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		<title>Laufblog</title>
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		<title>Rheinhessen unter grauen Wolken: Ober-Flörsheim &#8211; Flomborn &#8211; Eppelsheim &#8211; Gundersheim (12,3 km)</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 22:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 10 km & < 15 km]]></category>
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		<description><![CDATA[Ok, über den Lauf vom Freitag lass´ ich mich mal nicht zu genau aus &#8211; häßlicher Tag, war mir todsicher, dass ich nicht starten will, aber am Ende bin ich dann doch los. Mit viel frischem Koffein im Blut (= großer Pott Kaffee kurz vor dem Start) und ordentlich Brass im Bauch (= weil´s so [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6999&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ok, über den Lauf vom Freitag lass´ ich mich mal nicht zu genau aus &#8211; häßlicher Tag, war mir todsicher, dass ich nicht starten will, aber am Ende bin ich dann doch los. Mit viel frischem Koffein im Blut (= großer Pott Kaffee kurz vor dem Start) und ordentlich Brass im Bauch (= weil´s so grau und blöd und eklig ist und die Lauferei keinen Spaß machen will).<br />
So ist dann ein Neuner im Wald hinterm Haus draus geworden, gnadenlos auf Tempo, und so sehr unter Strom und brutal anstrengend, dass am Ende alles weh getan hat.<br />
Nicht schön, aber irgendwie vielleicht ein bisschen kathartisch &#8211; und mehr gibt´s dazu nicht zu schreiben (gut, ich könnte noch erwähnen, wie ich aus reiner Gehässigkeit einen Mountainbiker den Pürschweg zum Melibokus hochgescheucht habe, mit brennenden Beinen und brennenderen Lungen im höchstmöglichen Tempo, nur damit der sich ebenfalls abstrampeln und ein bisschen weh tun muss, um mich auf Distanz zu halten &#8211; aber das war kleinlich und fies, deshalb lass´ ich es lieber.<br />
Ups&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Was uns zum Samstag bringt.<br />
Der war auch nicht schön.<br />
Grau und dämmrig und feucht und schlammig und irgendwie leblos.<br />
Das Übliche eben&#8230; </p>
<p>Aber ich war sowieso drüben in Rheinhessen, also bin ich da auch gleich laufen gegangen.<br />
Mit relativ guter Laune, trotz des depri-Wetters.<br />
Neue Strecken in der Fremde erlaufen, das muntert mich fast immer auf&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  </p>
<p><span id="more-6999"></span><br />
Als Startpunkt hatte ich mir heute mal keinen Ort ausgesucht, sondern einen kleinen Parkplatz zwischen den weiten, braunen Feldern, der auf der Anhöhe nordwestlich von Flörsheim-Dalsheim an der B271/Wormser Str. liegt.<br />
Bin ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/02/14/sonne-uber-rheinhessen-florsheim-dalsheim-bermersheim-mit-foto-107-km/">letzten Februar schon mal vorbeigekommen, an einem schönen Vorfrühlingstag</a>, heute wollte ich da ansetzen und weiter nach Nordwesten vordringen, einfach mal weiter nach Rheinhessen rein in Richtung Alzey (das würde ich heute nicht erreichen, aber hey, vielleicht ja irgendwann mal demnächst&#8230;).</p>
<p>Als ich ankam, regnete es nicht.<br />
Naja, zumindest nicht viel &#8211; ein bisschen Nieselregeln aus der bleigrauen, tiefhängenden Wolkendecke, die sich geschlossen und tief über die Weite spannte, besser als nix&#8230;</p>
<p>Und los. Nordwestwärts, an der B271, die hier keine breite, gut ausgebaute Bundesstrasse ist, sondern nur eine schmale, zweispurige Provinzlandstrasse.<br />
Eigentlich hätte hier ein Radweg sein sollen, oder wenigstens ein Seitenstreifen, eben irgendwas, auf dem man sich als Läufer halbwegs sicher fühlen kann.<br />
Das hatte zumindest meine vage Erinnerung von meinem ersten und einzigen Besuch vor 9 Monaten gemurmelt, als ich die Strecke ausbaldowert hatte.<br />
Dummerweise hatte sich meine Erinnerung geirrt.<br />
Kein Radweg, kein Seitenstreifen, nur die beiden schmalen Fahrbahnen selbst.<br />
Eigentlich logisch, Rheinhessen ist dünn besiedeltes Landwirtschaftsgebiet, kein Läufer- oder Fahrradland &#8211; hier sind Radwege selten, Wanderwege praktisch nichtexistent&#8230;</p>
<p>Und ich hatte mir damit gleich zu Anfang fast 2,5 km AUF der Bundesstrasse eingebrockt, mit nur einem schmalen, räudig-holprigen Rasenstreifen neben dem Asphalt, auf den man notfalls ein paar Schritte ausweichen konnte.<br />
Und das in Rheinhessen, wo die meisten Einheimischen Autofahren wie die sprichwörtliche gesengte Sau&#8230;<br />
Hrm. </p>
<p>Na gut. Ging halt nicht anders.<br />
Nordwestwärts durch den Nieselregen, im fahlen Halblicht unter den grauen Wolken in die Weite. </p>
<p>Visualisieren wir noch mal kurz das südliche Rheinhessen:<br />
Hügel, so weit das Auge reicht.<br />
Keine kleinen, runden Hügelchen, sondern riesige, langgezogene Plateaus, nicht hoch aber oftmals viele Quadratkilometer groß.<br />
Auf diesen Plateaus: Fast nichts.<br />
Keine Orte, keine Bäume (Weniger als 5% von Rheinhessen sind mit Wald bedeckt &#8211; fast nichts), selbst Hecken sind Mangelware.<br />
Nur Felder, Felder, Felder, Felder.<br />
Und hin und wieder mal eine Ansammlung von turmhohen weissen Windkraftanlagen, die ihre gewaltigen Rotoren in die fast beständig gehende Brise halten.<br />
Darüber: Ein offener, immenser Himmel, der irgendwie weiter und höher erscheint als in den umliegenden Landstrichen.<br />
Zwischen den Hügeln ziehen sich Netzwerk aus flachen Tälern und Dellen entlang, in denen die rheinhessischen Orte liegen, uralte kleine Weindörfchen, an denen die Zeit oftmals spurlos vorbeigegangen zu sein scheint. Kaum Industrie und Gewerbegebiete, dafür Kirchen und unzählige Weingüter und alte Häuser aus grobem Naturstein, umgeben von Rebenhängen, die sich die flachen Talwände hinaufziehen und schließlich an den Rändern der Hügelplateaus enden. </p>
<p>Rheinhessen ist Weite. </p>
<p>An sonnigen, klaren Tagen ist es wunderschön hier draußen, unbeengt, hell und freundlich, mit einer oftmals wunderbaren Fernsicht über das Hügelmeer hinweg bis in die angrenzenden Landstriche, nach Hessen, Baden, und in die Pfalz. </p>
<p>An dämmrigen, trüben Herbst- und Wintertagen jedoch, wenn das Licht schwach ist, und die Felder braun und stopplig, und die Wolken schwer und tief und dunkel über den Hügeln liegen, wirkt die Landschaft hier draußen bedrückend, fast schon ein bisschen bedrohlich, zumindest wenn man &#8211; wie ich &#8211; die waldreicheren und dichter besiedelten Gebiete jenseits des Rheins gewöhnt ist:<br />
Nun verliert man sich im Nichts, vor allem mitten auf den Plateaus, von wo aus man nicht in die Täler schauen kann. Das Auge findet keinen Halt in der graubraunen Leere, von oben drückt der weite Himmel auf einmal mit gnadenloser Schwere auf einen herab, man fühlt sich einsam, winzig in grauen, endlosen Weite&#8230;</p>
<p>Heute war einer dieser dämmrigen, trüben Herbsttage, entsprechend lag eine gedrückte, seltsame Stimmung über den Hügeln, die mir aber in ihrer unaufdringlichen, weiten Trostlosigkeit eigentlich gut passte &#8211; konnte man sich so ein bisschen drin verlieren und treiben lassen, allemal besser als ein lebloser, bleierner Tag der sich nach gar nichts anfühlt&#8230;</p>
<p>Ich lief die Strasse entlang.<br />
Schnell, wegen dem guten Untergrund, wegen dem Nieselregen, und vor allem auch, weil ich das Stück hinter mich bringen wollte.<br />
Immer wieder brausten Autos vorbei, laute Reifen auf grobem Asphalt, immer wieder musste ich ein paar Schrite durch den tückisch-weichen Grasstreifen neben der Fahrbahn machen.<br />
Wenn man von der unmöglichen Laufsituation absieht, war´s hier aber eigentlich ganz hübsch &#8211; neben der Strasse eine Art Allee aus alten Bäumen, und nach links hatte man über das gewaltige Plateau nördlich des Zellertals hinweg sogar ein bisschen Fernsicht runter nach Süden, auf die Berge der nördlichen Haardt (die mir dank dem <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weg nach Frankreich</a> inzwischen Stück weit vertraut sind) und die Rheinebene bis hinunter zum Südrand der Bergstrasse und dem Anfang des Kraichgaus, die unter dem Wolken in einem seltsamen Schwefelgelb herüberleuchteten (wahrscheinlich schien da unten die Sonne&#8230;). </p>
<p>Etwas einen Kilometer nach dem Start durch eine kleine Bodensenke, dann wieder bergauf, bis ich schließlich den Südrand des Örtchens <a href="http://www.ober-floersheim.de/home.htm">Ober-Flörsheim</a>, das auf einem kleinen Buckel über einer flachen Taldelle sitzt. </p>
<p>Geradewegs die Wormser Str. hinunter, bis zum alten Rathaus, vor dem ein markantes Kriegerdenkmal steht, auf dem eine <a href="http://static.panoramio.com/photos/original/5945779.jpg">fahnenschwenkende, schwertschwingende Soldatskulptur mit gesträubtem Schnurrbart und anachronistischem Patriotismus an &#8222;den glorreichen Feldzug 1870/1871&#8243; erinnert</a> (übrigens gestiftet von einem Herrn aus Milwaukee, Wis., das hielt ich für ein interessantes Detail&#8230;). </p>
<p>Hier grob weiter geradeaus, die Weedengasse hinunter, vorbei an einem kleinen Platz mit einer etwas spillerigen &#8222;Deutschen Eiche&#8220; (gepflanzt am Tag der Wiedervereinigung im Oktober ´90) zum Nordende des Dorfes, wo ein geschwunger Weg zu eine Fußgängerbrücke über die L386 führte, an deren anderem Ende ich bereits das nächste rheinhessischen Örtchen wartete, nämlich das kleine Dorf <a href="http://www.flomborn.de/">Flomborn</a><br />
(wobei hier eigentlich fast alle Dörfer klein sind. Mein Heimatort hat 4500 Einwohner, und ich hab´ ihn immer als Dorf gesehen. Hier draußen wäre er fast schon eine Kleinstadt&#8230;).</p>
<p>Auch hier: Immer geradeaus durch, nordwärts.<br />
Neubaugebiet östlich des Ortskerns, eine Schule, Einfamilienhäuser, mehrere Sportplätze, dabei leicht abwärts, dann über die quer verlaufenden Langgasse und auf dem Mühlenweg am Friedhöfchen vorbei aus Flomborn hinaus, ins rebenbegrünte (bzw. angesichts der Saison eher rebenbebräunte) flache Tal des Altbachs.<br />
Am Wegesrand ein paar schöne alte Höfe und Mühlen, dann über den Bach, dahinter gleich wieder ein bisschen aufwärts die andere Seite der Taldelle hoch.</p>
<p>Das fiel mir übrigens gar nicht so leicht, da machten sich sowohl die gestrige Tempotour durch den Wald als auch die zügige Geschwindigkeit der bisherigen heutigen Tour  bemerkbar &#8211; Beine etwas unwillig in den Steigungen, fühlten sich ein bisschen spaghettihaft an. Aber dank Nieselregen und der Tatsache, dass ich nachher noch verabredet war, ignorierte ich das einfach mal&#8230;</p>
<p>Ging nicht lange bergauf, dann erreichte ich die Fahrstrasse am Flomborner Weg, kurz darauf den <a href="http://www.eppelsheim.de/index.php?id=29">Bahnhof von Eppelsheim</a> samt Brücke über die A61 &#8211; die hier draußen irgendwie noch ein bisschen fremdkörperiger wirkte, als das Autobahnen ohnehin schon tun &#8211; und direkt danach <a href="http://www.eppelsheim.de/index.php?id=3">Eppelsheim</a> selbst.<br />
(Hier sieht man übrigens mal, wie das in Rheinhessen funktioniert: Das Land ist zwar verhältnismäßig dünn besiedelt, aber da sich fast alle Orte in den Tälern drängen, ist es meist nicht besonders weit ins Nachbardorf).</p>
<p>Auch hier noch ein Stück nach Norden, auf der Bahnhofstr. in Richtung Ortskern. Wieder mal schöne alte Häuser, links zog eins mit einem tollen altmodischen Lattenzaun vorbei, das genau so wie es dastand auch ins Jahr 1909 passen würde. Das gefiel mir total gut (wenn mehr Häuser in deutschen Orten so aussehen würden, als ob sie genau so ins Jahr 1909 passen, dann wäre es hübscher bei uns&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>300 m., dann ging´s ab bevor ich den Dorfkern erreiche, rechts in die Wormser Str.<br />
Das tut mir übrigens schon ein bisschen leid (wie auch schon in Ober-Flörsheim und Flomborn), denn aufgrund von Witterung und Zeitdruck lief ich einfach nur durch die Orte durch, ohne mich genauer umzusehen. Keine Zeit und keine Muße für solche Dinge wie das <a href="http://www.eppelsheim.de/index.php?id=29">Dinotherium-Museum</a>, <a href="http://www.swr.de/swr4/rp/-/id=233378/nid=233378/did=4963522/16d1nv3/index.html">den Effenkranz</a> oder diversen alten Wehrtürme, Mauerreste und Kirchen, von denen es in unmittelbarer Nähe der heutigen Strecke eine erkleckliche Menge gab.<br />
Tja, vielleicht ein Andermal&#8230;</p>
<p>300 m. die Wormser Str. nach osten, dann links die Albert-Schweitzer-Str. runter (Neubaugebiet, hier sah kein Haus so aus, als ob es genauso auch im Jahr 1909 stehen könnte. Pfff&#8230;) und schließlich auf einem echten Fahrradweg (mit Fahrradweg-Schild und so. Meine Herren! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) an der mit dichte Hecken bewachsenen Rinne des Bottenbachs (der kein Wasser führte) ostwärts aus Eppelsheim hinaus. </p>
<p>Nach ein ca. 300 Metern zog links im Weinhang mit den <a href="http://www.eppelsheim.de/index.php?id=49">Eppelsheimer Kalköfen</a> eine weitere kleine lokale Sehenswürdigkeit vorbei, die ich mir an einem sonnigen Sommertag mit mehr Zeit auf jeden Fall genauer angeschaut hätte, nach insgesamt knapp 1,2 km und ein paar Kurven erreichten der Radweg und ich dann die K29 unterhalb von Hangen-Weisheim, an der wir die A61 unterquerten und auf der anderen Seite der Autobahn weiter geradeaus, zwischen ein paar einzelnen Höfen hinunter ins Tälchen des Altbachs, dann auf der anderen Seite aufwärts, auf der langen, flachen Hügelflanke durch die Felder hoch in Richtung Gundersheim. </p>
<p>Puha.<br />
Ich war ja heute mit einem Ausgedruckten Internetstadtplan unterwegs, da´s keine anständigen Wanderkarten für Rheinhessen gibt (bzw. ich noch keine gefunden habe).<br />
Der funktionierte auch prima, allerdings hatte er keine Höhenlinien.<br />
Da weiss man vorher nie so recht, was einen erwartet&#8230;</p>
<p>Die Steigung hoch nach Gundersheim z.B.<br />
Gar nicht mal steil, aber doch schon recht lang. Und mit offenen Feldern, deshalb gab´s als Dreingabe auch gleich noch einen steife, wässrige Brise von schräg vorne, die so richtig schön die Brille zunieselte und ein bisschen Extra-Widerstand leistete. </p>
<p>Gar nicht mal ohne, dank gestriger Anstrengung und heutigem Tempo (war immer noch sehr zügig), ging mir hier so langsam die Puste aus.<br />
Ein bisschen peinlich angesichts der nicht besonders virulenten einstelligen Steigungsprozente, aber so war´s halt.<br />
Gut, dass ich immer mal wieder anhalten musste, um meine beschlagenen und wasserblinden Brillengläser mit den in weiser Voraussicht eingepackten Taschentüchern zurück in den Zustand ansatzweiser Transparenz zu wischen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Über ein halber Kilometer gegen Wind, Nieselregen und Minimalsteigung aufwärts, dann erreichte ich den Ortsrand der &#8222;Rotweingemeinde&#8220; <a href="http://www.gundersheim.de/index.html">Gundersheim</a>, dem ich auf der Poststr. nach rechts folgte, an ein paar Häusern und vielen Weinbergen über dem Dorf entlang. Schöner Blick nach Osten, über Gundersheim hinweg auf die Rheinebene, hinter der schemenhaft die Bergstrasse samt meinem Hausberg Melibokus zu erkennen war.</p>
<p>450 m. Poststr., dann kurz vor dem Bahnhof rechts hoch, auf einem Pflasterweg kurz durch den Weinberg, dann auf einer kleinen Brücke über die Bahntrasse auf die gegenüberliegende Hügelflanke oberhalb des Dorfes.</p>
<p>Kurz danach dann rechts, auf der Verlängerung des Weges &#8222;Am Kalkofen&#8220; durch die öden, graubraunen Felder an der Hügelflanke oberhalb des Wäschbachtals 800 m. westwärts, dann auf Höhe des Münch-Bischheimer-Hofs links und geradewegs den Hügel hinauf. </p>
<p>Bisher hatte ich mit dem Untergrund Glück gehabt, war eigentlich immer auf Asphalt oder guten Wegen gelaufen.<br />
Damit war jetzt Schluß: Von Traktorreifen zerwühlter Feldweg zwischen den Rübenäckern, bestens ausgestattet mit diesem ganz besonderen Rheinhessessichen Schlamm, <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_1033.jpg">den ich bereits im Februar kennengelernt habe</a>, und der bei feuchter Witterung (so wie heute) die Trittfestigkeit von Schmieröl mit der Anhänglichkeit von frischem Sekundenkleber verbindet. </p>
<p>Gar nicht so einfach, so einen Hügel hochzulaufen, wenn man bei jedem Schritt gleich wieder ein bisschen zurückschliddert und aufpassen muss, nicht mit dem schwitzigen Antlitz voran in die Pampe zu stürzen, während sich gleichzeitig kiloschwere Dreckteller an den Schuhen bilden, die man nirgendwo abstreifen kann (weil alles gleich weich und schlammig ist). </p>
<p>Aber immerhin, mal was Neues, ist auch nicht verkehrt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach vielleicht 250 war ich schon relativ weit oben, also gönnte ich mir eine kurze Pause, in der ich versuchte, zumindest einen Teil der geschätzten halben Tonne Muttererde, die es sich inzwischen an meinen unteren Extremitäten bequem gemacht hatte, mit Hilfe eines Taschentuchs zu entfernen.<br />
Übrigens weitgehend erfolglos.<br />
Dafür gab´s aber noch mal einen schönen Blick, über das flache Tal hinweg auf dem nächsten Hügel, auf dem sich ein wahrer Wald aus Windkraftanlagen fröhlich in der Brise drehte.<br />
Kurzes rattern hinter der Stirn, dann ging mir auf, dass das der Windpark vor Alzey sein muss, den ich an klaren Tagen in der Sonne schimmern sehen kann, wenn ich aus meinem Wohnungsfenster gucke.<br />
Unverhofft ein bekanntes Geländemerkmal aus frischer Perspektive, das freute mich irgendwie total.</p>
<p>Und weiter geradeaus, den schlammigen und gaanz leicht ansteigenden Feldweg hoch, dann direkt am Naturschutzgebiet &#8222;<a href="http://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/region/orte/orte-g/gundersheim/sehenswuerdigkeiten/kalksteinbrueche.htmlhttp://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/region/orte/orte-g/gundersheim/sehenswuerdigkeiten/kalksteinbrueche.html">Kalksteinbrücke Rosengarten</a>&#8220; entlang, das wie eine kleine, strauchige Oase inmitten der unendlichen Äcker auf dem Hügelrücken sitzt.<br />
Auch hier schaute ich nur mal kurz rein, <a href="http://static.panoramio.com/photos/original/16225432.jpg">schroffe helle Felsklippen</a> inmitten des Hügels, sah hübsch aus, mit mehr Zeit und Sonne wäre das sicher interessant gewesen&#8230;</p>
<p>Direkt nach dem NSG rechts, bis an den Rand der ersten Ober-Flörsheimer Weinlagen, dort dann noch etwas über einen Kilometer nach Süden, zwischen Reben und den beunruhignd weiten leeren Feldern auf dem Hügelplateau zurück an die B271, an der ich kurz darauf den Ausgangspunkt der heutigen Tour und damit das Ziel erreichte &#8211; furchtbar eingeschlämmt und durchgenässt, aber trotzdem deutlich zufriedener als nach meinen letzten Touren.</p>
<p>Rheinhessen ist interessant, selbst bei drögem Dreckswetter (wenn auch nicht so spannend wie bei undrögen Nichtdreckswetter!!!).<br />
Weil´s kein klassisches Läuferland ist, und deshalb ein paar besondere Herausforderungen mit sich bringt.<br />
Weil´s nahe an zuhause liegt und trotzdem ganz anders ist.<br />
Weil hier die Uhren manchmal noch ein bisschen anders zu gehen scheinen.<br />
Und weil´s hier hübsch ist und noch viel zu entdecken gibt. </p>
<p>Bloß die vielen verpassten lokalen Sehenswürdigkeiten wurmen mich ein bisschen.<br />
Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben&#8230;</p>
<p>Strecke: 12,3 km<br />
Zeit: 1:08 h (= 10,85 km/h bzw. 5:32 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 98,05% (12,06 km von 12,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/11/oberflorsheim-flomborn-eppelsheim-gundersheim.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/11/oberflorsheim-flomborn-eppelsheim-gundersheim.jpg?w=150&#038;h=109" alt="OberFlörsheim-Flomborn-Eppelsheim-Gundersheim" title="OberFlörsheim-Flomborn-Eppelsheim-Gundersheim" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-7002" /></a></p>
<p>M.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laufblog.wordpress.com/6999/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laufblog.wordpress.com/6999/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laufblog.wordpress.com/6999/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laufblog.wordpress.com/6999/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laufblog.wordpress.com/6999/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laufblog.wordpress.com/6999/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laufblog.wordpress.com/6999/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laufblog.wordpress.com/6999/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laufblog.wordpress.com/6999/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laufblog.wordpress.com/6999/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6999&subd=laufblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Flachland zwischen den Autobahnen: Erst trüb, dann schön, dann dämmrig (11,9 km)</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/05/flachland-zwischen-den-autobahnen-erst-trub-dann-schon-dann-dammrig-119-km/</link>
		<comments>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/05/flachland-zwischen-den-autobahnen-erst-trub-dann-schon-dann-dammrig-119-km/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 22:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 10 km & < 15 km]]></category>
		<category><![CDATA[Bickenbach]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://laufblog.wordpress.com/?p=6983</guid>
		<description><![CDATA[Ach du je!
Schon Donnerstag, und ich war seit letztem Samstag nicht mehr laufen.
Und das auch noch ohne echten Grund!!
Entweder war nicht so richtig Zeit, oder das Wetter war so häßlich, dass Laufen irgendwo total sinnlos erschienen ist. 
Heute ist es eigentlich auch nicht besser, ganz grau und trüb und traurig, zumindest bei uns (einer der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6983&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ach du je!<br />
Schon Donnerstag, und ich war seit letztem Samstag nicht mehr laufen.<br />
Und das auch noch ohne echten Grund!!<br />
Entweder war nicht so richtig Zeit, oder das Wetter war so häßlich, dass Laufen irgendwo total sinnlos erschienen ist. </p>
<p>Heute ist es eigentlich auch nicht besser, ganz grau und trüb und traurig, zumindest bei uns (einer der Nachteile [zumindest an einem Tag wie heute], wenn man gaanz leicht erhöht am Rand der Rheinebene wohnt: Man kann weit schauen.<br />
In die Pfalz, nach Rheinhessen und hoch zum Rheingau und dem Taunus.<br />
Und da scheint heute überall strahlende Sonne. Ich seh´s ganz genau!<br />
Dabei wissen diese verflixten Auswärtigen das doch gar nicht zu schätzen. Pöööh!).</p>
<p>Außerdem fühl ich mich schlaff und tranig und Kopfweh hab´ ich auch.<br />
Aber es ist halt schon Donnerstag&#8230;<br />
Ngnääääää-ä!<br />
Ach, na gut, geh´ ich eben&#8230;</p>
<p><span id="more-6983"></span><br />
Strecke?<br />
Pff, keine Ahnung. Irgendwas. Irgendwo. Flach, nicht zu weit weg, unkompliziert, will nicht zu sehr drüber nachdenken.<br />
Am Ende entscheide ich mich für die Rübenäcker zwischen der A5 und der A67, die sind an grauen, halblichtigen Herbsttagen oft besonders deprimierend, so ein bisschen gepflegter Masochismus passt mir heute gut in den Kram. </p>
<p>Start am Bickenbacher Bahnhof.<br />
Himmel: Grau.<br />
Licht: Fahl.<br />
Temperatur: Der Tag sieht kalt aus, ist es aber nicht: 10°, für November ist das wohl ok.<br />
Wind: Ja.<br />
Stimmung: Meh. </p>
<p>Das Loslaufen enttäuscht mich etwas.<br />
Eigentlich hab´ ich fest damit gerechnet, dass es superscheisse läuft, aber eigentlich klappt´s prima. Fühlt sich fast gut an.<br />
Da muss ich wohl noch ein bisschen an meiner schlechten Laune arbeiten.<br />
Aber immerhin geben sich wenigstens die Kopfschmerzen Mühe und wummern bei jedem Schritt ordentlich hinter meiner rechten Schläfe.<br />
Die wissen wenigstens, wie man einen miesen Tag zelebriert. </p>
<p>Unterführung unter den Bahnschienen durch, dann durch´s Bickenbacher Gewerbegebiet.<br />
Das ist selbst an schönen Tagen keine Augenweide, heute hat´s den grauen Charme einer betongewordenen Herbstdepression.<br />
Gaah.<br />
Gut so, genauso will ich das, gib´s mir nur so richtig dreckig, Welt! </p>
<p>Rechts (&#8222;Am Stellwerk&#8220;), dann links auf die Berta-Benz-Str. und raus in die bräunlichdüsteren Felder neben der A5, die erfreulich unerfreulich im klebrigen südwestwind Wind herüberdröhnt.<br />
Bin nicht der Einzige, der heute unterwegs ist, auf der anderen Strassenseite gurkt ein Radfahrer nordwärts. Als er mich sieht, schlenkert er kurz und fragt mich dann, wo´s zum &#8222;Är-len-sää&#8220; geht (er redet leicht schnarrend und betont seltsam, wohl ein Auswärtiger. Klingt leicht schwäbelnd, die arme Seele, die können ja nach eigener Aussage nicht mal Hochdeutsch&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ).<br />
Ich erklär´s ihm kurz , ist ja nicht schwer und ich will ja auch da hin, da kennt man den Weg.<br />
Immer nett, jemandem unterwegs helfen zu kön&#8230;<br />
MOOOMENT MAL!<br />
Was soll denn auf einmal dieses warme &#8222;Gute Tat&#8220;-Vollbracht-Gefühl da drinnen, das will ich heute aber gar nicht.<br />
Und die Kopfweh sind mir inzwischen auch noch abhanden gekommen, am Start warense noch da, jetzt sindse gerade irgendwie weg. </p>
<p>So ein Mist, wie soll man denn da bitte einen gaaanz miesen Lauf hinlegen???? </p>
<p>Na gut, muss ich halt so versuchen, das Schlimmste draus zu machen.<br />
Kurz weiter nordwärts neben der Umgehungsstrasse entlang (ahh, ein tiefergelegter Prollo-Golf mit getönten Scheiben und wummernden Bässen, der deutlich zu schnell fährt. Sehr gut, das senkt meine Laune wieder deutlich), nach 400 m. links und durch den blockigen Tunnel unter der Autobahn durch.<br />
Auf der anderen Seite: Links Rollrasen, rechts etwas räudiger Jungwald (Hm. &#8222;Räudig&#8220;. Ein schönes Adjektiv, das muss ich mir merken&#8230;). </p>
<p>Und geradeaus, am Erlensee entlang, auf der gelben 2 durch das Wäldchen am Südufer. Nichts los, das Wasser rechts zwischen den Bäumen liegt laubbedeckt und ölig im grauen Nachmittagslicht, nur hin und wieder quackt eine Ente oder bläst ein Bläßhuhn (oder wasauchimmer die für Geräusche machen).<br />
Oh, und der auswärtige Radfahrer kommt mir entgegen, offenbar hat er also hergefunden (Ruhe, du blödes warmes Gute-Tag-Gefühl, nur weil der Mann uns nochmal freundlich zunickt, heisst das nicht, dass du dich jetzt breitmachen darfst!).   </p>
<p>Am westlichen Seeende geht´s am verwaisten Kiosk vorbei und über den öden Parkplatz (aah, verwaist, öde, es kommt wieder, ich merk´s) runter auf den asphaltierten Radweg 28, der eewig lang durchs Niemandsland nach Westen in Richtung Gernsheim führt.<br />
Sehr gut, denke ich mir, das wird sicher ganz furchtbar, unendliche Geraden durch leere Äcker unter grauem Himmel, das wirkt eigentlich immer..</p>
<p>Heute allerdings nicht.<br />
Irgendwie sind die Äcker gar nicht so leer, da gibt´s noch rostbraune Spargelbüsche und irgendwelches grünliches Gemüse und gepflegten Rollrasen, und in der Ferne kann man den Taunus erkennen, und geradeaus die weissleuchtenden Windräder im fernen Rheinhessen.<br />
Und die Turmwolken am Himmel sind eigentlich auch gar nicht so übel, fast schon imposant, mit ein bisschen samtigem Blau und Schwarz und Purpur, das macht schon was her. Und außerdem wird´s da vorne immer heller, die Sonne sinkt so langsam abwärts, in Richtung der Lücke zwischen Wolkendecke und Horizont, das strahlt richtig.<br />
Selbst die Gerade will sich nicht so recht ziehen, eigentlich läuft´s gerade richtig gut&#8230;</p>
<p>750 m. geradeaus, am Hartenauer Hof vorbei, dann kommen links die renaturierten Auen des Landbachs in der Schilflache, mit viel Wasser zwischen hohen Schilfdickichten und leicht knorrigen Sumpfbäumen, auf den die Graureiher hocken und zu mir rüberglotzen. Als dann auch noch eine zottige Kuhherde vorbeizieht, die am Rand des Brachlandes steht und weidet, ist das eigentlich schon&#8230;<br />
&#8230;grg&#8230;<br />
&#8230;rrrhichtig hübsch. </p>
<p>Ja, ok, ich hab´s geschrieben: Es ist hübsch.<br />
Na und, das will noch gar nicht heißen, das kann trotzdem immer noch ´ne richtig schön-schreckliche Tour werden, wartet´s nur ab.<br />
Da ändert auch der verirrte freundlich Herr mit dem alten VW-Bus nichts, dem ich den richtigen Weg weise, oder die einzelne zottige Kuhherdenkuh, die außerhalb des Zauns neben der Schlilflache auf dem Weg steht, und so viel Angst vor mir hat, dass ich einen großen, langsamen Bogen um sie machen muss, damit ich sie nicht für den nächsten Kilometer vor mir hertreibe&#8230;</p>
<p>Am Ende der Schilflache macht der Radweg 28 eine gaanz leichte Kurve nach Süden, und führt dann schnurgerade durch die Felder, bis zum Neuhof an der Autobahnbrücke nach Allmendfeld.<br />
Hier passiert´s.<br />
Die Sonne sinkt unter die Wolken. </p>
<p>Plötzlich ist alles Licht. </p>
<p>Das schwere, satte, rostrote Abendlicht, das es nur zu dieser Jahreszeit geben kann, flutet von Westen in Rheinebene hinein, ganz schräg unter der Wolkendecke hindurch, und direkt von vorne. Legt sich über die Felder, die nun schimmern, fängt sich in den nunmehr strahlenden Hecken und Wäldchen und Pappelreihen, und brandet schließlich gegen die bewaldeten Flanken der Bergstrasse, die sich in ein Meer aus dunkelroten roten, gelben und braunen Farbtönen verwandeln, das um so kraftvoller leuchtet, weil die schweren, dunklen Wolken immer noch als schwarzblauer Baldachin über ihm hängen und einen unwirklich-intensiven Kontrasteffekt erzeugen. </p>
<p>Ok, ich kapituliere.<br />
Schlechte Laune vorerst aus.<br />
Stattdessen: Kurz stehenbleiben und die Herrlichkeit mit weit geöffneten Augen und weiter geöffnetem Mund einsaugen.<br />
Wer weiss, wie lange sie hält&#8230;</p>
<p>Nun geht´s im wahrsten Sinne des Wortes der Sonne entgegen, und zwar direkt. Muss die Kappe ganz tief in die Stirn ziehen, so hell und schräg und blendend ist es auf einmal.<br />
Aber unheimlich schön. Die Stimmung ist unwirklich, beinahe unrealstisch (oder hyperrealistisch?), man mag kaum glauben, dass solch ein Licht, solche Farben möglich sind.<br />
Westwärts durch die Felder, auf denen ich nun ein paar Reiher aufschrecke. Keine Graureiher, diese hier sind schneeweiss, ihr Gefieder strahlt in der Sonne, als sie davonfliegen.<br />
Cool, denke ich mir, das sind Seidenreiher oder Silberreiher, die sind in unseren breiten extrem selten, und ich hab´ gerade drei Stück davon gesehen.<br />
Wahnsinn!</p>
<p>Am Ende der 1,3 km langen Gerade erreiche ich den Neuhof, direkt vor der Brücke über die A67.<br />
Will ich aber heute nicht rüber, stattdessen biege ich links ab, auf einen namenlosen und unmarkierten Feldweg, der Parallel zur Autobahn südwärts führt, in Richtung der dunklen, schattigen Wand des Jägersburger Waldes, auf den ich einfach immer weiter zurenne. </p>
<p>Nett hier, trotz der nahen Autobahn in ca. 400 m. Entfernung.<br />
Es riecht ein bisschen nach Zwiebeln (Zwiebelfeld, das riecht nun mal so), die schräge Sonne kommt nun von rechts, und links habe ich nochmal einen Panoramablick auf die gesamte nördliche Bergstrasse, vom Frankenstein bis runter zu den Bergen hinter Heppenheim. Alles weiterhin dunkelrot ausgeleuchtet, mit tiefen Schatten in den Tälern zwischen den Vorbergen, die sich wie die Rippen aus dem Torso eines gewaltigen schlafenden Urwerttiers herausschälen.<br />
Herrlich!</p>
<p>Der Weg selbst ist eher schlecht, schlammig und glitschig, mit dieser schweren, anhänglichen Muttererde, die sich in großen Klumpen an die Schuhe setzt und dann nicht mehr loslassen will.<br />
Stört mich aber gerade nicht weiter, so schnell wie die drei Rehe, die da weit vor mir über die Äcker zum schützenden Wald fliehen, bin ich eh nicht, mit oder ohne 5 Pfund Schlambes (wie mir in Hesse saache) an jedem Schuh&#8230; </p>
<p>Wieder 1,3 km geradeaus durch die Felder, dann endet der Weg im langen Schatten des Waldrands (der ist noch 150 m. entfernt, aber die Sonne ist nun so schräg, dass sie nicht mehr über die Wipfel reicht), es geht links auf einen Parallelweg und auf dem am Waldrand nach Süden in Richtung der Hähnleiner Verdichterstation.<br />
Der Weg selbst ist schattig und überraschend kühl, im Schatten des nahen Waldes, aber links habe ich noch ein letztes Mal das grandiose Bergstrassenpanorama mit den rot schimmernden Hängen unter samtbllauschwarzem Wolkenhimmel (der so niedrig ist, dass der Turm des Melibokus bereits an ihm kratz) &#8211; ooah, wenn ich jetzt ´nen Foto hätte&#8230;.<br />
Allerdings nicht mehr lange, denn die Sonne versinkt nach kurzer Zeit wieder hinter den Wolken über Horizont, dieses mal endgültig für heute.<br />
Noch ein paar Minuten bis Sonnenuntergang, da spute ich mich besser.</p>
<p>Kurz vor der Verdichterstation biege ich links ab und folge dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) bis zur Kreuzung an der Schächerlache, nördlich von Hähnlein.<br />
Normalerweise biege ich hier rechts in Richtung Hähnlein ab, heute laufe ich stattdessen mal links, mitten durch die Schächerlache hindurch.<br />
Alte Neckarschleife und Naturschutzgebiet, ein schmaler Streifen von dichtem Schilf und urigem Sumpfwald, zwischen dessen Strünken und Halmen Wasser steht, das hat was. </p>
<p>Kurz darauf wieder rechts, am Nordrand der Lache entlang.<br />
Der Weg ist grasig und holprig und uneben (das reduziert mein Tempo deutlich) und endet nach ein paar hundert Metern am Landgraben, einem weiteren kleinen Bach, an dem´s nach rechts bis zum Sumpfwald der Fasanenlache geht, dessen geschwungenem Westrand ich nun nach Norden folge.  </p>
<p>Diesen Weg bin ich schon ein einziges Mal gelaufen, vor fast drei Jahren mit Ingo, noch bevor wir den Blog angefangen haben.<br />
Kann mich noch dunkel erinnern, dass der total mies war &#8211; und tatsächlich, genauso ist es.<br />
Eigentlich gar kein Weg, nur ein unebener, schlickiger, grasig-dorniger Ackerrand voll tückische grasbedeckter Löcher, der vielleicht mal ein Trampelfpad war.<br />
Hier wird´s holprig, Dornen bohren sich durch die Leggins und Kletten klammern sich ans Schuhwerk, die ganz hakige Sorte, die selbst an den Fingern haften bleiben und die man kaum abkriegt (nicht dass ich das wollte, schließlich sind ein paar in Ehren eingesaute Schuhe das Wahrzeichen des echten Läufers, der sich damit von all den affektierten Laufprimmadönnchen dieser Welt abhebt. Harhar! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Ein halber Kilometer, dann wird aus dem unmarkierten Proto-Pseudo-Holperfeldrain ein unmarkierter, schilfgesäumter Betonplattenweg, der seinerseits nach weiteren 500 m. wieder auf den Saar-Rhein-Main-Weg am Südwestrand der waldartigen Hainlache trifft. </p>
<p>Von hier aus muss ich jetzt nur noch dem Betonweg (und theoretisch dem gelben Plus, aber das brauch´ ich nicht wirklich, schließlich kenn´ ich mich hier aus) nordwärts folgen, ist nicht mehr weit.<br />
Das ist auch gut so, denn inzwischen dämmert es ganz gewaltig, nur im Südwesten ist noch ein rotgelber Schimmer Abendleuchten am Horizont zu sehen, ansonsten versinkt die Landschaft in grauen, unansehnlichen, kalten Schatten, die mir zumindest einen Teil meiner schlechten Laune von vorhin wieder zurückbringen.<br />
Bäh, hässlich, mag ich net, nix wie zurück zum Ziel&#8230;</p>
<p>750 m. nordwärts durch kahle, dunkle Stoppelfelder, über denen krächzende Krähenschwärme zu ihren Nachtlagern in den Waldgebieten ziehen, dann erreiche ich den Lindenhof, wende mich rechts, überquere mit dem letzten Licht die A5 auf der Bickenbacher Brücke.<br />
Autobahn im grauen Dämmerlich, eh, mag ich nicht, gut dass gleich vorbei ist&#8230;</p>
<p>Auf der anderen Seite: Wieder das Bickenbacher Gewerbegebiet, links die Benz-Str. hoch, dann wieder rechts zur Unterführung am Bahnhof, unter den Gleisen durch, rechts, Ziel.<br />
Keinen Moment zu früh, denn es ist kalt, dunkel und ungemütlich, und die Kopfweh sind auch wieder da&#8230;</p>
<p>Ja, ja, ich weiss genau, was ihr jetzt hören wollt:<br />
&#8222;Alles wird gut wenn man läuft, heilsame Wirkung, gute Laune, Genuß, brauch das ja so sehr, war ja sooo super, friedefreudeeierkuchenglücklich, zippedeedoodah zippedeeday bla bla bla bla blaaaa&#8220;.<br />
Aber nix gibt´s, wenn ihr heile-Welt-Geschichten darüber hören wollt, wie das Laufen alles immer voll totaaal toll macht, schaut bei den links verlinkten anderen Blogs vorbei, da finden sich genug lesenwerte Blogger, die euch erzählen, wie tofte und entspannend es ist, bei apokalpytischem Meteoritenregen mit Brechdurchfall und einem offenen Bein durch die dröge Pampa zu rennen &#8211; ich für meinen Teil hab´ heute griesgrämig angefangen, und ich hör´ auch wieder so auf:<br />
War ok, mal mehr, mal weniger. </p>
<p>Und Weniger hätte ruhig auch noch weniger sein dürfen, und Mehr mehr. </p>
<p>Und dass die Pfälzer, Rheinhessen und Taunusianer währenddessen so ´nen richtig schönen Tag hatten, geht trotzdem nicht in Ordnung&#8230;<br />
Grmpf.<br />
(oder auch nicht <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) </p>
<p> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />   </p>
<p>Strecke: 11,9 km<br />
Zeit: 1:07 h (= 10,66 km/h bzw. 5:38 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 26,22% (3,12 km von 11,9 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/11/bb-erlensee-lachen.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/11/bb-erlensee-lachen.jpg?w=150&#038;h=109" alt="BB - Erlensee - Lachen" title="BB - Erlensee - Lachen" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6996" /></a></p>
<p>M.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laufblog.wordpress.com/6983/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laufblog.wordpress.com/6983/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laufblog.wordpress.com/6983/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laufblog.wordpress.com/6983/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laufblog.wordpress.com/6983/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laufblog.wordpress.com/6983/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laufblog.wordpress.com/6983/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laufblog.wordpress.com/6983/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laufblog.wordpress.com/6983/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laufblog.wordpress.com/6983/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6983&subd=laufblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wochenübersicht: 2009 KW 44 (26.10 – 01.11)</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/01/wochenubersicht-2009-kw-44-26-10-%e2%80%93-01-11/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 22:53:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wochenübersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ups, die Wochenübersicht&#8230;
Die hätte ich jetzt doch fast vergessen!
Montag Ried, am Donnerstag eine ungebloggte kleine Bergtour mit Nemo auf dem Melibokus (eher mäßig, in jeder Beziehung), und am Samstag dann der Lauf in den Rheingau.
Macht noch mal eine ordentliche Fünfzigerwoche, trotz teilweise durchwachsener Witterung und den ersten Anzeichen der alljährlichen Nachsaisons-Unlust.



Tag
Strecke
Zeit
Entfernung


Mo.
-
-
-


Di.
-
-
-


Mi.
Entspannte Herbstrunde im Ried: Wolfskehlen – Leeheim – [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6986&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ups, die Wochenübersicht&#8230;<br />
Die hätte ich jetzt doch fast vergessen!</p>
<p>Montag Ried, am Donnerstag eine ungebloggte kleine Bergtour mit Nemo auf dem Melibokus (eher mäßig, in jeder Beziehung), und am Samstag dann der Lauf in den Rheingau.<br />
Macht noch mal eine ordentliche Fünfzigerwoche, trotz teilweise durchwachsener Witterung und den ersten Anzeichen der alljährlichen Nachsaisons-Unlust.</p>
<table style="border-collapse:collapse;border:black 1px solid;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Tag</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Strecke</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Zeit</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Entfernung</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mo.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Di.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-<a title="Pemanent-Link: Raus aus der Erkältung, rein in den Odenwald: Kuralpe – Lützelbach (11,3 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/06/raus-aus-der-erkaltung-rein-in-den-odenwald-kuralpe-lutzelbach-113-km/"></a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mi.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;"><a title="Pemanent-Link: Entspannte Herbstrunde im Ried: Wolfskehlen – Leeheim – Dornheim (15,3 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/28/entspannte-herbstrunde-im-ried-wolfskehlen-leeheim-dornheim-153-km/">Entspannte Herbstrunde im Ried: Wolfskehlen – Leeheim – Dornheim</a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">1:32 h</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">15,3 km</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Do.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg">Ungebloggte Melibokustour mit Hund</a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">??</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">10,1 km</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Fr.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Sa.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;"><a title="Pemanent-Link: Auf Rheinsteig und Rieslingpfad in den Rheingau: Wiesbaden-Schierstein – Hattenheim mit Fotos (25,5 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/31/auf-rheinsteig-und-rieslingpfad-in-den-rheingau-wiesbaden-schierstein-hattenheim-mit-fotos-255-km/">Auf Rheinsteig und Rieslingpfad in den Rheingau: Wiesbaden-Schierstein – Hattenheim mit Fotos </a><a title="Pemanent-Link: Hinnerum wie die Fraa vun Bensem: Bensheimer Hinterland mit Hund (10,7 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/10/hinnerum-wie-die-fraa-vun-bensem-bensheimer-hinterland-mit-hund-107-km/"></a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">??</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">25,5 km</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">So.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-<a title="Pemanent-Link: Vom hohen Berg ins tiefe Tal: Neunkircher Höhe – Ellenbach mit Fotos (15,1 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/11/vom-hohen-berg-ins-tiefe-tal-neunkircher-hohe-ellenbach-mit-fotos-151-km/"></a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;font-weight:bold;border:black 1px solid;" colspan="3">Wochenlaufleistung</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;font-weight:bold;border:black 1px solid;">50,9 km</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>M.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Auf Rheinsteig und Rieslingpfad in den Rheingau: Wiesbaden-Schierstein &#8211; Hattenheim mit Fotos (25,5 km)</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/31/auf-rheinsteig-und-rieslingpfad-in-den-rheingau-wiesbaden-schierstein-hattenheim-mit-fotos-255-km/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 22:34:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 25 km & < 30 km]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer schöne, lange, spannende Entdeckungstouren in der Übergangszeit und im Winter laufen will, muss eine gewisse Spontanität mitbringen.
Lange vorausplanen ist da nicht (weil: Wetter zu unstet, und außerdem wird´s ja immer früher dunkel!), stattdessen muss man auch mal kurzfristig aufbrechen, wenn Zeit und Witterung es opportun erscheinen lassen.
Carpe Diem und so&#8230;
Zum Beispiel heute.
Samstagmorgen.
Aufgestanden, Blick aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6841&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wer schöne, lange, spannende Entdeckungstouren in der Übergangszeit und im Winter laufen will, muss eine gewisse Spontanität mitbringen.<br />
Lange vorausplanen ist da nicht (weil: Wetter zu unstet, und außerdem wird´s ja immer früher dunkel!), stattdessen muss man auch mal kurzfristig aufbrechen, wenn Zeit und Witterung es opportun erscheinen lassen.<br />
Carpe Diem und so&#8230;</p>
<p>Zum Beispiel heute.<br />
Samstagmorgen.</p>
<p>Aufgestanden, Blick aus dem Fenster:<br />
Wunderbarer Herbsttag.<br />
Strahlender Sonnenschein, vielleicht etwas blässlich um die Korona, aber freundlich und hell und herbstlich stimmungsvoll. Dazu ein milchiger Himmel mit ordentlich Blau drin. Dazu frische, kühle Luft, diesig und nicht allzu warm, aber so einer scharfen, angenehmen Herbstnote, die den unwillkürlichen Drang erzeugt, sich draußen umzutun.<br />
Und Windstill ist es auch, da stört auch die einstellige Temperatur nicht weiter.<br />
Kurzum: Exzellentes Wetter.<br />
Und Zeit ist auch.<br />
Perfekt, da lauf´ ich doch mal irgendwas richtig Schönes ab.</p>
<p>Aber wo?<br />
Flachland geht natürlich nicht, soll schließlich eine Premiumtour werden, da braucht´s ein bisschen Auf und Ab.<br />
Nach Odenwald ist mir heute auch nicht so (ursprünglich war mal angedacht, mit <a href="http://www.diro-online.com/wordpress/">Gerd</a> den <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/15/blogger-team-up-nibelungensteig-teil-2-wilsmhausen-gumpener-kreuz-mit-gerd-und-foto-244-km/">Nibelungensteig</a> zu Ende zu laufen, aber der ist wieder mal Krank [der Gerd, nicht der Steig], das fällt also aus), und in die Pfalz will ich auch nicht unbedingt&#8230;<br />
Hm&#8230;</p>
<p>Hey, Moment mal, das isses doch: <a href="http://www.rheingau.de/">Der Rheingau</a>!<br />
Schmaler Streifen Land zwischen den Südhängen des Taunus und dem Rheinufer, Rieslingland, Hügel und Berge mit Wald und Reben, Weindörfer, Burgen, Schlösser und Klöster, einer der schönsten Landstriche in ganz Hessen &#8211; und ich war läuferisch noch nie dort unterwegs.<br />
Die Idee ist noch nicht mal richtig zuende gedacht, da weiss ich schon: Das will ich mir heute erlaufen!</p>
<p><span id="more-6841"></span><br />
Eine Wanderkarte für den Rheingau hab´ ich natürlich schon, die hab´ ich mir ein weiser Voraussicht bereits im Sommer besorgt, entsprechend ist es kein Problem, kurzfristig eine interessante grobe Route rauszusuchen.<br />
Ich entscheide mich schließlich für eine Einwegstrecke, von Wiesbaden- Schierstein aus auf dem Rheingau-Rieslingpfad über Frauenstein, Marthinsthal, Rauenthal und Kiedrich bis zum Kloster Eberbach, dann runter nach Hattenheim am Rheinufer und mit der Bahn zurück zum Ausgangspunkt.</p>
<p>Macht einen guten Eindruck, entsprechend ergehe ich mich während der gesamten Anreise (die nicht gerade kurz ist, aber für einen schönen Wochenendausflug ist das schon ok) schon mal ordentlich in Vorfreude&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Startzeit: Kurz nach Zwölf Uhr Mittags.<br />
Kein Mittagessen heute, dafür laufen. Das sind so die Kompromisse, die man eingehen muss, wenn der Einbruch der Dunkelheit willkürlich in die Tagesmitte verlegt wird.</p>
<p>Startpunkt: Dachsbergstr. in Wiesbaden-<a href="http://www.schierstein.com/">Schierstein</a>, direkt vor dem Bahnhof:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6773.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6846" title="IMG_6773" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6773.jpg?w=400&#038;h=300" alt="Bahnhof Schierstein" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #1: Am Bahnhof von Schierstein</em></p>
<p>Damit ist die heutige Tour übrigens nicht an den Rest meines <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/08/streckennetz-august-09.jpg">Streckennetzes</a> angebunden, der ein paar Kilometer weiter nördlich und östlich endet.<br />
Muss ich wohl irgendwann nochmal herkommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und los geht´s, mit bester Laune und guten Beinen hinein in den freundlich-hellen Herbstmittag.<br />
Rheingau, ich komme!!!</p>
<p>Zuerst muss ich allerdings noch ein kleines Stück durch den Wiesbadener Vorort. Gleich mal rechts über die Gleise&#8230;<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6774.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6847" title="IMG_6774" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6774.jpg?w=400&#038;h=300" alt="Bahnübergang Freudenbergstr. in Schierstein" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #2: Bahnübergang Freudenbergstr.</em></p>
<p>&#8230;dann ein Stück die leicht ansteigende Freudenbergstr. hoch, nach 150 m. halblinks in die Vogesenstr., die sich allerdings als Sackgasse erweist und direkt vor der A66 endet.<br />
Kein Durchkommen (obwohl die Wanderkarte es auf den ersten Blick anders aussehen lässt, erst bei ganz genauem Hinsehen erkennt man, dass der Weg hier unterbrochen ist), also wieder zurück und rechts einen schmalen Fußweg zwischen den Gärten hinunter, an dessen unterem Ende ich wie erfhofft auf den Marker des <a href="http://www.rheingau.de/sehenswertes/rieslingpfad">Rheingauer Rieslingpfads</a> stoße&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6776.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6848" title="IMG_6776" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6776.jpg?w=400&#038;h=533" alt="Rheingauer Rieslingpfad" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #3: Der Marker vom Rieslingpfad: Gelbes Weinglas mit Krönchen auf grünem Grund</em></p>
<p>&#8230;auf dem´s von nun an in den Rheingau hinein gehen soll.</p>
<p>Rechts, vorbei an einem Hundeplatz unter hohen, alten Bäumen, deren gelbes Laub hell im etwas verwaschenen Licht der Mittagsonne erstrahlt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6778.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6849" title="IMG_6778" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6778.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6778" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #4</em></p>
<p>&#8230;dann durch eine Unterführung unter der Autobahn durch und direkt dahinter wieder rechts, einen kurzen aber recht steilen Buckel hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6779-80p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6850" title="IMG_6779-80p" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6779-80p.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6779-80p" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #5: Aufwärts neben der A66. Hier begegnet mir auch zum ersten mal das die <a href="http://www.laufendhelfen.info/lh_de_extern/infos_fuer_laeufer/eigene_veranstaltungen/rheinsteig_erlebnislauf/rheinsteig_wegweiser.jpg">blaue, stilisierte R-Welle</a> des <a href="http://www.rheinsteig.de/index.php?id=20">Rheinsteigs</a>, der von hier aus am Rheinufer entlang durch Rheingau, Mittelrheintal und Siebengebirge bis hinauf ins Ferne Bonn führt und als einer der schönsten Fernwanderwege des Landes gilt.<br />
Mit dem werde ich später noch ein bisschen mehr zu tun bekommen&#8230;</em></p>
<p>&#8230;an dessen oberem Ende es dann wieder links geht, noch ein paar Meter durchs ruhige Wohngebiet an der Schwarzwaldstr., bevor ich Schierstein endgültig verlasse und hinaus ins helle, freundliche Hügelland des Rheingaus laufe:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6782.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6851" title="IMG_6782" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6782.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6782" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #6: Am Ende von Schierstein</em></p>
<p>Ach je, ist das schön hier. Zuerst geht´s noch an ein paar herbstlich-beschaulichen Kleingärten dabei, dann finde ich mich mitten in den weiten, sanft geschwungenen Weinlagen wieder, deren bunte Rebenreihen im Mittagslicht erstrahlen &#8211; Weinberge im Herbst sind mindestens genauso bunt wie Herbstwald, aber ohne störende Wipfel, die weit über einem das schräge Licht wegblocken könnten, viel schöner geht´s einfach nicht.</p>
<p>Dazu der wunderbar angenehme Rieslingpfad, der sich mit minimalster Steigung am Südhang des Hügels entlangzieht, voll im Licht und mit wunderbarem Blick runter zum Rhein und rüber nach Rheinland-Pfalz, über die Mombacher Industrieanlagen hinweg nach Mainz, wo man klar den Dom, die Christuskirche und die beiden Zwillingshochhäuser am Hauptbahnhof erkennen kann, rechts davon dann der schimmernde Fluss, der sich in Richtung Ingelheim nach Westen schlängelt, eingerahmt vom Rheinhessischen Hügelleland, das schließlich irgendwo im Dunst ins Nahebergland und den Hunsrück übergeht.<br />
Bloß Fernsicht gibt´s keine, zu diesig.<br />
Schon ein bisschen schade, denn hier am Nordrand der oberrheinischen Tiefebene kann an klaren Tagen das gesamte nördliche Rheintal überblicken, bis zum Donnersberg im Nordpfälzer Bergland und zur Bergstrasse und dem Odenwald.<br />
Aber hey, schön ist es trotzdem, also was soll´s&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6790.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6790.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6790" title="IMG_6790" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6853" /></a><br />
<em>Bild #7: Blick vom Rheingauer Rieslingpfad (so ungefähr Weinlage Honigberg?) nach Südwesten in Richtung Rheinufer</em></p>
<p>Ein schönes, langes Stück am Südwesthang nach Nordwesten, die Augen entweder links auf der wunderschönen Rheingaulandschaft&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6791-97p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6791-97p.jpg?w=400&#038;h=78" alt="IMG_6791-97p" title="IMG_6791-97p" width="400" height="78" class="alignnone size-full wp-image-6854" /></a><br />
<em>Bild #8: Rheingau-Panorama: Mittig der Spitze Stein über Frauenstein, links dahinter der bewaldete Höhenzug zwischen Frauenstein und dem Walluf-Tal.<br />
Nur Geduld, liegt beides auf der geplanten Strecke&#8230;</em></p>
<p>&#8230;oder rechts, auf den leuchtenden, bunten Rebenmeeren am Hang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6800.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6800.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6800" title="IMG_6800" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6855" /></a><br />
<em>Bild #9: Weinhang unter dem &#8222;Himmelreich&#8220; bei Freudenberg</em></p>
<p>&#8230;schließlich nach ca. 1,3 abwärts, durch die prächtigen Weinlagen am Homberg hinab ins die Flache Taldelle des Leierbachs&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6801-01p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6801-01p.jpg?w=400&#038;h=164" alt="IMG_6801-01p" title="IMG_6801-01p" width="400" height="164" class="alignnone size-full wp-image-6856" /></a><br />
<em>Bild #10: &#8230;ins Leierbachtal (wenn´s denn so heisst&#8230;)</em></p>
<p>&#8230;und dann auch schon gleich wieder an der anderen Talseite (ausnahmsweise mal kein Wein sondern Wiese) bergauf, und das mit ordentlicher Steigung.<br />
Ist aber kein langer Aufstieg, vielleicht 30 Höhenmeter, dann verflacht der Weg auch schon wieder angenehm und führt bequem am Hang entlang weiter nach Westen, weiterhin mit schönem Blick auf den schillernden Rhein und das dunstige Rheinland-Pfälzer-Ufer, weiterhin umgeben von buntstrahlenden Weinreben, die sich rechts den Hang hinauf- und links hinunterziehen, dazwischen hin und wieder mal eine malerische Ruhebank, eine interessante Weinlehrpfadtafel, oder eine kleine Schutzhütte zwischen den Rebenreihen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6803.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6803.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6803" title="IMG_6803" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6863" /></a><br />
<em>Bild #11: Hütte am Herrenberg (?)</em></p>
<p>Und von oben scheint immer noch voll die wohlige Herbsonne auf mich herunter, etwas blaß aber warm und freundlich und landschaftstrahlendmachend.<br />
Traumhaft.</p>
<p>Nach einem halben Kilometer verabschiede ich mich erst mal vom Rieslingpfad, denn der führt geradeaus um den Hügel herum bis in den unteren Teil von Frauenstein.<br />
Will ich aber nicht, denn die Wanderkarte zeigt rechts oben auf der Hügelkuppe einen Aussichtspunkt namens &#8222;Spitzer Stein&#8220; an, der sich anscheinend auf einer Quarzklippe hoch über Frauenstein erhebt.<br />
Sieht richtig interessant aus, das lass´ ich mir natürlich nicht entgehen und biege folgerichtig nach rechts ab, nun dem schwarzen Punkt hinterher, der geradewegs den Hang zum Weingut/Ausflugslokal <a href="http://www.hof-nuernberg.de/">Nürnberger Hof</a> hinaufführt, das 30 oder 40 HM weiter oben am Hügel sitzt.</p>
<p>Dieses Stück ist schon ganz gut steil, da komme ich zum ersten Mal heute so ein bisschen ins Schnaufen und bin ganz froh, dass sich oben auf Höhe des Nürnberger Hofs eine tolle Aussicht über die Rheinebene bietet, die Anlass zu einer kurzen Atem- und Panoramabildmachpause gibt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6805-16p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6805-16p.jpg?w=400&#038;h=124" alt="IMG_6805-16p" title="IMG_6805-16p" width="400" height="124" class="alignnone size-full wp-image-6864" /></a><br />
<em>Bild #12: Aussicht vom Asphaltweg am Nürnberger Hof nach Südosten, in die Oberrheinische Tiefebene.<br />
Wenn´s etwas weniger diesig wäre, könnte man klar die Turmspitzen, Hochhäuser und Schornsteine von Mainz erkennen.<br />
Und wenn´s viel weniger diesig wäre, könnte man noch viel weiter schauen, geradewegs bis rüber nach Hause an die Bergstrasse &#8211; an einem ganz klaren Tag und mit einem richtig guten Feldstecher könnte man vielleicht sogar meine Wohnung im 50 km entfernten Jugenheim sehen&#8230;<br />
Geht heute alles nicht, verflixt hübsch ist es aber trotzdem!</em></p>
<p>Und gleich weiter bergauf, am Nürnberger Hof vorbei und dem schwarzen Punkt, zu dem sich nun auch wieder der Rheinsteig-Marker gesellt, weiter den Hang hoch, der hier ausnahmsweise mal nicht nur mit Wein aufwarten kann, sondern auch mit geradlinigen Hainen  rostrotbelaubter Kirschbäume (im Frühjahr während der Kirschblüte ist das sicher traumhaft schön hier oben):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6817.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6817.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6817" title="IMG_6817" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6866" /></a><br />
<em>Bild #13: Kirschbäume am Rheinsteig über dem Nürnberger Hof</em> </p>
<p>Nochmal 40 Höhenmeter oder so, dann erreiche den Anfang des Eichenwäldchens, das die Hügelkuppe am spitzen Stein bedeckt und gerade damit beschäftigt ist, die Rheingauer Variante des Indian Summer aufzuführen.<br />
Vorbei an einem hübschen Rastplatz direkt über dem Abhang, der auf einmal gar nicht mehr sanft und flach ist, sondern sich überraschend steil runter ins Rheintal stürzt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6820.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6820.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6820" title="IMG_6820" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6867" /></a><br />
<em>Bild #14: Am Rastplatz beim Spitzen Stein.<br />
Die Häuser da unten am Rheinufer, das dürfte Walluf sein.</em> </p>
<p>Nur ein paar Meter dahinter geht´s dann links, auf eine kleine Terasse am Bergrücken, auf der eine Art dreieckiger, spitz zulaufender Obelisk steht.<br />
&#8222;Offensichtlich der Spitze Stein, nach dem das hier auf der Wanderkarte benannt ist&#8220;, denke ich mir&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6837.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6837.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6837" title="IMG_6837" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6868" /></a><br />
<em>Bild #15: Spitzer Stein?</em></p>
<p>&#8230;und liege damit voll daneben.<br />
In Wirklichkeit ist es nämlich der <a href="http://www.batusura.de/frauenstein/goethe.htm">Goethestein</a>, errichtet zu Ehren des Dichterfürsten, der hier im Jahr 1815 vorbeigekommen ist um geologische Studien zu betreiben.<br />
Deswegen schmückt sein Charakterkopf auch die Plakette an der Vorderseite des Denkmals:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6838-39p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6838-39p.jpg?w=400&#038;h=609" alt="IMG_6838-39p" title="IMG_6838-39p" width="400" height="609" class="alignnone size-full wp-image-6869" /></a><br />
<em>Bild #16: Goethestein!</em></p>
<p>Und als Dreingabe gibt´s auch gleich noch einen tollen Blick von der zugehörigen Terasse, über die Weinlage Herrenberg hinweg runter auf den unteren Teil von Frauenstein, der sich formschön in die Delle des schmalen Tälchens zwischen den Hügeln schmiegt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6840.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6840.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6840" title="IMG_6840" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6870" /></a><em>Bild #17: Ausblick vom Goethestein auf Frauenstein.<br />
Der steile Hang auf der Talseite mit dem Wald obendrauf, da komm´ ich nachher übrigens auch noch vorbei.</em></p>
<p>Sehr hübsch, allein dafür hat sich der Abstecher vom Rieslingpfad schon voll und ganz gelohnt.<br />
Aber es kommt noch besser.<br />
Gerade mal 100 oder 150 folge ich dem Rheinsteig weiter nach Norden, dann führt er halblinks in den rotbraunggolden schimmernden Eichenwald hinein, zum höchsten Punkt des Hügels, wo sich &#8211; vollkommen unerwartet &#8211; auf einmal ein Aussichtsturm über die herbstlich bunten Wipfel erhebt.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6842.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6842.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6842" title="IMG_6842" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6871" /></a><br />
<em>Bild #18: Aussichtsturm am Spitzen Stein</em></p>
<p>Wow, cool, den hatte ich wirklich überhaupt nicht auf der Rechnung.<br />
Aber wenn er schon mal da ist, dann nehm ich ihn selbstverfreilich auch gleich mit, da halten mich auch das Warnschild der Stadt Wiesbaden (&#8222;Benutzung auf eigene Gefahr&#8220;) und die etwas zu dünn wirkenden knarzigen Holzstufen nicht auf:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6844.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6844.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6844" title="IMG_6844" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6872" /></a><br />
<em>Bild #19: Auf die Turmspitze über dem Blätterdach</em></p>
<p>Oben: Ausssicht!<br />
Nicht nach Süden, da hängt ja der schwere, helle Dunst über der Rheinebene.<br />
Aber dafür nach Norden, auf die hohen, langgezogenen Höhenzüge des Taunus um die Hohe Wurzel herum, deren bewaldete Flanken im warmen Herbstfarben erstrahlen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6858-63p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6858-63p.jpg?w=400&#038;h=89" alt="IMG_6858-63p" title="IMG_6858-63p" width="400" height="89" class="alignnone size-full wp-image-6873" /></a><br />
<em>Bild #20: Taunushänge vom Aussichtsturm am Spitzen Stein aus.<br />
Der Fernsehturm auf dem höchsten Gipfel, das ist die Hohe Wurzel, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/05/blogger-team-up-taunus-hinter-wiesbaden-mit-torsten-und-ein-paar-fotos-217-km/">auf die ich Anfang August mit Torsten hochgelaufen bin</a>.</em></p>
<p>Wunderschön!<br />
Allzulange verweile ich aber trotzdem nicht, denn ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es inzwischen schon knapp 13:00 Uhr ist.<br />
Und leider hab´ ich heute eine feste Zeitvorgabe &#8211; spätestens gegen 16:20 Uhr muss am Bahnhof in Hattenheim sein, um den Zug zurück nach Schierstein zu erwischen, sonst blüht mir stundenlanges Warten, bis die nächste Bahn kommt.<br />
Sind zwar noch fast dreieinhalb Stunden Zeit, eigentlich mehr als genug für die vielleicht 20 Kilometer, die noch vor mir liegen, aber ich bin bei diesen Touren ja immer extrem langsam, weil ich ganz viele Fotopausen mache und mir alles Anschaue, was unterwegs interessant und schön ist.<br />
Da halte ich mich lieber etwas ran, auch wenn mir dieser implizite Zeitdruck überhaupt nicht schmeckt&#8230;</p>
<p>Direkt nach dem Turm wird der Rheinsteig richtig schön abenteuerlich: Auf einem schmalen, gewundenen Pfädchen führt er zwischen den knorrigen Eichen nach Norden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6864.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6864.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6864" title="IMG_6864" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6874" /></a><br />
<em>Bild 21: Rheinsteig auf dem Spitzen Stein</em></p>
<p>&#8230;direkt auf dem Bergkamm, der sich zusehendes zu einem steilen, engen Grat entwickelt, der nach links und rechts schroff abfällt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6865.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6865.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6865" title="IMG_6865" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6875" /></a><br />
<em>Bild #22: Genauso stell´ ich mir den Rheinsteig vor: Ein bisschen gewagt und mitten durch wildromantische Landschaft!<br />
Weiter so, Rheinsteig!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Außerdem geht´s abwärts, erst gemächlich, dann immer steiler den Waldpfad hinunter, bis ich schließlich auf einen etwas besseren Weg am nahen Waldrand wechsele, auf dem es dann weiter talwärts gen Frauenstein geht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6867.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6867.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6867" title="IMG_6867" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6876" /></a><br />
<em>Bild #23: Über den Dächern von Frauenstein.<br />
Von unten aus dem Dorf zieht ein köstlicher Mittagessensgeruch herauf in meine Nüstern (italienisches Restaurant?), bei dem mein Magen unwillkürlich ein bisschen zu knurren anfängt.<br />
Schnell weiter, bevor da noch ein richtiger Hunger draus wird&#8230;</em> </p>
<p>&#8230;das ich schließlich nach einem letzten Abstieg auf einer schmalen Treppe am Hang erreiche. </p>
<p><a href="http://www.batusura.de/frauenstein/index.htm">Frauenstein</a> ist eigentlich noch ein Stadttel der Landeshauptstadt Wiesbaden, aber man sieht´s ihm nicht an: Kleines, friedliches Dörfchen im Talgrund zwischen Weinhügeln und Taunushängen, sehr nett.</p>
<p>Noch netter: Hier gibt´s eine Burg (oder zumindest einen Bergfried auf einer schroffen, hohen Steilklippe, die sich mitten im Oberdorf erhebt), und zwar direkt neben dem unteren Ende der Treppe, auf der ich gerade aus dem Wald komme:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6871-73p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6871-73p.jpg?w=400&#038;h=525" alt="IMG_6871-73p" title="IMG_6871-73p" width="400" height="525" class="alignnone size-full wp-image-6877" /></a><br />
<em>Bild #24: Burg Frauenstein</em></p>
<p>Auch die ist mir bei der Streckenplanung irgendwie vollkommen entgangen, und ist somit nach dem Aussichtsturm auf dem Spitzen Stein die zweite überraschende Entdeckung innerhalb von einem halben Kilometer Luftlinie.<br />
Wenn das so weitergeht, schaff´ ich´s auf keinen Fall rechtzeitig zum Zug&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Selbstverständlich muss auch Burg Frauenstein zumindest kurz inspiziert werden. Ich erklimme die Treppe an der Nordseite, bis hinauf auf den Grat der Klippe, wo eine schmale Terasse bis zum Turm führt, der allerdings nicht begehbar zu sein scheint.<br />
Macht aber nix, auch vom Klippenrücken bietet sich ein wunderbarer Panoramablick über Frauenstein:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6879.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6879.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6879" title="IMG_6879" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6878" /></a><br />
<em>Bild #25: Frauensteiner Dorfplatz mit katholischer Kirche, schönen alten Häusern und Tausendjähriger Linde</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6875-78p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6875-78p.jpg?w=400&#038;h=122" alt="IMG_6875-78p" title="IMG_6875-78p" width="400" height="122" class="alignnone size-full wp-image-6879" /></a><br />
 <em>Bild #26: &#8230;und mal die Frauensteiner Mitte in der Totalen</em></p>
<p>Und weiter geht´s. Hab´ ja schließlich einen Zug zu kriegen, und tempus fugit bekanntlich.<br />
Also wieder die steile Treppe runter und nach einem letzten Blick zurück auf den Burgfelsen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6884.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6884.jpg?w=400&#038;h=572" alt="IMG_6884" title="IMG_6884" width="400" height="572" class="alignnone size-full wp-image-6880" /></a><br />
<em>Bild #27: Burg Frauenstein von der Burglindenstr. aus</em></p>
<p>&#8230;nordwärts durch Frauenstein.<br />
Ist irgendwie nicht so ganz die geplante Route, die eigentlich auf der Georgenstr. südwärts durch den Ortskern gehen solle, aber zumindest folge ich einem Rheinsteigmarker (wenn auch einem, der nicht wie bisher blau sondern gelb ist), und das kann ja nicht wirklich falsch sein&#8230; (ist es tatsächlich auch nicht &#8211; das gelbe Rheinsteigsymbol steht für Zubringerstrecken und <a href="http://www.rheinsteig.de/fileadmin/files/wegemanagement/rheingau/umleitung-frauenstein.pdf">Umleitungen</a>, die aber alle wieder im Hauptsteig münden). </p>
<p>Es geht mal wieder aufwärts, durch eine enge Strasse namens &#8222;Zum Grauen Stein&#8220;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6885.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6885.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6885" title="IMG_6885" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6881" /></a><br />
<em>Bild #28: &#8222;Zum Grauen Stein&#8220;</em></p>
<p>&#8230;in den nördlichsten Zipfel Frauensteins, dort dann scharf links auf einen Weg am Osthang der nächsten Hügelkette, der über dem Dorf wieder zurück nach Süden führt. </p>
<p>Sehr schönes Stück. Bequemer Weg, ein bisschen gepflegter Anstieg, ein paar mittäglich-zufriedene Spaziergänger und Wanderer, die bereitwillig Platz machen (dafür sag´ ich dann jedesmal artig &#8222;Dankeschön&#8220;).<br />
Auf der anderen Talseite erhebt sich der Spitze Stein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6886.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6886.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6886" title="IMG_6886" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6882" /></a><br />
<em>Bild #29: Oben der Aussichtsturm, darunter die steile Bergflanke, die ich eben gerade runtergelaufen bin, und rechts unten noch mal der Burgturm im Dorf</em></p>
<p>&#8230;auf dieser geht´s unter herbstbunten Bäumen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6888.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6888.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6888" title="IMG_6888" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6884" /></a><br />
<em>Bild #30: Rheinsteig-Umleitung über Frauenstein</em></p>
<p>zwischen blätterbedeckten Streuobstwiesen und beschaulichen Kleingärten hindurch:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6887.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6887.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6887" title="IMG_6887" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6883" /></a><br />
<em>Bild #31</em></p>
<p>Ziemlich genau ein halber Kilometer, dann biegt der Rheinsteig rechts über die Hügelkuppe ab. Ab hier ist seine Markierung allerdings wieder blau (Umleitung vorbei), und das verwirrt mich furchtbar &#8211; die Sache mit der Farbkodierung hab´ ich hier noch nicht kapiert, deshalb halte ich weiterhin nach dem gelben Marker Ausschau.<br />
Als ich den nicht finde, lauf´ ich halt einfach geradeaus weiter, gänzlich unmarkiert aber in derselben Richtung wie bisher. </p>
<p>Überraschenderweise klappt das.<br />
Es geht abwärts, an einem weiteren Kirschhain vorbei, dann komme ich zum zweiten Mal auf der heutigen Tour in Frauenstein ein, dieses Mal in der Strasse &#8222;Am Hermannsberg&#8220; am südlichen Dorfende.<br />
Neubaugebiet, einfach weiter bergab bis an die Georgenborner Str., wo ich wieder auf das gute alte gelbe Krönchenweinglas stoße und mich damit wieder auf dem Rheingauer Rieslingpfad weiss, dem ich westwärts und abwärts in die nächste flache Taldelle (wohl die die Erlenbachs) zwischen den Rheingauhügeln folge. </p>
<p>Die ist schön grün, mit einem einzeln stehenden Gutshof im Talgrund, umgeben von satten Wiesen, auf denen Pferde weiden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6890.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6890.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6890" title="IMG_6890" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6888" /></a><br />
<em>Bild #32: Pferde am Hof Armada (übrigens ein ziemlich cooler Name für einen Hof. Leider sind keine spanischen Galleonen in Sicht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> )</em></p>
<p>&#8230;die mein Vorbeilaufen mit gemessenem Halbinteresse zur Kenntnis nehmen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6891.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6891.jpg?w=400&#038;h=532" alt="IMG_6891" title="IMG_6891" width="400" height="532" class="alignnone size-full wp-image-6889" /></a><br />
<em>Bild #33: So mag ich meine Pferde: Freundlich, etwas reserviert, und nicht verrückt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Direkt danach geht´s dann auch schon wieder aufwärts, mit dem Krönchenkelch des Rieslingfads die Hügelflanke hinauf, die schon in Bild #17 zu erkennen war.<br />
Ganz schön viel Auf und Ab heute, da kommen einige Höhenmeter zusammen, obwohl ich mich eigentlich immer nur im Bereich zwischen 100 und 300 m.ü.NN bewege (am Ende der Tour werde ich so knapp 800 HM zusammengelaufen haben. Das ist ´ne sehr ordentliche Hausnummer fürs Hügelland&#8230;). </p>
<p>Auf der Anhöhe angekommen gibt´s nochmal einen schönen Schlag Aussicht, zurück in Richtung Frauenstein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6894.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6894.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6894" title="IMG_6894" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6890" /></a><br />
<em>Bild #34: Nochmal Fraunstein im Tal, dahinter der Spitze Stein mit Eichenwäldchen, Aussichtsturm und Goethestein</em></p>
<p>&#8230;und runter zum 3 km entfernten Rheinufer bei Walluf&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6895.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6895.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6895" title="IMG_6895" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6891" /></a><br />
<em>Bild #35: Die Industrieanlagen am Rheinland-Pfälzischen Ufer dürften zu Budenheim gehören, die Hochhäuser links im Hintergrund sind wahrscheinlich schon die Ausläufer von Mainz-Gonsenheim (am Brandström-Weg)</em>  </p>
<p>&#8230;dann führt mich der Riesingpfad weiter, zuerst in den Herbstwald auf der Hügelkuppe, dann in die Irre.<br />
100 m. nach dem Waldrand kommt eine Weggabelung. Der breite, gut ausgebaute Waldweg führt geradeaus weiter, halblinks geht dagegen ein schmales, zerwühltes Weglein ab.<br />
Die Wegmarker sind direkt zwischen diesen beiden Varianten angebracht, und sehen &#8211; zumindest für mich &#8211; so aus, als ob sie eher den Pfad links runter zeigen würden.<br />
Also nehm´ ich diese Abzweigung auf meinem Streckenplänchen nicht ganz nachvollziehen kann.<br />
Wird schon stimmen&#8230;</p>
<p>Ein paar hundert Meter abwärts, dann geht´s an einem kleinen Hüttchen mit Pfadfindern vorbei (die grüßen. Ich grüße zurück. Allzeit bereit, und so&#8230;), und auf einmal bin ich wieder am Waldrand oberhalb der Weinhänge.<br />
Markierungen gibt´s keine mehr, und ich hab´ ehrlich gesagt auch keine rechte Ahnung, wo ich jetzt gerade bin.<br />
Hmm, war vielleicht doch nicht die richtige Abzweigung&#8230;</p>
<p>Also versuche ich mich zuerst mal wieder zu orientieren. Zum Glück hat man von hier oben einen guten Blick über die Rheingautäler, das erleichtert die Sache.<br />
Mal schaun&#8230;<br />
Da unten im Tal kreuzen sich zwei Schnellstrassen, offensichtlich die<br />
B42 und die B260 bei Oberwalluf.<br />
Was bedeutet, dass ich hier wahrscheinlich am Oberberg stehe.<br />
Hmm, wenn ich einfach mal dem Waldrand nach Westen folge, müsste ich eigentlich irgendwie in Richtung Martinsthal kommen, und dabei auch wieder auf den Rieslingpfad stoßen, das probier´ ich einfach mal&#8230;</p>
<p>Also westwärts, über den Weinhängen am Waldrand entlang.<br />
Hier riecht´s süßlich-intensiv nach fauligen Trauben, anscheinend hat man entweder die rechtzeitige Weinlese verpasst, oder es ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edelf%C3%A4ule">Edelfäule</a>, die bei der Spätlese entsteht (riecht die? Ich weiss es nicht, so weit reichen meinen bescheidenen oenologischen Kenntnisse nicht).</p>
<p>250 m., dann ist Schluss, der Weg am Waldrand endet an einem verschlossenen Tor:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6896.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6896.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6896" title="IMG_6896" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6892" /></a><br />
<em>Bild #36: Und jetzt?</em></p>
<p>Hm.<br />
Okayyy&#8230;<br />
Nochmaliges Kartenstudium.<br />
Irgendwo im Wald über mir muss der Rieslingpfad verlaufen (glaube ich).<br />
Wenn ich mich hier einfach ein paar hundert Meter durch die Pampa schlage, sollte ich den eigentlich wieder erreichen (glaube ich).<br />
Scheint mir der beste Weg zu sein (glaube ich).<br />
Also mach ich das: Rechts am Tor vorbei in den Wald, und mitten durch die Wildnis nach Norden, über Stock, Stein und Dornegebüsche, bis ich schließlich einen Waldweg erreiche.<br />
Der mit dem gelben Krönchenglas markiert ist. </p>
<p>Rieslingpfad &#8211; ich bin wieder richtig! Yaay!<br />
(Ist übrigens gerade mal 200 m. nach der Abzweigung, wo ich eben falsch abgebogen bin. Den Umweg hätt´ ich mir wahrlich sparen können&#8230;). </p>
<p>Weiter westwärts, noch ein Stück durch den Wald, dann wieder hinaus in die Weinberge, nun an den Hängen über dem Walluftal, genauer gesagt in der Weinlage mit dem klangvollen Namen &#8222;Martinsthaler Wildsau&#8220;:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6899-6901p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6899-6901p.jpg?w=400&#038;h=141" alt="IMG_6899-6901p" title="IMG_6899-6901p" width="400" height="141" class="alignnone size-full wp-image-6893" /></a><br />
<em>Bild #37: An der Martinsthaler Wildsau</em></p>
<p>Ab hier geht´s wieder bergab, den Fraunesteiner Weg hinunter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6902.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6902.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6902" title="IMG_6902" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6894" /></a><br />
<em>Bild #38: Wegkreuz am Frauensteiner Weg</em></p>
<p>&#8230;der am herbstlich-bunten Südhang des Langenbergs entlang mit sanftem Gefälle ins Walluftal hinabführt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6904-10p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6904-10p.jpg?w=400&#038;h=76" alt="IMG_6904-10p" title="IMG_6904-10p" width="400" height="76" class="alignnone size-full wp-image-6896" /></a><br />
<em>Bild #39: Weinlage Martinsthaler Langenberg, saisonal eingefärbt in Gelb, Grün, Rot und Braun</em>  </p>
<p>Hübsch, auch hier gefällt´s mir richtig gut.</p>
<p>Weniger gut gefällt mir allerdings das Wetter, denn langsam aber sicher zieht sich der Himmel zu. Da wo eben noch die milde Frühnachmittagsonne aus dem milchigen Himmel geschienen hat, sitzt jetzt ein dunkler Wolkenplacken, der das direkte Licht regelrecht abblockt.<br />
Da wirkt selbst der schöne Rheingau auf einmal ein bisschen grau und kalt, und die leuchtenden Herbstfarben und die freundliche-warme Herbstatmosphäre machen erst mal Pause.<br />
Hrmpf. Blöd.</p>
<p>Nach ca. einem Kilometer erreiche ich den unteren Ortsrand von <a href="http://www.rheingau.de/gemeinden/martinsthal">Martinsthal</a>, das bereits zu Eltville gehört und damit endgültig und vollständig im Rheingau liegt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6911.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6911.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6911" title="IMG_6911" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6897" /></a><br />
<em>Bild #40: Ankunft in Martinsthal.<br />
Im Hintergrund kann man bereits meine nächste Station erkennen, das ca. 100 m. höher gelegene Rauenthal</em></p>
<p>Hier geht´s einmal längs durch den Ort, neben der vielbefahrenen Schiersteiner Str./B260 Talaufwärts.<br />
Nicht unbedingt ein Highlight, finde ich.<br />
Der untere Teil von Martinsthal ist nicht so richtig pittoresk, und der nunmehr graue, stumpfe Himmel und der intensive Verkehr, der sich direkt neben mit durch den Ort walzt, helfen auch nicht unbedingt. </p>
<p>Wird aber netter, ca. einen halben Kilometer nach dem Ortsanfang. Da biege ich nämlich links ab, weg von der Durchgangsstrasse in den alten Ortskern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6914.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6914.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6914" title="IMG_6914" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6899" /></a><br />
<em>Bild #41: Martinsthaler Ortsmitte</em></p>
<p>&#8230;und folge dann der enge, von alten Häusern gesäumten Hauptstr. rechts hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6915.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6915.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6915" title="IMG_6915" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6900" /></a><br />
<em>Bild #42: Haupstr. in Martinsthal</em></p>
<p>&#8230;bis diese beim Wildsauplatz am nördlichen Ortsende dann wieder auf die B260 trifft:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6916.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6916.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6916" title="IMG_6916" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6901" /></a><br />
<em>Bild #43: Irgendwie kann mir auch denken, warum der Wildsauplatz heisst&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Von hier aus geht´s noch ein kleines Stück weiter auf dem Bürgersteig neben der Bundesstrasse entlang, raus aus Martinsthal und am örtlichen Friedhof vorbei, bevor mich der Rieslingpfad halblinks auf die abzweigende K641 lotzt, die sich hier in schmalen, langen Serpentinen die Hügelflanke hinauf nach Rauenthal windet.<br />
Allerdings nur ein kurzes Stück, denn in der ersten Serpentine geht´s geradeaus weiter, auf einem Fußweg die recht anstrengende Bergflanke hinauf bis zum unteren Dorfrand von <a href="http://www.rauenthal.de/index.html">Rauenthal</a>:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6917.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6917.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6917" title="IMG_6917" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6902" /></a><br />
<em>Bild #44: Ankunft in Rauenthal</em></p>
<p>Auch im Ort geht´s weiter aufwärts, durchs Wohngebiet an der &#8222;alte Chaussee&#8220; hoch in Richtung Dorfmitte, und das mit einem Neigungswinkel, der mir den Schweiss auf die Stirn und die Luft aus den Lungen treibt.<br />
Uffa! Der Ort sollte besser RauenBERG heissen, das wäre viel passender&#8230;</p>
<p>In Richtung Ortsmitte wird´s aber zum Glück wieder flacher, ich laufe auf der Gartenstr. an einem hübschen kleinen Platz mit altem Rathaus und Kirche vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6918.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6918.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6918" title="IMG_6918" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6904" /></a><br />
<em>Bild #45: Kirche in Rauenthal</em></p>
<p>&#8230;bevor ich schließlich links in die schmale, geplfasterte Reitschulgasse einbiege:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6919.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6919.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6919" title="IMG_6919" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6903" /></a><br />
<em>Bild #46: Reitschulgasse</em></p>
<p>Hier bin ich mal wieder falsch, aber ich merke es erst, als Rauenthal nach ein paar hundert Metern zu Ende geht, und ich keine Markierungen erkennen kann.<br />
Kurze Orientierungspause, dann wende ich mich nach rechts, überquere ein Wiese auf dem Hügelrücken südlich des Ortes, und laufe dann auf dem nächsthöheren Weg zurück nach Rauenthal, wo ich über Weinbergstr. und Kiedricher Str. wieder auf den Rieslingpfad  gelange, der hier hinab ins nächste Bachtal unterhalb des Rauenthaler Höhenrückens, und damit in Richtung Kiedrich führt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6921.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6921.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6921" title="IMG_6921" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6905" /></a><br />
<em>Bild #47: Rieslingpfad am südwestlichen Ortsausgang von Rauenthal</em></p>
<p>Den nehme ich.<br />
Rapide abwärts, erst durch ein paar Wiesen und Kleingärten, dann in den schrägen, gelb belaubten Herbstwald, der steil zum Talgrund des Rauschtals (falls es so heisst, da bin ich mir nicht sicher) abfällt.<br />
Schönes Stück, bergab läuft sich das aber sicher auch angenehmer als bergauf&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich passiere eine hübsche kleine Kapelle&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6922.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6922.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6922" title="IMG_6922" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6906" /></a><br />
<em>Bild #48: Waldapelle westlich unterhalb Rauenthal</em></p>
<p>&#8230;und stoße dann kurz darauf wieder auf den Rheinsteig, mit dem es weiter abwärts ins schmale Tal hinein geht, durch die Wildwiesen im Talgrund hindurch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6924.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6924.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6924" title="IMG_6924" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6907" /></a><br />
<em>Bild #49: Im Rauschtal</em></p>
<p>&#8230;und schließlich auf der anderen Talseite wieder ein kleines Stück aufwärts, dann links am westlichen Talrand entlang bis zur einsam gelegenen <a href="http://www.rausch-eltville.de/index.php">Waldgaststätte Rausch</a> im Talgrund:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6926.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6926.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6926" title="IMG_6926" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6908" /></a><br />
<em>Bild #50: Waldgaststätte Rausch</em></p>
<p>Inzwischen bin ich doch schon eine ganze Weile unterwegs, gegessen und getrunken habe ich bisher aber noch nichts.<br />
Deshalb entschließe ich mich spontan zu einer kurzen, wohlverdienten Koffein- und Zuckerpause.<br />
Also hoch durch den leeren Biergarten in den etwas zu warmen und etwaszu volksmusikigen Schankraum und eine Cola geordert.<br />
Weil ich´s eilig habe (16:21 in Hattenheim, und so) trinke ich sie hastig und im Stehen.<br />
Nicht unbedingt gemütlich aber trotzdem gut (Foto mach´ ich ausnahmsweise auch keins, ihr müsst mir halt einfach mal so glauben, dass ich die Cola getrunken habe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Aaaahh! </p>
<p>Als ich wieder draußen bin, stelle ich fest, dass ich eigentlich auch ein bisschen Hunger habe (uneigentlich ist es schon etwas mehr als nur &#8222;ein bisschen&#8220;&#8230;), wahrscheinlich geweckt vom Essensgeruch und den appetitlich aussehenden Bretzeln am Tresen der Waldgaststätte.<br />
Zum Glück hab´ ich ja zwei pappig-süße Fruchtriegel dabei, die verputze ich noch schnell auf einer bequemen Bank am Parkplatz vor der Gaststätte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6928.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6928.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6928" title="IMG_6928" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6909" /></a><br />
<em>Bild #51: &#8230;und dieses Mal mache ich auch ein Foto, man hat ja schließliche eine Dokumentationspflicht gegenüber der Nachwelt.<br />
Oder so ähnlich</em></p>
<p>&#8230;bevor ich mich dann &#8211; gestärkt aber auch leicht verfroren (hier unten im Talgrund ist es ganz schön frisch ohne Sonne) &#8211; wieder auf den Weg mache. </p>
<p>Weiterhin Rheinsteig, weiterhin am Rand des Talgrundes entlang, der nun mehr und mehr nach Süden knickt. Hier gibt´s auch einen asphaltierten Fahrweg, aber mit solchen bequemlichkeiten gibt sich der Rheinsteig natürlich nicht ab &#8211; der verläuft lieber 15 m. weiter westlich auf einem schmalen Pfädchen am Hang, das ständig auf, ab, auf, ab, auf und wieder ab geht.<br />
Hübsch anstrengend, hübsch anzusehen hübsch zu laufen.<br />
Kurzum: Hübsch:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6931.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6931.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6931" title="IMG_6931" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6910" /></a><br />
<em>Bild #52: Rheinsteig kurz nach der Waldgaststätte</em></p>
<p>Irgendwann passiert der Pfad ein weiteres einsames Forsthaus, dann schraubt er sich ernsthafter in die Höhe, überquert den nächsten bewaldeten Hügelrücken, und führt schließlich wieder hinaus ins Frei, in die Weinhänge des Gräfenbergs nordöstlich von Kiedrich.<br />
Hier geht´s rechts, auf dem Rheinsteig zwischen Wald und Wein aufwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6934.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6934.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6934" title="IMG_6934" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6911" /></a><br />
<em>Bild #53</em></p>
<p>&#8230;während links unten bereits die Dächer von Kiedrich in der Talmulde erkennbar sind:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6935.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6935.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6935" title="IMG_6935" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6912" /></a><br />
<em>Bild #54: Erster Blick auf Kiedrich</em></p>
<p>Vielleicht ein halber Kilometer am Waldrand bei zweistelliger Durchschnittsteigung, da machen sich die bisherigen Höhenmeter doch schon so langsam bemerkbar.<br />
Dann geht´s nochmal in den Wald rein, aber nur kurz: Scharfe Linkskurve mit dem Rheinsteig, dann wieder in die Weinlagen am Wasseros&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6936.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6936.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6936" title="IMG_6936" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6914" /></a><br />
<em>Bild #55</em></p>
<p>&#8230;an denen der Weg auf halber Höhe in einem weiten Bogen um ein trichterförmiges Seitental herumwindet, dessen unteres Ende sich nach Kiedrich hin öffnet&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6939.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6939.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6939" title="IMG_6939" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6915" /></a><br />
<em>Bild #56: Blick vom Wasseros auf Kiedrich</em></p>
<p>&#8230;während sich auf der anderen Talseite bereits mein nächstes Ziel gegen den hellgrauen Himmel abzeichnet, der Bergfried der Burgruine Scharfenstein:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6937.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6937.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6937" title="IMG_6937" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6916" /></a><br />
<em>Bild #58: Burg Scharfenstein von Osten</em></p>
<p>Ich umrunde das Tal, am &#8222;<a href="http://www.kiedrich.de/index.html?/rathaus/weinberg.html">Weinberg der Ehe</a>&#8220; vorbei (Kurzfassung: Wer in Kiedrich heiratet, kriegt die Patenschaft über einen Weinstock hier oben), bis rüber zur <a href="http://www.rheingau.de/sehenswertes/scharfenstein">Burg Scharfenstein</a>, die auf einem steilen Bergsporn über dem Ort thront.<br />
Viel übrig ist von der Burg allerdings nicht mehr, eigentlich nur noch der mächtige Wehrturm. Und der wird auch noch renoviert und ist vollkommen von Bauzäunen umschlossen, da kommt man nicht so richig ran:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6943.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6943.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6943" title="IMG_6943" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6917" /></a><br />
<em>Bild #59: Burg Scharfenstein</em></p>
<p>Bisschen schade, aber zum Trost gibt´s wenigstens einen tollen von der Terasse am Südende des Burgplateaus runter nach Kiedrich.<br />
Auch nicht übel:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6944-51p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6944-51p.jpg?w=400&#038;h=151" alt="IMG_6944-51p" title="IMG_6944-51p" width="400" height="151" class="alignnone size-full wp-image-6918" /></a><br />
<em>Bild #60: Kiedrich von Burg Scharfenstein aus</em></p>
<p>Von der Ruine führt mich der Rheinsteig steil abwärts, auf einen steiniges Ziegenpfädchen, das in einem halben Dutzend Serpentinen den felsigen Steilhang an der Westseite des Bergsporns ins tief unten liegende Tal mäandert:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6954.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6954.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6954" title="IMG_6954" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6919" /></a><br />
<em>Bild #61: Abstieg vom Scharfenstein</em></p>
<p>Unten angekommen bin ich dann auch schon in <a href="http://www.kiedrich.de/">Kiedrich</a>, das sich selbst als &#8222;gotisches Weindorf im Rheingau&#8220; bezeichnet, und dem Vernehmen nach ziemlich hübsch sein soll.</p>
<p>Hier geht´s erstmal südwärts, erst ein Stück auf der ruhigen Scharfensteiner Str., neben der der Kiedricher Bach offen talwärts plätschert&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6955.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6955.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6955" title="IMG_6955" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6920" /></a><br />
<em>Bild #62: Scharfensteiner Str. in Kiedrich</em></p>
<p>&#8230;dann auf einem beschaulichen Fußweg am Bachufer:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6956.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6956.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6956" title="IMG_6956" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6921" /></a><br />
<em>Bild #63: Markierung der Stunde: Weiterhin das Rheinsteig-Symbol.<br />
Das gelbe Krönchenweinglas vom Rieslingpfad ist zwar auch da, aber dem traue ich nicht so recht, zumal es laut Wanderkarte hier eigentlich gar nicht vorbeiführen sollte (oder doch???)&#8230;</em></p>
<p>Am Ende des Fußweges rechts. Kleine Brücke über den Kiedricher Bach, auf dem Bassenheimer Weg in den Ort rein, dann wieder links runter und auf Talstr. und Suttonstr. weiter in Richtung Ortskern:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6959.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6959.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6959" title="IMG_6959" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6922" /></a><br />
<em>Bild #64: Suttonstr. in Kiedrich</em></p>
<p>Ist tatsächlich hübsch hier, selbst im Trüben: Schmale Gassen, schöne Häuser, alte Mauern mit der einen oder anderen Statue drauf:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6960.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6960.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6960" title="IMG_6960" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6923" /></a><br />
<em>Bild #65: &#8230;zum Beispiel die hier, an der Ecke Suttonstr./Oberstr.</em></p>
<p>Bloß die Gotik vermisse ich noch ein bisschen, vielleicht gibt´s die ja in der Ortsmitte um die große Kirche herum &#8211; aber da komme ich heute leider nicht hin.<br />
Die Uhr drängt immer mehr, inzwischen geht´s schon auf 15:00 Uhr, und ich will wenigstens noch ein bisschen Zeit für das grandiose Kloster Eberbach haben, deshalb verzichte ich auf einen Schlenker durchs Kiedricher Zentrum und biege stattdessen etwas vorher rechts ab.<br />
Gräfenbergstr. hoch, dann durch die Bingerpfortenstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6961.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6961.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6961" title="IMG_6961" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6924" /></a><br />
<em>Bild #66: Bingerpfortenstr.</em></p>
<p>&#8230;und schließlich rechts hoch auf den Holzweg, der mich mit einer kühnen Serpentine aus Kiedrich hinaus und zurück in die Weinberge, dieses Mal die Weinlage Klosterberg am Hang westlich über dem Kiedrichbachtal. </p>
<p>Langer Aufstieg, mehr als einen Kilometer geht es stetig aufwärts durch die Weinberge, während Kiedrich langsam hinter mir im Tal versinkt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6966.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6966.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6966" title="IMG_6966" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6925" /></a><br />
<em>Bild #67: Blick zurück vom Klosterberg</em></p>
<p>Besonders steil ist es hier eigentlich nicht, aber so langsam machen sich die bisher gelaufenen Kilometer und Höhenmeter, sowie das ausgefallene Mittagessen doch ein bisschen bermerkbar &#8211; ich hab´ ein klein wenig zu kämpfen, schalte lieber einen Gang zurück, während ich mich Schritt für Schritt den Hang hinaufschaffe. </p>
<p>Gibt allerdings auch eine gute Nachricht: Der große Wolkenplacken, der seit Martinsthal den Himmel eingegräut hat, zieht immer weiter nach Rheinhessen ab, und so ganz langsam aber sicher beginnt die Sonne wieder an den seinen Rändern vorbei hervorzulugen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6965.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6965.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6965" title="IMG_6965" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6926" /></a><br />
<em>Bild #68: Nein, es noch lange kein Sonnenuntergang, die seltsam-finstere Belichtung kommt vom Gegenlicht&#8230;</em></p>
<p>Noch ist sie nicht draußen, aber es sollte sich eigentlich nur noch um Minuten handeln&#8230;</p>
<p>Weiter aufwärts durch die Reben.<br />
Huff. Huff. Huff. Puuh&#8230;<br />
Einen Kilometer hinter Kiedrich gibt´s eine Wegscheide nebst Weinbergshäuschen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6975.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6975.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6975" title="IMG_6975" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6927" /></a><br />
<em>Bild #69: In Rheinhessen würde das Häuschen &#8222;Trullo&#8220; heißen und rund sein. Ob´s einen rheingau´schen Fachbegriff gibt, weiss ich leider nicht&#8230;</em></p>
<p>&#8230;and dem mich Rheinsteig und Rieslingpfad nach halbrechts lotsen, weiter moderat aufwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6977.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6977.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6977" title="IMG_6977" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6928" /></a><br />
<em>Bild #70: &#8230;aber nun wirklich nicht mehr steil, damit lässt sich´s gut leben</em></p>
<p>&#8230;durch ein kleines lichtes Wäldchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6978.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6978.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6978" title="IMG_6978" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6929" /></a><br />
<em>Bild #71: Oder vielleicht ist es auch nur eine etwas größere Baumgruppe, bin mir nicht sicher&#8230;</em></p>
<p>&#8230;hinaus auf eine riesenhafte, weite, szenische Hangwiese, die auf allen Seiten von dichtem, buntem Herbstwald umgeben ist. </p>
<p>Hier passiert´s dann.<br />
Die Wolken verziehen sich endgültig, die Sonne kommt wieder raus:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6979-80p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6979-80p.jpg?w=400&#038;h=460" alt="IMG_6979-80p" title="IMG_6979-80p" width="400" height="460" class="alignnone size-full wp-image-6930" /></a><br />
<em>Bild #72: Sonne?</em></p>
<p>Von einem Moment auf den anderen flutet sattes, kräftiges, schräges Herbstlicht herunter, ergiesst sich träge über die plötzlich flammendbunten Baumwipfel, hinein in die schimmernden Grasflächen, und macht alles hell und warm und strahlend.<br />
Eben war´s noch nett hier. </p>
<p>Jetzt ist es traumhaft schön:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6984.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6984.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6984" title="IMG_6984" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6931" /></a><br />
<em>Bild #73: SONNE!!!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6990-93p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6990-93p.jpg?w=400&#038;h=103" alt="IMG_6990-93p" title="IMG_6990-93p" width="400" height="103" class="alignnone size-full wp-image-6932" /></a><br />
<em>Bild #74: Der Nordrand der Wiese, hellstrahlend aber noch unter dem dunkelgrauen Himmel, der gerade am Abziehen ist &#8211; ein unglaubliche Atmosphäre!</em></p>
<p>Herrlich, das tut richtig gut:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6982.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6982.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6982" title="IMG_6982" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6933" /></a><br />
<em>Bild #75: Aaah!</em></p>
<p>Ein knapper halber Kilometer durch gelbraunes, wogendes Gras und strahlenden Sonnenschein. Die Müdigkeit und das leichte Hungergrimmen sind erstmal vergessen, das hier ist einfach viel zu angenehm.<br />
Schließlich ein einsamer Pfosten mitten in der Wiese, der die stelle anzeigt, wo Rieslingpfad und Rheinsteig nach Südwesten abknicken und sich zum letzten Aufstieg vor dem Kloster Eberbach anschicken:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6994.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6994.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6994" title="IMG_6994" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6934" /></a><br />
<em>Bild #76: Links, bitteschön</em></p>
<p>Kleines Trampelpfädchen zum Waldrand, dort auf einem etwas wackligen Holzsteg über ein Bächlein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6996.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6996.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6996" title="IMG_6996" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6935" /></a><br />
<em>Bild #77: Laut Wanderkarte ist das der Grünbach</em></p>
<p>&#8230;und noch einmal ein paar hundert Meter auf schmalen Waldpfaden zwischen knorrigen alten Bäumen bergauf, bis auf den Höhenrücken am Honigberg (mit ca. 320 m.ü.NN übrigend der höchste Punkt der heutigen Tour), hinter dem es dann gleich wieder abwärts geht, auf einer langen, geraden Schneise geradewegs runter zum Waldrand über dem Klostergelände, das in wunderschöner Lage im Grund eines kleinen Tals ruht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6997-99p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6997-99p.jpg?w=400&#038;h=200" alt="IMG_6997-99p" title="IMG_6997-99p" width="400" height="200" class="alignnone size-full wp-image-6937" /></a><br />
<em>Bild #78: Erster Blick auf Kloster Eberbach aus östlicher Richtung</em></p>
<p>Gleich runter möchte ich allerdings noch nicht, stattdessen beschließe ich spontan, noch einen kleinen Schlenker um das Kloster herumzulaufen und die Anlage dann von hinten zu betreten.<br />
Deshalb geht´s hier rechts, über dem Kloster nach Nordwesten, wie gewohnt dem Rheinsteig hinterher:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7004.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7004.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7004" title="IMG_7004" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6939" /></a><br />
<em>Bild #79: Rheinsteig über dem Kloster</em></p>
<p>Nicht direkt am Waldrand, aber nah genug dran, dass man hin und wieder mal ein Stück Klostermauer, ein Dach oder den Turm zwischen den Bäumen durchblitzen sieht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7003.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7003.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7003" title="IMG_7003" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6938" /></a><br />
<em>Bild #80: Turm der Klosterbasilika</em></p>
<p>&#8230;und das schräge Mittagslicht das bunte Blätterdach erhellen kann:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7005.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7005.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7005" title="IMG_7005" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6940" /></a><br />
<em>Bild #81</em></p>
<p>Richtig schöner Weg!</p>
<p>Nach einem halben Kilometer geht´s dann links den Hang runter, raus aus dem Wald und rein ins schmale Tal des Kisselbachs direkt hinter dem Abteigelände.<br />
Vorbei an nicht so ganz ins pittorekse Bild passenden Großbaustelle&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7009.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7009.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7009" title="IMG_7009" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6941" /></a><br />
<em>Bild #82: Alte Steinmauer und neuer Beton.<br />
Die Steinmauer ist irgendwie hübscher&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>&#8230;und einigen verwitterten Grabsteinen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7010.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7010.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_7010" title="IMG_7010" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6942" /></a><br />
<em>Bild #83: Oder Gedenksteine???</em></p>
<p>&#8230;zur rückwärtigen Pforte in der Mauer und hinein ins Klostergelände.</p>
<p>Ok, <a href="http://www.klostereberbach.de/">Kloster Eberbach</a>.<br />
Ganz fraglos das absolute Highlight der heutigen Tour.<br />
Gegründet im 12. Jahrhunder von Bernhard von Clairvaux, das erste Zisterzienserkloster östlich des Rheins.<br />
Im Hochmittelalter eines der einflussreichsten und mächtigsten Klöster Deutschlands, bestand bis zur Sakularisierung zu Anfang des 19. Jahrhunderts, danach u.a. Weingut, Strafanstalt und &#8222;Irrenhaus&#8220;.<br />
Heute: Wiederinstandgesetzt und eines der bedeutendsten Baudenkmäler Hessens, mit wunderbaren Klostergärten und herrlichem Gebäudebestand aus der Romanik und Frühgotik.<br />
Wenn die hessische Landesregierung mal ganz dringend wichtige Staatsgäste beeindrucken muss, lädt sie sie hierher ein.<br />
Ein Teil vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Name_der_Rose_(Film)">Namen der Rose</a> (der mit Sean Connery) wurde hier gedreht.<br />
Und die gesamt Anlage steht unter dem besonderen Schutz der Haager Konvention und darf im Kriegsfall nicht beschossen oder gesprengt werden (zumindest nicht von Kriegsparteien, die sich an die Haager Konvention halten. Was heutzutage allerdings wohl keine Selbstverständlichkeit ist, also lieber Daumendrücken, dass demnächst kein Krieg ausbricht, dem Kloster Eberbach zuliebe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Kurzum: Eine tolle, 1A-Premiumsehenswürdigkeit, an der eigentlich kein Weg vorbeiführt, wenn man im Rheingau unterwegs ist, und in der es ganz viel zu schauen und zu entdecken gibt. </p>
<p>Vorausgesetzt man hat die Zeit dafür.<br />
Ich hab´ sie heute leider nicht mehr.<br />
Als ich das Kloster betrete, zeigt die Uhr kurz vor halb Vier an.<br />
In weniger als einer Stunde geht mein Zug, und bis Hattenheim runter sind´s mindestens noch vier oder fünf Kilometer.<br />
Wenn ich rechtzeitig am Bahnhof sein (und noch ein kleines Polster für unterwegs lassen) will, dann bleiben mir für das Kloster höchstens<br />
15 oder 20 Minuten.<br />
Auch wenn´s mir unendlich leid tut &#8211; das reicht nicht mehr für das Klosterinnere, <a href="http://klostereberbach.de/html/3_erkundungen/rundgang/08_klosterkirche.html">Basilika</a>, <a href="http://klostereberbach.de/html/3_erkundungen/rundgang/09_moenchsdormitorium.html">Dormitorien</a> und <a href="http://klostereberbach.de/html/3_erkundungen/rundgang/02_kreuzgarten.html">Kreuzgänge</a> muss ich mir wohl ein Andermal ansehen.<br />
Seufz.<br />
Jammerschade. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber zumindest für die Außenanlagen und Klostergärten reicht die Zeit noch, und auch die sind wunderschön und unbedingt sehenswert. </p>
<p>Na denn &#8211; keine Zeit verlieren, Kloster erkunden!</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7011.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7011.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7011" title="IMG_7011" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6943" /></a><br />
<em>Bild #84: Von der Rückpforte zum Haupttrakt</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7013.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7013.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7013" title="IMG_7013" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6944" /></a><br />
<em>Bild #85: Schlosserbau und  &#8211; rechts &#8211; die Stirnsteite des Konversenbaus.<br />
Dahinter der bunt schimmernde Waldrand, an dem ich vor ein paar Minuten entlanggelaufen bin</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7014-15p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7014-15p.jpg?w=400&#038;h=170" alt="IMG_7014-15p" title="IMG_7014-15p" width="400" height="170" class="alignnone size-full wp-image-6945" /></a><br />
<em>Bild #86: Am Konversenbau</em> </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7016-18p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7016-18p.jpg?w=400&#038;h=143" alt="IMG_7016-18p" title="IMG_7016-18p" width="400" height="143" class="alignnone size-full wp-image-6946" /></a><br />
<em>Bild #87: Platz zwischen Konversenbau (links) und Gästehaus (rechts)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7019.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7019.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7019" title="IMG_7019" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6947" /></a><br />
<em>Bild #88: Prälatengaren und Prälatenhaus</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7026.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7026.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7026" title="IMG_7026" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6948" /></a><br />
<em>Bild #89: Großer Garten mit Orangerie (links vorne) und Torhaus (rechts hinten)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7024.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7024.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7024" title="IMG_7024" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6949" /></a><br />
<em>Bild #90: Hospitalgarten an der Stirnseite der Basilika</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7025.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7025.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7025" title="IMG_7025" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6950" /></a><br />
<em>Bild #91: Sonnenbeschienene Weinreben im Pomarium an der Ostmauer</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7027-30p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7027-30p.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7027-30p" title="IMG_7027-30p" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6951" /></a><em>Bild #92: Die Basilika von der Orangerie aus gesehen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7033-34p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7033-34p.jpg?w=400&#038;h=202" alt="IMG_7033-34p" title="IMG_7033-34p" width="400" height="202" class="alignnone size-full wp-image-6952" /></a><br />
<em>Bild #93: Südseite des Haupttraktes mit Basilika und Konversenbau vom Torhaus am Haupteingang aus gesehen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7035.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7035.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7035" title="IMG_7035" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6953" /></a><br />
<em>Bild #94: Und schließlich: Torhaus am Haupteingang von außerhalb der Klostermauern (wenn man genau hinschaut, kann man über der Mauer in der linken Bildmitte die weissblaue Plakette entdecken, die das Kloster unter den Schutz der Haager Konvention stellt). </em></p>
<p>Die Viertelstunde ist nicht besonders lang, und so muss ich mich schließlich viel zu früh und schweren Herzens vom Kloster Eberbach losreissen und die letzten Kilometer nach Hattenheim runter in Angriff nehmen. </p>
<p>Durch das Haupttor aus dem Klostegelände hinaus, über den großen und gut gefüllten Busparkplatz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7036.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7036.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7036" title="IMG_7036" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6954" /></a><br />
<em>Bild #95: Ich glaube, das ist der unhöflichste Reisebus, der mir jemals untergekommen ist&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>&#8230;bis runter an die Landstrasse zwischen Kiedrich und Hattenheim&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7037.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7037.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7037" title="IMG_7037" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6955" /></a><br />
<em>Bild #96: Ist übrigens die L3320. Nur falls sich jemand Notizen macht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>&#8230;auf die ich rechts in Richtung Hattenheim einbiege.<br />
Zumindest für ein paar Meter, dann geht rechts ein Pfad die Böschung hoch in den Wald zur Bernharduskapelle, die ich natürlich auch noch schnell mitnehme:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7038.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7038.jpg?w=400&#038;h=301" alt="IMG_7038" title="IMG_7038" width="400" height="301" class="alignnone size-full wp-image-6956" /></a><br />
<em>Bild #97: Bernharduskapelle kurz vor dem Kloster Eberbach</em></p>
<p>Von hier aus muss ich dann nur dem schwarzen Punkt folgen, der durch die Rheingauhügel abwärts bis nach Hattenheim führt. </p>
<p>Zuerst ein Stückchen parallel zur Landstrasse durch den Wald, dabei leicht aufwärts. Osthang, deswegen ist es schon relativ frisch und schattig, denn die Sonne liegt nur noch auf der gegenüberliegenden Seite des Eberbacher Tals:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7039.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7039.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7039" title="IMG_7039" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6957" /></a><br />
<em>Bild #98: Hui, ganz schön hell da drüben&#8230;</em></p>
<p>Nach 300 m. geht´s nochmal leicht aufwärts, dann führt der Weg aus dem Wald hinaus in die runden, länglichen Vorhügel des Taunusmassives, die sich mit leichtem Gefälle sachte zum Rheinufer hin absenken. </p>
<p>Hier ist es nochmal traumhaft schön.<br />
Der Himmel ist klar und blau, so dass die schräge Nachmittagssonne ungehindert auf den Rheingau herabscheinen können und dabei ein unglaubliches sattes, strahlendes Licht erzeugen. Wo sie auf die bunten Felder, Weinberge und Wälder treffen, da erglüht die Landschaft regelrecht und erstrahlt in einer beinahe unwirklich intensiven Farbenpracht.<br />
Eigentlich wollte ich hier zügig durchlaufen, aber das hier ist so grandios, dass ich immer wieder anhalten muss, um mit offenem Mund schauen und Fotos zu schießen (wobei ich insgeheim hoffe, dass die Kamera dieses einmalige Farbspektakel zumindest ansatzweise abbilden kann). </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7043.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7043.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7043" title="IMG_7043" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6958" /></a><br />
<em>Bild #99: Direkt nach dem Waldrand muss ich durch eine große Wandergruppe durchlavieren.<br />
Klappt gut, auch wenn mich der Trottel etwas nervt, der glaubt, es wäre lustig, mich mit einem retardierten &#8222;Hopp Hopp Hopp&#8220; zu Höchsteistungen anzutreiben (aber so jemand findet sich ja immer, wenn die Wandergruppe nur große genug ist&#8230;)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7044.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7044.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7044" title="IMG_7044" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6959" /></a><br />
<em>Bild #100: Strahlende Sonne, blauer Himmel, buntes Laub. So und nicht anders gehört der Herbst!</em></p>
<p>Der Weg führt abwärts durch die Wiesen zur <a href="http://www.domaenesteinberg.de/eberbach/eberbach.html">Domäne Steinberg</a>. </p>
<p>Kurze Fotopause&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7046-64p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7046-64p.jpg?w=400&#038;h=92" alt="IMG_7046-64p" title="IMG_7046-64p" width="400" height="92" class="alignnone size-full wp-image-6960" /></a><br />
<em>Bild #101: 180°-Panorama vom Straßenrand beim <a href="http://www.steinbergkeller.de/">Steinbergkeller</a> nach Osten, über das Tal des Eberbachs hinweg auf Eichberg und die umgebenden Wälder und Weinlagen</em></p>
<p>&#8230;dann auf einem Pfad neben der Landstrasse weiter südwärts in Richtung Hattenheim und Rheinufer:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7069.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7069.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7069" title="IMG_7069" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6961" /></a><br />
<em>Bild #102: Neben der L3320</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7071.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7071.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7071" title="IMG_7071" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6962" /></a><br />
<em>Bild #103: Rotleuchtende Hecken am Strassenrand</em></p>
<p>Nach einem halben Kilometer überquert der schwarze Punkt die Landstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7072.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7072.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7072" title="IMG_7072" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6963" /></a><br />
<em>Bild #104: Blick nach rechts&#8230; (zurück in Richtung Steinbergkeller und Kloster Eberbach</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7073.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7073.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7073" title="IMG_7073" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6964" /></a><br />
<em>Bild #105: &#8230;und nach links (runter in Richtung Rhein und Hattenheim) &#8211; Strasse frei, da kann ich ja bedenkenlos rüber&#8230;</em></p>
<p>und führt nach rechts von der L3320 weg zur <a href="http://www.rheinhessen-luftbild.de/img1644.htm">Domäne Neuhof</a>, einem schönen großen Gutshof der äußerst gefällig zwischen die Weinberge gebettet ist:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7079.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7079.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7079" title="IMG_7079" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6966" /></a><br />
<em>Bild #106: Domäne Neuhof</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7076.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7076.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7076" title="IMG_7076" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6965" /></a><br />
<em>Bild #107: Vorplatz der Domäne, in schrägem Licht und mit langen Schatten. Die Häuser im Hintergrund sind bereits die ersten Ausläufer von Hattenheim</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7080.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7080.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7080" title="IMG_7080" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6967" /></a><br />
<em>Bild #108: &#8230;und noch ein schnell erhaschter Blick durchs Hoftor der Domäne auf die leuchtenbunten Herbstwaldhänge dahinter</em></p>
<p>Von hier aus geht´s abwärts, auf einer Art Hohlweg zwischen hohen Weinbergsmauern hinab ins nächste Tal.<br />
Das herrlichste Stück der ganzen Tour, wie das schräge Licht und weite Hügellandschaft hier zusammenspielen, das ist einfach nur noch atemberaubend schön:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7081-83p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7081-83p.jpg?w=400&#038;h=176" alt="IMG_7081-83p" title="IMG_7081-83p" width="400" height="176" class="alignnone size-full wp-image-6968" /></a><br />
<em>Bild #109: Sorry für die schwarzen Balken, aber um die zu entfernen hätte ich auch Teile des Bildes wegschneiden müssen, das war mir einfach zu schade. </em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7086-90p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7086-90p.jpg?w=400&#038;h=254" alt="IMG_7086-90p" title="IMG_7086-90p" width="400" height="254" class="alignnone size-full wp-image-6969" /></a><br />
<em>Bild #110: Ohne Worte</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7092.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7092.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7092" title="IMG_7092" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6970" /></a><br />
<em>Bild #111: Blick durch das große Weinbergstor am unteren Ende des &#8222;Hohlwegs&#8220;, hinauf zum Steinberg</em></p>
<p>Unten angekommen folgt der Weg dann dem Talverlauf, am Bachufer weiter nach Süden in Richtung Hattenheim:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7093.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7093.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7093" title="IMG_7093" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6971" /></a><br />
<em>Bild #112: Noch 2,3 Kilometer bis Hattenheim&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7094.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7094.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7094" title="IMG_7094" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6972" /></a><br />
<em>Bild #113: Mehr Herbstlaub!</em></p>
<p>Erst ein ganzes Stück auf einem angenehm holprigen Feldweg am rechten Bachufer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7095.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7095.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7095" title="IMG_7095" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6973" /></a><br />
<em>Bild #114</em></p>
<p>&#8230;von dem aus man nochmal einen schönen Blick auf die bunten Hänge am Taunusrand hat&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7096-99p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7096-99p.jpg?w=399&#038;h=112" alt="IMG_7096-99p" title="IMG_7096-99p" width="399" height="112" class="alignnone size-full wp-image-6974" /></a><br />
<em>Bild #115: Der Hügel aus Bild #110 aus anderer Perspektive</em></p>
<p>&#8230;dann auf einer Brücke über den Leimersbach und am linken Bachufer weiter sanft abwärts in Richtung des näher rückenden Ziels:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7100.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7100.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7100" title="IMG_7100" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6975" /></a><br />
<em>Bild #116: Weg am Leimbersbach kurz vor Hattenheim</em></p>
<p>Hier ist es deutlich schattiger, denn die Sonne steht inzwischen so tief, dass sie bereits von den Bäumen am Bachufer geblockt wird, auch wenn ihr Licht noch voll auf die Weinhänge&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7101.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7101.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7101" title="IMG_7101" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6976" /></a><br />
<em>Bild #117</em></p>
<p>&#8230;und Heckenreihen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7102.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7102.jpg?w=400&#038;h=534" alt="IMG_7102" title="IMG_7102" width="400" height="534" class="alignnone size-full wp-image-6977" /></a><br />
<em>Bild #118</em></p>
<p>&#8230;am Wegesrand fällt.</p>
<p>Noch etwa ein Kilometer zwischen Weinbergen und Bachhauen, dann erreiche ich die ersten Häuser&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7104.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7104.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7104" title="IMG_7104" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6978" /></a><br />
<em>Bild #119: Fast da!</em></p>
<p>&#8230;und Hühner&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7105.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7105.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7105" title="IMG_7105" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6979" /></a><br />
<em>Bild #120: Hattenheimer Hinkel</em></p>
<p>&#8230;von <a href="http://www.hattenheim.de/">Hattenheim</a>.<br />
Das ist auch gut so, denn ich hab´ auch nur noch ein paar Minuten, bis der Zug ankommt.<br />
Also schnell weiter, auf dem Boxberger Pfad und dem Mühlpfad (der steigt ja nochmal an! Urks, das hätte jetzt aber nicht noch mal sein müssen&#8230;) in das irgendwie schon etwas abendlich wirkende Dorf hinein.<br />
Nochmal kurz einen netten Passanten an der Waldbachstr. nach dem Weg gefragt (weniger als fünf Minuten, da kann ich mir keine Navigationsfehler mehr leisten&#8230;), dann erreiche ich auch schon die Bahntrasse&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7107.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7107.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7107" title="IMG_7107" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6980" /></a><br />
<em>Bild #121: Bahnübergang in Hattenheim</em></p>
<p>&#8230;und direkt danach mein Ziel, den Hattenheimer Bahnhof:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7109.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_7109.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_7109" title="IMG_7109" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6981" /></a><br />
<em>Bild #122: Bahnhof Hattenheim</em></p>
<p>Die Uhr zeigt 16:18, weniger als drei Minuten bis die Bahn kommt &#8211; Punktlandung!</p>
<p>Und das war´s dann auch.<br />
Ich kaufe mir ein Ticket, warte noch ein bisschen am Bahnsteig auf den Zug (zwei Minuten Verspätung, da hätt´ ich auch nicht so hetzen müssen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), fahre zurück nach Schierstein, und mach´ mich von da aus auf den Heimweg. </p>
<p>Richtig gute Tour.<br />
Schöner Anfang, zwischendurch ein bisschen verhaltener, und am Ende dann ein großartiges Finale.<br />
Sehr fein. Bloß um das halb verpasste Kloster Eberbach tut´s mir ein bisschen leid, aber andererseits &#8211; ich komm sicher mal wieder in den Rheingau, das ist nämlich wirklich verflixt hübsch hier oben, und dann ist vielleicht etwas mehr Zeit.<br />
Und wer weiss, vielleicht schaff´s ich es ja irgendwann sogar mal, den Rheinsteig weiter zu laufen, über den Rheingau hinaus das herrliche Mittelrheintal hinauf.<br />
Blut geleckt hab´ ich heute auf jeden Fall schon mal&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 25,5 km<br />
Zeit: Viel<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 100% (25,5 km von 25,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/schierstein-hattenheim.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-6843" title="Schierstein - Hattenheim" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/schierstein-hattenheim.jpg?w=150&#038;h=88" alt="Schierstein - Hattenheim" width="150" height="88" /></a></p>
<p>M.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laufblog.wordpress.com/6841/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laufblog.wordpress.com/6841/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laufblog.wordpress.com/6841/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laufblog.wordpress.com/6841/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laufblog.wordpress.com/6841/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laufblog.wordpress.com/6841/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laufblog.wordpress.com/6841/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laufblog.wordpress.com/6841/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laufblog.wordpress.com/6841/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laufblog.wordpress.com/6841/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6841&subd=laufblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Schierstein - Hattenheim</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Bitte ein bissken Geduld&#8230;</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/31/geduld/</link>
		<comments>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/31/geduld/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 22:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://laufblog.wordpress.com/?p=6858</guid>
		<description><![CDATA[Ok, am Samstag bin ich also diese unheimlich schöne Tour in den herbstlichen Rheingau gelaufen.
25+ km, bergauf und bergab, mit Wald und Weinbergen, Aussichtspunkten, Burgen, Klöstern, kleinen Dörfern und &#8211; zumindest zeitweise &#8211; einem unglaublich schönen und intensiven Herbstlicht.
Natürlich mit Foto.  
Dummerweise hab´ ich gerade ein bisschen was zu tun, deswegen wird das heute [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6858&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ok, am Samstag bin ich also diese unheimlich schöne Tour in den herbstlichen Rheingau gelaufen.<br />
25+ km, bergauf und bergab, mit Wald und Weinbergen, Aussichtspunkten, Burgen, Klöstern, kleinen Dörfern und &#8211; zumindest zeitweise &#8211; einem unglaublich schönen und intensiven Herbstlicht.<br />
Natürlich mit Foto.  </p>
<p>Dummerweise hab´ ich gerade ein bisschen was zu tun, deswegen wird das heute und womöglich auch morgen noch nicht ganz klappen mit dem Laufbericht. </p>
<p>Aber zumindest ein Previewbild hab´ ich schonmal, damit das Warten umso länger wird <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> :<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/11/img_7086-90p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/11/img_7086-90p.jpg?w=400&#038;h=254" alt="IMG_7086-90p" title="IMG_7086-90p" width="400" height="254" class="alignnone size-full wp-image-6859" /></a><br />
Herrlich, oder? </p>
<p>Der gewohnt ausführliche Rest folgt dann entweder morgen am späten Abend oder übermorgen.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laufblog.wordpress.com/6858/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laufblog.wordpress.com/6858/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laufblog.wordpress.com/6858/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laufblog.wordpress.com/6858/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laufblog.wordpress.com/6858/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laufblog.wordpress.com/6858/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laufblog.wordpress.com/6858/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laufblog.wordpress.com/6858/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laufblog.wordpress.com/6858/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laufblog.wordpress.com/6858/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6858&subd=laufblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">matbs</media:title>
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			<media:title type="html">IMG_7086-90p</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Entspannte Herbstrunde im Ried: Wolfskehlen &#8211; Leeheim &#8211; Dornheim (15,3 km)</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/28/entspannte-herbstrunde-im-ried-wolfskehlen-leeheim-dornheim-153-km/</link>
		<comments>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/28/entspannte-herbstrunde-im-ried-wolfskehlen-leeheim-dornheim-153-km/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 22:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 15 km & < 20 km]]></category>
		<category><![CDATA[Dornheim]]></category>
		<category><![CDATA[Groß-Gerau]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
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		<category><![CDATA[Ried]]></category>
		<category><![CDATA[Riedlinie]]></category>
		<category><![CDATA[Riedstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfskehlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Anscheinend treibt mich der Herbst so ein bisschen in die Ebene.
Zumindest bin ich auch heute wieder unten im Ried gelaufen, und damit zum zweiten Mal in Folge im Flachland.
Das gab´s schon richtig lange nicht mehr&#8230;  
Aber irgendwie war´s auch genau der richtige Tag für die weiten, Felder und Brachwiesen der Rheinebene. Freundlich und ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6835&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Anscheinend treibt mich der Herbst so ein bisschen in die Ebene.<br />
Zumindest bin ich auch heute wieder unten im Ried gelaufen, und damit zum zweiten Mal in Folge im Flachland.<br />
Das gab´s schon richtig lange nicht mehr&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber irgendwie war´s auch genau der richtige Tag für die weiten, Felder und Brachwiesen der Rheinebene. Freundlich und ein bisschen verhalten, mit einer etwas fahlen aber angenehmen Herbstsonne, die sich regelmäßig hinter den diesigen Hochnebelschlieren am milchigblauen Himmel versteckte, windstill, nicht zu warm, nicht zu kalt, unspektakulär und umgänglich.<br />
Gar nicht schlecht für Ende Oktober, da liess sich was draus machen&#8230;</p>
<p><span id="more-6835"></span><br />
Gestartet bin ich heute mal in <a href="http://www.riedstadt.de/site/daten/wolfskehlen.php">Wolfskehlen</a>, dem nordwestlichsten Ortsteil der Gemeinde Riedstadt.<br />
Fast zwei Jahre und beinahe 4000 Kilometer her, dass ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/14/im-hagelsturm-durchs-flachland-griesheim-wolfskehlen-und-zuruck-12-8-km/">zum letzten Mal hier durchgekommen bin</a>, da war´s einfach mal wieder an der Zeit. </p>
<p>Ausgangspunkt: Griesheimer Str. in der östlichen Ecke des Dorfes.<br />
Von hier aus: Westwärts, auf der Ernst-Ludwig-Str. einmal längs durch Wolfskehlen durch, auf einem schmalen Bürgersteig an eng stehenden Häusern, Dorfgeschäften und der hübschen Kirche in der Ortsmitte entlang, schließlich links in die Oppenheimer Str. und aus dem Ortskern raus, weiter nach Westen.<br />
Nach 300 m. dann die Bahntrasse am westlichen Ortsende, hier ging´s durch eine von diesen großen, langen Fußgänger- und Radfahrerunterführungen ins Gewerbegebiet auf der anderen Seite der Gleise, und auch dort dann weiter westwärts, dem Radweg 20 folgend vorbei an Supermärkten, Sonderpostengeschäften und dem lokalen Fastfoodburgerbrater mit dem gelben M bis an die B26, die ich überquerte und mich halblinks in direkt südlicher Richtung in die unendlichen Rübenäcker schlug. </p>
<p>Es gibt Tage, da ist es eine Strafe, hier zu laufen &#8211; wenn der Himmel dunkelgrau und tief ist, die Felder leer und trostlos, und es nichts Schönes oder Interessantes gibt, an dem das Auge sich festhalten kann, während es in die Weite schweift.<br />
Heute war zum Glück kein so ein Tag:<br />
Pastellige Herbstatmosphäre in der Ebene, blassgelbes Sonnenlicht von schräg vorne, in der Ferne leichter Dunst über der Ebene, der sich stimmungsvoll an die grünen Hecken, bunten Baumgrüppchen und kleinen Dörfer jenseits der braunen Felder klammerte und dabei von den einzeln herab fallenden Sonnenstrahlen zum Leuchten gebracht wurde.<br />
Irgendwie beruhigend, unaufgeregt und auf eine angenehme Art ein bisschen melancholisch, ein schöner Nachmittag, um sich einfach ein bisschen in den Herbst treiben zu lassen.<br />
Lief sich sehr angenehm, enspannt, ohne Leistungsdruck oder hohes Tempo.</p>
<p>800 m. südwärts auf einem Betonplattenweg voll alter Erdplacken, dann links und wieder nach Westen, über die B44, dann weiter durch die Felder, aufs ferne Leeheim zu, dessen im schlanker Kirchturm bereits über dem Dunst jenseits der vermeintlich unendlichen Äcker erkennbar war. </p>
<p>Hier unten im fast vollkommen flachen, offenen Ried, ziehen sich die Strecken oftmals, auf eine Art und Weise, die man in den Bergen und Hügeln der umliegenden Mittelgebirge kaum erlebt. Auf schnurgeraden Feldwegen läuft man durchs Flachland, das sich in alle Richtungen erstreckt, das nächste Ziel beständig vor Augen, jedoch noch so weit weg, dass es scheinbar kaum näher kommt.<br />
Entsprechend verliert man sich hier oftmals so ein bisschen in der Weite, während sich Wahrnehmung und Bewegung ein Stück weit voneinander abkoppeln.<br />
Manchmal finde ich das unangenehm.<br />
Heute aber nicht, da passte es irgendwie perfekt zu dem milchigen, hellen, etwas verwaschenen Herbsttag&#8230;</p>
<p>Westwärts, westwärts, westwärts, gemächlich, ohne Ambitionen oder Kampf.<br />
Links zog in der Ferne langsam das Dörfchen Erfelden am Altrheinufer vorbei, eingerahmt von den turmhohen alten Bäumen des Kühkopfs, das sich im Dunst langsam in den Herbstabend träumte.<br />
Rechts des Weges, noch weit weg und wesentlich dunstiger, schimmerten die Dächer von Dornheim über die Äcker herüber.<br />
Und geradeaus, ebenfalls noch weit weg, wenn auch im schneckentempo näherkommend, Leeheim, mein nächstes Etappenziel. </p>
<p>Fast ein Kilometer, erst auf einem rissigen Wirtschaftsweg weg, dann auf grasigem Erdboden zwischen den Stoppelfeldern, bis ich das schmale Asphaltband der Riedlinie erreicht. Normalerweise ist die mit einem blauen Punkt markiert, aber hier draußen gibt´s nichts, wo man den Anbringen könnte.<br />
Hier kurz rechts, ein paar hundert Meter nordwärts in Richtung Hof Hayna, bis zu einer Kreuzung mit ein paar Graffiti-beschmierten Stelen und Steinsäulen, an denen ich wieder mal nach Westen abknickte und weiter in Richtung Leeheim lief.</p>
<p>Nochmal 1,4 km westwärts, während sich die Sonne hinter einer lichten Wolkenbank versteckte und weit vorne sich langsam die steilen Hügelflanken des rheinhessischen Hügellandes jenseits des Rheins aus dem hellen Dunst schälten. </p>
<p>Schließlich <a href="http://www.leeheim.de/Lee_start.html">Leeheim</a>. War ich erst einmal, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/sonniger-sonntagnachmittag-am-rhein-leeheim-kornsand-und-zuruck-165-km/">letzten Sonntag</a>.<br />
Und heute schon wieder. So geht´s manchmal&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auch hier wieder enge Strassen mit dicht stehenden Häusern, Rieddorfarchitektur eben. Aber nett, vor allem im indirekten Pastelllicht der milchigen Spätnachmittagssonne.<br />
Ich lief immer noch westwärts, zumindest noch ein Stück weit, durch die Schulstr. bis an die Erfelder Str., auf der ich auch am Sonntag durchgelaufen war.<br />
Eigentlich ein Umweg, aber auf der Übersichtskarte sind die beiden Läufe damit direkt verbunden, das sieht einfach sauberer aus&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Erfelder Str. rechts hoch in den alten Dorfkern, dort dann wieder rechts und auf der Hauptstr. zurück nach Osten. Am Ortsrand dann links hoch, auf den Radweg 18, vorbei an einem Supermarkt, einen kleinen Schlenker am Leeheimer Friedhof, der etwas außerhalb der Dorfgrenzen liegt, dann wieder mal durch die weiten, offenen Felder, neben der K157 nach Nordosten in Richtung Dornheim.</p>
<p>Langes Stück, fast 2,5 km.<br />
Schräg links hinter mir verabschiedete sich allmählich die Sonne &#8211; zwar waren es noch 20 oder 25 Minuten bis zum eigentlichen Sonnenuntergang (um kurz nach FÜNF!!! So ein Unsinn!!!!), aber der zum Boden dichter werdende Dunst verschluckte das gute alte Zentralgestirn regelrecht, so dass es so langsam schon ein bisschen kühl und dämmrig wurde.<br />
Beim letzten Mal hatte ich das noch zum Anlass genommen, einen Zahn zuzulegen, aber heute nicht.<br />
Wie gesagt, angesichts der mild-melancholischen Herbststimmung war das einfach kein Tag zum Tempo machen, außerdem hatte ich gerade am Sonntag wieder gemerkt, dass meine recht einseitig berglauftrainierte Muskulatur im Moment nicht bereit ist, mir eine schnellere Gangart im Flachland ohne Zwicken und Katern durchgehen zu lassen.<br />
Also: Gemessen weiter, unaufgeregt, Schritt für Schritt für Schritt auf dem bequemen Radweg neben der von bunten Bäumchen gesäumten Kreisstrasse durch die Feldlandschaft in die Protodämmerung hinein, dabei immer mal einen Blick nach links hinten über die Schulter zum westlichen Horizont, wo die inzwischen unsichtbare Sonne ein wunderschönes pastellrosaschimmerndes Abendmuster in die schlierigen Wolkenspiralen am purpurbläulichmilchigen Himmel projizierte.<br />
Sehr hübsch.</p>
<p>Ansonsten passierte hier praktisch nichts (außer dass sich kurz mein Zynismus einschaltete, als ich über den Schriftzug &#8222;Sternenprinzessin, ich liebe dich&#8220; lief, den jemand kurz hinter dem Leeheimer Friedhof auf den Radweg gesprüht hatte &#8211; &#8222;Sternenprinzessin&#8220;, nä echt, und das aufm Radweg zwischen den Rübenäckern. Prust&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ), und irgendwann war ich dann in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dornheim_(Hessen)">Dornheim</a>, das bereits zur Kreisstadt Groß-Gerau gehört.<br />
Premiere, denn hier bin ich bisher nur ein paar Mal auf der B44 durchgefahren, aber noch nie durchgelaufen. </p>
<p>Ostwärts, an der Rheinstr. in die Ortsmitte.<br />
Auch hier wieder: Typisches Dorf im Ried, die Häuser stehen eng beieinander und direkt am Bürgersteig, getrennt durch schmale Hofenfahrten mit mannshohen Hoftoren (an denen laufe ich nie so gerne vorbei, wenn hinter so einem Ding ein leicht erregbarer Hund lauert, dann erschreckt man sich immer fast zu Tode), dazwischen ein paar hübsche alte Häuser, Backstein oder Fachwerk.</p>
<p>Am Ende der Rheinstr. erreichte ich die Kreuzung mit der B44 im Dorfkern, wo ich eine kurze Fußgängerampelpause einlegen musste.<br />
Die erste heute, aber in netter Gesellschaft, denn direkt neben der Ampel hat´s eine hübsche <a href="http://www.hgv-dornheim.de/html/geschichte/gaensehirte.html">Skulpturengruppe von einem Mann und ein paar Gänsen</a>, die daran erinnert, dass Dornheim bis in die Fünfzigerjahre hinein das &#8222;Gänsedorf&#8220; im Ried war, durch das jeden Tag hunderte von Gänsen zu ihren weiden getrieben wurden.<br />
Das gibt´s heute nicht mehr, schade eigentlich, charmanter als die B44 wär´ es schon irgendwie&#8230;</p>
<p>Nach der Kreuzung ging´s weiter geradeaus, nun die Bahnhofstr. runter, die nach ein paar hundert Metern den schilfigen Scheidgraben überquerte, der hier durchs Dorf fliesst, und danach durch ein etwas neueres Wohngebiet führte (erkennbar an den breiteren Bürgersteigen, und daran, dass die kleinen Heimstättenhäuschen hier Vorgärten haben und nicht ganz so eng stehen)</p>
<p>Noch 200 m., dann scharf rechts und gleich wieder links, durch die Gerhart-Hauptmann-Str. zum südöstlichen Rand des Örtchens, wo ich mit dem Radweg 18 auf einer Brücke erst die Bahntrasse überquerte, dann zwischen einer erklecklichen Zahl junger Mütter mit einem Pulk semilauffähiger Kleinkinder durchlavieren musste (Interessante Erkenntnis: Dreijährige gucken einem beim Vorbeilaufen fast genauso verständislos nach wie Kühe) und schließlich weiter ostwärts ins ackrige Flachland lief, das ein bisschen nach irgendeinem Küchenkraut roch (Petersilie? Schnittlauch? Ich war nicht sicher).</p>
<p>Inzwischen war die Sonne nicht nur de facto sondern auch de iure hinter dem Horizont verschwunden, entsprechend dämmerte es ernsthaft. Der Himmel färbte sich gräulich purpur (außer im Westen, wo er immer noch in wunderschön schlierigem Rosé-Tönen schimmerte &#8211; leider kriegte ich davon nicht soo viel mit, denn ich lief ja in die entgegengesetzte Richtung  und kann meinen Kopf aus irgendeinem Grund beim Laufen [und auch so] nicht eulenartig um 180° nach hinten drehen&#8230;), das Licht wurde zunehmends schwächer, irgendwo in den Äckern rechts von mir honkte eine einsame Kanadagans traurig ihrer offenbar verloren geganngen Reisegruppe hinterher, und über den Feldern, Gräben und Brachwiesen bildete sich langsam ein fetter, flaumiger Teppich aus weißlich-waberndem Bodennebel.<br />
Hatte so ein bisschen was von Droste-Hülshoff, hier in die heraufziehende Nacht zu laufen. Schön.</p>
<p> Genau 600 m. nach der Brücke ein einsames Wasserhäuschen (oder sowas) in den Feldern, an dem ich rechts abbog, kurz danach eine herbstliche Baumreihe am Scheidgraben passierte und schließlich an einem Baggersee mit hoch aufgetürmten Kiesbergen vorbei zum Weilerhof gelangte, einem großen Gutshof mit schönen alten Häusern, der ca. 1,5 km nördlich von Wolfskehlen zwischen Feldern und Weiden (und ein klein bisschen Wald) liegt. </p>
<p>Durch den ging´s jetzt durch, nach rechts, an der alten Hofreite, den Stellen und ein paar lebensgroßen metallenen Pferdestandbildern vorbei, dann wieder links und südwärts zwischen leeren Pferdeweiden hindurch in Richtung Wolfskehlen und Ziel. </p>
<p>Fast dunkel, bis auf den im Westen immer noch schwach schimmernden Himmel und den im Osten schimmernden verwaschenen Mond, dichte Nebelschwaden, auf den Weiden schauten mir ein paar Eselschen beim vorbeilaufen zu (ich mag Esel. Die sind ein bisschen wie Pferde, aber kleiner und nicht so nah am Wahnsinn gebaut&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) , es wurde so langsam etwas frisch.<br />
Aber immer noch gut zu laufen, der Weg war breit und asphaltiert, die Umgebung mit Feldern, Wald, und Weiden abwechslungsreich, und vor mir waren in der Ferne schon die ersten schimmernden Lichter von Wolfskehlen unter dem blauen Nachthimmel herüber.<br />
Das gefiel mir alles sehr gut, auf eine zufriedene, unaufgeregt-beschauliche Art und Weise.</p>
<p>Insgesamt vielleicht noch 1,2 km südwärts in die beginnende Herbstnacht, durch Wiesen und dunkle Felder, bis ich auf den kurz vor Wolfskehlen auf den Radweg 25 stieß, den ich vor zwei Jahren schon mal in anderer Richtung (und im Hellen) gelaufen war.<br />
Dem musste ich jetzt nur noch folgen, 150 leicht geschwungene m. an einer herbstlich bunten (zumindest nahm ich das an, so richtig viel Farbe war angesichts der Lichtverhältnisse nicht mehr auszumachen) Baum- und Heckenreihe entlang, dann lief ich im Schein der heimelig-gelben Strassenlaternen auf der Ernst-Ludwig-Str. in Wolfskehlen ein, auf der ich nach weiteren 350 m. schließlich wohlbehalten und ein bisschen müde am Ziel ankam, ungefähr zur selben Zeit, zu dem der letzte Schimmer Tageslicht sich aus dem Himmel gen Westen davonstahl.</p>
<p>Kein Kampf, kein Krampf, keine Rekorde, keine Momente für die Ewigkeit.<br />
Einfach nur ein schöner, unaufgeregter Lauf an einem schönen, unaufgeregten Herbsttag durchs schöne, unaufgeregte hessische Ried.<br />
Mehr als genug.</p>
<p>Strecke: 15,3 km<br />
Zeit: 1:32 h (= 9,98 km/h bzw. 6:01 min/km)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 95,56% (14,62 km von 15,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/wolfskehlen-leeheim-dornheim.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/wolfskehlen-leeheim-dornheim.jpg?w=150&#038;h=109" alt="Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim" title="Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6838" /></a></p>
<p>M.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laufblog.wordpress.com/6835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laufblog.wordpress.com/6835/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laufblog.wordpress.com/6835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laufblog.wordpress.com/6835/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laufblog.wordpress.com/6835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laufblog.wordpress.com/6835/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laufblog.wordpress.com/6835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laufblog.wordpress.com/6835/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laufblog.wordpress.com/6835/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laufblog.wordpress.com/6835/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6835&subd=laufblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Wochenübersicht: 2009 KW 43 (19.10 – 25.10)</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/wochenubersicht-2009-kw-43-19-10-%e2%80%93-25-10/</link>
		<comments>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/wochenubersicht-2009-kw-43-19-10-%e2%80%93-25-10/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 22:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wochenübersicht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://laufblog.wordpress.com/?p=6831</guid>
		<description><![CDATA[3 Touren, über 50 Kilometer, alles in Ordnung.
Mal sehen, wie lange das noch so gut hinhaut, bevor die alljährliche Herbstreduktion einsetzt&#8230;



Tag
Strecke
Zeit
Entfernung


Mo.
-
-
-


Di.
-
-
-


Mi.
Der Weg nach Frankreich, Teil 5: Edenkoben – Albersweiler mit Fotos
??
26 km


Do.
Rgh! Mein Muskelkater und ich laufen von Fürth nach Lindenfels
??
9,2 km


Fr.
-
-
-


Sa.
-
-
-


So.
Sonniger Sonntagnachmittag am Rhein: Leeheim – Kornsand und zurück
1:34 h
16,5 km


Wochenlaufleistung
51,7 km



M.
    [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6831&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>3 Touren, über 50 Kilometer, alles in Ordnung.<br />
Mal sehen, wie lange das noch so gut hinhaut, bevor die alljährliche Herbstreduktion einsetzt&#8230;</p>
<table style="border-collapse:collapse;border:black 1px solid;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Tag</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Strecke</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Zeit</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Entfernung</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mo.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Di.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-<a title="Pemanent-Link: Raus aus der Erkältung, rein in den Odenwald: Kuralpe – Lützelbach (11,3 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/06/raus-aus-der-erkaltung-rein-in-den-odenwald-kuralpe-lutzelbach-113-km/"></a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mi.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;"><a title="Pemanent-Link: Der Weg nach Frankreich, Teil 5: Edenkoben – Albersweiler mit Fotos (26 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/21/der-weg-nach-frankreich-teil-5-edenkoben-albersweiler-mit-fotos-26-km/">Der Weg nach Frankreich, Teil 5: Edenkoben – Albersweiler mit Fotos</a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">??</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">26 km</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Do.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;"><a title="Pemanent-Link: Rgh! Mein Muskelkater und ich laufen von Fürth nach Lindenfels (9,2 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/22/rgh-mein-muskelkater-und-ich-laufen-von-furth-nach-lindenfels-92-km/">Rgh! Mein Muskelkater und ich laufen von Fürth nach Lindenfels</a><a title="Pemanent-Link: Mit dem Hund bei Nebel und Regen um den Melibokus (12,8 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/08/mit-dem-hund-bei-nebel-und-regen-um-den-melibokus-128-km/"></a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">??</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">9,2 km</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Fr.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">Sa.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-<a title="Pemanent-Link: Hinnerum wie die Fraa vun Bensem: Bensheimer Hinterland mit Hund (10,7 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/10/hinnerum-wie-die-fraa-vun-bensem-bensheimer-hinterland-mit-hund-107-km/"></a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">-</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">So.</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;"><a title="Pemanent-Link: Sonniger Sonntagnachmittag am Rhein: Leeheim – Kornsand und zurück (16,5 km)" rel="bookmark" href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/sonniger-sonntagnachmittag-am-rhein-leeheim-kornsand-und-zuruck-165-km/">Sonniger Sonntagnachmittag am Rhein: Leeheim – Kornsand und zurück</a><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/06/umdenmelibokusrunde.jpg"></a></td>
<td style="text-align:center;white-space:nowrap;vertical-align:top;border:black 1px solid;">1:34 h</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;border:black 1px solid;">16,5 km</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;font-weight:bold;border:black 1px solid;" colspan="3">Wochenlaufleistung</td>
<td style="text-align:center;vertical-align:top;font-weight:bold;border:black 1px solid;">51,7 km</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>M.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laufblog.wordpress.com/6831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laufblog.wordpress.com/6831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laufblog.wordpress.com/6831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laufblog.wordpress.com/6831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laufblog.wordpress.com/6831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laufblog.wordpress.com/6831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laufblog.wordpress.com/6831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laufblog.wordpress.com/6831/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laufblog.wordpress.com/6831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laufblog.wordpress.com/6831/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6831&subd=laufblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">matbs</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Sonniger Sonntagnachmittag am Rhein: Leeheim &#8211; Kornsand und zurück (16,5 km)</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/sonniger-sonntagnachmittag-am-rhein-leeheim-kornsand-und-zuruck-165-km/</link>
		<comments>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/sonniger-sonntagnachmittag-am-rhein-leeheim-kornsand-und-zuruck-165-km/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 21:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 15 km & < 20 km]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth-Langgässer-Weg]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Joggen]]></category>
		<category><![CDATA[Jogging]]></category>
		<category><![CDATA[Kornsand]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Leeheim]]></category>
		<category><![CDATA[Radweg 31]]></category>
		<category><![CDATA[Radweg R6]]></category>
		<category><![CDATA[Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Rhein-Neckar-Weg]]></category>
		<category><![CDATA[Rhein-Radweg]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinufer]]></category>
		<category><![CDATA[Ried]]></category>
		<category><![CDATA[Riedstadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://laufblog.wordpress.com/?p=6820</guid>
		<description><![CDATA[Ok, zuerst mal das Wichtigste, aus gegebenem Anlass:
Ich hasse &#8211; hassehassehassehassehassehasse, HAS-SE &#8211; diese  hirnrissige, abgeranzte, unglaublich dämliche Umstellung auf Winterzeit!!!!!!
Die ist nicht nur ungefähr genauso nützlich wie ein schorfiges, eiterndes Forunkel, sondern hat darüber hinaus auch noch die Frechheit, mir eine ganze geschlagene Stunde zu stehlen, die ich gut fürs Laufen brauchen könnte. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6820&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ok, zuerst mal das Wichtigste, aus gegebenem Anlass:<br />
Ich hasse &#8211; hassehassehassehassehassehasse, HAS-SE &#8211; diese  hirnrissige, abgeranzte, unglaublich dämliche Umstellung auf Winterzeit!!!!!!<br />
Die ist nicht nur ungefähr genauso nützlich wie ein schorfiges, eiterndes Forunkel, sondern hat darüber hinaus auch noch die Frechheit, mir eine ganze geschlagene Stunde zu stehlen, die ich gut fürs Laufen brauchen könnte. </p>
<p>Warum ist das so?<br />
Ganz einfach: Ich laufe normalerweise nachmittags oder abends.<br />
Und zwar im Hellen (im Dunkeln zu unterwegs zu sein macht aufgrund meiner Art zu laufen einfach keinerlei Sinn).<br />
Wenn die Tage also in der zweiten Jahreshälfte langsam kürzer werden, dann bedeutet das für mich weniger Zeit zum laufen.<br />
Und dann wird auch noch die Uhr umgestellt, und plötzlich wird´s nicht mehr um 18:00 Uhr dunkel sondern um 17:00 Uhr.<br />
Effekt: Eine ganze Stunde einfach so weg.<br />
(Und ja, ich weiss, ich krieg´ diese Stunde natürlich wieder. IM VERDAMMTEN FRÜHLING, WENN ICH SIE NICHT MEHR BRAUCHE, WEIL DIE TAGE EH WIEDER LÄNGER WERDEN).<br />
Da ist dann nichts mehr mit spontanen längeren Läufen und entspannten Touren ohne Zeitdruck.<br />
Plötzlich ist alles gehetzt, man müsste eigentlich schon kurz nach dem Mittagessen los, um überhaupt was zu schaffen, aber das geht ja meistens einfach nicht. </p>
<p>Über diesen ganzen verdammten Mist ärgere ich mich jedes Jahr tierisch (und weil das so ist will ich in den Kommentaren auch nichts von wegen Stirnlampen oder morgens aufbrechen oder den angeblichen Tugenden des Nachtlaufens lesen, das geht nämlich vollkommen an der Sache vorbei!).<br />
Deshalb: Verflucht sei die Zeitumstellung, und ihre Nachkommenschaft bis ins siebte Glied, möge sie von Zahnfäule und Brechdurchfall geplagt werden, bis man sie endlich abschafft!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So.<br />
Dampf abgelassen, dann können wir uns ja dem Laufbericht widmen:</p>
<p><span id="more-6820"></span><br />
Wunderschöner Sonntagnachmittag, mit milden Temperaturen und ganz, ganz viel schräger, satter Herbstsonne.<br />
Das machte mir so richtig Lust aufs Rheinufer, das ist im Herbst immer total schön und ich war schon lange nicht mehr da. </p>
<p>Also hab´ ich mir mal schnell eine schöne Flachlandstrecke am Rhein rausgesucht (&#8222;schnell&#8220; musste sein, wegen der verdammten Zeitumstellung, wegen der´s eine Stunde später war, als es hätte sein sollen. Grrr!), einen guten durchs Ried nördlich vom Kühkopf und der Knoblochsaue: Von Leeheim auf den Rheindamm, auf dem hoch zur Fährstelle in Kornsand, dann rüber in Richtung Geinsheim und schließlich durch die Äcker wieder zurück.<br />
Weitgehend unbekanntes Terrain, das sah schön interessant aus. </p>
<p>Ausgangspunkt in <a href="http://www.leeheim.de/Lee_start.html">Leeheim</a>, in der Gutenbergstr. am südlichen Ortsrand.<br />
Der Start gestaltete sich wegen der letzten Muskelkaterreste der letzten beiden Touren etwas holprig, aber die Beine liegen sich schnell ein und machten dann gut mit. </p>
<p>Südwärts aus Leeheim raus, auf dem schmalen Fußweg am Rand der K156 in Richtung Erfelden durch die sonnigen Felder.<br />
Bewusst gemächlich und entspannt, um nicht gleich wieder zu overpacen oder die Muskulatur zu sehr zu beanspruchen. </p>
<p>Einen halben Kilometer nach dem Ortsende erreichte ich die Gebäudegruppe des <a href="http://www.leeheim.de/Geschi_7.html">Bensheimerhofs</a>, hinter dem ich rechts auf den <a href="http://www.gg-online.de/html/ela_wanderweg.htm">Elisabeth-Langgässer-Weg</a> (gelbe 5) einbog, den ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/04/21/belohnungslauf-ins-ried-erfelden-knoblochsaue-bensheimer-hof-135-km/">vor einem halben Jahr schon mal in entgegengesetzter Richtung</a> gelaufen war.<br />
Heute ging´s westwärts, in Richtung Rhein, geradewegs der strahlenden und schon ziemlich schräg stehenden Sonne entgegen. </p>
<p>Herrlich.<br />
Das hier ist eine der schönsten Ecken des gesamten Rieds, praktisch unbesiedelt und mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Feldern, von Gräben durchzogenen Brachwiesen, schilfigen Naturschutzgebieten und kleinen Buschwäldchen und langen Heckenreihen.<br />
An einem Tag wie heute, im warmen, trägen Licht eines Herbstnachmittags ist das einfach nur wunderschön, eine freundliche, weite Landschaft, in der man sich regelrecht verlieren kann<br />
(wenn das Wetter passt &#8211; an richtig grauen, trüben Tagen kann das alles auch schnell öde und traurig wirken). </p>
<p>1,4 km auf dem rissigen aber schönen Langgässer-Weg in Richtung Süd-Südwest, bis an zu einer Kreuzung, an der die gelbe 5 nach links abknickte, während ich rechts auf einen unmarkierten Feldweg abbog, der neben einem kleinen Kanal nordwestwärts führte, vorbei am Naturschutzgebiet Michelried und zumindest einem uralten Stauwehr bis auf den 1,8 km entfernten Rheindamm am Schusterwörth.</p>
<p>Ab hier war´s dann ganz einfach &#8211; immer nur dem Weg auf der Deichkrone nach Norden folgen, den Markierungen des Rhein-Neckar-Wegs (rotes R), des Rhein-Radwegs (Männchen auf einem Fahrrad, dessen Räder EU-Sternenkreise sind) und des Radwegs R6 hinterher.</p>
<p>Den ersten Kilometer noch im &#8222;Binnenland&#8220;, mit Brachwiesen und Feldern auf beiden Seiten des Deiches, der teils schon in den Schatten der turmhohen Platanen des Schusterwörths versunken war.<br />
Vorbei am Pumpwerk Kammerhof und der Satelittenmeßstelle der Bundesnetzagentur an den Kammerhöfen, an der sich mehrere über die flachen Felder erheben.</p>
<p>Und dann erreichte ich das Rheinufer.<br />
Hachja&#8230;<br />
Der Rhein hat ohnehin etwas Beruhigendes, Majestätisches, und an einem stimmungsvollen Herbstnachmittag wie heute, an dem sich das warme Licht der schrägen, sinkenden Sonne schimmernd in seiner Oberfläche wiederspiegelt, verstärkt sich dieser Eindruck noch einmal exponentiell.<br />
Traumhaft schön hier. </p>
<p>Man läuft erhöht, auf dem bequemen Weg auf der Krone des Rheindeiches, rechts öffnet sich die ausladende Ebene des nördlichen Rieds, bis hin zum klar gegen den bläulichen Himmel abgesetzten Feldbergmassiv im Taunus, mit den grünen Wiesen des <a href="http://www.rp-da.de/benachbartensgs/benachbartensgsdaten/riedwiesen.pdf">Naturschutzgebiets Wächterstadt</a>, und weiten den Feldern, Heckenreihen, Baumgruppen und kleinen Dörfchen, die allesamt im rötlich-intensiven Abendlicht irgendwie proper und aufgeräumt.<br />
Und links fliesst der Rhein, ein breites, goldschillerndes Band aus Licht und Wasser, eingerahmt von den herrlich herbsbunten Auwäldern auf der Rheinland-pfälzischen Seite, hinter denen sich die schroffen, weinbekränzten Steilhänge der ersten rheinhessischen Hügelkette erheben, über die schräg das müde, wohlige Sonnenlicht herabstolpert.<br />
Heute hier zu laufen ist ein Privileg, ein ästhetischer Hochgenuß, der sogar meinen Ärger über die Zeitumstellung verpuffen lässt&#8230;</p>
<p>Ich folgte der Deichkrone am Ufer weiter nach Nordwesten, fast 1,5 km lang, die Augen in die Ferne gerichtet, nach Osten ins Ried, nach Norden zum Taunus, aber vor allem nach Westen, auf den atemberaubend prächtigen Rhein, der heute übrigens ziemliches Niedrigwasse führte. Links und rechts waren breite Uferstreifen sichtbar, die normalerweise unter Wasser stehen, und die langen, schweren Lastkähne tasteten sich äußerst bedächtig in der Mitte des Stroms Flussaufwärts, ganz vorsichtig, wie jemand, der im Dunkeln unterwegs ist und es vermeiden will, sich den Fuß an einem unsichtbaren Hindernis zu stoßen.</p>
<p>Am Pumpwerk Wächterstadt wich der Rhein-Neckar-Weg von den Radwegen ab, führte links von der Deichkrone runter auf einen kleinen Fußweg, der über den schmalen Wiesenstreifen zwischen Flußufer und Deich weiterlief, ich natürlich hinterher. </p>
<p>Inzwischen neigte sich die Strecke der Oppenheimer Rheinschleife folgend immer mehr nach Westen, so dass ich mir die Mütze ganz weit in die Stirn ziehen musste, um nicht von der strahlenden Sonne, die nun nur noch knapp über den Hügeln stand, geblendet zu werden.<br />
Geradeaus kam langsam Nierstein in Sicht, schon im Abendschatten und malerisch zwischen Ufer und die steilen Weinhänge geschmiegt, kurz darauf tauchte auch ganz links das wunderschöne Oppenheim am Hang auf, dessen Dächer im Sonnenlicht glitzerten (mehr zu Nierstein und Oppenheim gibt´s <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/03/perfekte-tour-am-rhein-fahre-guntersblum-oppenheim-nierstein-mit-foto-111-km/">hier</a>)</p>
<p>Vorbei an einem Campingplatz vor dem Kühe und zottige Hochlandrindert weideten, über den breiten Betonstreifen einer alten Natostrasse (also einer der Militärstrassen, die bis direkt ans Rheinufer führen im Kalten Krieg angelegt wurden, um den schnellen Rückzug der Nato-Truppen im Fall einer sowjetischen Invasion zu gewährleisten &#8211; die finde ich immer wieder ein bisschen gruselig) und schließlich wieder rechts über die Wiese auf den Deich zurück, zu einem <a href="http://www.panoramio.com/photo/4611355">mauerartigen Denkmal</a>, das an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeppelindenkmal_(Kornsand)">die Notlandung des Luftschiffs von Graf Zeppelin an dieser Stelle vor inzwischen 101 Jahren</a> erinnert.</p>
<p>Von hier aus waren´s dann nur noch ein paar hundert Meter bis zum kleinen Örtchen <a href="http://www.gg-online.de/html/kornsand.htm">Kornsand</a>, das direkt am Rheinufer und als Anlegepunkt der Autofähre von Nierstein dient.<br />
Hier war die Sonne bereits untergegangen, nicht weil sie schon den Horizont erreichte hätte, sondern weil sie hinter steilen Hügel bei Nierstein am anderen Rheinufer gesunken war. </p>
<p>So ohne Sonne war´s auf einmal recht frisch, also hielt ich mich nicht lange auf sondern lief schnell weiter, nun geradewegs nach Osten in Richtung Geinsheim, und damit weg vom Flussufer ins Landesinnere hinein. </p>
<p>Kein besonders gut zu laufendes Stück.<br />
Landstrasse (L3094), und zwar eine von der Sorte, die keinen Randstreifen, keinen Radweg, keinen Fußweg hat.<br />
Aber dafür ordentlich Verkehr (wegen der Autofähre rüber nach Rheinhessen, und weil Kornsand ein Treffpunkt für Motorradfahrer ist, die hier dementsprechend ständig vorbeiknatterten).<br />
Da musste ich alle Naslang von der Fahrbahn in den unbequemen, unebenen Grünstreifen neben der Strasse ausweichen, das war alles nicht so richtig angenehm.<br />
Aber immerhin gelang es mir, nochmal die verfrühte Dämmerung hinter mir zu lassen und aus dem Schatten der rheinhessischen Hügel ins inzwischen Abendlicht hinauszulaufen, das inzwischen schon so schräg war, dass mein Schatten mindestens 10 Meter vor mir herlief.</p>
<p>Insgesamt 2,2 eher ungemütliche Kilometer am Fahrbahnrand, bis zu den Baggerseen kurz vor Geinsheim, wo ich rechts abbog um auf einem Weg am Westrand des südlichen Sees zurück in Richtung Leeheim laufen.<br />
Zumindest war das der Plan gewesen.<br />
Dummerweise stellte sich jedoch heraus, dass es den Weg nicht mehr gab &#8211; der Baggersee ist offenbar in den letzten Jahren erweitert worden, und da wo ich eigentlich durchlaufen wollte, befand sich nun eine Wasserfläche, gesichert durch ein verschlossenes Metalltor mit &#8222;Betreten Verboten&#8220;-Schildern.<br />
Etwas ärgerlich, vor allem, weil meine ADFC-Radwanderkarte von 2007 den Weg noch anzeigte, obwohl der erweiterte Baggersee bereits auf dem Google-Earth-Bild von 2004 zu erkennen ist (hätte ich mich mal lieber auf Google als auf den ADFC verlassen&#8230;).<br />
Da ist man beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club wohl nicht so ganz auf der Höhe der Zeit&#8230;</p>
<p>Auf jeden Fall war hier kein Durchkommen, und das bedeutete, dass ich um den See rumlaufen und damit einen ordentlichen Umweg in Kauf nehmen musste.<br />
Blöd, denn die Sonne war inzwischen wirklich am Untergehen, aber es half ja nix &#8211; zurück an die Landstrasse, weiter ostwärts in Richtung Geinsheim, und schließlich kurz vor dem Ortseingang rechts auf den Radweg 31, der mich um den See herum führte und dann südostwärts in die unendlich weiten Felder in Richtung des (laut einem Wegweiser noch fast 4,5 km entfernten) Leeheim abknickte. </p>
<p>Das Stück zog sich.<br />
Bereits auf den ersten Metern versank die Sonne endgültig als roter Glutball hinter dem Horizont (und es war gerade erst Viertel nach Fünf!!! VERDAMMTE ZEITUMSTELLUNG!!!!) und es wurde kalt und dämmrig, also legte ich lieber mal einen oder zwei Zähne zu. </p>
<p>Immer geradeaus, immer weiter durch die Äcker, die ohne das direkte intensive Abendlicht schon deutlich weniger idyllisch wirkten (auch wenn der fast wolkenlose pastellige Abendhimmel nochmal richtig schön war).<br />
Nach 1,3 km am See beim Fuchsloch vorbei, nach 2,5 km zwischen den großen baumbestandenen Wasserflächen des Leeheimer Riedsees hindurch, bei knapp vier Kilometern erreichte ich dann schließlich die westlichen Ausläufer von Leeheim, die in einem seltsam intensiven Abendlicht aus dem nachglühenden Himmel erstrahlten. </p>
<p>Fast geschafft, zum Glück, denn das deutlich erhöhte Tempo der letzten Kilometer hatte die Muskelkaterreste in meinen Beinen wieder voll aktiviert, entsprechend lief das inzwischen nicht mehr so wirklich rund.<br />
Geradeaus nach Leeheim rein, zwischen einem kleinen Heer von abendgassigehenden Hund-Herrschen-Tag-Teams hindurch, dann durch ein großes dämmriges Neubaugebiet am Kammerhofweg bis zur Erfelder Str. am Rand des alten Dorfkerns, der ich südwärts bis zum Ziel in der Gutenbergstrasse kurz vor dem Ortsrand folgte.<br />
Als ich dort einlief, war´s schon fast dunkel, und milchige Abendnebel waberten über die dämmrigen Felder &#8211; hübsch stimmungsvoll, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu früh&#8230;</p>
<p>Wir fassen zusammen:<br />
Herbst + Sonne + Rheinufer = Herrlich<br />
Nicht mehr aktuelle Radwanderkarten = Leicht Irritierend<br />
Umstellung auf Winterzeit = Riesenmist</p>
<p>Alles in allem: Sehr schöne Tour, auch wenn mir die letzten schnellen Kilometer nicht so richtig gut getan haben&#8230;</p>
<p>Strecke: 16,5 km<br />
Zeit: 1:34 h (= 10,53 km/h bzw. 5:42 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 91,88% (15,16 km von 16,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/leeheim-kornsand.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/leeheim-kornsand.jpg?w=150&#038;h=109" alt="Leeheim - Kornsand" title="Leeheim - Kornsand" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6821" /></a><br />
<em>Anmerkung: Ups, zwei kleine Fehlerchen &#8211; &#8222;Riedsee&#8220; schreibt man mit zwei &#8222;E&#8220;s, und der Weg auf dem Rheindamm ist der &#8222;Radweg R6&#8243; (nicht &#8222;Radwerk&#8220;)&#8230;</em></p>
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		<item>
		<title>Rgh! Mein Muskelkater und ich laufen von Fürth nach Lindenfels (9,2 km)</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/22/rgh-mein-muskelkater-und-ich-laufen-von-furth-nach-lindenfels-92-km/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 22:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[< 10 km]]></category>
		<category><![CDATA[Fürth]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
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		<category><![CDATA[Krumbach]]></category>
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		<category><![CDATA[Main-Stromberg-Weg]]></category>
		<category><![CDATA[Odenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Weschnitztal]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach du je, schon wieder Sonntagabend und ich bin zwei Laufberichte im Rückstand, dank einer vollen Woche und dem aufwändigen Fotolaufbericht aus der Pfalz.
Da halten wir uns lieber mal ran:
Am Donnerstag, einen Tag nach dem herrlichen Berglauf im Pfälzerwald, hatte ich wie bereits befürchtet tierischen Muskelkater in den Oberschenkeln, der so schlimm war, dass ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6817&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ach du je, schon wieder Sonntagabend und ich bin zwei Laufberichte im Rückstand, dank einer vollen Woche und dem aufwändigen Fotolaufbericht aus der Pfalz.<br />
Da halten wir uns lieber mal ran:</p>
<p>Am Donnerstag, einen Tag nach dem herrlichen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/21/der-weg-nach-frankreich-teil-5-edenkoben-albersweiler-mit-fotos-26-km/">Berglauf im Pfälzerwald</a>, hatte ich wie bereits befürchtet tierischen Muskelkater in den Oberschenkeln, der so schlimm war, dass ich fast nicht mehr die Treppen zu meiner Wohnung hoch- bzw. runtergekommen bin.<br />
Sowas kann schon mal passieren, wenn man ein oder zwei Monate etwas weniger ambitioniert unterwegs ist, und dann wieder unvermittelt einen 26er mit vielen hundert Höhenmetern abreisst.</p>
<p>Normalerweise rennt man mit sowas in den Beinen nicht gleich schon wieder los sondern gönnt sich zumindest mal ein oder zwei Tage Regenerationspause. </p>
<p>Aber dann war´s so schön sonnig, und außerdem hat´s mich sowieso über Mittag nach Lindenfels verschlagen, da konnte ich dann doch nicht widerstehen.<br />
&#8222;Zumindest ´ne ganz kleine Tour, so sieben oder acht Kilometerchen, das sollte doch eigentlich drin sein&#8220;, hab´ ich mir gedacht, und mich dann nicht mal 20 Stunden nach dem langen Berglauf auf die steifen Beine gemacht&#8230;</p>
<p><span id="more-6817"></span><br />
Als Kompromiß hatte ich mir wirklich nur eine ganz kurze Strecke ausgesucht, von Fürth unten im Weschnitztal hoch nach Lindenfels an der Bergflanke.<br />
Nicht auf ganz direktem Weg, das wäre dann doch etwas arg kurz gewesen, aber mit wenig Umwegen &#8211; lediglich die Dörfer Kröckelbach und Krumbach wollte ich noch mitnehmen, weil ich da noch nie durchgelaufen bin.</p>
<p>Ausgangspunkt in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrth_(Odenwald)">Fürth</a>, auf dem Parkplatz über dem Friedhof.<br />
(Friedhofsparkplätze eignen sich grundsätzlich als gute Ausgangspunkte, die gibt´s in fast jeder Ortschaft, und wenn nicht gerade jemand beerdigt wird, ist immer war frei&#8230;).<br />
Die Sonne hatte sich inzwischen wieder verzogen und war durch eine durchgängige Wolkendecke ersetzt worden, die immerhin dünn genug war, um eine freundlich-helle Art von Trüb zu erzeugen.</p>
<p>Vor dem Start versuchte ich es mal kurz mit Dehnen, gab aber sehr schnell wieder auf, nachdem meine Beine mir unmißverständlich mitteilten, dass sie:<br />
a) keine Lust auf irgendwelchen dämlichen Verrenkungen hatten<br />
und<br />
b) jeden Versuch solcher Verrenkungen sofortige Sanktionen in Form einer einer großzügigen Portion Aua nach sich ziehen würden.<br />
Dann halt nicht&#8230;</p>
<p>Und Start.<br />
Erstmal auf einem Fußweg neben der Friedhofsmauer abwärts, runter in Richtung Ortsmitte (Markierung: Das rote Quadrat vom Main-Stromberg-Weg).<br />
Ging, wenn auch nicht so dolle &#8211; auf zwickenden, holzigen Beinen stakste ich gezwungen gemächlich bergab, zum unteren Ende des Friedhofs und weiter dem roten Quadrat hinterher bis an die Hauptstr. im Zentrum von Fürth, das ich allerdings rechts liegen ließ (über den <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/23/durchs-abendlich-weschnitztal-lindenfels-furth-altlechtern-117-km/">Marktplatz</a> bin ich nämlich neulich schonmal gelaufen).</p>
<p>Stattdessen halte ich mich links und laufe über die Kröckelbacher Str. zur Erzbergstr., auf der der der HW 24 (gelbes ┴) langsam aber sicher hinauf zum östlichen Talrand führt.<br />
Die ersten paar hundert Meter der Erzbergstr. sind steigungsmäßig eigentlich nicht der Rede wert, niedrig bis mittig einstellige Steigungsprozente, das läuft man normalerweise ab, ohne mit der Wimper zu zucken.<br />
Schade, dass &#8222;normalerweise&#8220; heute aus war&#8230;</p>
<p>Bergauf ging gar nicht, bei jedem Schritt muckten und muskelkaterten meine Beine vor sich, wollten nicht, kosteten extraviel Kraft. </p>
<p>Glücklicherweise gab´s wenigstens etwas, was mich ein bisschen von den verkaterten Beinen ablenkte.</p>
<p>Unglücklicherweise waren das meine Brustwarzen.<br />
Die hatte ich mir gestern wieder mal so richtig fies wundgescheuert, und heute vergessen, sie abzukleben.<br />
Bei jedem Schritt rieb das Laufshirt so ein bisschen über den Oberkörper, das brannte wie Feuer.<br />
Auauauaua&#8230;.</p>
<p>Nur gut, dass hier keine Passanten unterwegs wären, die hätten sich sicher geängstigt angesichts des verkniffen dreinschauenden Mannes der auf zeternden Beinen und mit wehleidig wimmernden Nippeln den Berg hochwankte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>800 m. die Erzbergstr. hoch, ruhiges Wohngebiet, dann halblinks und dem HW 24 hinterher noch steiler aufwärts durch ein kleines Wäldchen aus Fürth heraus.<br />
Hier musste ich zum ersten Mal etwas gehen, nach nicht mal zwei Kilometern.<br />
Irgendwie beschämend.<br />
Aber wenigstens konnte ich die Gehpause nutzen, um mal für ein paar Meter das schabende Shirt mit beiden Händen von der Brust wegzuhalten.<br />
Small blessings&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Am oberen Ende des Wäldchens gibt´s eine kleine Kreuzung, auf der ich links auf den Erzbergweg (gelbe 7) abbog.<br />
Wieder abwärts, das tat gut.<br />
Zumal meine Beine inzwischen ein bisschen eingelaufen waren, oder auch einfach nur kapiert hatten, dass die Muckerei jetzt erstmal nichts mehr bringen würde, und sie deshalb genausogut etwas bereitwilliger mitmachen könnten.<br />
Selbst meine Brustwarzen beruhigten sich so langsam wieder (ob aus Gewöhnung oder weil sie inzwischen von einer natürlichen Schutzschicht aus geronnenem Blut bedeckt waren, dass konnte ich nicht sagen. War mir auch egal, Hauptsache sie hielten die Schnauze&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> ).</p>
<p>Eigentlich lief das schon wieder ganz gut. </p>
<p>Hübsch war´s außerdem, der Erzbergweg führte erst durch ein kleines Wäldchen, dann durch sanft geschwungene Hangwiesen (von denen aus man einen schönen Blick übers Weschnitztal zum Krehberg und nach Lindenfels hatte) bis runter nach <a href="http://www.gemeinde-fuerth.de/gv_fuerth/Ortsteile/Kr%C3%B6ckelbach/">Kröckelbach</a>.</p>
<p>Langgezogenes Dorf am westlichen Talrand, vielleicht kein heißer Kandidat für die Top Ten der schönsten Dörfer im Odenwald, aber nett.<br />
Ich lief rechts, immer Dorfstr. &#8222;Am Kröckelbach&#8220; hinterher, einmal längs durchs ganze Örtchen hindurch. Wenig los hier heute Mittag, alles ruhig und fast ein bisschen verschlafen, aber das passte mir ganz gut.</p>
<p>Nach einem guten halben Kilometer wurde aus &#8222;Am Kröckelbach&#8220; &#8222;Im Wiesental&#8220;, kurz darauf ging´s wieder aus Kröckelbach raus, 200 m. am Strassenrand durch ein paar Wiesen und über die Weschnitz (die hier oben noch sehr bescheiden daherkommt), und schließlich wieder bergauf an die Erbacher Str./B38 in <a href="http://www.gemeinde-fuerth.de/gv_fuerth/Ortsteile/Krumbach/">Krumbach</a>.  </p>
<p>Kurze Pause bei der Fußgängerampel über die Bundesstr., dann ging´s geradeaus weiter, vorbei am geschindelten Gasthaus Rosenhöhe (das kam mir vom Vorbeifahren bekannt vor) und der hübschen katholischen Kirche, und wieder ein bisschen abwärts in den Ortskern, der in einem flachen Seitentälchen liegt, durch dessen Grund der Krumbach in Richtung Weschnitz fliesst.</p>
<p>Über den offen durchs Dorf fließenden Krumbach (hübsch), dann auf der Strasse &#8222;Im Ort&#8220; hinauf in die Hügelwiesen jenseits des nordwestlichen Ortsrands. </p>
<p>Ab hier war endgültig Schluss mit lustig, denn ich wollte ja noch hoch nach Lindenfels (das bereits sehr schön am Hang über dem Tal sichtbar war &#8211; aus dieser Perspektive kann man fast ein bisschen verstehen, wie die Einheimischen der &#8211; natürlich vollkommen irrigen &#8211; Annahme anheim fallen können, dass Lindenfels Teil des Weschnitztals sei&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), und das liegt ein sehr strammes Stück weiter oben.<br />
Folgerichtig: Aufstieg.</p>
<p>Zum Glück waren meine steifen Beine inzwischen soweit warmgelaufen, dass sie zumindest Dienst nach Vorschrift ablieferten &#8211; ich sprintete zwar nicht gerade die Hänge hinauf, aber zumindest kam ich gut und relativ problemlos auf dem Galgenbergweg (Li4) voran, dem ich direkt über Krumbach nach halbrechts gefolgt war. </p>
<p>Wie üblich im Weschnitztal landschaftlich sehr schön &#8211; weite, geschwungene Weiden und Wiesen mit schönen Ausblicken auf das hügelige Tal und die umliegenden Höhenzüge &#8211; wirklich hübsch, auch wenn die trübe, dröge Grundstimmung (die Wolken waren inzwischen ganz dicht und grau, dazu herrschte vollkomene Windstille) den Eindruck etwas komprommitierte. </p>
<p>800 m. stetig bergauf über die grünen Hügel, dann durch ein Wäldchen auf einer kleinen Kuppe und kurz danach an eine von hügeligen Feldern umgebenen Wegscheide.<br />
Direkt nach Lindenfels wär´s hier links abgegangen, aber der Weg rechts runter sah irgendwie hübscher aus, und eigentlich fühlte ich mich inzwischen schon wieder ganz sattelfest.<br />
Deshalb lief ich dann kurzentschlossen nach rechts, bergab, zurück runter an die B38 im Talgrund zwischen Krumbach und dem Gumpener Kreuz.<br />
Umweg UND Verlust der gerade erlaufenen Höhenmeter, aber mir war halt danach&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Klappte erstmal gut, da konnte auch der einsetzende Nieselregen nichts ändern: Schön abwärts bis runter an die Bundesstrasse, dann scharf nach links und langsam aber sicher wieder bergauf, der Markierung des Knaben-Berg-Wegs (Li3) hinterher.<br />
700 m. durch die Wiesen bis zum Waldrand am Knaben-Berg, dort über einem schattigen Bachtal (auf dessen anderer Seite der Nibelungensteig vorbeiläuft) weiter aufwärts, und zwar mit graduell ansteigender Steigung.<br />
Erst kein Problem, aber es wurde halt immer steiler.<br />
Das gefiel meinen Beinen auf einmal gar nicht mehr so richtig&#8230;</p>
<p>Kurz vor Lindenfels bog ich dann falsch ab.<br />
Eine zu früh.<br />
Anstatt hinter dem Knabenberg entlangzulaufen, folgte ich einem unmarkierten Pfad um ihn herum.<br />
Erstmal merkte ich nichts, bis ich dann nach ein paar hundert Metern vollkommen unorientiert halt machte und die Karte studierte, bevor ich mich dann aus Zeit- und Distanzgründen dafür entschied, mich geradewegs durch die Wildnis auf der Bergkuppe durchzuschlagen, um auf der anderen Bergseite wieder den richtigen Weg zu erreichen. </p>
<p>Gesagt, getan: Ein bisschen halb-ziellos durch den unwegsamen Wald gestapft, dann einen steilen Hang runtergeschliddert (AU! Mein Muskelkater!!!) und unten schließlich wieder auf den Galgenbergweg (Li3) gestoßen, dem ich dann nur noch aufwärts duch den Wald bis zum Steckwaldweg in Lindenfels folgen musste.</p>
<p>Na gut, &#8222;nur noch&#8220; trifft´s nicht, denn das Stück war noch mal so steil, dass ich in meiner mäßigen Tagesform ein bisschen gehen musste&#8230; </p>
<p>Oben dann nur noch schnell den Steckwaldweg hoch bis zum Ziel am <a href="http://www.schlemmerblock.de/Restaurant-Gutschein/Restaurant-Haus-Manske-Lindenfels_25023.schlemmerbon">Haus Manske</a>, wo´s zur Belohnung für die Strapazen wenigstens noch ein gutes Mittagessen gab. </p>
<p>Hrmjoa.<br />
Richtig gut war das jetzt nicht, dank Riesenmuskelkater, Nippelbrennen und stetig schlechter werdendem Wetter.<br />
Aber richtig schlecht auch nicht.<br />
Und immerhin am Ende über 9 km, da kann ich gut mit leben.<br />
(Mit dem noch schlimmeren Muskelkater, den ich am nächsten Tag gekriegt habe, allerdings weniger&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ) </p>
<p>Strecke: 9,2 km<br />
Zeit: Pff, sonst noch was?!?<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 96,2% (8,85 km von 9,2 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/furth-lindenfels.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/furth-lindenfels.jpg?w=133&#038;h=150" alt="Fürth - Lindenfels" title="Fürth - Lindenfels" width="133" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6818" /></a></p>
<p>M.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Weg nach Frankreich, Teil 5: Edenkoben &#8211; Albersweiler mit Fotos (26 km)</title>
		<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/21/der-weg-nach-frankreich-teil-5-edenkoben-albersweiler-mit-fotos-26-km/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 21:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matbs</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 25 km & < 30 km]]></category>
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		<description><![CDATA[Inzwischen ist es zwei Monate her, dass ich die letzte Etappe meines Weges nach Frankreich gelaufen bin.
Eigentlich wollte ich schon längst mal wieder runter in die Pfalz fahren und weitermachen, aber irgendwie ist immer was dazwischen gekommen. Keine Zeit, kein passendes Wetter, keine Lust, Erkältung, Wasauchimmer.
&#8222;Nur Geduld&#8220;, hab´ ich mir gesagt, &#8222;du wartest einfach, bis [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6671&subd=laufblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Inzwischen ist es zwei Monate her, dass ich die letzte Etappe meines <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weges nach Frankreich</a> gelaufen bin.<br />
Eigentlich wollte ich schon längst mal wieder runter in die Pfalz fahren und weitermachen, aber irgendwie ist immer was dazwischen gekommen. Keine Zeit, kein passendes Wetter, keine Lust, Erkältung, Wasauchimmer.<br />
&#8222;Nur Geduld&#8220;, hab´ ich mir gesagt, &#8222;du wartest einfach, bis der perfekte Tag dafür ist, und dann machst du spontan weiter&#8220;.</p>
<p>Heute ist dieser perfekte Tag: Draußen scheint eine wunderbare Herbstsonne aus dem milchigblauen Himmel herunter, die Luft ist mild und leicht dunstig, das Laub an den Bäumen erstrahlt ein letztes Mal in warmen, hellen Farben.<br />
Kurzum: Ein wunderschöner Oktobertag, ideal um endlich mein großes Projekt voranzutreiben und weiter nach Süden zu laufen. </p>
<p>Aber soll ich wirklich? </p>
<p>Irgendwie haben zwei Monate ohne Lauf in Richtung Frankreich eine gewisse&#8230; Unwilligkeit und eine ganze Menge Abers erzeugt:<br />
Aber das ist doch sooo weit weg.<br />
Aber das ist doch sooo kompliziert.<br />
Aber die Saison ist doch im Prinzip vorbei, eigentlich bin ich ja gar nicht mehr so fit.<br />
Aber wer weiss, wie das Wetter da unten ist, bloß weil´s in Hessen schön ist, muss es in der Pfalz ja noch lange nicht schön sein.<br />
Aberaberaber&#8230;</p>
<p>Vor dem Fenster scheint die Vormittagsonne durch den schwachen Dunst, alles strahlt, ist hell, frisch, wunderschön.<br />
Draußen ist goldener Oktober&#8230;<br />
&#8230;und drinnen macht´s Klick in meinem Kopf:<br />
Scheiss auf die Abers, scheiss auf kompliziert, scheiss auf unfit!<br />
Heute hab´ ich die Zeit, heute ist vielleicht der letzte schöne Herbsttag in diesem Jahr.<br />
Sowas schenkt man nicht her, bloß weil´s ein bisschen umständlich ist.</p>
<p>Eine Stunde später sitze ich im Auto.<br />
Ich fahre nach Süden, in die Pfalz.<br />
Heute lauf´ ich weiter in Richtung Frankreich!<br />
Ohne Wenn und Aber!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span id="more-6671"></span><br />
Große Entdeckungstouren weit weg von zuhause sind in der Übergangszeit und im Winter eine andere Sache als im Sommer, vor allem weil´s deutlich früher dunkel wird und man deshalb weniger Spielraum fürs Unerwartete hat &#8211; Verirren oder mal ein Stündchen länger brauchen ist im Juli ok, im Oktober kann einen sowas schlimmstenfalls am Arsch der Welt in der Dunkelheit stranden, entsprechend muss man etwas vorsichtiger bei Timing und Streckenplanung sein.<br />
Deswegen hab´ ich die heutige Etappe dann auch lieber etwas verkürzt. Ursprünglich hatte ich von Edenkoben bis Annweiler am Trifels laufen wollen, aber das wären 30 Bergkilometer gewesen &#8211; sowohl konditionell als auch zeitlich ein bisschen viel.<br />
Stattdessen hab´ ich mir das Dörfchen Albersweiler als Ziel ausgesucht, das ein paar Kilometer näher an Edenkoben liegt (und &#8211; ganz wichtig &#8211; einen eigenen Bahnhaltepunkt hat).<br />
Immer noch über 20 km Strecke über Berg und Tal, das reicht. </p>
<p>Weitere Änderung: Bei den großen Touren im Sommer hab´ ich am Start geparkt, bin zum Ziel gelaufen, und hab´ von da aus die Bahn zurück genommen. Auch das mache ich heute anders, denn ich hab´ keine Lust, zeitlich ungünstig am Ziel anzukommen und dann vielleicht ein Stunde oder länger verschwitzt und ausgepowert auf einem kalten, zugigen Provinzbahnsteig zu warten, bis die lokale Bummelbahn kommt und mich zurück ans Auto bringt.<br />
Stattdessen stelle ich den Wagen heute am Ziel ab und fahre mit der Bahn zum Start, das lässt sich besser timen und ich bin noch nicht ausgepowert und durchgeschwitzt. </p>
<p>Folgerichtig fahre ich erstmal runter nach <a href="http://www.albersweiler.de/">Albersweiler</a>, das sich als hübsches kleines Weindörfchen herausstellt, das zwischen dem Hügelland der Vorderpfalz und den hohen Hängen der Haardt am Ausgang des Queichtals sitzt.<br />
Dort parke ich auf dem kleinen Dorfplatz an der Hauptstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6391.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6391.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6391" title="IMG_6391" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6673" /></a><br />
<em>Bild #1: Dorfplatz in Albersweiler, samt mobilen Hänchenbraterwagen vom &#8222;Hühner-Fred&#8220; (leider nicht zu sehen ist die Aufschrift, derzufolge Grillhähnchen besonders vitaminreich sind&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )</em></p>
<p>&#8230;und folge dann dem Schild mit der Aufschrift &#8222;Zum Bahnhaltepunkt&#8220;.<br />
Auf einer kleinen Brücke über die Queich&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6392.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6392.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6392" title="IMG_6392" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6675" /></a><br />
<em>Bild #2: Fußbrücke über die friedlich dahinplätschernde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Queich">Queich</a></em></p>
<p>&#8230;durch die engen Gassen des Dorfes&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6393.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6393.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6393" title="IMG_6393" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6674" /></a><br />
<em>Bild #3: Kanalstr. (?)</em></p>
<p>&#8230;dann am Queichufer links&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6394.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6394.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6394" title="IMG_6394" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6676" /></a><br />
<em>Bild #4: Nochmal die Queich</em></p>
<p>&#8230;zum Albersweilerer Bahnhaltepunkt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6395.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6395.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6395" title="IMG_6395" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6677" /></a><br />
<em>Bild #5: Bahnhaltestelle</em></p>
<p>Natürlich alles gehend, in der schönen, warmen Mittagssonne, schließlich beginnt die heutige Tour ja erst in Edenkoben&#8230;</p>
<p>Von hier aus nehme ich dann die Regionalbahn zum Hauptbahnhof der Kreisstadt Landau (Deutschlandweit bekannt für ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_dicken_Kinder_von_Landau">dicken Kinder</a> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> . Was vielleicht ein bisschen ungerecht ist, denn beim Durchfahren fallen mir keine dicken Kinder auf, dafür aber die vielen schönen alten Häuser&#8230;), steige um, und erreiche nach zehnminütiger Fahrt durch die sonnigen Rebflächen der Vorderpfalz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6398.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6398.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6398" title="IMG_6398" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6678" /></a><br />
<em>Bild #6: Blick aus dem Zug auf die Berge, über die ich gleich laufen werde</em></p>
<p>&#8230;am frühen Nachmittag schließlich den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/08/img_4820.jpg">Bahnhof</a> von <a href="http://www.edenkoben.de">Edenkoben</a>, wo ich vor fast genau zwei Monaten <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/22/der-weg-nach-frankreich-teil-4-neustadt-edenkoben-mit-fotos-257-km/">meine letzte Tour durch die Pfalz</a> beendet habe.</p>
<p>Herrliches Wetter hier, vom Himmel strahlt eine warme Mittagssonne auf das weite, weinberebte Hügelland der Vorderpfalz und und die diesigen steilen Hänge des Pfälzerwaldes herab, es ist warm, freundlich, wunderschön.<br />
Perfekte zum Laufen.<br />
Also fang´ ich auch gleich damit an&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie üblich will ich auch heute wieder durchs Bergland des Pfälzerwaldes, und da Edenkoben nicht direkt am Fuß der Berge sondern ein bisschen davor in der Ebene liegt, geht es erstmal ein paar Kilometer durchs fast ebene Flachland. </p>
<p>Zuerst ein halber Kilometer südwärts, am Rand der Staatstr./L516 entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6400.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6400.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6400" title="IMG_6400" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6679" /></a><br />
<em>Bild #7: An der L516</em></p>
<p>&#8230;dann rechts und auf der Blücherstr. (markiert mit dem roten Plus und dem weißen Andreaskreuz des Europäischen Fernwanderwegs <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> zwischen schier unendlichen sonnigen Rebenreihen westwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6402.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6402.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6402" title="IMG_6402" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6680" /></a><br />
<em>Bild #8: Blücherstr. vor Edenkoben</em></p>
<p>&#8230;am Rand von Edenkoben entlang, mit einem atemberaubend schönen Blick über die Weinlagen und den Ort hinweg auf die leicht steil aus der Ebene aufragenden Bergketten der Haardt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6404-6407.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6404-6407.jpg?w=400&#038;h=118" alt="IMG_6404-6407" title="IMG_6404-6407" width="400" height="118" class="alignnone size-full wp-image-6681" /></a><br />
<em>Bild #9: Blick von der Blücherstr. nach Nordwesten. Im Vordergrund die Türme der beiden Edenkobener Kirchen, rechts neben dem linken Turm kann man den 672 m. hohen Gipfel der Kalmit erkennen, am rechten Bildrand das Hambacher Schloss (mehr zu Kalmit und Hambacher Schloss gibt´s <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/22/der-weg-nach-frankreich-teil-4-neustadt-edenkoben-mit-fotos-257-km/">hier</a></em></p>
<p>Nach 400 m. laufe ich in Edenkoben ein.<br />
Hübsches Dorf, leicht hügelig gelegen, umgeben von Weinbergen, Luftkurort, mit vielen alten Häusern und kleinen, engen Gassen, alles wunderbar ausgeleuchtet vom hellen Licht der herbstlichen Mittagsonne.<br />
Weiter westwärts, auf die Berge zu, dem roten Plus hinterher.<br />
Noch ein Stück durch die Blücherstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6410.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6410.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6410" title="IMG_6410" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6682" /></a><br />
<em>Bild #10: Blücherstr. in Edenkoben</em></p>
<p>&#8230;an deren Ende rechts durch die Tanzstr&#8230;.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6411.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6411.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6411" title="IMG_6411" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6683" /></a><br />
<em>Bild #11: Tanzstr.</em></p>
<p>&#8230;dann wieder links, die Rhodter Str. und die Weinstr. hinauf bis zum westlichen Ortsrand, wo es an einem Kreisel vorbei auf die Villastr./K64 geht, die am Rand des kleinen Triefenbachtals durch die Weinlagen bis zum Fuß der Berge führt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6414.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6414.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6414" title="IMG_6414" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6684" /></a><br />
<em>Bild #12: Kreisel am Anfang der Villastr.</em></p>
<p>Wun-der-schön!!!<br />
Genauso ein Stück braucht´s, um die trüben, grauen Tage der letzten Wochen vergessen zu machen: Mehr als 1,5 km am Rand der schmalen, kaum befahrenen Strasse entlang, auf einem breiten, bequemen Bürgersteig, der gleichzeitig als Weinlehrweg fungiert. Alle paar Meter hat´s Infotafeln, Lauben, Pavillons, Mandelbäumchen (das hier ist u.a. der &#8222;Pfälzer Mandelweg&#8220; &#8211; sichter total schön wenn´s im Frühling blüht) alten Weinpressen und sogar das eine oder andere Denkmal (z.B. für einen Herrn Prinzregenten Luitpold. Die Pfalz hat früher zum Königreich Bayern gehört, das erkennt man an den Adeligen, die hier Denkmäler stehen haben). Von links scheint die wohlige Sonne über die weiten, sanft gewellten Weinhügel herab, rechts unten liegt das malerische Tälchen des Triefenbachs, durch das ich beim letzten Mal gelaufen bin, und vor mir erheben sich die beeindruckenden dunkelgrünen Höhenzüge des Pfälzerwaldes.<br />
Alles ist hell, frisch, wunderschön &#8211; so sehen Impressionen von einem perfekten Lauf aus:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6415.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6415.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6415" title="IMG_6415" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6685" /></a><br />
<em>Bild #13: &#8222;Wenn goldner Wein<br />
im Glase lacht<br />
denkt selten einer dran<br />
wieviele Mühe er uns macht<br />
bis man ihn trinken kann&#8220;<br />
Ok, ich versuch´s mir zu merken&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6416.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6416.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6416" title="IMG_6416" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6686" /></a><br />
<em>Bild #14: Westwärts an der Villastr.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6417.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6417.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6417" title="IMG_6417" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6687" /></a><br />
<em>Bild #15: Weinlehrpfad-Infotafel</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6421-22p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6421-22p.jpg?w=400&#038;h=211" alt="IMG_6421-22p" title="IMG_6421-22p" width="400" height="211" class="alignnone size-full wp-image-6688" /></a><br />
<em>Bild #16: Blick nach Norden, übers Tal des Triefenbachs und die westlichsten Häuser Edenkobens hinweg auf die Berge. Nicht zu sehen ist das große <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/08/img_4761-63p.jpg">Friedensdenkmal</a>, das eigentlich irgendwo an den Hängen des linken Berges sitzen müsste, dafür erkennt man jedoch die Krobsburg (etwas rechts der Bildmitte) und  &#8211; wenn man ganz genau hinschaut &#8211; den Turm auf dem Kalmitgipfel (rechts über der Kropsburg)</em></p>
<p> <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6426.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6426.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6426" title="IMG_6426" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6689" /></a><br />
<em>Blick #17: Blick rechts runter ins idyllische Tal des Triefenbachs.<br />
Wieder einmal bestätigt sich: <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/18/weinberge-zwischen-bensheim-und-heppenheim-mit-fotos-157-km/">Goldener Oktober + Herbstliche Weinberge = Wunderschön</a></em></p>
<p>Wie gesagt: Einfach perfekt.</p>
<p>Na ja, oder fast perfekt, denn ein paar Dinge machen mir schon ein ganz klein wenig Sorgen. </p>
<p>Da sind zum Beispiel meine Beine, die sind etwas schwer und unwillig. Macht aber nichts, heute ist es so schön, das gleicht der Kopf locker aus.<br />
Zumindest bisher. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Außerdem ist es wirklich ziemlich warm.<br />
Ehrlich gesagt, fast ein bisschen zu warm.<br />
Ich hab´ mich heute extra etwas dicker eingepackt, weil´s zuhause nur 6,5 Grad waren und es immer besser ist, etwas vorsichtiger zu sein (wenn einem auf einer langen Tour zu warm wird, kann man schlimmstenfalls was ausziehen. Wenn man auf einer langen Tour zu frieren anfängt, hat man gelitten).<br />
Das rächt sich jetzt ein bisschen, denn hier im windstillen offenen Gelände hat die Sonne trotz des leichten Dunstes erstaunlich viel Kraft, da gerät man ganz schön ins Schwitzen. </p>
<p>Und dann ist da auch noch mein erstes Etappenziel, der Blättersberg mit der Rietburg.<br />
Auf den will ich gleich rauf, und je näher ich komme, um so steiler und höher wird seine Flanke, bis sie wie eine 400 m. hohe grüne Wand vor mir steht.<br />
Das wird ein hartes Stück Arbeit:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6423-24p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6423-24p.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6423-24p" title="IMG_6423-24p" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6691" /></a><br />
<em>Bild #18: Au Backe! Da will ich gleich hoch!<br />
Die Schneise an der Bergflanke zeigt den Verlauf der Sesselbahn zur Rietburg an, links in den unteren Regionen erkennt man die Villa Ludwigshöhe.</em></p>
<p>Aber natürlich halten mich diese Mini- und Pseudoproblemchen nicht auf, dazu ist das hier alles einfach viel zu herrlich.<br />
Etwas schwerbeinig und schwitzend freue ich mich entspannt und glücklich der Steilwand entgegen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>1,7 km erreicht die Villastr. den Waldrand und führt geradeaus aufwärts, während der Fußweg nach links in den herbstlich-sonnigen Mischwald in Richtung Ludwigshöhe abknickt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6430.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6430.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6430" title="IMG_6430" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6692" /></a><br />
<em>Bild #19: Links ab</em></p>
<p>Wunderschöner Weg, dem blaugelben Balken und dem Traubensymbol des Wanderwegs Deutsch Weinstrasse hinterher bergauf, durch bunten Mischwald, ein paar Meter vom Waldrand entfernt, moderate Steigung. Läuft sich gut:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6431.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6431.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6431" title="IMG_6431" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6693" /></a><br />
<em>Bild #20: Wanderweg Deutsche Weinstrasse von der Villastr. zur Ludwigshöhe</em></p>
<p>Am oberen Ende des kurzen Fußweges bin ich auch schon an der Ludwigshöhe. Eigentlich wollte ich hier durchlaufen, aber bis zur schlossartigen Villa (oder dem Villaartigen Schloss?) sind´s nur ein paar hundert Meter Umweg, also nehme ich die natürlich spontan mit.<br />
Links über den von alten Bäumen und altmodischen Laternen umsäumten Parkplatz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6432.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6432.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6432" title="IMG_6432" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6694" /></a><br />
<em>Bild #21: An der Ludwigshöhe</em></p>
<p>&#8230;vorbei am langgezogenen alten Cavaliersbau&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6434.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6434.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6434" title="IMG_6434" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6695" /></a><br />
<em>Bild #22: Gegenlichtiger Blick von der Terasse am Cavaliersbau hinauf zur Villa</em></p>
<p>&#8230;dann auf die grüne Hangwiese am Rand der Weinberge und weiter aufwärts zur <a href="http://www.lverma.rlp.de/freizeit/sehenswuerdigkeiten/ludwigshoehe.html">Villa</a>, die einstmals als Sommerresidenz der Wittelsbacher Monarchen gedient hat und heute eine <a href="http://www.max-slevogt-galerie.de/">Galerie mit den Werken des Impressionisten Max Slevogt</a> beherbergt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6436.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6436.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6436" title="IMG_6436" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6696" /></a><br />
<em>Bild #23: Villa Ludwigshöhe</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6441.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6441.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6441" title="IMG_6441" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6697" /></a><br />
<em>Bild #24: Nur so zum Beweis, dass ich auch wirklich da war&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
</em> </p>
<p>Schöner Bau in toller Lage, bereits deutlich erhöht über der weiten grünen Ebene, auch wenn man dank der diesigen Sichtverhältnisse nicht allzuviel davon erkennen kann:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6444.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6444.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6444" title="IMG_6444" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6698" /></a><br />
<em>Bild #25: Blick von der Villa nach Osten</em></p>
<p>Und auch das Gebäude selbst macht einiges her, mit seiner klassizistischen Klarheit und der repräsentativen Vorderfront mit den zwei hohen übereinander angeordneten Säulenreihen (unten dorisch, oben ionisch, wenn mich meine kunstgeschichtliche Halbbildung nicht im Stich lässt):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6447.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6447.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6447" title="IMG_6447" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6699" /></a><br />
<em>Bild #26: Villa Ludwigshöhe aus der Nähe</em></p>
<p>Ich schaue mich noch ein bisschen um und genieße die warme Herbstsonne auf der Terasse, dann mache ich mich wieder auf den Weg, im Uhrzeigersinn um die Villa herum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6448.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6448.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6448" title="IMG_6448" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6700" /></a><br />
<em>Bild #27: Westseite der Villa Ludwigshöhe</em></p>
<p>&#8230;dann halblinks in den Wald hinein, der Markierung des blaugelben Balkens folgend bis zur Talstation der <a href="http://www.vg-edenkoben.de/urlaubsregion_edenkoben/sehenswertes_und_ausflugsziele/rietburgbahn_edenkoben/index.html">Rietburgbahn</a>:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6449.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6449.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6449" title="IMG_6449" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6701" /></a><br />
<em>Bild #28: Talstation</em></p>
<p>Die Seilbahn ist in Betrieb, wenn man wollte, könnte man da also einfach und bequem den Steilhang überwinden und sich direkt hinauf zur Rietburg expedieren lassen.<br />
Aber das geht natürlich nicht, schließlich bin ich hier um zu laufen und nicht um zu sesselliften&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Trotzdem mache ich hier nochmal kurz Pause, denn auch die kioskartige kleine Kneipe im Stationsgebäude (&#8222;Nobbis Waldcafé&#8220;) hat offen. Das muss natürlich ausgenutzt werden, also erstehe ich bei Nobbi, einem freundlichen älteren Herrn mit Batschkappe und starkem Pfälzer Akzent, eine flüssige Stärkung für den bevorstehenden Aufstieg. Das kann ich mir heute leisten, schließlich hab´ ich für die Tour das Mittagessen sausen lassen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6450.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6450.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6450" title="IMG_6450" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6702" /></a><br />
<em>Bild #29: &#8230;auch wenn ich hier, ebenso wie auf Bild 24, irgendwie arg pfannkuchengesichtig und aufgedunsen aussehe.<br />
Das wird doch nicht schon wieder der Winterspeck sein, der hier sein rundliches Haupt erhebt&#8230;????</em></p>
<p>Und dann geht´s los: Aufstieg, unter der Seilbahn hindurch (zügig, denn dank der Herbstferien ist die stark frequentiert, auch von Kindern- und wer weiss, ob die nicht der Versuchung erliegen, dem schwitzenden dicken Mann unter ihnen von oben in den Kragen zu rotzen, während sie gemütlich bergauf gondeln&#8230;), dann immer dem blaugelben Balken hinterher die extrem steile Bergflanke hinauf durch den Wald:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6451.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6451.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6451" title="IMG_6451" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6703" /></a><br />
<em>Bild #30: Auf zur Rietburg!</em></p>
<p>Natürlich geht´s nicht geradedewegs hinauf, das wäre angesichts des beachtlichen Neigungswinkels unmöglich laufbar.<br />
Stattdessen windet sich der Weg in langem Zickzack am Steilhang empor, mal in die eine Richtung, dann wieder in die andere.<br />
Aber natürlich immer bergauf, und das nicht zu knapp.<br />
Puuh! </p>
<p>Zuerst geht´s an den Nordhang des Berges, wo die schräge Herbstsonne nicht hinreicht.<br />
Hier bin ich auf einmal froh, mich etwas dicker angezogenen zu haben, denn plötzlich ist es empfindlich kalt.<br />
Dann wieder nach Süden, ein schmales, steiniges Pfädchen hoch, das nach links mit einem Gefälle talwärts kippt, das deutlich näher an &#8222;vertikal&#8220; als an &#8222;horizontal&#8220; ist.<br />
Wieder unter fröhlich aufwärts gondelnden Seilbahn hindurch (der das alles überhaupt nichts auszumachen scheint. Im Gegensatz zu mir, ich schnaufe bereits ordentlich).<br />
Das ist nett, denn man kann durch die Schneise talwärts gucken und kriegt so einen schönen Eindruck, wieviel Anstieg man bereits bewältigt hat (mit eingezogem Kopf, die Vorstellung spuckender seilbahnfahrender Kinder lässt mich irgendwie nicht mehr los. Aber zum Glück benehmen die sich in der Realität alle besser als in meiner Fantasie&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6453.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6453.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6453" title="IMG_6453" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6704" /></a><br />
<em>Bild #31: Schon ein bisschen weiter oben</em></p>
<p>Andererseits ist aber irgendwie auch wieder nicht so nett, denn genauso kann man auch die Schneise hinaufschauen, und feststellen, wieviel noch vor einem liegt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6454.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6454.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6454" title="IMG_6454" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6705" /></a><em>Bild #32: Urks! Das geht ja noch ewig den Steilhang hoch!!!</em></p>
<p> Und weiter das Pfädchen am Hang entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6455.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6455.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6455" title="IMG_6455" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6707" /></a><br />
<em>Bild #33: &#8230;das für ein kurzes willkommenes Stück mal eben ist&#8230;</em></p>
<p>&#8230;bis zur nächsten Kurve an einem Gedenkstein, vor dem ein kleiner Aussichtpavillon auf einer Säule über den Abhang hinausragt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6456.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6456.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6456" title="IMG_6456" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6709" /></a><br />
<em>Bild #34: Natürlich benutze ich den auch, um <del datetime="2009-10-23T13:30:59+00:00">Atem zu holen</del> einen Blick hinab in die Ebene zu werden, dazu ist er schließlich da!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6457.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6457.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6457" title="IMG_6457" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6710" /></a><br />
<em>Bild #35: Aussicht vom Pavillon in Richtung Rhodt unter Rietburg</em> </p>
<p>Dort geht´s dann wieder scharf rechts, entgegengesetze Richtung&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6459.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6459.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6459" title="IMG_6459" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6711" /></a><br />
<em>Bild #36: Immer dem blaugelben Balken hinterher</em></p>
<p>&#8230;und zum dritten Mal unter der Seilbahn durch, zurück an die schattigkalte Nordflanke über dem tiefen Edenkobener Tal und bis zur nächsten Haarnadelkurve, aufwärts, aufwärts, immer weiter aufwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6462.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6462.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6462" title="IMG_6462" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6712" /></a><br />
<em>Bild #37: Uijuijui&#8230; </em></p>
<p>&#8230;bis die Seilbahn zum vierten Mal in Sicht kommt, und mit ihr endlich auch der erste halbe Blick auf die Mauern der Rietburg:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6464.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6464.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6464" title="IMG_6464" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6713" /></a><br />
<em>Bild #38: (Etappen)Ziel in Sicht!</em></p>
<p>Hier gönne ich mir noch eine kurze Pause, denn der Blick die steile Schneise hinunter auf das über 300 m. tiefer liegende Edenkoben ist inzwischen schon ziemlich grandios:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6468.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6468.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6468" title="IMG_6468" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6714" /></a><br />
<em>Bild #39: Das diesige Edenkoben von kurz unterhalb der Rietburg.<br />
Sehr schön kann man das Tälchen mit dem Triefenbach erkennen, durch das ich das letzte Mal nach Edenkoben gelaufen bin, rechts davon in Richtung Bildrand ist die Villastr., der ich heute gefolgt bin</em></p>
<p>Direkt danach geht´s eine kleine, unebene Treppe hoch, dann erreiche ich auch schon die untere Mauer der Rietburg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6471.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6471.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6471" title="IMG_6471" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6715" /></a><br />
<em>Bild #40: Unteres Ende der Rietburg</em></p>
<p>&#8230;der ich auf einem sonnigen Pfädchen nach rechts an die Nordflanke der Burg folge folge,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6472.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6472.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6472" title="IMG_6472" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6716" /></a><br />
<em>Bild #41</em></p>
<p>&#8230;wo es dann weiter bergauf geht, begleitet von einem tollen Ausblick über die herbstbunten Wipfel hinweg nach Norden,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6474.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6474.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6474" title="IMG_6474" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6717" /></a><br />
<em>Bild #42: Aussicht von Pfad an der Nordmauer der Rietburg nach Norden, auf St. Martin und das Hambacher Schloss</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6478.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6478.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6478" title="IMG_6478" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6718" /></a><br />
<em>Bild #43: Und gleich nochmal, dieses Mal etwas mehr in die Weite</em></p>
<p>&#8230;und schließlich an der Bergstation der Seilbahn vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6479.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6479.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6479" title="IMG_6479" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6719" /></a><br />
<em>Bild #44</em></p>
<p>&#8230;zum oberen Ende der Anlage&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6482.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6482.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6482" title="IMG_6482" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6720" /></a><br />
<em>Bild #45: Rietburg von hinten</em></p>
<p>&#8230;wo sich auch der Eingang zur Burg befindet.<br />
Das lass´ ich mir natürlich nicht entgehen&#8230;</p>
<p>Die Anfang des 13. Jahrhunderts erbaute <a href="http://www.rietburg-verein.de/content/rietburg/index.php?section=3">Rietburg</a> liegt auf ca. 535 m. ü.NN und ist damit die höchstgelegene Burgruine in der Pfalz (wenn man hier hochgejoggt ist, ist man auch gerne bereit, das zu glauben&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ). Besonders spektakulär wird ihre Lage dadurch, dass sie als abfallende Hangburg an der sehr steilen Nordostflanke des Blätterberges sitzt und dadurch eine dem Vernehmen nach atemberaubende Aussicht über die Rheinebene hinweg bis zum Odenwald, der Bergstrasse und dem Schwarzwald bietet.<br />
Naja, zumindest wenn´s halbwegs klar ist.<br />
An so einem dunstigen Herbsttag wie heute reicht der Blick nicht mal bis rüber an den Rhein nach Speyer.<br />
Aber richtig schön ist es trotzdem!</p>
<p>Über eine paar unebene Stufen gelange ich hinauf in den oberen Teil der Anlage, wo gleich eine Treppe hinauf auf eine kleine Aussichtsplattform führt, die hoch über der größeren Aussichtserrasse und dem gut besuchten Burgrestaurant (hier oben ist richtig was los, so viele Tagesausflügler sind mir schon lange nicht mehr begegnet) thront:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6483.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6483.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6483" title="IMG_6483" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6721" /></a><br />
<em>Bild #46: Zum höchsten Punkt der Rietburg</em></p>
<p>Die schlechte Nachricht: Anstatt der 80 oder mehr Kilometer Sicht, die man von hier aus an klaren Tagen genießen kann, beträgt die heutige Sichtweite nicht mal zehn Kilometer hinunter in die Ebene (und nach Süden hin, wo sich die schrägen Sonnenstrahlen im Dunst fangen, ist es wahrscheinlich sogar noch etwas weniger).</p>
<p>Die gute Nachricht: Selbst das ist schon verflixt schön:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6485.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6485.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6485" title="IMG_6485" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6722" /></a><br />
<em>Bild #47: Blick über untere Terrasse und das Restaurant hinunter in die Ebene, auf die Orte Edenkoben (am linken Bildrand), Rhodt unter Rietburg (mittig) und Edesheim (hinter Rhodt)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6488-6504p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6488-6504p.jpg?w=399&#038;h=54" alt="IMG_6488-6504p" title="IMG_6488-6504p" width="399" height="54" class="alignnone size-full wp-image-6723" /></a><br />
<em>Bild #48: Großes (wenn auch etwas milchiges Panorama).<br />
Ganz links hinten Kirrweiler, rechts davor Edenkoben. Mittig Rhodt unter Rietburg (vorne) und Edesheim (dahinter). Schon relativ weit rechts dann Hainfeld (vorne), Roschbach (dahinter) und schemenhaft Walsheim (?) (dahinter), und ganz rechts dann unten Weyher in der Pfalz</em></p>
<p>Danach geht´s auch noch mal runter auf die Terrasse&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6506-07p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6506-07p.jpg?w=400&#038;h=191" alt="IMG_6506-07p" title="IMG_6506-07p" width="400" height="191" class="alignnone size-full wp-image-6724" /></a><br />
<em>Bild #49: Terrasse der Rietburg, links die kleine erhöhte Plattform, von der die Bilder #47 und 48 entstanden sind</em></p>
<p>&#8230;wo ich ein paar Minuten die herrliche Sonne genieße und den Blick über die abfallende untere Burganlage hinweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6508.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6508.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6508" title="IMG_6508" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6725" /></a><br />
<em>Bild #50: Der untere Teil der Burg</em></p>
<p>&#8230;in die diesige Weite schweifen lasse:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6509.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6509.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6509" title="IMG_6509" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6726" /></a><br />
<em>Bild #51: Blick von der Terasse nach Süden.<br />
Hier macht sich die Mischung aus schräger Herbstsonne und nebligen Dunstschwaden besonders bemerkbar, denn man kann gerade mal bis zur nahen St. Anna-Kapelle über Burrweiler schauen.<br />
Schon ein bisschen schade, denn wenn´s klarer wäre, könnte man hier vermutlich das knapp 30 km entfernten Wissembourg jenseits der Grenze sehen, wo ich ja schlußendlich hinwill.<br />
Aber andererseits: Soll sich Frankreich ruhig noch ein bisschen zieren, früher oder später werd ich es schon noch zu Gesicht bekommen.<br />
Und diese runden Bergrücken, im Nebel, das hat ja auch irgendwie was&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />   </em></p>
<p>Schön hier&#8230;</p>
<p>Nach ein paar Minuten fängt mein Magen leicht zu knurren an.<br />
Wahrscheinlich der appetitliche Essensgeruch aus der Burgkneipe, bevor ich richtig Hunger kriege, breche ich da lieber wieder auf&#8230;</p>
<p>Vom Platz hinter der Burg folge ich kurz dem roten Punkt, der mich durch ein kurzes, felsiges Hangstück mit ein paar Stufen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6510.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6510.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6510" title="IMG_6510" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6727" /></a><br />
<em>Bild #52: Westlich hinter der Rietburg</em></p>
<p>&#8230;zu einem Wildgatter mit zutraulichen Damhirschen führt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6511.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6511.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6511" title="IMG_6511" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6728" /></a><br />
<em>Bild #53: Wildgehege an der Rietburg</em></p>
<p>Auch ist richtig viel Betrieb&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6512.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6512.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6512" title="IMG_6512" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6729" /></a><br />
<em>Bild #54</em></p>
<p>&#8230;und angesichts der vielen Ausflügler mit Wildfutter sind die Hirsche beschäftigt und haben keine Zeit, mir Hallo zu sagen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6514.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6514.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6514" title="IMG_6514" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6730" /></a><br />
<em>Bild #55: &#8222;Pffft. Bitte, wenn ihr ein paar dicke Kinder (wahrscheinlich aus Landau&#8230;) interessanter findet als mich, bloß weil die Futter haben, dann geht doch zu denen, ihr doofen Hirsche.<br />
Aber zur Strafe schreib ich in meinen Blog, dass ihr doof seid!<br />
Doofe Hirsche!!!</em></p>
<p>Folgerichtig mache ich mich auch wieder auf den Weg, in die deutlich weniger rummeligen Bergwaldgefilde jenseits von Rietburg, Wildgatter und Seilbahn.</p>
<p>Es geht kurz bergab, über einen Parkplatz hinter der Burg, dann geradeaus in den Wald. Markierung der Stunde ist weiterhin der blaugelbe Balken, der mich ja bereits bis hier hoch gebracht hat. </p>
<p>Wieder so ein wunderschönes, richtig angenehmes Stück: Die Strecke folgt ungefähr dem Höhenrücken des Blätterbergs, erst auf einem breiten, bequemen Waldweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6516.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6516.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6516" title="IMG_6516" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6731" /></a><br />
<em>Bild #56</em></p>
<p>&#8230;dann auf einem schmalen, steinigen Pfädchen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6517.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6517.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6517" title="IMG_6517" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6732" /></a><br />
<em>Bild #57</em></p>
<p>&#8230;das dem irgendwann nach Süden abknickt.<br />
Steigung gibt´s nur noch ganz wenig, merkt man kaum.<br />
Stattdessen geht´s eine ganze Weile gaaanz entspannt und zufrieden durch den hellen, abwechslungsreichen, einsamen, wunderschönen Herbstwald, in dem sich Buntes Laub, strahlendes Licht, geheimnisvoller Dunst und kühle Schatten zu einer herrlichen Stimmung vermischen<br />
Hier kann man sich so richtig treiben lassen&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6515.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6515.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6515" title="IMG_6515" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6733" /></a><br />
<em>Bild #58</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6518.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6518.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6518" title="IMG_6518" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6734" /></a><br />
<em>Bild #59</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6519.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6519.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6519" title="IMG_6519" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6735" /></a><br />
<em>Bild #60</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6522.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6522.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6522" title="IMG_6522" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6736" /></a><br />
<em>Bild #61</em></p>
<p>Knapp 1,5 km, dann erreiche ich eine kleine Lichtung mit einem schmalen Aussichtsturm&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6524.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6524.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6524" title="IMG_6524" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6737" /></a><br />
<em>Bild #62: Ludwigsturm</em></p>
<p>&#8230;der zugleich den höchsten Punkt des Blätterberges und den höchsten Punkt der heutigen Tour markiert: Ludwigsturm, 605 m. ü.NN.<br />
Gar nicht mal übel, besonders wenn man bedenkt, dass heute ich auf unter 150 m. ü.NN angefangen habe&#8230;</p>
<p>Auch hier kann ich selbstverständlich nicht vorbeilaufen.<br />
Aussichtstürme sind dazu da, dass man raufklettert und sich umschaut, also mach´ ich genau das:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6527.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6527.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6527" title="IMG_6527" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6738" /></a><br />
<em>Bild #63: Keine verschlossene Eingangstür mit Vorhängeschloß, so mag ich meine Aussichtstürme</em></p>
<p>Die Wendeltreppe nach oben ist klaustrophobisch eng, ich schramme praktisch mit den Schultern an den Wänden.<br />
Nur gut, dass mir hier niemand entgegenkommt, sonst gäb´s Verstopfung&#8230;</p>
<p>Oben angekommen gibt´s sowas wie&#8230; Aussicht.<br />
Nicht ungehindert, denn wie bei vielen dieser alten, einsamen Türme sind die umliegenden Bäume zu hoch gewachsen und stören den freien Blick.<br />
Und dort wo keine Bäume stehen, nämlich im Süden, verschwimmen die Berge im bläulichen Herbstdunst, der von den schräg herabfallenden Sonnenstrahlen mit einem inneren Leuchten versehen zu sein scheint.<br />
Auf seine Art ist dieser Anblick mindestens genauso schön wie klare Sicht &#8211;  faszinierend, wie sich die steilen, markant geformten Höhenzüge des Pfälzerwaldes wie die Rücken riesenhafter schlafender Tiere als scherenschnittartige Silhouetten aus dem Nebel herausragen, klar abgezeichnet wenn sie nahe sind, und immer obskurer und verborgener je weiter sie sich entfernen.<br />
Die Landschaft, die sich hier abzeichnet ist spannend und geheimnisvoll, eine fremde, unbekannte Gegend, die ihre Reize nicht preisgibt sondern sie nur hinter einem Schleier aus Dunst und Sonne andeutet.<br />
Richtig schön.  </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6531-34p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6531-34p.jpg?w=400&#038;h=101" alt="IMG_6531-34p" title="IMG_6531-34p" width="400" height="101" class="alignnone size-full wp-image-6739" /></a><br />
<em>Bild #64: Blick vom Ludwigsturm auf dem Blättersberg zu den Bergen im Süden. An dem vorderen werde ich wahrscheinlich nachher noch entlanglaufen&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6530.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6530.jpg?w=400&#038;h=299" alt="IMG_6530" title="IMG_6530" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-6740" /></a><br />
<em>Bild #65: Schemenhaftes Bauwerk auf einer Kuppe im Südwesten. Wahrscheinlich die Reichsburg Trifels über Annweiler&#8230;</em></p>
<p>Und wieder abwärts, wieder die klaustrophobisch enge Wendeltreppe runter, dann noch einen Bogen um den Turm rum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6537.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6537.jpg?w=400&#038;h=534" alt="IMG_6537" title="IMG_6537" width="400" height="534" class="alignnone size-full wp-image-6742" /></a><br />
<em>Bild #66: Der Ludwigsturm von Süden, dieses mal mit ohne Gegenlicht&#8230;</em></p>
<p>&#8230;dann weiter dem blaugelben Balken hinterher, der sich nun gaanz gemächlich an Abstieg vom Blätterberg macht.<br />
Schmales, wunderbar weiches Bergpfädchen durch diesen wunderbaren lichten Kiefernwald mit Heidekraut, den man hier oben immer wieder mal findet. Außerdem: Südwesthang, und damit voll in der milden, hellen Nachmittagssonne, die die steile Bergflanke sanft mit ihren wohligen Strahlen steichelt.<br />
Licht und Wärme und herrliche Umgebung &#8211; tut einfach nur gut, das ist wie wie eine Wellness-Kur für Kopf und Körper&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6540.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6540.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6540" title="IMG_6540" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6743" /></a><br />
<em>Bild #67: Auf dem weichen, schönen Pfädchen mit dem blaugelben Balken&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6541-43p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6541-43p.jpg?w=400&#038;h=149" alt="IMG_6541-43p" title="IMG_6541-43p" width="400" height="149" class="alignnone size-full wp-image-6744" /></a><br />
 <em>Bild #68:&#8230;sanft abwärts durch sonnigen Kiefernwald und Heidekraut&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6544.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6544.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6544" title="IMG_6544" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6745" /></a><br />
<em>Bild #69: &#8230;an der Südwestflanke des Blättersbergs</em></p>
<p>Nach einigen Minuten öffnet sich der Hangwald zu einer Lücke, durch die man nach Südwesten hinausschauen kann, ins geheimnisvolle Bergland des Pfälzerwaldes, dessen Rücken und Täler sich in der dunstigblauen Weite verlieren:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6546-47p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6546-47p.jpg?w=400&#038;h=535" alt="IMG_6546-47p" title="IMG_6546-47p" width="400" height="535" class="alignnone size-full wp-image-6746" /></a><br />
<em>Bild #70: Blick von der Flanke des Blättersbergs nach Südwesten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6548.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6548.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6548" title="IMG_6548" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6747" /></a><br />
<em>Bild #71: Die Wiesen tief unten liegen im Modenbachtal, in das ich nun langsam aber sicher hinablaufe</em></p>
<p>Ich bin übrigens nicht der Einzige, der den Blick und die Sonne geniesst, auf einer Bank am Wegesrand sitzt ein freundliches älteres Ehepaar, das gerade eine Wanderpause einlegt und ein bisschen mit mir plaudert, über das Wetter, den Pfälzerwald und darüber, wie die Landschaft im Herbst zur Ruhe kommt und still und besinnlicher wird. Sehr nett, solche Begegnungen mag ich irgendwie. </p>
<p>Und weiter auf dem blaugelben Balken abwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6550.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6550.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6550" title="IMG_6550" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6748" /></a><br />
<em>Bild #72: Immer noch Südwestflanke vom Blättersberg, immer noch warm und sonnig, immer noch wunderbar angenehm</em></p>
<p>&#8230;durch die wildromantische Berglandschaft&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6552.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6552.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6552" title="IMG_6552" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6749" /></a><br />
<em>Bild #73: Der Frankenberg auf der anderen Seite des schmalen Meisentals.<br />
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie steil und die Berge hier sind</em></p>
<p>&#8230;zwischendurch noch ein kleines Päuschen mit einem Fruchtriegel in der herrlichen Herbstsonne&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6553.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6553.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6553" title="IMG_6553" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6750" /></a><br />
<em>Bild #74: Aaah. Das fühlt sich gut an&#8230;</em></p>
<p>&#8230;bis der Weg dann irgendwann langsam nach Norden abknickt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6558.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6558.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6558" title="IMG_6558" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6751" /></a><br />
<em>Bild #75: Links unten ein ordentlicher Waldweg ohne Markierung, rechts das Pfädchen mit dem blaugelben Balken &#8211; beim Pfälzerwaldverein legt man die Wanderwege ja gerne auf kleiner Nebenpfade, das gefällt mir&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und schließlich die Wegkreuzung am Kohlplatz erreicht, die auf einer Bergschulter zwischen Kesselberg und Blättersberg sitzt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6560-63p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6560-63p.jpg?w=400&#038;h=122" alt="IMG_6560-63p" title="IMG_6560-63p" width="400" height="122" class="alignnone size-full wp-image-6752" /></a><br />
<em>Bild #76: Am Kohlplatz</em></p>
<p>Hier heisst es dann Abschied vom blaugelben Balken nehmen, der mich seit der Ludwigshöhe gut und sicher nach Westen geführt hat.<br />
Von nun an geht´s südwärts dem blauweißen Balken hinterher, der mit strammem Gefälle talwärts führt, vorbei an der nicht geöffneten <a href="http://www.nello-ev.de/4481.html">Nellohütte</a>&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6566.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6566.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6566" title="IMG_6566" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6753" /></a><br />
<em>Bild #77: Nellohütte</em></p>
<p>&#8230;dann immer weiter bergab, am Rand des tief eingeschnitten Meisentals hinab&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6569.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6569.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6569" title="IMG_6569" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6754" /></a><br />
<em>Bild #78: Meisental</em></p>
<p>&#8230;bis zum unteren Waldrand&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6572.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6572.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6572" title="IMG_6572" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6755" /></a><br />
<em>Bild #79</em></p>
<p>&#8230;wo es an einer schmalen Wiese im entlanggeht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6573.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6573.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6573" title="IMG_6573" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6756" /></a><br />
<em>Bild #80: Dieses Seitental ist schon so tief unten und so eng, dass die schrägen Sonnenstrahlen kaum noch bis hier runter reichen</em></p>
<p>&#8230;dann ein Stück durchs schattige Dickicht am Talgrund&#8230;<br />
<a href="http://ladufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_65741.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_65741.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6574" title="IMG_6574" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6759" /></a><br />
<em>Bild #81</em></p>
<p>&#8230; bis hinunter ins breitere Modenbachtal&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6575.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6575.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6575" title="IMG_6575" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6760" /></a><br />
<em>Bild #82: Modenbachtal</em></p>
<p>&#8230;und über einen Parkplatz zur K58 am Talgrund:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6576-77p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6576-77p.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6576-77p" title="IMG_6576-77p" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6761" /></a><br />
<em>Bild #83: Ui, mal wieder eine echte Landstrasse. Das hatte ich aber jetzt lange nicht mehr&#8230;</em> :</p>
<p>Über die Fahrbahn, auf der anderen Seite wieder in den Wald, nun der Markierung mit dem roten Punkt hinterher, die &#8211; wieder mal auf schmalen Pfaden &#8211; an am Hang entlang leicht aufwärts nach Westen führt.<br />
Ist ein ordentliches Stück, mehr als 1,5 km, aber viele Fotos mache ich nicht &#8211; schattige Nordflanke, hier ist es überraschend kühl und dunkel, da beeile ich mich lieber ein bisschen, dass ich wieder in die schöne, warme Sonne komme:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6579.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6579.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6579" title="IMG_6579" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6762" /></a><br />
<em>Bild #84: Auf dem roten Punkt oberhalb der Landstrasse nach Westen</em></p>
<p>Insgesamt vielleicht 1,8 oder 1,9 km, dann senkt sich der Weg wieder ein bisschen ab und erreicht den Waldparkplatz Drei Eichen an den der L506.<br />
Von hier aus gehen Waldwege in alle Richtungen ab.<br />
Meine Streckenplanung sieht eigentlich vor, dass ich südwärts weiterlaufe, in Richtung der Burg Neuscharfeneck.<br />
Vorher mache ich aber noch einen kleinen Abstecher in die entgegengesetzte Richtung, denn auch nördlich des Parkplatzes gibt es eine Burg, die Ruine Modeneck (aka Meistersel), und die ist gar nicht weit weg &#8211; ein paar hundert Meter Umweg für eine Extra-Burg, die nehme ich natürlich gerne in Kauf, entsprechend überquere ich erstmal die Strasse und laufe in den Bergwald nördlich des Parkplatzes, aufwärts, auf unmarkierten Waldwegen in Richtung Burg Modeneck.</p>
<p>Weit ist es wirklich nicht, eigentlich nur ein Katzensprung.<br />
Aber steil.<br />
Richtig fiesbrutalsacksteil, um genau zu sein.<br />
Die Burg Modeneck erhebt sich auch einer schroff ansteigenden Felskuppe mitten im Wald, vielleicht einen halben Kilometer vom Parkplatz entfernt, aber 90 Meter höher.<br />
Macht Summa Summarum eine Durchschnittsteigung von 18%, das zieht böse rein.<br />
Bereits nach 200 m. keuche ich wie ein asthmatische Walroß im Hochsommer, der kleine Umweg entpuppt sich unerwarteterweise als Schwerstarbeit.<br />
Und dann komme ich auch noch an diesen Schildern vorbei:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6582.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6582.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6582" title="IMG_6582" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6763" /></a><br />
<em>Bild #85</em></p>
<p>&#8222;Einsturzgefahr&#8220;, steht da.<br />
&#8222;Burg gesperrt&#8220;, steht da.<br />
Pffft.<br />
Aber Umkehren kommt trotzdem nicht in Frage, inzwischen habe ich mich nämlich schon zwei Drittel des fiesen Anstiegs hochgeschleift, da mach´ ich auch noch den Rest.<br />
Also weiter aufwärts, um eine scharfe Kurve, zwischen einigen Felsformationen hindurch, dann an einem Mäuerchen auf dem schmalen und steil abfallenden Bergrücken entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6584.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6584.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6584" title="IMG_6584" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6764" /></a><br />
<em>Bild #86: Der ältere Herr da vorne ruft mir irgendwas entggegen, aberr dank seinem breiten Pfälzer Dialekt und meinem wummernden Puls den Schläfen versteh´ ich nur sowas wie &#8222;Rwöwrrörwrör gsperrt brörowrörör&#8220;.<br />
Also nicke ich nur einfach mal freundlich und sage nett &#8222;Guten Tag&#8220;, das scheint ihn zufriedenzustellen&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und erriche kurz darauf das Haupttor&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6587.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6587.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6587" title="IMG_6587" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6765" /></a><br />
<em>Bild #87: Eingang zur Burg</em></p>
<p>&#8230;durch den ich in den schmalen Vorhof der <a href="http://burg-meistersel.de/">Burg Modeneck bzw. Meistersel</a> einlaufe (Burgen sollten nicht mehrere Namen haben, das ist zu verwirrend für dumme Auswärtige wie mich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ).</p>
<p>Und da ist dann leider auch Schluss. Links türmt sich ein gewaltiger Felsen auf, auf den die mittelalterlichen Erbauer der Anlage den oberen Teil der Burg gepflanzt haben:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6588-89p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6588-89p.jpg?w=400&#038;h=213" alt="IMG_6588-89p" title="IMG_6588-89p" width="400" height="213" class="alignnone size-full wp-image-6766" /></a><br />
<em>Bild #88: Burgfels der Ruine Modeneck/Meistersel</em></p>
<p>Sieht wildromantisch und spektakulär aus und bietet sicher einen grandiosen Blick über die umliegenden Berge und Täler &#8211; aber wie angekündigst ist der schmale, steile Aufstieg hinauf auf das Felsplateau mit einem Bauzaun versperrt.<br />
Kann man erstmal nichts machen &#8211; auch wenn´s mir ein bisschen Leid tut, schaue ich mir die Burg eben nur von unten an und drehe dann mehr oder weniger unverrichteter Dinge wieder um.<br />
Vielleicht komme ich ja irgendwann nochmal her, wenn die Anlage renoviert ist&#8230;</p>
<p>Abwärts, denselben Weg, den ich eben hochgekeucht bin, wieder runter, zurück zum Parkplatz Drei Eichen.<br />
Bergab geht das deutlich leichter&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unten angekommen nehme ich dann die ursprünglich geplante Strecke wieder auf und folge dem schwarzen Westhang des langgezogenen Roßbergs nach Süden.</p>
<p>Hier ist es wieder so richtig schön. Der Weg ist breit und bequem, der Wald herbstlich bunt und freundlich, die Hänge sind in warmes Nachmittagsonnenlicht getaucht.<br />
Sehr, sehr schön:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6590.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6590.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6590" title="IMG_6590" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6767" /></a><em>Bild #89: Auf dem Weg mit dem schwarzen Punkt&#8230;</em> </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6592.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6592.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6592" title="IMG_6592" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6768" /></a><em>Bild #90: &#8230;durch den strahlendbunten Herbstwald&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6593.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6593.jpg?w=400&#038;h=298" alt="IMG_6593" title="IMG_6593" width="400" height="298" class="alignnone size-full wp-image-6769" /></a><br />
<em>Bild #91: &#8230;am Westhang es Roßberges hoch über dem Dernbachtal&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6594.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6594.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6594" title="IMG_6594" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6770" /></a><br />
<em>Bild #92: &#8230;südwärts in Richtung Burg Neuscharfeneck</em></p>
<p>So rund wie vorhin auf dem Abstieg vom Blättersberg läuft´s allerdings nicht mehr &#8211; während ich die moderate aber sehr stetige Steigung des Weges hinauflaufe merke ich, wie ich langsam aber sicher abbaue.<br />
Allmählich macht sich das weniger intensive Training der letzten Wochen bemerkbar: Die Schritte werden etwas schwerer, die Atmung etwas schneller und flacher, die sich aufsummierenden Höhenmeter zunehmend anstrengender.<br />
Besonders meine Beinmuskulatur ist rebellisch und lässt mich wissen, dass sie das jetzt nicht mehr ewig so weitermachen möchte.<br />
Noch geht´s ganz gut, aber bis zum Ziel ist es noch ein ganzes Stück&#8230;</p>
<p>Immerhin gibt sich die Strecke alle Mühe, mich angemessen für die Strapazen zu entlohnen.<br />
Und das mit Erfolg, denn die Umgebung ist weiterhin wunderschön, die schräge Nachmittagssonne herrlich. </p>
<p>Ca. 1,2 km nach dem Parkplatz Drei Eichen geht es um einen Bergvorsprung hoch über Ramberg, von dessen südlicher Flanke sich einmal mehr eine grandiose Aussicht in den Pfälzerwald eröffnet:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6595.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6595.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6595" title="IMG_6595" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6771" /></a><br />
<em>Bild #93: Vom Sonnenlicht gefluteter Aussichtspunkt am Mühlberg über Ramberg</em></p>
<p>Direkt südwärts, von jenseits des tiefen Ohlsbachtals, grüßt bereits dieRuine der Burg Neuscharfeneck herüber, eine mächtige Festungsanlage die in spektakulärer Lage auf einem steilen Felsvorsprung hoch über dem Tal des Dernbachs thront:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6596.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6596.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6596" title="IMG_6596" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6772" /></a><br />
<em>Bild #94: Burg Neuscharfeneck von Norden</em></p>
<p>Und weiter rechts öffnet sich einmal mehr der Blick in die Tiefen des Pfälzerwaldes, auf eine diesige Welt aus halbversteckten, steilen Gipfeln (von denen fast jeder zweite mit einer Burg gekrönt zu sein scheint), die sich in der Weite verlieren:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6599.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6599.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6599" title="IMG_6599" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6774" /></a><br />
<em>Bild #95: Blick nach Südwesten in den Pfälzerwald hinein</em></p>
<p>Kurz danach geht es dann wieder auf ein kleineres Pfädchen, das am steilen Hang entlang weiter aufwärts durch den sonnigen Herbstwald führt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6601.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6601.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6601" title="IMG_6601" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6775" /></a><br />
<em>Bild #96</em></p>
<p>&#8230;und dabei immer wieder tolle Aussichten zwischen den Bäumen hindurch ins weit, weit unten liegende dunstige Dernbachtal ermöglicht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6606-08p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6606-08p.jpg?w=400&#038;h=258" alt="IMG_6606-08p" title="IMG_6606-08p" width="400" height="258" class="alignnone size-full wp-image-6776" /></a><br />
<em>Bild #97: Blick vom Weg mit dem schwarzen Punkt hinunter nach Ramberg und zur Burg Ramberg auf der gegenüberliegenden Seite des Dernbachtals</em></p>
<p>Kurz darauf erreiche ich die mächtige Schildmauer am hinteren Ende der <a href="http://www.wajh5ueu.homepage.t-online.de/">Burg Neuscharfeneck</a>:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6610-14p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6610-14p.jpg?w=400&#038;h=246" alt="IMG_6610-14p" title="IMG_6610-14p" width="400" height="246" class="alignnone size-full wp-image-6777" /></a><br />
<em>Bild #98: Ostseite der Burg Neuscharfeneck</em></p>
<p>Wow, ist das ein Brocken!<br />
Die Neuscharfeneck ist eine der größten Burgen der Pfalz, und das siehr man ihr auch an.<br />
Ich laufe an der fast 100 m. langen Nordmauer entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6617.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6617.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6617" title="IMG_6617" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6778" /></a><br />
<em>Bild #99: Nordmauer der Burg Neuscharfeneck</em></p>
<p>&#8230;bis zum vorderen Ende der steilen Felsnase, auf der die Burg hoch oben über dem bereits von steilen Hängen eingerahmten Dernbachtal sitzt, das man von hier oben schön überblicken kann:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6618.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6618.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6618" title="IMG_6618" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6779" /></a><br />
<em>Bild #100: Nochmal die Ramburg auf der anderen Talseite, wunderbar vom warme Vorabendlicht beleuchtet</em></p>
<p>Hier ist auch das Haupttor, durch das ich die keilförmige Burg an der spitzen Seite betrete:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6619.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6619.jpg?w=400&#038;h=301" alt="IMG_6619" title="IMG_6619" width="400" height="301" class="alignnone size-full wp-image-6781" /></a><br />
<em>Bild #101: Eingang der Burg Scharfeneck</em></p>
<p>Dahinter geht es durch die sonnige Vorburg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6620.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6620.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6620" title="IMG_6620" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6782" /></a><br />
<em>Bild #102: Vorburg</em></p>
<p>&#8230;durch einen schmalen Gang zwischen Außen- und Innenmauer zu einer kleinen Aussichtsplattform über der Südmauer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6627-30p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6627-30p.jpg?w=400&#038;h=120" alt="IMG_6627-30p" title="IMG_6627-30p" width="400" height="120" class="alignnone size-full wp-image-6783" /></a><br />
<em>Bild #103: Man beachte, wie schräg und lang die Schatten inzwischen bereits sind</em></p>
<p>&#8230;auf der ich nochmal kurz pausiere&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6626.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6626.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6626" title="IMG_6626" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6784" /></a><em>Bild #104: Heute mal nur Leitungswasser und keine Isoplörre (die ist eher was für den Sommer&#8230;;))</em></p>
<p>&#8230;bevor ich durch einen kleinen Durchgang den unteren Innenhof der Kernburg betrete&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6631.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6631.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6631" title="IMG_6631" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6785" /></a><br />
<em>Bild #105</em></p>
<p>&#8230;von wo aus ich über eine Reihe von schmalen Treppen schließlich hinauf zur Aussichtsplattform auf dem höchstgelegenen Teil der Burgruine gelange:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6642.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6642.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6642" title="IMG_6642" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6786" /></a><br />
<em>Bild #106: Ganz oben</em></p>
<p> GRANDIOS!</p>
<p>Von hier oben bieten sich einmal mehr herrliche Ausblicke über die umliegenden Täler und weit in den dunstverhangenen Pfälzerwald hinein:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6634.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6634.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6634" title="IMG_6634" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6787" /></a><br />
<em>Bild #107: Blick über die Burganlage hinweg.<br />
Ist das alles gemauert oder zumindest teilweise natürlicher Fels?<br />
Keine Ahnung, aber beeindruckend ist es auf jeden Fall!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6635.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6635.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6635" title="IMG_6635" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6788" /></a><br />
<em>Bild #108: Rambach und Ramburg im Nordwesten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6636-38p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6636-38p.jpg?w=400&#038;h=180" alt="IMG_6636-38p" title="IMG_6636-38p" width="400" height="180" class="alignnone size-full wp-image-6789" /></a><br />
<em>Bild #109: Blick nach Südwesten, über Dernbach hinweg in Richtung Annweiler und zu den dunstverhangenen Höhenzügen des Wasgau</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6640-41p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6640-41p.jpg?w=400&#038;h=195" alt="IMG_6640-41p" title="IMG_6640-41p" width="400" height="195" class="alignnone size-full wp-image-6790" /></a><br />
<em>Bild #110: Blick nach Südosten, am hohen Buckel des Orensbergs vorbei (über den will ich eigentlich auch noch rüber &#8211; aber soll ich wirklich???) in Richtung Vorderpfalz Rheinebene</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6643.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6643.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6643" title="IMG_6643" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6791" /></a><em>Bild #111: Heidenei, geht´s da tief runter bis ins Tal&#8230;</em></p>
<p>Wirklich großartig hier oben, aber allzulange bleibe ich trotzdem nicht. Zum einen ist es in den letzten Minuten Wind aufgekommen, ein regelrechter kleiner Sturm, der mit eisiger Schärfe über die hochgelegene Aussichtsplattform peitscht. Zum anderen beginnt die Sonne langsam im Dunst zu versinken, und auch wenn es noch eine gute Stunde bis Sonnenuntergang ist, verliert sie minütlich an Kraft.<br />
Da wird´s auf einmal empfindlich kalt hier oben, und da ich ja noch einige Kilometerchen vor mir habe, mache ich mich lieber wieder auf den Weg&#8230;</p>
<p>Wieder abwärts, zurück durch die Vorburg zum Haupttor, dann an der Südmauer entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6647.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6647.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6647" title="IMG_6647" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6792" /></a><br />
<em>Bild #112: An der Südmauer</em></p>
<p>&#8230;zurück auf den Weg mit dem schwarzen Punkt hinter der Burg, dem ich nun nach rechts, abwärts in Richtung der Landauer Hütte folge.</p>
<p>So langsam wird´s wirklich anstrengend &#8211; inzwischen habe ich fast eine Halbmarathondistanz mit vielen hundert Höhenmetern in den Beinen, da lassen die Kräfte allmählich nach, und selbst das Bergablaufen fällt nicht mehr leicht.<br />
Meine Beine sind schwer und unwilligt, mit harten, krampfigen Muskeln, die mich nachdrücklich wissen lassen, dass ich die Zeche für diese Tour in den nächsten Tagen mit einer ordentlichen Protion Muskelkater werde bezahlen müssen (Muskelkater nach einem Berglauf! Das ist mir schon seit einer Ewigkeit nicht mehr passiert!).</p>
<p>Entsprechend bin ich heilfroh, als ich nach einem Dreiviertelkilometer die <a href="http://www.wajh5ueu.homepage.t-online.de/">Landauer Hütte</a> an einer großen Wegscheide im Wald erreiche, und die auch noch geöffnet hat:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6648.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6648.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6648" title="IMG_6648" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6793" /></a><br />
<em>Bild #113: Landauer Hütte</em></p>
<p>Das gibt mir nochmal eine hochwillkommene Möglichkeit für eine kleine Pause mit ein bisschen Zucker und Koffein für die letzten Kilometer:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6650.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6650.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6650" title="IMG_6650" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6794" /></a><br />
<em>Bild #114: Fotos auf denen ich furchtbar dämlich aussehe, Teil 13587: Colapause in der Landauer Hütte</em></p>
<p>Die Cola tut gut.<br />
Das Aufstehen danach allerdings nicht.<br />
Auauauauau, verdammte meuternde Oberschenkelmuskulatur&#8230;<br />
Vor der Hütte steht dann eine Entscheidung an:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6651.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6651.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6651" title="IMG_6651" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6795" /></a><br />
<em>Bild #115: Wegscheide am Zimmerplatz vor der Landauer Hütte</em></p>
<p>Eigentlich wollte von hier aus weiter dem schwarzen Punkt folgen, hinauf zum keltischen Ringwall auf dem Orensberg und weiter zum Orensfelsen. Angeblich sehr hübsch, aber ein ordentlicher Umweg, bei dem´s außerdem noch mal ein ganzes Stück bergauf geht.<br />
Sicher hübsch, aber eigentlich ist mir nicht mehr danach.<br />
Ich bin seit einigen Stunden unterwegs, meine Beine rebellieren, ich fühle mich ausgepowert und hungrig bin ich auch (schließlich hab´ ich heute an fester Nahrung nur ein paar Scheiben Knäckebrot und einen Fruchtriegel gegessen&#8230;).<br />
Selbst der Wald ist plötzlich nicht mehr hell und sonnig und freundlich &#8211; die Sonne ist im Dunst versunken, der Sturm ist noch stärker geworden, es ist kalt und dunkel und überall knackst und knarzt es, so als wollte der Pfälzerwald mir sagen:<br />
&#8222;Hey, Matthias, du hast deine schöne Zeit hier draußen gehabt, aber jetzt ist so langsam gut. Also übertreib´s nicht und sieh lieber zu, dass du dich so langsam auf den Heimweg machst.&#8220;<br />
Meine Beine stimmen dem Pfälzerwald empathisch zu.<br />
Meine leicht wundgescheuerten Brustwarzen stimmen mit dünnen, weinerlichen Stimmchen ein.<br />
Und schließlich meldet sich sogar noch meine Vernunft, und weist mich daraufhin, dass es in einer knappen Stunde dunkel wird, und dass ich dann nicht mehr hier draußen sein möchte&#8230;</p>
<p>Tja, wenn alle Welt will, dass ich den Orensberg ausfallen lasse, dann lass´ ich ihn halt ausfallen und nehme stattdessen den direkten Weg ins Tal&#8230;</p>
<p>Zumindest versuche ich das, auch wenn ich beim ersten Anlauf die falsche Abzweigung erwische und einen unmarkierten Weg hinablaufe, der mich gottweisswo hinringen würde.<br />
Zum Glück fällt mir der Fehler nach ein paar hundert Metern auf und ich drehe auf grummelnden Beinen um, zurück zum Zimmerplatz, wo ich nun richtig abbiege und dem blauweissen Balken durch den zugigen, ungemütlichen Wald folge:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6652.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6652.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6652" title="IMG_6652" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6796" /></a><br />
<em>Bild #116: Brrr! Was ist denn nur aus dem goldenen Oktobertag von vorhin geworden???</em></p>
<p>Viel ist nicht mehr drin.<br />
Ich bin müde ind schlaff, meine Beine fühlen sich hart und holzig an, protestieren und zwicken bei jedem schlurfenden, langsamen Schritt.<br />
Und zu allem Überfluss geht´s auch noch mal kurz bergauf (aaaarglll!), am Hang des Orrensbergs entlang, bevor sich der Pfad wieder bergab wendet (auch aaaargll!). </p>
<p>Nach ein paar hundert Metern wechsle ich scharf rechts auf den schwarzen Punkt, der mich von nun an auf einer Serie schmaler, steiler, steiniger Pfädchen die bewaldeten Hänge hinab- und manchmal auch wieder ein Stückchen hinaufführt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6656.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6656.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6656" title="IMG_6656" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6797" /></a><em>Bild #117: Schwarzer Punkt, irgendwo zwischen Orensberg und Albersweiler&#8230;</em></p>
<p>Ich weiss nicht, wie lange ich hier auf schweren, streikenden Beinen und mit schwindenen Kräften talwärts stolpere. Gefühlt ist es eine halbe Ewigkeit, real werden´s vielleicht drei Kilometer sein.<br />
Orientiert bin ich kaum noch, ich folge einfach nur dem schwarzen Punkt, ohne viel drüber nachzudenken, Hauptsache bald ist Schluss.<br />
Zwischendurch muss ich nochmal für ein paar Biker platz machen, die den steilen, schmalen Fußpfad runterbrettern (bin aber zu müde, um ich angemessen zu echauffieren), irgendwo geht´s an einem Naturfreundehaus vorbei, kurz danach nochmal über eine kleine Kuppe (gaaah, bergauf!!), und dann erreiche ich endlich den Waldrand hoch über Albersweiler.<br />
Puuh!</p>
<p>Von jetzt an: Steil abwärts, auf einem Minipfädchen durch einen wucherigen dschungelartigen Buschwald am Hang:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6668.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6668.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6668" title="IMG_6668" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6798" /></a><br />
<em>Bild #118: Im wilden Buschland</em></p>
<p>Und dann, plötzlich, unerwartet, wird´s doch nochmal richtig schön:<br />
Ausblick, vom steilen Hang über Albersweiler nach Süden, ins dämmrige Queichtal unter dem schimmernden Abendhimmel:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6675-7784p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6675-7784p.jpg?w=400&#038;h=175" alt="IMG_6675-77+84p" title="IMG_6675-77+84p" width="400" height="175" class="alignnone size-full wp-image-6800" /></a><br />
<em>Bild #119: Abendstimmung über dem Queichtal</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6669-70p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6669-70p.jpg?w=400&#038;h=453" alt="IMG_6669-70p" title="IMG_6669-70p" width="400" height="453" class="alignnone size-full wp-image-6799" /></a><br />
<em>Bild #120: Das Gebäude auf der Bergkuppe in der Bildmitte ist wohl die Reichsburg Trifels. Sieht spannend aus, da freu´ ich mich schon drauf (fürs nächste Mal!)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6673.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6673.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6673" title="IMG_6673" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6801" /></a><br />
<em>Bild #121: Hm, lange ist es nicht mehr hin bis zum Sonnenuntergang&#8230;</em></p>
<p>Und immer weiter bergab, an einem versteckten Gatter mit Damhirschen vorbei, die panisch die Flucht ergreifen, sobald sie meiner gewahr werden (wahrscheinlich hat sie das weinerliche Wehklagen meiner waidwunden Waden in Angst und Schrecken versetzt <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), dann geradewegs abwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6685.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6685.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6685" title="IMG_6685" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6802" /></a><br />
<em>Bild #122: Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
Inzwischen zwickt und zwackt wirklich jeder Schritt&#8230;.</em></p>
<p>&#8230;bis zum Rand des riesigen Granitsteinbruchs über dem Queichtal&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6689-95p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6689-95p.jpg?w=400&#038;h=177" alt="IMG_6689-95p" title="IMG_6689-95p" width="400" height="177" class="alignnone size-full wp-image-6803" /></a><br />
<em>Bild #123: Quasi ein Preview auf das Terrain, das ich bei der nächsten Etappe vom &#8222;Lauf nach Frankreich&#8220; erkunden werde: Direkt voraus der Hohenberg über Albersweiler, rechts davon die Burg Trifels</em></p>
<p>&#8230;der so unheimlich tief ist, dass man den Grund von hier oben nicht erkennen kann:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6696-700p.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6696-700p.jpg?w=400&#038;h=817" alt="IMG_6696-700p" title="IMG_6696-700p" width="400" height="817" class="alignnone size-full wp-image-6804" /></a><br />
<em>Bild 124: Da geht´s mindestens 100 m. senkrecht runter</em></p>
<p>Jetzt ist es  &#8211; gottseidank &#8211; nicht mehr weit.<br />
Vom Rand des Steinbruchs geht es nach links, nochmal ein paar Meter auf ebener Strecke durch die dämmrigen Weinberge und Gestrüppe auf dem den Buckel hinter dem Steinbruch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6703.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6703.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6703" title="IMG_6703" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6805" /></a><br />
<em>Bild #125: Aiiee. Ebene Strecke tut auch weh, aber anders als Gefälle&#8230;</em></p>
<p>&#8230;dann einen schmalen Asphaltweg hinab, der mich durch ein paar steile Haarnadelserpentinen zum oberen Rand von <a href="http://www.albersweiler.de/">Albersweiler</a> bringt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6709.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6709.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6709" title="IMG_6709" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6806" /></a><br />
<em>Bild #126: &#8222;Eendspuuurt!!!<br />
Oh, aua!<br />
Oder vielleicht auch Endschlurf, das trifft´s irgendwie besser&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hier muss ich dann einfach immer nur weiter abwärts ins Dorf wanken, die Groschelstr. hinunter, dann die &#8222;Im vorderen Großthal&#8220; runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6710.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6710.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6710" title="IMG_6710" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6807" /></a><br />
<em>Bild #127: Im Vorderen Großthal&#8220;</em></p>
<p>&#8230;nochmal kurz nach rechts (mit schönem Blick auf die dämmrige Dorfkirche:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6711.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6711.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6711" title="IMG_6711" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6808" /></a><br />
<em>Bild #128: Dämmrige Dorfkirche von Albersweiler</em>)</p>
<p>&#8230;und schließlich durch die enge Rehbergstr. runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6713.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6713.jpg?w=400&#038;h=533" alt="IMG_6713" title="IMG_6713" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6809" /></a><em>Bild #129:Rehbergstr.</em></p>
<p>&#8230;zum Dorfplatz an der Hauptstr., wo mir die heimelig-warme Beleuchtung des Grillhähnchenwagens vom <a href="http://www.derhuehnerfred.de/">Hühnerfred</a>&#8230;<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6714.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6714.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6714" title="IMG_6714" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6810" /></a><br />
<em>Bild #130: Ziel??</em></p>
<p>&#8230;zum wartenden Auto und damit dem Ende der heutigen Tour weist:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6716.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/img_6716.jpg?w=400&#038;h=300" alt="IMG_6716" title="IMG_6716" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6811" /></a><br />
<em>Bild #131: ZIEL!!!!!!</em></p>
<p>Heidenei.<br />
Das war nochmal richtig hart am Ende.<br />
Was aber überhaupt nichts daran änderts, dass das heute eine richtig, richtig, richtig, schöne Tour war, die einen Riesenspaß gemacht und unglaublich gutgetan hat &#8211; perfekt, um sich die trüben, grauen, drögen Herbsttage der letzten Wochen vom Gemüt zu laufen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Da fällt der Saisonal bedingte Formknick am Schluss gar nicht weiter ins Gewicht.<br />
Herrliche Tour bei goldenem Oktoberwetter durch die wunderschöne Pfalz &#8211; so muss laufen sein!!!!</p>
<p>Strecke: 26 km<br />
Zeit: Nicht genommen (aber &#8211; wie üblich &#8211; laaaaang)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,58% (25,89 km von 26 km)<br />
Entfernung bis zur Grenze: 19 km Luftlinie<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/edenkoben-albersweiler.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/10/edenkoben-albersweiler.jpg?w=150&#038;h=121" alt="Edenkoben - Albersweiler" title="Edenkoben - Albersweiler" width="150" height="121" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6812" /></a></p>
<p>M.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laufblog.wordpress.com/6671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laufblog.wordpress.com/6671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laufblog.wordpress.com/6671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laufblog.wordpress.com/6671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laufblog.wordpress.com/6671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laufblog.wordpress.com/6671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laufblog.wordpress.com/6671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laufblog.wordpress.com/6671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laufblog.wordpress.com/6671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laufblog.wordpress.com/6671/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laufblog.wordpress.com&blog=1346690&post=6671&subd=laufblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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