Tempolauf um Bickenbach (10,1 km)

4. Mai 2008

Ach herrje: Schon Sonntag Abend, und der tolle Lauf von gestern durch Rheinhessen und die Pfalz ist immer noch nicht gebloggt.
Das ist halt das Problem, wenn man sich direkt nach dem Laufen mit Freunden trifft und erst spät in der Nacht nach Hause kommte: Man kann den Laufbericht nicht unmittelbar nach der Tour schreiben, sondern erst am nächsten Tag.
Und da ist dann alles schon ein klein weniger frisch, man ist irgendwie schon ein bisschen raus, muss etwas mehr drüber nachdenken (gerade wenn´s eine schöne Runde war, von der es viel zu berichten gibt), hat was Anderes um die Ohren, und so verschleppt sich das dann.
Am Wochenende ist das natürlich ganz besonders blöd, weil da zwei Läufe auf dem Programm stehen – wenn man den vom Samstag nicht rechtzeitig bloggt, ist man dann auf einmal zwei Einträge im Soll.

Tja, und genau das ist mir jetzt passiert. Gestern spät nach Hause gekommen, heute nicht mit dem entsprechenden Laufbericht fertig geworden, und heute Abend dann noch schnell den Sonntagslauf zwischengeschoben. Und weil der kürzer und viel unspektakulärer war als der gestrige, ziehe ich ihn jetzt auch noch vor, damit wenigstens das schon mal erledigt ist.
Eigentlich genau die Art von Schlendrian, die ich nicht gerne mache, aber manchmal geht´s halt nicht anders, sorry…

So, jetzt aber der heutige Lauf:


Sollte wie gesagt eine kurze, schnell zu bloggende Tour werden, also entschied ich mich für die Strecke um Bickenbach, die ich zusammen mit Ingo schon mal letzten Juni gelaufen war.

Start gegen 18:00. Perfektes Wetter (sonnig, trocken, warm aber nicht heiss, leichte Brise), ich fühlte mich fit (die neuen Schuhe und ich, wir gewöhnen unslangsam aneinander), und ausserdem hatte ich kurz vor dem Lauf zwei große Becher Kaffee getrunken (eigentlich keine gute Idee, denn Kaffee dehydriert, bringt die Verdauung durcheinander und suggeriert einem in großen Mengen mehr Power, als man hat – aber jetzt war´s halt mal passiert…) und sprühte deshalb regelrecht vor lauter koffeeininduziertem Tatendrang.

Deshalb machte ich von Anfang an richtig Tempo: Hoch in den Pauerweg, nordwärts in Richtung Jugenheimer Ortskern, über die Strasse im Balkhäuser Tal, an Heiligenberg und Roseneck vorbei, dann geradeaus durch die Seeheimer Strasse zum nördlichen Jugenheimer Ortsrand. Dort links runter, auf dem Feldweg hinter der Stützpunktfeuerwehr zur Philip-März-Str. in Seeheim, geradeaus in die Margaretenstr., die bis zum Ende durchgelaufen, dann links die Heinrichstr. runter an Heidelberger Str.
Und alles richtig schnell (zumindest für meine Verhältnisse – immer dran denken, ich bin unfit und hab´ kurze Beine 😉 ), war anstrengend, lief aber super – Atmung tief aber kontrolliert, Beine machten mit, alles bestens.

Weiter: Über die Heidelberger Str. rüber, „Im Böhl“ runter zur Schulstr., dort links aus Seeheim hinaus und über den kleinen Feldweg (vorbei an einer herrlich blühenden Kastanie) zum Christian-Stock-Stadion. Als ich die Tour letztes Jahr mit Ingo gelaufen war, hatten wir hier eine Ehrenrunde auf der Tartanbahn des Stadions gedreht, heute war keine Zeit für sowas, also lief ich stattdessen am Nordende des Stadions entlang ins Schuldorf, und bog auf Höhe der Sporthallen links auf den Weg zwischen Kindergarten und Internat ein.

Nach 100 m. rechts, am 18er Bau und dem neuen Europaschule-Gebäude vorbei auf die Sandstrasse, die links runter in Richtung Busschleife. Hier musste ich dann allerdings erstmal langsamer machen – nicht weil mir die Puste ausgegangen wäre, davon hatte ich mehr als genug, sondern weil die Muskeln um meine Schienbeine wieder zu krampfen anfingen, weil sie noch nicht so ganz mit den neuen Schuhen klarkamen. War aber nicht schlimm, denn bischer hatte ich wirklich ein Riesentempo gemacht: 3,2 km in 16 Minuten, das entsprach ziemlich genau einer Geschwindigkeit von 12 km/h bzw. 5 min/km.

Also erstmal etwas gemächlicher weiter, vorbei an der Busschleife und dem Tennisclub, über die L3103 und auf der anderen Strassenseite dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) gefolgt: Erst ein Stück durch den freundlichen, sonnigen Kiefernwald, dann über die B3, durch die breite Schneise im Wald westlich von Bickenbach (die vor Spaziergängern/Radlern/Hundegassigehern geradezu überquoll – wie das halt so ist an einem schönen Mai-Sonntag), über die Umgehungsstrasse, noch 200 m. geradeaus, dann links durch die Felder am Pflanzgewann bis zum Rand des Neubaugebietes, dort dann rechts runter an die Gleise, und denen bis zum Bickenbacher Bahnhof gefolgt.
Inzwischen hatte das Gekrampfe in den Beinen wieder nachgelassen (wenn sie erst mal richtig warm sind, gibt´s keine Probleme mehr mit den Schuhen) und ich fühlte ich immer noch topfit, entsprechend konnte ich wieder aufdrehen.

Am Bahnhof vorbei, geradeaus durch die Strasse „Auf der alten Bahn“, auf der aus Bickenbach raus und runter bis an die Umgehungsstr., die ich überquerte und dann geradeaus auf dem unmarkierten Feldweg westlich des Ortes nach Süden lief. Am Ende des Weges links, hoch an die B3 (Radweg 15), der ein Stück nach rechts gefolgt, dann auf der Höhe vom Wolff links über die Strasse und den Weilerweg in Richtung Alsbach. Auf halber Strecke zwischen den Orten links in den unmarkierten Feldweg rüber zum Beuneweg. Inzwischen war ich so richtig warm, Beine und Atmung machten mit, entsprechend flog* ich regelrecht über den Feldweg
(* Nicht vergessen: Ich bin immer noch alt, dick, unfit und habe kurze Beine, entsprechend sollte die der Verwendung des Verbs „fliegen“ nicht allzu ernst genommen werden 😉 ).

Nach einem halben Kilometer der Beuneweg zwischen Alsbach und Bickenbach, mit einem Satz über den Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radweg, dann rechts hoch bis zum Ortsanfang von Alsbach, dort links auf den Feldweg südlich der Strassenbahntrasse. 450 m. nach Nordosten, schließlich am Übergang im Feld zwischen Jugenheim, Bickenbach und Alsbach über die Gleise, und geradeaus den Hang zum Blütenweg hoch – der letzte kleine Aufstieg vor dem Ziel.
Hier begann mir dann doch ein bisschen die Puste auszugehen. Zwar ist die Steigung nicht sehr schlimm, aber ich war weiterhin verdammt schnell, entsprechend forderten die 600 m. hoch zum Blütenweg ihren Tribut, und ich atmete deutlich schwerer, als ich oben ankam. War mir aber egal, schließlich sind es hier nur noch 300 m. bis nach Hause, also bog ich links nach Jugenheim ab, und legte einen schnaufenden, kraftaufwändigen Endspurt bis zum Ziel der heutigen Tour ein.

Puha! Ich sag´ ja, so langsam wird´s: Inzwischen kann ich schon wieder ein recht hohes Tempo über die 10 000 Meter gehen, und mich am Ende trotzdem noch relativ frisch fühlen (zumindest bei gutem Wetter und mit zwei Bechern Kaffee in der Blutbahn 😉 ). Guter Lauf, schon ein bisschen anstrengend, aber nicht wirklich erschöpfend. Am Ende konnte ich die 12 km/h vom Anfang wegen des lockereren Stücks zwischendrin und dem letzten Anstieg zwar nicht ganz halten, aber auch ein Durchschnitt von 11,65 km/h ist für meinen momentanen Trainingsstand und die neuen Schuhe schon sehr ordentlich.

Strecke: 10,1 km
Zeit: 0:52 h (= 11,65 km/h bzw. 5:09 min/km)
Karte:

Interaktive Streckenkarte
(allerdings ohne die Ehrenrunde ums Stock-Stadion)

M.

Werbeanzeigen

5 Antworten to “Tempolauf um Bickenbach (10,1 km)”

  1. Gerd Says:

    Hallo Matthias,
    was für ein flottes Tempo,
    ich bin noch nie unter 1Stunde für 10km gelaufen. Irgendwie schaff ich das nicht. Ausserdem wäre der Tag für mich danach im Eimer, so kaputt wäre ich.
    Vielleicht irgendwann mal. Ich gebe die Hoffnung nicht auf 😉

    Gruß Gerd
    PS: Mit meiner Luft und den Pollen ist einigermaßen OK!. Da ich zusätzlich noch Belastungsasthme habe muss ich halt ein wenig langsamer tun.
    Gegen die Ausrede muss erst mal einer ankommen 😉 !!!!

  2. matbs Says:

    Hi Gerd,

    man muss es ja auch nicht übers Knie brechen – ein kurzer Tempolauf hin und wieder ist zwar ganz nett, aber wichtiger als die Geschwindigkeit sind m.M.n. Ausdauer, Belastbarkeit, der Spass am Laufen und die Tatsache, dass es überhaupt klappt.

    Gruß

    Matthias

  3. Gerd Says:

    ich hätte mal deinen Kommentar vor meinem heutigen Lauf lesen sollen 😉

    Gruß Gerd


  4. […] Tempolauf um Bickenbach (10,1 km) […]


  5. […] da aussieht, kann man hier nachlesen. Heute war sonst nix Besonderes: Der Asphalt zu hart, die matschigen Feldwege zu weich, […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: