Neujahrslauf: Einhausen – Riedrode – Lorscher Wald (13,2 km)

1. Januar 2008

So so, das ist also 2008.
So richtig anders als 2007 sieht´s ja auf den ersten Blick nicht aus – draussen ist es immer noch kalt/feucht/trüb/neblig, drinnen kommt weiterhin nur Müll im Fernsehen, und der finstere Lord George W. verfolgt weiterhin sein großes Ziel, die Welt zu einem schlechteren Ort für uns alle zu machen.
Aber hey, nicht verzagen, zumindest zwei dieser beklagenswerten Zustände werden sich im neuen Jahr unter Garantie ändern, es besteht also durchaus Anlass zu vorsichtigem Optimismus 😉 .

Weswegen ich dem illuster-exklusiven Kreis meiner Leserschaft hiermit auch ein artig ein frohes neues Jahr entbieten möchte: „Hey, Ihr Leser, Euch allen Dreien ein Frohes neues Jahr!!!“

😀

Aber wie macht man so ein neues Jahr am besten froh?

Genau, man geht laufen!

Am besten gleich am 1.1., schließlich soll ja kein Schlendrian einkehren.

Na denn mal nix wie los – Das Laufjahr 2008 beginnt… jetzt:

Jost hatte gemeint, dass er so kurz nach den Sylvesterfeierlichkeiten nicht gleich zu hart einsteigen wollte, und deswegen lieber eine mittelkurze Strecke im Flachland laufen würde. War mir ehrlich gesagt ganz recht, denn so ein bisschen steckte mir der lange, anstrengende Jahresendlauf vom Sonntag doch noch in den Knochen.
Die passende Gegend für so einen Lauf war dann auch schnell gefunden: Die grosse Leere zwischen Biblis, Bürstadt, Lorsch und Einhausen. Quadratkilometer voller Nichts, flacher als ein Bügelbrett unter ´ner Dampfwalze, durchzogen von ewig langen Geraden, das versprach einen unaufgeregt-monotenen Lauf ohne technische und touristische Höhepunkte/Ablenkungen.

Start in Einhausen, genauer gesagt in der Waldstr.
Waldstr. Grauer Tag, diesig und trüb, Temperatur um den Gefrierpunkt – das Übliche eben.
Ein kurzes Stück dem Strassenverlauf folgend nach Norden, dann ganz oft links: Links in die Elisabethenstr. (Richtung Nordwesten), an deren Ende links in die Peterstr. (Richtung Südwesten), nach wenigen Metern links in die Sepp-Herberger-Str, nach Süden (an sich ein völlig unnötiger Schlenker, aber er stellte die Verbindung zu unserem letzten Lauf in dieser Gegend her, bei dem wir hier vorbeigekommen waren – Ordnung muss nun mal sein).
Tempo zügig, man wollte ja schließlich warm werden.
Am Ende der Herberger-Str. dann rechts, in die Siegfriedstr. 250 m. durchs Neubaugebiet im Einhäuser (Einhausener?) Südwesten, dann auf einen Feldweg zwischen den Häusern, aus dem Ort hinaus (Wegmarkierung: Keine).

Dann westwärts. Ewig westwärts, stur geradeaus. Links Äcker. Rechts Äcker. Vorne Äcker. Hinten Einhausen (davor allerdings: Äcker). Zwischendrin mal ein paar Wellblechscheunen, ansonsten war das spannendste der uneben-festgefrorene Weg selbst (und der war auch nicht besonders spannend, man musste halt nur ein bisschen aufpassen, nicht umzuknicken, das war´s auch schon).

Nach 1,5 weitgehend ereignislosen Kilometern eine 90-Grad-Kurve nach links, 170 m. nach Süden, dann wieder eine 90-Grad-Kurve, dieses Mal nach rechts, zurück auf Westkurs, auf einem grasigen Holperweg am Ufer eines Grabens (vielleicht war´s auch ein Bach, meine Erinnerung ist leider verschwommen…).
Und nochmal ewig geradeaus, immerhin in einer marginal abwechslungsreicheren Umgebung mit einer Baumreihe am Grabenrand und ein paar wild wuchernden Dornenhecken am Wegesrand. Zwischendurch sogar mal eine kleine Brücke, auf der wir von der Nordseite des Grabens auf die Südseite wechselten, dort dann aber sofort weiter nach Westen liefen (Markierung: Nö).
Geradeaus, geradeaus, immer geradeaus, noch mal 1,5 km.

Irgendwann tauchten links, weit entfernt und vom Dunst verschleiert ein paar Häuser auf – wohl Riedrode, da wollten wir hin. Also bei der nächsten Gelegenheit (die noch ganz schön auf sich warten liess) scharf links in Richtung des Dorfes.
Nun also nach Süden, erst auf einem unglaublich schlechten Feldweg, nach ein paar hundert Metern dann auf deutlich besserem Asphalt, hin und wieder mal eine kleine Kurve, ansonsten wie gehabt stur geradeaus (das kannten wir ja inzwischen), um uns herum noch mehr eisig-öde Äcker.

Schließlich, nach 2 km der Ortseingang von Riedrode, einem typischen kleinen Rieddorf, mit vielen Bauernhöfen, der üblichen Mischung aus schlichten älteren und schlichten neueren Wohnhäusern, und einem runden Dorfplatz mit einer Art Denkmal in der Mitte. Wir liegen geradewegs durch, erst die Feldtrasse bis zum Dorfplatz mit dem besagten Denkmal, dann die Bahnhofstr. bis zum südlichen Ortsrand.
Über den Bahnübergang zu B47, die überquert, auf der anderen Seite auf der Tiergarten-Querschneise in den Lorscher Wald (Markierung: Gelbe 1), dort nach ca. 450 m. links auf die Heyerschneise (Auch gelbe 1). Keine winterlich-drögen Äcker mehr, dafür winterlich-dröger Flachlandmischwald – yay, Abwechslung!

Ab hier dann: Ostwärts. Eigentlich hätten wir die 2,3 Kilometer bis zur Ausfahrt Lorsch West einfach nur gereadaus laufen können, aber ich wollte so gerne die Strecke mit einer Route verbinden, die ich vor Monaten mal mit Ingo gelaufen war, deswegen machten wir nach einem knappen Kilometer einen kleinen, unnötigen Abstecher nach Süden: Rechts in die Breitschneise (gelbes V), 400 Meter bis zur Tiergartenschneise, die 250 m. nach Osten, dann gleich wieder Norden, durch die Stangenschneise zurück zur Heyerschneise, der wir dann weiter nach Osten folgten (Markierung inzwischen ein gelbes V).

An sich sind die Waldwege in diesem Gebiet ja ziemlich gut, heute war´s hier allerdings teilweise etwas schwierig, da der Boden an vielen Stellen mit einer glitschigen Eisschicht bedeckt war, auf der es sich nicht besonders laufen liess, da man bei jedem Schritt etwas wegrutschte – nicht so angenehm.
Nach einem weiteren Kilometer, den wir stur geradeaus durch den Wald nach Osten liefen, wandte sich der Weg dann nach halblinks und wand sich in einer Serie von kleinen Kurven (teilweise sogar etwas hügelig) nordostwärts auf die B47 zu, die wir schließlich kurz vor der Abfahrt Lorsch West erreichten (nun wieder die Gelbe 1 – etwas unstet, die Markierungen hier unten…).

Hier links, durch einen Tunnel unter der Bundesstrasse durch, auf der anderen Seite über den Parkplatz Lorscher Wald, auf Strasse nach Einhausen über die Schienen, direkt dahinter rechts, noch ein Stück an der Bahntrasse entlang nach Osten (Markierung gelbe 2). Bei der nächsten Gelegenheit links ab, nordwärts in den Wald, da wieder mal lange geradeaus.
Nach einem halben Kilometer kreuzte der Weg die Landstrasse Einhausen-Lorsch, danach 300 m. weiter nordwärts, dann an einer kleinen Kreuzung nach rechts auf einen ziemlich schlechten Trampelfpad, der uns über einen leichten Bogen nordwärts bis zum Einhausener (Einhäuser?) Ortsrand führte (Markierung gelbe 1, gelbe 2, gelbe 3), wo wir die Waldstrasse bis zu Joosts Auto hochliefen.

Wie gesagt, ein recht unspektakulärer Lauf ohne besondere Höhepunkte, liess sich gut zu zweit runterreissen (alleine hätte ich mich wahrscheinlich zu Tode gelangweilt). Vom Tempo her war er mir eigentlich recht zügig vorgekommen, tatsächlich waren wir dann aber sogar noch ein bisschen langsamer als bei unserer letzten gemeinsamen Flachlandtour zwischen Gross-Rohrheim und Biblis, was Jost so ein bisschen wurmte (der hat Ehrgeiz, der Mann…).
Vielleicht nicht ganz der spannend-spektakuläree Actiontrip, mit dem man so ein neues Laufjahr eigentlich beginnen sollte, aber immerhin ein entspannter, angenehmer Lauf ohne Komplikationen – das ist auch was wert.

Strecke: 13,2 km
Zeit: 1:27 min (9,1 km/h bzw. 6:36 min/km)
Karte:
einhausen-riedrode.jpg

Interaktive Streckenkarte

M.

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2 Antworten to “Neujahrslauf: Einhausen – Riedrode – Lorscher Wald (13,2 km)”


  1. […] Forst (die ersten paar hundert Meter übrigens bekannte Strecke, denn hier waren wir auf unserem Neujahrslauf schon mal durchgekommen – nicht dass das einen großen Unterschied machte, hier sieht eine Schneise […]


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