Enspanntes Winterläufchen nach Balkhausen (9,4 km)

25. November 2008

Heute fühlte ich mich irgendwie unambitioniert: Wetter grau und noch ein bisschen schneeig, kalt war´s auch wieder, vorgestern war ich deutlich weiter gelaufen als geplant – da hatte ich irgendwie kein so ausgeprägtes Bedürfnis nach schnell, lang und/oder anstrengend.

Entsprechend hab´ ich langsam, kurz und entspannt gemacht: Einfach mal kurz von Jugenheim aus über den Bergkamm rüber nach Balkhausen und dann das Tal runter zurück, nette Strecke, nicht zu weit, ohne zu hetzen.

Zuerst mal die Standartstrecke in die Berge: Jossastr., hoch in den Wald, ein paar hundert Meter auf dem Burgenweg/Alemannenweg das Darsbergtal hinauf, dann scharf links auf die kleine Anhöhe am merckschen Wasserturm, und schließlich scharf rechts auf den Pürschweg (SJ2), und dem in gemässigtem Tempo aufwärts gen Melibokus gefolgt.


Lief dank des ruhigen Tempos relativ gut, lediglich meine linke Wade hatte anfangs nicht so richtig viel Lust auf Steigung, gab aber bald ruhe. Ansonsten war´s kalt, aber auf eine erträgliche Art und Weise, denn heute war´s beinahe windstill, das macht bei Temperaturen um den Gefrierpunkt viel aus.
Insgesamt ein problemloser Aufstieg in den einsamen, ruhig daliegenden Bergwald, da hatte ich viel Zeit und Muße, die Umgebung zu geniessen – und die war heute wirklich nett.
Ist schon faszinierend, was so ein paar Höhenmeter ausmachen können: Unten in Jugenheim war es praktisch völlig schneefrei gewesen, nur hier und da hatten sich noch ein paar klägliche und schnell dahinschmelzende Schneereste in schattigen/kühlen Ecken gehalten.
Aber je weiter ich nach oben lief, desto winterlicher wurde der Wald:

Am Wasserturm (ca. 170 m.ü.NN) hielten sich schneefreier Boden und Stück mit einer dünnen, weissen Schneeschicht ungefähr die Waage.

Am Anfang der Darsbergwiese (ca. 280 m. ü.NN) war der Wald fast völlig weiss, mit nur vereinzelten kleinen braunen Stellen, die unter der dünnen Schneeschicht hervorlugten.

Und spätestens ab der Darsberghütte (375 m. ü.NN) gab´s dann eine geschlossene, zentimeterdicke Schneedecke, die nur den Pürschweg selbst verschont hatte (noch kein Bodenfrost, deswegen hatte sich der Schnee auf dem laubfreien Weg offensichtlich nicht halten können, während er an den Hängen, wo welke Blätter und der Bodenbewuchs den wärmeren Boden abdeckten, gut liegengeblieben war).

Übrigens wunderschön: Weisser Winterwald (bei dessen Anblick einem unwillkürlich Frank Sinatra im Kopf anzugehen drohte, um was vom Winter Wonderland zu krähen…), angenehm still, mit viel natürlichem Licht, das durch die dünne, aufgerissene Wolkendecke und die kahlen Bäume drang, und alles wunderbar hell ausleuchtete. Nett.

Ich lief an der Darsberghütte vorbei, folgte dem Pürschweg noch einen knappen Kilometer durch den verschneiten Wald, und bog schließlich an der scharfen Rechtskurve nach dem Hohe-Stich-Weg links ab, auf den kleinen, leicht zu übersehenden Trampelfpad, der an der Ostseite des Bergkammes runter ind Balkhäuser Tal führt. Hier war vorsicht geboten, denn der Weg ist nicht nur furchtbar steil, sondern war auch mit einer geschlossenen Schicht aus knirschend-hartem Schnee bedeckt, unter dem sich unsichtbar glitschiges Laub und halbgefrorener Schlamm versteckten, auf denen sich´s prima ausrutschen liess.
Wollte ich allerdings lieber vermeiden, deswegen machte ich ganz langsam, und erreichte schließlich wohlbehalten und unausgerutscht den Waldrand an der „Roten Sohl“.

Hier dann das Seitental runter, zwischen den verlassenen Bergweiden in Richtung Balkhausen, ebenfalls vorsichtig, denn auf dem asphaltierten Weg hatte sich teilweise eine glatte Eissicht gebildet.
Hier hinten war´s übrigens noch mal merklich Kälter als auf der Westseite des Melibokusmassivs, aber auch noch windstiller, das liess sich gut ertragen.

Runter nach Balkhausen, dort dann auf der Felsbergstrasse der länge nach Talabwärts durchs Dorf, am unteren Ende ein Stück an der L3103 entlang, dann am Talhof halbrechts ab auf den Balkhäuser-Tal-Weg (gelbe 3), weiter westwärts bis ans alte Forsthaus im Talgrund, dort dann wieder an die Landstrasse und auf dem Fußweg am Strassenrand zurück nach Jugenheim und nach Hause.

Und das war´s auch schon.
Nette, angenehme kleine Tour, ohne besonders große Highlights oder Probleme.

Strecke; 9,4 km
Zeit: 1:01 h (= 9,25 km/h bzw. 6:29 min/km)
Neue Strecke: Nicht der Rede Wert.
Karte:
winterrunde-nach-balkhausen

M.

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Eine Antwort to “Enspanntes Winterläufchen nach Balkhausen (9,4 km)”


  1. […] Enspanntes Winterläufchen nach Balkhausen (9,4 km) […]


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