Erweiterte Wochenübersicht 2008 KW 49 (08.12.-14.12)

14. Dezember 2008

Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines erweiterten Wochenrückblicks.
Siehe unten.

Auch diese Woche hätte besser sein können – lauftechnisch war sie zwar trotz meist miesen Wetters halbwegs in Ordnung, doch von der elektronischen Seite (die ja auch zum Bloggen im Internet gehört) katastrophal: Totalausfall des ver$#*%@en Computers wegen kaputter Festplatte, daraufhin tagelang mit dem verdammten Scheissding gerungen (und ich HASSE HASSE HASSE sowas!!!!) und dabei unheimlich viel wertvolle Zeit verschwendet, bis der ganze Dreck wieder halbwegs funktionerte  – das wirkt sich natürlich auch auf den Sport aus (sowohl zeitlich als auch stimmungsmässig)…

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.

 

Di.  Steiler Vorstoss in die Berge – Heiligenberg – Kuralpe – Stettbach

1:15 h

11,6 km

Mi.

Do.

10 unangenehme Standartkilometer an der Bergstrasse

0:58 h

10,1 km

Fr.

Mal wieder um den Heiligenberg

1:05 h

10 km

Sa.

So.

Sonnige Höhentour ins Modautal: Neutscher Höhe – Herchenrode – Hoxhohl (mit Hund und Foto)

1:17 h

12,4 km

Wochenlaufleistung 44,1 km

…und hier noch die Berichte zu den ersten drei Läufen (der vierte wird morgen separat nachgereicht, denn heute war so herrliches Wetter, dass ich mir zur Belohnung für den unsäglichen Ärger der letzten Tage eine wunderschöne Tour mit Hund und Foto über die Neutscher Höhe gegönnt habe, die trotz weitgehendem Versagen der Kamera [Ich hasse die Technik, und die Technik hasst mich…] eigenen Post wert ist).


Lauf #1, Dienstag 9.12.08: Steiler Vorstoss in die Berge – Heiligenberg – Kuralpe – Stettbach (11,6 km)
Letzte Woche wieder viel Flachland gelaufen, deshalb wollte ich diese Woche gleich mal mit einer ordentlichen Bergtour einsteigen. Passenderweise war mir vor einiger Zeit auf der Karte ein Hangwäldchen zwischen Stettbach und der Hutzelstrasse aufgefallen, in dem ich noch nie gewesen war (übrigens kein Wunder, denn es ist total weit ab vom Schuss, und sogar auf der Karte sah es furchrbar unwegsam aus…), also plante ich eine Strecke dorthin: Über den Heiligenberg und den Vogelherd an die Kuralpe, dort ein Stück die Hutzelstrasse entlang, und schließlich durch das geheimsnisvolle Wäldchen runter nach Stettbach und durchs Stettbacher Tal zurück.
Knackige Tour aufs „Dach“ von Seeheim-Jugenheim, zumal ich mir auch noch vornahm, gergauf nicht die halbwegs bequemen aber längeren Hauptwege (SJ1 und SJ2) zu nehmen, sondern es mit brutalen, miesen, steilen Nebenpfaden zu versuchen.
Man will sich´s ja schließlich nicht zu einfach machen… 😉

Wetter wie meistens in letzter Zeit: Kalt und trüb und neblig und insgesamt ziemlich „meh“. Aber wenigstens regnete es nicht…

Von zuhause aus nordwärts durch Jugenheim: Pauerweg, Hauptstrasse, dann rechts ab und auf dem Fußweg unterhalb der Bergkirche und dem Burgen-/Alemannenweg (respektive Blaues B und rotes S) bis hoch zum Schloss.
Schon ganz schön steil und anstrengend, aber ich war ja noch frisch und lief bewusst langsam (denn ich wusste ja, dass es auf den nächsten viereinhalb Kilometern tendenziell nur in eine Richtung gehen würde, nämlich bergauf – und das z.T. mit furchtbar fiesen Steigungen…).

Am Schloss vorbei zum Parkplatz, wo ich scharf rechts abbog, hoch zur Kreuzung am Waldrand oberhalb des Schlosses. Links kommt man hier auf den SJ2, der um den steilen, hohen Marienberg herum führt. Rechts geht der Balkhäuser-Tal-Weg ab, der schön sanft bergab ins Balkhäuser Tal führt.
Und geradeaus gibt´s einen winzigen, fiesen, anstrengenden Wildschweinpfad, der mit teils brutaler Steigung geradwegs steilen den Hang des Marienbergs hochführt und relativ nah unterhalb der Kuppe vorbeiläuft.
Den nahm ich natürlich.

Hach ja! Beim erklimmen solcher extremsteigungen sieht man immer sehr schön, ob man in Topform ist oder nicht.

Ich bin es momentan nicht.

Autsch!

Ganz schöne Quälerei, zumal der Pfad überraschend glitschig und sumpfig war (an ein paar Stellen wuchs sogar sowas wie Schilf – ziemlich ungewöhnlich für den Bergwald…), und zudem die hinterfotzige eigenschaft hat, vor jeder uneinsichtigen Kurve am Hang so zu tun, als würde er verflachen – nur um dann direkt hinter der Kurve um so steiler weiter anzusteigen.
Das ist echt total super für die Moral… 😉
Nach ein paar hundert Metern japste ich wie ´ne alte Dampflok, meine meine winterlich-unfitten Beine angesichts der starken Belastung, und außerdem beschlug mir von der vielen Schwitzerei wieder mal ständig die Brille (immerhin: Das war ´ne gute Ausrede, um ein, zwei kurze Pausen zum Verschnau…ääääh zum Brille Putzen einzulegen 😀 ).
Heidenei!

Insgesamt fast 900 m. durch den frostigen, kahlen Hangwald hoch über dem Balkhäuser Tal, dann hatte ich die erste richtige Herausforderung der Tour gemeistert (Puuh!), und durfte mich auf dem abfallenden/ebenen SJ2 an der Kaiserbuche vorbei über den offenen Höhensattel am Hechlersgrund etwas regenerieren.

Allerdings nur einen halben Kilometer, dann ging´s in den Wald am Vogelherd, durch den hoch zur Anhöhe über Kuralpe wollte.
Natürlich nur bergauf.
Auf dem kürzesten Weg.
Der – wie so oft beim Berglaufen – beileibe nicht der beste oder bequemste war…

Zuerst ging´s ja eigentlich noch ganz gut: Auf der alten Asphaltstrasse am Goschenrod in den Wald rein und nach knapp 150 m. rechts auf dem Weg SJ2 aufwärts bis zur Kreuzung Waldrand über Hainzenklingen. Steigung und Wegqualität ordentlich aber erträglich.
Aber dann…
Wer von hier aus weiter aufwärts bis zur Kuralpe möchte, hat prinzipell zwei Optionen:
Wer klug ist, folgt er weiter dem SJ2, der sich in mehreren Serpentinen am Rand eines langen Tals relativ sanft aufwärts schlängelt – der ist zwar etwas länger, aber gut in Schuss, und durch die größere Strecke wird die Steigung erträglich.
Wer weniger klug ist, oder sich was zu beweisen hat, kann aber auch geradeaus/halblinks laufen, wo ein unmarkiertes und kaum sichtbares Pfädchen durch einen Hohlweg zwischen den Bäumen aufwärts geht. Das kommt letztlich an genau derselbe Strecke raus wie der SJ2, ist aber wesentlich kürzer.
Und steiler.
Und in erbärmlichstem Zustand (glibbriger Schlamm mit vereinzelten Stolpersteinen und Ästen, versteckt unter einer Dezimeterdicken Laubschicht…).

Den nahm ich.

Doppelautsch!!

Noch härter als der Weg am Marienberg, teils konnte man hier gar nicht joggen – also rutschte, stolperte, keuchte ich mich im Schneckentempo durch aufwärts die Wildnis, wobei ich nicht mal mehr genug Atem hatte, um mich selbst für die Scheissidee, hier langzulaufen, zu verfluchen.
Oh, und zu allem überfluss bot der kahle Wald die meiste Zeit auch noch einen wunderbaren Blick auf den breiten, angenehmen SJ2 weiter unten am Hang, der auf höhnischste Art und Weise bequem und flach aussah. Der Bastard…

Irgendwann wurde es dann dann immerhin etwas bequemer: Ich erreichte einen besseren Weg, der an einer versteckten kleinen Hütte mitten im Wald (hier hatte ich mir vor vielen Jahren bei einem Schulausflug mit Übernachtung mal eine furchtbare Erkältung geholt) vorbei führte, dann noch mal ein paar Meter steil (Uffa!) bergauf führte, und sich schließlich kurz vor dem Waldrand wieder mit dem Weg SJ2 vereinte – geschafft, damit war ich oben!
Heidenei…

Aus dem Wald hinaus auf in die Wiesen zwischen Balkhäuser Tal und Lautertel, die von winterlich-frostigem Rauhreif bedeckt waren. Normalerweise hat man hier eine tolle Sicht, heute hing aber ein dunstiger Eisnebel über den Kuppen, der alles jenseits von ein, zwei Kilometern verhüllte. Trotzdem nett, zumal es bergab ging, auf dem SJ2 durch die Wiesen, vorbei am Krämerhof und einer kälteresistenten Schafherde, bis runter zur L3101 an der Kuralpe.
Und dort dann links die Hutzelstrasse hoch (markiert u.a. mit mit dem weissen Andreaskreuz des europäischen Fernwanderwegs 1 und dem Roten Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen).
Schon wieder bergauf, aber ganz gemächlich, und mit einer schönen Aussicht auf die weiten, weisslichen Hügel des Modautals und die Neunkircher Höhe, das war eigentlich sehr nett. Wenn bloss meine Brille nicht ständig beschlagen wäre… (immerhin bescherte mir das eine interessante Erkenntnis, die schon länger in mir gegärt hatte: Wenn meine Brille beim Berglaufen beschlägt, dann beschlägt sie fast immer auf der Seite, wo´s bergab geht. Keine Ahnung warum, aber es ist so…).

Nach ziemlich genau einem entspannten (wenn auch halbbeschlagenen) Kilometer Hutzelstrasse war´s Zeit abzubiegen: Links führte ein schmaler, vereister Feldweg (der mir bisher noch nie aufgefallen war) geradewegs in das geheimnisvolle, vergessene Wäldchen an der Kohlwiese, durch dass ich runter nach Stettbach laufen wollte.

Kein Wunder, dass das vergessen ist: Dicht bewaldeter Steilhang am Rand eines isolierten Nebentals, kaum erreichbar (laut Karte genau ein Eingang und ein Ausgang), Wege eigentlich nicht vorhanden – das Proto-Wildpfädchen, auf das ich hier geriet, war eigentlich nur ein Stück Urwald mit etwas weniger Bewuchs, das sich über Stock, Stein und Baumstamm (alles unter einem dicken Teppich aus Laub begraben) in prekären Kurven an den Abhang schmiegte.
Wahrscheinlich bin ich der erste Jogger, den es jemals hierher verschlagen hat – eine überaus coole Vorstellung! 🙂

Allzuviel war allerdings nicht mit Joggen – das war eher eine langsame, bedächtige Kletterei auf dem rutschigen, steilen, mit Stolperfallen gespickten „Weg“, übervorsichtig um ja nicht wegzurutschen oder umzuknicken, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf „Wenn du dir hier was brichst, findet dich keine Sau“ (ok, gerade die Sauen hätten mich in so einem Fall wahrscheinlich schon irgendwann gefunden und meinen gefrorenen Kadaver gefressen…).

Natürlich passierte nichts dergleichen – nach dem steilsten Abstieg wurde der Weg etwas besser, ich erschreckte ein Reh und bog einmal falsch ab (merkte es aber gleich), und gelangte schließlich wohlbehalten zum einzigen Ausgang des Wäldchens, der in den Weg oberhalb der Höhenstr. in Stettbach mündete.
Ab hier war´s dann kein Problem mehr: Runte ins Dorf, am Salon Forthuber vorbei (Erkenntnis: Hmm, könnte mir mal wieder die Haare schneiden lassen), durch den Ortskern abwärts, rechts die Strasse „Am Hang“ hoch, auf dem Weg an der Fuchswiese aus Stettbach raus und runter bis zur Strasse nach Wallhausen, über die auf die Landstrasse im Talgrund (K144) und auf der dann zügig und entspannt immer bergab zurück nach Jugenheim, wo ich noch einen kurzen Schlenker über die Bergkirche am Heiligenberg machte, und dann nach Hause lief.

Whoa. Das war anstrengend. Und gut. Geht doch nichts über eine schöne, fiese Bergtour durch die Wildnis… 😀

Strecke: 11,6 km
Zeit: 1:15 (= 9,28 km/h bzw. 6:28 min/km)
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 20% (2,32 km von 11,6 km)
Karte:
heiligenberg-kuralpe-stettbach

Lauf #2, Donnerstag 11.12.08: 10 unangenehme Standartkilometer an der Bergstrasse (10,1 km)
Oh mann: Trübdrögkaltmistiges Wetter, ich fühle mich total unfit, und heute morgen ist auch noch der Rechner abgeschmiert und hat sich seitdem noch nicht wieder aktivieren lassen (entsprechend schreibe ich diese Zeilen auf dem Notstandslaptop meiner Eltern, der aufgrund seiner winzigen Tastatur und des winzigen Displays nicht wirklich zum Verfassen von Laufberichten geeignet ist).
Alles Mist, da hatte ich wirklich gar keine Lust. Aber dann hat´s nachmittags ganz leicht angefangen zu schneien, und weil ich Schnee ja so gerne mag, bin ich halt doch noch mal los. Allerdings nur eine altbekannte Standardstrecke, 10 km durch die Nachbardörfer, denn wegen der PC-Probleme kann ich momentan ja nicht auf Google Earth zugreifen, und entsprechend auch keine neuen Strecken kartografieren, also musste was her, wo ich schon eine Streckenkarte online habe…

Tja, was soll ich sagen: Es war einfach nur gräßlich: Ich war unlustig und übellaunig, meine Beine hatten mir den Berglauf von vorgestern noch nicht verziehen und taten so, als wären sie aus Blei, mein Rücken schmerzte etwas, ich fühlte mich total müde und abgespannt, hatte schreckliches Sodbrennen (echt total gut für den Atemrhythmus, wenn du rülpsend durch die Pampa rennst…) und ausserdem verwandelte sich der nette Schnee ungefähr zwei Minuten nach dem Start in garstigen Nieselregen.
Ich sag´s ja: Alles Mist.
So schleppte ich mich halt runter von Jugenheim nach Bickenbach, am Bahnhof auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) unter den Gleisen durch, dann auf dem Radweg 17 durch die trübe, dröge Sandwiese, und schließlich am zwingenberger Hundeplatz vorbei zur B3 am Zwingenberger Ortsrand. Lief furchtbar, und kurz hinter der Sandwiese bekam ich dann auch noch furchtbare Verdauungsprobleme, die mich mal wieder dran erinnerten, dass man nicht nur mit leerem Magen, sondern am besten auch mit leerem Darm joggen sollte (es gibt ja Jogger, die sich dann einfach ein ruhiges Gebüsch suchen, und der Natur ihren Lauf lassen – kann ich aber leider nicht, denn ohne eine schöne, saubere Porzelanschüssel mit halbwegs hygienischer Klobrille in einer ruhigen, stressfreien Umgebung geht da gar nix). Aber immerhin lenkte das zyklische Bauchreissen und der immer stärker werdende Druck im Unterleib von all den anderen unangenehmen Wehwehchen ab, die mich bis dato geplagt hatten.
Yay.

Entsprechend verkrampft den Rückweg absolviert, den Zwingenberger Grenzweg hoch (steil, aber das merkte ich kaum, weil ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war…), dann auf dem Blütenweg durch die Weinberge nach Alsbach und dort auf der üblichen Route (Hochstr., Lindenstr. [hier hielt mich irgendein Rentner auf, und ich musste ihm – fast platzend – dreimal den Weg ins nächste Lebensmittelgeschäft erklären. Aargh!!], Am Katharinenberg, Jugenheimer Str., Blütenweg durchs Feld) ab nach Hause, in mein schönes, ruhiges Bad, wo ich all das Vorfand, was mir unterwegs gefehlt hatte…

Fazit: Net so gut. Vergessen wir am besten ganz schnell wieder…

Strecke: 10,1 km
Zeit: 0:58 h (=10,45 km/h bzw. 5:45 min km – in der zweiten Hälfte aufgrund bestimmter Faktoren übrigens deutlich schneller als in der ersten…)
Neue Strecke: Nah!
Karte:

Lauf #3, Freitag 12.12.08: Um den Heiligenberg (10 km)
Hrm. Der Haupt-Internet- und Google-Earth-Rechner ist immer noch ausser Gefecht, und es ist nicht so ganz sicher, ob ich ihn jemals wieder hinkriege, zumal ich zu allem Überfluss ja auch grundsätzlich so wenig Interesse an diesem ganzen unnützen, beschissenen, komplizierten Computergedöns habe, dass es mir furchtbar auf den Zeiger geht und mich gleichzeitig schrecklich anödet. Wieso kann der Dreck bitteschön nicht einfach entweder funktionieren und eindeutig kaputt sein, häh?
Entsprechend suchte ich mir auch heute wieder eine Strecke raus, die ich schon mal gelaufen war, und von der ich dementsprechend keine neue Karte machen musste. Wetter war immerhin ganz freundlich (wenn auch kalt), also suchte ich mir was Nettes raus:
Einmal um den Heiligenberg (zuletzt gelaufen im letzten Frühling).
Und weil´s nicht so weit war, und zudem viel durch Wald und Wiesen führt, nahm ich auch gleich noch den Hund mit (der ist bei Bergläufen im Winter eh ganz praktisch, da hat man an den schlimmsten Steigungen immer mal einen Grund für ´ne Verschnauf…ääääh für eine Schnupper-und-Beinheb-Pause).

Zuerst nordwärts durch Jugenheim, alles schön langsam und kontrolliert um Kraft zu sparen, denn die steilen Bergtouren strengen im Moment doch ganz schön an (zumindest ich lief langsam und kontrolliert, Nemo zog und zerrte als gäb´s kein Morgen. Aber solange meine 75 Kilo am einen Ende der Leine gegen seine 8 Kilo am anderen Ende stehen, bestimme immer noch ich, wie wir laufen… 😀 ).

Durch den Pauerweg, dann die Hauptstrasse hoch, am Heiligenberg, dem alten Rathaus und dem Roseneck vorbei, dann rechts die K144 ins Stettbacher Tal hoch. Schmale Strasse am Talgrund ohne Bürgersteig, aber hier ist nie viel Verkehr, entsprechend läuft sich´s selbst mit Hund ganz gut. Am Haus Waldfrieden über den Stettbach und runter von der Strasse und links aufwärts in den Wald, hoch auf den Heiligenberg. Fieses Stück, ist steil und zieht sich, aber wir waren ja noch frisch, entsprechend liefs ganz gut. Oben angekommen kurzen Blick von hinten über die Obstwiesen zum Schloss, dann links und auf dem bequemen, relativ ebenen Lokalweg SJ1 im Wald oberhalb des Stettbacher Tals nach Osten. Hier oben lag sogar noch ein bisschen Schnee, das gefiel mir irgendwie (aber heute gefiel mir eh alles, wahrscheinlich wegen dem etwas helleren Wetter).

Nach ein paar hundert Metern auf SJ1 halblinks, steil abwärts zurück ins Stettbacher Tal (da gingense hin, die schönen Höhenmeter…), dort aus dem Wald raus und über den Parkplatz hinter dem Brandhof wieder an die K144, der wir talaufwärts in Richtung Stettbach folgten.
Kaum Steigung, wenig Verkehr (der zudem langsam fahren muss weil die Strasse schmal, alt und kurvig ist), rechts die herrlichen Wiesenhänge des mittleren Stettbacher Tals – hier lässt sich´s laufen, auch wenn´s keinen Radweg oder Seitenstreifen gibt.

Kurz hinter dem Parkplatz Talweg bogen wir rechts ab, auf den alten Asphaltweg, der unterhalb von Hainzenklingen rüber ins Balkhäuser Tal führt (Markierung: Gelbe 2) und folgten ihm durch Weiden voller tougher, zottiger Limousinrinder bis zum Waldrand unterhalb des Goschenrod (Warum die Kühe tough sind? Na ja, verbringt ihr mal Tag und Nacht im freien, und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und nur mit einem gelben Ohrclip bekleidet…)

Dort bogen wir rechts ab, ein paar Meter am Waldrand entlang, dann wieder mal mit ordentlichem Anstieg in den Wald rein, bis wir die Wegscheide am Goschenrod erreichten (bis dahin gelbe 2). Dort ging´s wieder links, auf der gelben 6 (bei wunderbar angenehmen 3% oder 4% Anstieg) weiter aufwärts durch den inzwischen schon moderat verschneiten Wald.
Wunderbar ruhig, gar nichts los hier oben, lediglich ein paar Rehe liessen sich von uns stören und ergriffen indigniert die Flucht, verfolgt von Nemos nicht wachsamen Blicken (den dazugehörigen Nemo hatte ich vorsichtshalber an die Leine genommen, sobald die Rehe aufgetaucht waren, auch wenn´s wahrscheinlich nicht nötig gewesen wäre).

Nach einem knappen Kilometer erreichten wir wieder die alte Asphaltstrasse hinter/unter Hainzenklingen und folgten ihr nach Rechts, über den offenen Hechlersgrund oberhalb von Balkhausen (hier herrschte eine tolle Stimmung aus Eisnebel, indirekt strahlendem Himmel, und der gefrorenen Rückseite des Melibokus jenseits des Balkhäuser Tals) bis zur Kreuzung an der Kaiserbuche, auf der Rückseite des Heiligen- bzw. Marienbergs (Markierung: Gelbe 6, Gelbe 5).

Bis hierhin immer noch alles gut, also hielten wir uns trotz dem schönen Blick nach Balkhausen und auf den Melibokus nicht weiter auf, sondern folgten gleich dem Asphaltweg am Waldrand links runter ins Balkhäuser Tal (schon wieder: Da gingense hin, die schönen Höhenmeter…). Bergauf ist dieses Stück immer ziemlich fies (davon konnte wohl auch die nette einsame Joggerin ein Lied singen, die uns unterweges schwer schnaufend entgegenkam, aber trotzdem noch ein freundliches Lächeln und einen Atemlosen Gruß erübrigen konnte – so mag ich das 🙂 ), bergab lief´s dagegen wie geschmiert…

Im Talgrund kurz hinter dem Talhof angekommen bogen wir rechts auf den Balkhäuser Tal-Weg (gelbe 3) ein und liefen am Waldrand westwärts, vorbei am großen Rückhaltebecken und dem alten Forsthaus im Talgrund, dann wieder mal hoch in den Wald, aufwärts zum Schloss Heiligenberg, dass wir nach ein paar Minuten ordentlichem aber nicht zu schlimmen Anstieg wohlbehalten erreichten.

Am Schloss entlang westwärts, die alleeartige Fahrstrasse runter, hinter dem Weiher links, nochmal leicht aufwärts (Burgenweg [blaues B] & Alemannenweg [Rotes S], an der Klosterruine, der Zentlinde und dem Alexandermausoleum vorbei auf die Kreuzwiese, unterhalb des prächtig funkelnden goldenen Kreuzes quer über die Wiese drüber, dann auf dem Eselspfad abwärts bis runter zum Nonnenbrünnchen im Balkhäuser Tal (Da gingense hin, die Höhenmeter…).
Unten angekommen über den Parkplatz Nonnenbrünnchen, dann rechts, auf dem Radweg neben der L3103 zurück nach Jugenheim, dort kurz nach dem Ortseingang scharf links in den Christallerweg. Hübsch anzusehen mit seinen alten Villen (allen voran natürlich das blaue Haus), aber leider auch richtig steil – das zog noch mal so richtig rein, hier aufwärts in den Wald reinzulaufen und sich bis zur Kreuzung von Pürsch- und Melibokusweg hochzukämpfen. Uffa!
Immerhin war´s ab da etwas weniger steil, als wir rechts den Pürschweg (SJ2) hochhechelten, um den Bergvorsprung über den Merck-Gärten bogen, und schließlich halbrechts auf den Weg zum Merckschen Wasserturm liefen, über den wir schließlich auf den Burgenweg im Darsbergtal und nach Hause gelangten.

Schönes Wetter, schöne Umgebung = Gute Tour. Hat Spass gemacht und gutgetan, sowohl mir als auch dem Hund.

Strecke: 10 km
Zeit: 1:05 h (= 9,23 km/h bzw. 6:30 min/km)
Neue Strecke: –
Karte:

Lauf #4, Sonntag 14.12.08: Sonnige Höhentour ins Modautal: Neutscher Höhe – Herchenrode – Hoxhohl (mit Hund und Foto, 12,4 km) wird wie gesagt morgen oder so mit eigenem Post nachgereicht.

M.

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2 Antworten to “Erweiterte Wochenübersicht 2008 KW 49 (08.12.-14.12)”

  1. Gerd Says:

    Lauf #1
    Ich glaube Du brauchst so was! Ich brauche so was nicht.
    Das ist nur was für junge, dynamische Läufer.
    Wir alten Herren gönnen uns da eher einen langsamen Lauf im Flachland. Auf gut ausgebauten und asphaltierten Wegen. 😉

    Lauf #2
    Dir fehlt deine Technik. Ist ja mal was ganz Neues. 😉
    Wenn die „Darmproblematik“ in absolute Krämpfe und Schwindelanfällen ausartet, nimmst Du auch die Büche. Das kann ich Dir versprechen. Da läufst Du keinen Meter mehr.
    Aber das wünsche ich wirklich keinem. 😆

    Lauf #3
    Aha! 75kg. Wenn wir das nächste mal zusammen Laufen. Nimmst Du gefälligst 11kg Zusatzgewicht mit.
    Schließlich muss ich das auch die verschi….. Buckel hoch schleifen, die Du mich immer wieder hinauf zwingst.
    Dann siehst Du mal wie weh das tut. 😉
    Wenn Du Probleme mit der kalten Witterung hast. Ich besorge Dir gerne auch so einen gelben Ohrclip. 😆

  2. matbs Says:

    Lauf #1: Natürlich brauchst du das, du weisst es nur noch nicht… 😉
    Aber da können wir nächstes Jahr ja dran arbeiten…
    Mwuahahahahaaaa!!!!

    Lauf #2:
    Hmm, also letztes Jahr bin ich in einer ähnlichen Situationschon mal fast 10 km bis zur nächsten Toilette gelaufen, und das, obwohl ich zwischenzeitlich gedacht habe, ich müsste eingehen…
    https://laufblog.wordpress.com/2007/10/06/gernsheim-kuhkopf-am-rheinufer-163-km/

    Und vor vielen Jahren in Indien hab´ ich mir die schlimmste Diarrhöe meines Lebens gleich mehrere Stunden lang vernkiffen, weil weder das Bootchen auf dem Ganges noch die Fahrradrikscha danach ein guter Ort zum rauslassen waren, und ich diese asiatischen Loch-im-Boden-Klos partout nicht benutzen wollte…

    Solange nur das neurotische Bedürfnis nach einer Kloschüssel stark genug ist, lässt sich fast alles aushalten… 😀

    Und die Technik fehlt mir tatsächlich, allerdings nur nüchtern betrachtet – emotional verspüre ich ihr gegenüber nichts als Verachtung, Abscheu und das Bedürfnis, ihr wehzutun (was frustrierenderweise nicht geht, weil sie nur ein seelenloser Haufen von beschissenen Drähten und Platinen ist…)
    Grrrr!!!! 😉

    Lauf #3: Die 75 Kilo sind aber nur geschätzt (und vielleicht auch recht großzügig abgerundet – ich halte mich ja bereits seit Jahren wohlweislich von Waagen fern, um keine bösen Überraschungen zu erleben…).
    Außerdem sind das bei dir ja alles Muskeln vom Bodybuilding, die helfen beim Erklimmen der verschi(edenen?) Buckel wahrscheinlich viel mehr als sie behindern 😉
    Und was die Kühe angeht – ich bin mir gar nicht mal sicher, ob deren Kälteresistenz direkt mit dem Ohrclip zusammenhängt… 🙂


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