Ich kann´s noch! Spontaner 28er durch die Berge hinter Seeheim-Jugenheim (27,9 km)

5. Juni 2009

Beim Sport soll man auf seinen Körper hören, heisst es.
Ok.
Meiner hat mir am Mittwoch, beim Lauf mit krampfigen Waden um den Erlensee, erklärt, dass er im Moment einfach keine so rechte Lust auf harten Asphalt im ebenen Flachland hat.
Das war relativ eindeutig.

Also sind wir heute ins Bergland. Nach Nordosten, in die steilen Hänge und tiefen Täler zwischen Seeheim und Ober-Beerbach, da gab´s zwischen Wald und Wiesen tatsächlich noch ein paar kleine, geheimnisvolle Wege auf der Wanderkarte, die ich noch nie gelaufen bin, das sah interessant aus und versprach Höhenmeter bis zum Abwinken, in kleinen, steilen Dosen (auf, ab, auf, ab, auf, ab…)

Genau gemessen hab´ ich die Strecke vorher nicht, irgendwas zwischen 10 und 15 km, war alles recht.
Aber einen guten Plan hab´ ich mir gemacht und mitgenommen, um die kleinen, geheimnisvollen Wege auch ja nicht zu verpassen, da oben in den dichten, zerklüfteten Wäldern navigiert sich´s nämlich gar nicht so einfach, selbst wenn man schon eine ordentliche Ortskenntnis mitbringt…

Start am Abend, kurz nach halb sieben. Freundliches Wetter, heiter, ein bisschen Sonne, ein bisschen Wolken, unter 20°, leichter Wind, etwas diesig. Gutes Laufwetter. Passte zu meiner guten Lauflaune.

Nordwärts durchs abendliche Jugenheim. Gemächlich und entspannt.
Vorgestern bei der Tour um den Erlensee hatten sich meine Waden von Anfang an gesträubt und mir zu verstehen gegeben, dass das ´ne harte Tour werden würde.
Heute hielten sie von Anfang an Ruhe und machten willig mit, also ob sie wüssten, dass uns heute vor allem weiche, freundliche Waldwege und schöne, angenehme Steigungen erwarten würden…
(Ja, ich geb´s zu: Wenn ich in die Berge laufe, dann nicht weil ich so ein harter Hund bin, der echte Herausforderungen sucht und sich richtig quälen will – im Gegenteil, ich mach´ das so ein bisschen aus Bequemlichkeit, weil mir bergiges Terrain in mancherlei Hinsicht einfach leichter fällt als das Flachland)

Durch den grünen Pauerweg mit seinen alten Villen und großen Gärten zur Hauptstr., dort geradeaus, am Eingang zum Heiligenberg und dem alten Rathaus und dem Roseneck vorbei, durch die ruhige, schattige Seeheimer Str., dann auf dem schmalen Pfad oberhalb der Feuerwehr durch die Felder und Gärten (Blütenweg: Gelbes B) rüber nach Seeheim.

Gleich am Ortseingang rechts den Zeppelinweg hoch. Der erste richtige Anstieg heute, 100 m. bei ordentlicher Steigung die Strasse hinauf.
Lief super – Atmung konstant, Tempo kaum reduziert, das flutschte nur so. Seehr vielversprechend, da hatte ich offenbar einen richtig guten Tag erwischt.

Weiter nordwärts, Karolinenstr. (leicht geschwungen, leicht bergauf, dann leicht bergab, nett), der womöglich namenlose grasige Fußweg an der alten Mauer unterhalb vom Goldschmidt-Park (womöglich ist der auch nicht nicht namenlos, aber ich hab´ keine Ahnung wie er heisst), dann halblinks den Domweg runter, rechts die Villastr. hoch (dabei ein bisschen die Villen bewundert, die alt genug sind, um aus einer Zeit zu stammen, als „Neureich“ und „Geschmacklos“ noch nicht synonym waren), und schließlich wieder links und kurz vor der Ober-Beerbacher Str. auf den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus), der im Zickzackkurs aus dem Ort hinaus und den steilen Wiesenhang am Kreuzberg hochführt.
Schöner Blick über Seeheim ins Ried (wenn auch etwas diesig), anspruchsvolle Steigung, mit ich mir schon das eine oder andere Mal richtig schwer getan hab´ – heute lief ich sie zügig und guter Dinge einfach so durch, ohne dass es richtig anstrengend gewesen wäre.
Prima! 🙂

Oben am Waldrand links, über den letzten Häusern vorbei und geradeaus auf den Lufthansa-Ring (Burgenweg, blaues B), der halblinks/geradeaus durch den Wald runter ins Ober-Beerbacher Tal (das eigentlich Elsbachtal heisst) führt.
Ciao, Höhenmeter, bis gleich… 😉

Im Talgrund kurz hinter Seeheim über die K143 nach Ober-Beerbach, auf der anderen Seite wieder in den Wald, den Burgenweg/Alemannenweg hoch in Richtung Karlshöhe.
Halber Kilometer bergauf, 50 oder 60 HM, schon ganz ordentlich – heute lief ich´s einfach so durch, gemächlich und und kontrolliert, ohne Probleme (wenn man mal von dem Drecksack von Kamikaze-Biker absieht, der mich an der ersten Kurve beinahe plattgebügelt hätte, weil er unbedingt mit 30 oder 40 Sachen den unübersichtlichen, kiesigen, steilen Waldweg runterbrettern musste. Natürlich ohne Helm, Vernunft oder Rücksicht, das stört die richtige coolen Jungs ja nur. Bastard!).

Oben auf der Anhöhe, da wo der Burgenweg eine lange Rechtskurve beschreibt bevor er dann zum Zehn-Wege-Platz an der Karlshöhe führt, fiel mir was Neues auf: Links am Wegesrand stand eine (neue?) Infotafel mit einem Plan des alten Seeheimer Schlossparks, der direkt unterhalb des Weges anfängt. Daneben ein kleiner Weg links runter in den Park, offensichtlich relativ frisch von Unkraut und anderem Bewuchs befreit – den hatte ich vorher noch nie bemerkt und war ihn entsprechend auch noch nie gelaufen.
Hmmm…
Ach, was soll´s, so ein kleiner Umweg schadet ja nicht: Spontan links von der geplanten Route abgewichen und in den Schlosspark runtergelaufen, der eigentlich gar kein richtiger Park mehr ist, sondern nur etwas lichterer Wald mit einigen Pfaden drin, an dessem unterem Ende das Seeheimer Schloss steht (heute Privatbesitz und die beste Wohnllage im Ort).
Bergab, steil bergab, halbrechts abwärts durch den Park/Wald bis zum unteren Ausgang hinterm Schloss.
Ciao, Höhenmeter, bis gleich…

Dort rechts, auf den Weg SJ3, von dem ich wusste, dass er ebenfalls zum Zehn-Wege-Platz führt (bei Zehn Wegen nicht weiter verwunderlich…). Und schon wieder bergauf, durch die friedlichen Hangwiesen über Seeheim. Weidende Kühe, ein bisschen Aussicht, angenehme Abendsonne, ein riesenhafter Feldhase (oder Waldwiesenberghanghase, um genau zu sein), der reisaus nahm, sobald er mich bemerkte, dann war ich auch schon wieder im Wald, erklomm die letzten Meter zur Karlshöhe und erreichte schließlich den Zehn-Wege-Platz am südlichsten Teil des Frankenstein-Massivs, auf dem es neben einer kleinen Schutzhütte tatsächlich total viele Wege gibt, die in alle Richtungen in den Wald führen (ob´s wirklich zehn sind weiss ich nicht genau Jedesmal wenn ich hier bin zähle ich nach, und jedesmal kommt dabei eine andere Zahl zwischen acht und zwölf raus…).

Hier muss man immer so ein bisschen aufpassen, dass man den richtigen Weg erwischt, gerade wenn man nordwärts in Richtung Frankenstein will, denn da hat man fünf bis sechs Alternativen zur Auswahl.
Ich nahm den Zweiten links von der Hütte, einen unmarkierten Waldweg an der Ostflanke des Frankensteins nach Norden durch den Wald führt, bis er schließlich über Nieder-Beerbach auf die Fahrstrasse zum Frankenstein führt – möglicherweise der Nieder-Beerbach-Weg oder Nieder-Beerbacher-Pfad, aber ganz sicher bin ich mir nicht.

Mannomann, hier war ich schon lange nicht mehr gelaufen…
Das letzte Mal war ich hier mit Ingo vorbeigekommen, vor fast zwei Jahren am 1.7.07, bei der allerersten Tour, die wir auf diesem Blog gepostet haben (heidenei, was waren das damals für kurze, unpräzise Laufberichte… 😀 ).
Damals war mir dieses Stück furchtbar steil und unendlich lang vorgekommen.
Heute nicht.
Schöner schattiger Wald, Mini-Steigung von durschnittlich ca. 5%, das lief sich quasi von selbst.
Superangenehm, und irgendwie schön zu sehen, dass zwei Jahre Training trotz Verletzungspausen, Zeit- und Stressorgen und Winterschlendrian einen merklichen Unterschied machen… 🙂

Nach ca. 1,4 km ging halbrechts auf den Galgenweg (gelbe 6) ab. Hier machte ich die erste Trinkpause und palaverte kurz mit zwei anderen Joggern, die mich darauf hinwiesen, dass ich da nicht runterlaufen solle, weil ich zuviel Höhenmeter verlieren würde, und mir nicht so recht glauben wollten, dass genau das der Plan war…

Und wieder bergab, den Galgenweg runter.
Ciao, Höhenmeter, bis gleich…

Nach ein paar hundert Metern eine kleine Lichtung am Hang, direkt danach rechts, kurz danach links – hier wollte ich eigentlich eine kleine Ehrenrunde um den „Dammrücksbühl“ drehen, einen Vorberg des Frankenstein-Massivs über dem Ober-Beerbacher Tal. Dummerweise war der (unmarkierte) Weg so schlecht und überwuchert, dass das nicht besonders gut klappt, also wechselte ich nach ca. 100 Metern querfeldein über den Hang auf den nächstniedriegeren Weg, dem ich dann irgendwie… folgte.
Vor Ort überhaupt kein Problem, der Weg war in gutem Zustand und ganz leicht abschüssig – bloß auf der Wanderkarte konnte ich ihn beim besten Willen nicht finden. Keine Ahnung, ob da die Karte nicht stimmt (was in über zwei Jahren, die ich mit den Karten laufe, nur ein- oder zweimal vorgekommen ist) oder ich es nicht auf die Reihe gekriegt habe, auf jeden Fall ging´s irgendwie abwärts, um eine scharfe Kurve, ein Stück oberhalb der Fahrstrasse im Talgrund entlang, und schließlich an den Wiesen des Schweizerlochs aus dem Wald raus.
Genau da, wo ich hingewollt hatte, auch wenn mir nicht ganz klar war (und immer noch nicht ist), wie ich da hingekommen war.
Hmm…
Ein bisschen seltsam, aber immerhin auf Kurs…

Links runter, immer noch auf dem Galgenweg zwischen dem Waldrand und den wunderschönen langgezogenen Wiesen des Schweizerlochs runter, auf denen rote Kühe in der Abendsonne weideten und Grillen zirpten. Etwas Gedankvenverloren, weil ich spontan an den Abend vor ca. 10 Jahren denken musste, als mein Vater sein Auto nach einem Jagdausflug zu einem der nahegelegenen Hochsitze hier sein Auto auf einen Zaunpfahl am Fuß der leicht abschüssigen Böschung gesetzt hatte, und wir dann mitten in der Nacht stundenlang im Schlamm ackern mussten, bis die Karre wieder flott war.
Those were the days… 😀

Unten: Wieder im Ober-Beerbacher Tal, aber schon ein ganzes Stück oberhalb von Seeheim.
Kurz links an der Kreisstrasse lang (weiterhin gelbe 6), kein Seitenstreifen aber wenig Verkehr (die beiden Autos, die mir entgegenkamen, schleuderten allerdings in Formel-Eins-tauglichem Tempo die schmale, abschüssige Strasse runter – wie sich das halt gehört im Odenwald, wo die einheimischen nur für Traktoren und den lieben Gott bremsen… 😆 ), nach 100 m. rechts ab, kurz durch die Wiesen, dann auf der anderen Talseite in den Wald am Kühlkopf.

Der nächste Aufstieg: Kurz rechts, dann links auf den Kühlkopfweg (gelbe 4), in der nächsten Kehre dann halblinks geradeaus und den unmarkierten Waldweg nach Ober-Beerbach hoch. Eigentlich hatte ich erwartet, dass dieses Stück ziemlich hart werden würde, stattdessen war´s jedoch total angenehm: Moderate Steigung, schöner Wald, nach ein paar Kurven tauchte erst rechts über mir der Ober-Beerbacher Sportplatz auf, dann gab´s links ein paar Ausblicke zwischen den Bäumen hindurch auf die hübschen Hangwiesen unterhalb des Dorfes, und dann war ich auch schon am Ortsrand, wo ich unter den toll gelegenen Häusern durch die Weiden lief, und schließlich nochmal etwas steiler aufwärts den nördlichen Ortseingang an der Eberstädter Str. (Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, roter Balken) erreichte.
Hübsch wie immer, Ober-Beerbach in seiner kleinen Talmulde, umgeben von steilen Hängen mit lichten Wiesen und dunklen Wäldern ist einfach ein schöner Anblick…

Rechts in den Ort rein, dann gleich wieder rechts, schmaler Fußweg zum Einstein-Ring, dann durch die Str. „Im Hesseltal“ hoch zu den letzen Häusern auf dem Rand des Talkessels und geradeaus auf dem Weg OB3 zurück in den Wald.
Neues Stück, noch nie gelaufen, wunderschön: Bergrücken mit Blick auf den Melibokus, links und rechts des Weges sonnige Weiden mit Pferden, richtig angenehm zu laufen.

Und abwärts in den Wald rein, runter zur Kreuzung am Schlößchen (das ist eine Kuppe, kein Gebäude).
Ciao, Höhenmeter, bis gleich…

Im Wald zwischen den Bergen westlich vor Ober-Beerbach (dem Kühlkopf und dem Kniebrecht) gibt es ein schmales, langes, schluchtartiges Tal, das zweifellos einer der abgelegensten Orte im ganzen Gemeindegebiet von Seeheim-Jugenheim ist. Keine Ahnung wie es heisst, die Wanderkarte und der Flurplan schweigen sich da aus, ich weiss nur, dass es das Tal mit dem Bach ist, der die Märchenteiche speist.
Und da wollte ich jetzt runter.

…und hatte schon wieder dasselbe Problem wie eben gerade am Dammrücksbühl: Mein wanderkartenbasiertes Plänchen liess sich einfach nicht mit der Realität vereinen – die Wege waren hier eindeutig anders als auf der Karte, egal wie sehr ich mich anstrengte, das auf einen Nenner zu bringen. Gleich zwei Kartenfehler auf einer Tour, das ist mir noch nie passiert!
Zum Glück war die Navigation aber trotzdem kein Problem: Ich wollte runter ins Tal, also musste ich immer nur bergab laufen, in mehreren Serpentinen den steilen Hang hinab, durch den einsamen, schönen Wald (hier kommt sicher fast nie jemand vorbei), bis ich unten war, und da dann einfach dem Bachlauf am dunklen, kühlen Talgrund folgen bis ich die Märchenteiche erreichte, die still und grün im Abendschatten lagen.

Und wieder aufwärts, zum – so dachte ich zumindest – letzten Aufstieg für heute, der es allerdings noch mal in sich hatte: Von den Märchenteichen die Flanke des Kniebrecht hoch und weiter bis auf den Tannenberg – 140 Höhenmeter auf 1,4 km Strecke…

…lief schon wieder beängstigend glatt. Ich hatte mir den unmarkierten Friedensquellenweg ausgesucht, der durch einen tief in der Bergflanke eingegrabenen Hohlweg durch den düsteren Fichtenwald bergauf führte, zwei Serpentinen machte, dann an einer T-Kreuzung nach rechts abknickte, und schließlich am Rand des Bannwalds am Kniebrecht (der seit ein paar Jahren ohne Forstwirtschaft vollkommen sich selbst überlassen wird) wieder in den Weg OB3 mündete, auf dem ich die Wegkreuzung am Fuß den Tannenbergs erreichte.
Topfit, praktisch nicht außer Atem, Puls ganz ruhig, bis hierher war der Aufstieg überhaupt kein Problem gewesen.

Deswegen nahm ich dann auch den kurzen Weg zum Tannenberg. Um mal zu zitieren, was ich beim letzten Mal, als ich hier vorbeigekommen bin drüber geschrieben habe:

Der läuft schnurgerade den Hang hoch, und ist eigentlich so steil, dass er nur von völlig durchgeknallten Hardcore-Offroad-Biker-Deppen mit Todeswunsch benutzt wird (und selbst das nur bergab…).

150 m. Strecke, 30+% Steigung.
Hehe… 🙂

Lustig, wie schnell einem bei solchen Passagen die Puste ausgeht.
Erstes Drittel: Gar kein Problem, joggte langsam und entspannt den Steilhang hoch und dachte noch sowas wie „Hey, eigentlich gar nicht so schlimm…“
Zweites Drittel: Uuuh, und dann war auf einmal die Puste knapp, und der Hang noch nicht mal halb zu Ende. Noch ein Schrittchen langsamer…
Letztes Drittel: Ging nicht mehr, die letzten paar Meter musste ich dann doch gehen, das war einfach zu steil und zu lang. Puuuh!

Oben dann noch ein Stückchen weiter am Hang bergauf in Richtung Tannenburg (nun wieder joggend, hatte mich schnell wieder erholt), bis zur letzten Serpentine unterhalb der Burgmauern. Ganz hoch wollte ich heute nicht, stattdessen hatte ich mir einen bisher unerlaufenen Trampelpfad ausgeguckt, der von hier den Westhang runter in Richtung Alexanderhöhe lief.
Zu meiner Überraschung war der sogar markiert: Alemannenweg/rotes S.
Prima, na dann bergab!
Ciao, Höhenmeter, das war´s dann für heute (dachte ich)…

Recht steil und schmal und steinig und sehr hübsch, so mitten durch den lichten, abendsonnigen Wald mit dichten Brombeerhecken links und rechts des Pfades – sehr nett und brachte mich war ruck-zuck runter an die Kreuzung vor der Alexanderhöhe.

Da machte ich dann erstmal Bestandsaufnahme:
Eineinhalb Stunden unterwegs, eigentlich sah der Plan vor, dass ich von hier aus direkt runter nach Jugenheim und nach Hause laufen sollte.
Aber ich war topfit.
Beine: Wie neu.
Kraft: Voll da.
Energie: Virtueller Zeiger mitten im grünen Bereich.
Kein Hunger, kein Durst, keine Müdigkeit, keine Beschwerden.
Nur ganz viel Spass.
Irgendwie hatte ich noch richtig Lust zum Weitermachen
Hmm…

Spontan reifte in mir eine etwas verrückte Idee: Als mich vorhin am Galgenweg die beiden anderen Jogger vor dem Höhenmeterverlust gewarnt hatten, hatte ich ein bisschen angegeben und gemeint, dass ich noch „In Richtung Melibokus“ wolle.
Was sachlich nicht falsch war, denn ich wollte ja nach Süden (= In Richtung Melibokus), aber viel grandioser daherkam, als es eigentlich gedacht war, weil´s implizierte, dass ich AUF den total weit entfernten Melibokus zu laufen gedachte…
Ehrlich gesagt so ein bisschen kleinlich, aber was erzählen die mir auch in MEINEM WALD (oder so), wo´s hoch und runter geht… 😉

Hmmm…
Aber wenn ich da jetzt wirklich noch hochlaufen würde, wär´s ja nicht kleinlich gewesen, sondern einfach nur die Wahrheit…
Hmmmmmmm…

Verfolgen wir mal kurz das interne Zwiegespräch zwischen meiner Abenteuerlust und meiner Vernunft:
A: „Hey, ich weiss was! Wir laufen jetzt noch auf den Melibokus

V: „Klar. Und danach verbessern wir unseren Kilometerrekord auf 3 Minuten, backen den besten Käsekuchen und knacken die Weltformel. Sonst noch was?

A: „Nee, echt jetzt, ich mein´s ernst: Wir laufen jetzt noch auf den Melibokus!“

V: „Du spinnst!! Wir sind sind jetzt schon 10 oder 12 km gelaufen [tatsächlich waren´s 14] und bis wir da oben und wieder daheim sind sind´s nochmal 10 oder 12 km! [tatsächlich waren´s 14] . Soweit sind wir seit dem Halbmarathon letztes Jahr nicht mehr gelaufen [tatsächlich waren wir schon seit dem Marathon vorletztes Jahr nicht mehr soweit gelaufen – gut dass Vernunft nicht genau bescheid wusste… :D] und du weisst ja wohl noch, wie wir da abgekackt haben! Ich weiss das noch, aber Hallo, Frollein!!! Und da ging´s am Ende nicht nochmal durch zwei Täler und 500 Höhenmeter bergauf!!!“

A:„Pööh, ach, letztes Jahr! Da war doch alles anders. Heute sind wir topfit, [da flunkert sie ein bisschen, die Abenteuerlust… :D] das ist überhaupt gar kein Problem, das kriegen wir locker hin. Glaub´ mir, ich kenn mich mit sowas aus“

V: „Jaja, duuu kennst dich aus. Wie war das noch, als wir uns total am Felsberg verirrt haben, weil Fräulein Abenteuerlust meinte, dass wir jetzt den unbekannten Weg da vorne hoch müssen…?“

A: „Menno! Das ist vier Jahre her und du reitest immer noch drauf rum. Und außerdem hat das doch Spass gemacht, oder?“

V: „Pfff, Spass, Spass, Spass, was Anderes fällt dir auch nicht ein, oder? Hast du mal geguckt wie spät es ist. In ´ner knappen Stunde geht die Sonne unter, und dann wird´s zappenduster da oben. Schon mal daran gedacht, häh? Nee, haste natürlich nicht, dass muss ich erledigen, sonst stehen wir da nämlich auf einmal mitten im Wald und es ist arschkalt und sackdunkel und…“

A: „Ha, daher weht der Wind: Du hast einfach nur Schiss, gib´s doch zu!

V: [Laut] „WAS!?!! ICH UND SCHISS?!! JA GEHT`S DENN NOCH!!!??? ICH HAB´ VOR GAR NIX SCHISS, ICH DENK´ NUR MAL NACH BEVOR WIR UNS WIEDER IN IRGENDEIN WAHNSINNSPROJEKT STÜRZEN, SONST MACHT DAS HIER NÄMLICH KEI… hey, hörst du mir überhaupt zu?“

A [im Singsang]: „Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss…“

V [Sauer]: „Gar nicht!

A: „Wohl!! Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss…

V: „ACH JA???!!!

A: „Jaaa!! Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss…“

V: [Pikiert]„Okay!!! Gut!! Gut!! Bittschön!! Wenn´s das ist, was du willst, gut!! Dann laufen wir jetzt halt auf den Melibokus.
Pff. Mir doch egal.
Wer´n ja sehen wer morgen wieder rumpienst und wimmert, wenn wir vor lauter Muskelkater nicht mal mehr aufs Klo wackeln können. Falls wir nicht vorher schon irgendwo unterwegs verschütt´ gehen!!!
Und dann werd´ ich lachen, du blöde Schickse, ‚Haha‘, werd´ ich dann sagen ‚Haha, siehstewohl, ich hab´s ja gleich gesagt’…“

A: „YAAAAAYYYYY, WIR LAUFEN AUF DEN MELIBOKUS!!!!!!

Und so sind wir dann nicht nach Hause gelaufen, sondern auf den Melibokus.
Nochmal genausoweit wie bisher, bloss noch etwas steiler.
Total der Irrsinn… 😀

Und abwärts: Den Burgenweg/Alemannenweg runter, um die Alexanderhöhe rum, dann NICHT rechts runter nach Jugenheim, sondern geradeaus, den unmarkierten Waldweg unter dem Jugenheimer Handyturm runter bis an die K146 im schönen Stettbacher Tal.
Dort links, 150 m. die Strasse hoch, dann über den Parkplatz vom Hotel-Restaurant Brandhof (wie immer Pickepackevoll, mit Autos von nah und fern. Wundert mich immer wieder ein bisschen, denn das Essen ist hier zwar durchaus gut, aber ein bisschen teuer, und es gibt Dutzende anderer Restaurants und Gasthöfe in der Nähe, die genausogut sind, aber wo sich fast nie jemand hinverirrt…) und schließlich rechts den Hofgrundweg (gelbe 2) hoch, der zwischen den Waldrand unterm Marienberg und der herrlichen langen Wiese des Hofgrunds aufwärts zum Höhenrücken zwischen Balkhäuser und Stettbacher Tal.
Nach 300 m. links am Waldrand eine einsame, kleine Bank aus massivem Stein, hübsch verziert und mit der Inschrift
In Gedenken an unseren Hans. Gefallen in den Karpaten am 12. Februar 1915„.
Finde ich immer ein bisschen traurig, weil ich mir den armen Hans vorstellen muss, der vor fast 100 Jahren weit, weit weg von zuhause sein zweifellos viel zu junges Leben in einem der sinnlosesten Kriege der Menschheitsgeschichte verloren hat, und an die Menschen, denen er sosehr gefehlt hat, dass sie ihm hier draußen ein Denkmal errichtet haben….

Kurz danach halbrechts in den Wald, weiter bergauf bis zur Kreuzung an der Kaiserbuche (einstmals der Ort, wo Zar Alexander II. gerne zu frühstücken pflegte, wenn er auf dem Heiligenberg weilte, heute leider nur noch ein toter Stumpf), dann links, auf dem rissigen Ex-Fahrweg zwischen Stettbacher und Balkhäuser Tal (SJ2) durch die Wiesen am Hechlersgrund (rechterhand freundliche Ponies, dahinter der täuschend nah wirkende Melibokus), in den Wald am Vogelherd, dort dann gleich rechts den schmalen Hechlersgrund-Weg (gelbe 5) runter und nach 200 m. über einen namenlosen Trampelpfad auf den schmalen Weg, der durch das hübsche, sumpfige Seitental unter dem Schulberg (die „Rohrwiesen?“) runter nach Balkhausen führt.
Ciao, Höhenmeter, bis gleich…

Während ich hier runterlief versank die Sonne hinter dem mächtigen Rücken des Darsbergs auf der anderen Talseite – die Dämmerung hatte begonnen.

Unten in Balkhausen dann hoch an die Felsbergstr. und der nach links gefolgt, aufwärts durch das endlos lange Dörfchen zwischen den schönen, steilen Hängen des Balkhäuser Tals, das ruhig und friedlich in den Abend hineindämmerte.
Der letzte Aufstieg hatte begonnen – 5 Kilometer und über 300 Höhenmeter bergauf.
Oy vey! 🙂

Zuerst mal überhaupt kein Problem: Die Durchschnittsteigung auf der Felsbergstr. in Balkhausen liegt im unteren einstelligen Prozentbereich, das ist so minimal, das merkt man überhaupt nicht.
800 m. aufwärts durchs Dorf, vorbei am kleinen Friedhof mit der Kapelle, dem kleinen Brünnchen über dem Talgrund, der kleinen Feuerwehr (hier ist vieles klein, das ist nett) bis zur großen Abzweigung nach Hochstädten, direkt dahinter links auf den alten Hochstädter Weg (SJ V) und bergauf aus Balkhausen raus bis zur Strassenbrücke am Schollrain.
Das war schon steiler, und so langsam merkte ich die fast 20 km und 600 oder 700 Höhenmeter, die mir inzwischen schon in den Knochen steckten: Beine etwas schwer und hart (aber da schaffte eine Dehnpause nochmal Abhilfe), Atmung kürzer, imaginäre Nadel auf dem imaginären Energie-O-Meter im gelben Bereich.

Und es wurde nicht besser, denn nun ging´s den Nibelungensteig hoch. Vor genau zwei Wochen war ich hier mit Gerd schön langsam und entspannt bei strahlender Nachmittagssonne runtergekommen, heute nun durfte ich langsam und nicht mehr ganz entspannt in der Abenddämmerung die Gegenrichtung hochschnaufen.
Heidenei, so steil war das aber neulich nicht gewesen!!!

Immer weiter bergauf, japsend und keuchend den herrlichen Weg auf dem Bergrücken zwischen Mühltal und Balkhäuser Tal hoch, über den plötzlich ein erbarmungslos kalter Abendwind pfiff, der meinen durchgeschwitzten Torso bis ins Mark durchfror, bis ich endlich den Waldrand unter dem Melibokus erreichte.
Brrrr…

Hier war dann der leichte Teil vorbei.
Jetzt ging´s richtig bergauf (zumindest mit dem Weg, mit dem Matthias ging´s derweil tendenziell eher bergab).
Am Rand eines schmalen Seitentals hoch zur Wegscheide unter den drei Quellen.
Uff. Aua. Siestewohl [sagte die Vernunft].
Ostflanke des Berges, dichter Wald, hier herrschte nur noch graues Halblicht, es war empfindlich kühl.

Dann scharf rechts, über an der abgeholzten Lichtung entlang auf den wunderschönen offen Bergrücken, von dem Gerd und ich neulich die tolle Aussicht nach Süden genossen hatten. Heute war sie nicht minder toll, der Himmel noch im feurigen rot der untergehenden Sonne, die Bergstrasse darunter hingegen in immer dunkler werdende purpurne Abendschatten gehüllt.
Hätte gerne länger verweilt und geschaut (und verschnauft), aber der eisige Wind und das sterbende Licht trieben mich weiter.
Aufwärts, immer aufwärts, mit kurzem Atem und schweren Schritten.
Zwischendurch ging ich jetzt immer mal ein bisschen, nicht weil es nicht anders gegangen wäre, sondern weil ich spürte, dass meine Kraft so langsam zur Neige ging und deshalb haushalten wollte.

An die Fahrstrasse auf den Melibokus, immer noch fast 100 HM unter dem Gipfel.
Dunkel. Kalt. So langsam kamen auch Hunger (letzte Mahlzeit: Mittagessen um 13:00, das war jetzt über acht Stunden her, und ich hatte nichts mitgenommen, weil ich ja nicht mit so einem langen lauf gerechnet hatte [siestewohl, sagte die Vernunft]) und ein bisschen Durst (zwei 175 ml. Flaschen im Gurt, die letzte hatte ich am Tannenberg geleert, das war auch schon wieder ´ne Stunde her) dazu, Beine blieben schwer, Atem kurz.

Strasse hoch, bis zur ersten Serpentine, dann geradeaus auf den unmarkierten Waldweg, der unter dem Nibelungensteig um die Südflanke führt – Um Streckendopplungen vermeiden, wollte nicht zweimal dasselbe Stück laufen und vermied deshalb den oberen Teil der Strasse. Dafür: Umweg und ein paar Extra-HMs. Ganz so fertig war ich offenbar noch nicht, dass ich das in Kauf nahm.

Durch den finsteren Wald an der Südflanke, leicht bergab (gut weil: Jetzt bergab. Schlecht weil: Später mehr bergauf), auf herrlich weichen alten Tannennadeln. Noch ein Päuschen an einem weiteren Aussichtspunkt (Geheimtipp) am Hang, von dem aus man nach Süden über die weiten Täler hinter Bensheim schauen kann – wunderschön unter purpurnem Dämmerhimmel mit fast vollen Mond, leider fehlte mir inzwischen ein bisschen die Kraft, um es voll zu geniessen.

Und dann wieder bergauf (bisschen gehen…), auf den Nibelungensteig/Lucibergweg, Serpentine (bisschen gehen), Serpen…uuuuffffhaaaaa…tine (bisschen gehen), aaaargl, Serphhhfffffauaaaaentine, fast oben, Weg unter der Kuppe, links, die letzten 20 steilen Meter (bisschen gehen)…
Oben.
Ach du Scheisse, ich hab´s echt geschafft.
Ich bin noch auf den Melibokus gelaufen.

Wanke zur Terasse (die Drachenflugrampe will/kann ich mir nicht mehr antun), gucke runter.
Eine der schönsten Zeiten auf dem Melibokus ist die Dämmerung, wenn man weit über der Ebene thront und die Sonne versinken sieht, während die Ebene unten immer dunkler wird und nach und nach die Lichter in den vermeintlich winzigen Dörfern und Städtchen angehen, bis das ganze Ried ein herrlicher Vorhang aus samtiger Nacht und funkelnden Lichtern wird. Das ist ein magischer Moment.
Bin gerade richtig.
Auch wenn mir ein bisschen die Kraft zum Staunen fehlt.

Schaue ein paar Momente runter. Dann fange ich an zu frieren, und fast dunkel ist es auch schon.
Muss noch nachhause.
Gute Nachricht: Nur noch bergab.
Schlechte Nachricht: Noch 5 Kilometer.
Und es ist schon fast Nacht…

Wende mich ab, stapfe über die Kuppe bis ich wieder Fahrt aufnehme, laufe auf der anderen Seite die Strasse runter, die nur noch ein graues Band im Dämmerlicht ist.
An der ersten Serpentine geradeaus, die Abkürzung, steiler Pfad durchs dunkel, spart ein paar hundert Meter (dafür stolpere ich fast über den Grenzstein zwischen den Gemarkungen Auerbach und Zwingenberg, den irgendein Hirni direkt auf den Pfad gepflanzt hat), unten dann der Pürschweg, abwärts, heimwärts.

Normalerweise sind das die kürzesten viereinhalb Kilometer die ich kenne. Heute zieht sich´s wie lauwarmer amerikanischer Pizzakäse.
Je tiefer ich komme, umso dunkler wird´s – gut dass ich den Weg in und auswendig kenne und er in exzellentem Zustand ist.
Einfach geradeaus, bergab durch die Finsternis, während meine Beine protestieren und sich mein Geist in erschöpft-wirren Gedankengängen verliert und immer mehr zurückzieht, bis ich nichts weiter bin als ein kaum noch existenter Schatten, der auf dem schemenhaften Weg durchs unendliche dunkle Nichts gleitet.

Still ist es nachts im Wald, nur hin und wieder flieht irgendwas Großes am Wegesrand vor mir (zum Glück flieht es!), ansonsten nur mein keuchender Atem und die dumpfen Schritte, es ist saukalt.
Irgendwann links die Lichtung am Hohe-Stich-Weg, noch einmal kommt mein Verstand aus der Trance zurück um einen letzten Blick in die schimmernd-dunkle Ebene zu werfen, dann geht´s weiter abwärts.
Darsberghütte…
Kehre über der Jossa…
Darsbergtal…
Kehre über dem Merckstal, 50 m. ganz leicht bergauf… Auuua!
Merckscher Wasserturm…
Burgenweg im unteren Darsbergtal…
Waldrand…
Jossastr., harter Asphalt, Strassenlaternen…
Daheim…
Puuuhaa!!!!

Dehnen, Terz, heisses Entspannungsbad, Abendessen und fertig.

Wow.
Ganz ehrlich: Da bin ich doch ein bisschen stolz drauf.
Am Ende waren´s 27,9 km und zwischen 900 und 1000 HM (ganz genau kann ich´s nicht bestimmen, aber runde einfach mal frech auf 1000 auf, das hab´ ich mir verdient).
So weit bin ich seit eineinhalb Jahren nicht mehr gelaufen, vor allem nicht mit einem ganzen Höhenkilometer.
Und es klappt noch (wieder?): Am Ende war ich zwar erschöpft und steif und müde, aber keinesfalls fix und fertig – wenn ich gemusst hätte, wären da auch noch ein paar Kilometer mehr drin gewesen (aber das hätte weh getan).
Verdammt cooles Gefühl, zu wissen, dass ich an einem ordentlichen Tag einen anstrengenden Dreissiger durchstehen kann, und danach nicht eine Woche ausser Gefecht bin.

Ebenfalls faszinierend: 28 km, und ich war die ganze Zeit „nicht weit weg von daheim“…

Siestewohl, sagt die Abenteuerlust… 😀

Strecke: 27,9 km
Zeit: 3:16 h reine Laufzeit (= 8,54 km/h bzw. 7 min/km)
Anteil den noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 26,67% (7,44 km von 27,9 km)
Karte:
Grosse Bergrunde um See-Ju

M.

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17 Antworten to “Ich kann´s noch! Spontaner 28er durch die Berge hinter Seeheim-Jugenheim (27,9 km)”

  1. Christian Says:

    Lieber Matthias,

    ich weiss jetzt nicht so recht, ob ich gratulieren soll oder kopfschüttelnd irgendetwas von Unvernunft faseln soll. Die Hauptsache allerdings ist, dass es Dir Spass gemacht hat und Du gesund – ohne Vermisstenmeldung 😉 – wieder zuhause angekommen bist.
    Ob es vernünftig war, wird Dir Dein muskuloskelettales System in den Folgetagen schon zeigen 😎
    So langsam denk ich schon mal über eine Strecke nach, die uns beiden gefallen könnte. 30-35 km und an die 1000 Höhenmeter sollten es aber schon sein :mrgreen:

    Salut und erhol Dich gut

    Christian

  2. matbs Says:

    Hi Christian,

    na ja, zumindest das mit der Vermisstenmeldung war ja recht knapp… 😉

    Mein muskuloskelettales System hatte übrigens kaum Einwände, am Tag danach war ich ein bisschen steif und manchmal hat irgendwas ganz leicht gezwickt (aber noch kein Muskelkater, nur Vorstufe), und zwei Tage später bin ich dann schon wieder ein kleines Ründchen Europawählengerannt.
    Da hab´ ich wohl echt ´nen guten Tag erwischt.

    Ob ich allerdings ´nen 35er in deinem Tempo durchhalte – ich weiss ja nicht.
    Aber 10 km weniger sollten hinhauen, dann gerne auch mit 1500 HM… 😉

    Cheerio

    Matthias

  3. Christian Says:

    He Matthias, ich würde mich freuen, wenn wir es mal hinkriegen würden, auch für einen kürzeren landschaftlich anspruchsvollen Lauf 🙂

    Schönen Abend noch, ich geh jetzt laufen…im Regen

    Salut

    • matbs Says:

      Ok, das kriegen wir auf jeden Fall irgendwie hin – vielleicht geht ja so in Richtung Spätsommer was… 🙂

  4. dauerlaufen Says:

    Ich bin sehr froh, zu hören, dass nichts wehtut. Dann hast du ja – trotz Zwiegespräch – das Richtige gehört. Und? Ist das Grinsen immer noch da?

    • matbs Says:

      Yup, irgendwie bin ich immer noch recht zufrieden damit, auch wenn der schnöde Alltag den unerwarteten Erfolg natürlich schon wieder so langsam ein bisschen anknabbert… 😉

  5. Hannes Says:

    Du bist stolz auf dich? Absolut zurecht! War es unvernünftig? Neeee!

    Du hattest Spaß. Eine hervorragende Tour, irgendwie genial. So schnell werden aus 10 bis 15 Kilometern lockere 28 Kilometer. Hättest du dir den Lauf genau so drei Tage vorher vorgenommen, du hättest dir ins Höschen gemacht =)

    Der Dialog zwischen Abenteuerlust und Vernunft ist übrigens höchstlesenswert, absolut!

    • matbs Says:

      Na ja, so ein bisschen unvernünftig vielleicht. Nicht wegen der Physis, eher wegen der Uhrzeit und der Sache mit dem nicht mitgenommenen Handy.

      Aber andererseits hast du ganz recht, ich musste das tatsächlich so spontan durchziehen, denn geplant hätte ich das echt niemals.

      Abenteuerlust hat im Moment noch ein bisschen Oberwasser während Vernunft schmollt. 😀


  6. […] Ich kann´s noch! Spontaner 28er durch die Berge hinter Seeheim-Jugenheim (27,9 km) […]

    • matbs Says:

      Oh mein Gott, Jana, ein lolcat-Link, und das auf meinem Blog!!!
      Da muss ich mich erstmal kurz setzen… 😆

      Wobei meine Abenteuerlust glaub´ ich noch ein bisschen schlechter rasiert ist als das Kätzchen. Wie das halt so ist mit den echten Draufgängern… 😉 😀

      Gruß

      Matthias

  7. Gerd Says:

    Endlich mal wieder ein ordentlicher Lauf. Wurde ja auch Zeit das da mal ein bisschen mehr Kilometer reinkommen. 😉

    • matbs Says:

      Jajaaa, genau…

      😀

      Ernsthaft: Vermisst hab´ ich´s nicht, aber jetzt wo´s passiert ist, bin ich auch nicht unglücklich drüber. 🙂


  8. […] Ich kann´s noch! Spontaner 28er durch die Berge hinter Seeheim-Jugenheim (27,9 km) […]

  9. matbs Says:

    Ach was, Jana, tu dir keinen Zwang an – solange die Katzen volljährig sind und aus freien Stücken posieren, kannst du gerne weiterhin verlinken, was du willst… 😀

    Gruß

    Matthias


  10. […] Ansatzpunkten zum bisheringen Streckennetz raus, auf vorherige Ausmessen verzichte ich (dank dem 28er vom vorletzten Freitag bin ich da ganz locker – hab´s nicht eilig, und egal ob´s 12, 16 oder 22 km sind, ich […]


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