Laaangsam über Darsberg und Heiligenberg (9,4 km)

4. November 2008

Tja, was ich beim letzten Eintrag so ein bisschen befürchtet hatte, ist tatsächlich eingetreten: Der Lauf von Sonntag hat Spuren hinterlassen.
Nicht der anstrengende Anstieg auf den Melibokus, den hab´ ich ganz gut weggesteckt.
Aber die halbe Stunde Abstieg danach, klatschnassgeschwitzt im eisigsten Nordwind, die war nicht so gut, da hab´ ich mich anscheinend ziemlich verkühlt.
Vor allem den Nacken (der ist sowieso meine Achillesferse, zumindest wenn´s ums Verkühlen geht), der war danach ganz steif und unbeweglich.
Und wenn ich mit steifem und unbeweglichen Nacken länger arbeite/lese, dann wirkt sich das auf die gesamt Körperhaltung aus.
Ergebnis: Seit gestern total verspannt, ziemliche Rückenschmerzen, daraus resultierend auch etwas Kopfweh.
Nicht ideal zum Laufen.

Aber es war recht warm heute, und eigentlich ganz freundlich (bis mittag war´s sogar ein wunderschöner Herbsttag, aber dann hat sich´s zugezogen), also bin ich gegen Abend doch noch mal aufgebrochen.
Gut eingepackt (vor allem den Nacken), noch schnell den Nemo geschnappt (weil´s nicht so weit werden würde), und einfach drauflos in den Wald.

Zum ersten Mal seit Langem ganz ganz langsam. Normalerweise laufe ich ja immer gerne mit etwas höherer „Drehzahl“, heute hab´ ich mich bewusst zurückgenommen, weil ich nicht so fit war.

Und wisst ihr was?
Das war beängstigend entspannt.


Die Steigung durchs untere Darsbergtal bis zum merckschen Wasserturm?
Pillepalle!

Der kontinuierlich lange Aufstieg auf dem Pürschweg (SJ2) bis zur Darsberghütte?
Da bin ich nicht mal richtig ins Schwitzen gekommen (aber dafür hat´s auch ein paar Minuten mehr gebraucht als sonst).

Und danach ging´s ja auch schon wieder bergab: Hinter der Darsberghütte kurz auf die Kattenberger Schneise, dann den steilen, schmalen Kisselsgrundweg (gelbe 7) links den Abhang runter (dichtes Laub, da muss man aufpassen, dass man nicht stolpert oder umknickt), dann durch das weite Tal oberhalb des Kisselsgrunds auf den Melibokusweg, und der gelben 7 lange abwärts bis runter zum ins Balkhäuser Tal gefolgt. Wie gesagt, total entspannt, der Hund hielt auch gut mit, alles lächerlich easy (bis auf die Rückenschmerzen, die waren immer noch da).

Hund an die Leine, über die L3100 auf den Parkplatz Talhof, am Parkplatzende über die Quaddelbach (oder den Quaddelbach, wenn wir bei Hochdeutsch bleiben wollen… 😉 ) und die alte Asphaltstrasse am Talhof vorbei bergauf in Richtung Kaiserbuche (gelbe 5/gelbe 6).
Normalerweise ist die recht anstrengend, im Schneckentempo allerdings kein Problem, als wir oben auf dem Bergrücken hinter bei der Kaiserbuche waren, hatte ich sogar noch Atem übrig, deswegen lief ich links auf den Weg SJ2, der noch ein ganzes Stück weiter bergauf geht, bevor er dann auf halber Höhe am Nordhang um den Marienberg bis zum Waldrand oberhalb vom Schloss Heiligenberg führt.

Dort dann den Hund an die Leine, abwärts zum Schloss, und auf der Fahrstrasse runter nach Jugenheim, links die Hauptsrasse runter, und schließlich über Pauerweg, Hicklerweg und Merckstr. zurück nach Hause.

Tja, und das war´s auch schon. Nix passiert, und ehrlich gesagt etwas zu mühelos für einen anständigen Berglauf – nächstesmal muss ich wieder mehr Tempo machen, sonst tut das einfach nicht genug weh… 😉
Immerhin: Dem Hund hat´s Spass gemacht, und ich war die Rückenschmerzen losge… ach nein, stimmt ja gar nicht, die Rückenschmerzen hatte ich immer noch.
Aber dem Hund hat´s Spass gemacht.

Strecke: 9,4 km
Zeit: 1:03 h (= 8,95 km/h bzw. 6:42 min/km – laaaaaaaaaahm!!!!)
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke (ja, da gab´s tatsächlich ein bisschen was): 4,15% (0,39 km von 9,4 km)
Karte:
darsberg-heiligenberg

M.

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3 Antworten to “Laaangsam über Darsberg und Heiligenberg (9,4 km)”

  1. Gerd Says:

    Matthias hat die Langsamkeit entdeckt! 😆
    Herrlich entspannend so ein Lauf, oder? Wenn Du jetzt noch die Strecke verdreifachst, weisst Du wie ich mir einen schönen, langsamen Lauf vorstelle. 😉
    Für den Hund wär´s natürlich nichts. 😉

  2. matbs Says:

    Na ja, sagen wir lieber „wiederentdeckt“, denn ich kenne die Langsamkeit ja noch von früher… 😉

    Aber im Moment fühlt es sich irgendwie richtiger an, etwas näher am Limit zu laufen – um Dampf abzulassen, Stress abzubauen, mich richtig rauszufordern, und vielleicht auch ein bisschen zu quälen. Passt einfach mehr zu meiner Gemütslage dieses Jahr.

    Letztes Jahr war langsam und weit.
    Dieses Jahr war schnell und kurz.
    Vielleicht wird nächstes Jahr ja schnell und weit… 🙂


  3. […] Laaangsam über Darsberg und Heiligenberg (9,4 km) […]


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