Weiter geht´s, in meinem neuen Leben als moderner Nomade auf Dauerdienstreise im Norden der Republik.
Und zwar den April über im Landkreis Dithmarschen. Der liegt mittig links in Schleswig-Holstein, direkt an der Nordseeküste, und kann unter anderem mit Wattenmeer und Windrädern, Kögen, Knicks und Kohlfeldern sowie Backsteinhäusern und (steifen) Brisen aufwarten. Außerdem gibt´s hier viele Schafe und Menschen, die einen mit “Moin” begrüßen und (zumindest so sie etwas älter sind) untereinander auch schon mal op Platt schnacken.
Oh, und die Orte enden hier nicht auf “-bach”, “-berg” oder “-heim”, sondern in der Regel auf “stedt”.
Übrigens mit einem langen “eee”. Bloß nicht falsch machen! ![]()
Insgesamt also: Sehr nordisch alles.
“Stationiert” (bitte die Anführungszeichen beachten, schließlich bin ich definitiv nicht beim Bund, auch wenn der hier ´ne Kaserne hat…) bin ich im kleinen Kreisstädtchen Heide, das ca. 15 Kilometer im Inland liegt. Ungefähr 20 000 Einwohner, nicht unbedingt der absolute Nabel der zivilisierten Welt (aber freundlich) und stolzer Standort von Deutschlands größtem unbebautem Marktplatz und Deutschlands womöglichst hässlichster Bahnbrücke (sorry, liebe Heider, aber mit eurer Stadtbrücke habt ihr euch keinen gefallen getan). Knapper Monat, arbeiten in der kleinen lokalen Dependance meines großen Arbeitgebers, übernachten im Hotel (das hat so einige Fürs und Widers. Immerhin kenne ich mich jetzt nach Wochen abendlicher Nahrungssuche bestens in der Heider Dönerladenszene aus), und ein bisschen laufen gehen will man da natürlich auch.


