Archive for Oktober, 2009

Auf Rheinsteig und Rieslingpfad in den Rheingau: Wiesbaden-Schierstein – Hattenheim mit Fotos (25,5 km)

31. Oktober 2009

Wer schöne, lange, spannende Entdeckungstouren in der Übergangszeit und im Winter laufen will, muss eine gewisse Spontanität mitbringen.
Lange vorausplanen ist da nicht (weil: Wetter zu unstet, und außerdem wird´s ja immer früher dunkel!), stattdessen muss man auch mal kurzfristig aufbrechen, wenn Zeit und Witterung es opportun erscheinen lassen.
Carpe Diem und so…

Zum Beispiel heute.
Samstagmorgen.

Aufgestanden, Blick aus dem Fenster:
Wunderbarer Herbsttag.
Strahlender Sonnenschein, vielleicht etwas blässlich um die Korona, aber freundlich und hell und herbstlich stimmungsvoll. Dazu ein milchiger Himmel mit ordentlich Blau drin. Dazu frische, kühle Luft, diesig und nicht allzu warm, aber so einer scharfen, angenehmen Herbstnote, die den unwillkürlichen Drang erzeugt, sich draußen umzutun.
Und Windstill ist es auch, da stört auch die einstellige Temperatur nicht weiter.
Kurzum: Exzellentes Wetter.
Und Zeit ist auch.
Perfekt, da lauf´ ich doch mal irgendwas richtig Schönes ab.

Aber wo?
Flachland geht natürlich nicht, soll schließlich eine Premiumtour werden, da braucht´s ein bisschen Auf und Ab.
Nach Odenwald ist mir heute auch nicht so (ursprünglich war mal angedacht, mit Gerd den Nibelungensteig zu Ende zu laufen, aber der ist wieder mal Krank [der Gerd, nicht der Steig], das fällt also aus), und in die Pfalz will ich auch nicht unbedingt…
Hm…

Hey, Moment mal, das isses doch: Der Rheingau!
Schmaler Streifen Land zwischen den Südhängen des Taunus und dem Rheinufer, Rieslingland, Hügel und Berge mit Wald und Reben, Weindörfer, Burgen, Schlösser und Klöster, einer der schönsten Landstriche in ganz Hessen – und ich war läuferisch noch nie dort unterwegs.
Die Idee ist noch nicht mal richtig zuende gedacht, da weiss ich schon: Das will ich mir heute erlaufen!

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Bitte ein bissken Geduld…

31. Oktober 2009

Ok, am Samstag bin ich also diese unheimlich schöne Tour in den herbstlichen Rheingau gelaufen.
25+ km, bergauf und bergab, mit Wald und Weinbergen, Aussichtspunkten, Burgen, Klöstern, kleinen Dörfern und – zumindest zeitweise – einem unglaublich schönen und intensiven Herbstlicht.
Natürlich mit Foto.

Dummerweise hab´ ich gerade ein bisschen was zu tun, deswegen wird das heute und womöglich auch morgen noch nicht ganz klappen mit dem Laufbericht.

Aber zumindest ein Previewbild hab´ ich schonmal, damit das Warten umso länger wird :D:
IMG_7086-90p
Herrlich, oder?

Der gewohnt ausführliche Rest folgt dann entweder morgen am späten Abend oder übermorgen.

Entspannte Herbstrunde im Ried: Wolfskehlen – Leeheim – Dornheim (15,3 km)

28. Oktober 2009

Anscheinend treibt mich der Herbst so ein bisschen in die Ebene.
Zumindest bin ich auch heute wieder unten im Ried gelaufen, und damit zum zweiten Mal in Folge im Flachland.
Das gab´s schon richtig lange nicht mehr… 🙂

Aber irgendwie war´s auch genau der richtige Tag für die weiten, Felder und Brachwiesen der Rheinebene. Freundlich und ein bisschen verhalten, mit einer etwas fahlen aber angenehmen Herbstsonne, die sich regelmäßig hinter den diesigen Hochnebelschlieren am milchigblauen Himmel versteckte, windstill, nicht zu warm, nicht zu kalt, unspektakulär und umgänglich.
Gar nicht schlecht für Ende Oktober, da liess sich was draus machen…

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Wochenübersicht: 2009 KW 43 (19.10 – 25.10)

25. Oktober 2009

3 Touren, über 50 Kilometer, alles in Ordnung.
Mal sehen, wie lange das noch so gut hinhaut, bevor die alljährliche Herbstreduktion einsetzt…

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi. Der Weg nach Frankreich, Teil 5: Edenkoben – Albersweiler mit Fotos ?? 26 km
Do. Rgh! Mein Muskelkater und ich laufen von Fürth nach Lindenfels ?? 9,2 km
Fr.
Sa.
So. Sonniger Sonntagnachmittag am Rhein: Leeheim – Kornsand und zurück 1:34 h 16,5 km
Wochenlaufleistung 51,7 km

M.

Sonniger Sonntagnachmittag am Rhein: Leeheim – Kornsand und zurück (16,5 km)

25. Oktober 2009

Ok, zuerst mal das Wichtigste, aus gegebenem Anlass:
Ich hasse – hassehassehassehassehassehasse, HAS-SE – diese hirnrissige, abgeranzte, unglaublich dämliche Umstellung auf Winterzeit!!!!!!
Die ist nicht nur ungefähr genauso nützlich wie ein schorfiges, eiterndes Forunkel, sondern hat darüber hinaus auch noch die Frechheit, mir eine ganze geschlagene Stunde zu stehlen, die ich gut fürs Laufen brauchen könnte.

Warum ist das so?
Ganz einfach: Ich laufe normalerweise nachmittags oder abends.
Und zwar im Hellen (im Dunkeln zu unterwegs zu sein macht aufgrund meiner Art zu laufen einfach keinerlei Sinn).
Wenn die Tage also in der zweiten Jahreshälfte langsam kürzer werden, dann bedeutet das für mich weniger Zeit zum laufen.
Und dann wird auch noch die Uhr umgestellt, und plötzlich wird´s nicht mehr um 18:00 Uhr dunkel sondern um 17:00 Uhr.
Effekt: Eine ganze Stunde einfach so weg.
(Und ja, ich weiss, ich krieg´ diese Stunde natürlich wieder. IM VERDAMMTEN FRÜHLING, WENN ICH SIE NICHT MEHR BRAUCHE, WEIL DIE TAGE EH WIEDER LÄNGER WERDEN).
Da ist dann nichts mehr mit spontanen längeren Läufen und entspannten Touren ohne Zeitdruck.
Plötzlich ist alles gehetzt, man müsste eigentlich schon kurz nach dem Mittagessen los, um überhaupt was zu schaffen, aber das geht ja meistens einfach nicht.

Über diesen ganzen verdammten Mist ärgere ich mich jedes Jahr tierisch (und weil das so ist will ich in den Kommentaren auch nichts von wegen Stirnlampen oder morgens aufbrechen oder den angeblichen Tugenden des Nachtlaufens lesen, das geht nämlich vollkommen an der Sache vorbei!).
Deshalb: Verflucht sei die Zeitumstellung, und ihre Nachkommenschaft bis ins siebte Glied, möge sie von Zahnfäule und Brechdurchfall geplagt werden, bis man sie endlich abschafft!!! 😉

So.
Dampf abgelassen, dann können wir uns ja dem Laufbericht widmen:

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Rgh! Mein Muskelkater und ich laufen von Fürth nach Lindenfels (9,2 km)

22. Oktober 2009

Ach du je, schon wieder Sonntagabend und ich bin zwei Laufberichte im Rückstand, dank einer vollen Woche und dem aufwändigen Fotolaufbericht aus der Pfalz.
Da halten wir uns lieber mal ran:

Am Donnerstag, einen Tag nach dem herrlichen Berglauf im Pfälzerwald, hatte ich wie bereits befürchtet tierischen Muskelkater in den Oberschenkeln, der so schlimm war, dass ich fast nicht mehr die Treppen zu meiner Wohnung hoch- bzw. runtergekommen bin.
Sowas kann schon mal passieren, wenn man ein oder zwei Monate etwas weniger ambitioniert unterwegs ist, und dann wieder unvermittelt einen 26er mit vielen hundert Höhenmetern abreisst.

Normalerweise rennt man mit sowas in den Beinen nicht gleich schon wieder los sondern gönnt sich zumindest mal ein oder zwei Tage Regenerationspause.

Aber dann war´s so schön sonnig, und außerdem hat´s mich sowieso über Mittag nach Lindenfels verschlagen, da konnte ich dann doch nicht widerstehen.
„Zumindest ´ne ganz kleine Tour, so sieben oder acht Kilometerchen, das sollte doch eigentlich drin sein“, hab´ ich mir gedacht, und mich dann nicht mal 20 Stunden nach dem langen Berglauf auf die steifen Beine gemacht…

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Der Weg nach Frankreich, Teil 5: Edenkoben – Albersweiler mit Fotos (26 km)

21. Oktober 2009

Inzwischen ist es zwei Monate her, dass ich die letzte Etappe meines Weges nach Frankreich gelaufen bin.
Eigentlich wollte ich schon längst mal wieder runter in die Pfalz fahren und weitermachen, aber irgendwie ist immer was dazwischen gekommen. Keine Zeit, kein passendes Wetter, keine Lust, Erkältung, Wasauchimmer.
„Nur Geduld“, hab´ ich mir gesagt, „du wartest einfach, bis der perfekte Tag dafür ist, und dann machst du spontan weiter“.

Heute ist dieser perfekte Tag: Draußen scheint eine wunderbare Herbstsonne aus dem milchigblauen Himmel herunter, die Luft ist mild und leicht dunstig, das Laub an den Bäumen erstrahlt ein letztes Mal in warmen, hellen Farben.
Kurzum: Ein wunderschöner Oktobertag, ideal um endlich mein großes Projekt voranzutreiben und weiter nach Süden zu laufen.

Aber soll ich wirklich?

Irgendwie haben zwei Monate ohne Lauf in Richtung Frankreich eine gewisse… Unwilligkeit und eine ganze Menge Abers erzeugt:
Aber das ist doch sooo weit weg.
Aber das ist doch sooo kompliziert.
Aber die Saison ist doch im Prinzip vorbei, eigentlich bin ich ja gar nicht mehr so fit.
Aber wer weiss, wie das Wetter da unten ist, bloß weil´s in Hessen schön ist, muss es in der Pfalz ja noch lange nicht schön sein.
Aberaberaber…

Vor dem Fenster scheint die Vormittagsonne durch den schwachen Dunst, alles strahlt, ist hell, frisch, wunderschön.
Draußen ist goldener Oktober…
…und drinnen macht´s Klick in meinem Kopf:
Scheiss auf die Abers, scheiss auf kompliziert, scheiss auf unfit!
Heute hab´ ich die Zeit, heute ist vielleicht der letzte schöne Herbsttag in diesem Jahr.
Sowas schenkt man nicht her, bloß weil´s ein bisschen umständlich ist.

Eine Stunde später sitze ich im Auto.
Ich fahre nach Süden, in die Pfalz.
Heute lauf´ ich weiter in Richtung Frankreich!
Ohne Wenn und Aber!! 🙂

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Wochenübersicht: 2009 KW 42 (12.10 – 18.10)

18. Oktober 2009

Knapp über 40 Wochenkilometer, eher bescheiden, aber es passt zur durchwachsenen itterung der letzten Woche und meiner daraus resultierenden durchwachsenen Lauflaune…

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di. Ums Kainsbachtal: Vierstöck – Ober-Kainsbach – Schnellerts – Obergersprenz – Beerfurth 1:29 h 14,5 km
Mi.
Do.
Fr.
Sa. Flussaufwärts durch Rheinhessen: Am Pfrimmufer von Worms-Herrnsheim nach Flörsheim-Dalsheim 1:20 14 km
So. Wetterfühlige Runde mit Nemo um den Melibokus ?? 12,4 km
Wochenlaufleistung 40,9 km

Der Sonntagslauf: Wetterfühlige Runde mit Nemo um den Melibokus (12,4 km)

Wirklich schon fast ein bisschen erschreckend, wie sehr mir trübes Wetter momentan die Lauflaune verhagelt:
Zum Wochenabschluss wollte ich wenigstens noch die 40 Wochenkilometer vollmachen, aber der Sonntag war so grau und finster und eklig, dass ich aber auch SOWAS von gar keine Lust hatte.

Irgendwohin fahren und was Neues laufen?
Pff, och nöö, bei dem Wetter bringt das eh nix.
(Wir lernen: Trübe Tage betäuben meine Abenteuerlust und den Spaß am Entdecken)

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Flussaufwärts durch Rheinhessen: Am Pfrimmufer von Worms-Herrnsheim nach Flörsheim-Dalsheim (14 km)

17. Oktober 2009

So, die Wochenmitte über hab´ ich mal pausiert, war Mittwoch, Donnerstag, Freitag nicht laufen.

Einerseits und vor allem wegen dem leichten Reizhusten, der sich auch eineinhalb Wochen nach der Erkältung immer noch in meinen Bronchien versteckt und mit Vorliebe bei feuchtkalter Außenluft rauskommt. Da bin ich lieber etwas vorsichtiger, schließlich will ich nicht den ganzen Winter durchhusten.
Andererseits aber auch so ein bisschen, weil das trübtrauriggraue Herbstwetter der letzten Tage mir – wie jedes Jahr, wenn´s damit losgeht – meine Lust aufs und am Laufen merklich reduziert hat, frei nach dem Motto „Warum soll ich mich an irgendsonem verregnet-arschkalten halblichtigen Scheisstag hustend auf die Piste quälen, wenn´s mir dann eh keinen Spaß macht…?“

Ist auf Dauer natürlich kein Argument – irgendwann muss man natürlich trotzdem wieder los, Scheisstag oder nicht, sonst findet man sich Ruck-Zuck in einer echten Winterpause wieder, und mit der ist Niemandem gedient.
Ergo hab´ ich mich heute mittag nach drei Tagen Pause wieder auf die Socken bzw. die Schuhe gemacht (drei Tage Pause! Im Sommer hätt´s das nicht gegeben…).

Laufgebiet: Rheinhessen, jenseits des Rheins. Dort war ich sowieso verabredet, also hab´ ich vorher einfach die Tour eingeschoben.

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Ums Kainsbachtal: Vierstöck – Ober-Kainsbach – Schnellerts – Obergersprenz – Beerfurth (14,5 km)

13. Oktober 2009

Heute mittag hat´s mich tief ins Mittelgebirge verschlagen, an die Vierstöck zwischen Reichelsheim und Michelstadt.
Das ist nicht nur die Grenze zwischen kristallinem Odenwald (aka: Meine Ecke) und dem Buntsandsteinodenwald (aka: Weit weg) sondern liegt auch direkt hinter dem Gersprenztal und damit am äußersten Ostrand meines Streckennetzes.
Selbstverständlich, dass ich da auch gleich ein paar Kilometerchen laufen gehe… 🙂

Start auf dem Naturparkplatz Vierstöck an der B47, direkt neben der gleichnamigen Waldgaststätte.
Auch heute ist es wieder trüb und bewölkt, auch wenn die Wolken aufgerissener sind und schneller ziehen als in den letzten Tagen.
Dazu ist es kalt, gerade mal noch sechs oder sieben Grad, fast erschreckend wie früh und unvermittelt der frostige Spätherbst dieses Jahr hereingebrochen zu sein scheint.

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