin ich unten in Lauten-Weschnitz…

Bild# 65: Lauten-Weschnitz
…für das das Gleiche gilt wie für Linnenbach: Ich bin todsicher irgendwann schonmal durchgefahren (immerhin liegt das Dorf an der B460), aber ich habe keinerlei Erinnerung daran.
Umso besser, dann fühlt sich alles neu und spannend an!
Hier geht´s links, auf der Ortsstr. bis zur Siegfriedstr./B460…

Bild #66: Tolle, gegenlichtige Frühabendstimmung in der Ortsstr.
…der ich dann einfach nur noch folgen muss.
Wahrscheinlich nicht die allerszenischte Strecke, die möglich ist, aber unkompliziert und bequem, das passt mir gerade gut in den Kram.
Immer schön am Rand der Bundesstrasse entlang nach Westen, rüber nach Mitlechtern, das beinahe nahtlos an Lauten-Weschnitz anschliesst,…

Bild #67: Was auf dem Schild steht
…und das ich zügig und problemlos im Licht der schrägen Abendsonne durchquere…

Bild #68: Mitlechtern Central
…dann schließlich am Fahrbanrand (wieder: Angenehmer Bürgersteig, sehr gut!) etwas über einen halben Kilometer durch ein flaches, schattiges Wiesental und um eine kleine Kuppe herum ins beschauliche Wald-Erlenbach, wo ich gleich gleich nach dem Ortseingang links von der B460 abbiege und die Hauptstr. runterlaufe:

Bild #69: Hauptstr. nach Wald-Erlenbach rein
Ab hier folge ich dem Steigkopf-Weg, der mit der gelben 4 markiert ist: Kurz durch den alten Dorfkern, dann links aufwärts aus Wald-Erlenbach hinaus (diese ganzen Dörfer hier unten sind so klein, da ist man durch ehe man sich´s versieht…):

Bild #70: Der gelben 4 hinterher
Hier geht´s noch mal richtig steil bergauf, vor allem am Anfang.
50 Höhenmeter auf knapp 400 m. Strecke…
Uffa!
Zum Glück hab´ ich mich heute noch nicht wirklich verausgabt, da ist noch Kraft dafür übrig, selbst mit den nicht ganz knusperen Beinen.
Aber andererseits bin ich auf den letzten Kilometern immer schneller geworden, das lässt sich in der Steigung jetzt nicht mehr durchhalten (obwohl ich es auf den ersten paar Metern noch versuche).
Tempo raus, kleine Schrittchen, laaaaangsam.
Das geht besser.
Die gelbe 4 führt mich aufwärts durch ein kleines Wäldchen mit ein paar netten Findlingsformationen…

Bild #71
…und läuft dann am Rand eines weiter unten liegenden Bach- und Wiesentals weiter westwärts, nun glücklicherweise mit einer moderateren Steigung. Rechts am Hang zieht ein weitläufiges Gatter vorbei, in dem eine große Herde Damwild äst. Zumindest bis ich stehenbleibe um sie zu fotografieren, dann ergreift die gesamte Hirschmeschpoke unisono die Flucht (sind wohl nicht ganz so sehr an Menschen gewöhnt wie ihre Artgenossen im Bergtierpark):

Bild #72: Staaaampeeede!!!
Trotzdem eine coole Entdeckung, einfach mal so mitten zwischendrin…
Direkt danach noch eine leichte Kurve, hinter der bereits der schräge, rote Sonnenschein hervorschimmert…

Bild #73
…dann bin ich wieder draußen in den Wiesen, laufe weiter der sinkenden Sonne entgegen, dem gewundenen Weg am Rand des weitläufigen Tals hinterher, das in prächtige, warmen Abendfarben erstrahlt:

Bild #74: Blick zurück nach Wald-Erlenbach

Bild #75: Blick hinüber zum abendlich schimmernden Lindenfels an der Bergflanke jenseits des Weschnitztals

Bild #76: Blick hinunter, ins Tal, an dessen Rand ich gerade entlanglaufe, zur Grenze zwischen rötlichwarmem Sonnenlicht und bläulichkühlem Abendschatten
Kurz darauf gesellt sich der Waldram am Steigkopf zu meiner Strecke, es geht nochmal kurz stramm bergauf und um eine kleine Kurve…

Bild #77: Hinter dem Steigkopf
…dann erreiche ich die Abzweigung über dem Schafsgrund zwischen Steigkopf und Salzkopf. Eine bekannte Stelle, denn hier bin ich vor einem Vierteljahr schon mal vorbeigekommen, als ich von Heppenheim aus ums Kirschhäuser Tal gelaufen bin (auch mit Foto, auch mit herrlichem Abendlicht. Fast schon ein Déja Vu…).
Aber heute will ich in die andere Richtung, folglich biege ich rechts ab und folge der gelben 2 des Salzkopf-Weges, der durch den schummrigen Wald um den Gipfel des Steigkopfs herum führt.
Inzwischen bin ich richtig schnell geworden, so langsam krieg´ ich nämlich Hunger und das Ziel ist nicht mehr weit. Da merkt man selbst den minimalen Anstieg der hier herrscht.
Aber solange die Beine mitmachen ist alles gut, und so ein bisschen Keucherei zum Abschluss hat noch keinem geschadet.
Ergo: Volle Kraft vorraus!
Am nördlichen Ende des Wäldchens geht´s weiter geradeaus, am Waldrand entlang den Asphaltweg (der nun auch mit dem weissen Andreaskreuz des europäischen Fernwanderwegs 1 markiert ist) runter zur Guldenklinger Höhe am Pass zwischen Kirschhäuser Tal und Weschnitztal.
Geht ganz schön bergab:

Bild #78: E1 runter zur Guldenklinger Höhe
Auf dem Parkplatz muss ich dann nochmal kurz verweilen.
Von hier aus hat man schon unter normalen Umständen einen wunderschönen Blick über das Kirschhäuser Tal und Heppenheim hinweg in die Rheinebene (vgl. hier).
In der herrschenden Sonnenuntergangsstimmung ist er gleich nochmal so schön – Wahnsinn:

Bild #79: Blick von der Guldenklinger Höhe nach Westen. Mittig die Berglücke bei Heppenheim, rechts die Häuser von Kirschhausen, darüber die Silhouette der Starkenburg
Etwas weniger herrlich fand ich allerdings das hier:

Bild #80: Ok, die Grundidee dieses Konstrukts ist auf jeden Fall ehrenwert: Eigentlich soll das ein “Mülldenkmal” sein, mit dem die Benutzer des Naturparkplatzes dazu ermuntert werden sollen, doch bitte ihren Müll einzusammeln (das steht auch auf den Zetteln, die da allenthalben angebracht sind).
Dummerweise gibt es offenbar Leute, die das Gebilde als freundliche Einladung missverstehen, hier NOCH MEHR MÜLL ABZULADEN!!!
Was mal wieder beweist, dass der Mensch an sich unendlich faul, blöde und symbolismusresistent ist.
Oh, und ein ziemliches Dreckschwein ist er natürlich auch.
Da sachste nix mehr…
Am Parklplatzende überquere ich die B460, auf der Sonntagsabends zwischen Sieben und Acht offensichtlich gar nichts los ist.
Mir soll´s recht sein.
Direkt dahinter geht´s wieder bergauf, durch eine schmale Wiese bis zum Waldrand unterm Silbergrubenkopf, wo ich mich rechts halte und der gelben 4 in den Wald hineinfolge:

Bild #81: Steigkopf-Weg kurz nach der Guldenklinger Höhe
Schmaler, gewundener Waldpfad an der Ostflanke, und damit voll im Bergschatten – hier ist es zum Teil schon ganz schön finster und kalt,
also beeile ich mich weiter, auch wenn mir dabei mehr und mehr die Puste ausgeht.
Aber ich bin ja fast da.
700 anstrengend Meter durch den dämmrigen Hangwald (schnauf!), dann geht´s endlich bergab, raus aus den Bäumen und auf einem schmalen Pfädchen durch die Felder und Wiesen über Mittershausen…

Bild #82: Endspuuurt!!!
…bis ich schließlich die ersten Häuser des Dorfs erreiche und an ein paar grünen, gepflegten Gärten auf die Strasse “Am Käsberg” einlaufe, an deren unterem Ende der Gasthof “Zur Linde”, und damit das Ziel der heutigen Tour, wartet:

Bild #83: Ziel!
Noch ein bisschen bergab uuuuund…
…fertig!!
Na ja, zumindest fast.
Zur Belohnung gab´s dann nämlich noch ein herzhaftes, leckeres Abendessen in der bis auf den letzten Platz vollgepackten Linde (ein gutes Zeichen bei einer Kneipe), mit einem großen Glas Cola und einem guten Viertele Auerbacher Rott:

Bild #84: Mmmmm, lecker: Schnitzel mit Kochkäs´ und Bratkartoffeln.
Und zwar das letzte des Abends – als die Herrschaften am Nebentisch kurz nach mir ein Kochkässchnitzel bestellen wollen, sind die Schnitzel nämlich schon aus…
Danach dann noch eine, satte, zufriedene, wunderschöne Heimfahrt, auf Schleichwegen unter einem riesigen roten Vollmond durch den nächtlichen Odenwald – so klingt ein perfekter Abend aus!
Richtig schöne Runde – die anfängliche kleine Verstimmung hat sich im Lauf der Tour vollkommen verflüchtigt, und ansonsten war alles super: Hat einen Riesenspaß gemacht, der Bergtierpark war richtig schön, die Landschaft abwechslungsreich und äußerst gefällig, die Abendstimmung traumhaft, und der Abschluß köstlich.
Und das Allerbeste: Hinterher war ich so richtig zufrieden und entspannt, und meine Beine haben sich fast noch besser gefühlt als vorher.
Wir lernen:
Es muss nicht immer ein hammerharter 25er mit eingebautem Höhenkilometer sein.
Manchmal braucht´s eben auch eine schöne, gemächliche Hügelrunde, um anständig zu regenerieren…
Alles rundum wunderbar!!!
Strecke: 16,8 km
Zeit: Ist ein Luxus, den man sich manchmal in großen Mengen gönnen sollte…
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke 90,42% (15,19 km von 16,8 km)
Karte:

M.






9. September 2009 um 02:05
Ja mit Sonne wäre das natürlich noch ein richtiges Stück schöner gewesen. Aber wenigstens ist die Sichtweite größer als die Entfernung der Talränder und so wird kein Panorama verkürzt.
Da du den Steinbruch aus Richtung Mittershausen angelaufen bist, hast du auch einen schönen vordefinierten Weg ausgelassen. Den siehst du in deinem Panorama unter dem Komplex Rimbach bzw. Lörzenbach, kommt leicht geschlängelt auf dich bzw. die benutzte Kreuzung kurz vor Erlenbach zu und beginnt in dem klitzekleinen Wäldchen, durch das du auf dem Weg zwischen Linnenbach und Lauten-Weschnitz gelaufen bist. Den Weg könntest du bei Sonnenschein mal von unten laufen. Mit herrlichstem Blick auf den Steinbruch. Und als vorherige Verlängerung bietet sich der Weg ab dem Lörzenbacher stausee an.
Im Bergtierpark war ich eigentlich auch schon ähnlich lange nicht mehr, obwohl ich öfters mal in Erlenbach bin. Wäre wohl für mich auch mal wieder an der Zeit.
Übrigens ist Lauten-Weschnitz nicht gleich Lauten-Weschnitz. Ich kenne eigentlich auch nur die große Kurve von den ständigen Durchfahrten (in der dann ja dann sofort Mitlechtern anfängt). Irgendwann bin ich mal durch Lauten-Weschnitz hoch auf die Bergflanke gelaufen. Das zieht sich auch schön (im Sinne von sehenswert). Und oben vom Friedhofsvorplatz hat man auch einen schönen Blick. Es gibt ja so viele schöne Aussichtspunkte im Weschnitztal. So auch der Friedhof von Wald-Erlenbach. Da haben wenigstens die Toten noch was zu schauen, wenn nur nicht diese lästige Erdschicht über ihnen liegen würde
Na ich finds jedenfalls schön, dass du aus so langer Weschnitztalignoranz dieses Jahr gleich ein paar Mal vorbei bist. Zu ein paar Bildern hätte ich zwar noch ein paar Worte übrig, aber ich will ja auch nicht alles kommentieren und die persönlichen Zusammenhänge lasse ich auch mal weg. Aber ein paar Dinge wirst du wohl nie los, z.B. Lindenfels aus den Weschnitztal raus zu reden..
Also bis zum nächsten Mal im Weschnitztal
9. September 2009 um 23:32
Also erstmal: Danke für den Tipp mit der Wiese überm Steinbruch, das hat sich echt gelohnt (zum Glück hab´ ich mich noch dran erinnert, denn deine Runmap-Strecke konnte ich nicht mehr aufrufen)
Mittershausen musste ich natürlich mitnehmen, wegen der Anbindung ans restliche Streckennetz (via Guldenklinger Höhe), entsprechend war der Nordwesten des Tals quasi vorprogrammiert. Jetzt wo ich den hab´ kann ich mich dann irgendwann auch der Mitte widmen, so in Richtung Lörzenbach/Rimbach/Mörlenbach – immer schön Schritt für Schritt…
Friedhöfe liegen im Odenwald ja gerne erhöht oberhalb der Dörfer.
Ich persönlich glaube ja, dass das wegen der Zombies ist…
Wenn du noch was zu einem Foto schreiben möchtest, könntest du mir vielleicht erklären, welche Berge das im Hintergrund der linken Hälfte von Bild #62 sind – da ist einer mit Sendeturm am Horizont rechts über Rimbach, und etwas weiter rechts, direkt über den letzten Häusern von Lauten-Weschnitz gibt´s eine spitze, hohe Kuppe.
Von denen wüsste ich gerne mehr…
Und natürlich liegt Lindenfels nicht im Weschnitztal, das haben wir doch schon eindeutig ausdiskutiert, oder?
10. September 2009 um 13:49
Das mit dem Sendeturm ist der Hardberg
http://de.wikipedia.org/wiki/Hardberg_%28Odenwald%29
Weiter rechts ist der Götzenstein
http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tzenstein
Und was du mit spitz meinst ist wohl der Schulzenberg, wobei ich mir den Namen jetzt auch nur aus einer Gemarkung hergeleitet habe und keine Karte habe, wo er definitv aufgeführt ist. Jedenfalls ist das die Erhebung, die von Löhrbach, Schnorrenbach und Rohrbach umgeben wird.
Und ganz links am Baum müsste die Tromm sein, aber das war dir sicher schon klar.
17. März 2012 um 21:27
Thank you very much for posting the great pictures and descriptions of Furth-Seidenbach and Furth-Erlenbach. My ancestors lived in Seidenbach and Erlenbach for at least 222 years. Your picture #15 above shows a farm in the background that was once owned by my ancestor, Johann Michael Steinmann. The farmhouse is now a hotel owned by Peter and Eva Bitsch. Have you ever been there?
3. Mai 2012 um 22:14
You’re welcome!
I think I’ve passed the house a few times, both while jogging and driving, but I haven’t been inside the restaurant.
Anyhow, Seidenbach and Erlenbach both lie in one of the most beautiful corners of the Odenwald hill range – well worth a visit, should you ever be in the vicinity.
Best regards
Matthias
9. September 2009 um 02:08
Cool, vielen Dank!
(Löhrbach, Schnorrenbach und Rohrbach – noch nie gehört! [na gut, bis auf Rohrbach, davon gibt´s nämlich auch noch andere...]
)
11. September 2009 um 00:30
Mach dir nichts draus. Ohne Karte hätte ich diese Orte auch nicht gekannt
5. Mai 2012 um 17:51
Good to hear from you. I could not find a way to comment on your preivious post so I used this one instead. I hope to travel to Germany someday to visit the Odenwald and my ancestral villages but if I do it will probably be several years from now.
I am greatful that I was able to see your pictures for free but I think you should know that you could be selling pictures of German landmarks to people who are researching their German ancestors. Check out this http://www.genealogyfreelancers.com/index.php?action=show&page=how_it_works website. You might just be able to make some easy money and have fun at the same time. Some of the photographers charge up to $3500 per project.
Darl
6. Mai 2012 um 23:38
Hey Darl!
Take your Time, most of these little village up in the hills are not going to change much in the coming years, so they’ll probably look and feel the same a couple of years down the road.
As for that genealogical research thingy – wow! I didn’t know that However, for the time being, I’m quite content with my income, so for the foreseeable future, my fotos (if I get around to taking and posting any ) are going to remain free.
Best regards from Germany
Matthias
9. September 2009 um 08:48
Ist auch schon wieder zwei Jahre her, dass ich in dieser Ecke mal war.
)
Ist schön verdammt schön bei uns.
(Bis auf die Müllkunst
Wie sieht´s denn am 26.9 mit unserm letzten Streckenabschnitt aus? Würde in meinen Vorbereitungsplan für FRA passen.
Morgens um 10 natürlich.
9. September 2009 um 23:33
Ja Gerd, musste halt mal hin, so weit isses ja nicht…
Wegen dem Nibelungensteig schick´ ich dir gleich noch ´ne Mail.
15. September 2009 um 21:03
[...] in die Wege geleitet. Durch den Odenwald nach Bayern? Erledigt. Weschnitztal genauer erkunden? Bin dabei. Ins Ausland laufen? Angefangen und schon ganz schön weit gekommen (wenn auch nicht nach Luxemburg [...]
24. August 2010 um 18:32
[...] …noch eine besonders unangenehme (weil nicht einsehbare) Kurve am Waldrand mitnehme und schließlich wohlbehalten in kleinen Dörfchen Wald-Erlenbach ankomme, dass sich bereits anschickt, langsam aber sicher in die Dämmerung abzugleiten: Bild #63: Wald-Erlenbach. Hier komm´ ich irgendwie immer nur in der Dämmerung vorbei… [...]
19. August 2011 um 23:04
[...] ich lieber mal nicht drauf… Ist übrigens eine Premiere, mir sind zwar schon Tiger und Zebresel beim Laufen begegnet, aber noch nie ein leibhaftiger MP. Aber hey, immer mal was [...]