So, endlich, endlich, endlich, mit zwei Wochen Verzug.
Aber hey, besser spät als nie…
Ach ja. Urlaub…
Hab´ ich früher ja viel und gerne gemacht, einfach mal raus, mit dem Rucksack oder dem Koffer durch fremde, unbekannte Länder…
Aber dann ist das in der zweiten Hälfte der ersten neuen Jahrtausenddekade irgendwie vollkommen eingeschlafen.
Viel anderer Kram zu tun, weniger Kohle, die Leute, mit denen man früher durch irgendwelche osteuropäischen Backwaters geabenteuert ist, werden sesshaft und bequem und fahren lieber mit ihrer besseren Hälfte in den Club Med – und auf einmal stellst du fest, dass es Ende 2010 ist, und du seit fast vier Jahren nicht mehr weg warst (falls man einen dreitägigen Kurztrip nach Brüssel Anfang 2007 als “Weg Sein” bezeichnen kann, sonst wären´s sogar mehr als fünf Jahre).
Ganz ehrlich: Das fehlt mir schon ganz furchtbar, immer noch, obwohl ich Jahre Zeit hatte, mich dran zu gewöhnen und die Lauferei in die Fremde zumindest einen kleinen Ersatz geboten hat…
Aber jetzt hab´ ich ja ein Vierteljahr Leerlauf, bevor die neuen Aufgaben im fernen Norden warten, da ist es höchste Zeit, endlich, endlich, endlich mal wieder wegzufahren. Deshalb hab´ ich vor kurzem meinen alten Studienfreund und Reisebegleiter Boris angehauen (der treuen Laufblogleserschaft bekannt und beliebt vom spätsommerlichen Lauf auf den Atzelsberg) und nachgefragt, ob er nicht Zeit und Lust hätte, mal wieder irgendwo hinzufahren.
Lust ja, sagt er, aber die Zeit und das Geld wären eher nicht so üppig, also höchstens was Kleines.
Na gut: Am Ende einigen wir uns dreieinhalb Tage Harz, von Dienstag bis Freitag, zum Wandern, Sightseeing, Laufen.
Nicht unbedingt der größte Urlaub aller Zeiten, aber viel besser als nichts, gerade im Moment, wo ich sonst nur unbeschäftigt zuhause Hocke und Trübsal blase, während mir die Decke auf den Kopf fällt (soviel zu meiner ursprünglichen These, ich könnte die drei freien Monate vor dem neuen Lebensabschnitt so richtig genießen. Pustekuchen! Stattdessen zieht es mich eher runter, nach den Monaten des Hoffens und Bangens auf den Wunschjob am Ziel zu sein, und jetzt noch eewig untätig warten zu müssen, bevor´s endlich losgeht. WILL! ENDLICH! ANFANGEN!!!).
Und so finden wir uns dann am Dienstag morgen im Auto wieder, auf der Autobahn durch Mittelhessen/Nordhessen/Südniedersachsen. Nordwärts, harzwärts – winterwärts…
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