Dauerregen zwischen Bickenbach und Hähnlein (10,6 km)

19. April 2008

Regen, Regen, Regen, Regen, den ganzen Tag nichts als Regen.
Äußerst bescheidenes Laufwetter, aber der Samstagslauf musste natürlich trotzdem absolviert werden.
Um keine gute neue Strecke an so einen schlechten ollen Tag zu verschwenden sollte heute wieder eine „alte“ Strecke aufgewärmt werden, nämlich die kurze Runde von Bickenbach durch die Felder westlich der A5 bis nach Hähnlein und wieder zurück, die ich schon mal im Oktober gelaufen war.

Gut angezogen, Mütze auf (um die Brille wenigstens ein bisschen vor dem Regen zu schützen), das Auto mit Handtüchern ausgelegt (bei so einem Wetter mit dem Hund ins Feld, das gibt auf jeden Sauerei), den etwas unwilligen Nemo geschnappt (der hat´s auch gerne trocken), und runter zum Bickenbacher Bahnof gefahren, wo wir uns mit Jost trafen.

Hier dann erst mal unter der Bahn ins Gewerbegebiet, an der Berta-Benz-Str. links, nach 150 m. rechts auf die Autobanbrücke, über die A5, und runter zur Kreuzung am Erlenhof.
Strammes Tempo – Jost, der unter der irrigen Annahme leidet, Regen sei gutes Laufwetter machte Dampf und ich zog mit (je höher das Tempo, desto schneller würde das hier ja wohl vorbei sein).

An der Kreuzung am Erlenhof geradeaus durch auf die obszön lange (1,5 km) Gerade bis zum Prüf- und Vermehrungshof, dort dann links auf den Radweg 19, südwärts in Richtung Hähnlein. Inzwischen waren wir schon ziemlich durchnässt, meine Brille war beschlagen (wie immer halt) und Nemo sah nach ein paar Abstechern in die schlammigen Äcker aus wie das Ding aus den Sümpfen.
Eklig, alles eklig. Kein Wunder, dass das irgendwie unrund lief.
Brrr.

Auf dem Radweg 19 wurde es dann sogar noch ekliger, denn hier tauchten immer öfter Stellen auf, an denen sich das Wasser in den Niederungen des alten, unebenen Betonweges sammelte und schließlich Pfützen bildete, die den gesamten Weg versperrten, und mindestens mal acht oder zehn Zentimeter tief waren. Auf die eingeschlämmten Äcker ausweichen war keine Option, denn die waren glatt wie Schmierseife, und nach ein paar Schritten klebte einem pfundweise der Mutterboden am Schuh, also musste man durch die Pfützen durch.
Bäh, von oben beregnet werden ist ja schon schlimm genug, aber wenn dann auch noch die Schuhe so nass sind, dass es bei jedem Schritt quatscht…
Nochmal: Brrrrr.

An der Schächerlache dem Radweg 19 rechts runter nach Hähnlein gefolgt, dann geradeaus weiter bis zum Ortseingeng, auf die Spießgasse durchs Neubaugebiet bis auf die Scriba-Str., dort dann links die Weiler-Str. hoch zum Sportgelände an der Gänseweide und weiter auf den Weg H1 nach Norden.
Am Hundeplatz hinter der Gänseweide dann der Höhepunkt des Tages: Die Mutter aller Pfützen, ungefähr so groß wie der Bodensee aber offensichtlich viel, viel, viel tiefer.
Wollte ich nicht durch also versuchte ich sie durch den Acker zu umgehen.
Wir erinnern uns: Äcker = eingeschlämmt und glatt wie Schmierseife.
Nach drei Schritten haute es mich voll hin.
SPLURTSCH!
Glücklicherweise war nur mein Stolz verletzt, aber ich war eingesaut bis zum Gehtnichtmehr.
Alles voller klebrigem, schweren Schlamm (zumindest hoffte ich, dass alles Schlamm war, gegenüber war ja der Hundeplatz, wer weiss, was hier noch so alles in die Felder gerät…), das Ding aus den Sümpfen war ab jetzt ich.
Brrrrr!

Nach einer notdürftigen und wenig effektiven Reinigung in den endlosen (und endlos schlammigen) Wassern der Riesenpfütze ging´s weiter, vorbei am Weilerhügel, dem Erlenhof und der Hainlache an den Saar-Rhein-Main-Weg, auf dem wir dann wieder via Lindenhof, Autobahnbrücke und Bickenbacher Gewerbegiet zum Bahnhof liefen.

Kein besonders gute Tour: Schlammig, nass, eklig, da komme ich einfach nie so richtig ins Laufen rein. Dazu ein relativ hohes Tempo, das jedoch von häufigen Pausen (meistens zum Brillereinigen) unterbrochen war, auch nicht ideal. Und zuhause musste ich dann auch noch eine Viertelstunde damit verbringen, Nemo in der Badewanne vom gröbsten Dreck zu befreien – unglaublich wieviel Schlamm an so einen kleinen Hund passt…
Brrrr.

Aber gut, Hauptsache gelaufen, hoffentlich wird das Wetter morgen wieder besser, denn da wollen wir mal ins Beerbachtal hoch, das dürfte eine echte Premium-Strecke sein.

Strecke: 10,6 km
1:03 h (= 10,1 km/h bzw. 5:57 min/km)
Karte:

Interaktive Streckenkarte

M.

5 Antworten to “Dauerregen zwischen Bickenbach und Hähnlein (10,6 km)”

  1. Gerd Says:

    Ich hoffe Du bist wieder sauber. Nimm doch mal ein Foto mit. Dein Schlammbad wäre bestimmt einen Schnappschuß wertgewesen. 😉
    Bei dem Wetter so schnell! Respekt!

    Gruß Gerd

  2. matbs Says:

    Hi Gerd,

    wie du dir sicher denken kannst, hab´ ich natürlich keine Digitalkamera (moderner Unsinn, braucht kein Mensch… 😉 ). Stattdessen mache ich Fotos – wenn es denn sein muß – mit meiner treuen alten analogen Olympus-Pocketkamera, Baujahr ´95, die mir seit zwölf Jahren und auf inzwischen vier Kontinenten gute Dienste geleistet hat.
    Und so ein ehrwürdiges Stück Technik schleift man natürlich nicht mit auf einen Lauf im Ödland bei Dauerregen (und selbst wenn, dann wär´s ja viel zu viel Aufwand, die Fotos zu digitalisieren).
    Entsprechend wird die Nachwelt bis auf Weiteres ohne ein Foto von mir im Dreck auskommen müssen 😀

  3. Gerd Says:

    Hast Du eigentlich Schuhe an 😉

    Gruß Gerd

  4. matbs Says:

    Ja, aber nicht so´n Firlefanz wie ihr jungen Hüpfer, sondern uralte, ehrliche, abgeranzte Treter, deren Marke ich mir nicht gemerkt habe 😉 .

    Die passen auch viel besser zu meinen Laufklamotten aus der Aldi- und Tchibo-Kollektion 😀


  5. […] ich der Einfachheit halber mal wieder ´ne alte Route vor, nämlich den Zehner durchs Flachland zwischen Bickenbach und Hähnlein. Nicht doll, aber unkompliziert, weil in erster Linie aus ewig langen und äußerst reizarmen […]


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