Welterbe im Nieselregen: Heppenheim – Lorsch – Heppenheim (10,8 km)

29. April 2009

Ok, so langsam hab´ ich´s kapiert:
Große, lange, anstrengende Touren ins Unbekannte sind vorerst noch nicht so ganz drin.
Aber das heisst ja nicht, dass ich ganz aufs Entdecken neuer Strecke verzichten muss – mach ich halt erstmal kleine, kürzere, nicht so fordernde Touren ins unbekannte (und halbbekannte) Flachland, das klappt ja immerhin schon wieder ganz gut.

Zum Beispiel heute. Da hatte ich mir aus dem Archiv der geplanten Läufe eine Strecke im südlich-zentralen Ried rausgesucht: Von Heppenheim westwärts bis Lorsch und wieder zurück, mit dem Kloster Lorsch, seines Zeichens historisch überaus bedeutsamer Ort und UNESCO Welterbestätte, als eindeutigem Höhepunkt. Das Kloster hatte ich zum ersten und letzten Mal vor über eineinhalb Jahren kurz mit Ingo besucht, und wollte es mir seitdem immer noch mal anschauen – am liebsten mit Foto, aber den hab´ ich dann doch daheimgelassen weil das Wetter so trüb und traurig war, das hätte keinen guten Bilder gegeben.

Start am Vorabend in Heppenheim, auch bekannt als „Die Stadt mit den zwei Gesichtern“ – die Heppenheimer Altstad im Osten am Fuß der Berge ist eine der schönsten an der ganzen Bergstrasse, mit der eigentlich nur noch Weinheim mithalten kann. Der Heppenheimer Westen hingegen besteht aus nicht so richtig ansprechenden Neubaugebieten und einem riesenhaften tristen Industriegebiet, dessen ästhetische Qualitäten stark gegen den absoluten Nullpunkt tendieren.
Und genau hier ging´s heute los, und zwar auf dem Parkplatz des Burger King an der Tiergartenstr.

Nur fürs Protokoll: Auf einer zehnstufigen Skala schöner Tourausgangspunkte (wobei die 10 Schloss Neuschwanstein ohne Touristen an einem sonnigen Frühlingstag wäre und die 1 eine ungeputzte Bahnhofstoilette mit bewusstlosem Junkie vor den Pissoirs), ist ein Burger King-Parkplatz im Industriegebiet schon recht weit unten (ich hätte ihm aus rhetorisch-humorigen Gründen ja gerne eine -2 gegeben, aber so schlimm wie eine ungeputzte Bahnhofstoilette mit Junkie war er dann doch nicht…).
Gerade bei dem heutigen Wetter: Tief hängende bleigraue Wolken, beständiger Nieselregen, Temperaturen um die 10° Celsius.
Nicht gerade freundlich, zumal auch noch ein eisiger Wind wehte, der zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit eine unangenehme, klamme Kälte erzeugte.
Und ich mit kurzen Klamotten.
Brrr.
Wo ist denn nur der 20°-Frühling von letzter Woche geblieben?

Ich verzichtete spontan aufs Dehnen und lief direkt los, um mich ein bisschen aufzuwärmen. Natürlich wieder langsam, behutsam, ruhig.
Runter vom Parkplatz, rechts die Tiergartenstr. hoch.
So ca. 120 m., dann erreichte ich die große Kreuzung, an der die B460 von der Autobahn nach Heppenheim reinführt und musste an der Fußgängerampel warten.
Richtig warm war ich irgendwie noch nicht, entsprechend gar nicht so angenehm, aber immerhin konnte ich die fast 2 Minuten Wartezeit nutzen, um leicht bibbernd ein bisschen was vom Dehnen nachzuholen.

Endlich ging´s weiter: Nordwärts über die Kreuzung, dann die Bürgermeister-Kunz-Str. entlang, eine breite Umgehungsstrasse durch die Äcker, die immerhin an beiden Seiten schön breite Radwege vorzuweisen hat.

Nach vielleicht 400 m. dann halblinks/geradeaus auf den Fahrweg zum NSG beim Jochimsee, dann gleich links, auf einem halbmarkierten Asphalt-Radweg (kein Marker, aber ein Schild mit einem Fahrrad und der Aufschrift „Rundweg“ drauf) westwärts, unter der A5 durch, und schließlich weiter geradeaus durch die weiten Felder in Richtung Lorsch.

Tagesform übrigens ok – nicht superspritzig, aber es lief ordentlich. Außerdem war ich trotz Regen und Wind ganz gut gelaunt, entsprechend gefiel´s mir hier eigentlich recht gut – weite, sattgrüne Felder, hin und wieder mal aufgelockert durch frischbelaubte Baumgruppen, obendrüber ein spekatkulärer Himmel aus dunkelblaugrau aufgewölbten Turmwolken (von denen ich allerdings hoffte, dass sie nicht in meine Richtung treiben würden, denn auf Platzregen hatte ich dann doch keine Lust).
Nicht das schönste Stück Ried, aber auf seine Art durchaus ansprechend.

Nach ca. 1,3 km endete der Weg nach Westen dann an einem Querweg. Eigentlich hatte ich nach dem Studium der Wanderkarte gehofft, hier auf dem Deich neben einem Kanal weiter westwärts laufen zu können, aber da gab´s leider keinen Weg.
Also musste ich links runter und am Rand der B460 weiterlaufen.

Nicht sehr nett.
Hier gibt´s zwar einen ordentlichen Seitenstreifen, aber der ist gerade mal einen Meter breit, und so direkt neben der Fahrbahn der extrem stark befahrenen Bundesstrasse zu laufen („Whusch! Whusch! Vroooom!“) war dann doch ziemlich unangenehm.
Zum Glück gab´s nach 200 m. auf der anderen Strassenseite einen parellel verlaufenden Feldweg, auf den ich wechseln konnte und der bis an die L3111/Friedensstr. nach Lorsch führte.

Hier gab´s keinen richtigen Seitenstreifen mehr, aber dafür war weniger los und ich musste nur ein kurzes Stück direkt an der Fahrbahn laufen – auf einer Brücke über die Weschnitz, dann rechts von der Strasse ab auf den Odenwaldklub-Weg HW24 (die Markierung sieht aus wie ein gelbes, auf dem Kopf stehendes „T“).

Das war jetzt mal ein schönes Stück, unter alten, knorrigen Bäumen und vorbei an Pferdeweiden bis zur Odenwaldallee am Lorscher Ortsrand, von dort aus dann durch ein hübsches wenn auch etwas neureich wirkendes Neubaugebiet (große Häuser mit schön begrünten Gärten, sauber gepflasterte Strassen, viele dicke Autos vor den Häusern) über „An der Glockenwiese“ und den Gorzer Weg bis nach Lorsch hinein, geradewegs zum großen Parkplatz östlich des Klosters.

Von der Seite hatte ich mich dem Kloster noch nie genähert, entsprechend überraschte es micht etwas, dass das Kloster auf einem kleinen Hügel liegt, denn von Westen kommend bemerkt man das nicht.
Aber schon sehr hübsch, die kleine ummauerte Anhöhe mit ihren Wiesen und alten Bäumen, zwischen denen die Reste der Klosterkirche aufragten. Schon mal sehr stimmungsvoll und hübsch.

Ich lief geradewegs über den Parkplatz und folgte dann der Umfassungsmauer nach rechts, eine kleine Treppe hinauf bis an die Nibelungenstr, zu einem kleinen schattigen Plätzchen namens „Ludwigsruhe“, offensichtlich so genannt zu ehren Ludwigs des Deutschen, der von 840 bis 876 n.Chr. erster König des ostfränkischen Reiches war und in Lorsch begraben liegt (zumindest ließ das die Plakette aus dem Jahr 1877 vermuten, die hier an der Mauer angebracht war). Daneben eine Infotafel neueren Ursprungs zum „Lorscher Bienensegen„, einer der erste mittelalterlichen Dichtungen, die heute noch überliefert sind:

„Kirst, imbi ist hûcze
Nû fluic dû, vihu mînaz, hera
Fridu frôno in godes munt
Heim zi comonne gisunt

Sizi, sizi, bîna
Inbôt dir sancte Maria
Hurolob ni habe dû
Zi holce ni flûc dû

Noh dû mir nindrinnês
Noh dû mir nintuuinnêst
Sizi vilu stillo
Uuirki godes uuillon“

Oookay…
Notiz an mich selbst: Vor einer Zeitreise ins Mittelalter unbedingt Mittelhochdeutsch lernen!

Und weiter, die Nibelungenstr. runter, vorbei am Museum für Volkskunde (in dem gerade eine Sonderausstellung mit dem Titel „Liebe, Lust und Frust“ gastiert, die sich mit Partnersuche und Sexualität in vergangenen Jahrhunderten beschäftigt. Mit Keuschheitsgürteln, unzüchtigen Dachziegeln, und Biedermeier-Pornografie. Klingt irgendwie lustig…) und bis auf den hübschen Lorscher Marktplatz mit seinen schön restaurierten alten Häusern und den vielen gemütlichen Strassencafés (die heute allerdings witterungsbedingt nicht gerade gut besucht waren).

Und natürlich dem Haupteingang zum Kloster Lorsch.
Dafür war ich hier, also links und durch die herrliche, grandiose Königshalle, die als eines der besten Beispiele für karolingische Architektur und einer der ältesten erhaltenen nach-römischen Steinbauten in Deutschland gilt, in den Klosterpark.

Kurzinfo: Das Benediktinerkloster Lorsch wurde 764 n. Chr. gegründet und wenige Jahre später zum Reichskloster unter der Schirmherrschaft Karls des Großen erklärt. Als solches war es unabhängig von den umliegenden Bistümern und entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten zu einem der mächtigsten und einflussreichsten politischen Akteure in Südwestdeutschland. Während seiner Hochphase im 11. Jahrhunderten erstreckten sich seine Besitztümer und Lehensgebiete über die gesamte Rheinebene und angrenzende Gebiete und reichten von der heutigen Schweiz bis an den Niederrhein. Zugleich bildete das Kloster mit seinem großen Skriptorium und einer – für die damalige Zeit – immensen Bibliothek auch eines der bedeutendsten Zentren von Bildung und Wissenschaft nördlich der Alpen. Ein beträchtlicher Teil dieser unbezahlbaren Sammlung von Schriftstücken fiel allerdings 1090 einem Feuer zum Opfer, das ausbrach, als man am Namenstag des heiligen Benedikt ein Fest feierte, bei dem traditionell brennende Holzreifen in die Luft geschleudert wurden. Einer davon landete an der Klosterkirche, die sich prompt entzündete und einen erheblichen Teil des Restklosters gleich mitansteckte.

Mal unter uns: Die Menschen im Mittelalter waren total irre.
Verrückt wie die Scheisshausratten, und zwar allesamt…

Im späten 12. Jahrhundert begann der Niedergang des Klosters, 1232 verlor es schließlich seine Unabhängigkeit und wurde Teil des Erzbistums Mainz. 1564 wurde es im Zuge der Reformation aufgehoben und seine Bausubstanz schließlich im Dreißigjährigen Krieg weitgehend zerstört, was übrig war wurde in Teilen in späteren Jahrhunderten zerstört oder umgebaut.

Das wichtigste Erbe des Klosters ist der „Lorscher Codex„, eine Mischung aus Klosterchronik und mittelalterlichem Geschäftsbuch, in dem fast 4000 Schenkungen, Transaktionen und Urkunden aus mehreren Jahrhunderten verzeichnet sind. Der Codex ist damit nicht nur ein unschätzbar wertvolles Dokument für Mediävisten (denn der Rest des Mittelalters hat sich offenbar nie die Mühe gemacht, seine Geschäfte organsiert schriftlich festzuhalten), sondern enthält außerdem die urkundlichen Ersterwähnungen von hunderten von Orten in ganz Südwestddeutschland (was nicht unwichtig ist, weil das Alter von Dörfern und Städten bei uns grundsätzlich ab der urkundlichen Ersterwähnung berechnet wird).

So, zurück in den Klosterpark. Der ist erstmal etwas bescheidener als man es vielleicht von einer Welterbestädte erwarten würde – mit so grandiosen Welterbestätten wie dem Mittelrheintal, dem Kölner Dom oder der Altstadt von Bamberg kann Lorsch rein äußerlich nicht mithalten, zumal seine Bedeutung vor allem kulturhistorischer Natur ist.
Aber nett ist es hier trotzdem, selbst an einem feuchtkalten Frühlingstag bei Nieselregen.
Ich ging (es ist eine Welterbestätte, da joggt man nicht!) über den Vorplatz zwischen Königshalle und der letzten erhaltenen Rest der Klosterkirche, rüber zum schön angelegten Klostergarten, schaute mir dann nochmal den Kirchenrest samt Infotafeln aus der Nähe an, und machte mich dann – etwas unwillig, aber so langsam wurde es kalt – wieder auf den Weg, durch den unteren Klosterpark, am kurfürstlichen Haus und der alten Zehntscheune vorbei zum Südausgang des Klostergeländes, und zurück in die Gegenwart, ins regnerische und etwas trist wirkende Lorsch.

Und zwar in die Karolingerstr., der ich nach rechts in Richtung Altstadt folgte, vorbei an ein paar häßlichen biersaufenden Jugendlichen (und das Mittwochs gegen 17:45. Oh tempora, oh mores!), bis ich auf die Römerstr. südlich des Marktplatzes stiess, die ich links runter lief und schließlich halblinks in die Hügelstr. einbog.

Dann: Lange geradeaus, durch Hügelstr. (schlichte, alte Wohnhäuser mit hohen Hoftoren direkt am Bürgersteig) und Von-Hausen-Str. südwärts, bis ich nach ca. einem Kilometer den Ortsrand erreichte und halblinks in die Felder abbog.

Gerader Asphaltweg („In den langen Ruten“) unter alten Bäumen ostwärts, vorbei an Weiden und ein paar alten Bauernhöfen mit intensivem Stallgeruch (und gleich zwei schwarzen Katzen. Bringt das doppelt Unglück?) bis zum ca. 1 km entfernten Uferdamm der Weschnitz, dort kurz rechts, dann an einem Stauwerk über den Fluss (bzw. die Flüsse, denn die Weschnitz teilt sich bei Weinheim in zwei Teile, die hier wieder zusammenfliessen) und schließlich auf einer ewig langen Gerade durch die Äcker zurück in Richtung Heppenheim (wieder HW 24, auf dem Kopf stehendes gelbes T).
Bisschen eintönig, aber der Blick auf die wolkenverhangene Bergstrasse mit ihren Weinbergen und bewaldeten Höhenzügen war sehr nett.
Der auf das darunterliegende Heppenheimer Industriegebiet allerdings nicht so sehr.

Nach eineinhalb Kilometern vorbei am Heppenheimer Klärwerk und der in einer unglaublich niedrigen Unterführung unter der A5 durch (lichte Höhe vielleicht knapp 2 M., direkt darüber die Betonplatten des Autobahnfundaments. Fühlte sich leicht mulmig an) und mitten rein ins Industriegebiet im Heppenheimer Westen.
Lagerhäuser, klobige Zweckbauten von Mittelstandsunternehmen mit seltsamen Namen, die übliche Parade an Schuhoutlets, Freßbuden und schäbig wirkenden Bau- und Medienmärkten – besonders hübsch war´s nicht, also erspar ich uns mal die Details und beschränke mich auf „via Westerwaldstr., Hunsrückstr. und Tiergartenstr. zurück zum Ausgangpunkt vor dem lokalen Burgerking“.
Ende.

Hmja. Wettermäßig und landschaftlich keine Supertour, aber erträglich und neu. Körperlich ok, insgesamt hab´ ich mich heute nicht ganz so spritzig gefühlt, aber die Schulter hat mitgemacht, und den vielen Asphalt hab´ ich auch gut weggesteckt.
Und das Kloster war auf jeden Fall ein Highlight, selbst bei Nieselregen.
Vielleicht lauf´ ich da doch noch mal irgendwann mit der Kamera vorbei und mach´ eigene Bilder…

Strecke: 10,8 km
Zeit: Keine Ahnung. Mit Sightseeing auf jeden Fall über ´ne Stunde.
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 97,22% (10,5 km von 10,8 km)
Karte:
hp-lorsch

M.

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16 Antworten to “Welterbe im Nieselregen: Heppenheim – Lorsch – Heppenheim (10,8 km)”

  1. Torsten Says:

    „es ist eine Welterbestätte, da joggt man nicht“ – Jetzt kann ich auch verstehen warum mich die paar Leute auf der Marksburg so komisch angeschaut haben, als ich wie gestochen hin und her gerannt bin. 😉

    Schöne Tour hast du da gemacht, das Kloster finde ich sehr sehenswert. Muss ich auch mal hin.

  2. matbs Says:

    Hi Torsten,

    naja, bei einem Welterbe wie dem oberen Mittelrheintal, das ja immerhin 60 oder 70 km lang ist und mehrere Dutzend Orte umfasst ist die „joggt man nicht“-Regel vielleicht nicht ganz so bindend wie auf dem 40 000 Quadratmeter-Gelände des Klosters Lorsch… 😀

    Wie gesagt, das Klostergelände selbst ist nicht soo spektakulär. Aber es gibt ja genug andere tolle Sehenswürdigkeiten in der Nähe, mit der man es ggf. kombinieren kann.

    Gruß

    Matthias

  3. Kümmel Says:

    Sechs Tage früher und wir hätten uns vielleicht zufällig an der Einmündung zum Feldweg zwischen der Weschnitz und der B460 getroffen, als ich dort zufällig gehalten habe.

    Übrigens finde ich das Industriegebiet von Heppenheim gar nicht mal so schlimm. Ist natürlich selbst keine Sehenswürdigkeit, aber durch die relativ breiten Straßen, die weiten Einmündungen und die für ein Industriegebiet relativ dichte Bewaldung (ja, Wald ist übertrieben) habe ich mich dort noch nie unwohl gefühlt. Und dabei habe ich damals (wow, jetzt klinge ich ja schon furchtbar in die Jahre gekommen*) ziemlich viele Teile von Fahrstunden und Fahrprüfungen abgespult.

    *Aber da ich in einer gewissen gesundheitlichen Einrichtung in Autobahnnähe geboren wurde und das Gebäude nicht wesentlich älter ist als ich selbst, kann ich diesen Eindruck gleich wieder mit einer Obergrenze versehen.

  4. matbs Says:

    Hi Kümmel,

    knapp vorbei ist auch daneben.
    Wobei sechs Tage ja eigentlich schon gar nicht mehr ganz so knapp sind… 😉

    Ok, du hast recht, es gibt schlimmere Industriegebiete und da unten ist es tatsächlich wenigstens noch relativ grün und großzügig. Aber wenn man den Nieselregen-Faktor mit einberechnet und das Ganze in Relation zur tollen Heppenheimer Altstadt setzt, dann ist es doch irgendwie doch nicht so ganz die netteste Ecke der Stadt…

    Gruß

    Matthias

    PS: Oh, und wenn ich gerade eben zufällig kurz die richtige Gesundheitseinrichtung recherchiert habe, und die Jubiläumsfestschrift auf deren Homepage ein verlässliches Anzeichen für deren Bestehen ist, dann kann ich nur sagen:
    Komm du erst mal in mein Alter, dann weisst, du, was „furchtbar in die Jahre gekommen“ wirklich bedeutet! 😀

    PPS: Deine Strecke steht übrigens nach wie vor auf dem Plan, sobald das mit der Schulter wieder ganz im Lot ist und ich meine Grundfitness wieder ein bisschen erhöht habe!

  5. Christian Says:

    He Matthias, immer häufiger baust Du Bundesstrassen in Deine Touren ein, pass auf, bald fährst Du auf den Lärm und die Abgase ab, dann willst Du gar nicht mehr in den Wald und auf die Berge 😉
    Die Beschreibung Deiner Tourenausgangspunkteskalaoderwieimmerdasheisst find ich klasse und muss ich mir merken, obwohl bei mir ist es zu 99% eine 10, da ich von einem Schloss aus starte – you know, my home is my castle 😉

    Schönes verlängertes Wochenende

    Salut

    C.

  6. matbs Says:

    Hi Christian,

    mir bleibt ja nichts anderes übrig, da unten im Flachland herrscht eben eine hohe Bundesstrassen-Dichte.

    Aber morgen probier´ ich wahrscheinlich mal wieder die Berge, wo´s nur Land- und Kreisstrassen gibt… 😉

    Sofern dein Einfamilienhäuschen nicht haargenau wie Schloss Neuschwanstein ohne Touristen an einem Frühlingstag aussieht (oder zumindest vom durchgeknallten König Ludwig gebaut worden ist) kannst du höchstens von einer 9 starten, mehr ist da nicht drin… 😉

    Dir auch ´ne schöne Zeit

    Matthias

  7. Kümmel Says:

    Naja, dafür dass ich auch nur mal alle Schaltjahre in Lorsch bin, sind 6 Tage doch noch relativ knapp ^^

    Ich würde sagen du hast richtig recherchiert, aber du müsstest bedenken, dass diese Festschrift auch schon ein paar Tage auf dem Buckel hat – ich habe mich nämlich im ersten Moment ganz schön gewundert, um mal noch eine Untergrenze zu setzen ^^
    Auf Seite 7 ist der genaue Tag der Eröffnung zu finden und das passt dann schon eher mit dem zusammen was mir erzählt wurde.

  8. matbs Says:

    Ach, die zwei Jährchen, da bleib´ ich dabei:
    Komm du erst mal in mein Alter, dann weisst, du, was “furchtbar in die Jahre gekommen” wirklich bedeutet! 😉

    Morgen (bzw. heute, ist ja schon nach 12) werd´ ich übrigens meine erste Bergtour seit fast zwei Wochen versuchen, wenn Wetter und Schulter mitmachen und nichts mehr dazwischen kommt.
    Und zwar – endlich – ins Weschnitztal: Ein kleiner Elfer von Hemsbach über den Waldnerturm, Nieder-Liebersbach und Bonsweiher zum Kreiswald.

    Gruß

    Matthias

  9. Kümmel Says:

    Den Turm habe ich vor 6 bzw. mittlerweile 7 Tagen zum ersten Mal aktiv gesehen. Brech dir nicht noch einen Fuß, weil die Strecke in Hemsbach zum Turm hoch ist sowas von schlecht geteert. Aber vielleicht hast du ja auch irgendeinen Waldweg im Blick.

    Aufgefallen ist mir der Turm als ich meine große Weschnitztalrunde geplottet habe. Einmal rund ums Weschnitztal möglichst immer auf den Bergrücken. Das sind dann aber insgesamt doch ca. 75km, also schon recht happig.

    Wann möchtest du morgen/heute laufen?

  10. matbs Says:

    Schön da oben, oder? Ich bin ja auch erst einmal vorbeigekommen, als ich vor fast zwei Jahren etappenweise die Bergstrasse bis runter nach Heidelberg (bzw. Wiesloch) gelaufen bin, aber wollte ihn mir schon lange noch mal ansehen.

    Wie genau ich den Aufstieg mache weiss ich noch gar nicht – einerseits würde ich gerne die Strasse und das offene Tal am Waldnerhof hoch, andererseits zeigt die Karte (endlich mal die 8 😉 ) direkt daneben am Waldrand einen Fußweg (gelber Kreis) der ebenfalls nett aussieht und etwas länger(= weniger Steigung) zu sein scheint.
    Entscheide ich dann wahrscheinlich spontan, hab´ mal eineinhalb bis eindreiviertel Stunden für die Strecke angesetzt und will um kurz nach sechs am Kreiswald sein, also starte ich vermutlich so gegen halb fünf und schau´ einfach vor Ort, was reizvoller aussieht…

    Heidenei, 75 km rund um´s Weschnitztal, da sind aber schon mal zwei bis drei volle Wandertage nötig. Aber hübsch ist es auf jeden Fall, zumindest die Teile, die ich jetzt kenne (also alles bis auf den Süden Richtung Gorxheimer Tal). Schönes Projekt!

  11. Gerd Says:

    Warum musst Du immer wieder an Bundes- und Landstrassen langlaufen. Hier und da ein Schlenker und Du könntest dem verkehr doch ein bisschen ausweichen.
    Hauptsache Du kannst wieder laufen und kriegst genug Sauerstoff an dein Hirn! 😉
    Schönes WE!

  12. matbs Says:

    Humbug!
    Ich weich´ niemals nie nicht aus oder lass mich von sonem Kleinkram wie der B460 aufhalten.
    Wenn der Verkehr ein Problem mit mir hat, dann soll er halt ´nen Bogen machen! 😀

    Ok, im Ernst: Ich plane das ja meistens nicht, sondern gerate einfach hin und wieder mal in Situationen, wo ich vor Ort spontan umdisponieren und mir eine Alternativroute suchen muss. Und da ich ja sehr oft in Gegenden unterwegs bin, in denen ich mich nicht so richtig gut auskenne (und nicht immer nur in denselben 20 Quadraktkilometern Zimmner Wald, mein lieber Gerd… 😉 ), entscheide ich mich da im Zweifelsfall lieber mal für den Seitenstreifen einer großen Strasse, von der ich wenigstens weiß, dass sie dahinführt, wo ich hinwill, zumindest wenn´s nur ein paar hundert Meter sind.
    Besonders bei ekligem Wetter und/oder wenn ich langsam machen und es nicht übertreiben will.
    Einfach so auf gut Glück in die Pampa rennen ist zwar nett, wenn man die Zeit hat und topfit ist und die Pampa hübsch daherkommt, aber bei diesem Lauf wäre es einfach keine Option gewesen, denn selbst wenn ich den nächstbesten Ausweichweg durch die Felder gefunden hätte (und der sieht selbst auf der Wanderkarte [die ich ja nicht dabei hatte]total poplig aus), wären das zwei bis drei km extra geworden, und da hatte ich weder Zeit noch Lust zu.
    Also: B460.
    Kann/muss/darf auch mal sein, ich lauf überall, solang ich nur laufen kann… 😉

    Aber der Sauerstoff ist auf jeden Fall gut…

    Cheerio

    Matthias

  13. dauerlaufen Says:

    Auf die Kulturstättendichte auf deinen Laufstrecken bin ich neidisch. Ich habe dafür viel weniger Bundesstrassen und viel mehr Wald. Sobald ich längere Strecken laufen kann, nehme ich mir aber deinen Erkundungswillen zum Vorbild. Immer die gleichen Strecken ist natürlich langweilig. Vielleicht suche ich dann die schönsten Panoramaausblicke. Deine Berichte haben einen hohen Erlebnisfaktor.

  14. matbs Says:

    Hi dauerlaufen (klingt irgendwie total seltsam, oder? Irgendwann brauch´ ich da noch mal ´nen Vornamen von dir… 🙂 ),

    wahrscheinlich gibt´s bei dir auch total viel Interessantes zu sehen und entdecken. Man muss bloss die Augen offenhalten, dann findet sich da auch was.
    Ob du allerdings wirklich viel mehr Wald hast?
    Ich weiss ja nicht, hier an der Bergstrasse ist es auch ziemlich waldig, dieses Mal bin ich halt bloss in die andere Richtung, ins offene Flachland gelaufen. 😉

    Ich kann solche Erkundungstouren auf jeden Fall nur wärmstens empfehlen, die sind das allerbeste am Laufen.

    Vielen Dank für den Erlebnisfaktor
    sowie Gruß

    Matthias 🙂


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