Matthias macht was Neues: Sonntagslauf #2 (5,5 km)

22. Juni 2008

Nanu?
Ein zweiter Laufbericht an einem Tag, an dem schon einer gepostet wurde?
Ja gibt´s denn sowas?

Yup. Das gibt´s.

Das war nämlich so:
Irgendwie hat mich der sehr kurze, sehr langsame Lauf heute morgen mit Jost nicht so ganz ausgelastet. Da wär´ von meiner Seite noch einiges gegangen, so war´s nicht mal so richtig anstrengend (Jost: Das ist jetzt überhaupt kein Vorwurf an dich, bitte nicht falsch verstehen!)
Das wär´ ja nicht weiter schlimm gewesen, aber dadurch dass es nur acht anstatt der geplanten elf Kilometer waren, hätte ich außerdem auch mein – ohne hin ja sehr gemäßigtes – Wochenziel verfehlt:
Sollten ja eigentlich 40 Wochenkilometer werden, aber am Ende wären es so nur 38,8 km geworden.

Das hat mich den ganzen Tag so ein bisschen gewurmt.
Bis heute abend um halb Neun.
Da hab´ ich dann spontan beschlossen, dass ich jetzt einfach nochmal einen ganz kurzen Lauf machen würde, um das Wochenpensum doch noch zu erfüllen.
Mal was Neues: 2 Läufe an einem Tag hab´ ich noch nie niemals nicht jemals irgendwann gemacht. Hat sich irgendwie noch nie ergeben – aber ich war fit und hatte Lust, also warum nicht?

Eben!

Also ohne Planung noch mal spontan raus, spontan in die Laufschuhe, spontan los, und mich dabei spontan vor soviel Spontanität erschrocken (whoa!)

Einsetzende Dämmerung, schauriges Laufklima: Trotz langsam heraufkriechender Dunkelheit Temperaturen von immer noch deutlich über 25 Grad, eine Luftfeuchtigkeit wie auf dem Grund eines gefüllten Schwimmbads im Monsun, kein Lufthauch, der Himmel voll unheilvoll gewittrig grummelnder Wolken.

Uff! Ich schwitzte schon vom Schuhebinden…
Das hat man jetzt von der doofen Sponanität.
Ab morgen bin ich wieder phlegmatisch… 😀

Und loslaufen.
Weil das ja alles so spontan war, hatte ich keine Laufklamotten angezogen – stattdessen zum ersten Mal seit Monaten im Baumwollshirt, dass sich angesichts der Witterung bereits auf den ersten Schritten mit Schweiss vollsog und zu kleben anfing. Brrr…

Aber egal: Spontan Aufwärts, durch die spontane Jossastr. spontan an den Waldrand, dort dann spontan auf dem Burgenweg (Blaues B) das spontan schon ziemlich finstere Darsbergtal hoch.
Übrigen mit spontan hohem Tempo, denn ich hatte ja spontan beschlossen, nur einen kurzen, spontanen Lauf zu machen, da konnte ich mich ja ruhig mal spontan etwas reinhängen.
Das war spontan ziemlich anstrengend.

650 spontane m. den spontanen Talgrund aufwärts, schwitzend und schwer japsend (so stickig, da kriegte man spontan gar nicht so gut Luft), dann rechts um die Kehre am oberen Talende und spontan auf den Jossaweg (weiterhin blaues B), noch weiter aufwärts (das ganz übrigens total spontan), dann spontan unterhalb der Ruine Jossa entlang bis zur Wegscheide am Rand des oberen Hasselbachtals, wo ich spontan dort rechts runter, talabwärts, abbog.

(Ack. Genug der Spontanität, ab jetzt lass´ ichs weg. Der geneigte Leser möge meine Ausführungen ganz nach Belieben selbst um das Adverb bzw. Adjektiv „spontan“ erweitern, wo er/sie es für richtig hält.
Wir sind schließlich im Web 2.0, da wird Interaktivität ja ganz groß geschrieben… :D).

Und abwärts, inzwischen schon sehr schummrig hier im Wald, musst man auf seinen Tritt aufpassen. Der gelben Sechs folgend um den nächsten Vorsprung, dann weiter uns Sperbergrund-Tal, in den Talgrund, dann an der (unmarkierte) Südseite des Bachs bis zum Talausgang beim Sperbergrund oberhalb von Alsbach, dort rechts, Burgenweg (Blaues B) oberhalb des Ortes bergauf (puuuh! Schwüüüül), dann runter ins Hasselbachtal (autsch. Das ganze zügige Bergab Laufen war meinem Knie gar nicht recht), durch den Talgrund, auf der anderen Seite rechts und den Alemannenweg hoch (puuuh! Stiiiickiiiig!!), dann am Waldrand zwischen Alsbach und Jugenheim zurück ins Darsbergtal, links (autsch! Aus Symmetriegründen war ich in der schon recht massiven Finsternis noch mal richtig Böse umgeknickt, jetzt tat mir nicht mehr nur das linke Knie, sondern auch der rechte Knöchel weh. Tofte, ey!), aus dem Wald raus, heim, fertig.

Erkenntisse:
1a) Baumwollshirts sind irgendwie nix zum Laufen bei Schwüle. Da brauchste hinterher ´nen Schuhlöffel oder einen Spachtel, um dich Auszuziehen
1b) Egal wie stark ich im T-Shirt schwitze, es gibt immer einen winzigen, herzförmigen Punkt direkt vor meinem Brustbein, der völlig trocken bleibt.
2) Zweimal an einem Tag Laufen ist überhaupt kein Problem, solange beide Läufe nicht besonders anstrengend sind.
3) Zuviel Spontanität im Sprachduktus nervt auf Dauer.

Viel gelernt, viel gelacht,
Zeit zu gehen, gute Nacht!

Strecke: 5,5 km
Zeit: 0:34 h (= 9,71 km/h bzw. 6:11 min/km)
Karte:

Interaktive Runmap-Karte lass ich für die Mini-Strecke einfach mal weg, wer sie unbedingt will, soll sich melden!

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3 Antworten to “Matthias macht was Neues: Sonntagslauf #2 (5,5 km)”

  1. Gerd Says:

    Zweimal Laufen find ich gut. ❗
    Bei dem Wetter gestern Abend weniger. ❓
    Bei mir läufts irgendwie noch immer nicht richtig. Ich denke ich muss einfach wieder täglich laufen. Da ging es mir mit Abstand am besten. Werde es vor meinem Urlaub :mrgreen: diese Woche noch mal testen.

    Gruß Gerd

  2. matbs Says:

    Kopf hoch, wird schon wieder!
    Lauf´ doch einfach mal wieder irgendwohin, wo du noch nie warst, das hilft zumindest bei mir, wenn ich ein bisschen den Laufblues habe.

    Zum täglich Laufen: Da darfst du aber nicht vergessen, dass du da ja tendentiell eher kürzere Strecken absolviert hast, die belasten nun mal viel weniger, als die langen – da kann man im Zweifelsfall auch zweimal an einem Tag raus, ohne dass es einen so richtig anstrengt (ist wahrscheinlich eh die beste Variante, wenn man unbedingt mal so richtig viele Wochenkilometer hinkriegen will: Morgens eine lockere halbe Stunde, Mittags eine lockere halbe Stunde, Abends eine lockere halbe Stunde – das dürfte jeweils so weit unter der Belastungsgrenze liegen, dass man das auch über mehrere Tage gut durchhalten kann…).

  3. Gerd Says:

    da fehlt mir aber die Zeit ein wenig dazu. Und wenn ich weniger wie eine Stunde laufe hab ich das Gefühl meiner Wampe bringt das gar nichts…..
    Ich möchte doch unbedingt noch ein paar Kilos abnehmen. Aber ich möchte nicht auf all die Leckereien verzichten. Ergo….. viel, viel Laufen 😉


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