Der Weg nach Frankreich, Teil 2: Grünstadt – Bad Dürkheim mit Fotos (22,8 km)

27. Juli 2009

Eigentlich wollte ich ja schon am Samstag.
Aber da war das Wetter nicht gut und meine Laune auch nicht.
Also hab´ ich es lieber verschoben.

Dann wollte ich am Sonntag.
Da war das Wetter gut, aber ich war zu matschig.
Also hab´ ich es wieder verschoben.

Aber heute, am Montag war dann Schluss mit der Aufschieberei: Wunderbarer Sommertag, Matthias fit und tatendurstig.

ZEIT UM NACH FRANKREICH ZU LAUFEN!!!

Yep, ganz Recht: Ich hab´ mir einen Ruck gegeben und entschieden, den lange gehegten Plan vom Lauf ins Ausland in die Tat umzusetzen.

In den nächsten Wochen (oder auch Monaten?) werde ich in mehreren Etappen der wunderschönen Weinstrasse und dem wildromantischen Pfälzerwald nach Süden durch die Pfalz folgen und – sofern alles klappt und ich durchhalte – schließlich irgendwo bei Wissembourg die Grenze zum Elsass und damit nach Frankreich überlaufen.
Das größte und spannendste Laufprojekt, das ich jemals angegangen habe – freu´ mich schon riesig… 🙂

Und weil jede große Reise mit einem kleinen Schritt beginnt (oder so was in der Art) stand heute die erste Etappe vom „Weg nach Frankreich“ (dafür hab´ ich gleich mal einen eigenen Tag eingerichtet) auf dem Plan.


Gleich schon mal ein echtes Schmankerl: Ein Paarundzwanziger von Grünstadt (das ich mir ja vor bereits vor einigen Wochen erlaufen hatte) aus bis in die Wein- und Kurstadt Bad Dürkheim, mit einem Schlenker in die Mittelgebirgslandschaft des Pfälzerwaldes, der mich an alten Dörfchen, Burgen, versteckten Hochmoorseen, Aussichtstürmen und keltischen Ringwällen vorbeiführen sollte.
So sehen gute Touren aus! 😉

Start in Grünstadt, am Bahnhof – das bot sich an, weil die heutige Tour als Einwegstrecke konzipiert war, und ich dementsprechend hinterher mit der Bahn zurück zum Ausgangspunkt würde fahren müssen.
Mittagszeit, sommerliche 26°, weißgoldener Sonnenschein aus azurblauem Himmel über smaragdgrünen Weinbergen, Matthias platzt fast vor Vorfreude:
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Bild #1: Das sieht dann so aus…

Noch schnell ein bisschen gedehnt, Mütze zurechtgerückt, den gut bestückten Getränkegürtel um die Gebärhüften geschwungen, und dann ging´s los, zur ersten Etappen auf dem Weg nach Frankreich, mittenrein in den strahlenden Sommertag.
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Bild #2: Darf ich vorstellen: Strahlender Sommertag, fotografiert am Grünstädter Bahnhof

Übrigens ohne auf die Uhr zu gucken. Heute würde ich mir von Anfang an soviel Zeit nehmen, wie ich wollte, ohne mir über Geschwindigkeiten und Streckenzeiten den Kopf zu zerbrechen.

Kurz südwärts vom Bahnhof weg, dann rechts in Richtung des Stadtzentrums, dann an einem Kreisverkehr mit hübscher Kirche…
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Bild #3: St. Peter, wenn meine Internetrecherche sich nicht irrt

…links in die Sausenheimer Str. (wo ich auch gleich den Anschluss der heutigen Tour an den Rest vom Streckennetz vollzog) und schließlich geradeaus in die langsam ansteigende Tiefenthaler Str., die mich durch ein ruhiges, freundliches Wohngebiet…
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Bild #4: Tiefenthaler Str.

…und über eine relativ steile Serpentine bis zum westlichen Ortsrand brachte, wo es dann ernsthaft bergauf ging, rein in die sonnigen Weinlagen oberhalb des Ortes:
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Bild #5: Ortsausgang – jetzt geht´s richtig los! 🙂

Lief übrigens alles unheimlich gut bisher – Beine gut + Kopf gut + Laune gut + Landschaft gut + Wetter gut = Glücklich!!!
Da störte es auch nicht weiter, dass es erstmal sacksteil aufwärts ging:
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Bild #6: Heidenei!

Im Gegenteil – es machte sogar richtig Spass, sich endlich mal wieder so richtig schön in einen Berg reinlehnen und bergauf schnaufen zu können. Selbst die hohen Temperaturen in der prallen High-Noon-Sonne waren da kein allzugroßes Problem, da hier oben eine trockene Wärme herrschte, die eigentlich sogar ganz angenehm war.
Und als Sahnehäubchen gab´s da ja auch noch die Aussicht, die mit jedem Schritt weiter nach oben immer großartiger wurde. Und das gleich in zwei Richtungen, nämlich zurück (= Osten) auf Grünstadt…
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Bild #7: Grünstadt von oben. Besonders gut gefiel mir das Riesenrad am linken Bildrand. Sowas hat man nicht allzuoft…

…sowie die gesamte, unendlich weite Rheinebene bis hin zur fernen, leicht diesigen Bergstrasse…
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Bild #8: Mal wieder ein ganz großes Pano. In der rechten Hälfte fällt u.a. die A6 auf, die sich zu Bildmitten hin gen Mannheim schlängelt. Und im Hintergrund haben wir die Bergstrasse in ihrer gesamte Ausdehnung, vom Frankenstein bei Darmstadt bis zum Hirschberg bei Nußloch

…und außerdem nach links (= Süden) auf den Pfälzerwald, in Richtung meines heutigen Zieles:
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Bild #9: Der Nordrand des Pfälzerwaldes. Der rechte Turm ist der Fernmeldeturm am Weilerskopf, den ich an klaren Tagen sogar von meiner Wohnung an der Bergstrasse sehen kann (den würde ich heute nicht besuchen). Links davon der Sendemast hinter der Lindemannsruhe und ganz links schließlich der große Bismarckturm auf dem Peterskopf, der fest als Programmpunkt der heutigen Tour eingeplant war

Nach ein paar hundert Metern verflachte der Anstieg angnehm…
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Bild #10

…und kurz darauf stiess ich dann auch schon auf den Wanderweg Deutsche Weinstrasse (Markiert mit einem Weintraubensymbol) und den Kelten- und Weinwanderweg des Pfälzerwaldvereins (rotes W)…
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Bild #11

…denen ich von nun nach Süden folgte, durch hübsche, freundliche, sonnigwarme Landschaft aus grünen Rebenreihen…
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Bild #12: Grüne Rebenreihen

…und braunen Stoppelfeldern unter einem unglaublich tiefblauen Himmel:
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Bild #13: Braunes Stoppelfeld unter unglaublich tiefblauem Himmel

Weiterhin alles perfekt, die Sonne war danke einer leichten Brise angenehm, die Wege ordentlich markiert (nicht so gut wie im Odenwald aber ausreichend), die Landschaft freundlich, die Aussicht grandios, und es war schön ruhig und friedlich hier oben.

Nach vielleicht 1,5 km gab´s dann wieder mal ein paar Anzeichen dafür, dass ich nicht der einzige Mensch hier oben war: Voraus auf einer gemähten Wiese standen ein paar seltsam klobige Fahrzeuge rum, die ich aus der Entfernung mal pauschal als irgendwelches landwirtschaftliches Gerät einstufte:
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Bild #14: „Hmm, komische Mähdrescher haben die hier…“

Beim Näherkommen stellte sich allerdings raus, dass es kein landwirtschaftliches Gerät war, sondern ein ganzer Satz fahrbarer Raketenabschussrampen, die aus irgendeinem Grund in scheinbar feuerbereiter Position auf dem Rübenacker geparkt waren und bedrohlich in Richtung Mannheim zeigten:
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Bild #15: Offenbar ein Fabrikat der Marke „Patriot“

Noch beunruhigender fand ich allerdings die Soldaten, die an den Dingern rumwerkelten – das waren keine Bundeswehrler, das waren Amis!
Und ich hatte gerade Fotos von ihren geheimen (na ja, nicht so wirklich) Raketenstellungen gemacht!
IIEK!
Da beeilte ich mich lieber mal ein bisschen, bevor irgendwelche MPs beschliessen konnten, meinen Foto zu konfiszieren und mich nach Guantanamo zu verfrachten…
Nix wie vorbei! 😀

Hinter der Raketenwiese ging´s dann wieder bergab, die Anhöhe runter und zum ersten geplanten Höhepunkt der heutigen Tour.

Wer jemals die A6 von Mannheim nach Kaiserslautern gefahren ist, kennt die Stelle: Hinter Grünstadt windet sich die Autobahn in einer langen, szenischen Kurve den Berg hoch, und führt dann am Hang ganz nah über einem kleinen, hübschen Dorf mit einer auffälligen Burg vorbei.
Und wer dann so ein bisschen ist wie ich, der fragt sich jedesmal, wenn er daran vorbeikommt, wie wohl dieses Dorf da unten heisst, und wie die Burg von Nahem aussieht.

Heute wollte ich es rausfinden.
Dass das Dorf Neuleiningen heisst, das hatte ich schon vorher rausgefunden, jetzt lief ich also von oben drauf zu:
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Bild #16: Neuleiningen. Nicht zu sehen ist die A6, die davor vorbeiführt und von den Weinstöcken verdeckt wird

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Bild #17: Und noch mal die Burg von näher

Der Weg wand sich noch ein bisschen abwärts durch die Weinberge, führte an einem einladenden aussehenden Weingut mit Terassenlokal vorbei, und führte schließlich geradewegs unter der A6 hindurch…
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Bild #18

…bis zum Dorfeingang:
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Bild #19: Neuleiningen

Richtig hübsch: Das Dorf sitzt in schöner Hanglage an einer steilen vorgelagerten Bergschulter über dem Tal des Eckbachs. Der hintere Teil ist offenbar eher neueren Ursprungs, besonders pittoresk ist allerdings der vordere Teil mit seinen mittelalterlichen Häuschen und Mauern, die sich in engen, verwinkelten Gässchen um den Burgberg herum drängen.
Da ging´s jetzt hin, die Tiefenthaler Str. entlang…
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Bild #20: Kreuz an der Tiefenthalerstr.

…bis zum Eingang des mittelalterlichen Kerndorfes an der alten Stadtmauer:
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Bild #21: Links die Kirchengasse durchs alte Staddtor zur Burg, rechts die Mittelgasse

Hier gönnte ich mir einen kurze Pause am Brünnchen auf der gepflegten Grünanlage vor der Mauer…
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Bild #22

…zum Abkühlen…
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Bild #23: Wenn ich gewusst hätte, was mich heute noch erwartet, hätte ich auch gleich noch ordentlich was davon getrunken…

…bevor ich dann durchs Tor…
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Bild #24

…der schmalen, gepflasterten Kirchgasse…
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Bild #25

…bis hinauf…
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Bild #26

…zum Platz zwischen der Kirche und der eigentlichen Burgruine folgte:
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Bild #27: Eingang zur Ruine Neuleiningen von Osten.

Wunderbares Ensemble aus alten Häusern (mit einladend aussehenden Kneipen), der Pfarrkirche St. Nikolai (die ursprünglich mal als Burgkapelle gebaut worden ist), der Burg selbst, und schließlich dem Blick hinunter in die Rheinebene. Richtig schön.

Zuerst schaute ich mir den vorgelagerten Aussichtsturm über dem Abhang an…
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Bild #28

…von dem aus man eine schöne Aussicht über die Vorderpfalz und das Ried bis zur Bergstrasse hat…
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Bild #29

…dann ging´s wieder zurück zur Burg…
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Bild #30: Links die Kirche, rechts die Burg

…deren Innenhof vom Mobiliar des diesjährigen Burgweinfestes dominiert wurde, das mittäglich verlassen in der Sonne vor sich hindämmerte und darauf wartete, heute Abend wieder genutzt zu werden:
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Bild #31: Innenhof der Burg Neuleiningen samt Festzelten und Burgweinfestmobiliar

Wo ich schon mal da war erklomm ich natürlich auch gleich den frei zugänglichen Aussichtsturm…
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Bild #32

…und gönnte mir den herrlichen Rundumblick in alle Richtungen:

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Bild #33: Blick nach Westen über das Eckbachtal und den Eckbachweiher nach Tiefenthal

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Bild #34: Blick auf die Neuleininger Kirche direkt vor der Burg

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Bild #35: Blick nach Norden, über die Burg hinweg auf die Anhöhe, die ich gerade von Grünstadt kommend überquert hatte. Rechts sieht man auch mal, wie nahe die Autbahn an/über dem Ort verläuft

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Bild #36: Blick nach Süden, über die steil abfallenden Dächer von Neuleiningen hinweg nach Battenberg auf der Anhöhe jenseits des Eckbachtals – dort würde ich als nächstes vorbeikommen

Wie gesagt: Neuleiningen ist richtig, richtig hübsch.

Bloß in einer Hinsicht wurde es meinen Erwartungen nicht gerecht, aber das schien vorerst noch nicht so problematisch: Da ich heute mindestens zwei bis drei Stunden in der Mittagshitze unterwegs sein wollte, hatte ich eigentlich eingeplant, den resultierenden Flüssigkeitsbedarf teilweise zu decken, indem ich unterwegs immer mal was zu trinken kaufte (denn die vier Flaschen Isoplörre am Gürtel waren für sich genommen etwas knapp).
Extrageld hatte ich eingesteckt, und wenn ich – wie ursprünglich vorgesehen – am Wochenende gelaufen wäre, hätte das auch prima geklappt.
Aber heute war ja Montag, und Montags haben die Ausflugskneipen in Neuleiningen zu. Ergo war vorerst kein Getränkezukauf möglich, also leerte ich halt mal meine erste Flasche Isoplörre (denn ordentlich durstig war ich inzwischen schon) und vertraute darauf, dass mir später noch was Trinkbares vors Portemonaie kommen würde…

Und abwärts, hinter der Kirche vorbei und durch die engen, verwinkelten Gässchen Neuleiningens…
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Bild #37: Die Obergasse, glaube ich…

…bis runter auf die Mittelgasse, der ich um den Burgberg herum aus Neuleiningen hinaus folgte, um dann schließlich kurz vor dem kleinen Dorffriedhof rechts auf eine kleine Treppe abzubiegen…
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Bild #38: Abwärts…

…die auf einen angenehmen, grasigen Pfad am Rand der Weinlagen führte (Markiert mit dem Traubensymbol des Wanderwegs Deutsche Weinstrasse, sowie einem roten Balken)…
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Bild #39

…auf dem ich nach knapp 400 m. bequemen Abstiegs die L520 im Talgrund erreichte:
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Bild 40: Wegkreuz am Rand der L520 am Anfang des Eckbachtals

Hier ging´s kurz links, auf einem breiten Fußweg neben der Strasse bis zum Anfang des Dörfchens Kleinkarlbach…
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Bild #41: Anfang von Kleinkarlbach

…unter einer Bahnbrücke durch, dahinter gleich wieder rechts, durch eine Art Industriegebiet und schließlich wieder ordentlich steil aufwärts, in die Weinberge südlich von Kleinkarlbach…
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Bild #42

…von wo aus ich über die Schulter noch mal einen schönen Blick zurück auf Neuleiningen auf der anderen Talseite erhaschen konnte:
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Bild #43: Neuleiningen von Süden

Südwärts über den Hügel, rechts oben der mit Buschwald bedeckte Hang unter Battenberg, links die sanft zur Rheinebene abfallenden rebenbekränzten Hügel der Vorderpfalz, in der Ferne weiterhin die Bergstrasse.
Schönes Stück, aber anstrengend in der prallen Mittagssonne, gerade das erste Stück bergauf.
Puuh.

Nach einem halben Kilometer ging´s rechts auf das kleine Kreissträsschen (K30), das in einer langen Serpentine den steilen Hang nach Battenberg hochführt.
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Bild #44: K30 Kleinkarlbach – Battenberg

Ordentliche Steigung, kein Randstreifen o.ä., aber zum Glück auch kein Verkehr. Trotzdem nutzte ich die erste Gelegenheit um die Strasse zu verlassen und mir die lange Serpentine zu sparen und bog nach vielleicht 150 m. links auf eine Abkürzung ein, die geradewegs durch den Weinberg aufwärts führte und weiter oben wieder auf die Strasse stiess:
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Bild #45

Das Stück war richtig steil, an der Grenze des Laufbaren, gerade in der prallen Mittagssonne. Klappte aber noch halbwegs, also blieb ich dabei, überquerte die Strasse, und schlug mich weiter auf der Abkürzung den Hang hoch:
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Bild #46

Schmales Bergpfädchen, von dem aus man noch ein paar schöne Ausblicke in die Ebene hatte…
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Bild #47

…bevor es dann durch ein kühles Stück wucherigen, sonnigschattigen Buschwaldes am Steilhang ging:
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Bild #48: Aufwärts nach Battenberg

Sehr schönes Stück, aber wirklich sacksteil, das zog richtig fies rein, entsprechend war ich auch ziemlich außer Atem, als ich endlich über der Hangkante auf einem Bolzplatz unterhalb von Battenberg rauskam.
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Bild #49: „Huff. Huff. Huff…

Auch hier gibt´s eine Burg, die wollte ich natürlich nicht verpassen, also links, am Rand des Plateaus entlang, an ein paar Tennisplätzen vorbei geradewegs zum Eingang von Burg Battenberg (Eckdaten: Erbaut im 13. Jahrhundert von den Grafen von Leiningen, zerstört 1689 im pfälzischen Erbfolgekrieg [offenbar kurz nach dem Heidelberger Schloss, denn es ist überliefert, dass die französische Generalität hier oben ein Festmahl einnahm, während sie den erhebenden Anblick des brennenden Heidelberg jenseits der Rheinebene genoss]):
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Bild #50

Hier hat´s eine sehr nett aussehende Burgschänke, die – Montag und so – allerdings geschlossen hatte, da konnte man also nicht rein (und auch wieder nichts zu trinken kriegen. Mist. Dabei hatte ich inzwischen schon ganz schön Brand).
Aber zum Glück ist ein paar Meter weiter rechts ein Durchbruch in der Burgmauer, durch den man – hochofiziell und ohne Landfriedensbruch zu begehen – bis zur szenischen Aussichtsplattform auf der Außenmauer gelangt:
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Bild #51: Da geht´s hoch!

Aussicht: Großartig!
Auch hier wieder: Praktisch die ganze Vorderpfalz, dahinter das hessische und badische Ried, Worms, Mannheim, Ludwigshafen, und am Horizont die Bergstrasse in ihrer gesamten Länge von Darmstadt bis hinter Heidelberg:
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Bild #52: Whoaaaaa!

Das war den mühevollen Aufstieg allemal wert gewesen, fand ich:
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Bild #53: Ein bisschen verschwitzte Selbstzufriedenheit hat noch keinem geschadet! 😀

Weniger spektakulär aber ebenfalls nett der Blick in den Burghof, dessen Gartengestaltung passend zum Wetter ein wunderbar leichtes mediterranes Flair zu bieten hatte:
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Bild #54: Innenhof von Burg Battenberg mit Burgschänke

Wunderbar, hier oben ein bisschen zu pausieren, die Weite zu geniessen und das Gesicht in den kühlen Wind zu halten, der vom Rhein herüberwehte.

Allerdings nicht zu lange, denn so langsam bekam ich richtig Durst.
Und bevor ich meine zweite wertvolle Flasche Isoplörre anbrach, machte ich mich lieber auf den Weg nach Battenberg rein um einen Laden/eine Kneipe/eine Tanke/ein Trinkwasserbrünnchen zu suchen, in/an dem/der ich meinen Durst stillen konnte, ohne auf die Notreserve zurückzugreifen.

Also wieder durch den Durchbruch in der Burgmauer…
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Bild #55

…über einen breiten, sonnigen Kiesweg zwischen Weinreben und Spalierbäumchen…
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Bild #56

…und hinein nach Battenberg…,
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Bild #57: Hauptstrasse am Ortseingang

…das sich als verschlafenes kleines Weindörfchen mit schönen alten Häusern und schmalen Strassen herausstellte:
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Bild #58: Hauptstr. Ecke Kirchgasse

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Bild #59: Hauptstr. Ecke Falltorstr.

Viele Weingüter hatte es hier oben, aber nichts, wo ich auf Anhieb ein paar Schlucke zu trinken hätte kaufen können.
Also gönnte ich mir in der Ortsmitte dann doch meine zweite Flasche Isoplörre, mit einem leicht unguten Gefühl, denn ich hatte noch mindestens die Hälfte der Strecke vor mir, und nach Battenberg würde es vor allem durch den einsamen Pfälzerwald gehen, in dem wohl kaum an jeder Ecke ein Getränkestand zu finden sein würde…
Aber andererseits: Durstig weiterlaufen brachte auch nix, also ex und hopp.
Tat gut und stillte den Durst.
Vorerst…

Ich lief weiter die lange Hauptstr. entlang, in grob westlicher Richtung. Die alten Häuser des Dorfkerns machten nach und nach Gebäuden neueren Datums Platz, deren teils recht avantgardistische Architektur darauf hindeutete, dass das hier oben wahrscheinlich eine ziemlich gute Wohnlage ist (kein Wunder: Schön, abgeschieden und ruhig, aber mit guter Verkehrsanbindung an die nahe A6).

Dabei immer Blick nach links, denn ich wollte wieder runter von der Anhöhe, ins Krumbachtal unter Battenberg, durch das ich dann mehrere Kilometer weit in den Pfälzerwald vorzudringen geplant hatte. Laut Wanderkarte sollte es hier irgendwo einen Trampelpfad geben, der zwischen den Häusern hindurch auf den Hang und runter bis ins Tal führte, also hielt ich Ausschau.

Tatsächlich wurde ich auch fündig und entdeckte einen schmalen Durchlass, der zwischen den Grundstücken hindurch abwärts führte, um dann hinter den Gärten in grob richtiger Richtung zu laufen.
Leider jedoch nicht allzulange – der Pfad wurde immer schlechter und endete schließlich mitten in der wucherigen Wildnis am Hang, ohne dass eine Fortsetzung des Weges erkennbar war:
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Bild #60: Kein Durchgang!

Also musste ich umkehren, zurück hoch nach Battenberg und weiter der Hauptstr. folgend nach Westen, dem weißblauen Balken folgend, von dem ich wusste, dass er in meine Richtung führte, wenn auch nicht im Grund des Krumbachtals sondern am Hang des nördlichen Talrandes.

Kurz darauf halblinks in die Waldstr., dann weiter bis zum Dorfende, wo ich mich unvermittelt den ersten und einzigen Kühen der heutigen Tour gegenübersah, die ich natürlich sofort fotografisch verewigte, wie sich das für einen Laufbericht aus einem deutschen Mittelgebirge gehört:
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Bild #61: Das obligatorische Pfälzerwaldlaufberichtskuhfoto

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Bild #62: Und noch mal ganz nah dran, quasi Aug´ in Aug´ mit dem Bovinen

Danach war dann auch schon gleich Schluss mit Zivilisation, nun ging´s geradewegs hinein in den wilden, unbekannten Pfälzerwald.

Der liess sich auch gleich mal zünftig an, mit einem abenteuerlich schmalen, von dichtem Unterholz umwachsenen Pfädchen am Steilhang:
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Bild #63: Wanderweg mit dem Weissblauen Balken (die Wanderwege des Pfälzerwaldvereins haben anscheinend keine Kennzeichnungen) hinter Battenberg

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Bild #64: Sogar Findlinge hat´s hier. Cool!

Nach ein paar Windungen hatte ich Glück: Eine Abzweigung, die die Wanderkarte nicht verzeichnet hatte (Notiz an mich selbst: Die Wanderkarten vom Pfälzerwald zeigen nicht jeden Weg. Das sollte man im Hinterkopf behalten) gab mir die Möglichkeit, einem weiteren Trampelpfädchen (markiert mit einer 4, glaube ich) abwärts zu folgen, bis ich tatsächlich unten an der richtigen Stelle im Krumbachtal rauskam:
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Bild #65: Krumbachtal

Na ja, oder der fast richtigen Stelle, der Weg auf den ich hier einschwenkte war auf der falschen Talseite, also durchquerte ich nach ein- oder zweihundert Meter einfach die Wiese in der Talmitte, schlug mich durch etwas Gestrüpp, und fand mich dann auf dem ganz richtigen Weg an der Ostseite des Tals wieder (Markierung: Weissroter Balken).

Jetzt musste ich einfach nur noch das Tal hinauflaufen, immer den Markierungen hinterher.

Das Krumbachtal ist eine lange, gewundene Scharte zwischen zwei bewaldeten Höhenzügen, die sich mehrere Kilometer lang in grob südlicher Richtung in die Berge hineinzieht und dabei sanft aber stetig ansteigt.

Hier fing´s so ein bisschen an, sich zu ziehen…
Der Weg war zwar bequem und gut markiert…
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Bild #66: Weg im Krumbachtal

…aber so langsam fing ich an zu spüren, dass ich doch noch nicht wieder ganz in der Form war, die ich vor meiner mehrwöchigen Laufpause gehabt hatte.

Die beständige Steigung viel schwerer als sie hätte sollen.
Und es war unten überraschend warm hier unten – ich war eigentlich davon ausgegangen, dass es hier im Talgrund einen Bach und geschlossenen Laubwald mit schwerem, feuchten Boden geben würde, die das Klima etwas frischer machen würden.
Tatsächlich wird das Tal jedoch von Wiesen (vor allem weiter unten) und lichtem Kiefernwald auf trockenen Böden dominiert, während der Krumbach erst in den oberen Regionen als dünnes Rinnsal anzutreffen ist…
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Bild #67: So sieht´s da aus

…entsprechend war es hier heiss und trocken und – dank der hohen Berghänge auf beiden Seiten – weitgehend windstill.
Und außerdem hatte ich DURST!!

Nach ein oder zwei Kilometern talaufwärts war ich schon drauf und dran, meine dritte Flasche mit der wertvollen Isoplörre wegzusüffeln, aber dann riss ich mich doch noch ein paar Minuten am Riemen – am oberen Talende wartete der Ungeheuersee auf mich, und direkt daneben die Weisenheimer Hütte, die saisonal bewirtschaftet wird.
Zwar schätzte ich die Chance, dass die heute besetzt sein würde, als minimal ein, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Also noch abgewartet, und mit schwerer werdenden Schritten und trockener Kehle weiter bergauf, das hübsche, warme, furchtbar lange Tal hoch:
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Bild #68: Aufwärts immer, abwärts nimmer.
Aber durstig!

Bis ich dann schließlich den einsamen Ungeheuersee am oberen Talende erreichte:
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Bild #69: Am Ungeheuersee

Die erste schlechte Nachricht: Der Name des Sees hat offenbar nichts mit Ungeheuern zu tun (pfff, schade!), sondern stammt aus irgendeiner Verquickung der altdeutschen Wörter für Waldwiese („Unger“) und Gehege („Heyer“).

Die erste gute Nachricht: Es gibt ganz offensichtlich trotzdem ein paar coole Sagen von Waldgeistern und versenkten und vergessenen Kirchenglocken, die man noch heute in der Tiefe läuten hören kann.
Sowas liebe ich. 🙂

Die zweite gute Nachricht: Der See ist wunderschön, ein stimmungsvolle, einsamer Waldweiher zwischen den dunklen Höhenzügen, der seit Jahrzehnten unter Naturschutz steht, weil er Teil des einzigen Hochmoors im Pfälzer Wald ist. In der stillen, grünen Oberfläche spiegelten sich das Sonnenlicht und die umliegenden Bäume, weiter hinten dümpelten ein paar Enten zwischen den Seerosen und Grasinseln herum, sobald man sich dem Ufer näherte, ertönte das Platschen von aufgeschreckten Amphibien, die sich mit großen Sätzen ins sichere Wasser flüchteten.

Wunderschön:
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Bild #70

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Bild #71

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Bild #72

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Bild #73

Wie gesagt: Wunderschön!

Weniger wunderschön war allerdings die zweite schlechte Nachricht:
Die Weisenheimer Hütte diirekt neben dem See war – natürlich – geschlossen, das Gelände mit den Picknicktischen davor war verwaist.
Keine Menschenseele (bis auf einen kurz vorbeikommenden Biker, aber wir ignorierten uns geflissentlich – so verzweifelt, dass ich ihn um Flüssigkeit angebettelt hätte war ich [noch] nicht…), keine Möglichkeit, etwas Trinkbares zu erstehen.

Mist!
Leicht frustriert und stark gedörrt setzte ich mich an einen der Picknicktische, gönnte mir notgedrungen meine vorletzte Flasche Isoplörre, vertilgte zur Stärkung auch gleich noch die zwei mitgebrachten Obstriegel, und studierte die Karte:
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Bild #74: Pause

Hm. Das wollte mir alles nicht so recht gefallen: Noch mindestens acht oder neun Kilometer und ordentlich Höhenmeter zu bewältigen, ich hatte immer noch Durst und jetzt nur noch 175 ml wertvolle Flüssigkeit dabei, und besonders fit fühlte ich mich schon lange nicht mehr.
Immerhin: In drei oder vier Kilometern würde ich das Forsthaus Lindemannsruhe passieren, wo es laut Karte eine Einkehrmöglichkeit gab, vielleicht hatte das ja auf.
Und solange musste ich eben auf jeden Fall noch durchhalten…

Und weiter ging´s, nun dem grünen Plus hinterher, vom Ungeheuersee weg und stramm aufwärts in den Wald.
Der Aufstieg fiel schwer: Vor allem auf den steilen ersten paar hundert Metern, über zwei Serpentinen dann südwestwärts den Hang hoch, musste ich auf den steileren Passagen gehen.
Mehr ging einfach nicht.

Danach wurde es zum Glück wieder etwas leichter, ich erreichte eine Art Plateau, der Pfad führte halbwegs eben durch freundlichen Kiefernwald mit dichtem Unterholz…
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Bild #75: Weg mit dem grünen Kreuz nach dem Ungeheuersee

…und stiess dann irgendwann auf den Haupthöhenweg, auf dem ich dem weissblauen und dem blauen Balken weiter Südwärts in Richtung Lindemannsruhe folgte:
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Bild #76: Die Marker der Stunde: Weissblauer Balken und blauer Balken

Das nächste Stück war hart: Während ich mal auf breiten Wegen, mal auf schmalen Pfaden…
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Bild #77: Das ist eher einer von den schmalen Pfaden

…durch den Wald lief, merkte ich regelrecht, dass ich einzubrechen begann – die Beine wurden schwerer, unwilliger, die Atmung unregelmäßiger und schneller, der Durst größer, und zwischendurch musste ich selbst auf relativ flachen Stücken immer mal wieder eine Gehpause einlegen – ich war nicht wirklich am Ende, aber ich spürte, dass ich mit meiner Kraft haushalten musste.

Zusätzlich erschwert wurde das ganze durch ein mulmiges Gefühl, dass sich so langsam in meinem Hinterkopf einnistete: Der Pfälzerwald ist nicht wie der Odenwald oder der Taunus, wo man eigentlich nie so richtig weit vom nächsten Dorf oder zumindest der nächsten Strasse oder dem nächsten Bauernhof entfernt ist.
Aber hier?
Wenn man hier weit draußen ist, dann ist man wirklich weit draußen, Kilometer von der nächsten Ansiedlung entfernt, mitten in der Wildnis, jwd.
Und ich kenne mich hier überhaupt nicht aus, habe kein Gefühl für Berge, Täler, Richtungen, ohne Karte und Marker wäre ich verloren gewesen…

Plötzlich fühlte ich mich sehr allein und verletzlich.

Als mir irgendwann (wahrscheinlich nach höchstens 10 oder 15 Minuten, aber es fühlte sich länger an) ein paar Wanderer begegneten, war ich richtig erleichtert.
Kurz darauf passierte ich eine Familie mit Kindern, und dann lief ich auf einmal (irgendwie doch etwas erleichtert) über den Waldparkplatz an der Lindemannsruhe, über die L518 hoch zum Forsthaus Lindemannsruhe
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Bild #78: Ausflugslokal Lindemannsruhe

…während ich die eiskalte große Cola, die ich mir gleich hinter die Binde kippen würde, förmlich schon schmecken konnte.
Treppchen hoch, durch den Biergarten (nanu, Schirme zusammengeklappt, Stühle an die Tische gelehnt…) zum Eingang.
Zu!
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag ab 11:00 Uhr.
Montag und Dienstag: Ruhetage.

NEEEEEEEIIINNN!!!!!
SO! EINE!! VERDAMMTE!!! ABGEF*&%#E SC%*@#§E!!!!!!

Aber hey, es half ja nix.
Ich brach meine letzte Flasche Isoplörre an, trank sie aber nur halb, um den schlimmsten Durst zu lindern und trotzdem noch eine eiserne Reserve zu haben.
Dann lief ich weiter, wieder mal aufwärts (oh je!) auf einem Asphaltweg hinter dem Forsthaus in den Wald.
Offenbar verpasste ich die richtige Abzweigung (offenbar setzte so langsam auch geistige Trägheit ein… 😉 ), denn anstatt wie erwartet am Bismarckturm auf dem Peterskopf rauszukommen, schimmerte mir nach ein paar Minuten dieses Gebilde zwischen den Bäumen entgegen, das eigentlich nicht auf dem Plan gestanden hatte:
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Bild #79: NICHT der Bismarckturm

Ein kurzer Abgleich mit der Karte bestätigte meinen Navigationsfehler, doch mit einer kleinen Kurskorrektur (und einem kleinen aber unwillkommenen Umweg) erreichte ich schließlich doch noch den Peterskopf, auf dessen Gipfel der Kallstadter Bismarckturm thront.

Meine Herren! Was für ein Karwenzmann:
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Bild #80: Bismarckturm

106 Jahre alt, 35 m. hoch, ein beeindruckendes Relikt aus wilhelminischer Zeit.

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Bild #81: Die Basis von hinten

Natürlich hätte ich ihn liebend gerne erklommen, und natürlich war das unmöglich, weil der Turm natürlich nur an Wochenenden geöffnet ist.
Natürlich. 😦

Entsprechend lief ich halt nur einmal drumrum, sah mir das imposante Portal an der Vorderseite an…
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Bild #82: Vorderseite. Sehr nett: Auf den beiden Plaketten hat man Bismarcks treue Helferlein, die Herren Moltke und von Roon verewigt, damit sie auch was vom Turm haben.
Weniger nett: Hinter dem Gitter in der zentralen Öffnung standen Kühlschränke. Die offensichtlich mit Strom versorgt wurden. Zweifellos lagerten dort, lediglich durch ein schmales Gitter von mir getrennt, eiskalte Erfrischungsgetränke, die an Wochenden an durstige Turmbesucher verkauft werden.
Das war schon beinahe Folter…

…und machte mich dann wieder auf den Weg…,
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Bild #83: Noch ein schneller Blick zurück, dann war der Turm auch schon wieder hinter den Wipfeln verschwunden

…der von nun an gottseidank wenigstes tendenziell abwärts führen würde, raus aus diesem furztrockenen Todeswald ins spritzig-frische Bad Dürkheim (Marker übrigens weiterhin der weissblaue und der blaue Balken).
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Bild #84: Aaaah, abwärts…
Wobei das angesichts meiner schweren, steifen, unwilligen Beine eigentlich auch gar nicht soo angenehm war…

So langsam näherte ich mich offenbar wieder der Zivilisation, was sich u.a. an der Dichte markanter Punkte zeigte: Zuerst passierte ich einen unspektakulären Felsen namens „Schillerruhe“, direkt danach erreichte ich den vielversprechend klingenden „Geiersbrunnen“…
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Bild #85

…der sich bei genauerer Inspektion allerdings zur großen Enttäuschung meiner trockenen Kehle und rissigen Lippen als trocken herausstellte.
Wahrscheinlich weil Montag war.
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Bild #86: Nicht-sprudelnder Geiersbrunnen. So verzweifelt, dass ich das brackige Wasser in der Schale gesoffen hätte, war ich nicht

Nix zu holen, also – nach kurzer Markierungsverwirrung, bei der ich fast noch in die falsche Richtung gelaufen wäre – weiter, dem blauen Balken auf felsigen Pfaden folgend…
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Bild #87

…immer bergab und immer nach Osten.
Vorher hab´ ich aber noch den letzten Rest Isoplörre gesoffen.
War nicht viel aber dafür gut.

Nach ca. einem Kilometer erreichte ich die Wegkreuzung am Schlagbaum, wo ich (dank der tatkräftigen Hilfe einiger nordic walkender Herrschaften, die mir die uneindeutige Wegmarkierung erklärten) halbrechts abbog, ein paar hundert Meter dem bequemen Waldweg folgte…
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Bild #88: Blauer Balken hinter dem „Schlagbaum“. ´
Leider noch mal bergauf, da musste ich wieder ein bisschen gehen.
Argl!

…bevor der blaue Balken noch mal wild (und steil) nach links in die Pampa auswich und mich unter größten Mühen und Anstrengungen auf den uralten keltischen Kultplatz auf dem Teufelsstein expedierte:
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Bild #89: Der Teufelsstein hinter Bad Dürkheim.
Laut lokaler Sage stammen die Einkerbungen vom Herrn der Finsternis höchstpersönlich. Der wurde nämlich (so sagt die Legende) einstmals von ein paar Mönchen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu gebracht, das nahe Kloster Limburg zu bauen. Als er merkte, dass man ihn reingelegt hatte, wollte er eigentlich den Stein auf das frisch erbaute Kloster werfen. Das wiederum missfiel allerdings Gott, der den Stein weich und unwerfbar werden liess, woraufhin der Teufel sich schmollend in die Unterwelt verzog, während seine Abdrücke im Stein zurückblieben

Schön hier oben, mit guter Aussicht nach Süden, da gönnte ich mir noch ein kleines Päuschen auf der Ruhebank vor dem Stein…
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Bild #90: Aaach jaa, Pause. Wenn ich nicht so´nen Durst gehabt hätte, hätt´ ich gerne noch ein paar Minuten länger hier gesessen…

…bevor´s dann wieder steil bergab durch den Wald ging, immer abwärts, immer westwärts, immer näher ans himmelreichartige Bad Dürkheim mit seiner großen Anzahl an Getränkeeinkaufsmöglichkeiten.

Vor die Cola haben die Götter allerdings den Restschweiss gesetzt, das merkte ich, während ich hier weiter bergab lief: Trockene Südflanke, mediterraner Kiefernwald voll in der Sonne, hier war´s nochmal brütend warm:
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Bild #91: Pfüüüüüjiuijuijui, wie in der Trockensauna…

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Bild #92: …oder zumindest in Südfrankreich

Dafür gab´s aber auch noch was zu schauen, denn der Weg (immer noch blauer Balken) führte direkt an der Heidenmauer vorbei, einer über 2 km langen keltischen Ringwallanlage aus vorchristlicher Zeit:
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Bild #93: Kleiner Teil der Heidenmauer. Nach zweieinhalb Jahrtausenden zwar nicht mehr soo gut in Schuss, aber immer noch irgendwie beeindruckend, und mit der Patina des Uralten versehen.

An der Heidenmauer ging´s ein ganzes Stück entlang, dann erreichte ich die Aussichtswarte auf der Kaiser-Wilhelm-Höhe, die mehr oder weniger schon direkt über Bad Dürkheim sitzt:
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Bild #94: Gebaut 1887, gerade rechtzeitig zum 90. Geburtstag von Kaiser Wilhelm I.
Fertiggestellt 1888, gerade rechtzeitig zum Ableben von Kaiser Wilhelm I.

Fast da!
Aber natürlich musste ich trotz beträchtlicher Ausgedörrtheit zumindest mal kurz auf die Aussichtswarte, also schnell hoch (puuh, war das heiss da oben), kurzer aber intensiver Genuss der beeindruckenden Aussicht…
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Bild #95: Blick von der Kaiser-Wilhelm-Höhe nach Südwesten, in den Pfälzerwald hinein. Diese schroffen, bewaldeten Höhenrücken sind schon verflixt faszinierend, oder?

…und dann nix wie los, auf den letzten Abstieg runter in die Stadt.

Steile, schmale, unebene, wurzelige Pfädchen am Hang, teils mit unebenen alten Stufen, auch hier musste ich immer wieder gehen – nicht wegen der Kraft, sondern einfach, weil meine schweren, steifen Beine nicht mehr sicher genug waren, um den extrem schwierigen Untergrund joggend zu bewältigen:
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Bild #96: Das war echt stolperig hier!

Vielen wirren kleinen Serpentinen folgend abwärts durch den Wald, irgendwo links hoch ging´s noch zu einem alten römischen Steinbruch, aber den liess ich heute mal aus, wie ein Dromedar nach 10 Tagen in der Takla Makan trieb´s mich unaufhaltsam zur Tränke.
Nach ein paar Minuten schimmerte zum ersten Mal Bad Dürkheim durch die Bäume…
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Bild #97: Bad Dürkheim, himmlischer Hort sprudelnder Kaltgetränke

…dann gab´s noch mehr Serpentinen, eine paar Treppchen, eine Unterführung, noch mehr Treppchen an bebauten Grundstücken vorbei, und dann war ich endlich wieder in der Zivilisation, genauer gesagt auf der Viglienstr. in der Dürkheimer Oberstadt.

Von hier aus lavierte ich dann (mit der Orientierungshilfe durch eine freundliche Passantin) weiter abwärts, über eine Treppe runter auf die Hinterbergstr., dann rechts durch die Gartenstr., an deren Ende an durch eine Unterführung unter der B37 durch, dann durch ein Tor…
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Bild #98: Durchgang in der Gartenstr.

…links die Gerberstr. entlang in Richtung der großen gotischen Kirche…
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Bild #99: Hier gab´s sowas wie kleine Kanälchen an der Strasse, sehr nett, das hatte so ein bisschen was Grachtenartiges

…dann rechts durch eine schmale Passage zwischen den alten Häusern hoch in die Altstadt, unter der Kirche entlang…
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Bild #100: Schlosskirche

…und schließlich durch die enge, alte Kirchgasse auf den Römerplatz in der hübschen kleinen Fußgängerzone…
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Bild #101: Kirchgasse

…wo Menschen in unzähligen Strassencafés saßen und diverse Flüssigkeiten zu sich nahmen.

HALLELUJAH!! 😀

Zuerst konnte ich mich vor lauter Auswahl gar nicht entscheiden, wo ich meine knochentrockenen Flüssigkeitsreserven wieder auffüllen sollten, doch dann sah ich den hier:
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Bild #102: „Kochlöffel“ ist eine eher obskure Schnellrestaurantkette, so eine Art deutscher McDonalds, die aus irgenwelchen Gründen nur in Klein- und Mittelstädten zu finden ist

EIN KOCHLÖFFEL!!
Als ich ganz klein war, gab es einen Kochlöffel in Bensheim.
Wenn meine Mutter mit mir nach Bensheim zum Schuhe kaufen gefahren ist (was in meiner Erinnerung irgendwie jede zweite Woche war. Ziemlich traumatisch, wenn ich so drüber nachdenke, das erklärt vielleicht auch, warum ich heute Schuhe Kaufen hasse…), sind wir da essen gegangen, und ich hab´ eine Portion Kroketten gekriegt.
Und das waren keine gewöhnlichen Kroketten, sondern diese holländischen Kroketjes mit Schinken-Käse-Füllung…

Den Kochlöffel in Bensheim gibt´s seit Jahrzehnten nicht mehr, und ich hab´ seit einem Vierteljahrhundert keine Kochlöffel-Kroketjes mehr gegessen.
Und dann steh´ ich eines Tages in Bad Dürkheim am Stadtplatz, und ein lange verschüttetes Stück Kindheit winkt mir verführerisch zu.
Da muss man folgen! 😉

Also rein in den Kochlöffel, auf die Karte geschaut und beinahe ein aufgeregtes Quieken ausgestossen – da warense die Kroketten, fast ein ganzes Leben (zumindest mein ganzes Leben, für ältere Semester natürlich anteilig weniger) später, und es gibt die Dinger noch. Yayy!

Also hab´ ich vier Stück genommen.
Und eine große Pepsi.
Und eine mittlere Pepsi.
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Bild #103: Aaaah! Wenn´s etwas gibt, was besser ist als eine eiskalte Coke, dann ist das eine eiskalte Pepsi!

Und dann hab´ ich mich vor den Kochlöffel gesetzt, dem Treiben in der schönen Fußgängerzone zugeschaut und erstmal fast den ganzen Liter eiskalter, köstlicher, lebensspendender Pepsi auf Ex ausgesoffen.
Aaaaaaaaaah, war das GUT!!!!!!

Und danach gab´s auch noch die Kroketjes:
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Bild #104: Kindheit schmeckt am besten frittiert
So richtig super waren die nicht, aber dank ungezügelter Nostalgieschwemme und dem angestauten Appetit von einem mehrstündigen Lauf durch den Pfälzerwald war´s trotzdem ein Festmahl! 🙂

Und dann bin ich weiter gejoggt.
Na ja, bzw. weitergeeiert.
Fett und rund und satt und mit vollkommen steifen Beinen das letzte Stück zum Dürkheimer Bahnhof, den ich mir als Ziel ausersehen hatte.
Und da war dann Ende (für die vielen anderen interessanten Sehenswürdigkeiten der Kurstadt Bad Dürkheim, wie das riesige Fass oder den Vigilienturm oder die Kuranlagen, fehlte es mir dann leider an mentaler Spannkraft, die muss ein anderes Mal nachholen):
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Bild #105: Bahnhof Bad Dürkheim – ZIEL

Von hier aus ging´s dann mit dem Zug zurück nach Grünstadt, wo ich nach 40 Minuten und einmal umsteigen wohlbehalten ankam, gut unterhalten von der älteren Dame, die während der gesamten Fahrt zwei Sitze weiter in breitestem pfälzisch auf eine andere ältere Dame einpalaverte und dabei nicht nur die gesamte Krankengeschichte ihrer Familie darlegte, sondern auch erklärte, dass sie prophetisch begabt sei („Isch hob Ohnunge – monschmol dänk isch mir ewos, un´ des bassiert donn, un´ donn dängk isch bei mir: Sigschte!“), dass sie die Musik liebe und schon alle Weltstars live gesehen habe („De Heino. Un de Chris Roberts. Un die Gschwister Hofmann. Un die Scheefer„), und dass sie nicht von gestern sei („Isch binn jo net vun Dummbach“ – der Spruch ist super, den merk´ ich mir!).
Sehr interessant, so ein Ausflug in die Pfalz… 🙂

Und das war der erste Lauf auf dem Weg nach Frankreich.
Zugegen, etwas zwiespältig:
Was Land und Leute und Natur angeht war´s tatsächlich so schön und spannend wie ich es mir erhofft hatte – wirklich großartig die Pfalz, das hat alles einen Riesenspass gemacht.
Leistungsmäßig war´s halt nicht ganz so perfekt, gerade die zweite Hälfte der Tour war angesichts von Durst, Trainingsrückstand und Terrain doch extrem anstrengend und fordernd, und das obwohl es „nur“ 22,8 km waren.
Aber – und das ist das Positive daran – man kann ein paar Dinge für die nächsten Touren daraus lernen:

1) Nach längeren Pausen nicht erwarten, dass man leistungsmässig da weitermachen kann, wo man vorher aufgehört hat, besonders wenn man eh nicht so ganz auf der Höhe ist. War mir eigentlich schon längst bekannt, aber es musste wohl mal wieder ins Bewusstsein gerufen werden.

2) Den Pfälzerwald auf keinen Fall unterschätzen. Aufgrund der dünnen Besiedelung sind die Bedingungen hier etwas anders als in Odenwald oder Taunus, das muss man sich klar machen.

3) Die Strategie, unterwegs Verpflegung (vor allem trinken) zu kaufen ist an sich gut, aber man darf sich nicht drauf verlassen, dass man schon irgendwo was findet. An einem Wochenende hätte ich bei der heutigen Tour an fünf oder sechs verschiedenen Orten „nachtanken“ können, die heute (= Montag) jedoch alle ausgefallen sind.
Daraus folgt: Beim nächstenmal vorher rausfinden, wann potentielle Verpflegungsstationen geöffnet haben und das in die Laufplanung mit einbeziehen.

Insgesamt: Trotz allem eine Supertour Tour, freu´ mich schon auf die nächste! 🙂

Strecke: 22,8 km
Zeit: Viel
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,56% (22,7 km von 22,8 km)
Entfernung bis zur Grenze: 48 km Luftlinie
Karte:
Gruenstadt - Duerkheim

M.

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17 Antworten to “Der Weg nach Frankreich, Teil 2: Grünstadt – Bad Dürkheim mit Fotos (22,8 km)”

  1. Christian Says:

    Hallo Matthias,

    ohne moralisch wirken zu wollen, aber ein wenig Leichtsinn war bei der Planung und Durchführung schon im Spiel bei sovielen Unbekannten und dazu noch unzureichendem Trainingszustand?

    Aber lassen wir das, es ist ein sehr anschaulicher – Danke für die Bilder – und vor allen Dingen auch interessant geschriebener Bericht, hat mir sehr gefallen und Lust auf einen Ritt durch unbekannte Gefilde gemacht.
    Der Pfälzerwald scheint doch ganz anders zu sein als die mir bekannten Waldgebiete hier in Ba-Wü, ist interessant. Danke für die Erhellung über die Burg, die man von der A6 aus sieht, auch das werde ich versuchen mir zu merken 😉

    Für solche Ausritte kann ich Dir nur noch einen Tipp mitgeben, versuch an mindestens einer Tankstelle vorbei zu kommen, die haben – zumindest tagsüber – immer offen und lagern in riesigen Kühlschränken Mengen von Durststillern, ich denke, die führen sogar Cola 😎

    In diesem Sinne, pass auf Dich auf

    Salut

    Christian

  2. matbs Says:

    Hi Christian!

    Du Moralist! 😀

    Aber recht hast du schon, wobei mein Hauptfehler sicherlich vor allem darin bestanden hat, davon auszugehen, dass ich mich Montags irgendwo unterwegs würde versorgen können – wenn ich mehr Flüssigkeit gehabt hätte, wär´s zwar auch anstrengend gewesen, aber ich hätte die einsetzende Dehydrierung auf dem letzten Drittel vermutlich vermieden und wäre wesentlich besser durchgekommen.
    Na ja, beim nächsten Mal plane ich einfach noch etwas sorgfältiger, dann klappt das hoffentlich.
    Ob ich dabei allerdings Tankstellen mitnehmen kann weiss ich nicht, denn im Inneren vom Pfälzerwald gibt´s ja nicht mal so richtig viele Strassen. 😉

    Landschaftlich ist die Gegend wirklich sehr ansprechend und interessant, und der Pfälzerwald scheint mir – sofern ich das nach einem einzigen Abstecher dorthin beurteilen kann – in der Tat einen eigenen Charakter zu haben, der ihn von anderen Mittelgebirgs- und Waldlandschaften im Südwesten unterscheidet.

    Ist auf jeden Fall mal einen Besuch wert – und wie gesagt: Falls du demnächst doch mal zufällig Lust hast und einen Tag aus deinem Terminkalender abknapsen kannst und in die Gegend kommst, können wir ja gerne mal eine Etappe auf dem Weg nach Frankreich zusammen laufen, das wär´ sicher ein großer Spaß… 🙂

    Gruß

    Matthias

  3. dauerlaufen Says:

    Sehr spannende Tour, vielen Dank für den Bericht. Ich bin auf die Grenzüberquerung gespannt! Mein all time favorite ist und bleibt die Quellemütze / Quelle-Mütze / Quelle Mütze / Mütze von Quelle ;-).

    • matbs Says:

      Mit dem Grenzübergang müssen wir aber noch ein bisschen warten, das sind noch 50 km Luftlinie (= wenigstens 70 – 80 km Strecke, will ja auch was davon haben), also mindestens mal noch 4 oder 5 Touren.

      Mit der Quellemützequelle-Mützequelle Mützemützevonquelle hast du natürlich vollkommen recht, die ist so kleidsam und praktisch, das ist schon fast unheimlich… 😀

  4. Gerd Says:

    Super Tour.
    Wobei ich mir sicher bin, dass Sie dich irgendwann mal verdörrt in irgendeinem Pfälzer Wald finden. 😉
    So ne Tour beginnt man Morgens spätestens um 7:00Uhr. Dann ist man zum Essen wieder zu Hause und der Mittagshitze geht man auch aus dem Weg!
    Und die Amis machen gerade Guantanamo zu. Die hätten dich auch wieder gebracht. 😆
    Gruß Gerd

  5. matbs Says:

    Jep, super.
    Allerdings bezweifle ich, dass die mich finden, wenn ich im Pfälzerwald verdörre – da verschwindest du einfach und gut is… 😀

    Keine Ahnung ob „man“ um 7:00 Uhr morgens startet, aber ich würde so einen Unsinn ganz bestimmt nicht machen. Da läuft „man“ am Ende vor lauter Müdigkeit noch gegen einen Baum und ist tot, nee nee nee, das ist mir zu leichtsinnig.
    Mal ganz abgesehen davon, dass „man“ normalerweise ja überhaupt nicht nach Frankreich joggt… 😉

    Und was Guantanamo angeht: Das schließen die Amis jetzt schon seit über ´nem halben Jahr und es ist immer noch nicht zu – lieber nix riskieren! 🙂

    Gruß zurück!

    M.

  6. Stefan Says:

    Hallo Matthias,
    also ich finde die Idee so eine Strecke zu laufen super. Ist wirklich mal was anderes als einfach seine Runden zu absolvieren. Klasse Bericht mit vielen Fotos etc. Freu mich schon auf die nächsten Teilstücke.

    Hang Loose,
    Stefan

    p.s. Deine Mütze ist einfach stylisch & old-school und genau Richtig. Jeder bracuht ein Markenzeichen, und so erkennt man dich überall. Nur für den Fall das in den Waldstücken noch andere dehydrierte Jogger rumliegen… ;o)

  7. matbs Says:

    Hi Stefan,

    ja, so ein bisschen was zu Entdecken und Erleben ist so ziemlich die beste Art zu laufen, die es gibt (auch wenn die Nachbereitung mit Fotosichten usw. immer ordentlich Arbeit ist)! 🙂

    Ob da hinten noch andere Jogger dehydrieren weiss ich jetzt gar nicht, zumindest hab´ ich unterwegs keinen einzigen gesehen.
    Von daher ist die Mütze zumindest zur einwandfreien Identifikation meiner Mumie wahrscheilich nicht nötig, aber als Fashion Statement und Sonnenschutz erfüllt sie ja auch noch genug andere Funktionen. 😀

    Mal sehen, wann die nächste Etappe klappt…

    Gruß

    Matthias

  8. Frodo Says:

    Hallo will mich mal wieder melden. Du planst eine Tour bis Frankreich??? da durchläufst Du gerade eine Strecke auf der ich mit Frodo fast jeden Waldweg abgelaufen bin. Also Montag ist in fast jeder Waldhütte tote Hose. Um bestens nach Frankreich zu kommen, mit Wegen nach dem Motto „Wald – Wein – Worscht“ wandere auf der Marke „Roter Punkt“ und Du kommst genau nach Wissemburg.
    viel Spass

  9. matbs Says:

    Hi!

    Gut zu wissen, dass ich nicht der erste Mensch bin, den es in diese Wildnis verschlägt! 😀

    Alleine mit dem Roten Punkt werd´ ich wohl nicht durchkommen, dazu gibt´s unterwegs einfach zu viel zu sehen, das ich mitnehmen möchte. Nächstes Mal würd´ ich z.B. gerne über den Drachenfelsen laufen, aber der ist arg weit drin.
    Na ja, mal schauen ob sich da eine Lösung findet…

    Dankeschön für den Hinweis!

    Matthias

  10. Kümmel Says:

    Och hatte ich hierzu noch gar nichts gesagt? Ja ist eine schöne Idee. Und ich habe sie gleich mal aufgegriffen und habe heute eine Weinstraßen-Frankreich-Tour gemacht. Schon nicht schlecht die Ecke, wobei mir die „Städte“ und vermutlich nächsten Bahnhofsstationen Neustadt und Landau nicht so wirklich zugesagt haben.

    Dafür habe ich auf dem kleinen Frankreichabstecher eine für mich lange verschollene Sprache (immerhin 8 Jahre in der Schule und ich kann spontan keinen einzigen sinnvollen Satz sagen *schnief*) wieder leicht ins Interesse gezogen. Vielleicht mache ich ja doch mal noch eine tiefere Reise nach Frankreich (also nicht nur der äußerste Zipfel des Elsasses) im Rahmen eines kleinen Urlaubes.

  11. matbs Says:

    Wenn du was gesagt hattest, ist es nicht angekommen… 😉

    Freut mich, wenn du spontan auch mal zur Pfalz und dem Elsass animiert worden bist! 🙂
    Ist schon hübsch, da unten, oder?

    Neustadt kenne ich ja bisher noch gar nicht, da lass´ ich mich einfach überraschen. Und Landau hat neben dicken Kindern ja zumindest mal einen kleinen Zoo zu bieten, den ich vor vielen Jahren mal besucht habe und mir gerne mal wieder anschauen würde – also schon mal eine Sehenswürdigkeit…

    Dein Französisch ist sicher nur ein bisschen eingerostet, mit ein bisschen Übung kommt das bestimmt wieder, und dann kannst du den Franzosen jenseits der Grenze wieder problemlos zeigen, was ´ne verbale Harke ist… 🙂
    Perfekt muss es ja eh nicht sein, man kommt ggf. auch halbwegs mit pathetisch-ungeschliffenem Boche-Französisch hin.
    Da kenne ich mich zufällig aus. 😀

    Kurzurlaub über die Landesgrenze klingt auf jeden Fall verlockend, sowas ist sicher spannend!

  12. Heidi Says:

    Kochlöffel gibt es meines Wissens in Bensheim nach wie vor in der Hauptstr.

    Übrigens sucht Kochlöffel in Weiterstadt Personal. Wie wär`s 😀

    http://www.myjobnextdoor.com/job/Weiterstadt-Kochlöffel%20GmbH-Mitarbeiterinnen%20.23531.html

  13. matbs Says:

    Echt? Es gibt immer noch/wieder einen Kochlöffel in Bensheim?
    Muss ich mal schauen, wenn ich das nächste Mal da bin.

    Das mit Weiterstadt muss ich mir nochmal überlegen… 😉


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