Rückschlag!

13. Februar 2008

So, Kinder, das war´s dann wohl erstmal: Nachdem mein lädierter Knöchel eigentlich fast schon wieder in Ordnung war, bin ich heute beim Laufen ein zweites Mal umgeknickt.

Selber Knöchel, selber Winkel.

Hat tierisch wehgetan (und tut´s noch immer, obwohl´s inzwischen schon fast zwei Stunden her ist und sich gleichzeitig auch irgendwie taub anfühlt) und ist innerhalb kürzester Zeit wieder dick angeschwollen.
Sieht ziemlich schlimm aus (viel schlimmer als neulich), da ist wohl wieder ein Arztbesuch fällig, und Joggen kann ich damit wohl erstmal wieder vergessen.

Kacke.
Kacke!!
KACKE!!!!!
(sorry, aber so fühl´ ich mich gerade, das muss einfach raus…)

Aber gut, fangen wir mal von vorne an: Jost wollte schon seit einiger Zeit auch mal unter der Woche Joggen, was angesichts der Jahreszeit zwangsläufig einen Lauf nach Einbruch der Dunkelheit bedeutet.
Also haben wir uns eine Nachtlauf-taugliche Strecke durch die Felder zwischen Hähnlein und Bickenbach rausgesucht, guter Weg, offenes Gelände, viel Restlicht aus der Umgebung, wenig Verkehr, insgesamt also gut geeignet.
Heute dann noch mit Taschenlampen ausgerüstet, nach Hähnlein gefahren, und einfach mal vom Parkplatz Sporgelände Gänseweide losgelaufen, nordostwärts Richtung Erlenhof (Markierung theoretisch H1, aber es war ja dunkel). Lief auch alles Prima: Durch den Mond und das Streulicht aus der Umgebung war es so hell, dass wir nicht mal die Lampen brauchten, stattdessen konnten wir einfach so dem hellen Band des Weges folgen. Schöne, ungewohnte Atmosphäre, oben Sternenhimmel, links der dunkle Schatten der Bergstrasse, erhellt durch die Lichter der Dörfer, dazu das Rauschen der Autobahn. Gutes, hohes Tempo, lief alles bestens. Zwischen Erlenhof und Weilerhügel dann links (immer noch H1) bis zum Ende der Hahnlache, dort dann rechts auf den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) bis zum Lindenhof an der Brücke nach Bickenbach. Dort geradeaus auf die Strasse zum Erlensee (Radweg 28).
Hier herrschte überraschend viel Verkehr (was machen die ganzen Scheissgeländewagen denn bitte mitten in der Nacht hier draußen im Nichts?), deswegen mussten wir etwas vorsichter laufen.
Und dabei isses dann passiert: Auto von hinten, ich bin kurz abgelenkt, drifte an den rechten Strassenrand, trete aufs unebene Gelände neben dem Asphalt und knicke dabei mit meinem angeschlagenen Fuß so richtig, richtig böse um.
Hat sowas von wehgetan, da war mir sofort klar, dass hier Schluss sein würde. Erstmal eine halbe Minute dagehockt und gewartet, bis die Schmerzen wenigstens ein bisschen nachgelassen haben (das hat ja so fies wehgetan!), nochmal kurz versucht zu joggen, dann aber sofort abgebrochen. Ging nicht mehr, jeder Schritt tat weh.
Ende des Laufs.

Also umgekehrt, die bisher zurückgelegten 3 Kilomter wieder zurückgehumpelt, dabei schon gemerkt, wie der Fuß immer dicker und unflexibler wurde. Immerhin ein bisschen Zeit, um mit Jost drüber zu plaudern, was in der Welt so alles schiefläuft (einhelliger Tenor: So Einiges!).
Und dann eben mehr oder weniger unverrichteter Dinge wieder heimgefahren.

Tja, und da sitz´ ich jetzt. Mein rechter Knöchel ist taub, tut weh, und sieht aus, als würde er zum Elefantenmenschen gehören, meine Laune ist im Keller, und meine Jogginpläne sind wohl bis auf Weiteres obsolet. Hoffentlich ist es kein Bänderriss, das wäre der Supergau.
Prima, echt ganz prima. Was für ein beschissener Abend…

Strecke bis zum Abbruch: 3,1 km.
Zeit bis zum Abbruch: 18 min (10,33 km/h bzw. 5:48 min/km)
Karte:
abbruch.jpg

M. (frustriert!)

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6 Antworten to “Rückschlag!”

  1. Ingo Says:

    Hey Matthias,

    sorry für die missliche Lage. Ich hoffe, es geht dir bald wieder besser.
    In den nächsten Tagen melde ich mich mal bei dir, wollte ich ja schon die ganze Zeit.

    | … was in der Welt so alles schiefläuft …
    Yeah, wird das hier bald ein politisches Blog? Ich bin gespannt.

    Alles Gute

    Ingo

  2. matbs Says:

    Hi Ingo,

    tja, leider wird das mit „Bald wieder besser“ wohl nichts – Bänderiss, das dauert.
    Trotzdem vielen Dank für die guten Wünsche

    Matthias


  3. […] Eben, nicht zu lang, fast ausschließlich asphaltiert/betoniert. Und noch viel wichtiger: Die Strecke, auf der ich mir den Bänderriss geholt hatte. Die Strecke, mit der ich vor sechs Wochen aufgehört hatte. Genau das richtige um wieder […]


  4. […] Klaglos haben sie sich in meinen Diensten mit Dreck, Schweiss, und Blut vollgesogen, waren – bis auf das eine fatale Mal – immer trittsicher, und bis kurz vor dem Ende komfortabel und bequem. Mit ihnen habe ich die […]


  5. […] Nicht mehr viel Licht zum Laufen da. Und im Dunkeln lauf´ ich nicht gerne, da verletzt man sich nur. Wetter war auch beschissen, ganz kalt und trüb und mies und feucht und […]


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