Blogger Team-up. Nibelungensteig Teil 2: Wilsmhausen – Gumpener Kreuz mit Gerd und Foto (24,4 km)

15. August 2009

So!
Samstag der 15. August, auf dem Plan steht das zweite Drittel vom Nibelungensteig mit Gerd.

Höchste Zeit, schließlich ist es inzwischen fast ein Vierteljahr her, dass wir das erste Drittel von Zwingenberg bis zum Hofgut Hohenstein gelaufen sind.
Aber wie das so ist – ich hatte zwischenzeitlich anderen Kram im Kopf, und der Gerd hat sich den Ellbogen mit dem Fahrrad zu Brei geschlagen (da sieht man mal wieder wie gefährlich diese Dinger sind [Fahrräder, nicht Ellbogen…] 😉 ) und musste rekonvaleszieren, entsprechend hat´s vorher irgendwie nie geklappt.

Machte aber nix, denn heute war ein beinahe perfekter Tag für so eine Unternehmung: Himmel blau (wenn auch ein bisschen diesig), Sonne strahlend (wenn auch ein bisschen heiß), Stimmung gut (kein „wenn auch“).


Ursprünglich war ja mal geplant gewesen, dass wir den Steig in drei Etappen mit jeweils ca. 14 km. ablaufen.
Das schien seinerzeit vernünftig, weil nicht ganz klar war, ob und wie der Gerd mit den teils sehr happigen Anstiegen fertig wird, und weil ich mir nach einem lauen Laufwinter und einem laueren Lauffrühjahr keine größeren Distanzen zugetraut hatte.
Inzwischen sieht´s allerdings anders aus:
Gerd hat sich beim letzten Mal gut den Melibokus hochgeschafft, und wer das kann, der wird auch mit dem Rest des Nibelungensteigs fertig.
Und ich selbst bin trotz immer noch etwas kompromittierter Form durchaus auch wieder in der Lage, auch mal paarundzwanzig Bergkilometerchen wegzustecken.
Sprich: „Nur“ 14 km Nibelungensteig waren uns dann irgendwie ein bisschen wenig, also haben wir die heutige Laufstrecke einfach mal erweitert und noch ein paar Kilometer vorne dran gehängt, damit sich´s auch lohnt.
Entsprechend war der Start der heutigen Tour dann auch nicht am Hofgut Hohenstein, wo wir letztes Mal aufghört hatten, sondern ein Stück weiter das wunderschöne Lautertal runter in Wilmshausen, von wo aus wir erst zum Hofgut laufen, und von dort aus dann den Nibelungensteig wieder aufnehmen wollten.

Start: 10:00 Uhr morgens.
Irgendwie arg früh, gerade wenn man am Abend zuvor in einem Anfall von Umnachtung den Wecker eine Stunde zu früh gestellt hat und deshalb quasi mitten in der Nacht geweckt wird…
Grg.
Aber immerhin eine Stunde mehr zum Kaffee süffeln und richtig wach werden, hatte auch irgendwie was… 😀

Um kurz vor zehn Treffen mit Gerd samt Familie in Gadernheim, dann gemeinsame Weiterfahrt talabwärts nach Wilmshausen, wo´s dann auf dem netten, kleinen Dorfplatz losging:
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Bild #1: Vorbereitungen…

Über das Freizeitgelände/den Spielplatz hinter dem Dorfplatz…
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Bild #2

…dann über eine kleine Treppe zwischen den Häusern hoch auf den Buschernweg, dort dann links und dem lokalen Wanderweg El2 folgend leicht aufwärts, aus Wilsmhausen raus in ein wunderschönes, sonniges Seitental:
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Bild #3: El2 am Wilmshäuser Ortsende

Wie üblich ganz gemächlich, schön ruhig und entspannt, schließlich hatten wir´s nicht eilig…

Durch das Tälchen hindurch und in den Wald an der Anhöhe „Im Buschern“, wo wir einfach mal geradeaus liefen.
Schönes Stück: Sehr moderate Steigung (auch wenn sich Gerd darüber beschwerte, dass es viel zu steil wäre. Aber wenn noch Atem für sowas da ist, kann´s ja nicht so schlimm sein… 😉 ), angenehm kühler Laubwald, zwischendurch sogar mal ein richtig spektakulärer Hohlweg im Hang:
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Bild #4: Hohlweg „Im Buschern“

Bloss eins fehlte: Die Markierung vom El2.
Das fiel allerdings erst auf, als wir schon 300 m. den Weg hochgelaufen waren.
Dann kurzes Kartenstudium und…
…wir waren definitiv falsch!

Tja, ich hatte dem Gerd ja beim letzten Mal versprochen, dass wir uns irgendwann nochmal richtig schön verirren.
Et voilá… 😀

Sackgasse, Umkehr, die 300 m. zurück (nun bergab, das gefiel immerhin) und kurz vorm Waldrand dann links den richtigen Weg hoch und dem El2 hinterher.
Schmaler Weg zwischen den Bäumen die Bergflanke hoch, teils schon ein bisschen Steil – aber aus dem Lautertal raus gibt´s nun mal keine bequemen Wege, da muss man halt immer ein bisschen schwitzen…

Nach vielleicht 750 m. stießen wir auf den breiten Knodener Höhenweg (gelbes Dreieck, außerdem der rote Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen), dem wir allerdings nur kurz folgten, bevor´s rechts abging, weiter auf dem EL, der sich nun relativ eben unterhalb des Bergsattels am bewaldeten Hang über dem steil abfallenden Meerbachtal entlangschlängelte.

Schön hier. Abwechslungsreicher Buchenmischwald, guter Untergrund, angenehm kühler Waldschatten der hin und wieder mal durch ein paar versprengte Strahlen intensiver Morgensonne durchbrochen wurde:
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Bild #5: Einzelner Sonnenstrahl im Wald am „Hummelscheid“

Nach ca. 1,7 km stießen wir auf den Europäischen Fernwanderweg 1 (weißes Andreaskreuz)…
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Bild #6: Abzweigung auf den E1

…auf dem es links aufwärts ging, durch den spektakulär ausgeleuchteten Hangwald…
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Bild #7: Tiefe Schatten und strahlendhelles Sonnenlicht direkt beieinander

zur Kreuzung auf dem Höhenkamm über Reichenbach, wo´s zum ersten Mal einen kleinen Ausblick über das mittlere Lautertal gab:
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Bild #8: Lautertal. Sieht gar nicht so steil aus, was aber vor allem daran liegt, dass der tief eingeschnittene Talgrund nicht sichtbar ist.

Hier ging´s rechts und gleich wieder halblinks, nun auf dem Wanderweg Re2 in Richtung Hofgut und Nibelungensteig. Wieder ein relativ ebener Hangweg, nur wenig Auf und Ab, dafür um so mehr Abwechslung:

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Bild #9: Pferde am Waldrand

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Bild #10: Mal Sonne…

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Bild #11: …mal Schatten…

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Bild #12: …mal ein bisschen was von Beidem

Wirklich schön – kann sein, dass ich mich irre, aber seit den Ausflügen in den Taunus und den Pfälzerwald in den letzten Wochen, habe ich noch mehr den Eindruck, dass der Odenwald abwechslungsreicher und freundlicher ist als die meisten anderen Mittelgebirge in der Nähe…

Nach vielleicht 1,5 km ging´s am Waldrand am Kirchesrod entlang, wo´s den nächsten wunderschönen Ausblick gab, einerseits über das Hohensteiner Tal (falls das so heisst – eben das Seitental des Lautertals, an dessen Ende das Hofgut Hohenstein steht)…
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Bild #13: Was sich da von links nach rechts aufsteigend durch die Bildmitte zieht ist der Fahrweg von Reichenbach zum Hofgut. Direkt dahinter/darüber ist die Anhöhe am Hohenstein, über die wir uns das letzte Mal gequält haben

…und andererseits über das Lautertal rüber zum Felsberg…
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Bild #14: Felsberg

…in dessen breiter Flanke sich gut sichtbar das Felsenmeer talwärts zieht:
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Bild #15: Hauptsträhne des Felsenmeers in der Südostflanke des Felsbergs, durch die Entfernung etwas diesig

Dann noch ein paar hundert m. geradeaus, und schon waren wir auf dem Nibelungensteig:
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Bild #16: Das gute, alte rote N, ergänzt durch den Lokalmarker Re2

Allerdings oberhalb der Stelle, an der wir beim letzten Mal aufgehört hatten.
Entsprechend ging´s hier erstmal links, abwärts in Richtung Hofgut Hohenstein, um die Strecke der letzten Nibelungensteig-Tour mit der Strecke der heutigen zu verbinden.
Ordnung muss sein! 🙂

Nicht weit, nur ein paar hundert Meter, vorbei am alten Forsthaus…
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Bild #17: Forsthaus hinter dem Hofgut

…und weiter zum wunderschön gelegenen Hofgut Hohenstein, an dem wir unsere erste Nibelungensteigetappe beendet hatten:
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Bild #18: Hofgut Hohenstein

Kurzes Päuschen um die Aussicht zu genießen…
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Bild #19: Blick vom Hofgut übers Lautertal.
Unten im Talgrund liegt reichenbach, direkt darüber erkennt man den alten Steinbruch am Borstein. Der hohe Gipfel in der rechten Bildmitte ist der Melibokus von hinten, ein gutes Stück links davon das Auerbacher Schloss. Davor der Bergrücken mit Amalien- und Ludwigshöhe, von dem aus es runter ins Fürstenlager geht

…sich von einem nicht wirklich unfreundlichen Hofhund angauzen zu lassen…
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Bild #20: „Woff. Woff. Woff.

…die farbenfrohen Blumen zu bewundern…
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Bild #21: Blumen am Hofgut

…und sich noch etwas am Hofgut-Springbrunnen zu erfrischen:
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Bild #22: Aaah…

Und dann ging´s wieder aufwärts, die Strecke hoch, die wir gerade eben erst runtergekommen waren – von nun an Nibelungensteig, und zwar in der richtigen Richtung!

Das Wegtück hinter dem Hofgut mag ich total gerne: Erst geht´s aufwärts an dem bereits erwähnten alten Forsthaus vorbei, dann unter prächtigen uralten Bäumen an einer wunderschönen Waldwiese entlang, und schließlich schlängelt sich die Strecke im Wald aufwärts um den Hang des Köppel herum.

Da gab´s dann auch den nächsten klitzekleinen Navigationsfehler, und zwar genau hier:
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Bild #23: Wegscheide unter dem Köppel

Der Nibelungensteig biegt hier nämlich rechts ab, aber irgendwie haben wir das so ein bisschen… übersehen.
War mein Fehler, ich hatte im Kopf schon die Ferdinandenhöhe auf dem Gipfel des Köppel als nächsten Wegpunkt festgelegt, ohne zu überprüfen, ob der auch noch am Nibelungensteig liegt (tut er nicht – ich dachte nur, er würde…).
Also sind wir da geradeausgelaufen, weiter schön aufwärts, um die erste Serpentine und in der zweiten Serpentine dann links raus zur Ferdinandenhöhe: Ab vom Weg, einen kleinen Pfad neben einer versteckten Waldhütte runter, dann noch mal ein paar Meter au einem gewundenen Pfädchen aufwärts auf die kleine, vorgelagerte Kuppe:
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Bild #24: Pfad zur Ferdinandenhöhe

Dort dann die erste richtige kleine Pause, mit was zu trinken und ´nem etwas zu zuckrigen Müsliriegel:
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Bild #25: Mmbgmblhh

Die Ferdinandenhöhe ist ein hübsches Plätzchen, eine kleine Kuppe, die abseits der Wege aus dem Hang des Knodener Höhenmassivs herausragt. Oben gibt´s einen steinernen Rastplatz…
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Bild #26

…eine Infotafel, die darüber informiert, dass die Anhöhe nach Gräfin Ferdinande Henriette von Erbach-Schönberg benannt ist (die Tafel ist neu, beim letzten Mal als ich hier oben war, hab´ ich die noch nicht gesehen…), sowie ein bisschen Aussicht durch die Bäume in Richtung Lautertal:
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Bild #27: Zugegeben: Im Winter, wenn die Bäume kahl sind, ist der Blick von hier oben etwas besser…

Nach ein paar Minuten Pause ging´s weiter, zurück auf den Hauptweg und – leicht serpentinig – immer weiter bergauf.
Ohne das rote N vom Nibelungensteig, denn wir waren ja falsch, auch wenn wir´s noch nicht gemerkt hatten.

Erst als wir dann nach vielleicht einem Kilometer und vielleicht 60 weiteren Höhenmetern unvermittelt an der Fahrstrasse von Raidelbach nach Knoden rauskam, beschlichen mich dann doch erste Zweifel, denn dass wir da nicht hätten vorbeikommen sollen wusste ich dann doch noch.
Hmmm…
Kurzes Kartenstudium bestätigte: Yep, da waren wir falsch, und zwar richtig.
Räusper…

Eigentlich hätten wir von hier aus ja nur der Strasse folgen müssen um nach einem halben Kilometer in Knoden wieder auf den Steig zu stoßen.
Aber wir waren ja noch fit, und das Wetter weiterhin schön, und außerdem wollten wir ja den ganzen Nibelungensteig laufen, also drehten wir stattdessen um und liefen zurück.
Denselben Weg abwärts (durchaus angenehm), ca. 1 Kilometer bis zur Abzweigung zur Ferdinandenhöhe, durch die zwei Serpentinen, bis zur Wegscheide unterhalb vom Köppel (die auf Bild #23), wo – oh Wunder – tatsächlich der rote Nibelungensteig-Marker angebracht war und den richtigen Streckenverlauf wies.

Na also! 😉

Das Umkehren hatte sich gelohnt: Der steinige Weg schmiegte sich am Hang einer steilen Kuppe aufwärts durch den Wald…
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Bild #28: Rechts: Steil runter. Links: Steil hoch.

…schlängelte sich nach einer Haarnadelkehre um den Gipfel des Knodener Kopfes (511 m.ü.NN) herum und führte dann unter episodenhaft spektakulärer Aussicht…
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Bild #29

…zwischen imposanten Felsformationen…
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Bild #30: Am Knodener Kopf

…hinaus ins warme, offene, sonnige Gelände der Knodener Höhe:
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Bild #31

Hier oben ist es richtig hübsch: Weite, sattgrüne Hangwiesen…
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Bild #32: Wiesen vor dem Knodener Kopf

…mit Obligatorischenodenwaldfotolaufberichtskühen…
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Bild #33: Obligatorischeodenwaldfotolaufberichtskühe

…dazu die zwei winzigen, wunderschönen Bergdörfchen Schannenbach (bekannt für sein Hochmoor, angeblich das einzige im Odenwald) und Knoden (bekannt für die unzähligen Sagen von Zauberern und Hexern, die hier im 17. und 18. Jahrhundert gelebt haben sollen), alles umschlossen von einem Ring bewaldeter Gipfel…
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Bild #34: Wie z.B. dem Krehberg, mit 576 m.ü.NN die höchste Erhebung des Knodener Höhenmassivs, erkennbar am charakteristischen Funkturm. Da würden wir gleich noch vorbei kommen…

…hinter denen es steil hinab in einige der schönsten Täler des Odenwaldes geht (Lautertal im Norden, Schlierbachtal im Osten, Pfalzbachtal, Weschnitztal und Kirschhäuser Tal im Süden, Meerbachtal im Westen).
Eine meiner Lieblingsorte im Odenwald.

Wir folgten dem Nibelungensteig runter nach Knoden…
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Bild #35: Hier musste man etwas aufpassen, um nicht mit einem der fallsüchtig dahinschlingernden Biker zu kollidieren, die uns entgegenkamen

…dort dann links und auf der Knodener-Kopf-Str. (die zugleich auch die einzige Strasse des Dorfes ist)…IMG_4370
Bild #36: Knodener-Kopf-Str.

…zwischen den schönen alten Fachwerkhöfen hindurch bis in den „Ortskern“ (sofern man bei einer Ansiedlung mit vielleicht zwei Dutzend Gebäuden von einem Kern reden kann), wo es dann rechts abging…
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Bild #37: …und zwar hier

…einem abfallenden und von Obstbäumen gesäumten Weg bergab in ein schmal eingeschnittenes Hochtal, das möglicherweise das alleroberste Ende des Meerbachtals ist (oder auch nicht, da bin ich mir nicht sicher…).

Aber nicht lang, dann ging´s schon wieder bergauf: Links ab, schmaler Pfad durch ein Wäldchen und geradewegs den steilen Hang nach Schannenbach hoch. Kurz und knackig, so machen Anstiege Spass:
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Bild #38: Zumindest mir machen sie so Spass, der Gerd mag´ Anstiege irgendwie nicht so, glaub´ ich… 😉

Direkt dahinter dann Schannenbach:
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Bild #39

Ebenfalls pittoresk-pastoral, aber etwas größer als Knoden, mit mehr als einer Strasse, einem Gasthaus, einem Hinkelstein-Verkauf…
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Bild #40: Ok, vielleicht keine Hinkelsteine, das hab´ ich wohl mit Asterix verwechselt… Aber immerhin, Findlinge, das ist auch nicht übel.
😉

…und mehr schönen, alten Bauernhöfen, in denen die Obligatorischenodenwaldfotolaufberichtskühe aufbewahrt werden, bis man sie für das obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuhfoto braucht:
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Bild #41: Schannenbacher Obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuh, in storage

Geradewegs durch Schannenbach durch, den Weg „Im Grund“ hoch, dann mit einer Rechts-Links-Kombo auf die Krehbergstr., die zum oberen Teil von Schannenbach am Waldrand unter dem Krehberg führt:
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Bild #42: Inzwischen um High Noon, da war´s knackig warm in der prallen Hochsommersonne

Hier kam uns dann wieder kurz der Nibelungensteig abhanden.
Eigentlich geht er rechts über die Bergwiese den Weg „Am Hochmoor“ hinauf, aber irgendwie verpassten wir die Abzweigung und folgten stattdessen weiter der Krehbergstr., die sich auf den nächsten 200 m. in den Wald hinein noch mal einen richtig nickligen Anstieg leistete:
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Bild #43: 30 HM auf 200 m., das macht 15% wadenverwöhnende Steigung

Oben dann geradeaus dem blauen Balken hinterher, von dem ich wusste, dass er früher oder später wieder mit dem Nibelungensteig zusammenstoßen würde.

Wie sich rausstellte war´s mehr früher als später: Nach 15, 20 m. war das rote N auf einmal wieder da, und wir waren wieder auf Kurs.
Der führte übrigens erstmal auf schmalen Waldpfaden im Uhrzeigersinn um den Krehberg herum bis zur Mathildenruhe führte, einem weiteren sehr hübschen Aussichtspunkt an der Nordseite des Berges, komplett mit in die Felsen gebauter Schutzhütte:
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Bild #44: Mathildenruhe

Hier gab´s dann das nächste Päuschen, mit Isoplörre und Aussicht…
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Bild #45: Blick von der Mathildenruhe über Kolmbach zur Neunkircher Höhe

…und einem kurzen netten Plausch mit Spaziergängerehepaar mit leicht bayrisch klingendem Zungenschlag.

Danach weiter um die Bergflanke rum, an ein paar gewaltigen Felsformationen vorbei, die sich auch beeindruckend zyklopische Art und Weise über dem Waldweg auftürmen…
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Bild #46: Wie meistens bei beeindruckend zyklopischen Anblicken gilt: In Echt beeindruckend zyklopischer als auf dem Foto

…und schließlich zur Kreuzung direkt hinter dem Krehberggipfel, und damit zum höchsten Punkt der heutigen Tour irgendwo um die 570 m.ü.NN.
Noch mal kurz die letzten Meter zum Gipfel hoch um ein Foto vom Funkturm zu machen, den man ansonsten durch die dichten grünen Wipfel kaum zu Gesicht bekam…
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Bild #47: Krehbergturm, Höhe 122 m

…und dann ging´s abwärts (oder „endlich abwärts“, wenn man dem Gerd glauben darf… :D), in südöstlicher Richtung auf den langen Abstieg ins fast 350 m. niedriger liegende Schlierbachtal.

Und zwar auf wunderbar verschlungenen Pfaden: Der Nibelungensteig gibt sich hier nicht den relativ gut ausgebauten Hauptwegen ab, sondern folgt stattdessen einem schmalen Ziegenpfädchen, das zwischen moosigen Findlingen und turmhohen Buchen den moderat steilen Krehberghang hinabmäandert:
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Bild #48: Wunderschön, auch wenn eine…

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Bild #49: …eine gewisse Trittsicherheit erforderlich ist

Nach vielleicht einem halben Kilometer überquerten wir den Asphaltschleichweg zwischen Seidenbuch und Seidenbach (hehe, irgendwie ist mir noch nie aufgefallen, dass die beiden Dörfer sich durch gerade mal einen Vokal unterscheiden…) und folgten dem Steig weiter abwärts, nun auf einem breiteren „ordentlichen“ Weg, der so normal war, dass ich mal darauf verzichte die dabei entstandenen Fotos zu posten (denn „Gerd von hinten wie er durch den Wald läuft“ haben wir heute ja schon recht oft… 😀 ).

Das Schöne am Nibelungensteig ist, dass er einen gerne mal überrascht – da läufst du zufrieden den breiten, nicht zu steilen Weg hinter Seidenbuch runter und denkst an nichts Böses, und auf einmal knickt der Steig dann unversehens scharf rechts ab, lässt den breiten, nicht zu steilen Weg einen breiten, nicht zu steilen Weg sein und stürzt sich stattdessen als bestenfalls rudimentär ausgebildetes Rumpelfädchen todesverachtend einen Steilhang runter.
Du natürlich hinterher, schließlich willste ja den Nibelungensteig laufen, und nicht den breiten, nicht zu steilen Lokalweg S2 nach Glattbach.

Huijuijui…
Vorsichtig das Pfädchen runter, einerseits etwas mit dem monströsen Gefälle und den eigenen Knien hadernd, andererseits heilfroh, dass man dieses Stück nicht hochgehen muss (Hochjoggen ist hier nicht…).
Zwischenrin schimmerte schon mal Burg Lindenfels auf der anderen Talseite durch die Bäume…
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Bild #50: Burg Lindenfels von Osten. Da würden wir gleich auch noch hochmüssen…

…kurz danach überholten wir zwei Jungwanderer Anfang 20, die unhöflicherweise mit ihrer bloßen Präsenz meine gerne geäußerte These widerlegten, dass jüngere Menschen ihre Freizeit nicht in der Natur verbringen.
Und zu allem Überfluss machten sie uns dann auch noch ungefragt Platz, wahrscheinlich aus reiner Boshaftigkeit, um meine ebenfalls gerne geäußerte These zu widerlegen, dass die Jugend von heute grundsätzlich rücksichtslos und frech ist.
Sowas aber auch… 😉

Kurz danach der Waldrand an einer Schutzhütte über einen breiten, sonnigen Bergwiese, von der aus man einen herrlichen Blick nach Osten und Süden über Schlierbach- und Weschnitztal hatte:
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Bild #51: Links und halbverdeckt Lindenfels, rechts davon öffnet sich dann das weite, prächtige Weschnitztal, im Hintergrund das Tromm-Massiv, an dessen unteren Flanken die Häuser von Kröckelbach und Steinbach zu erkennen sind (zumindest solange, bis Kümmel mir das Gegenteil beweist… 😉

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Bild #52: Hier noch mal der Trommrücken mit etwas mehr Zoom und Gegenlicht

Während wir fotografierten überholten uns übrigens wieder die beiden Jungwanderer…

Und weiter bergab, weiterhin richtig steil: Auf den nächsten 350 m. verloren wir ca. 70 Höhenmeter, das entspricht 20% Gefälle.
Natürlich auf standesgemäß holprigen Ziegenpfädchen, schließlich will man auch was erleben wenn man den Nibelungensteig läuft:
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Bild #53: Blick zurück auf die Hütte am Waldrand wo die Fotos #51 und #52 entstanden sind

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Bild #54: Blick voraus auf das beeindruckend idyllische Dörfchen Schlierbach im Grund des nach ihm benannten Tales, komplett mit dem Dauercampingplatz am Hang und dem hoch aufragenden Lindenfelser Burgberg (samt Lindefelser Bergburg) direkt dahinter

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Bild #55: Und schließlich der Pfad selbst, der quasi als Bonus zu den kniescheibenzerschmetternden 20+% Gefälle auch noch diverse Unebenheiten wie Pseudostufen, Baumwurzeln und aus dem Boden hervorragende Metalstifte (um die Pseudostufen zu halten) zu bieten hatte, und zudem auf einem Teil seines Verlaufs durch rostigen Stacheldraht begrenzt wurde, in den man sich bei einem Stolperer prima hätte reinstürzen können.
Eben ein richtig cooler Abenteuerpfad, so mag ich das!
🙂

Irgendwo mittendrin überholten wir wieder die Jungwanderer, kurz danach kamen wir an einem ebeneren Stück mit Pferden…
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Bild #56: Nichtobligatorische Odenwaldfotolaufberichtspferde

…und einer (leider leeren, so ein kaltes Armbad wäre jetzt gar nicht verkehrt gewesen…) Kneipp-Anlage raus, über das wir – nun wieder bequem und mit sehr moderatem Gefälle – schließlich Schlierbach erreichten…
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Bild #57: „Hof-Kaffee Meister“ am Schlierbacher Ortsrand. Sieht gemütlich aus…

…und auf der Hohensteinerstr. in den Ortskern hinabliefen.

Schlierbach ist richtig hübsch – ein kleines Dorf im Tal, umgeben von sattgrünen Bergweiden, mit tollen alten Fachwerkhäusern, da läuft man gerne durch:
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Bild #58: Die Hohensteiner Str. runter

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Bild #59: Der offen durchs Dorf fließende Schlierbach (?)

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Bild #60: Fachwerkhäuser in der Kirchstr.

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Bild #61: Schlierbacher Friedhof mit den charakteristischen „Stickelgräbern“, bei denen verzierte Holzlatten statt Grabsteinen aufgestellt werden. In dieser Gegend ansonsten kaum zu finden (wahrscheinlich wurden sie nach dem Dreissigjährigen Krieg von calvinistischen Einwanderern aus der Schweiz eingeführt)

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Bild #62: Kirche und Friedhof von außen

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Bild #63: Kirchstr.

Wir folgen der Kirchstr. durchs Dorf (dabei überholten wir zum dritten Mal die Jungwanderer, die während der Fotopause am Friedhof wieder an uns vorbeigezogen waren und uns nun schon etwas komisch anguckten), überquerten die Fürther Str. in der Ortsmitte, und machten uns dann durch den „Jägersgarten“ und die Strasse „In der Bain“ an den letzten großen Aufstieg, aus dem Schlierbachtal hoch nach Lindenfels.

Zuerst noch vollkommen harmlos – aus Schlierbach raus und mit minimaler Steigung am Hang unterhalb des terassenförmig in den Hang platzierten Campingplatzes vorbei…
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Bild #64: Am Schlierbacher Campingplatz

…dann durch ein Nadelwäldchen zwischen Bachufer und dem Steilhang…
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Bild #65

…und schließlich an ein paar Sportplätzen vorbei zum Waldschwimmbad am unteren Ende von Lindenfels.
Und wenn ich „Unteres Ende“ schreibe, dann meine ich auch „Unteres Ende“ – Lindenfels ist nämlich ein dreidimensionales Städtchen, das – fast ein bisschen schwalbennestartig – am steilen Berghang am Rand des Schlierbachtals gewachsen ist.
Wenn man da von unten kommt und in die Stadtmitte will bedeutet das zwangsläufig eine nicht zu verachtende Kletterpartie…

Zuerst mal verloren wir aber (schon wieder) den Nibelungensteig.
Selber Grund wie die bisherigen Male, ich wusste, wo wir hinmussten und ging einfach mal davon aus, dass der Weg, den ich im Kopf hatte, auch mit dem roten N markiert sein würde, was er aber nicht tat.
Entsprechend verpassten wir schlichtweg die richtige Abzweigung vor dem Schwimmbad (die hätte um den Burgberg herum hoch auf die Burg geführt, aber die hatten wir letzten September ja eh schon mal besucht, also nicht so schlimm…).

Stattdessen nahmen wir den Steinweg, Markierung Li5, der vom Schwimmbad aus geradewegs hoch in die Stadt führt.
Der sah zuerst noch vollkommen harmlos aus:
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Bild #66: Anfang vom Steinweg am Lindenfelser Schwimmbad

Aber nur kurz.
Hinter der Kurve enthüllte er sein wahres Gesicht:
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Bild #67: Steinweg nach Lindenfels hoch.
Viiiiiiiiiiiiiel steiler als es auf dem Bild rauskommt!!!

370 m. lang, fast 70 Höhenmeter – das macht eine Steigung von über 18%!
Bei fast 30° in der prallen Mittagsonne.
Mit schon 20 anspruchsvollen Bergkilometern in den Beinen.

Wir versuchten es tapfer mit Joggen, aber selbst die vielen VerschnaufFotopausen mittendrin…

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Bild #68: Um das freundliche Eselchen am unteren Steinweg-Ende abzulichten…

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Bild #69: …und die interessante Hausinschrift auf halber Höhe…

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Bild #70: …und nochmal den Krehberggipfel jenseits des Tales, von dem wir vorhin gerade erst runtergelaufen waren

…halfen da nichts mehr, so dass wir den Großteil des Anstiegs dann doch lieber gehend (und ächzend) bewältigten.
Pfffhuijuijui…

Oben dann erst der Almenweg (eine Strasse die so heisst verrät ja irgendwie auch schon so Einiges über die lokale Topografie) und dann endlich die Nibelungenstr./B47, an der wir mit segensreich leichtem Gefälle in die pittoreske Lindenfelser Kernstadt einlaufen konnten:
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Bild #71: Nach Lindenfels rein

Ab dem Lindenplatz…
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Bild #72: Lindenplatz

…dann endgültig bekanntes Terrain, denn von nun an folgten wir mehr oder weniger direkt der Strecke, die wir bei unserem Lauf von Winterkasten ins Gersprenztal letzten September schon mal genommen hatten.

Hier machten wir dann nochmal einen kleinen Schlenker durch die Burgstr. in die wunderschöne Altstadt…
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Bild #73: Burgstr.

…bis zum Platz am Kurhaus unterhalb der Burg…
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Bild #74: Dieser Anblick erklärt m.M.n. so ein bisschen, warum Lindenfels auch als die „Perle des Odenwalds“ bekannt ist…

…wo wir uns mit Gerds Familie trafen und noch eine finale Verschnaufpause einlegten, um im Eiscafé hinter dem Stadtturm…
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Bild #75: Lindenfelser Stadtturm

…noch etwas Zucker und Koffein für die letzten zwei, drei Kilometer zu tanken:
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Bild #76: Aaah, Cola…

Danach: Endspurt.
Auf etwas steifen Beinen, wie das halt so ist, wenn man mal ein paar Minuten zwischendrin an einem Cafétisch sitzt anstatt durchzulaufen.

Durch die Burgstr. zurück an die Nibelungenstr., der dann nach rechts gefolgt und durch Lindenfels (dabei fanden wir kurz den Nibelungensteig wieder. Aber dann verloren wir ihn gleich wieder, als er einen unnötigen Schlenker über den Hang machte, zu dem uns inzwischen ehrlich gesagt so ein bisschen die Beine fehlten. War aber nicht schlimm, denn 200 m. weiter stieß er dann wieder auf die Nibelungenstr. und von nun an ging´s nur noch dem roten N hinterher) gelaufen, schließlich halbrechs abwärts in den Kamsbachweg…
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Bild #77: Kamsbachweg

…und auf dem dann aus Lindenfels raus, und auf exakt derselben Route, die wir letzten September schonmal gelaufen waren, durch die schönen, etwas verwinkelten Seitentäler unterhalb der B47.
Dabei gab´s dann ein Treffen mit einem alten Bekannten…
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Bild #78: Dieses Pferd haben wir letztes Jahr schon mal getroffen

…eine schöne Mischung aus Wald, Buschland und sumpfigen Talwiesen…
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Bild #79

…den wirklich allerletzten Anstieg der heutigen Tour zum Heidelberg hoch…
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Bild #80

…noch ein bisschen Abenteuer auf dem dschungelartig verwucherten und von wilden Waldarbeitern bevölkerten Pfädchen über den Heidelberg…
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Bild #81

…und schließlich nochmal eine tolle Aussicht runter ins Gersprenztal…
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Bild #82: Gersprenztal. Auf dem Hügel in der Bildmitte erkennt man Schloss Reichenberg, bekannt und beliebt aus dem eminent lesenswerten Fotolaufbericht „Belohnungslauf ins Gersprenztal“ (das ist der, wo ich mit Glatze zu sehen bin… 😉 )

…während wir die letzten Meter auf herrlich weichem grasig-weichen Untergrund bis runter zum Gumpener Kreuz zurücklegten:
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Bild #83: Die letzten Meter zum Gumpener Kreuz

Und… ZIEL (für heute):
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Bild #84: Fertig!

Und das war´s dann auch schon.

Wunderbare Tour bei wunderschönem Wetter, in angenehm entspannten Tempo, mit ganz viel zu sehen und schön viel Höhenmetern (Gerds notorisch schludrige Instrumente behaupten ja, es seien über 1000 gewesen, aber meine gewissenhafte Höhenlinienberechnung kommt allerdings nur auf ca. 900 – aber auch das ist sehr ordentlich 😉 ), und dank der paar Verirrer unterwegs´s sind´s dann am Ende sogar fast 25 km geworden.

Hat Spass gemacht, Probleme hat´s – bis auf die ganz normale Ermüdung, die nun mal Eintritt, wenn man im Hochsommer einen 25-km Berglauf macht – keine gegeben, und war dementsprechend – wie üblich – ein voller Erfolg.
Also noch mal vielen Dank an den Gerd und seine Familie, war wieder richtig nett und jetzt freu´ ich mich schon mal auf die dritte und letzte Etappe!

Es gilt weiterhin: Nibelungensteig lohnt sich! 🙂

Gerds Version der Ereignisse gibt´s übrigens hier.

Strecke: 24,4 km
Zeit: Wie üblich – viel! 😉
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 65,78% (16,05 km von 24,4 km)
Karte:
Nibelungensteig2

M.

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23 Antworten to “Blogger Team-up. Nibelungensteig Teil 2: Wilsmhausen – Gumpener Kreuz mit Gerd und Foto (24,4 km)”

  1. Hannes Says:

    Von der allgemein schönen Tour wusste ich ja nun durch Gerd schon, aber dein Bericht und die Fotos – traumhaft. Eine herrliche Lektüre!

    • matbs Says:

      Nachdem der Gerd dieses mal ja recht kurz angebunden war, musste ich es halt noch ein bisschen auswalzen… 😉

  2. Christian Says:

    Neidlos – leider doch nicht ganz – muss ich es sagen: eine wirklich tolle Tour mit allen Elementen einer schönen und erlebnisreichen Tour. Trotz Hitze und Verirrungen habt ihr Zwei wieder ein herrliches Stück Natur erlaufen und konntet auch sehr intensiv geniessen.
    Mein Neid bezieht sich voll und ganz auf dieses Lauferlebnis, aber ich danke Dir mal wieder, dass Du mich in Deiner unerreichten weise mit genommen hast, retrospektiv sozusagen 😎

    Salut

    Christian

    • matbs Says:

      Kein Grund zum Neid – einfach den nächsten Familienurlaub im Odenwald anstatt am Bodensee verbringen, dann gibt´s das alles (uvm) live und in groß. 😀

      Oder einfach in den Wald hinterm Haus laufen, da soll´s unbestätigten Gerüchten zufolge auch sehr nett sein… 😉


  3. […] war eine traumhafte Tour, welche man definitiv in ihrer Ausführlichkeit bei Matthias noch mal schöner nachlesen kann. Bei mir gibt´s hier nur noch ein paar Bilder und ein kleines […]

  4. Kümmel Says:

    Ich wäre schon froh nur die 14km zu schaffen und ihr hängt da noch massig was davor und dazwischen. Da ich Diro auch im Reader habe (aber zugegeben immer nur mal drüber klicke), habe ich schon vorgestern gewusst, dass ihr den zweiten Teil gemacht habt. Fast hätten wir uns dabei unerwartet über den Weg laufen bzw. fahren können, weil ich eigentlich auf meiner Samstagstour genau den Weg von Knoden Richtung Hofgut fahren wollte, auf dem ihr euch teilweise hochverirrt habt. Ich bin da ja schonmal runter gefahren (von oben ist zwar eine Schranke aber kein Verbotsschild, im Gegensatz zu unten) und habe mich an besagter Abbiegung auch schonmal verirrt. Statt geradeaus weiter zu fahren bin ich links (wo ihr hättet rechts abbiegen müssen), habe die paar Meter bis zur nächsten kleinen Kreuzung das Nibelungen-N gesehen und bin dann rechts weiter bis ich wieder umgekehrt bin. Tja aber am Samstag hätte es dann mit dem Treff doch nicht geklappt, selbst wenn ich das Stück gefahren wäre (bin dann doch die normale Straße Richtung Bensheim runter), weil die Uhrzeit mit schätzungsweise 11:00-11:30 doch nicht ganz meine ist 😉

    Und Lindenfels ist wirklich ein anstrengendes 3D-Puzzle. Zwischen Lindenfels im Bereich Schwimmbad, im Bereich B47 und im bereich Bismarkturm besteht halt doch ein klitzekleiner Höhenunterschied. Und besagte Straße am Schwimmbad ist wirklich nicht ganz ungefährlich. Da habe ich mal mit dem Fahrrad meine Erlebnisse gehabt, sowohl runter als auch hoch.

    Na wenn ich schon mal namentlich genannt werde, muss ich ja auch was zu Bild #51 sagen. Aber das aus Gründen der Übersichtlichkeit mal in einem Extraeintrag.

    • matbs Says:

      Du warst da oben jetzt aber nicht mit dem Roller unterwegs, oder?

      Falls doch war´s vielleicht besser, dass wir uns nicht über den Weg gelaufen sind, wer weiss, zu welchen gebloggten Äußerungen mich das sonst verleitet hätte – wo ich doch schon für nichtmotorisierte Zweiradfahrer im Wald nicht immer nur gute Worte übrig habe… 😉 😀

      Lindenfels finde ich gerade wegen der Höhenunterschiede immer total spannend (wenn auch zugegebenermaßen etwas anstrengend zu joggen 😉 – die fast 200 HM zwischen Litzelröder Höhe und Schwimmbad, zusammen mit den irgendwie immer ein bisschen unerwarteten Seitentälern jenseits der B47 machen´s so schön interessant… 🙂

  5. Kümmel Says:

    Vorweg muss ich leider anmerken, dass das Bild selbst in der großen Version zu wenige Details im Hintergrund hat um eine klare Aussage zu treffen, aber ich bin mir schon ziemlich sicher.

    Nämlich damit, dass Kröckelbach und Steinbach unwesentlich wenig bis gar nicht zu sehen sind. Da ist nämlich die Kapp mitsamt dem Höhenweg (den du unbedingt mal abschreiten solltest!) nach Fürth dazwischen.

    Das Bild besteht aus drei Bereichen. Ganz vorne (also am Ende der Wiese) viele Bäume, die das letzte Stück runter ins Schlierbachtal verdecken, wodurch ich jedenfalls nichts von Eulsbach sehe. Im zweiten Bereich die bewaldete Kapp direkt links im Anschluss an den Zweig im vordersten Vordergrund. Nach rechts ziehen sich dann Baum- und Wiesenbereiche. Und im dritten Bereich ist dann der weschnitztalbegrenzende Tromm-Höhenzug zu sehen, an dessen Fuß sich die besagten Ortsteile befinden.

    Jetzt ist das ganze etwas schwer sprachlich zu vermitteln und deswegen habe ich mich mal an meine primitiven Grafikkenntnisse gewagt. Zu finden hier: http://img263.imageshack.us/img263/3219/img43964403p.jpg. Durch das Übermalen mit den Ellipsen erkennt man zwar gar nichts mehr, aber im Abgleich mit dem Rohbild kommt man weiter. Das Vergleichsbild darin ist ein GE-Screenshot aus einer näheren und höheren Position. Die Bereiche in den beiden Teilbildern sind natürlich nicht 100% deckend, aber es sollte zu erkennen sein was damit markiert sein soll. Ich habe mir in GE Wasserscheiden (rot) und Bäche (dunkelblau) markiert. Das hellblaue ist was anderes, hätte ich vielleicht ausblenden sollen, aber nun fange ich nicht noch mal an.

    Der linke Bereich ist eine Wiese oberhalb von Kröckelbach. Optisch davor befindet sich das letzte bewaldete Kapp-Eck (Südende) und somit ist der Hauptteil von Kröckelbach nicht zu erkennen. Wahrscheinlich könnte man die letzten Teile des Feriendorfs sehen, aber dazu reichen die Details nicht.

    Und bei Steinbach sieht es ähnlich aus. Da sich Steinbach in wesentlichen hinter der kleinen Bergrücken befindet, ist Steinbach diesem Teil des Weschnitztales nicht wirklich zu erkennen. Was man auf dem Bild an Häusern sieht besteht wesentlich aus dem Fürther Osthang (Kinderheim etc.). Von Kröckelbach könnte man wieder nur ein paar Häuser sehen, die sich Richtung Schutzhütte ziehen, aber auch hier reichen die Details nicht. Die längliche Markierung ist also die Wiese oberhalb (östlich) von Steinbach.

    • matbs Says:

      Sorry wegen der Bildgröße, aber da geht platzmässig einfach nicht viel mehr.
      Früher hab´ ich die Bilder ja immer im Originalformat 3648 x 2736 Pixeln gepostet, aber das hat den begrenzten Blog-Platz auf Dauer einfach zu sehr belastet (und mit einem normalgroßen Monitor konnte man die Bilder dann ja trotzdem nicht voll angucken weil sie viel zu groß waren).

      Aber ich hab´ ja die Originalbilder und hab´ das damit eben nochmal genau geschaut und darf nicht ohne Stolz verkünden, dass ich zumindest nicht ganz falsch gelegen hab.
      So im großen und ganzen hast du zwar eindeutig recht, aber so ein paar Fetzchen von Kröckelbach und Steinbach sind jeweils zu erkennen… 😉 😀

      Deine primitiven Grafikkentnisse sind irgendwie viel unprimitiver als meine…

      Danke für die genauere Beleuchtung!

  6. Gerd Says:

    Erst mal wieder ein Kompliment. Ich bin die Strecke beim LEsen gerade noch mal gelaufen und hoffe, dass ich dieses Mal nicht ganz so viel Muskelkater kriege. 😉
    Es war eine geniale Tour, die auch von der Länge gut gepasst hat. Über die Höhenmeter hüllen wir, egal ob 900 oder 1.100, den Mantel des Schweigens.
    Warum kriegt man so eine tolle Landschaft nicht einfach auf einer flachen Strecke? 😆
    Ich freu mich schon auf den letzten Teil!

    • matbs Says:

      Ach komm, du hattest doch keinen Muskelkater, schließlich waren´s nicht mal 1000 Höhenmeter… 😀

      So eine Landschaft gibt´s vielleicht auch im Flachland, aber da sieht man sie halt nicht, weil jeder Baum und jedes Gebüsch die Landschaft blockt.
      Deshalb: Bergland!

      Mal sehen, wie wir den letzten Teil noch etwas erweitern – vielleicht könnte man ja bis zum Marbach-Stausee durchlaufen…

  7. dauerlaufen Says:

    Die Hausinschrift gilt nicht für euch. Hier wird nicht gelacht, sondern nur gelobt. So einen Brocken zu laufen und dann noch lässig eine Fotodokumentation raushauen… Ist schon unverschämt, wie fit ihr seid.

    • matbs Says:

      Darfst auch gerne lachen, das ist nicht verboten – schließlich macht´s ein jeder, wie er will… 😉

      Irgendwie fühl´ ich mich gar nicht so furchtbar fit, das hat wahrscheinlich auch viel mit Tempo und Motivation zu tun – wenn ich 24 km Flachland laufen sollte, würde ich mir das seltsamerweise momentan irgendwie nicht so zutrauen…
      Alles Kopfsache.

  8. Torsten Says:

    Oh man, was wäre ich da gerne mit dabei gewesen. Die 900 oder 1000 Höhenmeter hätte ich mir gerne angetan. Auch wenn ich mir danach eine Oberschenkelmuskeltransplantation genehmigen hätte müssen.

  9. matbs Says:

    Eine Etappe steht ja noch aus, vielleicht schaffst du´s da ja hier runter – der Gerd und ich würden uns freuen! 🙂

    Und die Höhenmeter waren gar nicht so schlimm, schön langsam und gemächlich, dann merken die Oberschenkel das gar nicht…


  10. […] an der gewundenen Nibelungenstr./B47, die Gerd und ich ja erst am vorigen Wochenende bei der zweiten Etappe des Nibelungensteigs entlanggelaufen […]


  11. […] an der gewundenen Nibelungenstr./B47, die Gerd und ich ja erst am vorigen Wochenende bei der zweiten Etappe des Nibelungensteigs entlanggelaufen […]


  12. […] und Ab. Nach Odenwald ist mir heute auch nicht so (ursprünglich war mal angedacht, mit Gerd den Nibelungensteig zu Ende zu laufen, aber der ist wieder mal Krank [der Gerd, nicht der Steig], das fällt also aus), […]


  13. […] der Höllbergweg (Re2) über Reichenbach. Kenn ich, bin ich im August schon mal gelaufen, bei der zweiten Nibelungensteigetappe mit Gerd. Damals ging´s ostwärts zum Hofgut Hohenstein, ich laufe heute jedoch in die andere Richtung, […]


  14. […] schonmal gewesen bin, nämlich im August (ist das wirklich schon wieder so lange her??), bei der herrlichen zweiten Nibelungensteigetappe mit Gerd. Aber damals war´s Sommer, der Wald grün und sonnig, und die Richtung die Entegengesetzte, […]


  15. […] wirklich schon über ein halbes Jahr her, dass Gerd und ich das letzte Mal zusammen laufen waren? Tatsächlich! Irgendwie hat´s seit letztem Sommer nie geklappt, keine Zeit, mieses Wetter, gebrochene Ellbogen, […]


  16. […] ungewohnt hier alleine durchzulaufen, traditionell komm´ ich hier nämlich immer nur mit dem Gerd durch (aber der Arme muss dieses Wochenende ja eingepfercht zwischen Hunderten schwitzender, […]


  17. […] in den Ort ab (das muss das Stück Nibelungensteig sein, auf das Gerd und ich uns bei unserer Nibelungensteig-Bezwingung vor eineinhalb Jahren stillschweigend verzichtet haben, weil´s schon so fies gewesen war, aus dem Schlierbachtal nach […]


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