Schöne Gegend, schlechte Wege: Zell, Gronau, Ober-Hambach (12,8 km)

24. November 2007

Nach der miesen Witterung der letzten Tage heute morgen eine angenehme Überraschung: Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, manierliche Temperaturen oberhalb von 5 Grad (nicht viel oberhalb, aber immerhin…).

Laufwetter!
Da musste natürlich auch eine möglichst reizvolle Strecke her, um das Meiste draus zu machen. Nachdem mir das Bensheimer Hinterland bereits Anfang der Woche so gut gefallen hatte, war schnell klar, dass ich heute da weitermachen wollte, wo ich am Dienstag aufgehört hatte – das obere Ende des Meerbachtals (mit Zell und Gronau) stand auf dem Programm, erweitert durch einen Abstecher ins Bergdorf Ober-Hambach.

Start am oberen Ende von Zell, auf dem Parkplatz Bordmühle am Ortsausgang (gegenüber dem Friedhof). Von hier aus wollte ich auf den Knodener Höhenweg, auf dem Bergrücken nördlich des Tals – also gleich zur Einstimmung eine Kletterpartie über 80 oder 100 Höhenmeter, ideal zum warm Werden – so mag ich das!

Also vom Parkplatz aus über die Landstrasse, ein kleines Stück an der Friedhofsmauer entlang, dann links, nach Norden, auf dem Weg mit der weißen Raute den Hang hoch. Ein asphaltierter Landwirtschaftsweg mit einer leicht schmierigen Schicht aus Laub und Schlamm, Steigung moderat bis ordentlich, die ersten paar hundert Meter ein dicht bewachsener Hohlweg, wenig Sicht.

Dann plötzlich das Ende des Holwegs, raus ins offene Gelände am Hang, gefällige Wiesenlandschaft, nach links ein guter Blick in Richtung Talausgang: Weinberge, Bensheim, Ried. Aber mitten im Berg, da hält man nicht an, um die Aussicht zu genießen (zumal ich ja wusste, dass die weiter oben noch viel besser sein würde), also weiter bergauf, ein kurzes Stück ziemlich steil, dann auf einen fast ebenen Weg knapp unterhalb der Änhöhe, der ca.100 m. nach Westen führte und sich dann auf dem Bergsattel mit dem Knodener Höhenweg vereinigte – bekanntes Terrain, genau hier war ich vor vier Tagen auch schon vorbeigekommen (damals hatte hier ein riesiger Krähenschwarm auf mich gewartet, heute gab´s hier oben keine Rabenvögel, dafür aber um so mehr Spaziergänger, Walker und Jogger).

Hier scharf nach rechts, auf dem Knodener Höhenweg (Markierung gelbes Dreieck) in nordöstlicher Richtung über den breiten, fast schon hochplateau-artigen Bergrücken.
Wunderbar. Breiter Weg in gutem Zustand, mit ganz wenig Steigung, ideal um die Atmung nach dem Aufstieg aus dem Talgrund wieder zu beruhigen. Dazu die Sonne und dann diese herrliche Gegend, ein pastoraler Mix aus Weiden, Weinbergen und kleinen Gehölzen, alles malerisch in die sanft geschwungene Hügellandschaft drapiert. Rechts ein grandioser Blick, tief runter ins Tal mit seine satten Wiesenlandschaft, dahinter, wie eine gewaltige, imposante Wand der Höhenzug südlich des Meerbachtales, grünbraun, voll bewaldet, verschlungen, mit tief eingeschnittenen schattigen Tälern, extrem massiv, und noch ein gutes Stück höher als der Bergrücken, auf dem ich mich gerade befand (sehr respekteinflößend, besonders weil ich wusste, dass Ober-Hambach hinter bzw. in diesem Höhenzug liegt – da würde ich also nachher auch noch hoch müssen, und das ganz unten aus dem Talgrund. Eine echte Herausforderung, trieb mir spontan ein vorfreudiges Grinsen ins Gesicht).
Wirklich wunderschön – ich glaube, der Knodener Höhenweg ist die schönste Strecke in den Odenwald, die ich bisher gelaufen bin, da kommt selbst der Nibelungenweg einen Bergkamm weiter nördlich nicht mit.

Für mich ging´s in dieser schönen Umgebung erstmal einen knappen Kilometer grob geradeaus, ganz gemächlich aufwärts, vorbei am Wäldchen oberhalb von Schönberg und dem Baßmannweg (über den ich Anfang der Woche abgestiegen war), über die sanfte Erhebung des „Striet“ (so heißt dieser Teil der Kuppe laut Wanderkarte, weiterhin toller Ausblick), dann wieder etwas steiler nach Osten, zu einem weiteren Hohlweg. Den vermied ich allerdings, stattdessen lief ich parallel dazu über die daneben liegende Wiese, von wo aus man einen zutiefst grandiosen Blick auf so ziemlich alles hatte: Die Umliegenden Höhenzüge, Melibokus, Felsberg, Krehberg, Kesselberg. Die Bergstrasse, Bensheim und Heppenheim. Dahinter Mannheim, das Ried. Und schließlich, direkt unter mir, Zell und Gronau, zwei kleine, lang gezogene Dörfchen, die sich in den tiefen Talgrund schmiegen.
Aahh.
Hier machte ich erst mal eine kleine Pause, um dieses Wahnsinnspanorama richtig auf mich wirken zu lassen (dabei übrigens ein kleines Déja Vú, als mir klar wurde, dass ich genau hier schon mal vor einigen Monaten gestanden und den Ausblick genossen hatte, als ich mit Ingo ums untere Lautertal gelaufen war…).

Zu lange wollte ich aber nicht trödeln, also weiter, immer noch Knodener Höhenweg samt gelben Dreieck. An einem kleinen Wäldchen entlang, vorbei am szenischen Schönberger Kreuz (wie der Name vermuten lässt ein großes Steinkreuz, allerdings nicht in Schönberg, sondern eben am Waldrand drüber) und ein steilen Strasse ins Lautertal runter (nach Wilmshausen, glaube ich). Hier wurde es auch wieder etwas steiler, ein paar Passagen waren schon fast wieder anstrengend, insgesamt allerdings alles im Rahmen, noch knapp 1 km entspannter über Kuppen und Wiesen und durch ein paar szenische Wäldchen.
Dann die Weggabelung, auf die ich schon gewartet hatte. Abschied vom Knodener Höhenweg, der sich weiter geradeaus in den Wald schlängelte, stattdessen rechts, einen weiteren asphaltierten Landwirtschaftsweg zurück runter ins Meerbachtal (Markierung: Roter Balken – das ist der Weitwanderweg Odenwald-Vogesen).

Wieder mal ein Hohlweg, äußerst steil (ich war froh, hier nicht hoch zu müssen), dazu mit glitschig-feuchtem Laub bedeckt, da musste man höllisch aufpassen, dass man nicht auf die Schnauze fiel (besonders kritisch wurde es, als ich in einem besonders engen Stück einen Beinahe-Zusammenstoss mit einem schweren, den Berg hoch heizenden Traktor hatte, und das mit dem Bremsen nur äußerst zögerlich klappte. Glücklicherweise brachte mich ein entschlossener Satz an die rechte Böschung aus der Gefahrenzone).

Nach ein paar hundert Metern dann Einlauf nach Gronau. Schon wieder so ein Ort, an dem ich noch niemals vorher gewesen war. Eigentlich schade, denn das sah alles sehr hübsch und pittouresk aus, ein kleines, ländlich-ruhiges Dorf, der so gar nichts von der relativen Hektik der Bergstrasse hat, eingeschlossenen von den steilen Talwänden, untenrum Wiesen mit muhenden Kühen, darüber dunkler Hochwald.
Noch ein Stück geradeaus bis auf die Hauptsstrasse in der Talsohle („Märkerwaldstr.“), auf die ich nach links, in Richtung Nordosten, einbog. Ein paar hundert Meter, dann war ich auch schon wieder raus aus Gronau, immer weiter geradeaus auf der Asphaltstrasse durch die satten Wiesen am Talgrund (Markierung keine, aber falsch machen kann man da auch ohne Markierung nichts – einfach immer weiter das Tal hoch, dann passt´s scho´).

Schließlich eine sanfte Rechtskurve, nach Süden, durch eine Baumreihe und über einen kleinen Wasserlauf (der Meerbach, nehme ich mal an), direkt auf die steil aufragende, bewaldete Wand der südlichen Talwand zu (ab hier übrigens wieder eine Markierung: Der europäische Fernwanderweg ein, weisses Andreaskreuz).
Das Meerbachtal war zu Ende, das bedeutete: Schluss mit lustig.
Ab jetzt würde es erstmal nur noch steil bergauf gehen – Klettern war angesagt!

Und das gleich mal richtig: Die Strasse führte noch ein kleines Stückchen weiter geradeaus, und, und begann dann, sich in mehreren steilen, kurzen Serpentinen am Parkplatz Märkerwald aufwärts durch den Wald zu schrauben – bereits nach wenigen Metern ordentlich anstrengend, machte aber viel Spass, endlich mal wieder ein Anstieg, in den man sich so richtig reinverbeißen konnte.
Eine Serpentine. Noch eine. Und noch eine. Atmung: Schwer, aber kontrolliert.
Ha! Nimm das, Berg!
Dann war allerdings auch schon Schluss mit der Strasse, anstatt ihr weiter zu folgen, führte die Markierung des Fernwanderwegs in der Mitte der letzten Serpentine geradeaus weiter, auf einen nicht unbedingt Vertrauen erweckenden Pfad, der an einem dunklen, tiefen (so tief, dass die Frühnachtmittagssonne nicht mehr hinein reichte) Seitental geradeaus die Bergflanke entlang führte.
Ok, dann eben geradeaus…

Dummerweise stellte sich der Weg bereits nach wenigen Metern als äußerst diffizil heraus: Eng, uneben, furchig, matschig, dazwischen immer wieder faustgroße Steine, und das alles wunderbar unter schmierigem Laub versteckt.

Trittsicherheit? Fehlanzeige!

Bereits nach wenigen Metern latschte ich in eine verdeckte Pfütze, wenige Meter später knickte ich das erste Mal um (rechts, hörbares Knacken im Gelenk, aber sonst keine Beeinträchtigungen. Gottseidank!). Anständiges Joggen war hier unmöglich. Aber ich musste ja weiter, also quälte ich mich, ganz langsam und vorsichtig weiter, immerhin war die Steigung hier nicht allzu extrem. Zumindest für ein paar hundert Meter (auf denen ich noch dreimal umknickte, und mich total einsaute), dann ging es plötzlich richtig steil den Hang hoch, der Weg wurde aber leider nicht besser – nach zwei Beinahe-Stürzen gab ich schließlich auf und absolvierte die letzten 50 Meter Steigung im Schritttempo, selbst das war noch hakeling.
Oh Mann, was für ein Scheißweg…

Immerhin stieß ich oben auf einen Waldweg, der breiter, gerader und in akzeptablem Zustand war (und der laut Wanderkarte ebenfalls von den Serpentinen am Waldrand abgegangen war, wenn auch etwas höher – hätte ich mal besser den genommen, dann hätte ich mir diese Quälerei ersparen können. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal, die Markierung dieses Wegs ist die gelbe 2…) – hier konnte man wenigstens wieder Joggen, ohne gleich einen Bein- oder Genickbruch zu riskieren, auch wenn´s weiterhin steil bergauf ging.
Da ich nicht mehr auf jeden Schritt achten musste, hatte ich jetzt sogar ein bisschen Muße, um mich mal ein bisschen umzusehen – hübsch hier oben, entlaubter Hochwald, rechts die rundlich-steile Kuppe des Eichelbergs, erst schattig, doch mit zunehmender Höhe kam auch die schräg stehende Sonne langsam wieder hinter dem Eichelberg hervor und tauchte alles in warmes Herbstlicht.
Alles sehr idyllisch.
Nur die Kettensägen störten etwas. Von denen lärmten hier oben nämlich gleich mehrere aus verschiedenen Richtungen, eine fröhliche Sonate für 3 oder 4 Krachmacher in E-Dur(ok, keine Ahnung ob es E-Dur war…).
Spontan vermutete ich, dass die Paarungszeit der Kettensägenbesitzer ausgebrochen sein musste, weswegen es sie nun auf die Bergkuppen treibt, wo sie mit ihren Instrumenten laute, weit hallende Brunftröhrer loslassen, in der vermutlich vergeblichen Hoffnung, damit einen Harem deckungswilliger Kettensägenbesitzerweibchen anzulocken…

Ach ja, das Wunder des Lebens…

Äußerst amüsiert ob der Vorstellung notgeiler brünftiger Kettensäger erreichte ich schließlich nach einigen Minuten fordernden Aufstiegs eine Kreuzung auf der Kammhöhe.
Ehrlich gesagt war ich mir hier nicht mehr allzu sicher, wie es hier weitergehen würde – gemerkt hatte ich mir lediglich, dass ich irgendwo auf der Anhöhe den Fernwanderweg verlassen und nach Ober-Hambach runter laufen musste.
Aber war das schon hier?
Keine Ahnung. Also lief ich erstmal meinem Instinkt folgend weiter Bergauf, nach Nordosten. Zwar keine Markierung des Fernwanderwegs mehr, aber immerhin die weisse Raute, die war mir ja vom Anfang der Tour vertraut, außerdem war der Weg breit und gut gepflegt, nach der Tortur von eben erschien mir das ein wichtiges Entscheidungskriterium zu sein.

Also geradeaus, der weissen Raute folgend bergauf durch den Wald. Mehrere hundert Meter. Die Sonne stand irgendwie an einer anderen Stelle als erwartet.
Das weisse Andreaskreuz der Fernwanderwegs war nirgendwo in Sicht.
Und auch Ober-Hambach tauchte nicht auf.
Hmmm, das sah irgendwie alles gar nicht mehr so sehr nach dem richtigen Weg aus…
Glücklicherweise kam vor mir gerade als meine Zweifel stärker wurden ein älterer Herr beim Wandern in Sicht.
Sah ortskundig aus, deswegen fragte ich ihn nach dem richtigen Weg.
Wie sich herausstellte, war er nicht nur ortskundig, sondern auch hilfsbereit und hatte eine Wanderkarte dabei, mit der sich schnell herausstellte, dass ich in der Tat an der Wegkreuzung falsch abgebogen war.
Immerhin: Noch halbwegs rechtzeitig gemerkt: Vielen Dank, unbekannter Herr aus Kirschhausen, ohne Sie wäre ich wahrscheinlich auf ewig in den Tiefen des Odenwaldes verschollen.

Also Umkehr, den Weg mit der weissen Raute wieder abwärts, zurück zu der Wegkreuzung auf dem Höhenrücken, von wo irgendwo der richtige Weg (immer noch der europäische Fernwanderweg 1) abgehen musste.

Tat er auch.
Na ja, zumindest irgendwie: Wie sich herausstellte, war es kein Wunder, dass ich ihn beim ersten Mal übersehen hatte, denn eigentlich sah er nicht aus wie ein richtiger Weg.
Eher wie ein Nato-Panzerübungsplatz nach zwei Wochen Manöver bei Dauerregen: Eine unebene Kraterlandschaft aus Furchen und Gräben. So matschig, dass man bei jedem Schritt bis über die Knöchel einsank, voller brackigem Wasser, glitschig, glibberig, uneben.
Dagegen war selbst die grottige Passage beim Aufstieg die reinste Autobahn.

Kurzum: Unlaufbar!

Und das soll der europäische Fernwanderweg 1 sein, eine der wichtigsten Wanderrouten durch den Kontinent?
Nee, sorry, aber einen so erbärmlichen Rübenacker, zerpflügt von einem Haufen rücksichtloser Waldarbeiter mit schwerem Gerät und dann nicht mehr instand gesetzt, als Wanderweg, geschweige denn als internationale Fernwanderstrecke, zu verkaufen, das ist einfach nur eine Frechheit. Mit Abstand der schlechteste Weg, über den ich mich in den letzten Monaten quälen musste – der dürfte selbst für trittsichere Hardcore-Wanderer mit passendem Schuhwerk kein Spaß sein, für einen Jogger bedeutet es einfach eind unzumutbare Quälerei bei unverhältnismäßig hohem Verletzungsrisiko.

Wer auch immer dafür zuständig ist: Setzen, sechs!

Aber gut, ich wollte ja trotzdem nach Ober-Hambach, also irgendwie fast einen Kilometer durch das Schlammloch gequält, mehrmals umgeknickt, zweimal fast gestürzt, mehrmals bis unters Knie in den Morast eingesunken, nasse Schuhe und Socken, total eingesaut.
Na prima, die Laune war erst mal im Eimer, da konnte auch der eigentlich sehr schöne Blick zum Waldrand und den dahinter liegenden Hochwiesen nicht mehr helfen.

Schließlich, endlich war dann aber doch Schluss mit der Höllenpiste, ich stolperte auf die asphaltierte Strasse am Parkplatz Goldbrunnen, oberhalb von Ober-Hambach.
Aaaah, Asphalt, welch eine Wohltat!
Hier endgültig runter vom europäischen Fernwanderweg (Good Riddance!), auf der Strasse rechts runter nach Ober-Hambach (Radweg R9), dessen Anblick meine stark gesunkene Laune instant wieder ein gutes Stück hob: Ein extrem hübscher idyllischer kleiner Ort, gelegen in einem kleinen, pastoralen Hochtal – pittoreske alte Höfe und Fachwerkhäuser, verträumt in den Wiesen verteilt, umschlossen von dichten Wäldern, im Hintergrund schimmerte das weit entfernte Ried zwischen den Kuppen durch, und das alles bei strahlendem Sonnenschein.
Wunderschön!

Für mich ging´s erstmal abwärts, einige hundert Meter die etwas verwinkelte Dorfstrasse zwischen den locker verteilten Häusern hindurch, dann wieder rechts hoch, auf einem kleine, steilen Weg aus dem Dorf heraus, auf eine offene Anhöhe mit grandiosem Blick auf das Tal,und weiter zum Waldrand westlich des Dorfes (Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, Markierung roter Balken).
Hier dann wieder in den Wald unterhalb des Eselsbergs, etwas weiter aufwärts bis auf den Höhenrücken, dann auf der anderen Seite relativ steil bergab ins Meerbachtal runter.
Auch der Weg war übrigens alles andere als perfekt, zwar nicht ganz so schlimm, aber ebenfalls sehr rutschig und uneben, nicht wirklich perfekt (und auch das wieder ein offizieller Weitwanderweg – ich weiß ja nicht…).

Nach ca. 500 Metern eine Wegscheide, ich bog ganz scharf links ab, westwärts auf den so genannten „steinigen Weg“ (sehr viel versprechender Name…) in Richtung Zell.
Immer weiter bergab, nach ein paar hundert Metern öffnete sich der Weg zu mehreren gepflegten, hübschen Wiesen, dahinter wieder mal Hohlweg (hier ist echt alles voll davon), wirklich sehr steinig und entsprechend etwas unbequem (da war ich inzwischen empfindlich), dann ein schöner, breiter Talgrund, der zu meinem Entzücken fast vollständig eingezäunt war, und ein riesiges Freigehege für eine Herde Rothirsche bildete. Kurz vor Ende der Strecke noch eine spannende, unerwartete Entdeckung – Das hob meine Laune doch gleich wieder!
Ich verweilte ein, zwei Minuten und beobachtete Hirsche, dann ging´s weiter nach unten, den Talgrund entlang und schließlich direkt am Parkplatz Bordmühle wieder nach Zell hinein.
Geschafft.

Fazit: Zweigeteilt. Durchweg wunderschöne Gegend, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.
Der nördliche Teil der Strecke auf dem Knodener Höhenweg ist zudem bestens lauf- und jogg-bar, wenn man da erstmal den Anstieg überwunden hat, lässt es sich hier bequem und problemlos lauf.
Anders sieht es aber bei der Südwand des Tals und der Gegend um Ober-Hambach aus – hier sind selbst wichtige Wanderwege in schlechtem, teilweise in saumäßig schlechten Zustand, entsprechend macht das Laufen da wenig Spaß, und ist mit einem hohen Verletzungsrisiko verbunden – solange das nicht bereinigt wird, kann ich diesen Teil der Strecke entsprechend nicht zur Nachahmung empfehlen, auch wenn´s angesichts der hübschen Umgebung schade ist.

Strecke: 12,8 km
Zeit: 1:29 h (= 8,63 km/h bzw. 6:57 min/km)
Karte:
meerbachtal.jpg

Interaktive Streckenkarte

M.

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8 Antworten to “Schöne Gegend, schlechte Wege: Zell, Gronau, Ober-Hambach (12,8 km)”


  1. […] Schöne Gegend, schlechte Wege: Zell, Gronau, Ober-Hambach (12,8 km) […]


  2. […] Ausblick von oben auf Ober-Hambach geniessen, das von Süden genauso hübsch aussah wie beim letzten Lauf in dieser Gegend von Norden – pastorale Idylle pur, ein kleines, langezogenes Örtchen, umgeben von Wiesen und Wald, […]


  3. […] also auf dem Parkplatz Goldbrunnen, oberhalb von Ober-Hambach (hier war ich vor ein paar Wochen vom Meerbachtal kommend schon mal durchgelaufen). Samstag, Wochenende, deswegen war Jost heute auch wieder mit von der Partie, sein erster […]


  4. […] erinnern (selbst der Europäische Fernwanderweg 1 am Rand des Meerbachtals, über den ich mich seinerzeit ohne Ende beschwert habe, war nicht so schlimm). Auch hier war an Joggen nicht zu denken. Eigentlich nicht mal an Gehen. […]


  5. […] Fränkisch-Crumbach Gadernheim Gauersheim Gernsheim Gertelsklingen Glattbach Goddelau Griesheim Gronau Groß-Breitenbach Groß-Gerau Groß-Rohrheim Großsachsen Hahn Hähnlein Harxheim Heidelberg […]


  6. […] vor dem Schönberger Kreuz – bekanntes Terrain, hier war ich im letzten Jahr immerhin schon zwei Mal vorbeigekommen. Folgerichtig bog ich one zu zögern links ab, runter von der Asphaltstrasse, und […]


  7. […] die nächste Kreuzung, die sich bei genauerem Hinsehen als die entpuppte, auf der ich im November ´07 auf dem europäischen Fernwanderweg 1 aus dem Meerbachtal nach Ober-Hambach hochgekeucht war. […]


  8. […] über Ober-Hambach, und von da aus wieder zurück nach Zell. Keine neue Strecke, bin ich so vor dreieinhalb Jahren (Mann ist das lange her…) schon mal gelaufen, aber schön fordernd und vor allem hübsch. Das […]


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