Herrlicher Abendlauf ums Kirschhäuser Tal – mit Fotos (19,4 km)

13. Juni 2009

Samstagnachmittag, und an der Bergstrasse ist Sommer!
Die Sonne scheint aus dem blauen Himmel, es herrschen wunderbar angenehme Temperaturen am oberen Ende von „warm“ (aber noch nicht im Bereich von „heiss“), dazu weht ein leichter, frischer Wind aus Südwest – ein echter Traumtag, der so richtig Lust auf eine schöne, spannende Entdeckertour macht, auch wenn eigentlich Regeneration angesagt wäre.
Aber ´nem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht in den Rachenraum, und wer weiss, ob´s die nächsten Tage so schön bleibt – also: Raus, laufen, am besten ´ne Traumtour für den Traumtag.
Mal wieder ein bisschen in die Berge oder so.
Hmmm….
Zum Beispiel… Hey, warum nicht mal ums Kirschhäuser Tal hinter Heppenheim, das ist total hübsch und ich wollte es ja schon lange mal ablaufen, quasi als Startschuss für die bereits zu Jahresanfang geplante Erforschung des Weschnitztals.
Ja, genau, Kirschhäuser Tal, da hab´ ich Lust drauf!
Planung ist kein Problem, ich suche mir einfach eine schöne Route mit viel neuer Strecke und ein paar Ansatzpunkten zum bisheringen Streckennetz raus, auf vorherige Ausmessen verzichte ich (dank dem 28er vom vorletzten Freitag bin ich da ganz locker – hab´s nicht eilig, und egal ob´s 12, 16 oder 22 km sind, ich schaff´s auf jeden Fall ohne Probleme, da brauch´ ich mir vorher keinen Kopf machen…), und dann geht´s auch schon los.

Mit offenen Fenstern die sonnige Bergstrasse runter, zum Ausgangspunkt der Tour in Heppenheim.
Im Radio läuft „Flying“ von einer Gruppe namens „Nice Little Penguins“ (wie eine nachträgliche Internet-Recherche ergeben hat. Komischer Name, und warum hatte ich überhaupt einen Sender drin, der sowas spielt?), das passt total zum schönen Abend und meiner Stimmung.
Ich erwische mich dabei, glücklich vor mich hinzupfeifen, selbst als der Song schon lange zu Ende ist… 🙂


Start in Heppenheim, Bensheimer Weg, Ecke Starkenburgweg, am Fuß des steilen Burgberges, auf dessen Gipfel die Starkenburg über die Stadt wacht. Kurz nach 18:00, die Sonne steht schon etwas schräg, die engen alten Gassen sind abwechselnd schattig und kühl und strahlendsonnig. Getränkegürtel um die Hüften (nachdem ich gestern unterwegs solchen Durst leiden musste, hab´ ich heute mal drei Flaschen mitgenommen), Foto in die Hand (das wird eine Premiumtour heute, da müssen natürlich Bilder gemacht werden), noch ein bisschen Dehnen, dann trabe ich los, in den herrlich-frühsommerlichen Vorabend.
Gaaaanz entspannt und gemächlich – die Stoppuhr hab´ ich zwar am Handgelenk, aber sie ist nicht eingeschaltet.
Heute abend dauert´s so lange wie´s eben dauert.
Punkt. 🙂

Es läuft prima, von Anfang an ist alles im Fluss, im Kopf, in den Beinen, zwischendrin. Kein Zwicken, kein Krampfen, keine nörgelnden Extremitäten – tut einfach nur gut, macht Spass, fühle mich wach, frisch, glücklich.
Das wird ´ne Supertour!

Ich laufe nordwärts, auf den holprigen Kopfsteinpflaster des schmalen, schattigen Starkenburgwegs, auf dem sich auf diesem kurzen Stück die Marker von Burgenweg (blaues B), Blütenweg (gelbes B) und Weitwanderweg Odenwald-Vogesen (roter Balken) ein Stelldichein geben:
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Bild #1: Starkenburgweg

Am Ende des Starkenburgwegs erreiche ich die breite Siegfriedstr./B460, die ich auf der Fußgängerampel am Kleinen Markt überquere und am Wormser Tor in die grandiose Heppenheimer Altstadt einlaufe – ein Umweg, aber die Altstadt ist eines der mit Abstand schönsten Fleckchen der Gegend (kein Wunder, bei hunderten von denkmalgeschützen Bauwerken), und außerdem hab´ ich den Foto dabei – das lass´ ich mir nicht entgehen, gerade an einem sonnigen Vorabend wie heute…

Links, auf ebenem Pflaster zwischen den wunderschönen alten Fachwerkhäusern der engen Marktstr. entlang…
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Bild #2: Marktstr.

…dabei leicht bergauf und leicht nach rechts…
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Bild #3: Weiterhin Marktstr., aber weiter oben

…bis ich den atemberaubend schönen Großen Markt erreiche, das Herzstück des alten Heppenheim – ein echtes Kleinod. Mittig zentral vor mir das herrliche alte Rathaus aus dem frühen 18. Jahrhundert, eingefasst von wunderschönen alten Häusern, links ragt imposant der steile Burgberg auf, rechts davon die neogotischen Türme der dom-artigen Peterskirche. Der Platz selbst ist sehr belebt, die angrenzenden Restaurants haben Tische und Stühle aufgestellt, Menschen sitzen in der Sonne, essen zu abend, trinken einen Schoppen Wein, es herrscht eine entspannte, mediterrane Atmosphäre:
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Bild #4: Großer Markt in Heppenheim. Mittig rechts das Rathaus, links davor der Marktbrunnen, im Hintergrund die Doppeltürme vom St. Peter. Sorry für die „Geister“, aber die Leute halten einfach nicht still, wenn man Pano-Fotos macht… 😉

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Bild #5: Und nochmal, weil´s so hübsch ist: Rechts das Rathaus, in der Mitte der Marktbrunnen, links das nicht so ganz ins Ensemble passende „Haus Nack“ aus dem Jahr 1892, dahinter die Türme der Peterskirche

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Bild #6: Blick vom Großen Markt zur Starkenburg hoch

Ich nehme mir ein, zwei Minuten um die tolle Kulisse auf mich wirken zu lassen, dann geht´s weiter, durch die Kirchengasse hoch zur Peterskirche die auch als „Dom der Bergstrasse“ bezeichnet wird. Kein Wunder, denn das monumentale Bauwerk mit seinen gewaltigen Türmen und dem kompakten Mittelschiff erinnert in der Tat an einen mittelalterlichen Dom, auch wenn es tatsächlich gerade mal etwas über 100 Jahre alt ist – einen beeindruckenden Anblick bietet es aber auf jeden Fall:
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Bild #7: Frontpartie und Portal von St. Peter

Direkt gegenüber von Heppenheims größter Sehenswürdigkeit liegt übrigens die kleinste, nämlich ein Haus, dessen gesamter Vorgarten von einer liebevoll aufgebauten Modelleisenbahnlandschaft eingenommen wird – vielleicht ein klein bisschen kitschig, aber irgendwie auch sehr charmant:
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Bild #8: Modelleisenbahnlandschaft in der Kirchengasse

Danach geht´s bergab, auf einer schmalen Treppe mit tollem Panoramablick auf den Schloßberg runter in die Liesengasse…
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Bild #9: Treppe von der Peterskirche zur Liesengasse

…dort dann rechts und durch Schunkengasse und das Würzburger Tor aus der Altstadt raus, zurück an die Siegfriedstr./B460, der ich nun lange folge, ostwärts und ganz leicht aufwärts ins Kirschhäuser Tal hinein.
Zugegeben, nicht die allerbeste Laufstrecke in den Odenwald, auf/an den beiden Höhenzügen links und rechts des Tals gibt es naturnähere Wege, aber sowohl den Weitwanderweg Odenwald-Vogesen über den Schlossberg als auch den HW24 an der Wilhemshöhe bin ich schon gelaufen, also folge ich heute halt mal der Bundesstrasse.
Und ganz ehrlich: An sich ist das überhaupt keine schlechte Strecke:
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Bild #10: Siegfriedstr./B460 ins Kirschhäuser Tal

Tempo 50, wenig Verkehr auf der Strasse, bequemer Bürgersteig, links und rechts die steilen Talwände mit Weinbergen (links) und dichtem Wald (rechts), einige schöne alte Häuser, auffällig viele Kreuze…
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Bild #11: Heppenheim ist traditionell katholisch, das sieht man hier…

…schließlich lockert sich die Bebauung, die Häuser stehen nun weiter auseinander…
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Bild #12: Siegfriedstr. etwas weiter oben im Tal

…rechts plätschert der ruhige, schöne Stadtbach talwärts…
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Bild #13: Stadtbach im unteren Kirschhäuser Tal. Als Bonus: Ente

…am Strassenrand finden sich nun vereinzelte Wiesen, ländlich wirkende Höfe, ein paar alte Mühlen:
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Bild #14: Womöglich die Schneidmühle, sicher bin ich mir aber nicht

Hübsch hier, dazu scheint die Abendsonne von schräg hinten geradewegs ins Tal hinein und streichelt alles mit wohliger Wärme, und die Steigung ist so minimal, dass sie überhaupt nicht ins Gewicht fällt.
Lauf klappt prima, Matthias glücklich.
Wunderbar! 🙂

Zwischenzeitlich gibt´s auch mal gar keine Häuser mehr, nur noch bewaldete Hänge und wildwuchernde Wiesen am Bachufer, doch der Bürgersteig geht trotzdem durch. Vorbildlich, so lob´ ich mir das:
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Bild #15: Immer noch die Siegfriedstr., dieses Mal kurz vor Fischweiher

Dann wieder ein paar Häuser zwischen Strasse und Hang, wohl die Siedlung „Fischweiher“ – zu klein, um ein echter Stadtteil zu sein, aber groß genug für einen eigenen Namen.

Und dann, nach ziemlich genau 2 entspannten Kilometern am Talgrund ist Schluss mit Siegfriedstr.: Links, auf dem Wanderweg H2 weg von der Strasse, durch das schmale, tief eingeschnittene Graudelbachtal sanft aufwärts, hinauf in den Heppenheimer Stadtwald, der die gesamte Südflanke des mächtigen Höhenmassivs bedeckt, das sich von der Bergstrasse am Kirschhäuser Tal entlang bis zur Knodener Höhe zieht:
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Bild #16: Graudelbachweg/H2

Fühlt sich ein bisschen an, als würde man ins kalte, erfrischende Wasser springen – eben noch der sonnig-warme Weg an der B460, nun plötzlich das schattige Graudelbachtal mit seiner kühlen, aromatischen Waldluft, das so tief eingeschnitten ist, dass die Sonne schon nicht mehr bis auf den Grund kommt. Schöne Abwechslung!

Sanft aufwärts, rechts des Weges plätschert ein kleiner Bach (der Graudelbach, wie ich annehme), etwas weiter oben ein stiller Teich voller Entengrütze am Wegesrand…
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Bild #17: Der Graudelbachweiher

…ansonsten schöner, ruhiger, einsamer Hangwald. Hier unten im Talgrund herrscht schummrig-grünes Halblicht (mit dem der Foto leider nicht besonders gut fertig wird – entweder schaltet er automatisch den Blitz zu und belichtet massiv unter, oder er macht die Bilder viel zu hell, wodurch die dichten, satten Grüntöne der Dämmeratmosphäre verloren gehen und die Farben flach und langweilig wirken), weiter oben an den Talwänden malt die Sonne derweil Muster aus tiefem Schatten und strahlendem Licht auf die Hänge:
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Bild #18: Weiter oben ist´s sonnig…

Und so laufe ich dann erstmal bergauf, immer den Weg H2 entlang durch den helldunklen/sonnigschattigen Heppenheimer Stadtwald. Langer Aufstieg, insgesamt fast 3,5 km, immer wieder in kleine Seitentäler an der Bergflanke hinein und etwas weiter oben wieder hinaus und ins nächste Seitental. Steigung stetig, sehr moderat und wunderbar angenehm, läuft sich praktisch von selbst.
Außer meinem regelmäßigen Atem und meinen gedämpften Schritten auf dem weichen Waldboden hört man nur die Waldvögel.
Wunderschön hier oben, und ganz anders, als ich es von meinem letzten Lauf an dieser Bergflanke (weiter oben) in Erinnerung hatte – aber da war´s auch Dezember gewesen…

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Bild #19: H2 hinter dem Weißeberg

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Bild #20: Von diesen „Wänden“ aus aufgeschichteten Holzscheiten, die bis zu 3 m. hoch sind und sich Dutzende von Metern am Wegrand entlangziehen, begegnen mir heute gleich mehrere, das hier ist nicht mal die größte.

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Bild #21: Helles Licht und dunkle Schatten. Schön!

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Bild #22: Und nochmal der H2, dieses mal schon ziemlich weit oben, über dem Gorzkling-Tal und gegen die Laufrichtung fotografiert

Schließlich erreiche ich ein bekanntes Stück, der H2 mündet in den quer verlaufenden HW24 (gelbes ┴ [yaaay, ich hab´ ein passendes Sonderzeichen gefunden! 😀 ] ), der von Kirschhausen durch das Gorzkling-Tal bis zur Jägerrast hochläuft.
Hier bin ich schon mal langgekommen, vor eineinhalb Jahren an einem kalten, sonnigen Dezembertag.
Heute sieht´s hier ganz anders aus, irgendwie viel grüner und pflanziger. Sommer und so, macht einen ganz schönen Unterschied.

Hier geht´s links, weiter aufwärts auf dem Weg, der nun H2 und HW24 in Personalunion ist.
Auch wenn´s anders aussieht als vorletzten Dezember, dieses Stück habe ich vom letzten Mal noch sehr gut in Erinnerung, vor allem weil´s in meinem Gedächtnis unter der leicht zu findenden Kategorie „Sacksteil“ archiviert ist.
Sacksteil!

Zum ersten Mal heute geht mir ein bisschen die Puste aus, aber ich halte durch, ist ja nicht mehr weit bis oben: 100 richtig anstrengende Meter um eine kleine Kehre am obersten Ende des Gorzkling-Tals, dann noch 200 m. mit etwas modereraterer Steigung, dann erreiche ich den Europäischen Fernwanderweg 1 (Abkürzung: E1. Markierung: Weisses ANdreaskreuz) auf dem vorgelagerten Rücken kurz vor der Jägerrast:
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Bild #23: Und zwar hier – links der HW24 den ich gerade hochgekeucht bin (sieht gar nicht so steil aus, oder?), rechts der Fernwanderweg 1 (erkennbar am weissen Andreaskreuz auf dem ersten Baum links am Wegrand) hoch zur Jägerrast

Eigentlich will ich hier ja rechts runter, aber ein paar Meter links den Weg hoch liegt die Kreuzung an der Jägerrast – die mag ich total gerne und ich hab Zeit und es ist so ein schöner Abend und mir geht´s richtig gut, also nehm´ ich sie einfach noch schnell mit, auch wenn´s ein kleiner Umweg ist. 50 m. den Fernwanderweg 1 hoch, dann bin ich da:
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Bild #24: Jägerrast. Hier gehen insgesamt sieben verschiedene Wege in alle Richtungen ab, heute erforsche ich den fünften und den sechsten (gar nicht so schlecht dafür, dass ich erst zum dritten Mal hier bin). Links geht´s hier nach Ober-Hambach und in Richtung Heppenheim/Starkenburg, geradeaus zum Parkplatz Goldbrunnen hinter Ober-Hambach, rechts auf zwei Wegen runter ins Pfalzbachtal (auf einem bin um vorletzte Weihnachten rum mal hochgekommen, zusammen mit Jost an einem herrlichen Wintertag bei Schnee, Eis und klirrender Kälte), und nach hinten (und folgerichtig nicht im Bild) geht der Weg runter, den ich gerade hochgekommen war, und der sich kurz darauf in H2, HW24 und Europäischen Fernwanderweg 1 teilt).

Kurz umgeschaut, dann wieder zurück, nunmehr wie geplant den Europäischen Fernwanderweg 1 runter, Richtung Ost-Südost.
Äußerst angenehmes Stück: Bequemer Waldweg, ganz leicht bergab durch den prächtigen Hochwald…
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Bild #25: Europäischer Fernwanderweg 1 nach Süden, kurz hinter der Jägerrast

…nach ein paar hundert Metern dann halblinks…
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Bild #26: Wegscheide vor dem Silbergrubenkopf

…dann ostwärts den unteren Giebelfeldweg (natürlich immer noch Fernwanderweg 1) entlang, der sich mehr und mehr dem Waldrand über den herrlichen, sonnigen Hochwiesen westlich von Mittershausen näherte.
Erst sehe ich sie nur ein bisschen durch die Bäume schimmern…
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Bild #27: Ein erster Blick auf das Tal unterm Auwiesenberg

…dann ging´s noch um ein paar kleinere Kurven, bei denen die Sonne den Wald wieder mal mit einem unglaublich intensiven Leopardenmuster aus Hell und Dunkel überzog…
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Bild #28

…und dann erreiche ich plötzlich den Waldrand über dem Wiesental.

WOW!
Wunderschön, wie sich auf einmal die Landchaft öffnet und den Blick freigibt, aus dem tiefen, dunklen Waldschatten hinaus über die sonnigen Täler und Anhöhen am Rand des Pfalzbachtals nach Norden:
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Bild #29: Blick vom E1 über das idyllische Wiesental westlich von Mittershausen. Links der Auwiesenberg, rechts der Stangenbusch, im Hintergrund der Krehberg an der Knodener Höhe (heute mal aus einer ganz ungewohnten Perspektive)

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Bild #30: Und nochmal in groß: Der Krehberg

Und damit sind die Ausblicke noch lange nicht zu Ende. Ich folge dem Weg am Waldrand entlang…
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Bild #31: Unterer Giebelfeldweg

…bis zu einer scharfen Kurve, hinter der bereits der nächste Ausichtspunkt durch die Bäume schimmert:
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Bild #32

Dieses mal geht der Blick nach Osten, über das schöne, weite, sanft gewellte Weschnitztal:
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Bild #33: Blick vom Waldrand über Kellersberg ins Weschnitztal. Der Ort in der Bildmitten müsste Fürth sein (oder vielleicht Krumbach???), rechts darüber beginnt dann der lange, mächtige Höhenzug der Tromm

Hier bleib´ ich erstmal ein, zwei Minuten und genieße den Ausblick (was ich allerdings weniger genieße sind die Schmeissmücken, die hier aufs Lästigste um einen rumschwirren, sobald man stehenbleibt. Gah!).

Dann geht´s bergab, den E1 an der Ostflanke des Silbergrubenkopfes (übrigens ein total cooler Name für einen Berg, oder? Ob man hier früher wirklich mal Silber abgebaut hat?) runter.
Schöner Wald, warme sonne, kühler Schatten, tolle Natur, friedliche Abendatmosphäre, gelegentliche Ausblicke links durch die Bäume ins Weschnitztal – herrlich hier, von mir aus könnte es ewig so weiter gehen.
Aber schaut´s euch doch einfach selbst an:
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Bild #34

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Bild #35

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Bild #36: Solche Findlingsgruppen finden sich hier immer wieder mal, ebenso wie…

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Bild #37: …dichte Bodenvegetation mit vielen faszinierenden Walgewächsen, wie beispielsweise diesen Doldendingsbumsdingsies hier (Botanik ist ja bekanntlich nicht meine Stärke… 😆 )

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Bild #38

Vor lauter Verträumt-vor-mich-hin-gleiten verpasse ich beinahe die richtige Abzweigung, als der E1 nach ca. 800 m. links auf ein kleines, schmales Pfädchen abbiegt und den lichten Hang runter in Richtung Guldenklinger Höhe führt:
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Bild #39: E1 – jetzt auch als Trampelpfad!

Etwas holpriger als der Weg bisher, da muss man etwas mehr aufpassen (das wird mir klar, als ich zwischendurch mal schmerzhaft umknicke. Autsch!), aber irgendwie auch wieder sehr hübsch, vor allem als er sich nach und nach dem sonnigen Waldrand nähert…
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Bild #40

…und schließlich ganz in die hellerleuchteten abendlichen Wiesen an unter dem Silbergrubenkopf hinausführt:
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Bild #41

Noch ein Stückchen bergab, dann erreiche ich auch schon die Siegfriedstr./B460 auf der Guldenklinger Höhe:
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Bild #42: Verkehr: Keiner.
Eigentlich sind Bundesstrassen gar nicht so übel, erst die Autos machen sie unangenehmer…

Nix los, also laufe ich geradewegs drüber auf den Parkplatz Guldenklinger Höhe.
Hier war ich im Februar schon mal vorbeigekommen, aber nur spazieren – dabei hab´ mich dann maßlos geärgert, weil´s so verflixt hübsch war und ich total gerne laufen gegangen wäre…
Aber da Aufgeschoben bekanntlich nicht Aufgehoben bedeutet, darf ich dass heute abend nachholen.
Lohnt sich…

Die Güldenklinger Höhe ist eine Art Pass, der die Grenze zwischen Kirschhäuser Tal und Weschnitztal bildet – rechts geht´s durch herrliche Sommerwiesen, die sich sanft im Abendwind wiegen, runter nach Kirschhausen…
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Bild #43: Oberes Kirschhäuser Tal von der Guldenklinger Höhe. Da muss ich irgendwann auch noch mal runterlaufen

…dahinter erkennt man die Kerbe in den Bergen, wo sich das Tal bei Heppenheim zur weiten Rheinebene hin öffnet – da bin ich ja gerade vorhin erst durchgelaufen:
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Bild #44: Ausgang der Kirschhäuser Tals, am rechten Bildrand die Starkenburg über Heppenheim

Linkerhand eröffnet sich hingegen das liebliche, kilometerbreite Weschnitztal: Sanft geschwungene Hügel mit kleinen Wäldchen, unzählige halbversteckte Talmulden, sattgrüne Wiesen und Weiden, hell leuchtende Dörfer im Abendlicht, überragt von der hohen dunkelgrünen Wand des Trommrückens – wunderschön (Foto gibt´s gleich, Geduld… 😉 ).

Ich genieße eine paar (oder auch ein paar mehr) Augenblicke das Panorama, dann laufe den langgezogen Parkplatz hoch, auch hier ist überhaupt nichts los. Deutschland hockt anscheinend daheim und guckt Tagesschau. Mir soll´s recht sein, hab´ ich das alles hier eben für mich ganz allein: Die ersten Grillen fangen an zu zirpen, es riecht nach frischem Heu, ein leichter Wind weht von der Bergstrasse hoch, die schräge und schon ganz leicht ins Rötliche abdriftende Sonne streichelt die endlosen Wiesen, im blauen Himmel über dem Weschnitztal schwebt ein einsamer Raubvogel…
Meins!
Alles meins! 🙂

Am Ende des Parkplatzes rechts, dem Fernwanderweg 1 folgend nach Süden an einem eingezäunten Obsthain entlang, erst kurzes Stück eben, dann eine ordentliche Steigung am Pfaffenkopf hoch:
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Bild #45: Steigkopfweg/Europäischer Fernwanderweg 1 direkt nach dem Naturparkplatz Guldenklinger Höhe

Am Anfang der Steigung geht links ein Feldweg ab, der so aussieht, als hätte man von ihm einen noch besseren Blick ins Weschnitztal.
Den lauf´ ich kurz rein, vielleicht 50 m., dann bleibe ich stehen, klapp´ ehrführchtig den Mund auf (aber nur ganz kurz, dann sind die Schmeissfliegen wieder da und ich mach´ ihn lieber wieder zu), und tanke viele Kubikkilometer grandioses Panorama.

Ladies and Gentlemen: The awesomely handsome Weschnitztal:
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Bild #46: Weschnitztalpanorama. Ganz links die Obstplantage und kleine Hütte an der Guldenklinger Höhe, weiter hinten und schon ein ganzes Stückchen weiter rechts der Schlechtberg vor dem Pfalzbachtal, über dessen Gipfel der Funkturm auf dem dahinter liegenden Krehberg hinausragt. In der Bildmitte im Vordergrund der Guldenklinger Hof, direkt dahinter die verwaiste B460, dahinter die Häuser von Lindenfels an den Hängen unter der Litzelroder Höhe und dem Schenkenberg.
Rechts davon das Nordende des Weschnitztals beim Gumpener Kreuz, direkt daneben der bannig steile Stotz, an dessen Hängen ich im Februar eine vollkommen missratene Runde mit Hund und Foto hingelegt habe. Rechts davon dann der Beginn des Trommrückens, davor das nördliche-zentrale Weschnitztal mit Fürth und – rechts im Mittelgrund – Wald-Erlenbach

Aaaaah…

Nachdem ich mich sattgesehen habe, geht´s zurück auf den Fernwanderweg und am Waldrand links hoch…
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Bild #47

…dann an der nächsten Kreuzung links und weiter durch den Wald bis zum alten Steinbruch am Steinkopf, der heute ein Ausflugsrestaurant beherrscht. Hier ist dann doch was los, es riecht nach Essen, Leute sitzen auf den rustikalen Bierbänken und lassen sich´s gut gehen, ein paar späte Wanderer ziehen auch gerade durch. Ich werfe schnell noch einen Blick runter ins Tal nach Wald-Erlenbach…
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Bild #48: Wald-Erlenbach vom Steigkopf aus

…dann laufe ich an der Kneipe vorbei…
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Bild #49: Kneipe beim ehemaligen Steinbruch am Steigkopf

…geradewegs über die grüne Wiese und schließlich in den Wald am Steigkopf hinein.

Ostseite des Berges, dichter Nadelwald – hier ist es schon nicht mehr schummrig, sondern anheimelnd dämmrig, auch wenn der Foto sich partout weigert, diese Realität akkurat abzubilden:
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Bild #50: Wald am Steigkopf, auf dem Bild signifikant undämmriger als ich echt

Auf unsagbar angenehmen Untergrund (Kiefernnadeln auf Waldboden, weich und gedämpft…) geht es kurz und steil bergauf, dann etwas länger und weniger steil wieder bergab zum nächsten Waldrand, über den sonnigen Schafgrund am Rand des Kirschhäuser Tals…
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Bild #51: Schafgrund zwischen Steigkopf und Salzkopf, gegen die Laufrichtung fotografiert

…und dann schon wieder in den Wald, dieses Mal am Salzkopf.
Kurz nach dem Waldrand eine Kreuzung mit Wegweiser:
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Bild #52

Hmm, eigentlich will ich ja rechts runter nach Sonderbach…
Aber es läuft gerade so gut, und außerdem würd´ ich den Lauf gerne mit der Strecke meiner Tour an der Juhöhe im vorletzten Januar verbinden, also lauf´ ich stattdessen links, Richtung Juhöhe und Kreiswald.
Noch kurz EW1, dann Salzkopf-Weg, gelbe 2.
Der führt am Rand eines langen, tiefen Bachtals um den Salzkopf rum…
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Bild #53: Salzkopf-Weg

…bevor er eine kleine schattige Anhöhe überquert und dann leicht abwärts in Richtung Kreiswald und Juhöhe führt:
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Bild #54

Hier baue ich dann noch einen kleinen Schlenker ein, um nicht denselben Weg hin- und zurücklaufen zu müssen, und schlag mich links vom Weg in die Wildnis. 50 m. bergauf durch die Pampa, auf den tief in die Erde gefrästen Spuren eines schweren Forstfahrzeugs, zwischendurch noch ein Päuschen um das unglaublich intensive Abenlicht auf dem Waldboden fotografisch einzufangen…
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Bild #55: Inzwischen kurz vor 20:00, Sonne schon recht schräg, das Abendlicht wird immer prächtiger und intensiver

…dann komm´ ich am Waldrand oberhalb vom Kreiswald raus, an einer eingezäunten Weide mit so einer Art Reitbahn (die gehört wohl zum Gestüt unten im Kreiswald), an deren Rand ich nun rechts laufe, auf einem winzigen Trampelpfädchen:
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Bild #56: Sieht zeckenaffin aus, aber weil heute alles gut ist, lassen mich die Blutsauger unbehelligt passieren

Links, jenseits der Weide wieder mal das Weschnitztal, dahinter ein Bergrücken samt Sendeturm, den ich nach kurzen Nachdenken als die Tromm identifiziere…
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Bild #57: Da will ich dieses Jahr auch noch unbedingt hoch…

…dann wendet sich der Pfad auch schon wieder halbrechts von der Weide ab und führt – etwas uneben und holprig – kurz durch den herrlich ausgeleuchteten Wald…
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Bild #58: Hier knicke ich nochmal leicht um. Nicht schlimm, nur noch mal eine Erinnerung daran, dass verträumt vor sich hingenießen zwar ´ne schöne Sache ist, aber diese Wildnispfädchen nichtsdestotrotz ein Mindestmaß an Konzentration erfordern.

…und erreiche kurz danach den Zigeneuerkopfweg zwischen Juhöhe und Kreiswald:
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Bild #59: Links geht´s zum Kreiswald, rechts zur Juhöhe

Bestens, damit ist das Streckennetz auch hier geschlossen!
Job well done is a job worth doing oder so…
Laufe noch mal schnell zur anderen Wegseite (um sicherzugehen, dass sich mein Weg von heute und der von vor eineinhalb Jahren überschneiden – kost´ ja nix… 😀 ), dann drehe ich auf dem Fuß um und laufe zurück auf dem Wald, auf dem Weg, den ich gekommen wäre, wenn eben ich nicht den kleinen Schlenker zum Waldrand eingelegt hätte. Wieder mal der Europäische Fernwanderweg 1, wenn auch nur kurz, denn dann geht´s halblinks um eine Kehre (kurz Hundskopf-Weg/gelbe 6) und dann auf dem Wanderweg K2 am Rand eines idyllischen Bachtals sanft und langsam bergab, westwärts in Richtung Sonderbach.

Das Licht hier im Wald ist unglaublich, die schräge Sonne von vorn fängt sich im Laub der dichten Bäume am Hang und erzeugt einen diffuses, hellgrünes Leuchten, das die Umgebung regelrecht einhüllt, auch wenn´s der Foto nicht so recht wahr haben will (der Philister!):

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Bild #60: Approximative Reproduktion der abendlichen Lichtverhältnisse am Bodenwald vor Sonderbach

Es geht ein ganzes Stück bergab, links am Grund des Bachtales macht der Wald allmählich wild wuchernden Feuchtwiesen Platz, und dann bin ich auf einmal draußen, laufe aus dem schummrigen Wald hinaus in die Wiesen bei Sonderbach, die in der strahlenden Abendsonne schimmern:
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Bild #61: Waldrand bei Sonderbach

Hier hat´s dann auch endlich die notwendigen Motive für das unbedingt notwendige Odenwaldfotolaufberichtskuhfotos. Sie stehen links oben am hellerleuchteten Steilhang und sind mit Wiederkäuen beschäftigt, da lass´ ich mich doch nicht zweimal bitten:
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Bild #62: Das obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuhfoto, heute mit den original sonderbacher Bergbovinen

Und dann laufe ich auch schon ins abendlich-idyllische Dörfchen Sonderbach ein, seines Zeichens geheimnisvoller und weitgehend unbekannter Stadteil von Heppenheim:
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Bild #63: Kreiswaldweg am Anfang von Sonderbach

Hier war ich noch nie, weder zu Fuß noch mit dem Rad noch mit dem Auto.
Nur drübergeflogen bin ich mal, bei einem Hubschrauberrundflug über Odenwald und Bergstrasse vor über zwei Jahren (übrigens sehr zu empfehlen).
Das weiss ich deshalb noch so genau, weil einer der Mitflieger ein freundlicher Herr aus Sonderbach war, der zwar nicht unbedingt Feuer und Flamme für die Berge und Burgen und Orte da unten war, aber beim Überfliegen von Sonderbach begeistert darauf hinwies, dass da unten sein Haus steht, und da vorne das von seinem Schwager, da wo der gelbe VW-Bus davor steht….
Und das ist alles, was ich bisher von Sonderbach weiss. 🙂

Jetzt kommt allerdings noch ein bisschen was dazu.
Zum Beispiel, dass Sonderbach vom Bodenniveau aus gesehen ziemlich hübsch ist – freundliches kleines Dörfchen, zwischen Wiesen und Hängen in den Talgrund genestelt, ruhig und idyllisch, hier wohnt sich´s sicher ziemlich gut.

Und ganz schön belebt, zumindest heute abend, während ich den leicht abfallenden Kreiswaldweg zwischen Wohnhäusern und Bachtal hinablaufe, schlendern mir überraschend viele Sonderbacher entgegen, Erwachsene, viele Kinder, eine Großfamilie mit Unmengen von Pudeln (ok, es waren drei. Aber für Pudel ist das schon ganz schön viel auf einmal… :D) – ich weiss es noch nicht, aber hier ist heute Abend Kerb (sehr früh im Jahr), deswegen ist offenbar das halbe Dorf auf den Beinen und gutgelaunt (wie sich das für so einen wunderbaren Abend gehört).

Ich laufe geradeaus ins Dorf hinein, bis runter an die Str. „Am Sonderbach“…
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Bild #64: Einmündung vom Kreiswaldweg in die Str. „Am Sonderbach“

…laviere durch einen kleinen Pulk fahrradfahrender Dorfkinder hindurch nach rechts, und biege dann relativ bald wieder links in den Ringweg ein, der recht steil aufwärts aus dem Talgrund hinausführt, und dabei einen netten Blick auf den gegenüberliegenden Dorfhang offeriert:
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Bild #65: Unten „Sunnebeche Strauß-Wertschaft, obendrüber weidende Pferde, noch weiter obendrüber (und nicht mehr im Bild) noch mehr Dorf

Nach hundert Metern biege ich dann rechts ab, laufe zwischen dem Dorf-Gemeinschaftshaus und einem schroffen Steinbruch (davon gibt´s hier in der Gegend offenbar viele) hindurch in Richtung Ortsrand.
Am Feuerwehr-Gerätehaus ist nochmal richtig viel los, hier ist anscheinend die Kerb-Zentrale:
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Bild #66: Sunnebeche Kerwe

Hier kriege ich zum ersten Mal auf der heutigen Tour leichte Probleme, als mir unwillkürlich meterlange Blutfontänen aus den Ohren spritzen und alles im unmittelbaren Umkreis um mich herum rot einsulchen* – keine Angst, nichts Ernstes, nur eine ganz natürliche Reaktion auf die Musik, die hier von den Festzelten herüberschallt und sich bei der Nachbereitungsinternetrecherche zur heutigen Tour als der Volksmusikschlager „Ich hör´ so gerne Radio“ von Hansi Hinterseer herausstellen wird.
Brrrrrrr…
Nur gut dass ich Zivildienst bei den alten Leuten gemacht und danach mehrmals bei HR4 und SWR4 hospitiert habe, da baut man eine gewisse Toleranz für sowas auf. 😀

[*Anmerkung: Bei der Formulierung „als mir unwillkürlich meterlange Blutfontänen aus den Ohren spritzen und alles im unmittelbaren Umkreis um mich herum rot einsulchen“ handelt es sich um eine literarische Überhöhung. Tatsächlich ist zu keinem Zeitpunkt echtes Blut geflossen.
Hat sich nur so angefühlt… 😆 ]

Schnell vorbei, während der Herr Hinterseer mir noch schnell von rechts mit ölig-eingängiger Schwiegermamas-Liebling-Stimmlage zukräht, dass er die Musik liebt und sein Herz wie ein Vulkan brennt (Häh?! Was??).

Und dann verlasse ich Sonderbach auch schon wieder, auf einem schmalen Asphaltweg (auf der Wanderkarte unmarkiert, vor Ort hat er aber einen „Radweg“-Marker), der sich leicht aufsteigend über die Hügel am Langen Grund zwischen Sonderbach und Erbach zieht.
Unglaublich schöne Landschaft, steile Hangweiden und kleine Felder, unterbrochen von Hecken und knorrigen alten Obstbäumen, tolle Ausblicke runter ins Kirschhäuser Tal, frischer Wind, singende Grillen, frischgemähte Wiesen, und alles erstrahlt im rotgoldenprächtigwarmen Licht der Abendsonne.
Herrlich, einfach herrlich. Warum bin ich hier eigentlich noch nie vorher vorbeigekommen?

Impressionen:
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Bild #67: Panoramablick über das abendliche Sonderbach bis nach Kirschhausen (mittig links im Hintergrund), dahinter der Höhenzug vor Ober-Hambach, an dem ich vorhin bis zur Jägerrast gelaufen war

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Bild #68: Blauer Himmel, gelbe Wiesen, grüne Bäume. Schön!

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Bild #69: Bussard. Ausnahmsweise nicht an meinem Skalp interessiert.

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Bild #70: Frisch gemähte Wiese. Riecht gut!

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Bild #71: Bos Primigenius Taurus.

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Bild #72: …und so sieht´s hier überall aus!

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Bild #73: Blick zurück. Dahinten, an den Bergen,bin ich vorhin entlanggelaufen. Schon gut weit…

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Bild #74: Oben an der Anhöhe ein Getreidefeld, goldschimmernd in der Abendsonne und wunderbar wogend im Abendwind,…

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Bild #75: …atemberaubend schön

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Bild #76: Suchbild – wo versteckt sich der misstrauische Hügelbewohner?

Vielleicht ein Kilometer durch die grandiose Abendidylle, dann stosse ich auf einen alten Bekannten – der Wanderweg H2 hat nach der Jägerrast eine kleine Abkürzung durchs Tal genommen, während ich außenrum gerannt bin, und wartet nun hier oben auf mich.
Nett von ihm… 🙂

Ich folge ihm nach links, runter von der sonnigen Anhöhe ins nächste Tal, runter ins ebenfalls unbekannte und noch nie betretene Dörfchen Erbach:
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Bild #77: Erbachwärts

Schmaler asphaltierter Pfad den Hang runter, schneidet zweimal eine ausgestorbe daliegend Fahrstrasse, angenehm zu laufen. Allerdings verliere ich auch ordentlich Höhenmeter, die werde ich mir gleich wieder zurückerarbeiten müssen. Ist aber kein Problem, so gut wie das immer noch läuft, fallen so ein paar Meterchen Steigung gar nicht ins Gewicht.

Unten im Dorf…
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Bild #78: H2 in Erbach

rechts und die etwas einfallslos aber sehr treffend benannte Ortsstr. hinunter, an heerlichen alten Höfen und nicht ganz so herrlichen, nicht ganz so alten Einfamilienhäusern vorbei der untergehenden Sonne entgegen:
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Bild #79: Ortsstr. in Erbach

Hier ist keine Kerb, entsprechend bin ich offenbar das einzige menschliche Wesen, das unterwegs ist.

Nach etwas über 300 m. biege ich halbrechts in die Strasse „Im Vordersberg“ ab, passiere das schöne alte Schulhaus…
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Bild#80: Zumindest nehme ich an, dass es das Schulhaus ist. Es hat doch irgendwie was Schulhäusiges, oder?

…und mache mich daran, die soeben verlorenen Höhenmeter zurückzuholen. Das klappt gut, die Strasse ist nicht allzusteil, und bald finde ich mich auf einem Höhenweg oberhalb des Dorfes wieder…
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Bild #81: Blick über Erbach. Man beachte die Weinberge, ein sicheres Zeichen dafür, dass man den Odenwald hinter sich lässt und so langsam wieder die Bergstrasse erreicht

…auf dem nach ein wenigen Metern in den dunklen, schattigen Wald unterhalb der Wilhelmshöhe einlaufe und wenig später auf den Maibergweg (Marker: H4) stoße, der mich laut Plan zurück nach Heppenheim bringen soll.

Das macht er dann auch. Es geht am schattigen Südosthang durch den inzwischen schon ziemlich dunklen Wald.
Der Weg ist ganz ordentlich und geht leicht bergab, entsprechend gebe ich hier ein etwas Gas und lasse es einfach mal ein bisschen laufen, fühlt sich gut an.

Bereits nach wenigen Minuten erreiche ich das untere Ende des Weges und bin damit endgültig wieder an der Bergstrasse – es geht rechts ab, auf einem schmalen, rissigen Betonweg durch die schroff abfallenden Weinlagen am Heppenheimer Maiberg:
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Bild #82: Wir nähern uns dem Ziel…

Fast am Ziel, und zum krönenden Abschluss bieten Abend und Strecke nochmal ein grandioses Spektakel für mich auf:
Von Westen her strömt der träge Schein der rotgoldenen Abendsonne über die diesige Rheinebene herein, taucht die steilen, herrlichen Weinberge in ein unglaublich intensives Abendlicht, während die weite Ebene am Fuß der Berge bereits im blauen Schatten der Dämmerung versinkt.
Atemberaubend schön!

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Bild #83: H4 am Maiberg

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Bilder #84 und #85: Zwei Panoramablicke vom Maibergweg hinunter aufs abendliche Heppenheim und in die diesige Rheinebene. Die Berge hier vorne sind zwar nicht hoch, aber hoch genug, und extrem steil, entsprechend bieten sie fantastische Aussichten.
Am Horizont kann man jeweils schemenhaft den Pfälzerwald und den Donnersberg ausmachen, im zweiten Bild erkennt man am linken Bildrand außerdem Mannheim und Ludwigshafen

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Bild #86: Und nochmal der Maibergweg in der Abendsonne, dieses Mal gegen die Laufrichtung aufgenommen

Gran-di-os!!!

Während ich hier lang laufe (zweifellos mit einem beunruhigend debilen Grinsen der absoluten Zufriedenheit auf der unrasierten Visage), frage ich mich, wann es denn eigentlich endlich mal richtig bergab geht.
Grob geschätzt weniger als ein Kilometer bis Heppenheim, und ich befinde mich immer noch mindestens mal 120 HM über der Altstadt.

Die Antwort folgt auf dem Fuße: Am Ende des Maibergs geht´s wieder mal in den Wald rein, wo der Maibergweg dann sofort halblinks abbiegt und so eine Art brachialnotabstieg vollführt, auf winzigsten Trampelpfädchen in mehreren steilen Serpentinen durch den Hangwald.
Teils kaum joggbar, aber auf jeden Fall abenteuerlich, das gefällt mir.
Etwas weiter unten begradigt er sich dann wieder, geht weiter steil bergab…
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Bild #87: Huijuijui, gut dass ich hier nicht hoch muss… 😉

…und führt unterhalb der Weinberge wieder hinaus ins Freie, durch einen kleinen Hohlweg unter einer hübschen Schutzhütte hindurch…
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Bild #87

…und schließlich auf einem rötlich in der Abendsonne schimmernden Kopfsteinpflastergässchen in die oberen Höhenlagen von Heppenheim am „Katzenpfad“:
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Bild #88

Von hier aus ist es dann ganz einfach. Den schattigen Katzenpfad runter (heidenei, das ist ´ne ganz schön exklusive Wohnlage hier oben), links die steile Merianstr. runter in Richtung der schattigen Türme der Peterskirche…
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Bild #89: St. Peter im Gegenlicht der sinkenden Sonne

…nochmal rechts und auf einem schmalen Pfädchen direkt hinter der Kirche runter zum Altstadtrand…
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Bild #90: An Joggen ist hier nicht zu denken, das uralte Kopfsteinpflaster bricht dir sonst ´n Bein oder zwei…

…dort dann wieder links eine Treppe hoch
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Bild #91: Treppe an der Peterskirche

…und auf einmal bin ich wieder in der Kirchengasse, durch die ich am Anfang der Tour schon mal gelaufen bin.
Mit dem Unterschied, dass der „Dom der Bergstrasse“ nun von der Abendsonne angeleuchtet wird und in einem prächtigen, durchdringendem Rot erstrahlt.
Das ist auf jeden Fall noch ein paar Fotos wert:
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Bild #91

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Bild #92

Danach laufe ich wieder die Kirchengasse runter in die dämmrige Altstadt…
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Bild #93: Kirchengasse

…nochmal über den herrlichen großen Markt, dann links die Amtsgasse runter, vorbei am historischen Kurmainzer Amtshof…
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Bild #94: Hier finden heute die jährlich stattfindenden Heppenheimer Theaterfestspiele statt

an die Siegfriedstr./B460, dort dann kurz links, wieder rechts in den Starkenburgweg, und schließlich – äußerst glücklich und zufrieden mit mir und der Welt – wieder zum Ausgangspunkt:
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Bild #95: Ziel!

Da mach´ ich mich dann noch schnell frisch, und dann geht´s noch mal schlendernd rüber in die Altstadt auf den Großen Markt, wo´s als krönenden Abschluss noch ein hochverdientes Abendessen gibt:
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Bild #96: Heute mal Gyros mit Tzatziki und Bratkartoffeln, und dazu ein Gläschen lecker-erfrischenden Heppenheimer Grauburgunder, der auf äußerst gelungene Art und Weise zwischen „trocken“ und „halbtrocken“ balanciert

Und das war der Samstagabend.
Gut.
Richtig gut.
Ach, was sag´ ich – noch viel besser!!!!

Eine wunderschöne, entspannte, herrliche, großartige Tour, mit perfekter Laune bei perfektem Wetter in perfekter Landschaft, ohne auch nur den leisesten Hauch von Stress, Ärger oder Problemen.
Wie ein guter Urlaub, an dessen Ende man erfrischt und glücklich nach Hause fahren kann – nur ein bisschen in kürzer. 🙂

Strecke: 19,4 km
Zeit: Nicht genommen. Mit vielen, vielen schönen Foto- und Sightseeingpausen insgesamt fast 3 Stunden unterwegs gewesen.
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 93,78% (18 km von 19,4 km)
Karte:
Kirschhausertal

M.

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22 Antworten to “Herrlicher Abendlauf ums Kirschhäuser Tal – mit Fotos (19,4 km)”

  1. Kümmel Says:

    Schön hier auch mal etwas mehr Heimat zu sehen 🙂 Auch die paar Straßenbilder von Heppenheim, die ich schon weit über 100x als Vorbeifahrer gesehen habe.

    Zu den beiden wesentlichen Panoramas noch ein paar Worte:
    Bild 33:
    Krumbach ist aus dieser Position nicht zu sehen. Die zwei Häuser ganz links knapp über den Bäumen dürften von Brombach sein und Krumbach liegt demnach komplett links hinter den Bäumen.
    Etwas weiter rechts, wo der Waldrand eine Kerbe hat, ist ein Teil von Kröckelbach zu sehen.
    Richtung Bildmitte ist die Ostflanke von Fürth zu erkennen. Oben am Waldrand steht ein pregnantes größeres Gebäude, welches man auch leicht erkennen kann, wenn man auf der Bundesstraße über die Klinger Höhe fährt. Dies ist das ehemalige Kinderheim. Ich weiß zwar gar nicht was da jetzt entstehen soll, aber als ich kürzlich mal vorbei gefahren bin, wurde da umgebaut. Egal.
    Wenn man sich den Fürther Häusern etwas weiter rechts von unten annähert, ist auch noch ein etwas breiter und flacher Bau zu erkennen. Das ist die HBS.
    Rechts von Fürth wird die Wiesenfläche von einer Reihe Häuser durchschnitten und das müsste Steinbach sein. Dort oben gibt es eine Bank neben einer Hütte mit einem genauso tollen Ausblick, nur eben von der anderen Seite des Tales. 50m neben dieser Hütte ist auch ein sehr hübscher Bachlauf unter einem hohen dichten Blätterdach. Auf deiner Trommtour musst du auf jeden Fall einen Schlenker da runter machen. Oder noch besser eine extra Tour.
    Rechts im Bild ist dann noch Fahrenbach zu sehen.

    Bild 46:
    Soweit alles richtig zugeordnet. Kleines Suchspiel: Links vom linkesten Haus des Hofes im Vordergrund sieht man eine Laterne, die an der Stelle steht, an der der Parkplatz wieder auf die Bundesstraße mündet. Dort senkrecht nach oben ist zwischen drei bewaldeten Hügeln ein klitzekleines Stückchen Wiese zu erkennen. Das müsste die Stelle am oberen Rand des Erlenbacher Steinbruches sein, wo du mal landen würdest, wenn du meine vorgeschlagene Tour machst. Wenn du den Blick von der Klinger Höhe schon findest, dann wirst du da oben noch mehr Fliegen schlucken, so weit wird die Kinnlade runterfallen. Man sieht nahezu jeden großen Ort des Weschnitztales und fast alle Nebenorte der Südostflanke. Der Blick schlägt sogar noch den von der Lindenfelser Burg. Man ist ja auch noch ein paar Meter höher und kann sich auch sicher sein, dass der Blick nicht in irgendwelchen japanischen Fotoalben klebt 😉

  2. matbs Says:

    Hi Kümmel,

    ok, die manischen Doppelposts sind entfernt… 😉

    So langsam arbeite ich mich in deine Ecke vor, und deine Tour kommt auf jeden Fall auch noch dran, jetzt wo ich wieder fit genug bin, um sie problemlos abzulaufen.
    Muss halt auch der richtige Tag dafür sein, schließlich will ich sie nicht an Stress oder Dauerregen verschwenden.

    Vielen Dank für die Präzisierungen zu Bild #33, ich muss gestehen, von selbst tue ich mir mit den unzähligen kleinen Dörfern im Weschnitztal noch ein bisschen schwer – Fürth und Rimbach auseinanderhalten klappt noch, aber bei Kröckelbach und Fahrenbach wird´s dann doch etwas haarig, zumindest bis ich sie mir mal bewusst und persönlich angeschaut habe.
    Kommt aber alles noch, und dann finde ich auch raus, was „die HBS“ ist. 😉
    (Ok, das hab´ ich schon rausgefunden, Google sei Dank…)

    Wie ich die Tromm angehe, weiss ich im Moment auch noch nicht, obwohl ich geneigt bin, vielleicht erstmal von Norden den Rücken entlangzulaufen, vor den Höhenlinien an den Trommflanken hab´ ich doch ordentlich Respekt.

    Und was die Hochebene „Auf dem Eck“ über dem Bergtierpark und dem Erlenbacher Steinbruch angeht – die hab´ ich schon mehrmals besucht (z.B. hier und hier und mag sie so gerne, dass ich für die zweite Nibelungensteigetappe mit Gerd schon fest einen Schlenker über sie eingeplant habe. Das Kinnladerunterfallen ist also schon erledigt (aber ich wiederhol´s auch gerne noch mal) 🙂

    Gruß

    Matthias

  3. Christian Says:

    He Matthias,
    die goldene Abendlichtstimmung konnt ich mir richtig gut vorstellen während ich Deinen Bericht gelesen habe. Es ist schade, dass dieses Licht nur annähernd auf den Bildern zu sehen ist, denn es wirkt so friedlich und einfach nur hübsch.
    Wieder einmal hast Du einen sehr schönen Photo-Laufbericht eingestellt, es hat sehr viel Spass gemacht ihn zu lesen, ehrlich gesagt habe ich ihn sogar zweimal gelesen 😉

    Salut

  4. matbs Says:

    Hi Christian,

    tja, das sind nun mal die Limitation der kleinen Kamera; aber andererseits finde ich es irgendwie auch ganz schön, dass sowas wie die ganz besondere Stimmung eines Sommerabends einfach nicht 100%ig reproduzierbar ist, das macht den Augenblick des Erlebens noch ein bisschen einzigartiger und wertvoller.

    Freut mich, wenn´s gefallen hat, da steckt dieses Mal auch ordentlich Arbeit drin (alleine die Sichtung, Auswahl und Vorbereitung der über 300 Fotos, die ich geschossen habe [wobei diese Zahl nur wegen der Panoramabilder so hoch geworden ist, für das größte – die #46 – hab´ ich allein 37 Foto geschossen, von denen ich dann ca. 25 verwendet habe]… heidenei!)

    Dankeschön! 🙂

    Matthias

  5. dauerlaufen Says:

    Also mit Bild 65 hat du den Vogel abgeschossen. Das ist ja ein Traum! Das will ich haben! Sag mal, ist dein Laufrevier nicht eigentlich auch noch ein sogenanntes Ballungsgebiet? Dann muß ich nämlich umdenken… Fantastico De Luxe

  6. matbs Says:

    Hehe, und ich dachte, ich hätte den Vogel mit Bild #69 abgeschossen… 😉 😀

    Ich kokettiere ja immer gerne ein bisschen damit, dass wir hier unten noch zur „Metropolregion Rhein-Main“ gehören, bzw. nahe an der „Metropolregion Rhein-Neckar“ verortet sind, aber um ganz ehrlich zu sein – das hier ist der Rand dieser Ballungsräume, da ist es nicht mehr so richtig urban.
    Und gerade der Landkreis Bergstrasse – in dem diese Tour stattgefunden hat – gehört zwar offiziell irgendwie noch zu Rhein-Main und Rhein-Neckar (hier überschneidet sich das), ist aber tatsächlich eine ziemlich ländliche Region, vor allem im Odenwald – wenn auch eine mit sehr guter Anbindung an ein halbes Dutzend Großstädte in der näheren Umgebung.
    Best of both worlds, sozusagen… 😉

    Kannst ja mal bei Gelegenheit selbst vorbeischauen und es dir ansehen, so weit ist es ja nicht, und für ein verlängertes Kurzurlaub-Wochenende hat die Gegend hier unten Einiges zu bieten… 🙂

  7. Gerd Says:

    Geniale Tour!
    Du machst mir die Pause nicht unbedingt einfacher. 😉

    • matbs Says:

      Sorry.
      Aber mein Job ist es ja auch nicht, dir die Pause zu vereinfachen, sondern dich währenddessen zu unterhalten… 😉


  8. […] Herrlicher Abendlauf ums Kirschhäuser Tal – mit Fotos (19,4 km) […]

  9. Kümmel Says:

    Nee das Eck kann man nicht vergleichen. Dort oben kann man zwar auch viel sehen und ist noch minimal höher, aber auf der Kante des Steinbruchs hat man einfach einen viel breiteren Blick ohne Bäume. Lindenfels ist links nicht zu sehen, sowas wie Wald-Erlenbach rechts wegen bekanntem Miniberg auch nicht, aber der Rest dazwischen und dann auch der Blick nach unten, also nicht unbedingt in die Grube rein, sondern weil man einfach keine Wiese mehr vor sich hat, auf man in 50m laufen könnte und ohne Bäume die am Ende der Wiese in den Blick ragen.

    Also der Trommrücken ist gar nicht sooo wahnsinnig schwer. Selbst ich habe davor keine Hemmnisse (gut ich wandere auch und jogge nicht) und wenn ich mir anschaue was du alles in wahnsinnig kurzen Laufzeiten hinbekommst. Ich finde die Wege hoch nach Lindenfels wesentlich anstrengender und die sind für dich ja scheinbar kein Problem. Du könntest ja beispielsweise über Altlechtern aufsteigen, dann nach Hammelbach, hin zur eigentlichen Trommspitze und irgendwie über Rimbach innerhalb des Tals wieder zurück.

    Die Aussage „eine [Region] mit sehr guter Anbindung an ein halbes Dutzend Großstädte in der näheren Umgebung“ muss ich übrigens ziemlich verneinen. Zwar sind solche Orte wie Nieder-Liebersbach über den Saukopftunnel in wenigen Minuten über die A5 zu erreichen, aber im hinteren Weschnitztal werden die Fahrzeiten richtig lang. Die Strecke ab der Kreuzung B38/B460 vor Fürth bis zur A5 schafft man selbst ohne Berufsverkehr kaum unter 20 Minuten (egal über welche Strecke) und aus dem Bereich hinter Fürth kann man mal locker 10 Minuten drauf packen. Im Berufsverkehr kann man noch mal ordentlich aufschlagen und an den ganz schlimmen Tagen steht man alleine in Mörlenbach eine halbe Stunde – die Strecke vor Mörlenbach nicht mitgerechnet. Und genau das ist der wesentliche Verkehrsknoten. Aber selbst wenn Mörlenbach endlich mal seine Umgehungsstraße bekäme, gäbe es noch genügend andere Stauträger. Rimbach und Fürth sind schon ohne diesen Trichtereffekt am Maximum angelangt. Die einzig sinnvolle Lösung wäre eine durchgehend vierspurige Strecke (also 2 pro Richtung) von Weinheim, um Mörlenbach, an Rimbach und Fürth vorbei, über Reichelsheim, Reinheim bis zum Dieburger Dreieck bzw. dann bestensfalls Kreuz, quasi mit direkter Anbindung an die bestehende vierspurige B45 ab Dieburg.

    Ich bin derzeit kein Pendler Richtung Bergstraße und dahinterliegende Ziele, aber selbst so behalte ich immer im Hinterkopf, ob ich mich langfristig nicht an der Bergstraße niederlasse. Mehr als zwei Dutzend Kilometer Strecken- und über eine Stunde Zeitersparnis pro Tag wären ein echtes Argument. Diesbezüglich habe ich mich in letzter Zeit etwas in die Lage von Ober-Beerbach (als besten Kompromiss zwischen bergig und naher Autobahn) verschaut, selbst wenn ich die enge Durchfahrt von Seeheim als problematisch erachten würde.

  10. matbs Says:

    Also die 5 und die 8 behaupten ja, dass es gar keinen Weg direkt an der Steinbruchkante gibt… 😉

    Ich denke ja auch, dass die Tromm eigentlich gut machbar sein sollte, aber ein bisschen ein bisschen mehr Respekt vor der läuferischen Erstesteigung, als eigentlich nötig ist, gehört halt dazu – dann fühlt man sich um so besser, wenn man oben ist, und außerdem ist die Alternative (= ein bisschen zu wenig Respekt vor der läuferischen Erstbesteigung) erfahrungsgemäß weit weniger lustig, spätestens wenn einem auf halber Höhe die Puste ausgeht… 😀
    Auf jeden Fall werd´ ich die Tromm wohl erstmal von Norden her erlaufen, das fühlt sich einfach richtig so an. Konkret werd´ ich wohl erstmal eine Tour von Lindenfels via Krumbach nach Weschnitz machen (und über den Kamm zwischen Gersprenz- und Ostertal und Gumpen zurück), und dann irgendwann vom Ausgangspunkt Werschnitz aus den ganzen Trommrücken bis zum Irene-Turm am Stück machen (Rückweg noch unklar…).

    Mit der guten Verkehrsanbindung hab´ ich natüüürlich den ganzen Kreis Bergstrasse gemeint – und zumindest von Bensheim, Biblis, Viernheim, Heppenheim, Zwingenberg, Lampertheim, Bürstadt, Groß-Rohrheim, Lorsch oder Einhausen hat man´s ja auch nie weit bis zur nächsten großen Stadt oder den Autobahnen – und selbst die Hirschhorner und Neckarsteiner sind ja relativ zügig in Heidelberg. Bloß im Odenwald, da wird´s dann tatsächlich lang und abseits, da hast du wohl recht… 😉

    Ober-Beerbach ist eigentlich die perfekte Kompromiss-Wohnlage – landschaftlich herrlich gelegen und ganz nah an der A5 und Darmstadt, und die Durchfahrt durch Seeheim zu den Stoßzeiten ist gar nicht so schlimm, weil viele Pendler sowieso das Beerbachtal runter fahren über Mühltal in Richtung Stadt und Autobahn streben, das teilt sich also auf (und OB ist mit seinen 1200 Einwohnern ja nicht so groß, dass sich da riesige Blechlawinen durchwälzen, zumal es an keiner Durchgangsstrasse aus dem Odenwald liegt).
    Aber ist natürlich auch beliebt als Wohnlage, da sind die Preise teils schon recht stramm, was man so hört…

  11. Kümmel Says:

    Die 5 und die 8 haben doch keine Ahnung 😉

    Doch sie haben recht wenn es da keinen offiziellen Weg gibt. Es ist nur eine Wiese. Aber man kann da trotzdem problemlos laufen, wenn man erstmal die Bäume nahe der Wasserstation an der Straße Erlenbach-Linnenbach überwunden hat. Innerhalb dieser Bäume ist der Hang so megasteil, dass man dort schon fast klettern muss. Aber keine Angst, das geht da nicht Richtung Grube runter. Ich bin da jedenfalls mal bei Schnee hoch und das war nicht feierlich, aber bei schönem Wetter ist das kein Thema.

    An der oberen Kante kannst du dann gemütlich in den Wald oberhalb von Steinbruch und Bergtierpark und wirst einen der vorhandenen Wege finden.

    Mach doch deine Weschnitztour ab dem Gumpener Kreuz (oder meinetwegen auch Lindenfels), dann nibelungensteigmäßig nach Weschnitz (also auch über dein damals abgebrochenes Stück drüber), dann runter nach Brombach (entweder ohne erneute Höhenmeter über Leberbach oder über die Kuppe durchs Brombachtal, dann zum Krumbacher Friedhof, dort in den Wald hoch und wieder zum Gumpener Kreuz runter.

    Oder falls du sogar über Altlechtern runter willst (ist meiner Meinung eher das perfekte Tal zum aufsteigen), könntest du über Kröckelbach auf den relativ flachen Höhenweg zwischen Kröckelbach und Fürth, über den dortigen Stausee rüber nach Krumbach (nicht die B38, sondern dahinter die Straße zwischen Fürth und Krumbach), zum Krumbacher Sportplatz und über die rechte Variante hoch nach Lindenfels.

    Jedenfalls gibt es genügend schöne Möglichkeiten nicht über das Ostertal laufen zu müssen 😉

    Du könntest ja mal deine Gesamt-kmz zur Verfügung stellen, dann mache ich dir mal noch ein paar hübsche Strecken mit direkter Anknüpfung und ich muss mir nicht alle bisherigen Läufe aus der Gegend raussuchen.

    Und klar, der Kreis Bergstraße ist im Flachland super angebunden. Alleine zwei Autobahnen in Nord-Süd-Richtung und diverse nicht schlecht ausgebaute teilweise mehrspurige Bundesstraßen. Und wenn man überlegt, dass die A659 mal nur eine Umgehungsstraße von Viernheim war. Ist schon alles hübsch zusammen gewachsen und das ist in BaWü oder im LaDaDi nicht anders.

    Dass die Preise in guter Lage eher hoch sind, ist ja auch nur zu verständlich. Aber das sollte langfristig kein Hinderungsgrund sein, ich habe schließlich noch viel vor 😉

    Mir macht es jedenfalls Spaß mit einem Blick für Natur und Immobilienlagen durch den Odenwald zu fahren. Dadurch bin ich in letzter Zeit z.B. auch ständig mal in den nördlichen Teil gekommen. Langfristig will ich jede Straße mal gefahren sein. Vor einem halben Jahr hätte ich nicht mal gewusst wo Frankenhausen oder Nieder-Beerbach liegen, mittlerweile weiß ich sogar wie die Straße dazwischen aussieht.

    Vielleicht mache ich ja mal nen Rollerblog auf. Mal schauen. Die Idee fasziniert mich irgendwie.

    • matbs Says:

      Aberaberaber es sind die 5 und die 8!!!
      Die haben doch sonst fast immer recht!!
      😆

      Na gut, muss ich mal gucken, die Ecke da oben hat mich in meiner Planung eh schon mal ein bisschen beschäftigt, weil ich überlegt habe, wie ich möglichst unkompliziert den Bergtierpark einbaue (in dem ich schon seit Jahren nicht mehr war, und der demenstprechend natürlich gesetzt ist).

      Durchs Ostertal muss ich halt sowieso nochmal, schließlich soll ja irgendwann auch Michelstadt und Erbach angeschlossen werden, und der Weg dahin führt wahrscheinlich über Ober-Mossau – und der Weg nach Ober-Mossau führt nun mal durchs Ostertal… 😉

      Das Angebot mit meinem Gesamt-kmz ist wirklich sehr nett, und ich kann´s dir gerne auch mal schicken, aber…
      hmm, na ja, wie schreib´ ich das jetzt möglichst diplomatisch… es ist halt so, dass ich meine Strecken am liebsten selbst plane – das ist jetzt wirklich überhaupt nicht böse gemeint (und kommt hoffentlich nicht so rüber), im Gegenteil, ich freu´ mich wirklich total über dein Angebot, aber irgendwie gehört es dann doch dazu, dass ich mich selbst hinsetze und Karten wälze und internetrecherchiere und drauflosplotte, das ist einfach ein wichtiger Bestandteil der ganzen Geschichte, den möchte ich nicht so gerne aus der Hand geben (was zugegeben ein bisschen inkonsequent erscheint, angesichts der Tatsache, dass ich selbst auch total gerne Strecken für andere Leute mache…).
      Von daher: Vielen, vielen Dank für das total nette Angebot, aber… naja, also Tipps nehme ich immer gerne an, aber ganze Strecken brauchst du mir wirklich keine machen, das krieg´ ich schon irgendwie hin (und bitte nicht enttäuscht sein!). 😉
      Und wie gesagt: Mein gesamtes Streckennetz kann ich dir natürlich trotzdem gerne mal mailen, wenn´s dich interessiert und du versprichst, es nicht als Basis eines kommerziellen Wanderführers zu mißbrauchen…;)

      Wenn du mit dem Roller noch mal hier hoch kommst, empfehle ich dir wärmstens die Hutzelstrasse von Frankenhausen bis zur Landstr. zwischen Ober- und Schmalbeerbach (oder umgekehrt), das ist eine herrliche Höhenstrasse durch die Wiesen an der Neutscher Höhe, die für den motorisierten Verkehr zugelassen ist und an schönen, klaren Tagen wirklich herrlich zu fahren/laufen/wandern ist.

      Und das mit dem Rollerblog klingt wirklich irgendwie interessant, vor allem, weil man ordentlich bei rumkäme – also warum nicht, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

      Dankeschön, und liebe Grüße

      Matthias

  12. Hannes Says:

    Da ist wohl Sommer pur ausgebrochen. Da fühlt sich jemand richtig wohl (auch wenn er auf #55 wie ein Mönch aussieht ;)). Aber solche Touren möchte man im Sommer laufen. Die Landschaft sieht toll aus. Angenehme Waldwege, von denen man beim Laufen nur träumt (Ich habe mich heute auf dem Rad dadrüber aufgeregt …).

    PS: Die „Doldendingsbumsdingsies“ habe ich bei meiner Radtour übrigens auch gesehen 😀

    PPS: Magst du von deinen Abendessen eigentlich auch mal irgendwas hier hoch schicken? Da kriegt man immer richtig Hunger und das ist total unfair, wenn man dann beim Berichtlesen nichts zu essen hat 😉

    • matbs Says:

      Na immerhin, „wie ein Mönch“ ist doch schon mal ein ganzes Stück besser, als mein normaler Anblick beim Laufen („dicker schwitzender unrasierter Typ kurz vor dem Herzinfarkt“)
      😆

      Ich weiss allerdings nicht, ob ich dir Essen schicken möchte – erfahrungsgemäß braucht die Post mindestens zwei Tage bis hoch an die Ostsee, das wäre vielleicht nicht so richtig hygienisch, oder? 😀
      Aber wenn du drauf bestehst, pack´ ich dir das nächste Mal gerne was ein und schick´s dir als offene Warensendung nach Heikendorf… 😉

      Was Vergleichbares erlebst du sicher auch demnächst wieder, schließlich ist der Sommer ja noch lang, und die Schwentine (heisst die so?) wartet ja noch auf dich…

  13. Kümmel Says:

    Ja schick mal, eine Adresse habe ich ja mittlerweile auch. Ist bestimmt auch für mich eine kleine Entdeckungstour, wenn ich mal schaue was es in den Lücken noch so geben könnte. Kommerziell wäre da nichts, dagegen wäre der Routenplaner vom Odenwaldclub auch noch etwas ausführlicher und lukrativer – wobei man dort schlecht einen Eindruck vom eingepflegten Streckennetz bekommen kann ohne mühsam möglichst viele Strecken in GE zu importieren.

    Als Alternative zu speziellen Touren kann ich ja auch nur ein paar grobe Punkte bezüglich Sehenswürdigkeit oder Aussicht markieren mit möglicher Verbindung zu anderen Punkten. Dann kannst du hinterher selbst raussuchen welche Kombination du anläufst und natürlich auch die weitere Detailplanung, welcher Weg es nun genau sein soll.

    Ich habe zwar die 6 nicht, aber du musst nicht unbedingt über Ober-Mossau. Die Tour Grasellenbach – Marbach/Himbächlviadukt wolltest du doch eh mal machen. Das ist ein sehr schöner Knoten um nach Norden nach Michelstadt zu kommen (wie gesagt, die 6 mit Wegen außerhalb der Straße habe ich jetzt nicht zur Hand), nach Süden Richtung Beerfelden/Sensbachtal/Eberbach oder auch nach Osten Krähberg/Hesseneck/Hasselbach/Drei-Länder-Eck.

    Und als Nordvariante böte sich Fränkisch-Crumbach, Nieder-Kainsbach, Böllstein, Kirschbrombach, Zell, Michelstadt. Zusatztour Erbach, Michelstadt, Bad König, Höchst.

    Also immer noch kein Grund fürs Ostertal 😉 Man könnte ja fast glauben ich hätte was gegen das Tal. Ganz so schlimm ist es nicht, aber die Eintrittskarte fürs Ostertal ist eine detaillierte Erkundung des Weschnitztales :-))

  14. matbs Says:

    Hehe, stimmt, so langsam hab´ ich auch den Eindruck, das Ostertal hätte deine Katze überfahren und dann Fahrerflucht begangen… 😆

    Ich hab´ die 6 da, und es ist ja auch nicht so, also ob das eine Entweder-Oder-Geschichte ist: Wenn lang genug in der Gegend bleibe (mal schauen…), dann kommen das Himbächel-Viadukt und der Marbachsee auf jeden Fall dran, unabhängig davon, ob ich vorher schon mal im Mossautal gewesen bin oder oder nicht… 😉

    Und zumindest bis Böllstein hab´ ich deine vorgeschlagene Nordvariante schon gemacht, und nachdem das Brombachtal von der Böllsteiner Höhe aus total verlockend ausgesehen hat, werd´ ich mir das wohl auch noch irgendwann vornehmen müssen.

    Und dann sind da ja auch noch der Taunus, Rheinhesse, die Pfalz, das Rhein-Main-Gebiet und der Rhein-Neckar-Raum… Gibt einfach zu viel Gegend hier in der Gegend… 🙂

    Mein gesamt-.kmz hab´ ich dir übrigens gerade gemailt, es ist ziemlich groß, ich hoffe das haut hin.

    Schönes WE

    Matthias

  15. Kümmel Says:

    Ja danke habe ich bekommen. Mein Postfach macht noch lange keine Grätsche, dafür bald GE, insbesondere im Flugmodus.

    Und es rächt sich etwas, dass ich für viele eigene Wege ebenfalls gelb genommen habe. Da muss ich wohl mal meine umfärben, damit man das besser unterscheiden kann.

    Was hast du eigentlich für ein Höhenverhältnis eingestellt? Bei mir ist der Wert „2“ drin. Kann vielleicht daran liegen, dass es immer mal kleine Abweichungen gibt, was eigentlich der selbe Weg sein sollte. Und auch der offizielle Download des Nibelungensteiges ist immer mal etwas anders. Aber darum geht ja auch nicht unbedingt.

    Ist jedenfalls schön, auch mal in bestimmte Gegenden reinzommen zu können als nur diese große Bild als Anhaltspunkt zu haben. Aber genau das ist ja das geniale an GE. Mit relativ wenig Datenumfang kann man viele Informationen übermitteln, weil man die eigentlichen Bilddaten nicht mitschicken muss.

    Sehe ich das richtig, dass du den neusten Lauf immer ganz oben einsortierst? Ich hätte jetzt vermutet, dass es vielleicht Monatsordner gibt, in die die jeweiligen Läufe einsortiert sind. So hätte ich das jedenfalls gemacht um eine gewisse Struktur zu hinterlegen.

    Aber ist echt beeindruckend. Man findet ja fast keine/n Stadt/Ort zwischen Bergstraße und Rhein, der/die nicht durchlaufen ist. Nur das Quadrat Viernheim, Weinheim, Bensheim, Lorsch sieht noch etwas leer aus.

  16. matbs Says:

    Gelb sieht man halt am besten, vor allem über dem Grünen Odenwald…

    Gelände hab´ ich normalerweise ganz ausgeschaltet, das beansprucht meinen alten Laptop nicht so sehr und zum Plotten find´ ich es angenehmer. Wenn ich es doch mal einschalte, beispielsweise um eine Steigung einzuschätzen (was nie so richtig gut klappt), hab´ ich es auf 1:3 gestellt, also das Maximum – sonst sieht das alles einfach zu poplig aus… 😉

    Das mit dem Läufe einsortieren hat sich so ergeben – als ich erstmals drüber nachgedacht hatte, mein Gesamt-Streckennetz auf Google Earth zu verwalten, hatte ich bereits fast ein Dreivierteljahr Lauferei/Plotterei hinter mir, da hab´ ich mir den Aufwand einer Neuordnung erspart und stattdessen lieber so weitergemacht wie bisher. Nicht perfekt, aber meistens klappt´s ganz gut…

    Die Ecke Viernheim/Weinheim/Bensheim/Lorsch fehlt in der Tat noch, aber da ist das Problem einfach, dass es relativ wenig Interessantes auf relativ viel Fläche gibt – das ist schon ein bisschen Anfahrt, und die Entfernungen sind schon recht ordentlich, aber irgendwie gibt´s halt nicht so richtig viel da, was wirklich lohnend aussieht. Klar, irgendwann will ich nochmal nach Hüttenfeld, und vielleicht von da aus rüber nach Neuschloß auf der anderen Seite des Waldes, und Viernheim muss ich auch noch mal machen, aber das werd´ ich wahrscheinlich eher von der Riedlinie aus angehen (also der Strecke durch den Wald runter nach Mannheim, die ich schon gemacht habe), anstatt von der Bergstrasse rüber zu laufen.

  17. Kümmel Says:

    Gut das Gebiet ist größtenteils Naturschutzgebiet. Gerade der kurze Bereich zwischen Heppenheim und Lorsch ist aber sehr interessant, weil auf einer recht kleinen Fläche noch südlich der K31 sehr sehr viele Bäche zusammenlaufen. Vom langen Graben aus der Ecke Großsachsen/Heiligenkreuz (erst in Schriesheim gibt es einen neckarläufigen Bach), über die beiden Weschnitzarme aus Weinheim, über diverse Heppenheimer Zuflüsse bis hin zu Meerbach aus Gronau.

  18. matbs Says:

    Ja, aber ach nee also ich weiss ja nicht…

    Die Bäche sind ja in Ordnung, aber das Platte Land dazwischen…


  19. […] Eine bekannte Stelle, denn hier bin ich vor einem Vierteljahr schon mal vorbeigekommen, als ich von Heppenheim aus ums Kirschhäuser Tal gelaufen bin (auch mit Foto, auch mit herrlichem Abendlicht. Fast schon ein Déja […]


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