Frühlingsabendlauf zwischen Main und Taunus: Weilbach – Wicker – Diedenbergen (15,4 km)

22. März 2010

Kennt ihr das?

Da plätschert der Alltag wochenlang ruhig und ohne besondere Vorkommnisse vor sich hin, und dann, auf einmal, ballt sich wieder alles und es steht quasi im Akkord irgendwas an.
So ist es zumindest mir in den letzten Tagen gegangen:
Mittwoch: Termin in Frankfurt. Und wenn ich schon mal da bin geh´ ich natürlich auch laufen.
Freitag: Treffen mit Verwandschaft im Taunus. Und wenn ich schon mal da bin geh ich natürlich auch laufen.
Samstag: Gemeinsame Tour mit Gerd am Nordrand vom Odenwald. Natürlich mit laufen, ´cause that´s what we do.
Da kommt Einiges zusammen, besonders wenn man an den Tagen zwischendrin auch noch startet, weil halt und so.

Und heute – Montag – dann schon wieder: Abendessen mit der Verwandschaft (andere Verwandschaft als die vom Freitag) im schönen Taunusvorland zwischen Frankfurt und Wiesbaden.
Da muss ich laufen gehen, selbst wenn´s der sechste Tag in Folge ist, an dem ich starte…


Passenderweise ist das heutige Abendessen in Weilbach, einem Nachbardorf von Diedenbergen, also dem Ort, von dem aus ich vor gerade mal drei Tagen zur wunderbaren Tour in den Taunus aufgebrochen bin.
Da kann ich diese Strecke mit der heutigen Runde gleich an den Rest vom Streckennetz anschließen und mich dabei gleich noch ein bisschen in der schönen Ecke da oben umschauen und den lauen, sonnigen Frühlingsabend genießen.
Perfekt!

Ich starte mitten in Weilbach, direkt vor dem Gasthaus “Zum Engel”, in dem nachher das Essen stattfindet (so kann ich mir wenigstens sicher sein, am Ende der Tour die richtige Kneipe anzusteuern :D ).
Fühlt sich ein bisschen komisch an, hier zu Fuß unterwegs zu sein.
Mein Vater ist im Nachbarort aufgewachsen, die Verwandschaft wohnt dort noch heute, deshalb kenne ich Weilbach schon ein bisschen – aber eben vor allem vom Durchfahren.
Gelaufen bin ich hier noch nie, entsprechend ergibt sich hier für mich ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen dem Vertrauten und dem Unbekannten. Spannend!

An der schmalen Frankfurter Str. geht´s kurz nach Südwesten, dann halblinks in die Faulbrunnenstr., vorbei an einem hübschen Kriegsdenkmal und durch ein schönes, baumreiches Wohngebiet zum südlichen Ortsende (dieses Stück ist übrigens mit dem Hirtenstab-Symbol des Bonitatiuswegs markiert).
Da gibt´s dann gleich das erste Highlight der heutigen Runde – die Weilbacher Aussichtsbastion.

Sieht auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär aus: Ein kleiner, runder, grüner Hügel, offensichtlich künstlich aufgeschüttet, der zwischen Ortsrand und Autobahn am flach mainwärts laufenden Hang sitzt.
Wenn man allerdings erstmal oben ist – Wow-ie!!
Aussicht!!!
Weilbach liegt nämlich auf einer Art topografischen Terrasse, einem plateauartigen Taunusausläufer, der weit in die Mainebene hinausragt. Gar nicht mal besonders hoch (vielleicht 30 bis 50 HM über dem nahen Mainufer), aber eben direkt am nördlichen Rand des Flachlands im Mittelrheingraben, in dem es auf viele, viele Kilometer nichts gibt, was die Sicht in die Ferne beeinträchtigen könnte.
Folgerichtig hat man hier einen grandiosen Ausblick über das Rhein-Main-Gebietn, der die Region in ihrer ganzen, spannenden, schönen Gegensätzlichkeit zeigt: Da ist die Bügelbrettflache Rheinebene, eingerahmt von den Höhen von Taunus, (diesig in der Ferne) Odenwald und den rheinhessischen Hügeln, da sind die dicht besiedelten Großstadtgebiete, die Frankfurter Bankentürme, scheinbar unmittelbar neben freundlichen kleinen Dörfern inmitten von Obstwiesen am Taunusrand und den riesigen Wäldern südlich des Mains, aus denen sich die Lärmschutzwände des Frankfurter Flughafens wie titanische Wände erheben. Man sieht den Main, den Feldberg, den Melibokus, sogar den fernen Donnersberg in der Pfalz kann man schwach am Horizont ausmachen, das Opel-Werk in Rüsselsheim, die weißen Flieger, die sich auf der Startbahn West in den hellblauen Himmel schrauben, die Baumreihen am Rheinufer, direkt links sitzt das beschauliche Weilbach mit seiner großen Backsteinkirche in einer kleinen Taldelle, direkt rechts am Fuß des Hügels zieht sich die A3 nach Süden, eine mächtiges graues Band mit sieben stark befahrenen Autobahnspuren, begleitet von den Schienensträngen der ICE-Trasse Frankfurt-Köln.
Wunderschön in der milden Nachmittagsonne, gerade wegen der vielen Kontraste in Landschaft, Besiedlung und Naturraum, die man sonst gar nicht so wahrnimmt.
(Und ich Depp hab´ keinen Foto dabei. Merda!!).

Weiter westwärts, auf dem mit einem magentafarbenen Pyramidenpfeil markierten Regionalparkweg über die Autobahn, hinein nach Bad Weilbach, einem kleinen ehemaligen Kurort, der für seine heilkräftigen Schwefelquellen berühmt ist.

Durch den schattigen Kurpark über der Faulbornquelle bis zum Damwildgehege, wo ich nach rechts auf einen unmarkierten aber mit schöner Baumallee gesäumten Feldweg wechsle (der Regionalparkweg geht geradeaus weiter, aber da ich dieses Stück schon mal vor eineinhalb Jahren gelaufen bin, probiere ich´s heute mal mit einer Alternativstrecke) und über die offenen Felder in Richtung Wicker laufe.

Eigentlich richtig schön angenehm – 16°, die sich im hellen Sonnenschein deutlich wärmer anfühlen, Vogelgesang aus den Hecken, Fasanen und Feldhasen auf den Äckern, der Geschmack von Frühling in der Luft – so macht Laufen Spaß.
Naja, zumindest ein bisschen, denn inzwischen macht sich doch auch die ungewöhnlich hohe Laufbelastung der letzten Woche bemerkbar: Der Matthias läuft heute nicht ganz rund, bei jedem Schritt ächzt und knarzt er ein wenig an den Ecken und Enden, jeder Schritt ist etwas schwerfällig und wird von den Knien mit einem ominösen Knacksen kommentiert.
Aber wirklich weh tut´s auch nicht, also macht er tapfer weiter, der Matthias, und läuft und läuft und läuft… :D

Kurz vor Wicker endet der Feldweg an einer T-Kreuzung vor einem eingezäunten Bauernhofgelände, da wechsle ich wieder nach links zurück auf den Regionalparkweg, der in toller Lage direkt am Rand der bereits erwähnte Landschaftsterrasse über der Ebene entlangführt und somit einen konstanten Blick ins weite Rund von Frankfurt bis Rheinhessen erlaubt.
Tolles Stück, zumal es als Teil des Regionalparkwegs auch mit interessanten Inforstelen und seltsam geformten Skulpturen versehen ist, beispielsweise der hoch aufragenden Himmelsleiter, an der ich mir eine kurze, schmerzhaft-wohltuende Dehnpause (*krack* *zieh* “aaaargh!”) erlaube.

Kurz danach erreiche Wicker, seines Zeichens hübscher Orsteil der Stadt Flörsheim am Rand der höher gelegenen Geländestufe über dem Main und östlichster Weinort des Rheingaus (obwohl es eigentlich gar nicht im Rheingau liegt, der fängt ja erst westlich von Wiesbaden an).
An einem kleinen, stillen Teich unter Weidenbäumen geht´s halbrechts in den Ort hinein, der still und friedlich in den schönen Vorabend hinein schlummert.

Einmal quer durch Wicker durch (Neckarstr., Flörsheimer Str., Goethestr., Gutenbergstr., Weingartenstr., für alle die die Strecke beim Lesen mit dem Finger im Flörsheimer Internetstadtplan mitfahren und dabei lustige Brumm-Geräusche mit ihren Lippen machen), dann geht´s abwärts, runter von der erhöhten Geländestufe ins flache, idyllische Wickerbachtal.
Mitten durch die Weinberge.
Südwestlage, voll in der wohligwarmen Sonne, von schräg vorne grüßt der hübsche Turm der Flörsheimer Warte herüber.
Wun-der-schööön!!!

Unten im Tal halte ich mich wieder an den Regionalparkweg, der nun nordwestwärts führt und dabei grob dem Verlauf des Wickerbachs folgt.
Die Landschaft hier ist lieblich, eine Mischung aus satten Obstwiesen, Pferdekoppeln, kleinen Gärten, schmalen Gehölzen am Ufer des fröhlich durch die Auen fließenden Wickerbachs, eingerahmt von den kurzen aber recht steilen Weinhängen unterhalb der Wickererer Terasse, deren rötlich-kahle Rebenstöcke rötlich im schrägen Licht schimmern.
Das ist so wunderbar pastoral und ländlich, man kann kaum glauben, dass das hier eigentlich das Herz des Ballungsraum Rhein-Main ist, weniger als fünf Kilometer Luftlinie von der Wiesbadener, weniger als zehn Kilometer Luftlinie von der Frankfurter Stadtgrenze entfernt!

Herrlich hier, einfach nur herrlich.

Der Regionalparkweg überquert den naturbelassenen (oder exzellent renaturierten) Wickerbach, führt dann rechts durch die Auwiesen, über die wenige befahrene B40 (an der ein tolles altes Wegkreuz steht), durch das kleine Gewerbegebiet (mit Reiterhöfen) an der Steinmühle und schließlich wieder zurück über den Wickerbach und am Fuß der Weinhänge weiter nach Nordwesten, vorbei an diversen interessanten Infotafeln und Kunstwerken, die zum Landschaftskonzept des Regionalparks gehören.

Inzwischen ist linkerhand die ehemalige Mülldeponie Wicker in die Sichtachse gerückt, eine Mondlandschaft aus hoch aufgetürmten, erdigen Hügeln, die nicht so recht in die grüne, sanft gewellte Umgebung passen wollen, aber gerade dadurch auch wieder einen dieser interessanten und fürs Rhein-Main-Gebiet typischen Kontrast zwischen Natur- und Kulturlandschaft (so man denn eine ehemalige Müllkippe als Kulturland definieren möchte. ;) ) bilden. Irgendwie hat das auch was.

Rechts hingegen weiterhin Wiesen- und Weinbergsidylle, über der so langsam der kleine Hochheimer Ortsteil Massenheim am oberen Ende der Rebenhänge in Sicht kommt, über den ich praktisch nichts weiß, außer dass man hier irgendwann mal
Handball gespielt hat (zusammen mit dem Nachbardorf Wallau).
Da muss man natürlich mal kurz nachschauen.
Wenn man schon mal da ist…

Deshalb verlasse ich dann auch kurz den Regionalparkweg und erklimme auf einem schlammig-grasigen Wirtschaftspfad zwischen den Weinlagen die Wickerer (oder jetzt Massenheimer?) Terrasse.
Nicht lang, nicht steil, aber das Knarzen und Ächzen meiner Laufextremitäten schwillt nichtsdestotrotz merklich an, befeuert von der Tatsache, dass ich mich so langsam der Siebzig-Laufkilometer-in-Sechs-Tagen-Marke nähere und eigentlich viel zu dick und zu alt für sowas bin (zumindest behaupten das meine Beine, und während ich rotgesichtig und kurzatmig den Hügel raufstake, bin ich durchaus geneigt, ihnen zuzustimmen. Hrgl.).

Oben angekommen wende ich mich links und laufe Ortsrand von Massenheim entlang, auf der sehr treffend benannten Strasse “Am Weinberg”.
Hübsch hier, links fällt der weinbestandene Abhang sanft ins Wickerbachtal ab (auch wenn die Aussicht in erster Linie rüber auf die Erdhügel der Ex-Mülldeponie geht), rechts ziehen die Häuser des Dorfes und eine hübsche kleine Kirche vorbei.
Am Ende von “Am Weinberg” geht´s über die Untergasse, auf der ich einen kurzen Blick in den alten Ortskern erhasche (Enge Gassen und viel Fachwerk, sieht toll aus), dann ist Massenheim auch schon wieder zu Ende und ich bin wieder auf dem Regionalparkweg, der leicht vorbei an schäfchenbestückten Weiden, Schilfdickichten, Obstwiesen und einem eingezäunten Fischteich immer weiter nordwestwärts führt.

Noch knapp ein Kilometer, dann ist Schluss, an einer Wegkreuzung kurz vor Delkenheim, das schon zu Wiesbaden gehört.
Die Sonne steht schon merklich tiefer, der Abendessenstermin ist deutlich näher gerückt, und meine Knie machen immer noch Geräusche wie ein geriatrisches Rentier beim Stepptanz, da wird´s Zeit, an den Rückweg zu denken.
Deswegen biege ich hier rechts ab, auf die Elisabethenstrasse.
Uralte Römerstrasse, schon vor fast zwei Jahrtausenden sind hier Legionäre und Händler von Mogontiacum (Mainz) nach Germanien hinein gezogen, heute ist es allerdings nur noch ein einsamer, holpriger Feldweg, der sich schnurgerade über die weiten, sonnigen Felder auf dem Plateau hinzieht, geradewegs auf Diedenbergen am Fuß den Taunus zu, das bereits weit vor mir im schrägen Licht strahlt.

Lange Gerade, so um die drei Kilometer, das zieht sich etwas, zumal der unebene, von Traktorreifen aufgerauhte Untergrund meinen staksig-steifen Unterbau partout nicht gefallen will.
Zur Entschädigung gibt´s allerdings einen schönen Panoramablick auf die von der Abendsonne angestrahlten Taunushöhen, das ist wunderschön, nicht zuletzt auch, weil ich die Gegend wiederkerkenne, durch die ich gerade erst letzten Freitag zum ersten Mal gelaufen bin – da vorne ist der Wald hinter Diedenbergen, darüber erkenne ich den hohen offenen Hügel, von dem man so einen herrlichen Blick in die Ebene hat, ganz hinten sieht man Langenhain über dem Tal des Kassernbachs sitzen.
Schön.

Immer geradeaus, auf etwas ausgeleierten Beinen, trotz der schlechten Wegqualität mit hohem Tempo, über die helle, offene Hochebene, neugierig beäugt von ein paar struppigen Saatkrähen, die auf den weiten Äckern nach Nahrung suchen.
Zwischenzeitlich geht´s mal über die Landstrasse zwischen Wallau und Massenheim, dann in breiten, sandigen Unerführungen unter der A3 und der Schnellbahntrasse hindurch, und schließlich erreiche ich die Autobahnabfahrt der A66 kurz vor Diedenbergen.

War bei der Planung der Tour ein kritischer Punkt, weil ich nicht sicher war, ob hier ein Fußweg hinauf zum Ort führt oder ob man am Rand des Autobahnzubringes laufen muss.
Vor Ort: Good News: Breiter Fußweg neben der Strasse, gar kein Problem.

Okay, FAST kein Problem.
Abgesehen davon, dass es noch ein paar Höhenmeterchen bis Diedenbergen sind, wieder mal weder steil noch viele, aber eben genug, um meine ausgeleierten Haxen nochmal richtig schön in die Bredouille zu bringen.
Aargh, da ziept jeder Schritt.
Und das Wegstück bis hoch in den Ort, das vor drei Tagen mit dem Auto noch vermeintlich kurz und locker ausgesehen hat, erweist sich auf einmal als 700 m. lange Gerade, das braucht es schon ein paar angestrengte Minuten bis hinauf zum Ortseingangsschild an der Casteller Str.
Das zieht ein bisschen, in den Beinen, im Kopf und in der Strecke.

Wenigstens hab´ ich es in Diedenbergen nicht mehr weit, nur noch ein paar Meter die Casteller Str. entlang bis zu der Stelle, an der ich letzten Freitag geparkt habe, damit ist die Routenverbindung hergestellt und ich kann abdrehen, rechts in die Wickerer Str. und runter zum Ortsand, wo´s zur Autobahnrücke in Richtung Weilbach geht.
Ist auch höchste Zeit, denn wie ein kurzes Telefonat ergibt, ist die versammelte Familie soeben am “Engel” eingetroffen und betritt gerade das Lokal.
So ganz pünktlich werd´ ich da wohl nicht mehr sein.

Aber zumindest versuchen kann man´s ja, deswegen verpasse ich meinen muckernden Waden einen mentalen Maulkorb und schalte nochmal einen Gang hoch, für die letzten zwei bis drei Kilometer Endspurt.

Brücke über die A66: Erst bergauf (glraaargh!) dann wieder runter (huijuijui…).
Dahinter: Asphaltierter Weg im Zickzack durch die Äcker des Hochplateaus, schön ausgeleuchtet im Licht der sinkenden Sonne und tendenziell bergab, aber auch furchtbar lang (wie immer, wenn man´s eilig hat und die Beine nicht mehr wollen,
dehnt sich die Wahrnehmung von Zeit und Raum unnatürlich aus. Das ist Hirndefätismus par Excellance).

Stampfend, dampfend, keuchend und ein bisschen schmerzelnd abwärts durch die Felder, grob in Richtung Weilbach, von dem man nur die Dächer und den hübschen Kirchturm erkennen kann, die hinter der Kante des Plateaus aufragen.
Mal links, dann wieder rechts, dann wieder links, vorbei am Weilbacher Modellflugplatz auf eine lange Gerade, die über dem freundlichen Tal des Weilbachs in den Ort reinführt.
Fast am Ziel, Stalldrang (oder eher: Cola-und-Schnitzeldrang) durchflutet meine wummernden Waden und treibt mich in einen wackelnden, behäbig-rotgesichtigen Endspurt, wie ihn nur dicke, träge Männer anfang 30 hinlegen können, die wieder mal mit Beinweh zu spät bei einem Familienessen auftauchen werden.

Langenhainer Str.
Ewig lang und ein bisschen neubaugebietig. Hrgmpf!

Gänsgasse und Burgstr., kleine Nebenstrassen mit ein paar scharfen Kurven. Auauauau!

Kreuzung an der Hofheimer Str., will gerade in den Endspurt vom Endspurt übergehen, da macht mir ein vorbeirasender Krankenwagen mit Blaulicht einen Strich durch die Rechnung und beschert mir ein paar Sekunden unfreiwilliger Pause bevor ich die Strasse überqueren kann.
Ein Tauschgeschäft, Schwung gegen Puste, weiß nicht, ob ich da gut bei wegkomme…

Und dann isses nur noch die Frankfurter Str. im Ortskern, erst etwas abwärts, vorbei an der schönen Backsteinkirche, dann noch ein paar schwere, schnelle Meter keuchend bergauf bis zum “Engel”, wo Familie und kalte Cola und ein leckeres Cordon Rouge warten.

Puha.
Das war anstrengend.
Kein Wunder, nach sechs aufeinanderfolgenden Lauftagen mit über 75 Kilometern und dem extrem strammen Tempo, das sich heute eingestellt hat.
Aber es war auch richtig schön, dank wunderbaren Frühlingsabendwetter und einer tollen, abwechslungsreichen Landschaft voll spannender Entdeckungen und hübscher Plätzchen, die viel interessanter und lauffreundlicher ist, als man auf den ersten Blick annehmen könnte.
So mag ich das.
Ergo: Daumen hoch, prima Tour. Hat einen Riesenspaß gemacht und war die muckernden Beine allemal wert! :)

Strecke: 15,4 km
Zeit: 1:26 h (= 10,74 km/h bzw. 5:35 min/km – wobei ich mich ernsthaft frage, ob mir da nicht ein Messfehler unterlaufen ist, denn so schnell war ich auf so eine lange Distanz schon ewig nicht mehr…)
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 96,1% (14,8 km von 15,4 km)
Karte:

M.

Eine Antwort zu “Frühlingsabendlauf zwischen Main und Taunus: Weilbach – Wicker – Diedenbergen (15,4 km)”


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