Rund um den Tannenberg (12,7 km)

11. Februar 2008

Mathematik macht vieles einfacher. Zum Beispiel das hier:

    Draußen immer noch herrlichster Frühling
+ der lädierte Knöchel funktioniert immer besser
= Zeit für einen kleinen Ausflug in die Hügel

Die Nord-, Ost- und Westhänge des Melibokus hatte ich in den letzten Wochen läuferisch intensiv genug beackert, deswegen war heute mal der Tannenberg samt Tannenburg dran (da gab´s sogar noch ein paar Wege und Seitentäler, die ich noch nicht kannte).

Luftig angezogen (12 Grad in der Sonne, da reicht eine Schicht), Nemo geschnappt, und los ging´s: Auf dem Blütenweg nordwärts durch Jugenheim bis in die Seeheimer Str. (Jossastr., Pauerweg, Hauptstr. – Markierung gelbes B). Dort scharf rechts („Am Tannenberg“), den steilen Hang hinauf und schließlich über die kleine Treppe am Ende der Strasse in den Wald hoch. Kurz umgesehen (schöner Blick auf Jugenheim), dann links, auf dem Burgenweg (blaues B) nordwärts. An der ersten Wegscheide halbrechts hoch (weiterhin blaues B), dann dem Waldweg 750 m. bis zur Wegscheide zwischen Tannenberg und Lufthansa gefolgt (nach 100 m. biegen Burgen- und Alemannenweg hier rechts auf einen Trampelpfad ab und es geht unmarkiert weiter).
Ordentlicher Aufstieg, der mir anstrengender vorkam, als er eigentlich hätte sein sollen – die relative Untätigkeit der letzten Wochen rächte sich nun etwas, schwer atmend schleppte ich meinen feisten Wanst* den Hang hoch, und das auch noch unter den höhnischen Blicken meines Hundes, dem das alles grad mal gar nix ausmachte. Blöde Angebertöle…
(*subjektive Eigenwahrnehmung: Objektiv hat mein kleiner Bierbauch die Bezeichnung „feister Wanst“ noch nicht verdient).

An der Wegscheide links, 150 m. ostwärts bis zur nächsten Wegscheide (links geht´s hier runter auf den Lufthansaparkplatz, der aber wegen der Bauarbeiten immer noch abgesperrt ist), dort geradeaus weiter, wo auch endlich mal wieder ein paar Markierungen auftauchten (das blaues B des Burgenwegs und das gelbe Plus des Saar-Rhein-Main-Wegs). Denen folgten wir bis auf die Schneise oberhalb der Lufthansa, wo wir spontan ein paar Meter rechts abwärts über die Wiese auf einen unmarkierten Parallelweg wechselten und diesen bis zum Parkplatz an den Fünf-Schwester-Linden liefen, von dem aus man einen guten Blick auf die Lufthansa-Neubauten hat (sehen sogar noch etwas klotziger und unpersönlicher aus als das alte Lufthansa-Zentrum – uninspirierte 08/15-Architektur mit dem Charme eines Parkhauses. Chance vertan, liebe Lufthansa). Dort noch ein Stückchen weiter an der Strasse abwärts und schließlich an der Kehre rechts, auf den Waldweg mit der gelben 5.

Einen Kilometer oberhalb des Ober-Beerbacher Tals Ostwärts, dann links, ein langer, steiler Hohlweg bergab ins Tal, dort rechts bis zu den Märchenteichen (Markierung OB3). Von denen gibt es offenbar keinerlei verlinkbare Bilder im Netz, deswegen die verbale Kurzbeschreibung: Teiche im Wald, im schattigen Talgrund zwischen Kniebrecht und Kühlkopf – viel Wasser, drumrum steile Hänge und Bäume.

Hablinks, eine kleine Treppe zum Ufer des ersten Teiches, dort gleich noch zweimal links, auf den Weg mit der gelben 4, dem aus dem Seitental hinaus ins Ober-Beerbacher-Tal gefolgt, das wir nun am Waldrand aufwärts liefen. Nach 800 m. knickte die Gelbe 4 nach rechts ab, in den Wald hinein und relativ steil aufwärts den Hang des Kühlkopf hinauf – wir folgten. Auch hier wieder: Unerwartet anstrengend, von wegen feistem Wanst* und so.
(*immer subjektiv verzerrte Realitätswahrnehmung). Ein bisschen hoch und runter, dazu einige Serpentinen, und schließlich erreichten wir nach 1,8 km ein zweites Mal die Märchenteiche.

Dieses Mal scharf links, dann zwischen den beiden Teichen durch auf den Weg mit der gelben 5 („Brückenweg“), und schon wieder steil bergauf, dieses Mal den Hang des Kniebrecht. Natürlich auch wieder furchtbar anstrengend.
Ächz.
Man ist halt keine 29 mehr… (immerhin hechelte Nemo inzwischen auch schon ordentlich vor sich hin).

Nach ein paar hundert Metern eine weitere Wegscheide, hier rechts auf den „Brunnenweg“ (immer noch gelbe 5) und durch den Bannwald bis auf den Waldweg am Höhenrücken (Saar-Rhein-Main-Weg, gelbes Plus), dem wir dann westwärts in Richtung Tannenberg folgten.
Ein paar hundert Meter angenehm eben, vorbei an der hübschen Schutzhütte im Wald, dann der letzte (richtig!) anstrengende Anstieg auf den Tannenberg (klar, wir hätten auch um die Anhöhe herum laufen können, aber wenn man schon mal da ist, nimmt man auch alles mit) – noch ein paar Meter gejogged, dann den Rest gehend bewältigt, war einfach zu steil (ich hab einen feisten Wanst*, einen wehen Knöchel und einen kleinen Hund, ich darf das 😉 )
(*s.o.).

Oben nicht dem gelben Plus direkt auf die Burg gefolgt, sondern stattdessen versucht, die Anhöhe zu überwinden und von vorne auf die Burg zu gelangen. Deshalb noch ein Stück halbrechts weiter aufwärts und ein paar Minuten auf verschlungenen Trampelfpaden durch eine brombeerbeheckte Wildnis gestolpert, bis wir auf den Fußweg von der Lufthansa stießen, dem wir dann (wieder gehend, denn auch hier ist es sacksteil) bis zum „Haupteingang“ der Burg folgten. Dummerweise ist die Brücke über den Burggraben wegen einsturzgefahr gesperrt, deshalb mussten wir dann doch wieder runter auf den Saar-Rhein-Main-Weg und von hinten auf die Burg.
C’est la vie!

Burg Tannenberg: Wie immer hübsch, durchweht vom Hauch der Geschichte (erste Festungsanlage in Europa, die mit Hilfe von Feuerwaffen erobert wurde, das war übrigens 1399), wunderbarer Blick nach Nordwesten, auf Lufthansa-Baustelle, Seeheim, nördliches Ried, Taunus. Ansonten eher ruinig.

Für den Abstieg wählten wir den Burgenweg (wie immer blaues B), der sich an der Südflanke des Berges in mehreren moderaten Serpentinen nach unten schraubt, und schließlich westwärts auf die Alexanderhöhe führt. Auch hier wieder ein paar sehr reizvolle Ausblicke in den Odenwald (Neutscher Höhe, Steigerts, Stettbach, Felsberg, Melibokus), die mir in dieser Art und Weise noch nicht begegnet waren (später im Jahr sind die weg, weil das Laub der Bäume dann die Sicht versperrt). An der hübschen Hütte auf der Alexanderhöhe vorbei bis fast zum Handymast, dann den schmalen Trampelpfad abwärts in Richtung Jugenheim (blaues B, was sonst?), dort dann wieder über die Treppe „Am Tannenberg“ zur Seeheimer Strasse und über den Blütenweg wieder nach hause.

Schöner Lauf bei schönem Wetter in schöner Umgebung.
Schön.
Etwas anstrengend (feister Wanst* und so), aber insgesamt nicht zu schlimm, Hund und Knöchel haben gut durchgehalten (tatsächlich war der Knöchel weniger das Problem als die dazugehörige Achillessehne, die am Ende etwas weh tat, vermutlich weil ich etwas anders als sonst aufgetreten bin, um den Fuß zu schonen).
(* ihr wisst schon…)

Oh, richtig, ausserdem ist damit endgültig die 1500-km-Marke geknackt, ein Grund zu feiern. Yaaayyy!!! 😀

Strecke: 12,7 km
Zeit: 1:27 h (= 8,76 km/h bzw. 6:51 min/km)
Karte:
tannenberg.jpg

Interaktive Streckenkarte

M.

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2 Antworten to “Rund um den Tannenberg (12,7 km)”


  1. […] Rund um den Tannenberg (12,7 km) […]


  2. […] hinter Seeheim. War ich zwar im letzten Jahr schon oft genug (und hab´ sogar schon einen Blogeintrag zu diesem Thema), aber so ganz außen rum bin ich doch noch nicht gelaufen, und […]


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