Noch ´ne kleine Waldrunde samt Entdeckung eines bisher unbekannten Pfädchens (7 km)

4. März 2009

Morgen soll´s ja schon wieder trüb und kalt und regnerisch werden, also hab´ ich mir auch heute nochmal schnell den Nemo geschnappt und mit ihm eine Mini-Runde durch den Wald gedreht.

Wieder ein klein bisschen weiter als die letzten, mit ein bisschen mehr Steigung: Wie üblich das untere Darsbergtal hoch (Burgenweg/blaues B bzw. Alemannenweg/rotes S), dann links, am Wasserturm auf der Anhöhe über dem Merck-Anwesen vorbei, dann rechts den Pürschweg (SJ2) hinauf.

Lief eigentlich wieder ganz gut, bloss mein linkes Bein will und will einfach keine Ruhe geben – wie auch schon in den letzten Tagen so ein dumpfes, unangenehmes Rumoren in der Wade, das teilweise bis zum Knie hoch- und bis zum Knöchel runterstrahlte, dazu ein leicht seltsames Ziehen an der linken Hüfte, außerdem fühlte sich das Bein insgesamt etwas schwächer und holziger an als das andere.
Wie gesagt: Nicht furchtbar schlimm, aber doch sehr unangenehm (zumal es im Lauf der Tour stärker wurde), und nachdem es seit Längerem konstant da ist, vielleicht doch was, was ich mal im Auge behalten sollte…


In der Kehre über Burg Jossa spontan links vom Pürschweg abgewichen den unglaublich kleinen, steilen, dornigen Trampelpfad am Rand der Darsbergwiese hoch (die letzten Meter ein bisschen gegangen, war einfach zu steil/zu schlecht, und das zentimeterhohe alte Herbstlaub war furchtbar rutschig).
Oben bei den uralten Findlingen kurz vor dem Gipfel ein bisschen verschnauft und die Aussicht in die Ebene genossen (ich)/das Bein an jeder vertikalen Oberfläche in einem 20-m-Radius gehoben (Nemo),
dann auf dem Bergkamm am Gipfel vorbei runter zur Darsberghütte und noch ein Stück den Pürschweg hoch in Richtung Melibokus.

Nach ein paar hundert Metern dann rechts (unmarkierter Weg durch das weite, halboffene Hochtal unterhalb vom Hohe-Stich-Weg) und runter zur Hoboken-Hütte über dem Eselsgrund.

Ursprünglich hatte ich hier rechts runter ins Sperbergrund-Tal gewollt, aber da (bis auf das zwickende linke Bein) alles bestens war, liefen wir stattdessen geradeaus weiter: Vorbei an der Hütte, auf dem Hoboken-Weg (gelbe 4) über die Kuppe des kleinen Vorberges hinter der Hütte (Geisberg???), dann einen steilen, schlechten Pfad am Hang runter (aua, mein linkes Bein!) bis auf den quer am Hang verlaufenden Geisbergkopf-Weg.

Auch hier hätten wir wieder rechts ins Sperbergrund-Tal abbiegen können (und das eigentlich auch vorgehabt), aber plötzlich entdeckte ich auf dem Hang auf der anderen Seite des Weges einen winzigen Trampelpfad, der mir noch nie vorher aufgefallen war.

Tsk, tsk, tsk Da denkste, du bist hier wirklich schon jedes noch so winzige Weglein gelaufen, und dann sowas: Unbekanntes Streckenstück mitten im eigenen Hinterhof, diese Entdeckung freute mich natürlich ungemein (wahrscheinlich sieht man den nicht mehr so gut, wenn erstmal alles grün und sommerlich bewachsen ist, deswegen hab´ ich den bisher wohl immer übersehen)!

Entsprechend mussten wir da natürlich runter.

Nicht wirklich einfach: Wirklich nur ein Pseudopfädchen, steil, geröllig, teils voll mit altem Laub, unter dem sich heimtückische Äste und große Steine versteckten, die nur darauf zu warten schienen, jedem, der sich hierherverrirt, die Knöchel zu brechen.
Kurzum: Ein Riesenspass! 😀

Wir schlidderten ein paar hundert Meter den Hang runter bis auf den nächsten Querweg.
Auf dem hätten wir rechts ins Sperbergrund-Tal abbiegen können.
Aber irgendwie hatten wir uns inzwischen ja dran gewöhnt, NICHT rechts ins Sperbergrund-Tal abzubiegen.
Also ging´s stattdessen geradeaus, weiter auf dem Pfädchen den Hang runter, nunmehr auf dem schmalen, rapide abfallenden Vorspurng/Grat zwischen Görschel-Tal und dem Tal unter dem Alsbacher Schloss.

Wie gesagt: Unsäglich schlecht zu laufen, aber neu und steil und abenteuerlich, das riss es dann wieder raus… 😉

Nach 250 m. (die letzten paar davon gingen nur mit übervorsichtigen Trippelschrittchen und der Hilfe von „Bremsbäumen“, an denen man sich festklammern konnte, um den Schwung abzufangen) erreichten stiessen wir von oben auf den Burgenweg an den Haimonskindern direkt oberhalb von Alsbach, und waren damit wieder mittendrin im vertrauten Terrain.

Kurz rechts, dann halblinks ab und den schmalen Trampelpfad (den hatte ich seit Blogbeginn auch noch nie genommen) abwärts auf die Wiese am Grillplatz Görschel, von dort runter nach Alsbach rein, und über Lindenstr./Hauptstr./Jugenheimer Str. und den Blütenweg im Feld zurück nach Hause.

Wieder ein bisschen weiter und steiler, klappte insgesamt wieder ganz gut.
Bloß dass das mit dem Bein immer noch nicht besser ist, das wird so langsam etwas nervig.
Werd´ es die nächsten Tage wohl noch mal ein bisschen schonen und mit diversen Cremes behandeln, damit es bei der gemeinsamen Tour mit Gerd am Samstag nicht schlapp macht.

Besonderes Highlight: Die unerwartete Entdeckung eines abenteuerlichen, unerlaufenen Pfädchens mitten in meinem Kern-Lauf-Areal. Ist einfach schön, dass es selbst im eigenen „Hinterhof“ noch die eine oder andere kleine Überraschung zu finden gibt… 🙂

Strecke: 7 km
Zeit: Schon wieder nicht drauf geachtet
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 9,86% (0,69 km von 7 km)
Karte:
darsberg-pfad-zum-gorschel

M.

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4 Antworten to “Noch ´ne kleine Waldrunde samt Entdeckung eines bisher unbekannten Pfädchens (7 km)”

  1. Christian Says:

    Mein lieber Matthias,
    Du glaubst, dass solche abenteuerliche Touren Deinem linken Bein zur Besserung gereichen ? Nee, nicht wirklich, oder ?
    Du musst selbst wissen was Du tust, aber ich find es schon vermessen 😎

    Ansonsten hat mir dein Bericht sehr gefallen und ich hab den erhobenen Zeigefinger erstmal wieder eingepackt. hab ich da was von Schonung gelesen ?

    Ich wünsch Euch Zwei sehr viel Spass bei Regen und Sturm am Samstag im Gerd-Land auf der grossen Tour 😉 Bin jetzt schon neidisch und gespannt.

    Grüße

    Christian

  2. Hannes Says:

    Schön, wenn man nochmal etwas Neues entdecken kann. Das hätte man bei dir direkt in der Nähe ja nicht mehr erwartet!

    Aber pass auf dein eines Bein auf, ja? Schön dehnen und kräftigen, vielleicht reicht das ja schon? 😉

  3. matbs Says:

    @ Christian: [mit niedergeschlagenem Blick, leicht nuschelnd] ´schuldigung Herr Dokter.

    Das mit dem Bein ist aber auch wieder mal so ein blödes Wehwehchen, das zwar lästig genug ist, ums zu bemerken, aber nicht so schlimm, als dass es unbedingt nach Schonung schreien würde (zumal ich die letzten zwei Wochen ja schon genug geschont hab´).
    Außerdem hatte ich sowas auch schon früher, das hat sich bisher immer irgendwann wieder gelegt. Vielleicht ´ne kleine Muskelzerrung oder wasweisich.
    Aber heute und morgen lauf´ ich nix, versprochen…

    @ Hannes: Ja, also zumindest mich hat das mit dem Pfädchen auch total überrascht. Man muss halt immer die Augen offen halten.

    Und das mit dem Dehnen: Och nööö, wo ich doch so dehnfaul bin… 🙂


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