Halbverirrt im ersten Schnee: Beedenkirchen – Brandau – Lautern (12 km)

23. November 2008

Schon komisch: Normalerweise (und ein kurzer Blick in die Laufblog-Archive wird das bestätigen) mag ich trübe, graue, tief hängende Wolken ja nicht besonders.
Aber sobald Schneeflocken aus ihnen rausfallen bin ich hin und weg.
Ich liebe die Atmosphäre von Schneefall, den Geruch von Neuschnee, und die stille, gedämpfte Stimmung, die entsteht, wenn die Flocken erdwärts tanzen und dort bereits auf eine Schicht jungfräulich frischen Schnee treffen.
Mag ich.

Heute war´s so weit: Der erste Schnee des Winters.
Nur ganz wenig, ein paar einsame, winzige Flöckchen, die im lebhaften Wind aus den grauen Wolken schneiten – nicht wirklich ein Wintereinbruch (der sollte erst heute Abend kommen und mehrere Zentimeter Neuschnee mitbringen, die immerhin ein paar Stunden halten würden – aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht), aber genug, um meine Lust auf den Winter zu entfachen: Heute wollte ich im Schnee laufen.
Dumm nur, dass der nicht liegen bleiben wollte.
War einfach noch ein bisschen zu warm hier unten am Fuß der Bergstrasse, entsprechend schmolzen die Flöckchen schneller weg, als sie nachschneien konnten.
Also entschied ich mich, es einfach im Odenwald zu probieren – oben in den Bergen ist es meistens ein paar Grad kälter, entsprechend kann da ´ne ganze Menge Schnee liegenbleiben, selbst wenn´s unten in der Ebene schneefrei ist.

Schnell eine nette Route mit viel neuer Strecke im Modautal rausgesucht (das erwies sich als verflixt schwierig, weil ich da inzwischen die allermeisten größeren Wege schon abgelaufen bin, aber schließlich kriegte ich doch noch eine passable Tour über die hinterletzten Wald- und Wiesenpfädchen zwischen Beedenkirchen und Brandau hin – mir fehlten ja nur noch 6 km bis zum Wochenziel, entsprechend musste es nicht lang sein), dick angezogen (1,5° Celsius in Jugenheim, das bedeutet i.d.R., dass es im Odenwald unter Null ist), und am frühen Nachmittag in die Berge hochgefahren.


Und zwar ins hübschen Dörfchen Beedenkirchen hinter dem Felsberg. Hier oben war´s tatsächlich saukalt (-1°, dazu ein eisigkalter Wind), und es lag tatsächlich ein bisschen Schnee – keine geschlossene Decke, aber immerhin war die Landschaft ordentlich mit hübschen weissen Stellen gezuckert, das musste für heute reichen.
Start in der Schlössergasse. Auto abgestellt, Jacke bis oben zu, Nackenschutz um den Hals, Stirnband umgeschnallt, Handschuhe an, und los, raus in die grauweisswindigige Nachmittagskälte.
Und gleich mal richtig bergauf, die Schlössergasse hoch aus Beedenkirchen raus, dann den Betonweg an der Bergflanke hoch in Richtung Kuralpe.
Das Stück bin ich ja inzwischen schon einige Male gelaufen, aber es überrascht mich jedesmal aufs Neue, wie unglaublich steil es ist. Brutal, das war selbst in meinem ausgeruhten Zustand unheimlich anstrengend (brachte mich aber wenigstens auch gleich auf die nötige Betriebstemperatur… ;).

Nach ca. 500 Metern (puuuh!) erreichte ich das Ende des schlimmen Teils und bog scharf rechts ab, auf einen unmarkierten aber hübschen Asphalt(?)Weg, der zwischen den leicht verschneiten Wiesen am Oälsch (kein Schreibfehler, die Anhöhe heisst tatsächlich so) oberhalb von Beedenkirchen nach Osten führt. Hübsches Stück, am Hang langsam wieder bergab, eingefasst von Bäumen (die dem furchtbar kalten Wind ein bisschen die Schärfe nahmen) rechts unten das Dorf in einer Taldelle, links schöne, weite Wiesen, auf denen einen Herde massiger Limousin-Rinder weidete, die den Wind und die Kälte mit stoischer Gelassenheit ertrugen. Zähe Burschen.

Nach fast einem Kilometer sanften Bergablaufens hatte ich die Höhenmeter, die ich gerade erst im Schweisse meines Angesichts hochgeschnauft war, wieder verloren und erreichte die L3101 zwischen Schmal-Beerbach/Wurzelbach und Beedenkirchen.
Die überquerte ich und lief weiter geradeaus nach Osten. Erstmal mehr angeschneite Wiesen, in einer Bodendelle südlich von Allertshofen, die man von den Durchgangsstrassen zwar bestens sehen kann, aber deren Existenz ich irgendwie noch nie bewusst zur Kenntnis genommen hatte – einer von diesen weissen Flecken auf der Karte im Kopf, deren Existenz man erst bemerkt, wenn man sie ausgefüllt hat – interessant.
Der Untergrund wurde hier allerdings deutlich schlechter: Halb gefrorener/halb matschiger Wirtschaftsweg zwischen den Weiden, aufgewühlt von schweren Traktorreifen und voller angeeister Pfützen, da musste man schon etwas aufpassen, nicht auszurutschen.

Der Weg ging erst noch ein wenig bergab, dann wieder bergauf, an Weidezäunen und einem versteckten Weiher vorbei, und knickte dann scharf nach rechts in den Wald ab (der gehörte auch noch zu dem eben beschrieben „Weissen Fleck“ und war mit seinen Findlingen und im Wind knarrenden Fichten am Hang sehr nett), machte dort einen Bogen um eine kleine Kuppe, und führte dann wieder hinaus in die Weiden, bevor er schließlich endgültig in den Wald am Hasenberg abknickte.

Wie gesagt: Ich hatte mir heute ja extra eine Route auf obskuren Nebenwegen rausgesucht, und hier machte sich das endgültig bemerkbar – kein bequemer, gepflegter Wander- oder Spazierweg hoch in den Wald, sondern eine unebene Piste zwischen den dichten Bäumen am Hang, auf die sich ansonsten wahrscheinlich fast nie jemand verrirt. Kniehohe Laubschicht mit etwas Schnee drauf, darunter furchen voller Schlamm und spitze Steine, dazu kaum zu erkennen – ich musste alle paar Meter Anhalten (das wurde sofort eisig kalt) und mich orientieren, um den Unterschied zwischen „Weg“ und Waldboden auszumachen.

Ging aber irgendwie, nach ca. 300 m. stiess ich auf den etwas besseren Lokalweg M1 zwischen Allertshofen und Brandau, dem ich nach rechts aus dem Wald hinaus folgte. Am Waldrand links, ein kleines Stück aufwärts (mehr angeschneite Weiden und halbgefrorene Äcker), dann runter auf einen guten, asphaltierten Wirtschaftsweg, der parallel zur L3099 nach Süden führt.
Gut zu laufen, aber im offenen Gelände, da gab´s keinen Schutz mehr vor dem gnadenlosen Wind, der mich mit brutaler Kälte innerhalb kürzester Zeit in einen Eiszapfen zu verwandeln drohte.
Schlimmer noch: Als ich zwischendurch kurz meinen Streckenplan aus der Jackentasche fischte, um mich zu orientieren, riss er ihn mir unvermittelt aus den doppelt gefühllosen Fingern (Kälte UND Handschuhe, das ist nicht ideal für die Fingerfertigkeit) und wehte ihn weg.
Mir blieb nichts anderes übrig, als ihm hinterher zu glotzen, wie er über die weiten, einsamen Stoppeläcker tanzte und sich schließlich irgendwo in der Entfernung verlor.
Na super!
Von jetzt an nicht mehr nur verforen, sondern auch planlos, und das auf einigen der kleinsten, miesesten und obskursten Pfade, die die Gegend zu bieten hat – da konnte ja heiter werden…

Zuerst mal war´s aber kein Problem: Ich folgte dem Wirtschaftsweg bis runter an die Landstrasse (K69), und lief an der entlang nach Brandau rein, das heute ein bisschen grau und verlassen daher kam, zugleich aber wunderbar windgeschütz war – eine echte Wohltat, da fing man nach ein paar Metern sogar wieder an, seine eisigen Beine zu spüren…

Ein Stück geradeaus die Odenwaldstr. hoch, dann rechts die Hechlergasse rauf – netter kleiner Anstieg den Hügel hoch, vorbei an Fachwerkhäusern und drei Kindern mit einem Mops (bei dessen Anblick mir spontan Loriot in den Sinn kam: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“. Was natürlich fast richtig ist, auch wenn sich der gute Herr von Bühlow in der Hunderasse geirrt hat. Es muss natürlich „Ein Leben ohne Terrier“ heissen… 😀 ).
Oben angekommen links und weiter die Hechlergasse entlang, bis zum südlichen Ortsausgang oberhalb der L3099, dort dann wieder raus in die Wiesen westlich des Dorfes.

Ab hier wurde es spannend – der Plan hatte vorgesehen dass ich mich auf irgendwelchen winzigen, fast vergessenen Feld- und Wiesenrainpfaden über die sanften Hügel des offenen Hochplateaus zurück nach Beedenkirchen durschlage. Aber dummerweise wehte der Plan ja irgendwo weit weg durch den Odenwald und war damit nicht mehr konsultierbar. Also musste ich es aus dem Kopf versuchen.
Zuerst klappte das ganz gut: Ich lief aus einem Asphaltweg in westlicher Richtung aus Brandau raus auf eine kleine Anhöhe, wandte mich kurz nach rechts, und bog dann links ab, auf einen winzigen Pfad zwischen den Wiesen und Stoppelfeldern. Dann einen steilen aber kurzen Buckel hoch, auf der anderen Seite dann irgendwie westwärts – soweit war ich auf Kurs.

Das Hauptproblem war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr die Navigation, sondern der Wind: Bisher hatte ich selbst auf den exponierteren Stücken immer wenigstens ein bisschen Windschatten gehabt, den gab´s nun nicht mehr – Hochgelegener offener Südwesthang ohne Bäume, ganz oben am Ende des tiefen, zur Ebene hin abfallenden Lautertals, das die Berge bis zur Ebene durchschneidet und wie ein Kanal wirkte, durch den der schneidend kalte Südwestwind völlig ungehindert bis hier hinauf blasen konnte. Fühlte sich an wie ein Eissturm frontal von vorne, so stark, dass jeder Schritt schwerfiel, und so saumässig kalt, dass selbst die besser verpackten Teile meines Körpers innerhalb kürzester Zeit taub und eisig wurden, und mir fast die Spucke im Mund gefror – ich glaube, so hab´ ich noch nie gefroren unterwegs.
Furchtbar.

Immerhin ging´s jetzt wieder bergab, und je weiter ich den Hang runterlief, umso mehr liess der Wind nach (wenn auch nur von „unerträglich“ zu „verdammt unangenehm“). Allerdings verpasste ich dabei die richtige Abzweigung (war zu sehr mit Frieren beschäftigt, als dass ich das namenlose Pseudopfädchen zwischen den Weidezäunen hätte bemerken können) und lief deshalb viel zu lange bergab, runter ins Lautertal.
Fiel mir allerdings erst auf, als vor mir die Häuser von Lautern im Talgrund auftauchten, auf die ich unaufhaltsam zulief – hier hatte ich nicht hingewollte, das war offenslichtlich falsch, das konnte ich auch ohne Plan erkennen.
Aber Umkehren wollte ich nicht, noch mal hoch auf den arktischen Hang, näh, das war keine Option.
Also stattdessen weiter runter nach Lautern, von wo aus – das wusste ich – ich wieder den richtigen Weg finden könnte.
Kurz vor dem Dorfeingang probierte ich noch schnell einen unmarkierten, unbekannten Waldweg aus, in der Hoffenung, ein bisschen abzukürzen und den Ort zu umgehen, aber der stellte sich als Sackgasse heraus, also musste ich wohl oder übel runter ins Dorf.

Die Strasse „Am Höllwäldchen“ runter, dann rechts, die Jahnstrasse hoch. Aus Lautern raus, am Sportplatz vorbei (Fussballspiel im Gange, der halbverschneite Rasen stand voller grölender Herren mittleren Alters in bunten Leibchen, die hinter einem gelben Ball herhetzten, angefeuert von einer erklecklichen Zahl ebenfalls grölender Zuschauer am Rand des Platzes), dann geradeaus den Verbindungsweg in Richtung der Anhöhe zwischen Beedenkirchen und Brandau hoch (Markierung Weisses V).

Nach ein paar Metern eine Wegscheide: Links ging der Verbindungsweg weiter, den kannte ich, und wusste ganz genau, dass er ungefähr dahin führen würde, wo ich hinwollte. Rechts dagegen ein unmarkierter Feldweg, ebenfalls bergauf in die Wiesen, den ich nicht kannte, aber der irgendwie auch ganz interessant aussah.
Hmmm….

Links war vernünftig.
Rechts war spannend…

Ich entschied mich für spannend – wenn schon ohne Plan, dann richtig!

Also halbrechts, den Feldweg hoch, wieder mal durch Bergweiden, bewohnt von zottigen, kleinen Pferden, die ebenfalls ziemlich kälteresistent wirkten. Relativ steil, ein bisschen windgeschütz, führte bergauf (das war gut) und nach rechts (das eher nicht). Ordentlich zu laufen, so richtig orientiert war ich allerdings nicht – richtig verloren aber auch nicht.
Eher halbverirrt, will heissen, ich hätte meinen Standort auf einer Landkarte problemlos bestimmen können, hatte aber keinen Schimmer, wie ich von dort aus dahin kommen konnte, wo ich eigentlich hinwollte.
Also folgte ich dem Weg ein ganzes Stück, irgendeine Flanke des Heidenbergs hoch in irgendeiner Richtung. Irgendwann war ich oben, an einer kleinen Kreuzung.
Wohin jetzt?
Keine Ahnung, also lief ich noch ein bisschen geradeaus, an einem Weidezaun entlang, bis der Pfad schließlich sang- und klanglos kurz vor irgendeinem Acker an ´ner Kuppe endete.
Öhh.

Hier hatte ich wirklich keinen Plan mehr. Zurück wollte ich allerdings nicht, also ging ich einfach weiter geradeaus, am Rand des gefrorenen Ackers über die Kuppe, hinter der direkt auch schon wieder ein Pfad in Sicht kam.
Das war gut.
Weniger gut war, dass ich den Pfad kannte – hier war ich vorhin erst vorbeigekommen, bevor es mich runter nach Lautern verschlagen hatte.

Ich war im Kreis gelaufen, hatte einen völlig unnötigen, anstrengenden, eiskalten Schlenker nach Lautern runter gemacht, und war jetzt fast wieder zurück in Brandau.
Na Prima, das hat man davon, wenn man ohne Plan auf unbekannten Nebenpfaden läuft.
Humpf!

Immerhin wusste ich damit auch wieder, wo ich war. Und hatte die Faxen dicke. Neue Strecke schön und gut, aber ich hatte gerade einen Riesenumweg gemacht, und wollte so langsam mal fertig werden. Also lief ich zurück in Richtung Brandau und bog kurz vor dem Ort links auf den Höhenweg nach Beedenkirchen ab (Alemannenweg/rotes S, HW 16/weisser Balken) – denn kenne ich inzwischen zur Genüge, und wusste deshalb, dass er mich ans Ziel bringen würde.

Auch hier war´s wieder kalt und gegenwindig, und ging noch mal ein bisschen bergauf durch Äcker und Weiden, war aber gut zu laufen. Ich machte richtig Tempo, wollte möglichst bald zurück zum Auto kommen.

1,3 km schnell westwärts, da wurde einem wenigstens warm bei. An der ersten Kreuzung über Beedenkirchen dann noch geradeaus, weiter auf dem Lokalweg Be1 – doch noch ein neues Stück, quasi noch mal zum Abschluss. Auch hier verlief ich mich dann noch mal, nahm an der ersten Wegscheide an einer Pferdekoppel die falsche Abzweigung und lief ein paar hundert Meter in die falsche Richtung, bevor der Weg sich am Waldrand verlor und ich umkehren musste (zu meiner Ehrenrettung muss ich anführen, dass an der Wegscheide ein freundlich kläffender Jack-Russell-Terrier hockte, der mich so sehr ablenkte, dass ich die richtige Abzweigung verpasste).

Als ich wieder auf Kurs war, ging´s dann nochmal runter in ein Seitental, ein stück am Waldrand entlang, dann einen Buckel hoch, und auf der Hechlergasse nach Beedenkirchen rein. Hier dann noch ein paar hundert m. geradeaus, runter an die Reichenbacher Str. in der Ortsmitte, kurz links, dann rechts die Schlössergasse hoch und zurück zum Auto.

Faxen dicke, doch den Höhenweg wenn auch nicht neu (Alemannenweg), tempo, tempo, tempo, geradeaus, schließlich Be1, der ist klein, terrier lenkt ab, nochmal falsch, umkehr, richtig, weiteres tal, von dem ich nicht wusste, dass es da ist (sollte es hier bergab gehen) – brandau, dämmert schon wieder, viel später als geplant, zum Auto.

Puha. Das war ´ne ganz schöne Odyssee. Eigentlich hatte es ja ein kurzer Achter werden sollen, am Ende waren es dann durch diverse Irrungen, Wirrungen und Umwege ganze 12 km – Aus Versehen 50% mehr Strecke als geplant, das ist mir auch noch nicht oft passiert (und es waren richtig steile, anstrengende, kalte 50%!). Aber dafür, dass so Einiges schief gegangen ist, war´s am Ende dann trotzdem eigentlich ein ganz netter Lauf, in schöner Gegend und mit ein bisschen Schnee – lediglich auf den starken, grausam kalten Wind hätte ich gut verzichten können…

Strecke: 12 km
Zeit: 1:15 h (= 9,6 km/h bzw. 6:15 min/km)
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 71,14% (8,57 km von 12 km)
Karte:
beedenkirchen-brandau-lautern

M.

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5 Antworten to “Halbverirrt im ersten Schnee: Beedenkirchen – Brandau – Lautern (12 km)”

  1. Gerd Says:

    Was machst Du eigentlich wenn es richtig kalt wird??? 😉
    OK. Der Wind war schon ziemlich fies. Gesteh ich dir ein. Aber so richtig kalt war´s noch nicht.
    Mal von deiner Wegewahl abgesehen, ist das dort eigentlich ne schöne Ecke.

  2. matbs Says:

    😆

    Alter Stichler! 😉

    Aber gut, schauen wir uns doch mal kurz zwei kluge Wikipedia-Seiten zum Thema „Wetter“ an.

    Erst mal „Wie misst sich Windgeschwindigkeit“:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Windgeschwindigkeit

    Darin sehen wir, dass ein frischer bis starker Wind (so einer wie gestern über dem Lautertal geweht hat) Geschwindigkeiten zwischen 45 und 55 km/h erreicht – und wenn man Gegenwind hat, ist das ja noch etwas schneller, weil man sich in den Wind hineinbewegt (denn, wie wir wissen, Dinge, die sich aufeinander zubewegen, bewegen sich in Relation schneller).

    So, mit dieser Info gehen wir jetzt auf die nächste Wikipedia-Seite zum Thema Windchill…

    http://de.wikipedia.org/wiki/Windchill

    …die sich mit der tatsächlich gefühlten Temperatur bei Wind und Kälte beschäftigt. Dort Scrollen wir ein bisschen runter, nämlich bis zur Tabelle namens „Windchill-Temperatur, und verorten da mal die Parameter meines gestrigen Laufs:

    Temperatur: Zwischen 0 und -5 Grad
    Windgeschwindigkeit: So ca. 50 km/h, vielleicht auch 55
    Das ergibt dann eine gefühlte Temperatur unterhalb der -10 Grad.

    Und das, da wirst du mir zustimmen, ist schon recht nah an „richtig kalt“ – besonders in dünnen Laufklamotten.

    Ausserdem du darfst nicht vergessen (achtung, jetzt stichle ich zurück 😉 ), dass ich ja nicht im glazialen Rentnertempo auf bequemen Wegen durch einen windgeschützten Flachlandwald getüddelt bin, sondern einen ordentlich strammen und vor allem schweisstreibenden Berglauf absolviert habe – und geschwitzt erhöht sich der Windchill-Faktor ja noch mal.

    Und das beantortet dann hoffentlich deine Frage:
    Was mache ich wenn´s – so wie vorgestern – richtig kalt wird???

    Ganz einfach: Frieren!
    😆 😉

    Mist, jetzt ist mir der Zeigefinger eingschlafen, vom vielen Erhoben sein… 😀

    PS: Auch hier gilt natürlich wieder – wenn du die Ecke schön findest, können wir demnächst gerne mal zusammen ausprobieren, wie kalt´s da oben beim Laufen wirklich ist… 😉

  3. Gerd Says:

    Erst such ich mal hier was damit wir beide
    …. im glazialen Rentnertempo auf bequemen Wegen durch einen windgeschützten Flachlandwald tüddeln…. 😉

    Mal sehen wann ich dir was schicke. Wahrscheinlich im Laufe der nächsten Woche. Vorher komm ich leider nicht dazu.

  4. matbs Says:

    Glaziales Rentnertempo, ach was – nach deiner heutigen Tempotour bist du doch bestens für einen Hochleistungshochgeschwindigkeitsachduscheissetutdaswehundmeinherzfühltsichauchirgendwiekomischanlauf gerüstet, oder?
    😉

    Aber im Ernst: Lass dir Zeit, es eilt ja nicht… 🙂


  5. […] Dieses Mal ist es übrigens der äußerste Südzipfel von Beedenkirchen am Ende der Hechlergasse. Kenn´ ich natürlich, hier bin ich schließlich schon gelaufen (November ´08 war das, wenn ich mich nicht irre, halberfroren im ersten Schnee). […]


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