Unterste Höhenlagen hinter Jugenheim und Alsbach (6,7 km)

26. Oktober 2008

Anscheinend war meine schlechte Tagesform von gestern kein isoliertes Phänomen: Heute war ich sogar schon vor dem Laufen total matt, abgespannt und unfit – fühlt sich ein bisschen so an, als wäre mein Körper damit beschäftigt, eine Erkältung zu unterdrücken. Scheint zwar halbwegs zu klappen, aber müde macht´s trotzdem.
Wetter war ebenfalls mies, trüb und feucht und stürmisch (immerhin nicht richtig kalt), da hätte ich am liebsten ganz aufs Laufen verzichtet.

Andererseits fehlten aber nur noch etwas mehr als 5 km zum erreichen des Wochensolls, und ausserdem musste ich eh noch mal mit dem Hund raus, also raffte ich mich dann gegen 16:00 (gestern wäre das noch 17:00 gewesen. Blöde Zeitumstellung!) doch noch zu einer kleinen Tour auf. Nichts Langes. Nur mal schnell zwei oder drei Täler hinter Jugenheim und Alsbach halb hoch und wieder runter, praktisch das Pendant zu den „unteren Höhenlagen“ vom Donnerstag, nur noch weiter unten am Berg – das reicht für 5 oder 6 km, und man hat nie das Gefühl, weit weg von zuhause zu sein, das war heute mal ganz gut…


Lief alles andere als doll. Schon der erste Aufstieg auf dem Burgenweg das Darsbergtal hoch war unendlich anstrengend. Beine, Atmung, Kopf, alle rebellierten fröhlich vor sich hin, nicht genug um´s unmöglich zu machen, aber so, dass es richtig richtig unangenehm war.
Lediglich der Hund rebellierte nicht, der lief freudig vorneweg und musste entsprechend regelmässig warten, bis ich hinterher gelahmt war (was mir jeweils ein paar ungeduldige „Na komm schon, beeil´ dich du Flasche“-Blicke einbrachte. Blöde Töle, soll erst mal in mein Alter kommen, dann sehen wir weiter…).

Nach 650 m. rechts aus dem Darsbergtal ab, auf den unmarkierten Weg, der auf halber Höhe unterhalb des Jossawegs um die Jossa führt und im Hasselbachtal endet.
An schönen Tage ist es hier gegen Abend immer ganz hübsch, weil die Sonne dann durch die Bäume voll auf den Westhang scheint. Aber heute war´s ja nur trüb. Und ich hätte eh keine Kraft gehabt, um mir über so´n Gedöns wie „Abendsonne in den Wipfeln“ Gedanken zu machen. War viel zu sehr mit „Schwäche in den Beinen“ beschäftigt.
Meh.
Aber immerhin erstmal keine Steigung mehr: Der Weg schlängelt sich etwas über einen Kilometer am Hang um den Bergvorsprung herum, durchquert mittendrin das kleine Tal oberhalb vom Eierbuckel, und führt dann abwärts ins tiefe, fast schon etwas schluchtartige Hasselbachtal, wo er in einen kleinen Trampelpfad am nördlichen Bachufer endet. Hier links, am Bach entlang auf dem Trampelfpad das Tal hoch.
Sumpfig, laubig, und halbwegs steil. Aber halbwegs reichte ja heute auch. Ächz. Nach ein paar hundert Metern endet der Pfad am Hasselbachweg (gelbe 6), der ist breiter und nicht mehr sumpfig, aber weiterhin halbwegs steil.
Den lief bzw. kroch (anders kann man das Tempo kaum nennen) ich dann weiter aufwärts, bis zur Talsohle unterhalb des Jossawegs, wo er auf die andere Seite des Tals wechselt und dann wieder etwas abwärts führt. Gottseidank.

Nach 300 m. um den nächsten Bergvorsprung, der das Hasselbachtal vom Sperbergrundtal trennt. Direkt vorne in der Kurve geht hier ein weiterer unmarkierter und etwas holpriger Trampelpfad ab, der auf dem Kamm zwischen den Tälern geradwegs nach Westen führt. Den nahmen wir.
600 m. leicht abwärts, über der Klippe des alten Steinbruchs im Sperbergrund bis zur Hütte auf dem Katharinenberg, dort dann geradeaus steil den Hang runter (gehend, denn das Stück ist so steil und geröllig, dass Joggen beinahe schon suizidal ist), auf den oberen Trampelpfad, der zurück ins Hasselbachtal führt (Markierung: Gelbe 5), und in den Hauptweg an der südlichen Talwand mündet.

Uff. Eigentlich hatte mir das bis hierher schon gereicht: Nassgeschwitzt, schwer atmend (nach mehr als einem km bergab!), unlustig – am liebsten wäre ich von hier aus heim. Aber die Uhr zeigte weniger als eine halbe Stunde Laufzeit an, das reichte noch nicht, bei dem Tempo, das ich bisher draufgehabt hatte. Und der dormelige Nemo strotzte nur so vor Energie und Tatendrang.

Ach, na gut, dann eben noch ´n bissken was weiter…

Kurz den Hauptweg runter, Richtung Talausgang, dann aber gleich wieder halblinks und leicht aufwärts, und direkt unterhalb des Weges, den ich eben gerade genommen hatte, nach Süden, um den Katharinenberg auf den Parkplatz Sperbergrund (Burgenweg und Alemmannenweg) am Alsbacher Ortsende.
Dort links, immer noch Burgen- und Alemannenweg, vorbei an der Kneipp-Anlage (wo eine Gruppe leicht orientalisch aussehender Männer um das Kneipp-Becken rumstand und möglicherweise betete – das war leicht seltsam) und wieder in den Wald, kurz das Sperbergrund-Tal hoch (aaaaargh, aaaaanstrengend), und schließlich noch um den nächsten Bergvorsprung rum, am Wasserhäuschen im Hang vorbei und wieder runter, ins Tal oberhalb des Görschel.

Da war dann aber auch gut! Deshalb rechts. Das steile Tal runter, an der Grillanlage im Görschel vorbei, dann hinter dem Hirschpark nach Alsbach rein, auf die Lindenstr.
Über ´ne halbe Stunde unterwegs und noch ´n paar Minuten bis Jugenheim, das sollte reichen.
Folgerichtig: Hund an die Leine und heimwärts.
Rechts die Lindenstr. runter, dann geradeaus weiter durch die Strasse „Am Katharinenberg“. Im Wendehammer am Ende des Katharinenbergs in einem kurzen Anfall von Umnachtung nicht links (bergab) runter auf die Jugenheimer Str., sondern stattdessen rechts (bergauf), auf dem kleinen Trampelpfad in den Brückenweg außerhalb von Alsbach.
Ist nicht lang, ist nicht steil, aber heute kam´s mir vor als wär´ er beides.
Urk!

Oben angekommen links bis zum Hasselbachweg. Hatte kurz überlegt, hier noch mal hoch in den Wald zu laufen, aber da war nix mehr zu wollen. Stattdessen abwärts, den gepflasterten Weg runter bis zum Alsbacher Nordende, dort dann auf dem Blütenweg durchs Feld nach hause.
Ende.

Net so doll, trotz Wochensoll.

Strecke: 6,7 km
Zeit: 0:42 h (= 9,57 km/h bzw. 6:15 min/km)
Karte:

M.

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5 Antworten to “Unterste Höhenlagen hinter Jugenheim und Alsbach (6,7 km)”

  1. XYZ Says:

    Schon mal was von Biorhythmus gehört? Könnte manchmal auch eine Erklärung sein, gerade wenn der Organismus noch zusätzlich mit irgendwelchen anderen Plagen beschäftigt ist.
    http://www.guidoehm.de/r/biorechner.php
    Mer muß holt schunn dro glawe!!
    Gute Besserung!!!

  2. Gerd Says:

    Ich bin mir nicht sicher ab Matthias einen errechenbaren Biorhythmus hat. 😉
    Wer so gerne bergauf läuft hat besondere Eigenschaften. Die passen in keine Schublade. 😆

  3. XYZ Says:

    Hatte ganz vergessen deine Biorhythmus Analyse für den 26.10.08 zu hinterlassen:
    Körper regenerativ, Tendenz fallend, die Kräfte regenerieren sich, keine Gewaltakte, Ruhe gönnen!!!!!
    Basst, gelle?

  4. XYZ Says:

    Ajoo, mer muß dro glawe. Unn Schublädscher sinn sou bragdisch!!

  5. matbs Says:

    Ach, der Biorhythmus, ich weiss ja nicht… 😉


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