STRECKENNETZ IN GANZ (und ein unmotiviertes Miniläufchen à 6,5 km)

27. Januar 2009

Ich hab´ ja schon verschiedentlich Ausschnitte aus meinem Streckennetz gepostet – und dabei immer ein bisschen bedauert, dass ich es nicht vollständig zeigen kann, weil es so umfangreich ist, dass Google Earth bei der Sichthöhe, die nötig wäre, um es ganz zu zeigen, die Pfade nicht mehr darstellt.

Schade eigentlich, wo es doch die läuferische Errungenschaft ist, auf die ich mit Abstand am stolzesten bin, weils das sichtbare Vermächtnis von eineinhalb Jahren intensiven Laufens, Entdeckens und Erlebens ist.

Und gestern ist mir dann die – eigentlich vollkommen offensichtliche – Lösung für dieses Problem gekommen:
Wenn ich kapiert habe, wie man normale Fotos stitcht (und das hab´ ich. Yaaayy for me! 😀 ), dann kann ich doch eigentlich auch mehrere Einzelbilder von meinem Streckennetz machen und die dann genauso zusammenstitchen!

Hingesetzt, ausprobiert und…

…et voilà:
Mein gesamtes Streckennetz am Stück, Stand Januar 2009:
streckennetz-januar09
(Die Kantenlänge des JPGs entspricht einer realen Ausdehnung von ca. 100 x 75 km)

Klickt ruhig mal drauf und guckt´s euch an, dafür hab´ ich´s nämlich gepostet!
(und wenn nicht jetzt dann gerne auch später, denn ich hab´ den Link dazu auch dauerhaft auf der Frontseite unter „Inhalt“ gepostet) 🙂

Oh, und ein bisschen Geduld nach dem Anklicken, das JPG ist über vier MB groß, das kann beim Laden ein paar Sekunden brauchen.

Noch mal kurz ein paar Eckdaten (ebenfalls Stand Januar 09. Oder gerne auch November 08, denn in den letzten Monaten hat sich da [leider, leider, leider] nichts geändert):

– Nördlichster Punkt: Frankfurt a.M, Ecke Eschersheimer Landstr./Bremer Str.
– Südlichster Punkt: Palatin in Wiesloch
Entfernung zwischen beiden Punkten: 93 km Luftlinie

– Westlichster Punkt: Westhang des Donnersbergs in der Pfalz, oberhalb von Marienthal
– Östlichster Punkt: Östlicher Ortsrand von Brensbach im Odenwald
Entfernung zwischen beiden Punkten: 73 km Luftlinie

– Höchster Punkt: Königsstuhl auf dem Donnersberg (687 m.ü.NN)
– Niedrigster Punkt: Rheinufer bei Gernsheim (ca. 85 m.ü.NN)

Besuchte Orte: 163 (in drei verschiedenen Bundesländern)
Gesamtlänge/gebrauchte Laufzeit: Keine Ahnung. Aber viel… 😉

Wie gesagt: Das Netz bildet das ab, was mir am Laufen am wichtigsten ist – Ich bin nicht besonders schnell, ich bin nicht besonders ausdauernd, aber ich bin bin wach, neugierig und geniesse die Freiheit, all das zu erkunden, was die Welt da draußen zu bieten hat. 🙂

Letztes Jahr war in der Beziehung nicht so berauschend, denn da ist das Netz weniger nach außen gewachsen, sondern vor allem dichter geworden.
Aber hey, 2008 ist vorbei, also hoffen wir mal auf ein spannedes, ereignisreiches, in die Ferne schweifendes Entdeckerjahr 2009…

Sonst noch was?
Ach ja, laufen war ich heute auch.
Ekligtrübes, lustloses, feuchtkaltes Wetter, dazu hatte ich auch noch einen matten, kopfschmerzigen Tag erwischt. Wenn der Hund nicht rausgemusst hätte, hätt´ ich´s wahrscheinlich gelassen.
So waren´s dann 6,5 dröge, trübe, nicht besonders tolle Waldlaufkilometer in den Hügeln hinterm Haus mit Nemo.
Dienst nach Vorschrift, keine besonderen Vorkomnisse…

Strecke: 6,5 km
Zeit: 0:41 h (= 9,51 km/h bzw. 6:18 min/km)
Neue Strecke: Nix fürs Streckennetz. Seufz…
Karte:
wutende-waldrunde
Ist zufällig genau dieselbe Strecke wie die Wütende Waldtour mit Hund von Ende November geworden, also hab´ ich der Einfachheit halber die Karte von damals verwendet – ignoriert einfach den Marker „Arschloch auf Mountainbike“, der ist von letztem Mal und hat für heute keinerlei Bedeutung…

M.

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12 Antworten to “STRECKENNETZ IN GANZ (und ein unmotiviertes Miniläufchen à 6,5 km)”

  1. Hannes Says:

    Einfach nur beeindruckend, wo du schon überall warst. Mach weiter so, das sieht toll aus!
    Und vor allem hast du massig viel Spaß dabei, immer neue Strecken zu entdecken.

  2. micke m Says:

    was du brauchst ist ein wenig Technik am Leib, das Dir die ganze Sache aufzeichnet, z.B auf ein paar Google Maps Karten oder denen von NAVTEQ. Nokia hat eben einen netten Laufpartner als Produkt angekuendigt und wri haben das Ding ein wenig getestet.
    Siehe:
    http://www.400days.net/?p=850

  3. matbs Says:

    @ Hannes: Vielen, vielen Dank! 🙂
    Weitermachen werde ich natürlich, zumindest sofern nichts dazwischen kommt – die Geschichte ist so unheimlich faszinierend und es gibt noch so viel zu entdecken, da will ich auf jeden Fall dranbleiben.
    Pläne hab´ ich auf jeden Fall schon mal einige in der Hinterhand (und zumindest einer davon ist so groß und ambitioniert, dass er alles, was ich bisher gemacht habe, in den Schatten stellen würde), aber dazu vielleicht später noch mal mehr… 😉

    @ micke m:
    Hi!
    Na ja, ich bin ja eigentlich ein alter, griesgrämiger Technophobe, deswegen habe ich bislang sehr bewusst auf GPS-Geräte u.ä. verzichtet. Hat zumindest für mich eigentlich auch immer gut geklappt, auch wenn das Plotten „per Hand“ ein klein wenig mehr Aufwand bedeutet (was aber andererseits dadurch aufgewogen wird, dass ich das Gefühle habe, mich bei der Nachbereitung intensiver mit den jeweiligen Routen zu beschäftigen).
    Die ganzen Strecken habe ich natürlich trotzdem in digitaler Form archiviert, als .kmz bzw. .kml-Files, die sich auch problemlos in andere Formate (z.B. .gpx) umwandeln lassen.

    Wie gesagt: Bisher ging´s auch ganz gut im Low-Tech-Modus, was auch irgendwie mehr meinem Selbstverständnis entspricht.
    Aber hey, wer weiss, vielleicht sattle ich ja irgendwann doch mal um (hoffentlich liest der Gerd das jetzt nicht… 😉 ).

    Trotzdem vielen Dank für den Tipp
    Gruß

    Matthias 🙂

  4. Kümmel Says:

    Und das Weschnitztal ist immer noch nahezu unberührt 😉

  5. Gerd Says:

    Da passt ja meine angedachte Strecke für unseren Lauf nahtlos dran. 😉
    Und die exaten Daten kriegst Du ohne Arbeit dann noch von mir digital zu Verfügung gestellt. 😆
    Beeindruckendes Laufnetz. Wow.
    Ich bin stolz auf dich. Hast Du jetzt schon mal Kontakt mit dem Katasteramt aufgenommen. 😉

  6. Sebastian Says:

    Chapeau, Matthias! Da hat sich über die Zeit ganz schön was angesammelt. Sieht von oben ein wenig nach Spaghettimonster aus.
    Gut, dass du dein Laufpensum so akribisch kartographierst.
    So eine graphische Übersicht bringt es auf den Nenner. Und zeigt schön, wie klein die Welt eigentlich ist und was man zu Fuß alles erreichen kann.

  7. Bernd Says:

    Mein „Streckennetz“ besteht gerade mal aus etwa 6 einzelnen Strecken, also im Vergleich zu Deinem sind das nur ein paar langweilige Linien. Ich finde da Dein dichtes Netz einfach toll. 🙂

  8. matbs Says:

    @ Alle: Dankeschön für die netten Kommentare! 🙂

    @ Kümmel: Leider, leider, leider.
    Aber dieses Jahr wird´s, da bin ich sicher – das ganze Weschnitztal von A (wie Albersbach, das hab´ ich ja immerhin schon mal) bis Z (wie Zotzenbach, das kommt noch). 😉

    @ Gerd: Cool, ich freu mich auf die Daten.
    Mit dem Landesvermessungsamt hab´ ich weiterhin keinen Kontakt – wenn die wissen wollen, wo ihre Karten nicht mehr stimmen, sollen die sich mal schön selbst melden… 😀

    @ Sebastian: OH MEIN GOTT, DU HAST RECHT: Ich hab´ den allmächtigen Schöpfer des Universums gelaufen, und es nicht mal gemerkt!
    So ähnlich müssen sich die Leute fühlen, die ein Abbild der heiligen Jungfrau auf ihrem Frühstückstoast entdecken…
    😆
    Das Vieles überraschend nah und erreichbar ist, das ist auf jeden Fall eine wichtige Erkenntnis, denn viele „Grenzen“ haben wir einfach nur im Kopf (so nach dem Motto „Zu weit weg“, „Da war ich aber noch nie, warum soll ich da hin?“ oder „Aber das ist doch soviel Aufwand“).
    Zugleich – und das ist das großartige daran – hab´ ich den letzten Jahren aber auch gelernt, wie unglaublich groß und spannend selbst der vermeintlich so bekannte Teil der Welt ist, den wir täglich um uns rum haben, und wieviel es dort zu entdecken gibt (geschweige denn weiter draußen…).

    @ Bernd: Na ja, das muss ja nicht so bleiben – probier´ doch bei Gelegenheit einfach mal´ ´ne siebte oder achte Strecke aus, vielleicht gefällt´s dir ja (und dann kommt irgendwann eine neunte dazu, und vielleicht die zehnte…). 😉
    Ich kann´s zumindest nur empfehlen, in den fast zehn Jahren, in denen ich die Lauferei jetzt mehr oder weniger ernsthaft betreibe, ist das „explorative Laufen“ (nennen wir´s einfach mal so… 😉 ) die mit Abstand schönste und befriedigenste Art zu laufen, die ich für mich entdeckt habe.

  9. Christian Says:

    Wenn ich das bei Dir so sehe Matthias, bekomm ich schon wieder Lust einen neuen Weg zu versuchen. Dabei bin ich gerade erst wieder von einem Lauf zurück, der auch 2 Kilometer neue Wegstrecke beinhaltet hat. Habe heute nämlich beschlossen, es Dir in ähnlicher Weise gleich zu tun. Werde versuchen bis zum Sommer, die gesamten Wege an den Westhängen der Weinberge abzulaufen. Vielleicht bekomm ich dann ein ähnlich dichtes Bild fertig wie Du 😉

    Schönen Abend noch

    PS: Ich seh da immer noch „Lücken“ :-))

  10. matbs Says:

    Die Lust kenn´ ich… 😀
    Klingt auf jeden Fall nach einem schönen Projekt, viel Spass dabei. 🙂

    Und falls du irgendwann mal beschliessen solltest, auch ein bisschen an der Netzausdehnung zu arbeitne und weiter nach Norden zu laufen, sagen wir mal vielleicht so bis hoch nach Heilbronn, dann lass es mich vorher wissen und wir treffen uns da… 😉

    Gruß

    Matthias

    PS: Ja ja, die Lücken. Ein paar lassen sich nicht vermeiden. Ausser man läuft auch mal querfeldein. Aber wer macht das schon… 😉

  11. Laufblog Says:

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