Erweiterte Wochenübersicht: 2008 KW 27 (30.06. – 06.07.)

6. Juli 2008

Aus Zeitgründen gibt´s den Juli hindurch leider nur einmal wöchentlich Laufblog Light™, und zwar in Form eines erweiterten Wochenrückblicks.

Verflixt: Diese Woche hab´ ich mein sowieso schon sehr geringes Minimalziel von 40 Wochenkilometern doch tatsächlich verfehlt.
Schlimmer noch: Ich hab´ es nur ganz knapp verfehlt, nämlich um gerade mal 100 poplige Meterchen!
Da ist die Versuchung natürlich groß, schnell ein bisschen aufzurunden oder die Strecken noch mal etwas großzügiger nachzuplotten.
Gibt´s aber nicht, ich bin hier schließlich der Wahrheit verpflichtet.
Also beuge ich stattdessen traurig mein beschämtes Haupt, bekenne mich zu meinem Versagen, und gelobe für die nächste Woche mindestens 100 m. mehr!

Oh! Die Schande…!

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.

Di. Jubiläumslauf: Wilmshausen – Gronau – Hemsberg – Bensheim

1:17 h

11,7 km

Mi.

Do.

Fr.

Um die Melibokuskuppe

1:22 h

12,1 km

Sa.

So.

Ums Melibokusmassiv herum

1:45 h

16,1 km

Wochenlaufleistung 39,9 km

Den ersten Lauf dieser Woche (der zugleich der Ein-Jahr-Laufblog-Jubiläumslauf war) gibt´s ja noch in der wortreichen Laufblog-Vollversion, also sparen wir uns den an dieser Stelle, und gehen gleich zur zweiten Tour über:

Lauf #2, Freitag 4.7.08: Um die Melibokuskuppe (12,1 km)
Schönes Wetter, klarer Tag, spät gestartet und ohne feste Strecke einfach mal drauflos in den Wald, der angenem kühl aber schon etwas finster war.

Strecke: Von Jugenheim über die Jossastr. an den Wald, dort dann geradeaus das Darsbergtal hoch (Blaues B), nach 200 m. links hoch, über die Anhöhe am Merck´schen Wasserturm und schließlich den Pürschweg (SJ2) bis zur Melibokusstrasse hoch. Dort halblinks abwärts und in der ersten Serpentine geradeaus auf den unmarkierten Weg, der durch den Wald um die Kuppe herumführt (dort 5 Minuten um den atemberaubenden, unglaublich schönen Blick zu geniessen, die man hier über ein Stück gerodeten Hanf nach Süden und Westen hat – eine Aussicht, die der vom Gipfel in Nichts nachsteht, und das an einem unmarkierten Weg, an dem fast nie jemand vorbeikommt – ein echter Geheimtipp). Am Ende des Weges aufwärts über die gelbe 6 auf den Luci-Berg-Weg (weisser Balken)/Nibelungensteig (rotes N), den dann den Westhang runter (bergab ist das richtig schön) bis zur Kreuzung mit dem Comoder Weg, den überquert und direkt dahinter halblinks auf den unmarkierten Pfad, der durch steile und wildromantische Hohlwege bis runter in die Weinberge führt. Dort kurz rechts auf den Blütenweg (gelbes B), an der nächsten Wegscheide links und gleich wieder rechts, auf einen winzigen Trampelpfad, der durch ein steiles, verstecktes Seitental führt und schließlich in Zwingenberg an der Hohl rauskommt.
Die Hohl runter, rechts in die Obergasse, durch die schöne, abendlich-belebte Zwingenberger Altstadt mit ihren gut besuchten Strassenkneipen, am Eiscafé Dolomiti spontan ein leckeres, erfrischendes Eis genossen (dabei kleine Pause), dann die B3 entlang, nach ein paar Metern rechts auf den schmalen Fußweg zum Friedhof, über den Friedhof (Mütze an und gehend – auf Friedhöfen jogge ich nicht), am anderen Ende rechts, dann links und über Stuckertstr. und „Auf der Heide“ auf den Blütenweg (gelbes B), dem dann durch die Weinberge bis Alsbach gefolgt.
In Alsbach die übliche Nach-Hause-Strecke: Hochstr., Lindenstr., Am Katharinenberg, Jugenheimer Str., auf dem Blütenweg durchs Feld (herrlicher Sonnenuntergang) und schließlich nach Jugenheim rein.

Schöne abendliche Runde, hübsche Strecke, tolle Aussicht, gutes Eis.

Willkürliche Details der Tour:
– Linkes Bein gezickt: Ja
– Aussichten: 4
– Davon erstklassige Die-ist-ja-der-helle-Wahnsinn-Aussichten: 1
– Winzige, bisher unbekannte Schleichwege gelaufen: 2
– Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 20,33% (2,46 km von 12,1 km)
– Trinkpausen: 2
– Eispausen: 1
– Anzahl der Bällchen: 2 (Limette und Maracuja)
– Anzahl der beim Verzehr fast runtergefallenen Bällchen, die ich gerade noch mit der Hand
auffangen und wieder auf das Hörnchen pappen konnte: 1

Strecke: 12,1 km
Zeit: 1:22 h (= 8,85 km/h bzw. 6:47 min/km)
Karte:

Lauf #3, Sonntag 6.7.08: Ums Melibokusmassiv herum (16,1 km)
Die ersten zwei Läufe diese Woche kurz, also musste noch eine etwas längere Tour her, für die ich was Neues ausprobieren wollte: Einmal um das Melibokusmassiv rum – nicht oben am Berg, sondern den untenrum, am Fuß der Berge entlang. Hatte ich noch nie gemacht, außerdem noch gegen den Uhrzeigersinn, was sich irgendwie komisch anfühlte (mein Instinkt will immer erst gleich in die Hügel, um dann ggf. durchs Flachland zurückzulaufen, das hier war umgekehrt).
Wetter: Kühlschwülwolkig.

Strecke: Jugenheim auf dem Blütenweg (gelbes B) gen Alsbach verlassen, in Alsbach über Jugenheimer Str. und Hauptstr. runter an die Zwingenberger Str/Alte Bergstrasse, der dann bis Zwingenberg gefolgt und schließlich runter an die Darmstädter Str./B3.
Entlang der dann weiter nach Süden, hinter dem Bunten Löwen kurz in den Stadtpark an der alten Stadtmauer eingeschwenkt (war ich noch nie, ist nett), dann wieder an der B3 bis Auerbach.
Dort am Burggraf links, über Grafenstr. und Weidgasse runter an die Bachgasse, dann links hoch ins Mühltal (Bachgasse, dann Mühltalstr.), aus Auerbach raus und an der L3103 aufwärts bis Hochstädte (schönes Tal, angenehme Steigung, aber wieder mal kein Fuß/Radweg an der schmalen Strasse, nicht ideal).
In Hochstädten (auch immer wieder hübsch) weiter geradeaus, schließlich vor dem Fiesta links hoch und auf dem steilen Malchenweg raus aus dem Dorf und unter turmhohen, ominös grummelnden Gewitterwolken hoch in die schönen Bergwiesen, an der ersten Kreuzung der gelben 2 nach rechts gefolgt und am Waldrand in Richtung Landstrasse nach Balkhausen gelaufen.
Die wollte ich aber nicht nehmen, sondern lief stattdessen geradeaus einen unmarkierten Weg hoch, der schließlich an einem Gattertor endete.
Dahinter eine Bergweide in einem steilen Seitental, durch die eine Art Pseudopfad aufwärts führte.
Hmm. Na gut. Drüber geklettert, die Wiese hoch, gepeinigt von unglaublich penetranten Pferdefliegen, oben hörte der Pfad natürlich ganz auf: Ich stand in einem einsamen am Arsch der Welt, ohne Pfad, und das wohl auch noch auf Privatbesitz (Lieber Wiesenbesitzer: Sorry, hab´ mich verschätzt, aber ich habe nichts kaputt gemacht und keine Tiere erschreckt, ehrlich).
Mrrr.
Kurzentschlossen unter zwei Stacheldrahtzäunen durchgerobbt (wirklich gerobbt!) bis in den Wald am „Schlief“, einen sacksteilen unwegsamen Hang im Nirgenwohoch bis auf einen Höhenrücken, dem auf dem dann durch die Wildnis bis zum Höhenweg zwischen Balkhäuser Tal und Mühltal (SJ2/Weisser Balken), dem dann nach rechts gefolgt, auf der Brücke die L3103 überquert, dann nach links und auf der Hochstädter Str. (weisses V) bis runter an die Felsbergstr. in Balkhausen.
Links, abwärts durch Balkhausen, am Talhof auf die gelbe 3 gewechselt, am Rückhaltebecken entlang, direkt danach links und am alten Forsthaus vorbei wieder an die L3103, auf der durchs restliche Balkhäuser Tal bis Jugenheim und via Pauerweg zurück nach Hause.

Interessante Tour, schön verirrt, hübsche Stellen gesehen, und außerdem festgestellt, dass es mir relativ schwerfällt, vom Flachlandmodus in den Bergmodus zu wechseln.

Wirre Sorgen von unterwegs:
– „Oh je, hoffentlich überfährt mich hier keiner“ (auf der L3103 Auerbach-Hochstädten – war knapp, ist aber nix passiert)
– „Oh je, hoffentlich werd´ ich jetzt nicht vom Blitz erschlagen“ (Auf der offenen Anhöhe hinter Hochstädten unter den Gewitterwolken)
– „Oh je, hoffentlich wartet hier nicht irgendwo der Besitzer mit ´ner geladenen Schrotflinte auf Eindringlinge“ (Auf der Weide im Seitental)
– „Oh je, hoffentlich schlucke ich keine von diesen Ekelmücken“ (Dito)
– „Oh je, hoffentlich komm ich hier raus“ (Dito)
– „Oh je, hoffentlich pass ich unter dem Stacheldraht durch (Dito – und es waren sogar noch ein oder zwei Milimeter Luft…)
– „Oh je, hoffentlich hält mein linkes Knie durch, das knackt so komisch“ (hinter Balkhausen – es stellte sich dann raus, dass das Knacken nicht das Knie war, sondern der etwas zu lang gebundene Schnürsenkel, dessen Kappe bei jedem Schritt auf den Asphalt schlug… Ähem)
– „Oh je, ich mach´ mir heut´ ganz schön viele Sorgen…“

Willkürliche Details der Tour:
– Linkes Bein gezickt: Ja
– Aussichten: 1
– Davon erstklassige Die-ist-ja-der-helle-Wahnsinn-Aussichten: 0 (Wenn auch knapp – der
Ausblick vom SJ2 oberhalb von Balkhausen ist schon ziemlich nah dran)
– Auf dummdämliche Art und Weise verirrt: 1x
– Dabei Landfriedensbruch begangen: 1x
– Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 29,81% (4,6 km von 12,6 km)
– Trinkpausen: 3
– Durchquerte Orte: 6

Moment für die Ewigkeit: Matthias wälzt sich beim Unterqueren des Stacheldrahtes durch ein paar alte Pferdeäpfel – ich wette, Dieter Baumann ist sowas noch nie passiert…

Strecke: 16,1 km
Zeit: 1:45 h (= 9,2 km/h bzw. 6:31 min/km)
Karte:

M.

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4 Antworten to “Erweiterte Wochenübersicht: 2008 KW 27 (30.06. – 06.07.)”

  1. Gerd Says:

    Hi Matthias,
    Du bist ja auch mal sparsam mit deinen Worten….. 😉
    Kenn ich ja gar nicht. Ich muss meine Läufe aus dem Urlaub, viele waren es ja nicht, noch aufarbeiten. Ich denke spätestens Montag gibts ein paar Infos auf meinem Blog.
    Ich hoffe bei Dir ist alles on Ordnung!

    Gruß Gerd

  2. matbs Says:

    Hi Gerd,

    na, wieder zurück aus der Heide? War´s denn schön und erholsam? Ich hoffe, du hast beim Laufen wie besprochen vor dich hin gesungen. 😀

    Ich versuche im Moment lauf- und blogtechnisch einfach mal etwas kürzer zu treten, aber so richtig gut klappt das nicht: Die Hits per Day sind im Keller, der Wochenrückblick mit Kurzberichten hat deutlich weniger Leser als die normalen Einträge, und mein letzter Laufbericht (den ich morgen zusammen mit den anderen Kurzberichten dieser Woche posten will) ist schon wieder so lang geworden, dass ich auch einen eigenen Eintrag draus machen könnte.
    Hrrm…
    Aber wie sagte doch weiland der schottische Nationaldichter Robert Burns: „The best laid plans of mice and men oft go astray“…

    Aber sonst ist soweit alles ganz ok bei mir. 🙂


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  4. […] schönen Trampelpfad auf einem kleinen Höhenrücken runter auf den Comoder Weg. Hier war ich erst neulich abgebogen, und rechts runter durch einen schönen, steilen, unmarkierten Hohlweg in die Weinberge gelaufen. […]


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