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Alles neu macht der Mai (?), oder: Was seitdem geschah

1. Mai 2012

Okay. Soviel zu den guten Vorsätzen.
Von Wegen “Blockrückstand aufholen” und wieder regelmäßig schreiben.
Hat offensichtlich überhaupt nicht geklappt.
Stattdessen die Todsünde des Bloggens: Monatelang gar nix geschrieben.
Pft. Nicht gut.

Aber irgendwie hat´s in den letzten Monaten auch nie so recht hingehauen mit dem Laufen und Bloggen.
Andere Dinge im Kopf, viel Arbeit, mieses Winterwetter, ständige Ortswechsel, eine Verletzungspause, ein immer größer werdenden Rückstand, wenig Lust und Fitness – ´ne lange Liste, und am Ende stehen dann Monate der absoluten Funkstille auf dem Blog.
Und soviel hat sich an der Liste jetzt auch nicht geändert, entsprechend stellt sich da schon die Frage, ob und wie das hier weitergeht.

Denkbar ist viel:

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The Times, they are a-changing…

20. Oktober 2010

Ich kann mich noch ganz gut an meine Tour am 1. Mai dieses Jahres erinnern:
Lauf im Weschnitztal, etwas unfit, doch trotz grauem, verregneten Wetter ist die Tour unterwegs immer besser geworden.
Bis dann nach knapp 10 km das hier passiert ist:

Gerade als ich das das Telefon wieder in der Gürteltasche verschwinden lassen und mich wieder auf den Weg machen will, sehe ich, dass noch eine Nachricht von gestern auf der Mailbox ist.
„Nanu“, denke ich mir, „wer kann mir denn da aufs virtuelle Band gesprochen haben? Das hör´ ich doch gleich mal ab!“

Keine gute Idee.
Damit ist der schöne Teil vom Lauf nämlich zu Ende.

Auf der Mailbox meldet sich eine freundliche Dame mit leicht norddeutschem Akzent und erklärt mir, dass sie im Auftrag eines potentiellen Arbeitgebers anruft, bei dem ich mich vor kurzem Beworben habe.
Und zwar nicht irgendein potentieller Arbeitgeber, es ist einer von den absoluten Oh-Mann-wenn-das-klappen-würde-wär-das-unglaublich-großartig-Arbeitgebern, zu denen jeder will, der im selben Metier wie ich Fuß fassen möchte.

Es gehe um meine Bewerbung, sagt sie, und ich soll doch bitte mal zurückrufen, ich könne sie bis Freitag 14:00 Uhr erreichen.

Freitag war gestern.

Freitag 14:00 Uhr ist fast 24 Stunden her.

Und ich höre die Nachricht gerade zum ersten Mal.
Folgerichtig hab´ nicht zurückgerufen!

Scheiße!
Scheiße!
OH SCHEISSE!

Meine Gedanken, die eben noch mit satten Hügelweiden und blühenden Obstbäumen und grünen Bergrücken unter rissigen Nebelwolken beschäftigt waren, kreisen plötzlich um ganz andere Dinge, von einem Moment auf den anderen hab´ ich gar keinen Kopf mehr für die Lauferei.

Rhythmus weg.
Muße weg.
Spaß am Laufen weg.

Dafür ist der Ärger wieder da, ein kalter, bleierner Klumpen in der Magengrube und im Kopf, der alles andere erstickt.
Ärger auf mich selbst („Warum hab´ ich das Dreckshandy nicht früher abgehört? Und warum hab´ ich da überhaupt noch eine Bewerbung mit meiner Handynummer verschickt, eigentlich hab´ ich die doch schon vor einiger Zeit aus genau so einem Grund aus Lebenslauf und Anschreiben getilgt?“), auf die freundliche Dame mit dem leicht norddeutschen Akzent, („Warum hat die denn nicht die Festnetznummer angerufen oder eine Mail geschickt, dann wär´ das alles nicht passiert!!“), auf die Situation („Prima, jetzt darf ich mich den Rest des Wochenendes ärgern und grübeln, bis ich am Montag morgen frühstmöglich zurückrufe“).
Garniert ist das Ganze noch mit einer gehörige Portion spontaner Unsicherheit („Warum rufen die überhaupt an? Normalerweise werden doch eher Briefe verschickt. Hab´ ich irgendwas schlimm falsch gemacht? Oder besonders gut richtig? Hab´ ich jetzt gerade eine Riesenchance vermasselt?“), et voilà – Matthias ist vollkommen von der Rolle.

Das ist inzwischen fast sechs Monate her.
Und in der Zwischenzeit ist viel passiert, auch mit dem Arbeitgeber, um den es seinerzeit ging:

Am Montag nach dem 1.Mai-Lauf hab´ ich dort angerufen und die Ungereimtheiten beseitigt.

Erfolgreich, denn einen Monat später hab´ ich die Aufgaben zur zweiten Bewerbungsrunde gekriegt.
Die hab´ ich gemeistert.

Zwei Monate danach bin ich zur dritten Bewerbungsrunde in Hannover eingeladen worden, komplett mit hartem Wissenstest und einem Tag Probearbeiten erstellen.
Das hat geklappt.

Und Mitte letzter Woche war ich dann in Hamburg, zur vierten und letzten Bewerbungsrunde, in der ich ein sechzehnköpfiges Gremium im Gespräch überzeugen musste, dass ich der Richtige für den Job bin.
Danach: Zwei Tage warten und hoffen und bangen.

Dann klingelt am Freitag Abend das Telefon.

Es ist wieder die freundliche Dame mit dem leicht norddeutschen Akzent, die mir vor fast einem halben Jahr zum ersten Mal auf die Mailbox gesprochen hat.

Und sie hat die beste Nachricht des Jahres für mich:
“Herzlichen Glückwunsch”, sagt sie, “falls Sie nichts Besseres vorhaben, sehen wir uns Anfang Februar in Hannover, wenn Sie Ihre neue Stelle bei uns antreten”.

Es hat geklappt!!!
Ich hab´ den Wunschjob beim Oh-Mann-wenn-das-klappen-würde-wär-das-unglaublich-großartig-Arbeitgeber, zu dem jeder will, der im selben Metier wie ich Fuß fassen möchte.

JAAAAAAAAAAAAAHAAAHAHAHAHAAAAAA!!!!!
antworte ich ihr.
Ziemlich laut und unbeherrscht.
Weil sich das so gehört, wenn man es tatsächlich geschafft hat, zu der Handvoll Leutchen aus Hunderten von Bewerbern zu gehören, die es am Ende geschafft haben.
Und weil es wirklich genau der Job ist, den ich mir seit Jahren wünsche.
Und weil´s endlich weitergeht.
Scheisegeil ist das, jawollja!!! :D

Seitdem verdaue ich die gute Nachricht.
Genüsslich, und mit einer Melange aus Erleichterung, Vorfreude und Stolz.
Wird noch ein bisschen dauern, bis ich damit durch bin, aber immerhin fange ich so langsam an, zu realisieren, was diese Entwicklung an Veränderungen mit sich bringen wird.
Nämlich viele!

Übrigens auch für den Laufblog.

Kurzfristig erstmal das hier:
Zum ersten Mal seit Monaten muss ich mir keine Sorgen machen, ob es wann wie weitergeht.
Klingt vielleicht nach nicht viel, aber tatsächlich ist es eine Riesenlast, die sich da auf einmal in Wohlgefallen aufgelöst hat.
Entsprechend hoffe ich natürlich, in den drei Monaten bis es losgeht vielleicht doch noch mal befreit und ohne schlechtes Gewissen durchstarten zu können und einfach mal wieder unbeschwert draufloszulaufen, wo ich will und wie ich will.
(wobei das natürlich auch vom Wetter abhängt: Angesichts der trüben Trauertage momentan fällt das doch etwas schwer). Mal schauen, wie das so klappt.

Und mittelfristig?
Da werd´ ich wegziehen.
Fort von Odenwald, Bergstrasse, Ried und Rhein-Main, weit in den Norden der Republik, wo das Land flach ist und die Menschen anders sind, und wo es ganz, ganz Neues viel zu entdecken gibt (und ein bisschen Altes zu vermissen. Aber das gehört nun mal dazu, denke ich).
Das wird sicher Einiges an Umgewöhnung erfordern (allein schon der Sprachduktus: “Schlachter” statt “Metzger”, “Sonnabend” statt “Samstag”, “Hamburch” statt “Hamburg” :D ), und wird zweifellos unglaublich spannend!
Da freu ich mich schon tierisch drauf.
Die Frage, ob und wie ich das ganze läuferisch und blogtechnisch verarbeite lasse ich allerdings nochmal offen.
Denn ich werd´ viel zu tun haben da oben zwischen Harz und Dänemark und Holland und Polen, sehr viel, und viel unterwegs sein.
Da müssen wir dann mal schauen, wieviel Zeit für den Sport und den Blog bleibt… ;)

M.

3 Jahre Laufblog!!!

1. Juli 2010

Erster Juli, das bedeutet Laufblog-Geburtstag!
Und weil wir heuer 2010 haben, ist es sogar schon der Dritte!
Ist das tofte oder was?!?

Ick freu´ mir ja so, ick könnt heulen:

Yaaaaay!!!! :D

Natürlich hab´ ich es mir zur Feier des Tages trotz Zeitmangels und Tropenhitze nicht nehmen lassen, einen ganz großen, schönen, anstrengenden Jubiläumslauf in die Fremde zu machen, mit Burgen, Schnitzeln und ganz vielen Fotos, weil sich das so gehört.

Bis der gepostet ist, dauert´s allerdings noch ein klein wenig, denn inzwischen bin ich schon wieder mehrere Laufberichte im Hintertreffen, die müssen erst noch abgearbeitet werden.

Aber zumindest Anmerken kann man die Sache mit dem Blog-Geburtstag ja schon mal… ;)

M.

Die Crux mit der Zeit…

12. Juni 2010

Ui.
Und schon wieder bin ich mit der blogtechnischen Aufarbeitung der letzten Laufwoche gut im Verzug (keine Angst kommt noch) und bereite zudem nur einen Abriß in gekürzer Form vor (morgen vielleicht?).

Da mag man sich so langsam schon mal Fragen:
Das ist eigentlich los mit der Bloggerei hier?
Das war doch auch schon mal prompter und ausführlicher, oder?

Richtig! Das war´s.

Aber im Moment ist es einfach (leider? glücklicherweise?) so, dass ich einem geregelten Tagwerk nachgehe.
Noch nicht der endgültige coole Job (an dessen Akquise ich noch arbeite), aber zumindest schon mal ein ordentliches Praktikum.
Das frisst Zeit, und zwar nicht zu knapp: 45 bis 50 Stunden Arbeit pro Woche, dazu noch knapp fünf Stunden Fahrt, das muss man erst mal in seine Tages- und Wochenplanung einbauen, besonders wenn man in den Monaten davor den Luxus einer etwas freieren Zeiteinteilung hatte – nicht, dass ich da nix zu tun gehabt hätte – aber ein bisschen weniger war´s schon (und das Meiste, was ich da so alles zu erledigen habe, hab´ ich ja immer noch zu erledigen, nur eben nun zusätzlich), und vor allem hatte ich da die Möglichkeit, mir alles so zu legen und zu schieben, wie´s am besten gepasst hat.

Da wird die Zeit für den Rest vom Leben auf einmal merklich knapper (und nein, das ist jetzt keine piensige Beschwerde, dass wir uns da nicht falsch verstehen, es tut nämlich auch ganz gut, mal wieder ein bisschen geregelt drauflos zu ackern).

Das Laufen selbst ist dabei gar nicht mal das Problem, da krieg´ ich ein Pensum von 50 oder so Wochenkilometern im Prinzip noch ganz gut unter, entweder nach Feierabend (ist ja lange hell) oder an den Wochenenden.
Geht scho´ irgendwie.

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Tour über den Tellerrand (mit Mitmachaufforderung)

27. Februar 2010

So, Kinners!
Der Winter ist zu Ende.
Kein Schnee mehr in Sicht, draußen riecht´s nach Frühling, die Tage werden wärmer und länger.
Schluss mit lustlosen Pflichtläufen bei drögen Trauerwetter oder Dunkelheit, Schluss mit vereisten Pisten und kniehohem Schnee, Schluss mit Frost und Kälte – ab jetzt wird wieder richtig gelaufen!!!!
Applausapplausapplaus, YAAAAY für uns alle undsoweiter!!! :D

Eine der besten Arten, in eine neue Laufsaison zu starten, besteht bekanntlich darin, dass man sich was vornimmt.
Deshalb haben der Hannes und ich uns letzte Woche mal kurzgeschlossen und genau das gemacht.
Rausgekommen ist dabei die Die Tour über den Tellerrand.

Die Idee ist ganz einfach: Jeder von uns hat sich einen Ort rausgesucht, zu dem er noch nie gelaufen ist, und der mindestens 40 Kilometer Luftlinie von unserem jeweiligen Zuhause entfernt ist - Hannes den Bungsberg in der holsteinischen Schweiz, ich das sagenumwobene Kaiserslautern jenseits des Pfälzerwaldes.
Und diese Orte werden jetzt erlaufen.
Etappenweise im Lauf des Frühlings und Sommers, Stück für Stück ins Unbekannte, bis die respektiven Ziele erreicht sind. Alles, was wir dabei sehen und erleben wird natürlich bestens dokumentiert, in Wort und Bild auf unseren jeweiligen Blogs.
Das wird richtig schön interessant und spannend!

Klingt gut, oder?

Sollte es auch, denn jetzt seid ihr dran.
Hannes und ich würden uns nämlich total freuen, wenn wir nicht die einzigen Läufer blieben, die dieses Jahr so ein Projekt angehen.
Wie wär´s, wollt ihr´s nicht auch mal versuchen?

Die “Regeln” sind ganz einfach:

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Aktualisiertes Streckennetz, Stand 26.01.10

26. Januar 2010

Heute bin ich irgendwie so ein bisschen deprimiert und niedergeschlagen – ein echter Durchhängertag mit viel Lust auf gar nix und viel Ärger über irgendwelchen drögen Kleinkram, für den man keinen Kopf hat.
Als Bonus gibt´s dazu noch einen Satz bleierner Müdigkeit mit einer Beilage aus leichtem aber konstanten Kopfschmerz.
Hrnä!
Und draußen ist es immer noch grau und kalt und traurig, das hebt meine Stimmung auch nicht gerade.

Da is´ nix mit Laufen, ich nutze die entsprechende Zeit lieber, um mich ein bisschen prokrastinierend in lethargischem “alles ist Mist”-Weltschmerz zu suhlen.

Macht aber ehrlich gesagt auch keinen Spaß.
Bin auch kein guter Suhler (blööö, nicht mal das kann ich…).

Deshalb versuch´ ich mich dann doch lieber, mich etwas aufzuheitern und mich mit was zu beschäftigen, wo ein paar schöne Erinnerungen dranhängen und woran ich mich so ein bisschen freuen kann – ich bastele ein Panorama-JPG von meinem aktuellen Streckennetz, ganz groß und mit allen Läufen der letzten zweieinhalb Jahre. Das sieht immer total cool und beeindruckend aus, und wenn ich es seh´, bin ich immer ein klein bisschen stolz. Genau das, was ich heute brauchen kann.
Außerdem ist das sowieso mal wieder fällig, denn die momentan auf der Frontseite verlinkte Streckennetz-Übersicht ist nun auch schon wieder fast ein halbes Jahr alt und folgerichtig nicht mehr ganz up-to-date.

Dabei raus kommt das hier:

Laufblog Streckennetz vom 26.01.2010

Eckdaten:
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Jahresabschlusspost 2009

1. Januar 2010

So.
Der 1.1. 2010 geht zu ende, damit ist 2009 wohl endgültig vorbei.
Zeit für den Kassensturz.
Und zwar ausnahmsweise mal in eher kurz, nur so zur Abwechslung (und weil ich keinen gaaanz langen machen mag)… :D

2009 = exzellentes Laufjahr.
Weil: Ich bin so weit rumgekommen wie nie zuvor, habe unglaublich viele spannende/schöne/interessante neue Orte, Landschaften, Geschichten endeckt.

Anfang des Jahres waren 163 Orte im Streckennetz.

Jetzt sind es 306.

143 neue Orte (natürlich samt umliegender Landschaft) in nicht mal 12 Monaten, entdeckt und erlebt auf ganz vielen großartigen, spannenden, faszinierenden Touren, oftmals in Gegenden, die ich noch nie zuvor besucht habe, teilweise nicht mal ansatzweise kannte – für sowas laufe ich, und im vergangenen Jahr hatte ich mehr davon als jemals zuvor:

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Von der angenehmen Freiheit, nicht laufen zu müssen…

29. Dezember 2009

Heute mittag war ich mal kurz in der Stadt, ein bisschen Weihnachtsgeld unters Volk bringen (mein Comichändler hat eine Familie zu ernähren, da muss man seine Verantwortung als Kunde ernst nehmen… ;) ).

Eigentlich wollte ich dabei auch gleich noch eine kleine Runde drehen, durch die bisher noch unerlaufen nördlichen Darmstädter Stadtteile. Die Strecke hatte ich schon fix und fertig geplottet (vom Steinbrücker Teich via Jagschloss Kranichstein und Dianaburg nach Arheilgen und durch Kranichstein zurück), das Plänchen war vorbereitet, die Laufklamotten bereit gelegt…

Einziges Problem: Sowas von gaaar keine Lust!!!
Draußen herrscht ein stockfinsterer, beschissener Tag, es regnet Bindfäden, dazu ein abscheulich eisiger Wind, die Welt ist grau und schlammig und nasskalteklig und einfach nur abgrundtief hässlich – allein der Gedanke, heute Laufen zu gehen (und dabei auch noch die schönen Ecken im nordwesten Darmstadts an so ein Mistwetter zu verschwenden) erfüllt mich mit Widerwillen und monumentaler Unlust.

Aber es muss halt mal sein, sag´ ich mir, immer dranbleiben, schließlich ist schon wieder Dienstag, da wird´s so langsam Zeit, und laufen ist halt nicht immer ein Wunschkonzert, manchmal muss man halt auch raus, wenn´s mies ist und man im Voraus weiss, dass man jede verdammte einzelne Sekunde hassen wird…
Oder?

Und dann sag´ ich mir: NÄ!
Weil, 2009 ist eh vorbei, meine 2000 Jahreskilometer hab´ ich runter, was ich erreichen wollte ist entweder erreicht oder es wird eh nix mehr in den letzten paar popligen Tagen – mal ehrlich, warum soll ich mich da auf Teufel komm raus noch zu einer ungewollten übellaunigen Misttour prügeln, wenn ich absolut keinen Bock hab?

Also lass´ ich´s ganz einfach bleiben.

Einfach so. Fällt überhaupt nicht schwer und tut auch gar nicht weh.
Keine erzwungene Ekeltour durch den nasskaltwindigschlammiggraudoofen Scheisstag, die Laufschuhe bleiben daheim, das Plänchen für später auf der Festplatte.

Stattdessen gönn´ ich mir einen entspannten, gemütlichen Nachmittag.
Bequem auf der Couch, mit heißem Tee und ´ner Decke über den Beinen und ein bisschen Beirut im Hintergrund, und natürlich mit viel gutem Lesestoff, wie dem neuen Joe Sacco (aufwühlend und brillant), Maurice Tillieux (magnifique) und den gesammelten Kurzgeschichten des großen Roald Dahl (delightfully twisted and clever).
Total nett, und ganz ohne schlechtes Gewissen oder das Gefühl, was verpasst zu haben. :)

Für den Darmstädter Nordosten und bleierne Selbsdisziplin (die ist so ähnlich wie eiserne Selbstdisziplin, aber schwerer und weicher) ist nächstes Jahrzehnt nämlich auch noch Zeit.

Und morgen schau´ ich dann einfach mal, wie´s um Wetter und meine generelle Laune bestimmt ist.
Wenn die passen, geh´ ich vielleicht laufen.
Und wenn nicht, dann eben nicht.
So einfach ist das zwischen den Jahren! ;)

M.

Unverhofft…

1. Dezember 2009

Schon spannend, was einem bei dieser Laufbloggerei so alles passieren kann.

Zum Beispiel neulich.
Da hat sich eine freundliche Dame hier auf dem Blog gemeldet und mich gebeten, doch mal mit ihr Kontakt aufzunehmen.

Hab´ ich natürlich gemacht. Bin ja schließlich neugierig.

Allerdings erstmal gaanz vorsichtig, ohne Nachnamen und so, man weiss ja nie, was einen erwartet..
Das Internet ist nämlich ein Dschungel voller Verrückter, zwielichtiger Gestalten und moralisch bankrotter Abmahnanwälte, da passt man besser auf, jawollja! :D

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Kurzer Vergleich

14. November 2009

Mitte November 2008

Mitte November 2009

Ok, it´s official: This one DOES suck bollocks!
Hard!!

Hrm.

M.

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