Matthias läuft wählen (10,5 km)

18. Januar 2009

Heute aus gegebenem Anlass mal ein etwas politischer Eintrag.
Vielleicht wird´s sogar ein polemischer – betrachtet euch als gewarnt… 😉

Der Grund für diesen kleinen, amateurhaften Exkurs ins meinungsstark-bornierte Feld der politischen Bloggerei liegt natürlich auf der Hand:
Heute ist hessische Landtagswahl.
Schon wieder.
Das passiert uns in letzter irgendwie Zeit ständig, im Schnitt so ca. einmal pro Jahr. Ist so ein bisschen wie „Täglich grüsst das Murmeltier“: Du wachst auf, neues Jahr, Januar, schon wieder Landtagswahl…
Aber hey: Die ständige Neuwählerei ist zwar etwas ungewohnt (schließlich sind wir keine Schweizer und erwarten deshalb eigentlich, das wir nur alle paar Jahre unser Kreuz machen, und dann von der Politik möglichst erstmal nicht mehr behelligt werden… 😀 ), aber andererseits auch ein schöner Beleg dafür, dass der Hesse an sich der eminent mündigste Bürger der Republik ist – denn warum sonst würde man uns so viel öfter wählen lassen als die ganzen anderen Deutschen mit ihren doofen ollen eindeutigen politischen Konstellationen… 😀


Für mich persönlich bedeutet eine Hessenwahl ja vor allem immer eines, nämlich die Fortsetzung meines inzischen ein Jahrzehnt andauernden Fernduells mit dem amtierenden Landesvater.
Läuft eigentlich immer gleich: Der finstere Roland Koch versucht, schon wieder Ministerpräsident zu werden (das macht er alle 1/4/5 Jahre [das wechselt bei uns immer mal…], und ich versuche, das mit meiner Stimme zu verhindern.
Bin nun mal´ne gemäßigt linke grüne Socke. Wir machen das so. 😉

Das Problem dabei ist: Der Sieger heisst immer Roland Koch!
Egal ob er sich vorher einen Schwarzgeldskandal, unappetitlichsten Rechtsaussenpopulismus oder zur Abwechslung mal einfach nur eine sehr subobtimale Bildungs- und Umweltpolitik samt schlechtem Wahlergebnis geleistet hat, am Ende zieht er – trotz meiner unweigerlich anderslautenden Stimme – doch immer wieder in die Hessische Staatskanzlei ein.
Inzwischen steht´s 3 zu 0 für ihn (´99, ´04, ´08 ) – und bevor der heutige Tag zu Ende ist, wird da zweifellos ein 4 zu 0 draus geworden sein…
Hachja.
Mal ehrlich: Auf die Dauer ist das irgendwie schon ein bisschen frustrierend!
Da kann man nur sagen: Och menno!
Oder auch: „Eine hessische Landtagswahl dauert 10 Stunden und am Ende gewinnt immer Roland Koch“ (frei nach Gary Lineker).

Aber natürlich kein Grund, aufzugeben- irgendwann wird´s doch noch mal was mit dem Regierungswechsel, und bis dahin kann ich wenigstens wahrheitsgemäß darauf verweisen, dass ich nicht Schuld am Roland bin. Zumal Wählen wie wir alle wissen ja sowieso unsagbar wichtig ist, selbst wenn´s ständig wiederholt wird und nicht immer das gewünschte Ergebnis bei rauskommt – da gilt kneifen einfach nicht!

Langen Geschwafels kurzer Sinn: Heute ist Wahl, und der Matthias geht natürlich hin!

Was uns dann endlich auch um eigentlichen Laufbericht bringt.
Heute unter anderem auf dem Plan:
– Wählen Gehen
– Laufen

Zwei Aktivitäten außer Haus, da hab´ ich mir gedacht, man könnte doch eigentlich mal das Staatsbürgerliche mit dem Privaten verbinden und Beides zusammen erledigen – hab´ ich noch nie, also warum nicht mal ausprobieren.
Quasi „Laufen für die Demokratie“!

Wie genau macht man das?
Ganz einfach, funktioniert eigentlich wie eine ganz normale Tour, nur dass man ´ne Strecke plant, die am Wahllokal vorbeiführt, und seine Wahlkarte mitnimmt (am besten in einer wasserdichten Hülle, zumindest wenns so feuchtkalttrübwindigregnerisch ist wie heute).

Klang wie ´ne gute Idee, also hab´ ich genau das gemacht: Am frühen Nachmittag in die Laufklamotten gehüpft, die sicher verpackte Wahlkarte eingepackt, und zur ersten Tour meiner Lauferkarriere aufgebrochen, die durch eine Wahlkabine führen sollte.
Übrigens mal wieder ohne Nemo, denn der war in den letzten Tagen irgendwie nicht ganz so gut drauf. Und außerdem ist er als dreijähriger Hund sowieso nicht wahlberechtigt…

Wetter: Na ja. Der Schnee ist weitgehend weg. Dafür gab´s Schlamm. In Rauhen Mengen. Garniert mit Regen, tiefhängendem Wolken, und böigem Gegenwind. Aber hey, immerhin war´s mit 5° nicht wirklich kalt.

Direkt runter zum Wahllokal in der Jugenheimer Bürgerhalle wollte ich natürlich nicht, das wäre dann doch arg kurz gewesen, also lief ich stattdessen erstmal südwärts, auf dem morastig eingeschlämmten Blütenweg durchs Feld bis nach Alsbach. Dort dann rechts die Pasque-Str. runter, über die alte Bergstrasse und schließlich zwischen Ortsrand und Strassenbahntrasse bis zum Beuneweg.
Lief prima, trotz Schlamm und Wind und Regen: Gute Beine, sehr hohes Tempo, trotzdem alles frisch und locker (wobei die Tatsache, dass es erstmal tendenziell ein bisschen bergab ging, sicher nicht ganz unschuldig war).

Dem Beuneweg westwärts gefolgt, aus Alsbach raus, über die Strassenbahn, dann neben der Landstrasse durch die Äcker bis ins Nahe Bickenbach, dort nordwärts durch den Ort: Hügelstr., auf der Lundgren-Str. (jedesmal wenn ich hier langkomme, frage ich mich, ob die vielleicht nach Dolph Lundgren benannt ist – wahrscheinlich eher nicht, aber die Vorstellung finde ich irgendwie lustig… 🙂 ). den kleinen Hügel rauf, vorbei am Friedhof, runter in die Jugenheimer Str., dort kurz links, dann rechts die Darmstädter Str. hoch.
Weiterhin sehr schnell, ging immer noch gut – vielleicht ja auch der viele Asphalt, den ich so einfach nicht mehr gewöhnt bin, und der automatisch schnell macht (oder etwa doch das Gefühl, in staatstragender Mission unterwegs zu sein? Wer weiss…).

Ab hier war endlich mal wieder etwas neue Strecke angesagt: Links durch einen kurzen Fußgängerweg auf die Strasse „Im Hasenlauf“, der ich nach rechts folgte. Zwar „nur“ ein relativ unspektakuläres Wohngebiet (interessantestes Feature: Ein seltsam verkleidetes Haus, das laut Schild neben der Tür als neuapostolische Kirche fungiert. Was man so alles in Suburbia findet…), aber inzwischen ist man ja ganz froh, wenn man überhaupt noch das eine oder andere unerlaufene Stück in der Nähe findet.

Am Ende des Hasenlaufs weiter geradeaus, an der Hans-Quick-Schule vorbei, dann rechts die Waldstr. hoch zum nördlichen Bickenbacher Ortsrand, wo ich auf dem Randstreifen der B3 weiter nordwärts lief – keine ideale Laufroute, aber ebenfalls neu, und der Randstreifen war breit genug, dass man nicht ständig befürchten musste, von einem vorbeifahrenden Auto geplättet zu werden.
Sowas ist viel Wert, da kenn ich mich aus… 😉

Ein ganzes Stück an der B3 in Richtung Darmstadt, vorbei am Bergblick, dem Verkehrsübungplatz und der großen Schneise mit dem Saar-Rhein-Main-Weg, bis rein in den Wald an der Schwarztanne. Und zwar immer noch schnell, das bot sich hier direkt neben Bundesstrasse auch irgendwie an.
Nach ca. 1 km dann links vom Seitenstreifen ab in den Wald rein, kurz auf einer namenlosen Schneise westwärts bis auf den lokalen Wanderweg SJ3, auf dem dann wieder nach Norden.
Hier war´s heute ziemlich unfreundlich: Die hohen, schlanken Kiefern knarzten und ächzten ominös im Wind, es regnete ziemlich stark, und der schwere Waldboden hatte sich regelrecht mit Wasser vollgesogen und war schmierig/rutschig/schlammig.
Aber das hielt mich natürlich nicht auf, schliesslich musste ich immer noch Roland Koch abwählen!

Nach ein paar hundert Metern am Kaiserstein vorbei, dann einen kleinen Hügel hoch (dank Schlickschicht auf noch immer noch hartgefrorenem Boden dabei beinahe auf die Fresse geflogen), um den Dreimärkerstein (hier treffen sich die Gemarkungen von Pfungstadt, Bickenbach und Seeheim-Jugenheim) rum und schliesslich über die alte, halbvergessene Bahntrasse mitten im Wald, der ich dann nach rechts folgte und durch die alte Unterführung unter der L3103 in den Seeheimer Wald einlief.

Selbes Bild: Schlamm, knarzende Bäume, Regen. Hatte ich mich schon dran gewöhnt, also nix wie weiter, immer auf SJ3. Erst links bis zum Fuß der Autobahnauffahrt, dann wieder rechts von der Böschung der A5 wog, und dann immer geradeaus auf der Vogelschneise durch den Wald, bis ich schließlich wieder die B3 an der Seeheimer Reitanlage erreichte (Tempo weiterhin so hoch, dass ich sogar die wenigen gemächlichen Höhenmeter auf diesem Stück zu spüren begann. Heidenei…).

Mit dem Laufen neben der Bundesstrasse hatte ich inzwischen ja schon Erfahrung, also folgte ich ihr nach rechts bis zur großen Kreuzung vor dem Schuldorf und wechselte dort auf den Grundweg, der durch die Felder in Richtung Seeheim führt (und so voll Wasser stand, dass er die Bezeichnung „Weg“ eigentlich gar nicht verdient hat).
Inzwischen war ich übrigens etwas langsamer, allerdings nicht so sehr wegen der Ausdauer, sondern weil meine Brille angesichts von starkem Regen und kaltem Wind ständig so zu war, dass ich regelmäßige kurze Brillenputzpausen einlegen musste, um überhaupt was zu sehen.
Mistwetter (und nein, liebe Kommentatoren, ich denke trotzdem nicht über die Anschaffung von Kontaktlinsen nach, worüber sollte ich denn dann bitteschön noch meckern 😉 )!

Grundweg hoch bis fast nach Seeheim, dann rechts ab in den Wald rein und in Richtung Schuldorf. Das mieseste Stück der ganzen Tour, dank der zu Eis gepressten durchgängigen Schneeschicht auf dem Weg, die oben schon taute, unten aber noch massiv gefroren war – das war so schlüpfrig wie Roland Koch vor dem Schwarzgelduntersuchungsausschuss (um Politik und Polemik mal nicht ganz zu vergessen.. 😆 ).

Nach ein paar hundert Metern links, auf dem sandigen Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus – Sandboden kommt bei soviel Nässe übrigens überraschend angenehm, da saugt sich das Wasser nicht rein sondern sickert offenbar einfach durch) zum stillen und halbvereisten Entenweiher im Wald zwischen Seeheim und Schuldorf. Dort rechts, kurz am Ufer entlang, dann rechts ab und auf einem unmarkierten und mir völlig unbekannten Waldweg bis zur Tennishalle am Schuldorf.

Links, am Schuldorf (Okö-Ufo und 8er/9er-Bau) entlang bis auf den Parkplatz, an dessen Ende durchs Gestrüpp bis auf den Radweg neben der L3103, unter der Schuldorf-Brücke durch, und zurück nach Jugenheim hoch. Dort gleich die erste rechts, an der Bushalle vorbei, dann links über die Strassenbahn zum Wahllokal in der Bürgehalle.

Der große Moment. Kurz durchgeatmet, die Wahlkarte aus der Innentasche der Laufjacke gepfriemelt, und wählen gegangen.

Mal unter uns: Ich wähle gerne. Die ernsthafte und würdevolle Atmosphäre, die typischen Abläufe mit ihrer formellen Gravitas, und das Gefühl, etwas Wichtiges zu tun und dem Gemeinwesen damit als einzelner Bürger näher zu sein als im sonst irgendwann im Alltag, das fühlt sich einfach… richtig an.

Heute ging´s übrigens ziemlich schnell: Fast nichts los, ich konnte direkt zur Wahlkabine, meine zwei Kreuzchen machen (Ha! Nimm das, Roland!), und den Wahlschein einwerfen.
Nach drei Minuten war ich wieder draussen. Soll noch mal einer Behaupten, Wählen wäre Zeitverschwendung – wer die paar Minuten nicht aufbringen kann, um von einem seiner wichtigsten Bürgerrechte gebrauch zu machen, dem ist echt nicht mehr zu helfen…

Und damit hatte ich´s auch fast geschafft: Nur noch schnell die letzten 800 oder 900 m. durch Jugenheim, und schon war ich wieder zuhause. Mission „Run & Vote“ beendet.

Sportlich gesehen eine ordentliche Tour, vor allem weil ich wirklich ziemlich schnell gewesen war. Wohl die Schwingen der Demokratie, die da Auftrieb gegeben haben.
Politisch gesehen hat´s allerdings wohl wieder mal nicht geklappt – Wenn ich mir so die Hochrechnungen ansehe, scheint der alte Herr Ministerpräsident eindeutig auch der neue zu werden.
4:0 für den Roland.
Hmpf.
Aber hey, 2014 (oder 2010, oder 2011… wer weiss das schon so genau, hier bei uns in Itali…ääh Hessen?) ist ja schon wieder Landtagswahl, und dann wird alles anders… 😉

In diesem Sinne: Cheerio, und immer schön wählen gehen! 🙂

Strecke: 10,5 km
Zeit: 0:55 min reine Laufzeit (= 11,45 km/h bzw. 5:14 min/km) + 3 min Wählen
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 37,33% (3,92 km von 10,5 km)
Karte:
wahltour

M.

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15 Antworten to “Matthias läuft wählen (10,5 km)”

  1. markus Says:

    Krass, aber auch Respekt. Zu den wahlen bin ich noch nie gelaufen 🙂

  2. Hannes Says:

    Toll geschriebener Bericht. So gefällt mir das!

  3. Jana Says:

    Manche haben mehr Glück als Verstand – auch wenn man das bei den Wahlen nicht gern hören möchte … was musste Roland denn schon großartig leisten?
    Aber wir wissen schon seit Asterix, wie wichtig ein kleines gallisches Dorf sein kann 😉

  4. matbs Says:

    @ Markus: Einmal ist immer das erste Mal. Und da dieses Jahr ja zumindest noch eine Wahl ansteht, bei der auch die Nicht-Hessen mitmachen dürfen, kannst du´s ja auch mal ausprobieren. Zumindest schnell wird man dabei… 😉

    @ Hannes: Danke, war auch gut zu schreiben. So ein periphäres Zweitthema, das von der eigentlichen Routine ablenkt, bewirkt manchmal Wunder.

    @ Jana: Tja, so geht´s halt in der Politk – manchmal reicht da schon eine ziemlich miese Vorstellung, solange der Gegner nur eine noch schlechtere hinlegt. Und da der wichtigste Teil der hessischen Opposition sich in den letzten Monaten ja mit unglaublicher Beharrlichkeit und Konsequenz selbst implodiert hat, hat´s halt wieder mal für den Roland gereicht (übrigens auch bei uns in der Gemeinde, also nix mit Gallisches Dorf: http://wahl.hr-online.de/e/G432022.html 😀 ).
    Manchmal beneide ich euch Pfälzer ja so ein bisschen… 😉

  5. Gerd Says:

    Leider hat´s wieder nicht gereicht. 😦
    Aber dein Einsatz ist anerkennenswert. Irgenwann schaffen wir es. Ich bin sicher. 😆
    PS: Das mit den 4:10h für den Marathon kannst Du dir abschminken.
    ICH WILL SPASS BEIM LAUFEN. 😉

  6. innererschweinehundbesieger Says:

    Interessant, dass du dir das Wählen als Belohnung für den Schluß aufgehoben hast! Ich wär vermutlich zuerst wählen und dann auf große Tour gegangen. Politisch gesehen hätte man das dann allerdings auch als „Flucht eines Regimekritikers“ deuten können ,)

  7. matbs Says:

    @ Gerd: Wie gesagt, ich hab´ mir da nichts vorzuwerfen.
    Und du ja auch nicht, wenn ich deine Aussagen richtig deute.
    Also waschen wir unsere Hände am besten in Unschuld und harren der Dinge, die da kommen.
    Die Zeit arbeitet sowieso für uns, denn wir werden länger an Landtagswahlen teilnehmen können, als der Roland antreten kann (ist ja auch nicht mehr der jüngste), wir müssen das also nur aussitzen… 😆
    PS: Ich hab´s mir doch noch nicht mal AUFgeschminkt… 😉

    @ Jens: Ehrlich gesagt bin ich nicht mal auf die Idee gekommen, erst wählen zu gehen.
    So war aber auch der Fluchtweg kürzer… 😀

  8. Christian Says:

    Sehr schöner Bericht, wenn auch etwas politisch angehaucht B-)

    Aber eigentlich hätten die Tätigkeiten anders herum ablaufen sollen, denn erst die Arbeit (Wahl) und dann das Vergnügen (Lauf) 😉

    Salut

  9. Christine Says:

    Hut ab vor so viel Pflichtgefühl. Ich bin zum ersten mal seit ich wahlberechtigt bin nicht hingegangen. Es war klar, dass der brutalstmögliche Aufklärer gewinnt.
    Hier galt es jetzt mal mit den Füssen abzustimmen (wir sind doch Läufer, oder??) und der politischen Unkultur eine klare Absage zu erteilen. Und ich glaube, die Botschaft ist angekommen.
    Ich gehe mal davon aus, dass es nie wieder solche Kindereien gibt wie wir es hier im letzten Jahr erleben durften. Nächstes Mal laufe ich dann auch wieder hin.

    Aber dieses Mal habe ich bewusst verweigert.

  10. matbs Says:

    @ Christian: Politik und Laufen haben aber auch irgendwie viel gemeinsam, dass wissen wir ja spätestens seit dem marathonlaufenden Ex-Außenminister… 😉
    Oh, und als Arbeit würde ich die drei Minuten Urnengang jetzt nicht unbedingt bezeichnen – war eher eine nette, kleine Verschnaufpause zwischendurch…

    @ Christine: Ach na ja, ich war ja eh unterwegs, warum soll ich da nicht auch gleich noch wählen gehen?
    Wobei ich ehrlich gesagt verstehen kann, wenn man von dem ganzen Kasperletheater der letzten Monate erstmal die Nase voll hat.
    Ob uns sowas in der Zukunft allerdings erspart bleibt…
    mal sehen.
    Ich muss ja gestehen, dass mir noch ein bisschen länger Chaos trotz alledem lieber gewesen wäre als noch ein bisschen länger Roland Koch… 😉

  11. Christine Says:

    Mit Unkultur meinte ich eher die anderen.
    Parteiausschlussverfahren (die ja jetzt zurückgedreht werden, haha), handyfotos von Abstimmergebnissen, Koalitionsversprechen (bzw -absagen) die dann doch nichts mehr gelten und vor allem das Fehlen jedweden Gespürs dafür, wie der Wähler das alles wohl findet. Also summa sumarum: Gleiches Niveau wie „jüdische Vermächtnisse“ und „brutalstmögliche Aufklärung“.
    Hatte beschlossen, dieses mal nicht „Stimmvieh“ zu spielen.

    Ich hoffe auf zukünftig wieder inhaltliche Auseinandersetzung. Dürfte ja nicht schwer sein.

  12. matbs Says:

    Na wenigstens haben sich die Handyfotos ja dann wohl doch noch als Ente erwiesen, ganz so russische Verhältnisse haben wir also noch nicht… 😉
    Aber hier und da ein bisserl peinlich war´s allemal, da hast du natürlich recht.

    Na ja, jetzt ist ja eh erstmal wieder ein Weilchen Ruhe, zumindest bis zur Bundestagswahl. Mal sehen, wie inhaltlich es dann wird…


  13. […] Sache selbst äußere ich mich jetzt mal nicht, schließlich hatten wir ja gerade erst genug Politik, und außerdem habe ich meine Meinung zum Flughafenausbau bereits im oben verlinkten Laufbericht […]


  14. […] beim letzten Mal herrschte nicht allzuviel Andrang, entsprechend ging´s ruck-zuck – Zettel abgeholt, in die […]


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