Und dann isses auf einmal vorbei…

23. Juli 2009

Und das war´s dann!

Nein, nicht der Blog, keine Angst.
Was Anderes.
Aus dem semimythischen Bereich „Jenseits vom Blog“, den ich normalerweise ja ganz gerne hier raushalte.

Aber nachdem es die Lauferei und damit auch die Bloggerei in letzter Zet immer wieder maßgeblich beeinflusst hat, und ich gerade ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz/froh/erleichtert/wasauchimmer bin, und das sich so anfühlt, also könnte/müsste/sollte es schon mal irgendwie raus (und warum nicht auch hier?), und es schon irgendwie auch total wichtig ist, mach´ ich einfach mal ´ne Ausnahme mit etwas „Jenseits vom Blog“.

Und was gibt´s da zu vermelden?
Na ja, vor allem das hier:


Gestern habe ich mein Studium beendet.
Also nicht ganz, natürlich sind da noch ein paar Formalia abzuwarten und zu erledigen – aber die allerletzte Prüfung hab´ ich bestanden und bin damit jetzt wirklich fertig.

Hat aus einer ganzen Reihe verschiedener Gründe deutlich länger gedauert, als ich es mal in meiner ursprünglichen Lebensplanung vorgesehen hatte, und es war gerade gegen Ende aus einer ganzen Reihe verschiedener Gründe ziemlich kraftraubend und zuweilen recht zäh.
Aber jetzt bin ich durch.
Und zwar sehr gut (und das darf man durchaus auch notenmäßig auffassen… 😉 ).

Im Moment noch etwas ausgelaugt und müde, nach dem sehr intensiven Arbeitsaufwand der letzten Wochen, und so ganz realisiert hab´ ich es irgendwie auch noch nicht – ein bisschen ist sie schon da, die gefühlsmäßige Gemengelage aus Erleichterung, Freude, Wehmut, Stolz, Optimismus und noch ein paar anderen Dingen, aber im Moment ist das alles irgendwie (noch?) ein bisschen gedämpft.
Braucht vielleicht noch ein bisschen Zeit.
Oder etwas nachgeholten Schlaf.
Oder einen schönen Lauf zum Kopf freikriegen.

Was passiert jetzt?
Tja, so ganz weiss ich das nicht – zum ersten Mal seit langer Zeit gibt es keine definitiv festgelegte nächste Hürde, keinen Termin X mehr, auf den ich hinarbeiten muss.
Fühlt sich komisch an, eine ungewohnte Freiheit, die ich mir erst nochmal richtig klarmachen muss.
Vielleicht fahr´ ich ja demnächst nochmal spontan in den Urlaub, nachdem ich da seit ein paar Jahren drauf verzichtet habe…

Und dann?

Tja, dann muss auf jeden Fall ein anständiger Job her.
Und das mitten in der Wirtschaftskrise – nicht gerade die beste Zeit für sowas (zumindest wenn man der beängstigend deprimierenden „Wir Krisenkinder“-Reihe glauben darf, mit der die Defätisten von Spiegel Online seit Monaten versuchen, mir Angst zu machen).

Aber das wird (sagt zumindest mein ausgeprägter Optimistic Bias -gut dass ich studiert habe, da kenn´ ich mich mit solchen Konzepten aus… 😀 ), irgendwas findet sich da sicher, schließlich will ich wirklich ganz doll, bin gut ausgebildet, und nachweislich extrem viel weniger blöd als, als ich auf den meisten Lauffotos aussehe…

Und vielleicht hilft ja auch Social Networking, z.B. über den Laufblog.
Das sieht dann so aus:

ACHTUNG:
Matthias (das bin ich) auf der Suche nach einem Job.
Magister der Publizistik (HF), Amerikanistik (NF) und Geschichte (NF) mit Sehr Gutem Abschluss.
Vielseitig verwendbar, am liebsten Journalismus, aber es ginge z.B. auch Public Relations, Medien- und/oder Umfrageforschung, Public Marketing oder vielleicht sogar sowas wie Werbung oder irgendwas ganz Anderes – das gutschlechte an einem Magister ist ja, dass man kein festes Berufsbild am Ende der Ausbildung hat.
Praktische Erfahrungen z.B. durch Praktika und Hospitanzen, vorhanden, kann u.a. journalistisch schreiben (und zwar anständig, nicht das Stream-of-Consciousness-Gerotze, das ich mir hier leiste), recherchieren, redigieren (sowohl für Print als auch für Radio, beides schon erfolgreich gemacht, ein bisschen Fernseherfahrung ist auch vorhanden), kennt PR- und Werbegrundlagen, weiss wie Demoskopie geht, hat Ahnung von Kommunikationstheorie- und -praxis, ein bisschen Übersetzungserfahrung (Deutsch – Englisch, Englisch – Deutsch) usw. usw. usw.
Dazu: Aufgeschlossen, neugierig, engagiert, kreativ, arbeitswillig, flexibel, lern- und begeisterungsfähig, kann sowohl im Team als auch eigenständig Topleistungen bringen, kommunikationskompetent, umfassend gebildet und interessiert, Semipolyglott (Deutsch und Englisch fliessend, Französisch gut genug um mich im Frankophonen Raum durchschlagen zu können [und mich dabei regelmässig zum Deppen zu machen], dazu die Fähigkeit in ca. 20 anderen Sprachen „Hallo“, „Bitte“, „Danke“, „Ja“, „Nein“, „Entschuldigung“ und „Tschüss“ sagen zu können), physisch und mental extrem belastbar, und außerdem bereit, sich erstmal gerne auch ein bisschen ausbeuten zu lassen…
🙂

Wenn ihr also jemanden kennt, von dem ihr glaubt, dass er in irgendeiner Art und Weise für mich Verwendung haben oder mir weiterhelfen könnte, fragt doch einfach mal nach, kostet schließlich nix, und meine ewige Dankbarkeit ist euch gewiss. 😉
Und wenn nicht, fragt halt einfach, ob jemand, den ihr kennt, jemanden kennt, oder stellt es auf euren Blog, oderwasauchimmer.
Vielleicht hilft´s ja.
Danke, danke, danke, danke!!!! 🙂

Alles wird anders!

M.

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26 Antworten to “Und dann isses auf einmal vorbei…”

  1. dauerlaufen Says:

    Da gratuliere ich doch herzlich. Dauert das nicht immer irgendwie länger als man es eigentlich geplant hat…? Egal. Der Erkenntnisgewinn zählt am Ende, sonst nichts. Für die Jobsuche Toi Toi Toi. Wenn du was Unbefristetes, Bezahltes findest, kannst du ja mal Bescheid sagen ;-). Und ansonsten könnte ich jemanden gebrauchen, der meine Rechtschreibfehler aus dem Netzt löscht… Hihihi.

    • matbs Says:

      Dankeschön! 🙂

      Ob´s immer länger dauert weiss ich nicht, so viele vorherige Vergleichswerte hab´ ich da ja nicht… 😉

      Und was die Rechtschreibfehler angeht – klar, Lektorat kann ich auch.
      Was zahlst du denn so? 😀

  2. Thomas Says:

    Hey Matthias,sehr gut daß Du das nun auch hinter Dir hast.Kann mir ganz gut vorstellen daß der Kopf die ganze Zeit da eigentlich nur mit dem einen Thema gefüllt und nicht viel Platz für Anderes war.Ich denke, wie Du schon richtig bemerkt hast, in ein paar Tagen setzt sich das alles und Du kannst so richtig tief durchatmen, Urlaub machen und dann irgendwann Deine berufliche Karriere starten. Und die Augen halte ich auf jeden Fall mal offen, auch eine große Software-Firma braucht Leute im Public-Relations-Bereich!

    Prost!
    Thomas Z.

    • matbs Says:

      Hi Thomas,

      ja, ich hab´ heute schon mal damit angefangen, so ein bisschen was, was sich in den letzten Jahren an Papierkram aufgestaut hat zu entsorgen, fühlt sich gut an…
      Oh, und apropos Urlaub – hatten wir uns letztes Jahr nicht mal über den Kilimanjaro unterhalten?
      Könnte man eigentlich noch mal vertiefen, oder?

      Dankeschön!

      Matthias


  3. Na, dann auch mal von mir herzlichen Glückwunsch!

  4. Heidi Says:

    Von mir auch herzlichen Glückwunsch!!!
    Der Rest folgt per Mail.

    Ich werde mal in unserer Firma nachfragen, ob sie jemanden brauchen 😆
    Da hast du gaaaanz tolle Zukunftsaussichten 😉

    Dass DU lange arbeitslos bleibst, glaube ich aber nicht, ehrlich.

    • matbs Says:

      Ja, frag´ mal.
      Dass ich Regaleeinräumen kann haben wir ja schon abgeklärt, da sollte also was zu machen sein… 😀

  5. XYZ Says:

    Gratulation und Glückwunsch, nu isses also vorbei!!! Und dazu mit solchem Ergebniss!!
    Haste gut gemacht! Da wird sich doch zu gegebener Zeit (eine kleine Aus-und-Entspannungszeit tut sicher erst mal gut) sicher auch ein passender Job finden. Auf jeden Fall werde ich diesbezüglich auch mal Augen und Ohren offenhalten.

    • matbs Says:

      Dankeschön.

      Und das mit dem „diesebezüglich Augen und Ohren offenhalten“ ist mir schon aufgefallen… 😉

  6. Hannes Says:

    Mensch Matthias, Gratulation zum erfolgreichen Studium, SEHR GUT! 😉

    Ein wenig ähnlichen fühlen wir uns ja gerade, einen wichtigen Abschnitt hinter uns, Freiheit, Freude, aber so recht will man es nicht glauben (auch wenn zwischen Schule und Studium ja noch ein Unterschied besteht …).

    Wünsche dir auf jeden Fall alles Gute, dass du jetzt einen guten Job findest. Aber bitte nicht sofort – erst ein paar Wochen so richtig entspannen. Urlaub wäre sicher eine gute Idee.

    Und vieeeeel schlafen 😉

    • matbs Says:

      Ja, irgendwie vergleichbar ist das schon, auch wenn´s am Ende des Studium entschieden einsamer und individueller zugeht als nach dem Abi – da macht man seinen Kram halt für sich selbst, holt am Ende unzeremoniell seine Unterlagen ab, und das war´s dann.
      Nix mit Studiabschlussball oder so… 😉

      Mal sehen, ob/wie/wann das mit dem Urlaub und oder entspannen klappt – zumindest das Schlafen hat aber schon mal ganz gut hingehauen…

      Dankeschön! 🙂

  7. Christian Says:

    He Matthias,

    vorbei ist das Lotterleben, nun soll der Ernst des Lebens beginnen, obwohl ich bei den Studienfächern nicht an Lebensernst nach dem Studium glauben kann :mrgreen:

    Nein, im Ernst, Gratulation und ich wünsch Dir viel Glück bei der Suche nach dem passenden Job, obwohl ich mir vorstellen kann, dass bei dem breiten Spektrum etwas suitables gefunden wird. Leider ist Deine Ausbildung im Gesundheitswesen wenig gefragt, so dass ich Dir keine echte Hilfe sein kann, aber ich werde mal die Augen und Ohren offen halten, kenn da einen Fernsehproduzenten…

    Salut und feier nicht so doll

    Christian

  8. matbs Says:

    Jaaa, genau!

    Mal unter uns: Ich bin ganz froh, dass das „Lotterleben“ der letzten Monate erstmal vorbei ist, das ist zuweilen nämlich doch ganz schön an die Substanz gegangen… 😉

    Gesundheitswesen: Naja, soooo schwer kann das ja nicht sein, ´n bisschen in ´nem weissen Kittel rumhocken und alten Leuten beim Beschweren zuhören und dann ein paar Ibuprofen anordnen.
    Das könnte ich auch problemlos. 😆

    Aber im Ernst: Wenn du irgendwo irgendwie Ohrenoffenhalten kannst – super! Ich bin für alles dankbar! 🙂

    Das Feiern bestand bisher übrigens aus einem Glas Wein bei meinen Eltern – schon recht dekadent, aber ich hoffe, es geht noch als „nicht so doll“ durch… 😀

  9. Jana Says:

    So, auch ich reihe mich in die lange Liste der Glückwünsche ein!!! Jobs kann ich leider nicht bieten – nicht so ganz mein Feld … aber falls ich was hören sollte …

    • matbs Says:

      Hi Jana,

      pfffftjaaaa, nachdem wir ja irgendwann mal vor inzwischend überraschend langer Zeit übers Fertigwerden geplaudert haben, hab´ ich es dann tatsächlich doch noch geschafft… 😉

      Und wenn du was hörst – du weisst, wo du mich findest! 🙂

      Dankeschön!!

      • Jana Says:

        Achja, falls Dich jemand anspricht wegen der Zeit: schieb es doch darauf, dass Du zu Beginn des Studiums diverse psychologische Experimente (von Studierenden!) mitmachen musstest … da hat jeder Verständnis … 😉

  10. Lili Says:

    Ich möchte auch gratulieren. Das ist ein immens wichtiger Moment, auch wenn sich danach erst einmal ein schwarzes Loch zu öffnen scheint. Du läufst einfach drüber weg.

    Ich beobachte immer wieder Deinen Blog, hatte letztes Jahr im Oktober zu Deinem Lauf durch die Streuobstwiesen hoch zur Ludwigshöhe schon mal kurz kommentiert, wie toll dieser Weg klingt und bin Dir schuldig mitzuteilen, dass ich inzwischen schon einige Male Deinen Weg gegangen bin. Hat alles super geklappt und ich genieße – gerade jetzt wieder, wo die Mirabellen reif sind – diese erstaunlich schöne Landschaft.

    Beste Grüße,
    genieße die Zeit, mache Urlaub und dann werden sich Türen öffnen

    Lili

    • matbs Says:

      Hi Lili,

      ja, so ein bisschen schwarzlochig sieht fühlt es sich schon an, wenn man dann auf einmal an dem Punkt ist, wo die geradlinige Lebensplanung endet und das Unbekannte anfängt.
      Aber spannend ist es auch, das gleicht´s wieder aus! 🙂

      Schön wenn ich dir einen kleinen Stups in Richtung Streuobstwiesen geben konnte und du sie jetzt für dich entdeckt hast – vielleicht gibt´s ja sogar noch das eine oder andere Eckchen jenseits davon, dass für dich auch noch interessant sein könnte (so Richtung Frankenstein oder Mühltal zum Beispiel).
      Du bist natürlich jeder Zeit willkommen, ich freue mich, wenn du immer mal vorbeischaust.

      Vielen Dank 🙂

      Matthias

  11. Gerd Says:

    Ich habe zwar absolut keine Verwendung für dich, aber mir der Bewerbung hättest Du einen Job bei mir sicher. 😉
    Ich drück dir die Daumen und sag erst mal herzlichen Glückwunsch!!!
    Hasste gut gemacht.
    Gruß Gerd

    • matbs Says:

      Na immerhin. 🙂
      Wenn du jetzt bloß noch Personaler beim Radio wärst… 😀

      Dankeschön, und genieß´ die Ferien!

  12. Ruben Says:

    gratulation zu dem sehr guten erfolg und abschluss deines Studiums!

    Genieße die Zeit und viel Erfolg bei der Jobsuche – Glück wünsche ich dir nicht, das brauchen nur die unfähigen 😉 und dazu gehörst du ja ausgewiesener maßen nicht.

    Dann kannste ja jetzt wirklich mal nach Luxemburg laufen. Oder nach Frankreich. Oder hOlland. Oder Dänemark. Oder auf eine Vogelinsel ;-).

    grüße,

    der ruben.

    Bin letzte Woche auf der A5 an Jugenheim etc vorbeigefahren und musste spontan an dich denken – schöne Gegend!

    Und leider hab ich im Gegensatz zu dir die ganz beschissenen Wochen noch vor mir. Bist n guter Lektor? Kannst auf Rechnung arbeiten? Und was hättest du gerne für ne Diplomarbeit? Und was umfasst dein Angebot dann alles für Arbeiten? Hast meine E-Mail Adresse!

    • matbs Says:

      Hi Ruben,

      am Genießen arbeite ich gerade, ob das mit der Vogelinsel hinhaut weiss ich allerdings noch nicht… 😀

      Und was die anderen Fragen angeht – also wenn du unbedingt jemanden brauchst, der deine Diplomarbeit nach formellen/sprachlichen/orthografischen Problemen durchsieht, lässt sich sicher was arrangieren – was das das Fachliche angeht dürftest du je nach Fachrichtunge allerdings wahrscheinlich nicht zuviel erwarten. 😉

      Gruß

      Matthias

  13. Evchen Says:

    Muß man sich in der Berufssparte nicht auch auf den Punkt kurz halten können? Hm… Nur so ein Gedanke. *kopfkratz*

    *lach*

    Im Ernst: Herzlichen Glückwunsch zu dem harten Brocken Arbeit! Ich finde, Dir stehen jetzt wirklich viele spannende Herausforderungen offen. Ich bin fast ein wenig neidisch über die Palette an Möglichkeiten, die Du jetzt gerade vor Dir ausgebreitet hast. *hachja*

  14. matbs Says:

    Kann mich kurz fassen.
    Ehrlich!

    Aber nicht hier – hier gönn´ ich mir den Luxus, so langatmig, schachtelsatzig und grammatikalisch fragwürdig zu sein wie ich möchte, als Ausgleich zur trockenen akademischen Schreibe der letzten Jahre… 😉

    Danke für den Glückwunsch, bleibt nur zu hoffen, dass die Palette an Möglichkeiten wirklich so breit und spannend ist… 🙂

    Gruß

    Matthias


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