Archive for Oktober, 2008

Frankenstein zu Halloween (12,7 km)

31. Oktober 2008

Manchmal kann einem sogar der Kalender helfen, um eine passende Laufstrecke zu finden.
Nehmen wir z.B. mal heute:
31. Oktober = Halloween!

Na sowas! Genau der richtige Tag, um mal wieder zur Burg Frankenstein bei Malchen/Eberstadt/Nieder-Beerbach hochzulaufen, die zweifelsohne einen der halloweenigsen Orte in ganz Deutschland darstellt.
Warum das so ist?
Oh, da gibt´s viele Gründe:
– Der Name: Frankenstein. Ganz ehrlich: Das klingt doch schon nach Boris Karloff oder Herman Munster, oder?
– Es ist eine alte Burg, auf einem hohen Berg, mitten im finsteren Wald. Fehlt eigentlich nur noch der Mob mit Fackeln und Mistgabeln, und die Kulisse für den vierziger-Jahre-Gruselschinken wäre perfekt.
– Hier findet jedes Jahr Ende Oktober ein Riesenhalloweenspektakel mit Event-Charakter statt (hab´s mir zwar noch nie angesehen, weil´s so ein bisschen rummelig klingt, aber hey…).
– Hat einen Sack voll Mythen und Legenden über Jungbrunnen, Geister, Lindwürmer und einen verrückten Wissenschaftler aufzuweisen (letzterer war zwar nicht wirklich irre, sondern ein ernsthafter Gelehrter, aber das hat der Mythenbildung offenbar keinen Abbruch getan)
– War angeblich/möglicherweise/wahrscheinlich (je nachdem, welche Quelle man konsultiert) eine wichtige Inspiration für Mary Shelleys „Frankenstein“.
– Liegt nur ein paar hundert Meter nördlich von Deutschlands zweitwichtigstem Hexentanzplatz auf dem Ilbeskopf (Nr. 1 ist natürlich der Brocken/Blocksberg im Harz), wo sich der Legende nach regelmässig Hexen und Zauberer von nah und fern treffen sollen, um Molchaugen und Krötentränen auszutauschen, nackt durch den Wald zu tanzen (ehrlich gesagt nicht besonders empfehlenswert bei der momentanen Witterung), und dem Herrn der Finsternis zu huldigen.
Zumindest haben sie das früher angeblich gemacht. Heute gibt´s ja das Internet für sowas… 😀

Soweit so gut. Fassen wir zusammen:
Die Burg Frankenstein ist total halloweenig und heute ist Halloween.
Daraus folgt: Heute lauf ´mer mal auf den Frankenstein.

Klang logisch, also machte ich das.

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Wettlauf: Matthias gegen die Nacht (10,3 km)

29. Oktober 2008

Für heute hatte ich mir wieder eine unkomplizierte, kurze Flachlandstrecke rausgesucht.
Von zuhause aus durchs südliche Bickenbach und über die A5, kurz westlich der Autobahn nach Norden, dann durch die bickenbacher Mitte zurück. ´N schneller Zehner, ohne große Erwartungen.

Und gerade als ich loslaufen wollte, hat dann der Robin angerufen.
Das ist an sich eine gute Sache, weil es immer nett ist, mit dem Robin zu telefonieren.
Heute haben wir z.B. über Bänderrisse geredet, und darüber dass Ebay total blöd sein kann, und dass wir letzte Woche VW-Aktien hätten kaufen müssen, und über den neuen Hellboy-Film, und wie es wäre in einer 16 000 m² großen Fabrikhalle zu wohnen, und wo die Netheresen ihren Müll abladen, und dass die verflixten Nordkoreaner ihre neulich angekündigte Erklärung immer noch nicht abgelassen haben und wir deshalb weiterhin nicht wissen, ob Kim-Jong-Il jetzt tot ist oder nicht (wir hoffen natürlich alle das Beste… 😉 ), und über noch so Einiges mehr.
Das Problem ist, dass es immer ein bisschen dauert, mit dem Robin zu telefonieren.
Heute z.B. 48 Minuten und 32 Sekunden (laut meinem Telefon-Display. Das ist da immer sehr penibel).
Und als alles abgeklärt war, war´s auf einmal schon fünf vor fünf. Nachmittags.
Sonnenuntergang heute übrigens um 17:06.

Hrm. Nicht mehr viel Licht zum Laufen da.
Und im Dunkeln lauf´ ich nicht gerne, da verletzt man sich nur.
Wetter war auch beschissen, ganz kalt und trüb und mies und feucht und windig.

Hpfffffhhhhtjaaaaaa, vielleicht sollte ich es da heute doch mal ausfallen lassen, so ganz ausnahmsweise, weil halt und überhaupt so irgendwie… ?

ACH WAS! UNSINN!!!
Schließlich schon Mittwoch, und noch kein Lauf diese Woche, da kann man nicht kneifen!
Spät dran – Na und?
Würde ich halt einfach ein bisschen schneller laufen, um vor Einbruch der Nacht wieder daheim zu sein.

Das hab´ ich dann auch gemacht.

Der Laufblog präsentiert:
DAS GROSSE RENNEN – MATTHIAS GEGEN DIE NACHT!!!!!
Moderiert von Bob und Harry, dem fiktiven Team sportreporternder Dummschwätzer direkt aus meinem Kopf:

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Wochenübersicht: 2008 KW 43 (20.10. – 26.10.)

26. Oktober 2008
Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.

Di.

Mi. Schnell und flach und irgendwie geschmacksneutral zwischen Bickenbach und Hähnlein

0:54

10,6 km

Do.

Untere Höhenlagen hinter Alsbach

1:15 h

12,6 km

Fr.

Sa. Hoch in die Berge: Jugenheim – Neutsch

1:10 h

11,5 km

So. Unterste Höhenlagen hinter Jugenheim und Alsbach

0:42 h

6,7 km

Wochenlaufleistung 41,4 km

M.

Unterste Höhenlagen hinter Jugenheim und Alsbach (6,7 km)

26. Oktober 2008

Anscheinend war meine schlechte Tagesform von gestern kein isoliertes Phänomen: Heute war ich sogar schon vor dem Laufen total matt, abgespannt und unfit – fühlt sich ein bisschen so an, als wäre mein Körper damit beschäftigt, eine Erkältung zu unterdrücken. Scheint zwar halbwegs zu klappen, aber müde macht´s trotzdem.
Wetter war ebenfalls mies, trüb und feucht und stürmisch (immerhin nicht richtig kalt), da hätte ich am liebsten ganz aufs Laufen verzichtet.

Andererseits fehlten aber nur noch etwas mehr als 5 km zum erreichen des Wochensolls, und ausserdem musste ich eh noch mal mit dem Hund raus, also raffte ich mich dann gegen 16:00 (gestern wäre das noch 17:00 gewesen. Blöde Zeitumstellung!) doch noch zu einer kleinen Tour auf. Nichts Langes. Nur mal schnell zwei oder drei Täler hinter Jugenheim und Alsbach halb hoch und wieder runter, praktisch das Pendant zu den „unteren Höhenlagen“ vom Donnerstag, nur noch weiter unten am Berg – das reicht für 5 oder 6 km, und man hat nie das Gefühl, weit weg von zuhause zu sein, das war heute mal ganz gut…

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Hoch in die Berge: Jugenheim – Neutsch (11,5 km)

25. Oktober 2008

Samstag.

Schöner Herbsttag, mit viel Sonne und frischer Luft und blauem Himmel und so.
(wenn auch mit ohne Fernsicht, weil so diesig – man kann halt nicht immer alles haben…)

Und auch noch der letzte Tag vor der Umstellung auf die nervige Winterzeit, die das Joggen zu normalen Tageszeiten unmöglich macht, weil´s plötzlich schon kurz nach dem Mittagessen dunkel wird.

Da muss man ja einfach laufen gehen, oder?

Und am Besten was Schönes – nicht wieder irgendwo in den ollen Hügeln hinterm Haus rumeiern oder aus Verlegenheit irgendeine schon X-mal absolvierte Rübenäckerroute runterreissen, nee, nee, nee.
An so einem Tag läuft man in den Odenwald!
(zumindest wenn man in der Nähe wohnt. Läufern in Rostock, Dubrovnik oder Kuala Lumpur sei es hiermit verziehen, falls sie´s heute nicht in den Odenwald geschafft haben… 😀 ).

Da traf sich´s gut, dass sich für heute Abend die Gelegenheit zu einer One-Way-Tour nach dem klassischen Erfolgsmodell „Loslaufen – Anderswo Ankommen – Sich Dort Zum Abendessen Einladen Lassen – Danach Heimgefahren Werden“ bot, die nahm ich natürlich sofort wahr.

Entsprechend sah der Plan für heute wie folgt aus: Von Jugenheim starten, bis Seeheim Laufen, dann ostwärts in die Berge abknicken, am nordende des Frankenstein-Massivs entlang, durchs idyllische Beerbachtal, hoch auf die herrliche Neutscher Höhe und schließlich ins pittoresk-abgelegene Höhendörfchen Neutsch. Nicht zu weit, aber anspruchsvoll, weil´s tendenziell nur berghoch geht – so wie ich´s mag! 🙂

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Untere Höhenlagen hinter Alsbach (12,6 km)

23. Oktober 2008

Ach je. Ich glaub´ ich hab´ im Moment mal wieder eine akute Phase von „Streckenfindungsblues“:
Auch heute wollte mir partout keine Laufroute in der Nähe einfallen, auf die ich Lust hatte – und das, obwohl schönes, sonniges Wetter war.
Schon wieder Pürschweg? Pffff….
Hinter in die Odenwaldwaldtäler? Naaa, da ist die Sonne so früh weg.
Runter ins Flachland? War ich doch gerade erst gewesen.

Aber weiter weg konnte/wollte ich heute auch nicht, also schob´ ich´s halt den ganzen Mittag vor mir her, guckte zwischendurch mal halbherzig im Archiv, fand aber nix, das machte mich dann noch unlustiger…
Hrm.
Und auf einmal war´s kurz nach fünf, und damit nur noch eine Stunde bis Sonnenuntergang.
Also lief ich halt mal wieder einfach irgendwie los, ohne Plan/Ziel/besondere Erwartung, bloss um überhaupt loszukommen.

Hoch in den Wald, auf dem Burgenweg (blaues B) das Darsbergtal hinauf. Im schattigen Talgrund war´s schon erbärmlich kalt, da bereute ich fast, ohne Handschuhe und Nackenwärmer gestartet zu sein.
Aber nett war´s trotzdem: Frische Luft, buntes Laub, herausfordernde Steigung… so langsam verging meine Unlust ein bisschen.

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Schnell und flach und irgendwie geschmacksneutral zwischen Bickenbach und Hähnlein (10,6 km)

22. Oktober 2008

Weil der letzte Eintrag wieder mal ellenlang geworden ist, machen wir´s heute mal kürzer:

Wetter: Grau, kalt, feucht
Lust auf Streckenplanung: Wenig
Lust aufs Laufen: Auch nicht so viel

Musste heute aber mal wieder sein, also kramte ich der Einfachheit halber mal wieder ´ne alte Route vor, nämlich den Zehner durchs Flachland zwischen Bickenbach und Hähnlein. Nicht doll, aber unkompliziert, weil in erster Linie aus ewig langen und äußerst reizarmen Geraden bestehend – die lässt sich bestens mit abgeschaltetem Hirn absolvieren – einfach los, per Autopilot die wenigen einfachen Kurven bewältigen und irgendwann ist man wieder da.

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Wochenübersicht: 2008 KW 42 (13.10. – 19.10.)

19. Oktober 2008

Diese Woche nur drei Läufe, aber trotzdem das Wochenziel erreicht.
Wir lernen: There´s more than one way to skin a cat. 😀

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.

Di.

Mi. Darmstädter Westen

0:58 h

11,4 km

Do.

Fr.

Jägersburger Wald und Weschnitzufer

1:29 h

15,3 km

Sa. Weinberge zwischen Bensheim und Heppenheim – mit Fotos

1:32 h

15,7 km

So.

Wochenlaufleistung 42,4 km

M.

Weinberge zwischen Bensheim und Heppenheim – mit Fotos (15,7 km)

18. Oktober 2008

So!
Unglaublich aber wahr: Ich hab´s in die Weinberge geschafft!
Hat ja lange genug gedauert, aber ich wollte ja auch unbedingt das perfekte Wetter abwarten. Das war zwar heute auch nicht so ganz da, weils etwas zu diesig war, aber da ansonsten herrlich sonnig-idyllisch-goldenes Oktoberwetter herrschte, hab´ ich mir dann doch einen Ruck gegeben und mich auf den Weg gemacht (schließlich hält der Herbst ja auch nicht ewig, also lieber jetzt als nie!).

Wie´s war?
Na was denkt ihr, wie´s war?
Super natürlich!!!
Total tolle Landschaft und wunderbar herbstgelbe Weinberge und Hügel und ein bisschen Aussicht und der Odenwald und die Bergstrasse und coole Steigungen und ich hab ein Schaf getroffen aber die Türme waren beide zu und dann hab´ ich mich in den Weinbergen verrirrt und dann musste ich einen Riesenumweg laufen und deshalb war ich dann zu spät und am Ende war ich dann im Flachland und es war zu lang und da hatte ich dann keine Lust mehr nämlich weils dann auch kalt und dunkel geworden ist aber irgendwann wars dann doch auch irgendwan zu Ende und irgendwie doch total schön.
Ende.

Wie, das reicht nicht? Ich wollt´s ausführlicher? Und nicht in einem Satz? Und die versprochenen tollen Fotos wollt ihr auch sehen?

Ach, na gut, von mir aus… 😀

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Jägersburger Wald und Weschnitzufer (15,3 km)

17. Oktober 2008

Ach verflixt! Gestern hätte ich laufen müssen, aber es hat den ganzen Tag in Strömen geregnet, deshalb hab´ ich verzichtet.
Entsprechend mager sah dann heute auch meine bisherige Wochenbilanz aus: Schon Freitag, und erst ein Lauf mit gerade mal 11,4 km – da würde ich mich ranhalten müssen, wenn ich mein obligatorisches Wochenminimalziel von 40 km noch erreichen wollte.
Im Klartext: Entweder jeweils heute, morgen und übermorgen einen Lauf um die 10 km, oder nur noch zwei Touren, aber dafür länger.

Ich entschied mich für Variante 2. Heute war der Oktober nämlich mal wieder wunderschön (fast schön genug für die Weinberge. Fast, aber nicht ganz… 😀 ), mit kalter, klarer Luft, blauem Himmel und viel Sonnenschein, da hatte ich richtig Lust auf eine etwas längere Tour.
Zielgebiet war auch schnell gefunden, denn ich hatte noch eine schöne 15er-Flachlandstrecke im Ried in Petto, durch den südlichen Jägersburger Wald bis Einhausen, ewig lange das Weschnitzufer runter, dann via Jägerhof und Jägersburg zurück. Wollte ich eigentlich ja schon mal vor drei Wochen laufen, hatte sie dann aber aufgrund gewisser äußerer Faktoren zugunsten eines masochistischen Hochtempo-Zehners hintenangestellt.
Heut war mir nicht nach Masochismus, da konnte ich die gut nachholen… 😉

Start auf dem Parkplatz Küchengarten an der L3261 zwischen Langwaden und Jägersburg, mittendrin im herbstlich-lichten Jägersburger Wald. Hier war´s schon richtig kühl, so 8°, aber die Luft war auch wunderbar frisch, klar und kalt und mit einem herrlichen, leicht scharfen Herbstaroma.
Mag ich.

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