Wieder Sololäufer (bis auf Weiteres)

29. Juni 2008

Vorhin habe ich mit Jost telefoniert, um rauszufinden, wann und wo wir heute unseren Sonntagslauf machen.

Antwort: Gar nicht.

Stattdessen meinte er, dass es ihm im Moment sowohl an Fitness als auch an Motivation mangele, und er deshalb erst kleine Besinnungspause bräuchte, und sich danach lieber erst mal ein paar Wochen lang wieder eine gewisse Grundkondition erarbeiten möchte, bevor wir wieder zusammen laufen.

Ist natürlich schade, denn die Touren mit Jost haben eigentlich immer Spass gemacht.
Andererseits lässt sich allerdings nicht leugnen, dass unsere Leistungsspanne seit Längerem immer weiter auseinanderklafft: Bei Jost stagnierte/sank die Formkurve durch Verletzungen und Trainingsausfälle, während meine seit Monaten langsam aber stetig nach oben geht.
Folgerichtig hatten wir bei den letzten Touren eine relativ unausgeglichene Situation: Jost tat sich immer ziemlich schwer, während ich eigentlich fast schon etwas unterfordert war.
Das ist auf Dauer natürlich nicht ideal. Mir hat es zwar nicht wirklich was ausgemacht, auch mal wieder etwas entspannter unterwegs zu sein, aber ich habe schon gemerkt, dass es für Jost, der einen gesunden Ehrgeiz besitzt, schon relativ frustrierend war, sich von Anfang bis Ende abzuäschern und hin und wieder trotzdem mal ein Gehpäuschen einfordern zu müssen.

Dazu kommt dann natürlich auch noch die Sache mit der Motivation, die bei Jost mit jedem Rückschlag ein bisschen nachgelassen zu haben scheint: Zu Jahresanfang wollte er unbedingt einen Marathon machen, nach der ersten Zwangspause wegen seiner Krampfadern war es dann nur noch ein Halbmarathon, und nach seinem Muskelfaserriss hatte er nach eigener Aussage „Mit diesem Jahr sportlich abgeschlossen“. Da ist es dann natürlich doppelt schwer, sich aufzuraffen und zu trainieren, vor allem wenn der Trainingspartner sich einen immer größeren Vorsprung antrainiert, und man selbst außerdem noch eine ganze Menge anderes Zeugs um die Ohren hat.

Vielleicht hatte er ja auch einfach genug von meinem Gelaber… 😆

Entsprechend sind wir jetzt (auf Josts Wunsch) wie gesagt so verblieben, dass wir unser gemeinsames Training bis auf Weiteres aussetzen, bis Jost wieder fit genug ist, um etwas besser mit längeren/anspruchsvolleren Touren fertig zu werden.
Ob er es alleine schafft, regelmässig und intensiv zu trainieren?
Mal sehen.
Ich hoffe jedenfalls, dass er die Kurve kriegt, und wir demnächst wieder mal zusammen einen schönen 15er durch den Odenwald laufen können.

Bis dahin: Dranbleiben, Jost! 🙂

M.

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