Blogger Team-Up: Melibokus – Bensheim mit Gerd (16,5 km)

24. Mai 2008

Der Team-up ist ein klassisches Feature amerikanischer Superheldencomics: Batman macht Urlaub in Metropolis, trifft sich da mit Superman, und gemeinsam polieren die beiden dann Lex Luthor und dem Joker solange die Fresse, bis das Gute gesiegt hat und die Welt wieder sicher für Freiheit, Demokratie und gedeckten Apfelkuchen ist.
Wie gesagt: Klassisch.
Und damit ist das Konzept bei weitem noch nicht ausgereift. Im Gegenteil – Team-Ups sind total trendy: Da vereinigt sich Schwarz mit Grün in Hamburg, die Südamerikaner treffen sich und machen gemeinsam ihre eigene EU auf, und selbst im klebrig-süssen Mandelkuchen von Ikea steckt irgendsoein nicht minder klebrig-süsser Hinterbänkler-Schokoriegel.

Tja, die Zeichen der Zeit, da kann man sich natürlich nicht gegenstestemmen – was für einen Haufen fiktionaler und grotesk übermuskulierter Typen mit farbigen Leibchen in diversen überdrehten Bildergeschichten recht ist, das ist ist für den gemeinen aber dafür realen südhessischen Laufblogger (der übrigens auch gerne farbige Leibchen trägt, allerdings meist ohne Umhang oder Fledermausmaske 😀 ) nur billig.
Deswegen gibt´s hier und heute DEN GROSSEN LAUFBLOGGER-TEAM-UP!!!
(Bitte jetzt im Kopf den frenetischen Applaus aus der Konserve abfahren: YAAAAYYY, WOOOHOOOHOOOO etc etc etc…)
…allerdings ohne jemandem die Fresse zu polieren oder die Welt zu retten, das war heute nicht geplant… 😉

Unaufgeregter formuliert: Heute stand die seit Ende April geplante gemeinsame Tour mit Gerd, seines Zeichens ebenfalls Läufer und Laufblogger aus den Niederungen nordöstlich von Darmstadt, auf dem Programm.
Eine ideale Gelegenheit, um dem eher etwas flachlandaffinen Gerd die Vorzüge des Berglaufens im Allgemeinen, und die der wunderschönen hessischen Bergstrasse im Besonderen nahezubringen.
Entsprechend hatte ich mich schon im Vorfeld so richtig ins Zeug gelegt, und eine Route durch die Berge hinter Bensheim geplant die:
1) Viele Sehenswürdigkeiten abdeckte (Melibokus, Auerbacher Schloss, Fürstenlager, Schloss Schönberg, Kirchberg)
2) Viel abwechslungsreiche und schönen Landschaft zu bieten hatte (Berg und Tal, Wald, Wiesen, Weinberge, alles dabei)
und dabei
3) Nicht zu viele zu schlimme Steigungen enthielt (das war gar nich so leicht, denn hier geht´s nun mal viel hoch und runter. Am Ende löste ich das Problem, indem ich den Startpunkt auf den Gipfel des Melibokus setzte, so würden wie wenigstens viel mehr bergab als bergauf laufen… 😉 ).
Wunderbare Strecke von ca. 16 km, versprach ein toller Lauf zu werden…

Samstag morgen um kurz nach Zehn wurde ich von Familie Gerd bei mir zuhause abgeholt: Kurze Begrüssung und Vorstellung mit Frau Gerd, Tochter Gerd (die uns am Start absetzen und am Ziel wieder einsammeln würden) und Gerd (alles nette Leut´ 😀 ), dann gemeinsame Weiterfahrt in Richtung Startpunkt. Kurzweilige Fahrt mit Multitasking: Einerseits betätigte ich mich als Navigator, andererseits führte ich gleichzeitig ein tiefschürfendens Gespräche mit der kleinen Helena, die neben mir auf der Rückbank saß. Themen unter anderem: Welche Sorten von Obst und Gemüse Helena mag (eigentlich alles ausser langweiligen Kartoffeln und labbrigem Zucchini, bei letzterem konnte ich ihr voll zustimmen), woher die Schnitzel kommen (Wenn ich das richtig verstanden habe sind die der „Po vom Schwein“. Daran werd´ ich mit Sicherheit denken, wenn ich das nächste Mal ein Schnitzel esse… 😉 ), was es Neues auf dem Nintendo Reiterhof gibt („Wenn das Pferd krank ist, kriegt es Medizin“. Das fand ich sehr vernünftig, selbst bei einem virtuellen Pferd), und welche Sorten Joghurt bei Gerds im Kühlschrank stehen (nämlich Erdbeere, Mango und Obstsalat).
Aufgewecktes Kind, aus der wird noch mal was! 🙂

Schließlich der Startpunkt am Gipfel des Melibokus, ca. 517 m. ü.NN. Sonnig, warm, aber mit kühlem Wind, ein wunderbarer Tag für eine wunderbare Strecke.
Vor dem Loslaufen mussten wir natürlich noch kurz vor zur Aussichtsterrasse, von wo aus ich stolz den herrlichen Blick in die mehr als 400 m. unter uns liegende Ebene präsentierte. Leider auch heute wieder eine extrem schlechte Fernsicht, deswegen reichte der Blick gerade mal bis zum Rhein – etwas schade, trotzdem noch hübsch.

Und dann ging´s auch schon los. Talwärts auf der langen, gewundenen Melibokusstr. am Osthang des Berges durch den schattigen Wald. Entspanntes, angenehm lockeres Tempo, ideal um sich langsam warmzulaufen und dabei ein bisschen ungezwungen zu plauden, zumal Gerd (der in Echt übrigens deutlich jünger aussieht als auf dem Avatar-Bildchen auf seiner Website und ich offenbar einen ähnlichen Laufrhytmus haben. Zwischendruch eine ganz kurze Pause an der Kurve unterhalb der Drei Brunnen (da wo die Strasse nach Süden abknickt), um den tollen Panoramablick zwischen den Bäumen hindurch nach Südosten zu geniessen,
, danach dann zügig weiter runter bis an den Not-Gottes-Parkplatz zwischen Melibokus und Auerberg.
(Die Fotos sind übrigens alle von Gerd und seinem Fotohandy, und werden natürlich mit seiner freundlichen Genehmigung verwendet).

Die ersten 2,4 km (genau ausgemessen dank Gerds nervig-präzisem GPS-Gerät 😉 ) hatten wir schon mal gut bewältigt, jetzt war aber erstmal Schluss mit Gefälle. Stattdessen geradeaus/halbrechts auf die Fahrstrasse, der wir in einem ebenen, knapp 700 m. langen Bogen bis zum Parkplatz „Auerbacher Schloss“ folgten. Weiterhin sowohl vom Laufen als auch der Konversation sehr angenehm.
Am Parkplatz rechts auf den Burgenweg (blaues B)und hoch zum Schloss, dabei auf dem Zufahrtsweg die ersten 20 bis 30 Höhenmeter bis zum äußeren Tor, auf denen Gerd bestens mithielt:

Sightseeing-Pause. Das Auerbacher Schloss gilt nicht umsonst als eine der bedeutendsten Burgruinen in Südhessen, entsprechend mussten wir die natürlich genauer begutachten: Rein, in die innere Burganlage, dabei Gerds kleine Familie wiedergetroffen und zusammen hoch auf den hohen, nur über einen schmalen Wehrgang erreichbaren Aussichtsturm, von dem aus man einen grandiosen Rundumblick über Bergstrasse, Odenwald und Ried hat.
Impressionen aus dem Fotohandy:


Eingang zur Kernburg


Schlosshof


Blick vom Wehrgang nach Nordwesten, am Aussichtsturm vorbei auf Zwingenberg und Hähnlein


Blick vom Aussichtsturm nach Norden auf den Melibokus – da waren wir gerade runtergekommen.


Jogger auf dem Wehrgang – Hier beschreibe ich Gerd gerade den Höhenzug um die Knodener Höhe. Mein Finger zeigt auf den Krehberg hinter Schannenbach. Rechts unten auf der Treppe: Helena.

Danach: Ende der Sightseeing-Pause. Weiterlaufen. Aus dem Schlosstor hinaus, dann direkt scharf rechts, durch eine schmale Mauerbresche auf den Alemannenweg (rotes S), der hier auf einem ziemlich schmalen und steilen Trampelpfad den sonnigen Südhang des Auerberges hinabführt. Erste Bewährungsprobe für Trittsicherheit, Knie und Gelenke, auch das gehört zum Berglaufen. War aber kein Problem, selbst die Vollbremsung mittendrin zum bewundern einer Blindschleiche (die sich partout nicht von Gerd fotografieren lassen wollte. Fotoscheues Reptil…) klappte bestens.

Nach knapp 200 m. Abstieg erreichten wir den ersten Querweg im Wald unterhalb der Burg, hier links (gelbe 4/gelbe 5) bis an die Fahrstrasse, die vom Schloss runter ins Tal führt, die dann wieder wieder halblinks hinauf zum Parkplatz „Auerbacher Schloss“ – 350 m. bergauf, ca. 8% Steigung, für mich sehr angenehm, Gerd kam etwas ins Schnaufen, hielt aber bestens mit. Oben dann direkt am Anfang des Parkplatzes rechts von der Strasse ab und auf einem relativ steilen Waldweg in westlicher Richtung den Hang runter (gelbe 3) – der Abstieg nach Hochstädten hatte begonnen.

Ich muss zugeben, dieses Stück hatte mir im Vorfeld ein paar Bedenken gemacht: Ich kannte den Weg selbst noch nicht, und nachdem sich der mit dem gelben V markierte Abstieg nach Hochstädten etwas weiter nördlich bei meinem Probelauf vor drei Tagen als unjoggbare Buckelpiste herausgestellt hatte, hatte ich befürchtet, dass der Weg, den ich heute gewählt hatte, genauso schlecht sein könnte.
Glücklicherweise zu unrecht: Nach 200 m. überquerten wir einen Querweg am Hang (den war ich vor drei Tagen zum Not-Gottes-Parkplatz hochgejoggt) und liefen geradeaus/links einen kleinen aber bequemen Pfad hinunter, folgten ihm durch eine Serpentine in einem kleinen, hübschen Seitental, und bogen dann links auf einen Hohlweg ab, der uns völlig problemlos direkt zum Waldrand über Hochstädten führte.
 
Wie immer ein schöner Anblick: Das kleine, tiefe Mühltal mit seinen geschwungenen Hangwiesen,eingegrenzt von den bewaldeten Höhenzügen des Felsbergs und der Ludwigshöhe, unten im Talgrund das idyllisch Dörfchen Hochstädten.

Kurzen Fotopause am Waldrand:
hochstadten2
Dann auf einem kleinen, baumbestandenen Hohlweg abwärts bis in das hübsche Neubaugebiet am westlichen Dorfrand, durch den Legelweg runter an die Mühltalstr., dort die kurz rechts, schließlich den kleinen Fußweg halblinks runter zum Bach am Talgrund, bei der Feuerwehr über die kleine Brücke und geradeaus weiter in den Weiherweg.

Von jetzt an wieder bergauf, durch ein wunderschönes Seitental bis auf den Nibelungenweg auf der nächsten Anhöhe (gelbe 3/gelbe 4). Der härteste Anstieg der ganzen Tour wartete auf uns, das wusste ich ja, nachdem ich das Stück vor gerade mal drei Tagen getestet und für „sacksteil“ befunden hatte.
Dabei sieht am Anfang alles eigentlich recht harmlos aus: Ganz sanfter Anstieg auf der Strasse, links und rechts die Häuser von Hochstädten. Dann eine Linkskurve, die Häuser werden spärlicher und die Gärten großzügiger, rechts ist das Dorf schon zuende, dort erhebt sich steile, blühende Hangwiese bis zum Waldrand am oberen Ende des Tals, die Steigung nimmt langsam zu.
Aber noch kein Problem: Gerd schnaufte zwar etwas, hielt aber bestens mit, zog sogar ein klein bisschen.
Da ich etwas mehr Atem hatte, nutzte ich die Gelegenheit, ihm schon mal zu erzählen, wie schlimm der Anstieg noch werden würde – Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude… 😀

Nach 400 m. die nächste Linkskurve, rechts schattiger Bachgrund mit ein paar weisslich-beigen Kühen
, schließlich die Wiesen am oberen Talende, Steigung 10%-15%. Inzwischen japste ich auch schon ordentlich, aber Gerd ackerte immer noch unbeirrt vorwärts, also liefen wir noch ein gutes Stück in den Hang hinein, bevor wir dann doch kurz vor dem Waldrand mit Gehen anfingen – das war auch gut so, denn ab hier wird´s richtig krass monstermässig Steil – 150 m. mit einer Steigung weit jenseits der 20%, das musste nun wirklich nicht sein (nachdem ich die Passage bereits am Mittwoch unter gewaltigsten Anstrengungen hochgejoggt war, wollte ich mir das auf keinen Fall nochmal antun).

Oben angegekommen eine ganz kurze Veschnaufpause, dann rechts, auf dem angenehm flachen Nibelungenweg (gelbes Quadrat) auf der Anhöhe südwärts durch den lichten, kühlen Wald, über die kaum spürbare Amalienhöhe, dann weiter bis zur Kreuzung beim Toten Mann, um den sich eine fazinierende Sage aus dem 18. Jahrhundert rankt.

Hier eine weitere kurze Pause, um ein paar leicht verirrten Nordic Walkern den richtigen Weg zum Fürstenlager und weiter auf den Kirchberg zu erklären („Gelbes Quadrat, ab Fürstenlager blaues B, könn´se gar nicht verfehlen…“), danach noch mal kurz aber knackig aufwärts durch den kleinen, steilen Hohlweg hoch auf die Ludwigshöhe, schließlich einen bequemen halben Kilometer abwärts bis zu Waldrand hinter dem Fürstenlager. Hier halblinks runter in die herrlichen Hochwiesen über dem Fürstenlager, von den man einen tollen Blick ins untere Lautertal und auf die Hügel hinter Bensheim hat:

Hier dann ganz kurz rechts auf der gelben 7, nach 50 m. jedoch gleich wieder scharf rechts und auf der gelben 2/gelben 8 runter in den hübschen Talgrund, dem wir talabwärts folgten, vorbei an einen blökenden Schafherde und der Eremitage
bis insFürstenlager mit seiner wunderbar gepflegten Parklandschaft

und den hübschen alten Häusern

Geradewegs durch die Parkanlage hindurch, vorbei am Herrenhaus und der großen Hangwiese in Richtung des großen Teiches am unteren Ende des Fürstenlagers, vor dem letzten Haus dann jedoch links und auf den leicht aufwärts führenden Weg an der Südwand des Tales. Bei den ersten Häusern Auerbachs dann scharf links, und in entgegengesetzter Richtung weiter am Hang aufwärts, den hübschen Pfad mit den Zypressen hinauf.
Ziemlich steil, das strengte wieder ordentlich an, also gingen wir einfach mal wieder ein paar Meter, bis wir die Bäume oberhalb des Fürstenlager erreichten und uns schließlich über die etwas verschlungenen Pfade hier oben bis zu den Weinlagen am Höhenrücken durchlavierten und den – wieder mal großartigen – Blick nach Südwesten in die Ebene geniessen konnten (immerhin bis Mannheim und Ludwigshafen).

Bisher hatte die Tour ja bestens geklappt: Kein falsches Abbiegen, keine dummen Bauchentscheidungen die in der Wildnis endeten, kein orientierungsloses Herumirren in winzigen Waldstücken, in denen selbst ein besoffenes Wiesel mit grauem Star sich nicht verirren würde – kurzum: Bisher war der Lauf überhaupt nicht repräsentativ für meine üblichen Touren! 😀
Das konnte natürlich nicht so weitergehen, schließlich sollte Gerd ja mal sehen, wie ich normalerweise unterwegs bin.
Also verirrte ich uns kurz mal.
Nur ein kleines bisschen, um mal zu zeigen, wie ich das sonst immer mache…
Und natürlich ich vollster Absicht. Wie immer. Ich verirre mich immer in vollster Absicht. Hmjaja, genau so ist das nämlich… 😀
Eigentlich hätten wir hier oben auf den Burgenweg stossen müssen, aber angesichts der vielen kleinen Pfade hatte ich ihn wohl verpasst, deswegen fanden wir uns unvermittelt auf einem mir unbekannten Weg zwischen Weinbergen und Ludwigslinde wieder, der offensichtlich nicht ganz richtig war.
Kurskorrektur, kurze Cross-Passage auf einem unsäglich überwucherten Trampelfpad vorbei an ein paar Minicanyons durchs Gehölz, dann waren wir wieder auf Kurs.
Siehste, Gerd, so läuft das nämlich normalerweise hier… 😉

Ostwärts auf dem Höhenweg direkt über dem Fürstenlager (schöner Blick links runter aufs Herrenhaus) bis zum einzeln stehenden Haus an der Anhöhe, direkt dahinter dann rechts abwärts, den staubigen Feldweg durch die Wiesen runter in Richtung Schönberg (unmarkiert, ist glaube ich die verlängerte Nußallee). An der Wegscheide nach 350 m. halblinks auf der Strasse „Am Schlossberg“ in die oberen Regionen von <a href=“http://www.bensheim-schoenberg.de/frameset/index.html, vorbei an den teilweise ziemlich prächtigen Neubauten am Hang (beim letzten direkt am Park kriegte Gerd sich gar nicht mehr ein, da kam wohl der Architekt in ihm durch – ist aber auch ein Wahnsinnsteil in Traumlage), dann an der oberen Pforte in den wunderschönen ruhigen Schönberger Schlosspark (egal wie voll es im Fürstenlager ein Tal weiter ist – hier verirrt sich fast nie jemand hin), über die große Wiese, dann am unteren Ende abwärts bis zur Rückfront des imposanten Schönberger Schlosses, das ja leider nicht zur Besichtigung offen steht:

Hier bogen wir rechts ab und liefen auf einem kleinen Fußweg runter in das kleine Seitental westlich des Schloßbergs, in dem wir dem Hofweg aufwärts bis zum Parkplatz Herrenwingert am Schönberger Sportplatz folgten, kurz begleitet von zwei sehr jungen Vertretern der lokalen Dorfjugend mit Fahrrädern, die es auf ein kleines Wettrennen mit den beiden schwitzenden und keuchenden Joggern abgesehen hatten. War aber schon recht steil, und Gerd merkte man die Höhenmeter inzwischen doch schon ein ganz klein wenig an, also liessen wir sie ausnahmsweise mal grosszügig gewinnen… 😉

Am Schönberger Sportplatz, wunderschön in einem Hochtal unterhalb der Weinberge, stiessen wir wieder auf den Burgenweg (blaues B), dem wir nach links in Richtung Eichelberg folgten: Wunderschöne Gegend mit einer Mischung aus tiefem, alten Laubwald und offenen, sattgrünen Wiesen, dazu fast eben, lässt sich herrlich laufen. Nach 400 m. die Kreuzung am oberen Ende des Brunnenwegs, hier weiter auf dem Burgenweg, geradeaus in den schattigen Wald am hinteren Teil des Kirchberg. Hier ging´s noch mal ein bisschen bergauf, zwar nicht wirklich steil, aber inzwischen war Gerd doch ein klein wenig bergmüde (kein Wunder nach fast 15 km auf und ab), entsprechen liessen wirs ruhig angehen (tatsächlich ist es hier auch wirklich etwas steiler, als ich es von meinem letzten Lauf in dieser Gegend in Erinnerung gehabt hatte).

Schließlich erreichten wir nach ca. 600 m. wieder offenes Gelände: Die Weinlagen am Kirchberg, hoch über Bensheim, mit einem wunderbaren Blick nach Süden die Bergstrasse entlang und runter auf die Stadt:
bensheimvonoben2

Fast geschafft!

Blieb nur noch der kleine Anstieg rechts hoch am Waldrand entlang zum Kirchberghäuschen auf dem Gipfel – wenn schon denn schon. Zwar kein langes Stück, aber noch mal ein bisschen steil, entsprechend musste sich der arme Gerd (dem ich fälschlicherweise schon vor ein paar hundert Metern den letzten Anstieg versprochen hatte) noch ein klein bisschen quälen, bis wir schließlich das aparte Ausflugslokal im Kirchberghäuschen erreichten. Kurze Ehrenrunde über die Terrasse, zwischen schoppentrinkenden und bratwurstessenden Bensheimer Bürgern hindurch, dann runter, auf dem ordentlich steilen Asphaltweg vom Häuschen aus durch die Weinberge runter zum Stadtpark. Dort dann dem Burgen- und Blütenweg folgend nach links, über die kleine Treppe runter nach Bensheim hinein, 100 m. geradeaus an der B47/Nibelungenstr., dann über die Fußgängerampel in den Platanenstr., und schließlich über die Grieselstr. auf den hübschen Bensheimer Marktplatz, wo wir bereits von Gerds Familie und einer kühlen Cola (aaaah!) erwartet wurden.

Das hat mal wieder viel Spass gemacht. Gerd ist ein angenehmer Laufpartner, ich konnte mal ein bisschen was von meinem Laufrevier/meinem Zuhause herzeigen, das Lauftempo war herrlich entspannt, das Wetter ziemlich gut, und die Strecke abwechslungsreich, wunderschön und voller Highlights (das wäre eigentlich auch mal was für eine kurze Wanderung). Besonders beeindruckt hat mich dabei vor allem, wie gut Gerd mit dem doch relativ schwierigen Gelände klargekommen ist – dafür, dass es sein erster „Berglauf“ war, hat er sich super geschlagen: Zwei Daumern hoch, Gerd, das machen wir mal wieder!
Team-Up geglückt, Fresse poliert, Welt gerettet! 😀
Oh, und natürlich vielen Dank für die Fotos!

Wer wissen will, wie Gerd den Lauf erlebt hat, kann das hier nachlesen.

Strecke: 16,5 km
Zeit: Hmm, ich geb´ zu, da hab´ ich heute überhaupt nicht drauf geachtet. Laut Gerds High-Tech-Equipment sowas um die 2:12 h, aber da waren auch einige kleinere und größere Pausen dabei (und überhaupt, wer glaubt schon einer doofen kleinen Plastikkiste, die mit irgendwelchen Satelliten redet… 😉 )
Karte:

Interaktive Streckenkarte

M.

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8 Antworten to “Blogger Team-Up: Melibokus – Bensheim mit Gerd (16,5 km)”

  1. Gerd Says:

    Hi Matthias,
    wie immer ein wunderbarer Bericht. Das mit unserem Joghurt im Kühlschrank hatte ich gar nicht so mitgekriegt 😆
    Mit dem Team-up hat echt Spaß gemacht!

    Gruß Gerd

  2. matbs Says:

    Gracias!

    Wie gesagt, das machen wir auf jeden Fall mal wieder!

  3. XYZ Says:

    Hallo Matthias,
    kann mich nur wiederholen, trotz epischer Länge u. Breite ein lesenswerter u. kurzweiliger Laufbericht, mit lustigen Einsprenkeln u. interessanten Analogien zum Thema Team-up. Man ahnt deine Freude am Laufen, des Laufens in Gesellschaft und natürlich den Genuß der wunderschönen Landschaft, an dem der Leser dank der Fotografien Anteil haben kann.
    Weiter so!
    XYZ

  4. matbs Says:

    Hi Doris,

    na, da kann ich mich doch auch nur wiederholen: Macht´s doch mal mit den Walking-Stöcken nach, ihr wohnt ja schließlich auch direkt nebenan! 😉

    Und natürlich wie immer vielen Dank

    Matthias


  5. […] Blogger Team-Up: Melibokus – Bensheim mit Gerd In dem der Gerd und der Matthias ihren ersten gemeinsamen Lauf unternehmen, praktisch alle Highlights der nördlichen Bergstrasse zwischen dem Melibokus und Bensheim abdecken, und alle Fotos vom Gerd stammen. Wie gesagt: Schaut mal rein! Ich finde, es lohnt sich, und drüber freuen würd´ ich mich auch… […]


  6. […] dritte gemeinsame Lauf mit Gerd stand an. Nachdem´s die letzten beiden Male respektive die Bergstrasse und in den Odenwald durchgenommen hatten, stand heute eine Tour in Gerds Revier (aka […]


  7. […] endlich mal gut aus: Guten Termin gefunden (passenderweise fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten gemeinsamen Lauf, den Gerd und ich absolviert hatten), alles fit, und das Wetter hatte sich nach einem etwas unsicheren Start heute morgen entschieden, […]


  8. […] lange mal laufen. War jetzt schon ein paarmal am oberen Ende vorbeigekommen (beispielsweise beim allerersten Lauf mit Gerd vor einem Jahr) und das hatte jedesmal total hübsch ausgesehen, deswegen hatte ich ihn heute […]


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