Archiv für '> 15 km & < 20 km'Kategorie

Entspannte Herbstrunde im Ried: Wolfskehlen – Leeheim – Dornheim (15,3 km)

28. Oktober 2009

Anscheinend treibt mich der Herbst so ein bisschen in die Ebene.
Zumindest bin ich auch heute wieder unten im Ried gelaufen, und damit zum zweiten Mal in Folge im Flachland.
Das gab´s schon richtig lange nicht mehr… :)

Aber irgendwie war´s auch genau der richtige Tag für die weiten, Felder und Brachwiesen der Rheinebene. Freundlich und ein bisschen verhalten, mit einer etwas fahlen aber angenehmen Herbstsonne, die sich regelmäßig hinter den diesigen Hochnebelschlieren am milchigblauen Himmel versteckte, windstill, nicht zu warm, nicht zu kalt, unspektakulär und umgänglich.
Gar nicht schlecht für Ende Oktober, da liess sich was draus machen…

Den Rest des Beitrags lesen »

Sonniger Sonntagnachmittag am Rhein: Leeheim – Kornsand und zurück (16,5 km)

25. Oktober 2009

Ok, zuerst mal das Wichtigste, aus gegebenem Anlass:
Ich hasse – hassehassehassehassehassehasse, HAS-SE – diese hirnrissige, abgeranzte, unglaublich dämliche Umstellung auf Winterzeit!!!!!!
Die ist nicht nur ungefähr genauso nützlich wie ein schorfiges, eiterndes Forunkel, sondern hat darüber hinaus auch noch die Frechheit, mir eine ganze geschlagene Stunde zu stehlen, die ich gut fürs Laufen brauchen könnte.

Warum ist das so?
Ganz einfach: Ich laufe normalerweise nachmittags oder abends.
Und zwar im Hellen (im Dunkeln zu unterwegs zu sein macht aufgrund meiner Art zu laufen einfach keinerlei Sinn).
Wenn die Tage also in der zweiten Jahreshälfte langsam kürzer werden, dann bedeutet das für mich weniger Zeit zum laufen.
Und dann wird auch noch die Uhr umgestellt, und plötzlich wird´s nicht mehr um 18:00 Uhr dunkel sondern um 17:00 Uhr.
Effekt: Eine ganze Stunde einfach so weg.
(Und ja, ich weiss, ich krieg´ diese Stunde natürlich wieder. IM VERDAMMTEN FRÜHLING, WENN ICH SIE NICHT MEHR BRAUCHE, WEIL DIE TAGE EH WIEDER LÄNGER WERDEN).
Da ist dann nichts mehr mit spontanen längeren Läufen und entspannten Touren ohne Zeitdruck.
Plötzlich ist alles gehetzt, man müsste eigentlich schon kurz nach dem Mittagessen los, um überhaupt was zu schaffen, aber das geht ja meistens einfach nicht.

Über diesen ganzen verdammten Mist ärgere ich mich jedes Jahr tierisch (und weil das so ist will ich in den Kommentaren auch nichts von wegen Stirnlampen oder morgens aufbrechen oder den angeblichen Tugenden des Nachtlaufens lesen, das geht nämlich vollkommen an der Sache vorbei!).
Deshalb: Verflucht sei die Zeitumstellung, und ihre Nachkommenschaft bis ins siebte Glied, möge sie von Zahnfäule und Brechdurchfall geplagt werden, bis man sie endlich abschafft!!! ;)

So.
Dampf abgelassen, dann können wir uns ja dem Laufbericht widmen:

Den Rest des Beitrags lesen »

Vom hohen Berg ins tiefe Tal: Neunkircher Höhe – Ellenbach mit Fotos (15,1 km)

11. Oktober 2009

Zum Wochenabschluss hab´ ich mir noch mal was – vermeintlich – Bequemes rausgesucht, nämlich eine Einwegtour im Odenwald, von der Neunkircher Höhe abwärts und der Länge nach durchs Schlierbachtal, bis runter nach Ellenbach bei Fürth, wo´s dann ein leckeres sonntägliches Mittagessen im Restaurant Eselmühle geben sollte.
Wenn der Startpunkt mehr als 350 Höhenmeter über dem Ziel liegt, sollte das eigentlich sehr angenehm zu laufen sein… ;)

Das Wetter ist auch heute wieder arg launisch und unberechenbar. Als ich um kurz vor 11:00 zuhause aufbreche, scheint die Sonne durch eine Wolkenlücke und taucht die Umgebung in strahlendschönes Herbstlicht.
Hält leider nicht, denn je weiter ich in den Odenwald reinfahre, umso trüber und dunstiger wird´s – aber immerhin auf stimmungsvolle Art und Weise, mit driftenden Nebelfetzen an den Berfhöngen und finsteren, hochgetürmten Wolken, die vom pfeifenden Südwestwind über den grauen Himmel getrieben werden.
Allemal besser, als ein grauer, toter Dämmertag, an dem sich gar nichts regt.

Den Rest des Beitrags lesen »

Zwischen den Bundesländern: Grenzhopping an der Bergstrasse und im Odenwald (18,5 km)

25. September 2009

Ok, offenbar hab´ ich ein ganz gutes Rezept gefunden, wie ich den kleinen Durchhänger von letzter Woche endültig wieder loswerde:
Schöne Touren in schöner Umgebung bei schönem Wetter.
Nicht klein-klein im eigenen Hinterhof (zu unspektakulär) aber auch nicht zu ambitioniert (zu anstrengend, nicht so sehr körperlich sondern vor allem auch wegen des Aufwandes bei Vorbereitung, Umsetzung und Nachbereitung), sondern einfach was Nettes mit Wald und Bergen und Sonne und ordentlich neuer Strecke, dafür ohne allzuviel Vorausplanung, Aufwand oder Leistungsdruck.

Hat jetzt zweimal gut geklappt, also machte ich´s heute genauso.

Richtig neue Strecke nicht zu weit weg von Zuhause zu finden ist ja schon etwas länger ein kleines Problem, aber zumindest einen unerlaufenen Ort in der Nähe hatte ich noch auf der Liste, den ich mir für heute vornahm: Ober-Laudenbach, ein kleines Dorf im Odenwald (oder noch an der Bergstrasse?), das genau auf der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen sitzt.

Grobe Strecke mit ordentlich Bergen ausbaldowert und dann wie gehabt am Vorabend aufgebrochen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Wunderschöne Runde durchs Fischbachtal (15 km)

23. September 2009

Die Tour gestern, bei milder Früherbstsonne durch den nördlichsten Zipfel des Odenwalds, hat mir richtig gut getan: Endlich mal wieder ein runder Lauf, ohne schwere Beine und Unlust, an dessen Ende der Kopf ein bisschen freier war als vorher.

Heute war das Wetter genausogut wie gestern, vielleicht sogar noch einen Tick schöner: Wieder wieder freundlicher Sonnenschein und blauer Himmel mit ein paar weissen Schäfchenwolken, eine sanfte, aromatische Brise, angenehme Temperaturen um die 20°.
Genau die richtigen Bedingungen, um mir gleich nochmal was Gutes zu tun, also bin ich auch heute wieder gestartet.

Wieder im Odenwald, da ist es gerade einfach am schönsten.
Allerdings war mir nach den leichten Hügeln von gestern heute nach etwas mehr Anspruch, deswegen bin ich ein bisschen weiter nach Süden ausgewichen, ins Fischbachtal.
Das ist zwar nur einen Katzensprung von meiner gestrigen Route entfernt, aber hier hat der Odenwald schon richtig angefangen – keine Hügel, stattdessen geht´s hier schön ordentlich bergauf und bergab.
Außerdem ist es eines schönsten Täler des Odenwalds und hatte mit dem Dörfchen Billings auch noch eine bisher unerlaufenen Ort zu bieten.
Also ideal um sich ein bisschen die Laune gut zu laufen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Grauer Lauf auf Hutzelstrasse und Hoher Strasse nach Ober-Ramstadt (17,7 km)

17. September 2009

So schön der grandiose Ausflug in den Taunus am letzten Wochende auch war, in gewisser Hinsicht hat er sich im Nachhinein auch so ein bisschen als kontraproduktiv erwiesen.

Warum?

Tja, ehrlich gesagt hatte ich in den Tagen danach überhaupt keine Lust aufs Laufen.
Kein Problem der Physis, da hatte ich die 31 Bergkilometer überraschend gut weggesteckt.
Eher ein mentales – nach so einer großartigen Tour ist erst mal ein die Luft raus, so eine Art „zu-viel-Schönes“-Burnout.
Die „normalen“ Strecken scheinen im Vergleich irgendwie wenig reizvoll und nicht wirklich interessant, da hat man einfach keinen unbedingten Drang, wieder loszulaufen.
Und wenn dann auch noch das Wetter tagelang so richtig hässlich feuchttrübgrauwindig ist… naja, dann macht sich halt irgendwie Unlust breit.
Keine übellaunige „Null-Bock-Auf-Garnix“-Stimmung, auch kein weinerlicher Defätismus, mehr eine gar nicht so unangenehme Apathie, nach dem Motto „Ach, was soll ich denn heut´ irgendwas planen, das wird eh nicht so schön“.
Dann kommt noch irgendwelches anderes Zeug dazu, das man erledigt, und ehe aufraffen kann, wird´s auf einmal abend und die Dunkelheit zieht auf, und damit isses zu spät zum laufen.

So geschehen am Dienstag.
Und am Mittwoch.
Erst heute, am Donnerstag, hab´ ich dann doch irgendwie die Kurve gekriegt, indem ich die Trägheit überlistet habe – wenn man zu desinteressiert ist, um irgendwas zu planen und sich dann drauf zu freuen, dann lässt man das eben und läuft stattdessen einfach los.
Ein bisschen Lustlos, ohne Ziel oder Strecke, ohne Erwartungen und ohne allzuviel Enthusiasmus.
„Going through the motions“, nennt man das im Anglophonen.

Genau das hab´ ich heute gemacht.
Um kurz nach sechs uninspiriert in die Schuhe, ein bisschen uninspiriert gedehnt, und dann uninspiriert und ohne auch nur den leisesten Schimmer einer Idee, wo ich hinwollte („pffft, ist eh alles egal“) in den grauen, drögen Abend gestartet.

Den Rest des Beitrags lesen »

3-Landkreis-Tour: Erzhausen – Egelsbach – Mörfelden (15,5 km)

9. September 2009

Erst: Vorabendlicher Besuch im großen Möbelhaus in Weiterstadt an der A5 angesagt (das mit der stalinistisch anmutenden furchtbaren Monumentalarchitektur, über die ich mich schon früher mockiert habe – brrrrr…).
Dann: Abendlicher Lauf in der Ecke da oben. Wenn man schon mal da ist, und so…

Start: Irgendwo im großen Wald, an der Landstrasse zwischen Gräfenhausen und Mörfelden (L3113). Hier war ich vor einem Vierteljahr schonmal durchgekommen und konnte mich vage erinnern, dass da am Anfang eines Waldwegs neben der Strasse sowas wie ein kleiner Parkplatz gewesen war.
Den steuere ich also heute abend an.
Ich hab´ Glück, meine Erinnerung trügt nicht – am Ende der Hügelschneise (und damit an der äußerten Kante des erforschten Streckennetzes), direkt neben der L3113, finde ich das Dinge, steige aus, dehne ein bisschen, und renn´ dann gleich los.

Den Rest des Beitrags lesen »

Nordwestliches Weschnitztal mit Foto (16,8 km)

6. September 2009

Ok.
Die Woche bisher war nicht sooo prickelnd, da wollte ich mir zumindest zum Wochenabschluss noch mal was Nettes gönnen, zumal der heutige Sonntag mit strahlendem, frischen Spätsommerwetter begonnen hatte.
Keine 25 km mit 1000 HM, das wäre wohl (noch) nicht ganz das Richtige für meine immer noch etwas unwilligen Beine gewesen.
Aber zumindest was Nettes, für die Laune und fürs Auge, vielleicht einen 15er mit ein bisschen Auf und Ab und ein bisschen Was Neuem fürs Auge (und die Kamera), sowas in der Art.

Genau die richtigen Vorgaben fürs Weschnitztal: Das ist hübsch, nicht zu steil, weitgehend unerlaufen, und außerdem gibt´s persistente Stimmen unter der Stammleserschaft, die mich da ohnehin ständig hinbugsieren wollen… ;)
Also schnell eine schöne Route ausgesucht (es gab da schon mal eine Vorgeplante, aber die konnte ich nicht mehr finden), durch die Dörfer und Hügel am nordwestlichen Talrand und über den Bergtierpark in Erlenbach – wieder so ein Stück Kindheit, dass ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen habe, da freute ich mich ganz besonders drauf , die Laufschuhe geschnürt und nachmittags ins Weschnitztal aufgebrochen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Burg Frankenstein mit schweren Beinen (15,5 km)

2. September 2009

Mittwoch.
Zwei Tage Pause nach den läuferischen Strapazen des Wochenendes, eigentlich genug, also brech´ ich abends zum Laufen auf.

Hab´ mir was Unkompliziertes rausgesucht: Mal wieder auf die Burg Frankenstein zwischen Mühltal und Malchen, da war ich jetzt seit letztem Oktober nicht mehr, höchste Zeit, da oben mal wieder nach dem Rechten zu sehen.
Unkompliziert ist das ganze übrigens deshalb, weil ich die Strecke aus dem FF kenne, da sind keine Pläne oder Wegmarker nötig.
Aber ordentlich Höhenmeter sind´s trotzdem, und außerdem mindestes 15 km, mal sehen, wie das so klappt…

Den Rest des Beitrags lesen »

Bergtour in die Sommernacht: Neutscher Höhe und Beerbachtal (18,8 km)

28. Juni 2009

Gestern: Kleine Wanderung (eigentlich nur ein längerer Spaziergang, wir waren gerade mal etwas über 3 Stunden unterwegs) mit Freunden durch Rheinhessen und die Pfalz, danach gemütlicher Grillabend in wunderschöner Lage, auf dem Grillplatz am Warteturm über Albisheim an der Pfrimm, einem überaus hübschen Plätzchen, das ich letztes Jahr beim Laufen entdeckt habe (da sieht man´s endlich mal, dass das doch zu was nütze ist).

Heute: Der Tag danach, fühle mich matschig, kopfschmerzig, verkatert – was ok gewesen wäre, wenn ich wenigstens was getrunken hätte, aber bis auf vielleicht 0,4 l Weisswein, verteilt über den ganzen Abend, war ich trocken geblieben.
Kater ohne Suff, da merkste, dassde alt wirst…

Entsprechend war mir auch gar nicht nach laufen, zumal´s draußen unglaublich schwül und stickig war.
Aber bisher standen ja erst zwei Läufe und knapp über 30 km diese Woche zu buche, und ein bisschen mehr wollte ich dann doch noch erreichen.

Also hab´ ich mir am Abend, als meine dämmrigen Lebensgeister so langsam wieder erwacht waren, doch noch schnell eine Route zusammengesucht. Nicht zu kurz sollte es, um wenigstens noch die 40 Wochenkilometer vollzumachen. Aber auch nicht zu lang, so richtig gut war ich ja nicht drauf. Und in der Nähe, aber mit neuer Strecke, und am liebsten in Richtung Odenwald, weil ich da Lust drauf hatte und es da oben zweifellos weniger schwül und stickig sein würde als unten in der Rheinebene.

Am Ende suchte ich mir eine Strecke über die Neutscher Höhe und durchs Beerbachtal aus – an sich bekanntes Terrain, aber mit genug unerforschten kleinen Nebenwegen, um´s interessant zu machen.
Aufs genaue Ausmessen hab´ ich aus Zeitgründen verzichtet.
Ich schätzte die Tour einfach mal auf 10 bis 12 km, das klang genau richtig (und war ordentlich danebengeschätzt, wie sich später rausstellen sollte).

Den Rest des Beitrags lesen »