Pfungstädter Ortsteile: Eschollbrücken, Eich, Hahn (9,4 km)

9. Oktober 2007

So. Morgen ist es so weit: Der definitiv letzte Lauf mit Ingo (und David?) bevor sie endgültig nach Berlin ziehen. Aus diesem Anlass steht noch mal was Besonderes an, nämlich der schon lange geplante 30+-km-Lauf bis Mannheim – unsere längste Strecke bisher.

Entsprechend wollte ich heute eigentlich nicht los, sondern stattdessen lieber pausieren und Kräfte für morgen sammeln.
Aber das schöne Wetter hat mich dann doch wieder rausgetrieben, wenn auch nur für einen kurzen, langsamen Regenerationslauf durch die drei Pfungstädter Ortsteile westlich der A67.
Übrigens alleine, denn die Entscheidung war so kurzfristig, dass eine terminliche Abstimmung mit Ingo und David nicht so richtig geklappt hatte.


Wetter wie gesagt sehr angenehm (Sonne, etwas Wind, frisch aber nicht kalt).
Startpunkt: Parkplatz am Eschollbrücker Friedhof (hier war ich ja schon mal gestartet).
Zuerst mal in lockerem Tempo südwärts, den Weg zwischen Wald und dem Ortsrand entlang (Tannenweg). Vorbei an den drei grossen Mehrfamilienhäusern am Südwestende von Eschollbrücken ins offene Feld, und geradaues über den Feldweg bis zur Brücke nach Pfungstadt (keine Markierung). Hier rechts, ca. 200 m. zurück in Richtung Eschollbrücken, dann kurz hinter der Brücke über südwärts über die Strasse auf einen weiteren Feldweg (Auch hier: Keine Markierung).
Vorbei an ein paar überwucherten Grundstücken, ein leichter Knick nach rechts, dann ca. 300 m. westwärts, bis zur Strasse von Eschollbrücken nach Hahn, auf Höhe des nördlichen Randes von Eich.

Eigentlich hätte ich hier gleich links gemusst, aber da ich noch nie in Eich war (nur immer mal dran vorbeigefahren), lief ich stattdessen geradeaus am Dorfrand entlang (große Bauernhöfe mit Pferdekoppeln dafür). Am hinteren Ende von Eich ging es dann zweimal kurz hintereinander links, ins Dorf hinein, dann wieder rechts, durch die Strasse „Im Johhannesgarten“, an deren Ende links in die Riedstrasse, und über die bis zum südöstlichen Ortsrand und wieder aus Eich hinaus (dauerte nicht lange, der Ort ist wirklich ziemlich klein).

Hier dann dem ursprünglichen Plan folgend rechts in Richtung Hahn abgebogen. Ein breiter, relativ neuer asphaltierter Radweg, gut zu laufen, wenige Features (nur eine augenscheinlich recht neue Feuerwahrstation).
Nach etwas über einem km der Ortseingang von Hahn, geprägt durch einen neuen Supermarkt und ein großes Neubaugebiet rechts, dessen uniformen Reihenhäuser einen sehr kasernenhaften Eindruck machen – Norden ist nicht unbedingt die Schokoladenseite des Ortes.

Kurz nach dem Ortschild auf die rechte Strassenseite gewechselt, dann ganz rechts in die Parkstrasse eingebogen. Dann die nächste links, durch den alten Ortskern (wesentlich hübscher als die Reihenhäuser) und über die Gernsheimer Strasse in die Obergasse nach Süden.
Vorbei an einem hübschen, gepflegten kleinen Platz mit Gedenksteinen (für die Heimatvertriebenen, glaub´ ich) und einem riesigen, hohen Baum (wohl eine Eiche, zumindest hieß der hier abgehende Weg „Am Eichbaum“) um eine kleine Kurve, hinter der die Obergasse unvermittelt in einer riesigen Großbaustelle endete: Auf mehrere hundert Meter gab es weder Bürgersteig noch Asphalt, stattdessen eine Art Kieswüste voller Bauarbeiter und schwerem Gerät. Glücklicherweise konnte man sich als Fußgänger irgendwie durchmogeln, und so erreichte ich nach weiteren 500 m. Cross-Strecke zwischen Baggern, Gabelstaplern und wirbelnden Staubwolken den südlichsten Zipfel von Hahn an der Schillereiche.

Hier lief ich dann rechts, auf einem ebenfalls ziemlich staubigen aber immerhin asphaltierten Weg mit ziemlich regem Verkehr durch die Felder jenseits des Dorfes nach Nordwesten, bis zur Strasse nach Biebesheim (Markierung: Wie immer keine).
Dort angekommen kurz nach rechts, wieder bis Hahn, dort dann auf einen kleinen Pfad am westlichen Ortsrand nördwärts. Keine Markierung, aber nichtsdestotrotz eine sehr hübsches Stück entlang einem ausgetrockneten Graben, dicht bewachsen mit schönen alten Nußbäumen, dazu gute Einblicke in die überraschend luxuriösen Gärten der Häuser am Ortsrand (Swimmingpools, englischer Rasen – Heidenei).

Nach 200-300 m. an der Schulstrasse ein kleiner Schlenker nach links auf die andere Seite des Grabens, dort auf einem ackerartigen, unregelmässigen Pfad nach norden bis an die Neue Trasse der B426 (auf dem Satellitenbild von Google Earth noch nicht zu sehen).
Dort die Leitplanke entlang 50 m. nach rechts, und bei einem kleinen Pumpwerk und dem Hahner Kleintierzuchtverein über die Strasse.
Wieder ein paar m. westwärts, vorbei an ein paar äußerst desinteressiert wirkenden Schafen, dann (am inzwischen altbekannten ausgetrockneten Graben) nach Norden (Markierung: Radweg 23).
Ca. 1 km immer geradaus. Äcker, Äcker, Äcker. Oh, und Äcker. Rechts zog langsam Eich vorbei, ansonsten: Äcker. Oh Mann, dieses Flachland…
Schließlich ein klein wenig Abwechslung, erst in Form einer Baumgruppe, dann nach einer Abzweigung nach rechts durch die Kompostierungsanlage sowie die Kläranlage Eschollbrücken. Nicht wircklich hübsch anzusehen, dafür aber olfaktorisch auffällig…

Am Ende des Weges stiess ich auf die Strasse nach Crumstadt, und folgte ihr auf dem parallel verlaufenden Radweg in Richtung Eschollbrücken. Am Ortseingang lief ich jedoch nicht ins Dorf hinein, sondern über die Verkehrsinsel etwas nach links, in einen kleinen Feldweg, der von der Strasse parallel zum Ortsrand nordwärts führte (wie üblich unmarkiert).
Unter den mißbilligend wirkenden Blicken zweier weidender Pferde ca. 100 m. geradeaus, dann an einem vertockneten Maisfeld rechts in Richtung Eschollbrücken. Schwieriger Weg, zerfurcht von Traktorspuren, überwuchert, schlammig, aber sonst ganz hübsch, mit Schilfdickichten und Gruppen alter Obstbäume.
Schließlich der Ortsrand, den Häusern folgend rechts, über die Darmstädter in die Ahornstrasse, am Friedhof vorbei bis zum Waldrand, hier dann rechts und nach 50 m. wieder das Auto erreicht.
Finito.

Wie geplant ein kurzer, sehr lockerer Lauf in angenehm moderaten Tempo. Nicht anstrengend, aber aufgrund der oftmals nicht so guten Wege und meist nicht existenten Markierung auch nicht ganz anspruchslos.
Insgesamt eine nette, erfrischende Strecke mit der im Ried üblichen Mischung aus drögen Äckern, kleinen Dörfern die je nach Bausubstanz, Wetter und meiner individuellen Tagesform zwischen „trist“ und „hübsch“ rangieren (heute war ich milde gestimmt, deswegen eher im Bereich von „hübsch“…), und einigen durchaus aparten Ecken.
Aber so langsam vermisse ich doch den Odenwald…

Strecke: 9,4 km.
Zeit: 59 min. (= ca. 9,56 km/h bzw. 6:15 min/km)
Karte:

Interaktive Streckenkarte

M.

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4 Antworten to “Pfungstädter Ortsteile: Eschollbrücken, Eich, Hahn (9,4 km)”


  1. […] Pfungstädter Ortsteile: Eschollbrücken, Eich, Hahn […]


  2. […] samt großer Eiche (”Am Eichbaum”) links in die Obergasse – als ich die beiden letzten Male hier vorbeigekommen war, war das hier alles noch eine einzige Riesenbaustelle, inzwischen sind die […]


  3. […] zu tun hatte, als ständig um mich rumzukurven), und schließlich in die Obergasse, die – genau wie beim letzten Mal, als ich hier durchgekommen war – immer noch eine einzige Baustelle war. Der folgte ich dann, und […]


  4. […] bin ich im Lauf des letzten Jahres ja schon ein paar Male vorbeigekommen, zum letzten Mal im Dezember 07. Damals war die Strasse noch eine einzige […]


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