Expedition in den Taunus: Vom Frankfurter Mainufer zum Opel-Zoo – mit Fotos (17,6 km)

23. Juni 2009

Projekt: Großer Feldberg – die Erste!

Eigentlich hatte ich mich schon seit einiger Zeit mehr oder weniger fest entschlossen die seit langem geplante Erstürmung des Großen Feldbergs im Taunus über die „Westroute“ anzugehen, also von Flörsheim am Main aus via Hofheim, Eppstein und Glashütten gipfelwärts zu laufen.

Aber wie das so ist mit den Plänen, auf einmal findet man sich dann doch eines schönen Junimorgens unvermittelt auf der Ostroute wieder und läuft von Frankfurt aus in Richtung Taunus…

Weil das ist nämlich so:
Heute hat meine Mutter Geburtstag.
Da machen meine Eltern traditionell einen schönen Tagesauflug irgendwohin ins weitere Umland.
Und weil ich zeitlich momentan ja recht flexibel bin und bekanntlich überhaupt nix dagegen hab´, mich zum Essen einladen zu lassen, komm´ ich mit. 😉

Und weil der Tagesausflug heute mal in den Taunus gehen soll, so in Richtung Königstein und Großer Feldberg, komme ich vorher ein bisschen ins Grübeln.
„Hmmm, Königstein und Feldberg, da willste doch eh irgendwann hin“, denk´ ich mir, „da könntste doch eigentlich auch noch ´n Läufchen in der Gegend ranhängen und näher an den Feldberg rennen.
Zum Beispiel auf der Regionalpark-Wanderroute ‚Von der Nidda zum Opelzoo‘, von der die total netten Leute vom Regionalpark Rhein-Main dir letztes Jahr eine exzellente Gratiswanderkarte geschickt haben. Die sieht total hübsch und abwechslungsreich aus, ist zweifellos exzellent mit Markern und Infotafeln versehen, und führt geradewegs von Frankfurt aus bis zum Haupteingang des Opel-Zoo zwischen Kronberg und Königstein, direkt am Fuß des Hochtaunus.“

Die Organisation ist kein Problem, meine Eltern sind einverstanden, folgerichtig lautet der Plan für heute:
Vormittags von Frankfurt-Höchst aus (bis dorthin reicht mein bisheriges Streckennetz) am Ufer der schönen Nidda bis zum Anfang des Regionalparkwegs laufen, auf dem dann durch die sanft ansteigenden Felder und Wiesen des Taunusvorlandes über Frankfurt-Sossenheim und Schwalbach am Taunus und schließlich aufwärts in den Vordertaunus bis zum Opelzoo, wo meine Eltern mich um die Mittagszeit rum aufsammeln. Klingt prima.


Frühmorgens los.
Kurz nach 9:00, eigentlich viel zu früh zum laufen, geradezu unnatürlich. Aber manchmal muss man eben auch Naturgesetze brechen, wenn man´s in den Taunus schaffen will…
Schöner Tag mit viel Sonne, ein paar schnell ziehenden Wölkchen, frischem Wind und angenehmen Temperaturen. Vielversprechend, gut dass ich den Foto eingepackt hab´.

Erste Komplikationen bei der Ankunft in Frankfurt – erst biege ich falsch ab und muss über irgendwelche Umwege nach Höchst reinfahren, dann stellt sich raus, dass es am Startpunkt meiner Wahl – dem Mainufer am Bolongaropalast in der herrlichen Höchster Altstadt, kurz vor der Stelle wo die Nidda sich inmitten parkartiger Wiesen in den Main ergiesst – zwar viele Parkplätze gibt, aber auf jedem dieser Parkplätze dummerweise bereits ein Auto steht.
Hrm, da hat mir meine Landeinaivität („Hunnertfuffzisch Backplätz´, do wird sischer toutal viel froi sinn“) wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht…

Also erstmal intensivste Parkplatzsuche, in den schmalen Gässchen von Alt-Höchst ist dummerweise überhaupt nichts zu wollen (aber hübsch isses immerhin. Keine Parkplätze, aber hübsch…).
Schließlich komme ich im Nachbarstadtteil Nied unter, auf dem Parkplatz des Ruderclubs Nassovia direkt am Mainufer:
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Bild #1: Mainufer am Start

Das bequeme Zeitpolster, mit dem ich aufgebrochen bin, ist inzwischen weitgehend aufgebraucht.
Wie üblich halt.
Also fackel´ ich nicht lange und lauf´ gleich los.
Wie üblich halt.

Erstmal aufwärts, von den grünen Uferwiesen an die Mainzer Landstr.
Heey, ein bekanntes Stück – hier bin ich seinerzeiz beim Frankfurt-Marathon vorbeigekommen, damals noch guter Dinge aber schon mit ganz leicht schwerer werdenden Beinen.
Heute bin ich nur guter Dinge während die Beine federleicht sind, aber ob´s an dem herrlichen Frühsommermorgenwetter liegt, oder darin, dass ich heute noch keine 25 km in den Waden habe – wer weiss… 😉

Ich überquere die Mainzer-Landstrasse und die Strassenbahnschienen daneben und laufe geradeaus weiter, durch eine schmale, sonnige Seitengasse (der „Alte Schulpfad“?) nach Nied hinein:
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Bild #2: Alter Schulpfad (?) in Frankfurt-Nied

Ähnlich wie höchst macht Nied einen alten, kleinstädtischen Eindruck, und fühlt sich damit gemütlicher an, als man es von der „Mainmetropole Frankfurt“ erwartet.
Mir gefällt´s.

Trotz des Starts an anderer Stelle als geplant bin ich voll orientiert, ist ja auch nicht weiter schwer: Ich will an die Nidda, die ist links, also geht´s nach links, an der morgendlich-geschäftigen Strasse „Alt-Nied“
nordwestwärts. Schon nach etwas über hundert Metern (auf denen ich allerdings ein bisschen zwischen Passanten und parkenden Autos durchlavieren muss) erreiche ich die Niddabrücke am Ende der Bolongarostr. – auch hier ist der Marathon seinerzeit durchgekommen, km 28 oder so… – vor der ich halbrechts eine Treppe runterlaufe und über einen asphaltierten Platz mit Spielanlagen das Ufer der Nidda erreiche.

Dem muss ich jetzt folgen, ca. 1,5 km flussaufwärts auf dem Frankfurter Grüngürtel-Weg, bis ich den eigentlichen Start des Regionalpark-Wanderwegs „Von der Nidda zum Opelzoo“ erreiche.

Es ist herrlich:
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Bild #3: Niddaaufwärts…

Die Vormittagssonne scheint warm herunter, eine frische Brise weht von Norden her über das Land und trägt schon einen Hauch Taunus mit sich und die Nidda – übrigens ein überaus ansehnliches Flüsschen – plätschert ruhig und idyllisch Mainwärts, vorbei an kleinen Gärten durch die nach ihr benannten Au- und Wiesenlandschaft, die so grün und blühend und ländlich daherkommt, dass man sich aktiv daran erinnern muss, dass man hier mitten durchs Stadtgebiet von Deutschlands fünftgrößter Großstadt läuft.
Wunderschön, vor allem an einem Tag wie heute, da kann man gar nicht anders als mit einem zufriedenen Grinsen in der Visage voranjoggen und genießen – und das geht nicht nur mir so, sondern auch den vereinzelten Spaziergängern, Radfahrern und Joggern, die mir hier begegnen (die Jogger grüßen übrigens ALLE. Sollte ich en Frankfurtern unrecht getan haben? Oder ist man hier im ländlicheren Westen der Stadt einfach ein bisschen freundlicher als im industriellen Osten?).

Impressionen vom Niddaufer:
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Bild #4: Wenn ich mich recht an das Schild vor ort erinnere, ist die hintere Brückemit 170 Jahren die älteste Steinbogen-Eisenbahnbrücke Deutschlands.

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Bild #5: Baum am Wegesrand. War hübsch, also hab´ ich ihn fotografiert. So läuft das hier… 🙂

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Bild #6: Gegenlichtiger Blick über die weiten Wiesen gen Frankfurt

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Bild #7: Kleine Staustufe mit Fußgängerüberweg, auf dem ich an die andere Niddaseite wechsele

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Bild #8: Nidda von oben (von der Staustufe aus)

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Bild #9: Andere Seite vom Fluss: Auch total hübsch. 😉

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Bild #10: Niddaenten auf dem Weg nach Süden

Ziemlich genau 1,5 wunderbar entspannte, angenehme Kilometer nachdem ich ich Nied verlassen habe, bin ich dann da, am offiziellen Anfang des Regionalparkwegs vom Niddaufer zum Opel-Zoo in Kronberg:
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Bild #11: Da geht´s los!

Laut Schild sind´s jetzt noch 13 km.
„Cool“, denke ich mir, „wenn ich eine konstante Kilometerzeit von knapp unter 6 Minuten durchhalte, mich nicht verirre und keinerlei Fotopausen mache, dann schaff´ ich es noch rechtzeitig zur verabredeten Zeit ins Ziel…“
Anders ausgedrückt: Wird wohl wieder mal ein bisschen später… 😉

Links ab, auf den Regionalparkweg und nach Nordwesten:
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Bild #12: Der Anfang vom Regionalparkweg

Bereits nach wenigen Metern öffnet sich die Landschaft und beschert mir das erste richtige Taunuspanorama des heutigen Tages:
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Bild #13: Direkt in der Bildmitte mit den Türmen drauf, das ist der große Feldberg – 790 Höhenmeter über meinem momentanen Standpunkt. Die Kuppe rechts davor, die auf dem Foto noch höher aussieht ist der Altkönig (in Wirklichkeit ist der 80 m. niedriger), links am Hang hinter dem kleinen Sendemast erkennt man Falkenstein samt Burg Falkenstein

Und weiter geradeaus, durch das sogenannte „Sossenheimer Unterfeld“, eine wunderbar abwechslungsreiche Landschaft aus kleinen Gärtchen, Hecken, vereinzelten Baumgruppen, Feldern, Streuobstwiesen und Weiden – hier fällt es mir fast noch schwerer als vorhin, im Hinterkopf zu behalten, dass ich mich eigentlich mitten in Frankfurt befinde.

Sonne von hinten, frische Brise von vorn, Tempo ziemlich zügig – mein linkes Bein nörgelt etwas (natürlich wieder der Musculus tibialis anterior, der alte Miesepeter) aber ich ignorier´s einfach – ist gerade einfach viel zu schön, um sich mit sowas abzugeben (und als er merkt, dass er heute keinen Blumentopf gewinnen kann, gibt der Muskel auch bald wieder Ruhe… 😀 ).

Nach vielleicht 800 m. werden die üppig bepflanzten Kleingärten am Wegesrand immer häufiger…
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Bild #14: Typische Frankfurter Stadtwohnung. Oder so. 😉

…und kurz darauf laufe ich bereits in den Frankfurter Stadtteil Sossenheim ein.
Wo sich Nied und Höchst wie Kleinstädte angefühlt haben, macht Sossenheim auf den ersten Blick den Eindruck eines kleinen, ruhigen Bauerndörfchens:
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Bild #15: „Äääh, Entschuldigung? Ist das hier die internationale Bankenmetropole mit den vielen Wolkenkratzern?“

Wirklich faszinierend, wieviele Facetten die Stadt hat, ich bin regelrecht entzückt!

Ich laufe die Wiesenfeldstr. hoch, biege dann links auf „Alt Sossenheim“ ein (enge Durchgangsstr. mit kleinen Geschäften, hier ist es dann wieder eher kleinstädtisch als dörflich), überquere auf einer kleinen Brücke am Faulbrunnen den Sulzbach und biege kurz danach – natürlich immer den gut sichtbaren Markierungen des Regionalparkwegs folgend – rechts in die Lindenscheidstr. ein.
Dort geht´s dann gleich nochmal rechts, dann wieder links, auf einen schmalen, schattigen Fußweg, der zwischen grünen Gärten hindurch nach Nordwesten führt und nach einer weiteren Rechtskurve etwas überraschend (aber keinesfalls unwillkommen) in eine wunderschöne Bachlandschaft führt:
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Bild #16: Hinter jeder zweiten Ecke eine Überraschung

Hier hat man vor ein paar Jahren den Lauf des Sulzbachs renaturiert und drumherum eine Art halbwilden Park mit viel Baumbestand und sonnigen Wiesen angelegt. Sehr idyllisch, lediglich das Dröhnen der ganz nahen A648 (die man aber erst sieht, wenn man quasi davorsteht) trübte den Eindruck ein ganz klein wenig.

Ich laufe westwärts durch die Anlage, rechts zieht sich der mäandernde Sulzbach durch die Landschaft, am Wegrand stehen alle paar Meter Infotafeln zu den alten Bäumen („soso, das ist also ein Speierling…“), es ist schattig hier, sehr angenehm zu laufen…

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Bild #17: Links: Regionalparkweg. Rechts: Sulzbach

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Bild #18: Birken unter blauem Himmel lösen bei mir bekanntlich immer einen Ablicht-Reflex aus 🙂

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Bild #19: Und nachmal der Sulzbach, nun unter Obstbäumen

Nach einem halben Kilometer erreiche ich die Trasse der A648, die sich wie ein langer Grüner Hügel von Ost nach West erstreckt. Der Regionalparkweg führt erst kurz halbrechts bergauf, dann geht´s auf einem schmalen Weg neben dem Kanal des Sulzbachs links unter der Autobahn durch:
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Bild #20: Neben dem Sulzbach unter der Autobahn durch

Komisches Gefühl, wenn man unvermittelt aus dem hellen, sonnigen Park im Sulzbachtal in so einen langen, dunklen Tunnel läuft – plötzlich klappt die Welt in den Augenwinkeln weg, die Wahrnehmung verengt sich nur noch auf das helle Quadrat am Ende des Ganges – ist ein bisschen, als würde man in der Dunkelheit schweben, bevor man nach vielleicht 100 m. wieder hinaus ins strahlende Vormittagslicht läuft.

Auf der anderen Seite der Autobahn geht´s eine kleine Böschung hoch, oben wartet schon eine Infotafel, die auf die „Zäsur einer Landschaft“ hinweist, die sich hier vollzieht – südlich der Autobahn „die kleinteilige, geschlossene Landschaft der Grünanlage im Sulzbachtal“, durch die ich gerade gelaufen war, nördlich davon hingegen eine „freie, durch landwirtschaftliche Flächen strukturierte Landschaft“.
„Gegensätze werden erfahrbar: Offener und enger Raum, weiter Blick und eingeschränkte Sicht“, fazitiert die Infotafel dann.
Das Gefällt mir total gut.

Wie übrigens auch die „freie, durch landwirtschaftliche Flächen strukturierte Landschaft“, die sich hier auftut, denn die ist mit ihren goldenwogenden Getreidefeldern und dem wieder einmal grandiosen Taunuspanorama in der Sonne wirklich überaus apart:
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Bild #21: „Sulzbacher Landwirtschaft“ direkt hinter der A66

Auch hier geht´s einfach geradeaus, immer weiter nach Nordosten durch die schönen, offenen Felder. Rechts ein kleiner Hügel (der ehemalige Sulzbacher Galgenberg), dahinter muss sich das Arboretum der Stadt Eschborn befinden, ein Waldpark in dem Bäume aus aller Welt angepflanzt sind.
Hätte ich mir liebend gern angeschaut, aber ich bin ja ganz knapp mit der Zeit, also stelle ich es schweren Herzens zurück – ein andermal vielleicht.

Der Weg durch die Felder ist eben und bequem, die Sonne steht inzwischen schon so hoch hinter mir, dass ich kaum noch einen Schatten voraus werfe. Zum Glück sind die Temperaturen weiterhin wunderbar angenehm, und die frische Brise, die von Norden kommend die Taunushänge herunterweht, macht es noch angenehmer.
Es fliesst…

Irgendwo hier überlaufe ich auch die Marke von 50°08’41“ nördlicher Breite, die ich mir extra auf meinem mitgenommenen Plänchen markiert habe, und stelle damit einen neuen persönlichen Nordrekord auf – so weit nordwärts bin ich noch nie zuvor gelaufen, jeder Schritt, den ich von jetzt an in Richtung Taunus mache (und da kommen ja noch einige), vergrößert den Rekord noch ein bisschen… 🙂

Hier draußen zwischen den Feldern ist es schön ruhig, nur hin und wieder mal ein paar vereinzelte Spaziergänger oder Radfahrer, wie beispiesweise diese älteren Herrschaften…
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…die mich in einem derart gemächlichen Tempo überholen, dass sie noch minutenlang vor mir herradeln, ohne dass der Abstand zwischen uns merklich größer wird.

Nach etwas über einem Kilometer macht der Weg einen kleinen Schlenker nach rechts, bevor er zwischen einem dichten Vogelschutzgehölz und einem hübschen Wegkreuz…
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Bild #23: Wegkreuz an der Mühlstr.

…wieder nach links abknickt und weiter nach Nordwesten führt, nun parallel zum dicht bewachsenen Ufer des Schwalbaches:
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Bild #24: Auf dem Weg zum „Wiesenhof Ponderosa“

Hier hat´s auch mal ein paar Haustiere links und rechts des Weges, nämlich Pferde…
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Bild #25: Weidendes Pferd unter alten Obstbäumen. Das charakterisiert die Landschaft hier eigentlich ziemlich passend

…und Kühe:
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Bild #26: Das obligatorische OdenwaldäääähTaunusfotolaufberichtskuhfoto… 😀

Abgesehen davon ist es freundlich, nett und angenehm, und der Biergarten des „Wiesenhof Ponderosa“, den ich unterwegs passiere, sieht äußerst einladend aus. Aber ich hab´s ja eilig und außerdem ist Dienstagmorgen, da wird da eh zu sein, also lauf´ ich lieber durch…

An der nächsten T-Kreuzung geht´s über den Bonifatiuswanderweg, von dem ich keine Ahnung habe, wo er hinführt (aber er hat einen lustigen Marker mit einem Bischoffsstab) und halblinks auf einen schmalen, schattigen Weg direkt am Ufer des fröhlich dahinplätschernden Schwalbachs…
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Bild #27: Der Schwalbach. Vor Schwalbach (am Taunus)

…und dort zwischen dichten Büschen und wild wuchernden Brennesseln (die aber den Anstand haben, nicht auf den Weg rauszuwachsen) leicht bergauf…
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Bild #28: Weg neben dem Schwalbach

…und schließlich wieder raus ins offene Gelände, wo ich schon mal ein schönes Foto von Schwalbach am Taunus mache, das leider vollkommen unscharf wird. Weiss der Geier warum:
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Bild #29: Hier sollte eigentlich ein schönes und gestochen scharfes Bild von Schwalbach am Taunus stehen. Dummerweise war gerade keins zur Hand, als gibt´s nur ein weniger schönes und gestochen unscharfes…

Und dann komm ich schon nach Schwalbach am Taunus, von dem ich rein gar nichts weiss, außer dass hier der gute Schwälbchen-Streichrahm herkommt (und diese Info ist – wie sich bei nachträglicher kurzer Netzrecherche rausstellen wird – auch noch falsch, denn der Streichrahm kommt aus Bad Schwalbach, und das ist ein ganz anderer Ort nordwestlich von Wiesbaden…).

Aber deshalb bin ich ja hier, um mir ein Bild von Schwalbach zu machen.
Ich lerne: Schwalbach fängt mit Tennisplätzen an, auf denen ein paar rüstige Rentner Tennis spielen, und zwar so wie sich´s gehört: Ohne dämliches Gestöhne, Millionenantrittsgelder oder die vollkommen unverständliche Annahme, dass dieser Sport für irgendjemanden von Interesse sein könnte, der nicht gerade selbst auf dem Platz ist und spielt… 😀
Direkt danach geht´s dann über die Strasse am „Erlenborn“ auf eine paradiesisch wirkende Kleingartenkolonie zu…
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Bild #30: Kleingärten an der Rohrwiese

…und an deren Rand dann weiter nordwärts nach Schwalbach rein.
Naja, zumindest laut der Karte, tatsächlich hab´ ich eher den Eindruck, als würde ich durch eine riesige Grünanlage laufen, denn der Weg besteht fast ausschließlich aus schattigen, waldartigen Fußpfaden zwischen großzügig begrünten Gärten, so dass es sich überhaupt nicht so anfühlt, als würde man gerade mitten durch eine 15 000-Einwohner-Kleinstadt laufen (was man aber definitiv tut).
Einmal geht´s noch über eine breitere Strasse, neben der eine alte Kapelle steht…
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Bild #31

…dann geht´s auf einem wunderbar verschlungenen Weg am kühlen Ufer des Sauerbornsbaches entlang…
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Bild #32: Weg am Sauerbornsbach in Schwalbach. Eigentlich ist das immer noch derselbe Bach wie der Schwalbach vorhin, der seinerseits eigentlich derselbe Bach ist wie der Sulzbach davor – aber die nennen ihre Bäche hier alle paar Kilometer anders, wahrscheinlich um auswärtige Jogger zu verwirren…

…bis zur gepflegten Eichendorff-Anlage, einem kleinen Park mit schönem Seerosenteich:
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Bild #33: Teich in der Schwalbacher Eichendorffanlage

Hier geht´s rechts, ein kleines Hängchen hoch, dann wieder links, natürlich weiter nach Nordwesten, und auf einmal – ohne dass ich das Gefühl gehabt hätte, richtig drin gewesen zu sein – bin ich auch schon wieder aus Schwalbach draußen und laufe wieder durch sonnige Wiesen…
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Bild #34

…und wogende Felder:
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Bild #35

Mal ehrlich: Das nenn´ ich mal gelungene Wegführung, wenn ein Wanderweg mitten durch einen Ort führt, und man das als Benutzer des Weges nicht mal richtig merkt. Respekt, Regionalpark Rhein-Main, gute Arbeit!

Vielleicht einen halben Kilometer nach der Eichendorff-Anlage geht´s noch mal unter einer Strasse durch (wohl die L3014), auch das ist wieder vollkommen unkompliziert und unaufdringlich: „Ups, da sind ja Brückenpfeiler, ups jetzt bin ich drunter durch, also weiter durch die hübsche Landschaft“.

Kurz links, während rechterhand ein kleiner Marienschrein vorbeizieht, geschützt von hohen alten Bäumen, die sich im stärker werdenden Wind wiegen…
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Bild #36: Der Schrein steht darunter. Müsst ihr mir glauben, denn das Foto von ihm ist nix geworden… 😉

…dann wieder rechts, auf die alte Poststr. in Richtung Taunus.
Es läuft weiterhin wie geschmiert, ich fühle mich pudelwohl, sauge die warme Sonne und die schöne Gegend in mich auf, erfreue mich an den ständig wechselnden An- und Aussichten:
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Bild #37: Obstwiesen, ein Feld, das Deutschlandhauptquartier eines koreanischen Elektronikriesen… Nicht vergessen, wir sind hier immer noch mitten im Rhein-Main-Gebiet, hier liegen Ökologie und Ökonomie oft verflixt nah beieinander 😀

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Bild #38: Die Alte Poststr. ist eine tolle schnurgerade Allee mit herrlichen alten Bäumen, an einem Tag wie heute ist das ein Traum!

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Bild #39: Links hinter den Feldern liegt die Wohnstadt Limes, ein Schwalbacher Stadtteil, der in den Siebzigern innerhalb weniger Jahre aus dem Boden gestampft wurde. Dafür sieht´s aber ziemlich freundlich aus, zumindest wenn man auf der alten Poststr. dran vorbeiläuft

Irgendwo auf diesem Stück wird´s nochmal haarig, in mehreren Wellen kommt mir der Schrecken jedes Joggers entgegen:
Grundschulklasse auf Wandertag!
Pennäler, Pennäler, Pennäler, teils adipös, teils seltsam gekleidet, laut, hin-und-her-rennend, unaufmerksam, einer geht rückwärts, dazu eine hübsche junge Lehrkraft weiblichen Geschlechts, die lieber Blümchen mit einigen ihrer Schüler pflückt anstatt den Rest der Meute aus der Bahn des heraneilenden Joggers zu entfernen…

Links, rechts, zickzack, geschickt (zumindest in meiner Vorstellung, für die Kiddies sieht´s wahrscheinlich eher dämlich aus) und mit quietschenden Sohlen (auch nur in meiner Vorstellung. Das echte Leben ist leider nicht so cool) tänzele ich hindurch ohne in einen Viertklässler zu karambolieren, und schon bin ich vorbei und kann weiter eilen, bis zur Kreuzung am Viergötterstein, ein archäologisches Relikt aus der Römerzeit, das hier im 19. Jahrhundert ausgegraben wurde und nun (zumindest im Abguß) formschön präsentiert wird, auf einem begrünten Platz am Rand der Felder, mit Aussicht und Infotafeln.
Da muss ich natürlich anhalten:
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Bild #40: Der Viergötterstein heisst so wie er heisst, weil er viereckig ist und auf jeder Seite ein anderer römischer Gott eingebildhauert ist. Hier sehen wir Herkules (rechts) und – natürlich besonders wichtig, weil er der Gott der Läufer ist – Merkur (links).

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Bild #41: Gegenüber dann die Damenseite des Steins, mit Minerva (links) und Juno (rechts)

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Bild #42: Bunt bepflanzte Ruhebank-Ecke am Viergötterstein mit Blick zum Taunus. Irgendwie sieht das Foto wie eine etwas kitschige Postkarte aus den 60igern aus, keine Ahnung warum

Der Weg führt natürlich weiter nach Nordwesten in Richtung Taunus, noch nicht wirklich am Wald, aber auch nicht mehr durch die Felder, eher waldrandig am Rand des Schwalbacher Waldfriedhofs entlang (der übrigens einen sehr lauschigen Eindruck macht – sicher nicht die schlechteste letzte Ruhestätte der Gegend, so schön im Grünen unter rauschenden Buchen und Eichen):
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Bild #43: Weg am Waldfriedhof

Zwischen den Bäumen kann man hier ins offene Gelände hinausschauen, hinter dem sich der immer mächtiger erscheinendere Taunus auftürmt (je näher ich komme umso größer wird mein Respekt vor diesen Bergen, das sind wirklich riesenhohe Trümmer!), irgendwann kommt dann rechts auch langsam Kronberg im Taunus in Sicht (Wohlgemerkt: Schwalbach war noch AM Taunus, Kronberg ist schon IM Taunus), das mit seiner Burg und der Altstadt am Hang einen wunderschönen Anblick bietet:
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Bild #44: Kronberg im Taunus

Der Weg führt auf einer sichtbar neuen Fußgängerbrücke (laut Infotafel hat die der Regionalpark extra bauen lassen, damit ich hier gut weiterkomme. Das finde ich sehr nett vom Regionalpark) über eine Strasse (L3015), dann ein paar hundert Meter durch ein sonnig/schattiges Waldstück, bevor er schließlich einen scharfen Knick runter an eine Landstrasse (L3327 nach Mammolshain) macht.

Hier muss ich ein paar Meter am Strassenrand rechts runter laufen, aber zum Glück nicht lang, denn gleich darauf geht´s wieder links, von der Strasse ab ins Kronthal unterhalb von Kronberg, dort dann wiederum links auf einen schmalen Weg, dicht bewachsenen Weg in Richtung des Quellenparks.
So langsam merke ich, dass es stark Taunuswärts geht, der Weg steigt an, zwar nicht viel aber merklich. Rechts zieht eine alte Fabrik (oder sowas in der Art) vorbei…
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Bild #45: Womöglich die alte Abfüllstation für das Kronthaler Heilwasser?

…kurz danach erreiche ich den Quellenpark Kronthal, eine schöne alte Kuranlage mit alten Bäumen, die ihre Hochphase in der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte:
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Bild #46: Quellenpark von Süden

Heutzutage ist hier weniger los, außer einigen Arbeitern, die an der frisch renovierten Anlage werkelten und einer Mutter mit Kleinkind (das ständig versucht, sich ins Kneippbecken zu stürzen), ist das Gelände verwaist, aber trotzdem hübsch.
Ich laviere an den Arbeitern vorbei bis zur Kreuzung hinter dem Kneippbecken, wo sich der Regionalparkweg „Von der Nidda zum Opelzoo“ teilt:
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Bild #47: An der Kreuzung im Quellenpark

Rechts geht der bequeme, breite, mimöschenhafte Weg für die Radler ab, links hingegen der abenteuerliche, coole, spannende Weg für die Läufer.
Keine Frage, ich nehm´ natürlich den Linken!

Der führt talaufwärts, erst noch breit und gekiest durch die gepflegten Rasenflächen, vorbei an ansprechender Landschaftskunst…
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Bild #48: Quellenpark, oberhalb vom Kneipp-Becken

…dann durch die wunderschönen Wiesen des oberen Kronthals, nun schon merklich schmäler und holpriger (und auch schon mal über/unter einen umgefallenen Baumstamm oder zwei), das macht richtig Spass…
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Bild #49

…und schließlich geht´s dann halblinks am Talrand in den Wald rein.
Nun geht´s richtig aufwärts, schräg den Hang hoch – keine Mördersteigung, aber sehr ordentlich, da fängt es so langsam an, sich zu rächen, dass ich die Strecke bisher sehr zügig gelaufen bin.
Wie so oft fällt mir das Umschalten von „Ebene“ in den Bergmodus nicht so einfach, ich bleibe etwas zu schnell, mache etwas zu lange Schritte, komme immer mehr außer Atem.
Puuuha, gerade wírd´s anstrengend.
Und es geht immer weiter am Hang aufwärts…

Irgendwann tauchen links über mir Gärten am Waldrand auf, dann die Rückpartien der dazugehörigen Häuser – anscheinend laufe ich gerade unter dem Rand von Mammolshain entlang, einem weiteren Taunusort, von dem ich praktisch nichts weiss. Ist aber nicht so schlimm, im Moment bin ich vor allem mit Atmen beschäftigt, da bleibt wenig Kraft für die Frage, wie´s wohl so in Mammolshain aussieht (viel sieht man von hier unten eh nicht). Ein andermal…

Nach 600 oder 700 m. dann eine scharfe Kehre, es geht rechts runter und wieder stark bergab, zurück runter ins Tal, an dessen Rand ich gerade entlanggelaufen bin:
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Bild #50: Wieder bergab

Der Weg führt hier wieder hinaus ins offene…
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Bild #51

…dann ein kleines Stück durch die herrlichen, weiten, offenen, sonnigen, satten Wildwiesen am Talgrund nach Südosten…
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Bild#52: Das obere Kronthal

…und schließlich – natürlich wieder mit ordentlich Steigung – zwischen alten Obstbäumen aufwärts zur anderen Talseite.

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Bild #53: Angeäschert aber glücklich: „Da muss ich jetzt hoch?! Hehe, cool!“ 😀

Oben angekommen scharf links, nun wieder nordwestwärts auf dem lichten, sonnigen Bergrücken bergauf, am Friedhof Thalerfeld vorbei (dabei fast mit einem Leichenwagen kollidiert, und das auf diesem besseren Feldweg hier oben) in Richtung des nun schon relativ nahen Opel-Zoos.

Herrlicher Weg, zwischen Pferdewaiden, Obsthainen, kleinen Gärtchen, alten Bäumen, und natürlich mit ganz viel angenehmer Mittagssonne:
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Bild #54

Bei einem Zwischenweg gibt´s als Bonus zudem einen weiteren großartigen Blick auf die inzwischen schon viel nähere Burg Kronberg:
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Bild #55: Burg Kronberg von Südosten

Allerdings wird es so langsam auch RICHTIG anstrengend, denn hier geht´s wirklich nur noch bergauf…
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Bild #56

…bergauf…
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Bild #57

…und – nachdem ich den Waldrand erreicht hatte und nun im Wald weiter den Hang hochlaufe – bergauf:
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Bild #58: Dieses Stück ist echt ziemlich heftig, das kostet Kraft ohne Ende (gut, dass ich zwischendurch eine Fotopause machen muss… 😉 )

Als der Anstieg nach ca. 600 m. wieder etwas verflacht bin ich schweissgebadet, keuche wie eine alte Dampflock, und zweifellos rotgesichtig wie ein Hummer kurz vor dem Exitus im heissen Wasserbad.
Heidenei, dieser Taunus hat´s aber auch ganz schön in sich.

Aber gut, bin ja auch fast da. Kurz durchgeatmet, dann geht´s weiter, rechts aber etwas sanfter aufwärts durch den lichten, freundlichen Wald, der an dieser Stelle vor allem aus prächtigen, uralten Edelkastanien besteht und einfach nur wunderschön ist:
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Bild #59: Edelkastanienwald am Berg zwischen Kronberg und Mammolshain

Auch hier gibt´s zwischen den Bäumen hindurch immer mal wieder einen Blick auf die Burg in Kronberg, die sich inzwischen schon leicht unterhalb meiner Position befindet:
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Bild #60: Und nochmal: Burg Kronberg, halb im Sonnenlicht, halb im Wolkenschatten

Irgendwann geht´s dann links, natürlich nach Nordwesten und natürlich weiter bergauf. Linkerhand in etwa 50 m. Entfernung entdecke ich eine Ansammlung von Bienenstöcken vor denen die Bienen im Sonnenlicht tanzen und beeile mich lieber nochmal etwas, denn für ein Wettrennen mit einem erbosten Bienenvolk, das sich an meinem Vorbeilaufen gestört hat, fehlt mir inzwischen eindeutig die Puste:
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Bild #61: Hier kommt also der Waldhonig her…

Kurz danach zieht links eine kleine Lichtung vorbei, die die Karte als „Zebrawiese“ benennt…
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Bild #62: Leider keine Zebras in Sicht. So nahe am Opel-Zoo hätte ich mir das fast vorstellen können, so als Außengehege im Wald…

…und schließlich erreiche ich eine Wegrkeuzung, die laut einem hier angeschlagenen Schild das „Fünf-Finger-Plätzchen“ (oder so ähnlich, weisse es nicht mehr genau und das Foto ist nicht scharf genug) genannt wird – aus offensichtlichen Gründen, denn hier gehen fünf Wege ab:
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Bild #63: Fünf-Finger-Platz

Der Regionalparkweg will mich nach rechts lotsen, bergab, da würde ich dann gleich am Waldparkplatz hinterm Opel-Zoo rauskommen.
Aber irgendwie tendiere ich eher nach links – laut Wanderkarte geht´s da auf den Hardtberg über Königstein, wo offensichtlich ein Aussichtsturm steht, von dem man zweifellos eine grandiose Sicht auf den Taunus und in die Rheinebene hat.
Das reizt mich, auch wenn´s nochmal sacksteil bergauf ginge.
Hmmm….
Blick auf die Uhr: Eigentlich bin ich schon zu spät.
Aber meine Eltern wollten sich melden, wenn sie am Ziel sind, und bisher haben sie´s noch nicht gemacht.
Also vielleicht doch noch ein bisschen Zeit…

Ich biege links ab und laufe auf den Hardtberg.
Wenn man schon mal da ist, und dazu noch an so einem wunderschönen Tag, darf man sich das nicht entgehen lassen!

Nach 100 m. klingelt mein Handy. Eltern am Ziel, ich bin offiziell zu spät.
Egal, das zieh ich jetzt noch durch.

Die ersten paar hundert Meter sind nicht schlimm, doch dann wird´s immer steiler und anstrengender.
Wenn ich unten in der Ebene nicht soviel gerannt wäre, wäre das wahrscheinlich noch gut machbar, aber so…?

Zwischenzeitlich geht´s nochmal über eine kleine Landstrasse…
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Bild #64: L3327/Mammolshainer Weg

…dann einen kleinen Bergpfad rauf, geradewegs den Hang hoch.
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Bild #65: Argl!

Hier kapituliere ich dann doch noch mal für ein paar der steilsten Meter, den Beinen zuliebe, und weil ich keine Luft mehr krieg.
Tempo und Berge passen nun mal nicht so richtig zusammen, ist einfach so.

Und dann bin ich oben, auf dem Hardtberg, 409 m. ü.NN, höchster Punkt der heutigen Tour. Kleine Lichtung, Schutzhütte, und da steht auch der Aussichtsturm:
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Bild #66: Hardtbergturm über Königstein. 14 m. hoch, Baujahr 1899 (sieht neuer aus, oder?).

Hmm, besonders stabil sieht der ja nicht aus, und die nach unten offenen Stufen wollen mir auch nicht so gefallen.
Aber jetzt bin ich da, also kletter´ ich natürlich auch hoch:
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Bild #67: Aufwärts…

So ein bisschen mulmig ist mir schon, als ich mich die enge Wendeltreppe hochwendele. Unten zwischen den Stufen entschwindet langsam der Boden, der starke böige Wind lässt das ganze Gebilde merklich erzittern.
Rum und rum und rum und rum – oben!

Kleine Plattform mit Holzboden, knapp über den Baumwipfeln.
Mütze festhalten, Augen nach oben und…
AUSSSICHT!!!!

Wahnsinn, das hat sich aber mal wirklich gelohnt!
Im Vergleich zum Feldberg ist der Hardtberg nur ein kleines Vorbergchen, aber eins, das Nichtsdestotrotz hoch über der Ebene thront und dementsprechend atemberaubende Ausblicke sowohl auf die Berge hinter ihm als auch das Flachland vor ihm erlaubt.
Grandios!

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Bild#68: Taunus-Panorama. Mittig vorne der 798 m. hohe Altkönig, links dahinter mit den Türmen der große Feldberg, links davor der kleine Feldberg. Unter dem Altkönig der Königsteiner Ortsteil Falkenstein, halbverdeckt unter dem Feldberg die Burg Falkenstein

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Bild #69: Blick nach Südwesten über die Taunusvorberge in die Rheinebene. Der bewaldete Sporn, der rechts in die Ebene hineinragt, liegt an der Westroute, auf der ich ursprünglich zum Feldberg hoch wollte.

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Bild #70: Blick nach Südosten auf Dings, nawieheistsnochgleich… 😉

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Bild#71: Und noch mal in groß – Blick nach Norden, vorne die Ruine Falkenstein, dahinter der große Feldberg. Wenn man die so beieinander sieht, mag man kaum glauben, dass der Feldberg 430 m. höher ist…

Toll, einfach nur toll hier oben.
Am liebsten würde ich ja noch ein bisschen bleiben, aber da ich zu spät bin (und nicht von den starken Windböen runtergeblasen werden will), steige ich relativ bald wieder ab.
Runter ist die Wendeltreppe fast noch etwas unangenehmer als hoch…

Als ich unten bin hab´ ich offensichtlich einen leichten Drehwurm, denn ich laufe einfach mal unorientiert los, in die Richtung, von der ich annehme, dass es die richtige ist…
Es geht steil bergab durch , über eine kleine Strasse am Ortsrand von Königstein (nanu, sollte die hier sein???), dann weiter bergab, rechts oben ist der Waldrand, ein paar Häuser, schließlich nach ein paar hundert Metern ein Wegweiser, der mir erklärt, dass ich hier nach Mammolshain komme.
Häh!??!
Nach Mammolshain?!! Aber da komm´ ich doch gerade her!
Mist, offensichtlich bin ich falsch.
Das passiert, wenn du vom Weg abkommst, Rotkäppchen…
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Bild #72: …bzw. Blaukäppchen…

…du verirrst dich ganz alleine im großen Wald.
Mist!
Plänchenstudium, erschwer durch die Tatsache, dass ich offenbar über den Rand meiner Karte rausgelaufen bin, dann steht fest:
Falsche Richtung.
Muss wieder zurück auf den Hardtberg.
Wieder steil bergauf.
Aaaaargh!

Keuchend zur Kuppe, nochmal orientiert, dann richtig, auf einem winzigen Trampelpfad den bewaldeten Hang runter…
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Bild# 73

…dann wieder mal über die Landstrasse, dann bin ich richtig:
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Bild #74: Waldparkplatz vom Opel-Zoo. Gibt einen spontanen Erinnerungsflashback: Als ich klein war, sind wir eigentlich immer von vorne durch den Haupteingang in den Zoo. Nur einmal nicht, bei einem Ausflug mit meinem Vater und meinem Onkel und meinem Cousin, da haben wir hier geparkt. Danach durfte ich Kamelreiten. Sicher 25 Jahre her…

Parkplatz runter zum Waldrand…
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Bild #75

…wo ich nochmal kurz verweile und den wunderbaren Blick über das schmale Tal zwischen Kronberg und Königstein genieße, in dem der Opel-Zoo liegt:
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Bild #76: Links wieder Falkenstein und Burg Falkenstein, rechts ist der Altkönig. Vom Zoo unten im Tal sieht man wenig, eigentlich nur das Dach des riesigen neuen Giraffenhauses.

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Bild #77: Falkenstein und Burg in groß

Und abwärts, zoo-wärts.
Die Kamelreitbahn kommt in Sicht…
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Bild #78: Domestizierte Kamele können bis zu 40 Jahre alt werden – wer weiss, vielleicht ist das das Kamel (bzw. Dromedar), auf dem ich vor einem Vierteljahrhundert geritten bin…

…denn geht´s rechts auf dem Philosophenweg in den Opel-Zoo rein:
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Bild #79: Philosophenweg

Ich will mal nicht zuviel zum Opel-Zoo schreiben (das heb´ ich mir fürs nächste Mal auf 😉 ), nur soviel: Wunderschöner, toller Zoo in toller Lage, bei dem sich in den letzten Jahren ganz ganz viel getan hat (Stichwort: Afrikasavanne) und in den nächsten Jahren hoffentlich noch viel mehr tun wird (Stichwort: Elefantenanlage).
Immer einen Besucht wert, ich liebe es hier, seit ich denken kann!

Aber: Heute ist keine Zeit für den Zoo, auch wenn´s mir ein bisschen das Herz bricht, denn ich bin ja am Haupteingang verabredet.
Um da hinzukommen muss ich den Philosophenweg runter, das ist ein öffentlicher, frei zugänglicher Weg, der durch das Zoogelände führt.
Entsprechend gibt´s hier auch schon Einiges zu sehen:
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Bild #80: Dromedare

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Bild #81: Dromedar ganz nah

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Bild #82: Philososophenweg im Zoo, daneben die Haustierwiese

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Bild #83: Desinteressierte Zoo-Ziege

Dann geht´s links hoch, zum neuen Haupteingang, vorbei an der Afrikasavanne…
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Bild #84: Und, liebe Läufer da draußen, wann sind euch das letzte Mal Gnus auf einer Tour begegnet? 😉

…dann links durchs Drehkreuz auf den Parkplatz am Haupteingang, wo ich bereits erwartet wurde:
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Bild #85: Quasi da!

Noch schnell ein Abstecher zur Vorderseite vom Haupteingang (fürs Nächste mal, das ist dann leichter ans Laufnetz anzuschliessen)…
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Bild #86

…und dann ist´s geschafft.
Frischgemacht, Cola gesoffen, und dann zum großen Familienausflug aufgebrochen, der ebenfalls total nett war: Erst auf der Suche nach einer geöffneten Ausflugskneipe ein bisschen durch den Taunus geirrt (Erkenntnis: Schmitten hat ´ne hübsche Kirche), dann auf den Feldberg hoch (Erkenntnis: Scheisse ist das HOCH! Das wird noch ein hartes Stück Arbeit da hochzulaufen. Außerdem ist es saukalt da oben wenn´s windig ist, das könnte verfroren werden, selbst wenn´s unten mollig warm ist), ein gutes Mittagessen auf dem Gipfel genossen…
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Bild #87: Heute mal nur Schnitzel. Kochkäs gibt´s hier nicht, allerdings stand als lokale Spezialität ein Schnitzel mit Frankfurter Grie Sos´ (Grüner Soße) auf der Karte, hätte ich fast genommen, aber mir war nicht nach Salzkartoffeln)

…danach noch den Aussichtsturm bestiegen, dann runter und noch ein bisschen durch Königstein geschlendert, die Burg besichtigt, Kaffee getrunken und heim.
Alles in allem ein richtig schöner Tag – Meine Mutter sollte öfter Geburtstag haben… 😀

Und der Lauf?
Su-per!
Tolle Tour auf einer wunderschönen, abwechslungsreichen Strecke, viel erlebt und gesehen, prima Wetter gehabt und alles hat bestens geklappt und einen Riesenspass gemacht.
Und das Allerberste: Nun bin ich in Laufweite des großen Feldbergs.
Aber um den zu erstürmen, brauche ich einen rundum perfekten Tag, denn da werd´ ich unglaublich viele großartige Orte und Sehenswürdigkeiten auf einen Schlag ablaufen (Opel-Zoo, Burg Falkenstein, Königstein mit Burg, Kleiner Feldberg, großer Feldberg mit Turm und Falkenhof, Altkönig, Kronberg samt Burg).
Das wird phänomenal!!

Strecke: 17,6 km
Zeit: Nicht genommen – aber (abgesehen von den vielen Fotopausen) recht zügig. Insgesamt zwischen 2 und 3 h unterwegs.
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke 99,83% (17,57 km von 17,6 km)
Karte:
Nied zum Opel-Zoo
Oder alternativ der offizielle Streckenplan als PDF

M.

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23 Antworten to “Expedition in den Taunus: Vom Frankfurter Mainufer zum Opel-Zoo – mit Fotos (17,6 km)”

  1. Christian Says:

    Hallo Matthias,
    sehr nette Tour durch den Taunus oder besser IN den Taunus. Das mit dem Feldberg blick ich noch nicht so ganz, irgendwie gibt es an jeder Ecke in Deutschland einen Feldberg, scheint so eine Bezeichnung wie Bahnhofstrasse zu sein, nur halt für Erhebungen in der Landschaft, aber jeder Ort hat einen 😉
    Ich hatte mich schon darauf gefasst gemacht beim Lesen, dass Deine Eltern die Schnauze voll hatten mal wieder auf Dich zu warten und ohne Dich losgezogen sind, vielleicht wäre das edukativ für Deine andauernden zeitlichen Koordinationsstörungen ?

    Danke für den netten Bericht

    Salut

    Christian

    • matbs Says:

      Na ja, eigentlich gibt´s in Deutschland zwei Feldberge, die man kennen sollte, nämlich den im Schwarzwald, der mit seinen vierzehnhundertpaarundneunzig Metern der höchste Mittelgebirgsberg Deutschlands ist, und den im Taunus, der mit 882 m. die höchste Erhebung des rheinischen Schiefergebirges ist. Kann man sich mit ein bisschen Übung schon merken… 😀 😉

      Normalerweise bin ich ein total überpünktlicher Mensch, entsprechend gibt´s da eigentlich nix zur ändern – das Problem ist halt einfach, dass man bei ganz fremden Strecken in unbekanntem Terrain mit Sehenswürdigkeiten und Foto einfach nie ganz genau abschätzen kann, wie lange es dauert (im Zweifelsfall aber immer länger) – wenn du auch mal was öfter unbekannte Touren ausprobieren und dich am Streckenende verabreden würdest, würdest du auch ständig zu spät kommen, glaub mir… 😉 😀

      Dankeschön fürs Lesen 🙂

      M.

      • Christian Says:

        Hm, Matthias, habe meine Zweifel, ob Du die Wahrheit sprichst denn `Mutter´ schreibt
        „…trotz des üblichen Wartens auf dich…“
        😎 😎 😎

        Noch besser find ich allerdings den Rat Technik als Hilfe zu benutzen, mir scheint Du bist gebrandmarkt 😉

        Sorry, aber das musste sein

        Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende

        Salut

        C.

  2. Gerd Says:

    Supertolle Tour. Hätte mir auch gefallen.
    Sind ein paar richtige schöne Eckchen dabei.
    Und ein tolles T-Shirt hast Du angehab. 😉

    Gruß Gerd

  3. matbs Says:

    Ja, das ist eine tolle Gegend – übrigens auch sehr geeignet für Wander- oder Radausflüge mit der Familie…

    Bei dem Shirt hatte ich ja ein bisschen Bedenken, weil es seinerzeit hiess, es wäre viel zu groß ausgefallen – aber zumindest mir passt´s prima, ob das jetzt bedeutet, dass ich auch zu groß ausgefallen bin, weiss ich aber nicht… 😀
    Der einzige Nachteil ist, dass man sich bei den ganzen Sponsorenaufdrücken wie eine wandelnde Litfaßsäule fühlt, besonders wenn man auch noch eine „Quelle“-Kappe aufhat… 😆

    Alles Gute

    M.

  4. Mutter Says:

    Ja Matthias, dir zuliebe würde ich schon ein paar Geburtstage im Jahr mehr einschieben, aber mir zuliebe ist einer pro Jahr schon fast zuviel, gell!! War ein schöner Tag, trotz des üblichen Wartens auf dich und der anschließenden Suche nach einer adäquaten Essensquelle. Vielleicht bewältigst du das Zuspätkommen irgendwann mal indem du dich nicht mehr so oft verirrst (evtl. mit Hilfe moderner Technik???) sowie einem groß-zügigeren Zeitpolster. Ja dann bis zum nächsten Mal….

    • matbs Says:

      Na gut, dann halt nur einer, bittschön… 😀

      Das mit dem großzügigeren Zeitpolster sollte hinhauen, zumindest wenn ich bei der persönlichen Klärung der Ausflugsmodalitäten vor dem Aufbruch nicht wieder zum Brötchenessen genötigt werde. 😉

      Das mit der modernen Technik hingegen wird wohl weiterhin nix…

  5. Hannes Says:

    Eine tolle Fototour, ich möchte eigentlich sagen, schon diese war phänomenal. Besonders die Aussichten vom Hardtbergturm – super schön!

    Dass deine Eltern noch gnädig waren, hat mich allerdings auch gewundert. Bei den vielen Fotos, die da noch kamen, … 😉

    • matbs Says:

      Die nächste wird noch besser, glaub´ mir – das werden 20 oder 30 Kilometer mit Unmengen von Highlights, da werd´ ich schon ganz hibbelig wenn ich nur dran denke.
      Muss nur den perfekten Tag erwischen, nur den perfekten Tag… 😀

      Und die Fotos haben gar nicht soo lange gedauert. Das Verirren war da (zumindest gefühlt) zeitintensiver… 😉

  6. Sportwetten Says:

    Schöne Fotos! Danke für den Tourtip!

  7. Ruben Says:

    Toller Bericht. Sehr lobenswert, dass es im Taunus Wege für die Mimosen von Radfahren gibt und Wege für echte Läufer ;-). Toller Blick (auch auf FFM) …ich bin echt begeistert.

    • matbs Says:

      Wahrscheinlich beschreibt genau in diesem Moment ein Radler aus dem Taunus in seinem Radfahrblog, wie er den Regionalparkweg „Von der Nidda an den Opelzoo“ gefahren ist, und dass der sich im Kronthal teilt, nämlich in einen doofes Pfädchen für mimosenhafte Läufer und eine spannende, abenteuerliche Strecke für echte Radfahrer… 😆

      Ist auf jeden Fall eine ganz hübsche Ecke da oben, da muss ich mir irgendwann noch mal genauer umsehen.

  8. dauerlaufen Says:

    Ts Ts Ts die Mutti am Geburtstag warten lassen… Aber sag mal, auf dem Feldberg ist es um diese Jahreszeit kälter als unten? Ffm sieht aus wie ein Molloch nach der Idylle in die du uns mitgenomen hast.

    • matbs Says:

      War ja keine böse Absicht. Und ich hab´ mich auch ganz lieb entschuldigt, ehrlich!

      Ich weiss nicht, ob es auf dem Feldberg im Sommer immer kälter ist (obwohl ich es schon annehme), aber an diesem Tag war´s da oben auf jeden Fall verflixt frisch, vor allem wenn der Wind über die offene Kuppe geweht hat.

      Frankfurt wirkt vielleicht schon ein bisschen molochig für uns unbedarfte Landeier, aber wenn es ein Moloch ist, dann ein freundlicher, spannender, mit ganz vielen schönen, tollen Ecken. 😉

  9. Kai Says:

    So wie man dich kennt: Tolle tolle tolle Bilder. Echt klasse. Der Bericht dazu auch wieder sehr gut und detailgetreu geschrieben. Ich werd jetzt erst mal ne Verlängerung meiner Mittagspause beantragen, damit ich deine Berichte auch mal am Stück genießen kann, nicht immer auf 2 Tage verteilt 😉

    @Mutter:
    FR305 bei Amazon.de zum Schnäppchenpreis (179,00 EUR) – und Ihr Sohn verläuft sich nie mehr …

    Gruß
    Kai

  10. matbs Says:

    Hallo Kai,

    hmm, ich fürchte das mit dem Verirren ist nicht ganz so einfach – auch mit einem Forerunner würd´ ich noch verloren gehen, mit dem Unterschied, dass derweil zuhause ein teures Stück Technik unbenutzt in irgendeiner Ecke rumfliegt… 😉 😀

    Gruß zurück

    Matthias


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  15. michael Says:

    Wow, ein wirklich sehr ausführlicher Bericht mit reichlich Fotos dokumentiert. Im Kronthal ist mittlerweile übrigens der begehbare Brunnen fertiggestellt. Er wird aus den dortigen Quellen gespeist und ist eine schöne Abkühlung für die Füße.


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