Vom hohen Berg ins tiefe Tal: Neunkircher Höhe – Ellenbach mit Fotos (15,1 km)

11. Oktober 2009

Zum Wochenabschluss hab´ ich mir noch mal was – vermeintlich – Bequemes rausgesucht, nämlich eine Einwegtour im Odenwald, von der Neunkircher Höhe abwärts und der Länge nach durchs Schlierbachtal, bis runter nach Ellenbach bei Fürth, wo´s dann ein leckeres sonntägliches Mittagessen im Restaurant Eselmühle geben sollte.
Wenn der Startpunkt mehr als 350 Höhenmeter über dem Ziel liegt, sollte das eigentlich sehr angenehm zu laufen sein… 😉

Das Wetter ist auch heute wieder arg launisch und unberechenbar. Als ich um kurz vor 11:00 zuhause aufbreche, scheint die Sonne durch eine Wolkenlücke und taucht die Umgebung in strahlendschönes Herbstlicht.
Hält leider nicht, denn je weiter ich in den Odenwald reinfahre, umso trüber und dunstiger wird´s – aber immerhin auf stimmungsvolle Art und Weise, mit driftenden Nebelfetzen an den Berfhöngen und finsteren, hochgetürmten Wolken, die vom pfeifenden Südwestwind über den grauen Himmel getrieben werden.
Allemal besser, als ein grauer, toter Dämmertag, an dem sich gar nichts regt.


Als Startpunkt hab´ ich mir den Naturparkplatz „Weinweg“ ausgesucht, der mitten im Bergwald an der Strasse zwischen Neunkirchen und Winterkasten liegt. Nicht ganz oben, aber immer noch auf über 550 m.NN.
Das erste was mir hier oben auffällt ist die Kälte.
Gerade mal acht Grad, dazu weht eine frostige Brise ist der Wald um den Gipfel der Neunkircher Höhe in dichten, eisigklammen Nebel (bzw. dichte, eisigklamme Wolken) gehüllt.
Sieht hübsch atmosphärisch und verwunschen aus, fühlt sich aber fast schon ein bisschen wie Winter an.
Da bin ich doch froh, dass ich mich auch heute wieder für lange Laufklamotten entschieden und zusätzlich noch die Weste drübergezogen habe.

Ohne lange zu fackeln schnappe ich mir den Foto vom Beifahrersitz
Den hab´ ich extra mitgenommen hab, obwohl kein echtes Fotowetter ist. Will mal sehen, ob und wie das so bei grauem Himmel klappt, vielleicht ist es auch so ein bisschen der Versuch, den Lauf vorauseilend etwas aufzuwerten. Schaun mer mal…

Klick, ein Bild vom Start…
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Bild #1: Waldparkplatz Weinweg an der Neunkircher Höhe.
Nicht gerade viel los hier…

…dann geht´s los, ein paar Meter auf dem Weinweg in den nebelverhangenen Herbstwald, hoch in Richtung Kaiserturm (Markierung: Das gelbe Quadrat des Nibelungenwegs), dann links ab auf der Weg mit der gelben 1…
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Bild #2: Kreuzung am Weinweg

…der in südlicher Richtung steil bergab führt und nach ca. 300 m. am Winterkastener Friedhof den Waldrand erreicht:
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Bild #3: Am Winterkastener Friedhof.
Friedhöfe und Herbststimmung, das passt irgendwie ganz gut, finde ich…

Hier biege ich rechts ab, auf einen Waldweg am Hang, der in einem weiten Bogen um das Gelände der Eleonorenklinik oberhalb von Winterkasten herumführt. Laut meiner Wanderkarte sollte er eigentlich markiert sein, tatsächlich begleitet mich jedoch auch hier die gelbe 1 – da ist offenbar seit 2005 (dem Erscheinungsjahr meiner Karte) die Streckenführung geändert worden.
Muss mir vielleicht irgendwann doch mal ´ne neue Karte besorgen…

Der Weg ist breit und gut in Schuss, allerdings geht´s hier gerade auf den ersten paar hundert Metern wieder ganz schön aufwärts, quer am Hang der Neunkircher Höhe hinauf.
Da komme ich gleich so ein bisschen ins Schwitzen, aber das ist mir eigentlich ganz recht, das wärmt nämlich ein bisschen.
Ein ganzes, langes Stück durch den nebligen, schummrigen Bergwald, dessen wattige Stille nur vom leichten Wispern der fallenden Blätter unterbrochen wird, mal ein bisschen auf, mal ein bisschen ab, während die Strecke langsam aber sicher nach Süden abknickt.
Richtig schön einsam und stimmungsvoll, gefällt mir:

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Bild #4: Dunstumhüllter Felsbrocken am Wegesrand. Wie überall an der Neunkircher Höhe finden sich an den Hängen immer wieder bemooste Findlinge und zackige Felsgruppen, die im dunstigen Halblicht uralalt und geheimnisvoll wirken (sie scharf zu fotografieren ist allerdings gar nicht so einfach, der Nebel und die schlechten Lichtverhältnisse machen meiner armen alten Kamera doch etwas zu schaffen

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Bild #5: An dieser Wegscheide irgendwo im Wald über der Eleonorenklinik windet sich zwei gelbe Schläuche mit der Aufschrift „Trinkwasser“ den Berg hinauf, bis sie sich schließlich irgendwo im Dunst verlieren.
Ist das vielleicht die Wasserversorgung für den Kaiserturm auf dem Berggipfel?

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Bild #6: Blick hinauf in den Nebelwald

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Bild #7: Nachdem die gelbe 1 auf den ersten paar hundert Metern ordentlich geklettert ist, geht´s dann irgendwann auch wieder bergab

Insgesamt folge ich dem Weg knapp 1,3 km, bis ich irgendwann vor/unter mir wieder den Waldrand schimmer sehe. Wenn ich dort rauslaufen würde, würde ich auf den Main-Stromberg-Weg unterhalb der Schleichhöhe kommen – bin ich schon gelaufen, will ich heute nicht, deshalb biege ich hier scharf rechts ab, weg von der gelben 1 auf einen schlechten, unmarkierten Forstweg, der mit einer hammerharten Steigung (Ächz!) den Berg hinauf führt und sich dann irgendwie im Hochwald verliert.
Ist aber kein Problem, der Waldboden ist weich und nicht überwuchert, also schlage ich mich ein kurzes Stück querfeldein durch die Wildnis, bis ich eine eingezäunte Bergweide erreiche…
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Bild #8: Waldrand über der Schleichhöhe

…um die herum ein schlammiges, unmarkiertes Weglein abwärts und südwärts führt. Dem folge ich:
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Bild #9

Hier ist es merklich heller als unter dem immer noch dichten Blätterdach, trotz der dichten Wolkendecke. In den Wiesen unter mir hängen fette, träge Wolkenschwaden, aus den hin und wieder ein tiefer, klagender Ruf ertönt, der so ein bisschen nach sterbenden Dinosaurier klingt (in Wirklichkeit aber wohl von einer lebendigen Kuh stammt… 😀 ), irgendwann kommen schälen sich weit unter mir die Häuser des Winterkastener Oberdorfs aus den dunstigen Wiesenhängen:
IMG_6240Bild #10: Winterkasten im Nebel

250 m. an der Wiese entlang, dann bin ich direkt oberhalb der Schleichhöhe, die zugleich den Pass zwischen dem Winterkastener Hochtal und dem Kolmbacher Tal markiert. Hier stoße ich auf den Main-Stromberg-Weg (rotes Quadrat), der steil aufwärts die Hänge hinauf bis zum Kaiserturm am Gipfel der Neunkircher Höhe führt.
Zum Glück will ich da heute nicht hoch (denn das ist ein extrem happiger Anstieg, das weiss ich, seitdem ich mich vorletzten Sommer da hochgequält habe).
Stattdessen laufe ich ganz kurz rechts und dann gleich wieder links, auf den Kapellenberg-Weg (Ko1), der quer an der Südflanke der Neunkircher Höhe westwärts durch den Wald verläuft:
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Bild #11: Ko1 kurz hinter der Kreuzung mit dem Main-Stromberg-Weg

Aber nur kurz.
Dann geht mir auf, dass ich eigentlich gar nicht durch den Wald laufen möchte, sondern lieber auf dem Parallelweg, der ein 150 m. weiter südlich durch die offenen Wiesen am Pass auf der Schleichhöhe verläuft.
Also bieg´ ich ab, nehme so eine Art Protopfad (vielleicht ist es auch einfach nur etwas weniger überwucherte Wildnis, das ist nicht ganz eindeutig), der den Hang runter bis zum Waldrand führt.
Holprig und abenteuerlich, kein Wunder, dass dieses Waldstück auf der Wanderkarte als „Wilde Heid“ geführt wird.

Am Waldrand…
IMG_6244Bild #12: Waldrand an der Schleichhöhe

…passiere ich eine lange reihe in weisse Plastikfolie gehüllte Strohballen (vgl. Bild #12), ducke mich unter einem nicht-elekrifizierten Stacheldrahtzaun durch (vgl. Bild #12), überquere eine längliche Weide (vgl. Bild #12), an deren Ende ich über einen kleinen Graben Springe (vgl. Bild #12) und erreiche schließlich kurz vor der kleinen Schutzhütte auf der Schleichhöhe (Vgl. Bild #12) den Asphaltweg mit dem gelben Dreieck, der durch die grünen Bergwiesen abwärts führt, links runter nach Winterkasten, rechts runter nach Kolmbach.

Ich folge ihm nach rechts. Gelbes Dreieck nach Osten, Kolmbachwärts:
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Bild #13: HW20 (gelbes Dreieck) nach Osten

Allerdings nur 200 m., bis zur nächsten Abzweigung:
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Bild #14: Abzweigung an der Schleichhöhe. Im Hintergrund kann man bereits die ersten Häuser von Kolmbach unten im Tal erkennen

Hier biegt das gelbe Dreieck links ab und folgt einem hübschen Seitentälchen abwärts bis runter nach Kolmbach.
Aber da will ich heute nicht hin – ist zwar der kürzeste Weg von hier oben bis runter ins Schlierbachtal, aber ich hab´ vorher noch einen netten kleinen Umweg geplant, rüber in den winzigen Weiler Breitenwiesen unterhalb der Knodener Höhe. Den wollte ich eigentlich schon letztes Jahr besuchen, hab´ ihn aber aufgrund eines… äääh… Navigationsfehlers verpasst (sowas kann leicht passieren, so klein wie Breitenwiesen ist).
Will ich heute nachholen, und deshalb verlasse ich hier das gelbe Dreieck und laufe stattdessen geradeaus weiter, auf einem hübschen baumbestanden Weg, der unmarkiert aber dafür praktisch Eben durch die grünen Hangwiesen führt und sich schließlich mit dem Kapellen-Berg-Weg (Ko1, das ist der, den ich vorhin gerade verlassen habe) vereinigt.

Auf dem geht´s nun links, auf einem schmalen Bergrücken über zwei Hochtälern südwestwärts…
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Bild #15: Das ist das Tal rechts des Weges. Führt runter nach Gadernheim und wird auf der anderen Seite durch den Eckberg begrenzt

…am Wäldchen auf dem Kapellenberg vorbei, dann noch ein kurzes Stück quasi ohne Gefälle unter dem weiten, grauen Himmel durch die windigen Bergweiden…
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Bild #16: Am Kapellenberg

An klaren Tagen ist die Aussicht hier von oben zweifellos überwältigend: Der Kapellenberg ist ein Vorberg der Neunkircher Höhe, dessen offene Wiesen hoch oben über der Wasserscheide zwischen zwei Tälern liegen: Nach Westen erstreckt sich das lange, schmale Lautertal bis hin zur Bergstrasse nach Bensheim, wo sich der Odenwald zur Rheinebene öffnet. Nach Süden windet sich das tiefe Schlierbachtal unterhalb von Lindenfels entlang, bis es schließlich ins weite Hügelland des Weschnitztals übergeht, das seinserseits durch die grüne Wand des Tromm-Massivs begrenzt wird.
Und als Bonus gibt´s zwischen diesen beiden Tälern auch noch die mächtige Bergflanke der Knodener Höhe und des Krehbergs, mit einer aparten Mischung aus tiefem Wald, offenen Bergweiden und kleinen Seitentälern.

Heute ist die Aussicht allerdings nicht ganz so prickelnd, die tief hängenden Wolken und der Nebeldunst sind so ein bisschen im Weg.
Hübsch isses aber trotzdem:
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Bild #17: Panoramablick vom Kapellenberg: Halbrechts Gadernheim, links dahinter und etwas höher Raidelbach. Mittig die wolkenverüllte Knodener Höhe, davor/darunter kann man bei genauerem Hinschauen Breitenwiesen erahnen (in direkter Verlängerung des Asphaltweges im Vordergrund).
Weiter links, links von den etwas verwaschenen Büschen erkennt man schemenhaft Seidenbuch am Krehberg, noch weiter links und relativ nah sind ein paar der obersten Häuser von Kolmbach zu erkennen

Direkt danach geht´s dann bergab, mit ordentlichem Gefälle den Hang hinab, gebeutelt von beinahe schon arktisch kalten Windböen, die ungehindert von Südwesten durchs Schlierbachtal bis hier hoch pfeifen:
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Bild #18: Brrr, ganz schön frisch hier…

Nach 800 m. erreiche ich die B47 zwischen Gadernheim und Kolmbach, die ich überquere und an einem hübschen kleinen Fachwerkhäuschen vorbei…
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Bild #19: Häuschen am Kolmbacher Ortseingang

…den HW20 hinauflaufe (das gelbe Dreieck), der mit sanfter Steigung in die weitläufigen Wiesenlandschaft nordöstlich der Knodener Höhe führt:
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Bild #21: HW 20 (gelbes Dreieck) am Schelmenacker

Angenehmes Stück, läuft sich dank geringer Steigungsgrade und dem festen Untergrund reibungslos, auch wenn ich mir gerade hier wieder ein bisschen mehr Sonne wünsche, die die sanft geschwungenen Weiden, stoppeligen Felder und herbstlichen Wäldchen zweifellos noch etwas aufwerten würde.
Aber Sonne ist und bleibt heute leider aus, stattdessen gibt´s aber wenigstens Unmengen von phlegmatischen weissen Kühen, von denen ich im Vorbeilaufen mal schnell einen Schnappschuss anfertige, um das obligatorische und absolut unabdingbare Odenwaldlaufberichtskuhfoto abhaken zu können.
Et voilá:
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Bild #21: Das obligatorische und absolut unabdingbare Odenwaldlaufberichtskufhoto des Tages

1,3 km westwärts, bis an eines dieser aparten kleinen Wäldchen, die hier allenthalben zwischen Feldern und Weiden zu finden sind.
Hier biegt der Asphaltweg nach rechts ab, der HW20 führt jedoch geradeaus weiter, über ein schmales Pfädchen zwischen Wald und Wiese…
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Bild #22: HW20 beim Wäldchen „Im Salztrog“.
Mittig hinter der kleinen Kuppe erkennt man bereits ein bisschen Breitenwiesen, dahinter verschwindet die Knodener Höhe im Nebel

…direkt danach geht´s dann noch ein paar hundert Meter am Rand der dankenswerterweise nur sehr schwach befahrenen K55 von Gadernheim nach Knoden entlang…
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Bild #23: K55/Krehbergstr. kurz vor Breitenwiesen.
Nicht im Bild ist der totgefahrene Marder am Strassenrand, der mir furchtbar leid tut…

…bevor wir (= das Gelbe Dreieck und ich) links von der Kreisstr. abbiegen…
IMG_6284Bild #24: Abzweigung nach Breitenwiesen

…und nach vielleicht 100 m. in Breitenwiesen ankommen:
IMG_6285Bild #25: Breitenwieser Ortsrand

Hedenei, ist das idyllisch!
Breitenwiesen ist wirklich winzig, mehr Weiler als Dorf, eine abgeschiedene Ansammlung von schönen alten Höfen und Scheunen und ein paar neueren Wohnhäusern an einem einzigen, rissigen Dorfsträsschen, überaus pittoresk eine kleine Talmulde geschmiegt, umgeben von Wald und stoppeligen Feldern und sanft geschwungenen Hangwiesen voller Obstbäume, unter denen diverse Nutztiere weiden.
Hier gefällt´s mir selbst ohne Sonne! 🙂

Ich biege links ab und laufe auf dem leicht abschüssigen Ortssträsschen geradewegs durch den Ort hindurch:
IMG_6289Bild #26: Breitenwiesen

Menschen krieg´ ich keine zu Gesicht, dafür hat´s aber ordentlich Hühner, Schafe…
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Bild #27: Vollkommen relaxte Breitenwieser Schafe

…und Pferde:
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Bild #28: Obsthangweide hinter Breitenwiesen

Nicht mal 200 m., dann erreiche ich das Ende der kleine Häuseransammlung…
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Bild #29

…laufe durch ein kurzes offenes Stück, passiere noch eine weitere kleine Häusergruppe, und erreiche kurz darauf das untere Dorfende…
IMG_6293Bild #30: Kurioserwese steht das Dorfschild hier am Ende des Örtchens…

…wo ich einfach weiter geradeaus laufe, durch die abfallende Talmulde dem Schelmenackerweg (Markierung GL1) hinterher.

Ein bisschen abwärts, durch ein Wäldchen, dann links, am Waldrand über einer tiefergelegenen Talwiese entlang, über der Schemenhaft das Dörfchen Seidenbuch unterhalb des Krehbergs aus dem Nebel ragt:
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Bild #31: Seidenbuch

Kommt mir leicht bekannt vor, was wohl daran liegt, dass ich hier letztes Jahr schon mal durchgekommen bin (bei der Tour, bei der ich Breitenwiesen verpasst habe). Schönes Stück, mit einem guten, abschüssigen Weg, sehr angenehm zu laufen.

Nach einem knappen Kilometer macht der Schelmenackerweg eine scharfe Kurve und führt nun durch eine Art Allee aus alten Birken südwärts…
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Bild #32: Schelmenackerweg/GL1 unter dem Eichwäldchen

…am Rand eines weiteren kleinen Bachtals entlang…
IMG_6298Bild #33: Das Glattbachtal, nehme ich mal an…

…bis hinunter nach Glattbach:
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Bild #34: Der nördliche Zipfel von Glattbach

Glattbach ist etwas weniger pastoral als Breitenwiesen, wohl auch weil´s deutlich größer ist. Aber nett ist es auch.
Ich laufe einfach immer weiter abwärts, den Breitenwieser Weg hinunter, dann links die Ortsstr. entlang…
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Bild #35: Obere Ortsstr. in Glattbach

…vorbei an Bauernhöfen, Fachwerkhäusern, dem lokalen Getränke A holmarkt…
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Bild #36: „Getränke A holmarkt“. So steht´s da.
Ist aber womöglich außer Betrieb… 😉

…einem Haus mit durchaus laufrelevanter Inschrift…
IMG_6303Bild #37: „Immer mit der Ruhe“, meint das Haus.
Klingt nicht unvernünftig… 😀

…und dem eigentlichen alten Ortskern…
IMG_6304Bild #38: Untere Ortsstr.

…bis runter an die L3099, die aus dem Schlierbachtal kommend hinauf nach Kolmbach führt.
Von hier aus könnte ich eigentlich vollkommen unkompliziert weiter ins nächste Dörfchen Winkel weiterlaufen: Einfach rechts runter und im Talgrund neben der Landstrasse her, ist nicht weit und geht bergab, überhaupt kein Problem.

Mal abgesehen davon, dass ich dieses Stück schon mal gelaufen bin, letztes Jahr im Sommer.
Deswegen hab´ ich mir für heute auch lieber einen Alternativroute rausgesucht, nämlich den Glattbachweg (S2), der in einem Bogen über die Hänge am nördlichen Talrand nach Winkel führt.

Vorteil: Vollkommen neue Strecke.
Nachteil: „Ou, das sind aber ganz schön viele Höhenlinien da auf der Wanderkarte…“

Zuerst mal lässt sich der Glattbachweg allerdings schön easy an.
Es geht über die L3099 runter zur Bachgasse am unteren Dorfende im Grund des Kolmbachtals:
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Bild #39: Bachgasse

Rechts hat´s hier ein Gehege mit ein paar Ziegen, da muss ich mal kurz anhalten und den Bewohnern Hallo sagen…
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Bild #40: Glattbacher Ziege, etwas zapellig (deswegen gibt´s kein scharfes Bild), ziemlich neugierig und total lieb.
Ich mag Ziegen, die sind wie Schafe, bloß in klug und mit Hörnern!
🙂

…bevor ich unten im Talgrund ankomme und mich durch das kleine Neubaugebiet „Im Schmidtfeld“ an den Aufstieg mache.

Ach. Du. Scheisse.
Das ist so richtig steil hier.
Und zwar so, dass es weh tut.
Die nächsten 600 oder 700 m. aus dem Dorf hinaus und die Hänge hoch können mit einer Durchschnittsteigung von ca. 15% aufwarten.
Das geht in die Beine, in die Lunge, in den Puls.
Aaaaaargl.

Die ersten Serpentinen durchs Neubaugebiet laufe ich noch relativ zügig, wenn auch keuchend. Erst als ich aus dem Dorf raus bin und sehe, dass es in absehbarer Entfernung nicht weniger steil wird, schalte ich lieber mal einen Gang zurück.
Ok, vielleicht sind´s auch zwei Gänge.
Keuch!
Soviel zum Thema „Heute geht´s nur bergab, das ist total bequem…“ 😉

Immerhin, die Aussicht ist überhaupt nicht übel und bietet somit eine willkommene Ausrede, um alle ein, zweihundert Meter mal kurz stehenzubleiben und den Blick schweifen zu lassen:
IMG_6311Bild #41: Blick vom Glattbachweg kurz über Glattbach über… naja, über Glattbach halt, hinüber zur immer noch vernebelten Krehberg

Und dazwischen, da wird halt gejapst, geschwitzt und gelitten, Schritt um schweren Schritt die Steilwand hoch:
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Bild #42: Pffffgaaarghuijuijuiaauaaaa…

Irgendwann bin ich dann oben.
Naja, oder zumindest halb oben – wenn ich wollte, könnte ich auch noch ein gutes Stück weiter aufwärts, bis zur schönen Aussicht an der B47.
Zum Glück muss ich aber nicht, denn einen knappen halben Kilometer nach dem Ende von Glattbach biegt der Weg S2 rechts ab und führt runter nach Winkel.
Genauso steil wie der Aufstieg eben, nur dass es jetzt eben bergab geht.
Weg mit den soeben sauer erkämpften Höhenmetern, wer braucht die schon? 😉

Hier gibt´s auch wieder ein bisschen schöne Aussicht, oder zumindest das, was bei Witterungsverhältnissen wie heute als Aussicht durchgeht.
Zum Beipiel auf Lindenfels, das hoch über dem Schlierbachtal im Nebel thront:
IMG_6314Bild #43: Lindenfels

Und runter ins dunstiggraue Weschnitztal unter tiefen, schweren Wolken:
IMG_6315-16pBild #44: Weschnitztal vom Glattbachweg über Winkel

Ansonsten geht´s abwärts, unter herbstlichen Bäumen durch die Hangwiesen…
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Bild #45: Runter nach Winkel

…vorbei an noch mehr trägen weissen Kühen, von denen ich noch schnell ein Bild schieße, nur für den Fall, dass das erste obligatorische und absolut unverzichtbare Odenwaldlaufberichtskuhfoto von vor Breitenwiesen nichts geworden ist:
IMG_6319Bild #46: Backup-obligatorisches und absolut unverzichtbares Odenwaldlaufberichtskuhfoto

Dann bin ich auch schon wieder unten und laufe in Winkel ein, einem kleinen Dörfchen tief unten im Schlierbachtal unter Lindenfels:
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Bild #47: Nach Winkel rein

Auch hier: Ruhige herbstliche Landidylle. Der wilde Wein an den Wänden der alten Höfe strahlt rot, vor den Hoftoren bieten Tafeln frisch gekelterten Apfelwein feil, es riecht allenthalben so appetitanregend nach Mittagessen, dass ich so langsam aber sicher Hunger kriege.

Glücklicherweise ist es jetzt nicht mehr so weit, von nun an muss ich nur noch ein paar Kilometer dem Schlierbachtal nach Süden folgen um ans Ziel (und damit an den Mittagstisch) zu gelangen, das sollte kein Problem sein.

Runter an die Fürther Str./L3099 und links zum südlichen Dorfende.
Hier verliere ich kurz den Faden, weil der Weg S2 eine etwas ungewöhnliche Wendung nimmt und irgendein Dödel ein Plakat genau so an den Laternenpfahl mit den Markierungen gehängt hat, dass die fast völlig verdeckt sind.
Aber kein Problem, bin ja Profi, folgerichtig entecke ich nach kurzer adleräugiger Suche („Ähhh, dööööh, wohingehtsnjetz?“), dass der S2 hier rechts von der Strasse durch den Garten des Gasthofes „Zum Wiesengrund“ runter an den Schlierbach, den er auf einer kleinen, lauschigen Holzbrücke überquert.
Was der Weg kann, das kann ich schon lange, also überquere ich mit:
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Bild #48: Über den Schlierbach

Dahinter geht´s dann einen netten kleinen Weg durch die Wiesen hoch, der links und rechts von Holzzäunchen begrenzt ist – das sieht irgendwie lustig und ungewohnt aus und gefällt mir total gut:
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Bild #49

Auf dem schmalen, eingezäunten Weg (der womöglich „Gerichtspädche“ genannt wird [die Wanderkarte schweigt sich da aus]) geht´s dann südwärts, neben dem Schlierbach entlang das Tal hinab, erst durch ein paar grüne Weiden, dann hinter einer Häusergruppe leicht aufwärts in ein Wäldchen:
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Bild #50: Gerichtspfädchen

…dort am Rand einer hohen Böschung über dem Schlierbach entlang, dann wieder raus in die Wiesen und hinein nach Schlierbach, das im Talgrund direkt unterhalb von Lindenfels sitzt.

Hier geht´s durch das breitstrassige Neubaugebiet an der Grubenstr. hinunter auf die Hohensteinstr.

Als ich das letzte mal hier vorbeigekommen bin, vor nicht mal zwei Monaten mit Gerd bei der zweiten Etappe vom Nibelungensteig, war´s noch Hochsommer, unkompliziert, strahlend sonnig und schön warm.
Das waren noch Zeiten. Seufz…

Heute ist´s natürlich auch hier eher grau und trüb, aber nichtsdestotrotz weiss Schlierbach zu gefallen.
Ich folge der Hohensteinstr. nach links…
IMG_6327Bild #51: Unteres Ende der Hohensteinerstr., rechts der offen durchs Dorf plätschernde Schlierbach

…und biege dann rechts in die Kirchstr. ein, auf der´s vorbei an Kirche, Friedhof (mit den charakteristischen Stickelgräbern), viel Fachwerk…
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Bild #52: Kirchstr.

…sowie einem schläfrigen Bewohner von Schlierbach…
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Bild #53: Cat On a Cold Mailbox (sehr frei nach Tennessee Williams :D)

durch den alten Ortskern geht, bevor ich kurz vor der Fürther Str. rechts in die Waldstr. einbiege und dem Eichelsweg (S1) am Schlierbachufer…
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Bild #54: Bunter Herbstgarten am Schlierbach

…bis zum südlichen Dorfende folge, wo´s wie gehabt auf dem schmalen, holzbezäunten Gerichtspädche durch die Wiesen und Baumgruppen im Talgrund neben dem Schlierbach geht:
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Bild#55: Gerichtspädche/Eichelsweg (S1) am Ende von Schlierbach

Dieses Mal ist´s wirlich nur ein Katzensprung, nicht mal ein halber Kilometer, dann erreiche ich Eulsbach:
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Bild #56: Ankunft in Eulsbach

Neuland, denn durch Eulsbach bin ich bisher noch nie gelaufen (nur dran vorbeigefahren, und das ist irgendwie nicht so ganz das Selbe… 😉 ).
Wie nicht zu anders erwarten: Nett.
Ganz kleines Dörfchen mit weniger als 200 Einwohnern, ein paar alte Höfe, drumherum neuere Wohnhäuser.
Nett eben.

Ich laufe weiter geradeaus, denn Brunnenweg runter…
IMG_6334Bild #57: Brunnenweg

…bis zur einzigen Richtung Kreuzung im Dorf.
Schnelles Foto rechts den Erlenbacher Weg hoch in die Wiesen, wo Ponys und Gänse weiden…
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Bild #58: „Hey ihr Gänse, geniesst lieber noch ein bisschen den Oktober, bald kommt der Martinstag, und dann ist´s vorbei“…

…dann geradeaus den Eckweg entlang…
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Bild #59: Dorfkreuzung am Eckweg

…bis zum Ende von Eulsbach, wo´s weiter den Gerichtspfad entlanggeht (der heisst übrigens offenbar so, weil er bis runter nach Fürth zum Gericht führt), der ab hier mit dem Marker Eu1 markiert ist und als Faustenbach-Weg in der Wanderkarte geführt wird.

Über dem Bachufer durch ein kleines Wäldchen…
IMG_6339Bild #59: Gerichtspädche/Faustenbachweg (Eu1) hinter Eulsbach

…dann runter an die Landstrasse (L3099), wo mich ein Fußweg neben der Fahrbahn direkt nach Ellenbach bringt, das schon nicht mehr zu Lindenfels gehört, sondern bereits ein Ortsteil von Fürth ist:
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Bild #60: Nördlicher Ortseingang von Ellenbach.
Außerdem: Mehr Gänse

Fast geschafft (gut so, denn wie üblich bin ich natürlich wieder zeitlich etwas im Verzug 😉 )- jetzt muss ich nur noch schnell durch Ellenbach durch bis runter zur Eselsmühle, die am südlichsten Zipfel des Ortes liegt.
Also noch mal einen Gang hochgeschaltet und zum Endspurt angesetzt.

Einziges Problem: Ellenbach ist eines von diesen Dörfern, die endlos lang (oder auch: Ellenlang. Ha!) an einer einzigen Hauptstrasse folgen.
Dazu geht´s dann auch gleich am Anfang noch ein bisschen bergauf (nanu, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber findig wie ich bin erkläre ich den kleinen Buckel spontan zur Grenze zwischen Schlierbach- und Weschnitztal, dann passt´s wieder… 😀 ).

Entsprechend zieht sich Ellenbach…
IMG_6341Bild #62: Schlierbacher Str. in Ellenbach

…und zieht sich…
IMG_6342Bild #63: Weiterhin Schlierbacher Str in Ellenbach…

…und zieht sich:
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Bild #64: …uuuund – immer noch Schlierbacher Str. in Ellenbach

Puuh, das kostet nochmal ganz schön Puste, im Endspurttrott durch das freundliche Dörfchen zu jagen.

Insgesamt sind´s nochmal fast 1,2 km, bevor ich schließlich das südliche Ortsende passiere, an der Landstrasse um eine letzte Kurve renne, und dann endlich am Ziel ankomme:
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Bild #65: Eselsmühle zwischen Ellenbach und Fürth

Aber immerhin hat sich die Anstrengung gelohnt, denn die Eselmühle stellt sich als überaus apartes Ausflugsokal heraus (wurde letztes Jahr sogar zum besten Ausflugslokal Hessens gekürt, wie das Schild an der Einfahrt stolz verkündet), das sowohl beim Ambiente des gemütlichen Gastraums als auch bei der Speisekarte mit einer äußerst gelungenen Mischung aus odenwälder Rustikalität und asiatisch angehauchter Exotik punktet.
Mir ist nach dem tristen Wetter im Odenwald heute mal mehr nach Exotik, deswegen verzichte ich ausnahmsweise auf das althergebrachte Kochkässchnitzel und probiere die Hühnerbrust in Kokosnuss-Curry-Zitronengras-Kurkuma-Kemirinuß-Tamarinden-Cremesauce:
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Bild #66: Mmmmmh!
Totaaal lecker!!!

So. Das war doch eigentlich ein richtig netter Wochenabschluss nach Maß, der selbst durch das trübe Wetter nicht wirklich in Mitleidenschaft gezogen worden ist (obwohl sowohl mir als auch der Kamera ein bisschen mehr Sonnenschein und blauer Himmel sicher ganz gut getan hätten).
Ist aber auch kein Wunder, wenn man durch eine der schönsten Ecken des Odenwalds läuft (und dann quasi auch nur bergab… 😉 ) und am Ende was richtig Gutes in den Magen kriegt, dann kann man auch mal ausnahmsweise ein bisschen über die doofe Herbstgräue hinwegsehen… 🙂

Strecke: 15,1 km
Zeit: Nicht genommen
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 92,38% (13,95 km von 15,1 km)
Karte:
Neunkircher Hohe - Ellenbach

M.

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11 Antworten to “Vom hohen Berg ins tiefe Tal: Neunkircher Höhe – Ellenbach mit Fotos (15,1 km)”

  1. Hannes Says:

    Eine schöne Tour. Da sind richtig schöne Wege dabei, diese kleinen, schmalen, im Wald, auf der Brücke – herrlich.

    Und auch wenn du es mit blauem Himmel schöner gefunden hättest – gerade im Wald finde ich so ein nebliges Wetter eigentlich viel idyllischer – und das hat die Kamera auch ganz gut eingefangen.

    • matbs Says:

      Ja, die Wege dahinten sind wirklich schön.
      Aber das ist ja fast überall im Odenwald so, da muss man sich schon etwas Mühe geben, um was richtig Hässliches zu finden… 😉

      Und was den Nebel angeht, ja, der ist schon nett. Aber davon wird´s im Verlauf des Herbstes eh noch genug geben.
      Strahlendbunten rotelbgoldenen Herbstwald im vollen Sonnenlicht hingegen, den gibt´s nur in einem schmalen Zeitfenster von zwei oder allerhöchstens drei Wochen.
      Da tut´s mir dann schon ein bisschen um jeden Lauf leid, bei dem das Herbstlaub nicht voll zur Geltung kommt.

  2. Kümmel Says:

    Na dann hast du ja mal so richtig schön die Grenzen des Weschnitztals ausgelotet. Breitenwiesen gehört nämlich noch dazu 😉
    Und um mal wieder meine Definition zu wiederholen: Es gibt letztlich keine Grenze Schlierbach-/Weschnitztal, weil das Schlierbachtal ein Teil des Weschnitztals ist und dort wo es das Schlierbachtal gibt, es somit auch das Weschnitztal gibt, nur eben etwas spezifizierter.

    Übrigens ist das mit Faustenbach so ein kleines Ärgernis. Obwohl diese Mini-Häuseransammlung praktisch noch weniger existent ist wie Breitenwiesen, gehört es grundsätzlich mit zur Stadt Lindenfels, ist aber insoweit geteilt, dass dort auch die Fürther Postleitzahl 64658 gilt. Praktisch überall wo man irgendwelche Postleitzahlen eingeben soll, wird man bei Eingabe 64658 danach gefragt, ob man Fürth oder Faustenbach meint (bzw. Faustenbach oder Fürth, weil Fa vor Fü gelistet wird).

    Wenn du übrigens beim erreichen der L3099 zwischen Eulsbach und Ellenbach mal ein paar Meter zurück Richtung Eulsbach gegangen wärst, hättest du auch einen interessanten Brückenneubau sehen und ablichten können. Zur Erneuerung der Straßenbrücke über den Schlierbach würde extra eine kleine einspurige Umgehungsstraße geteert.

    Und man muss sich auch gar nicht über steile Höhenmeter beschweren, wenn man zwar weit oberhalb seines Zielpunktes startet, dafür aber zwischendurch mal wieder ein ordentliches Stück zurück Richtung Ausgangspunkt läuft. Da ist es irgendwie logisch, dass es bergauf geht 😉

  3. matbs Says:

    Nee, nee, nee, deine Definition vom Weschnitztal passt auch bei regelmäßiger Wiederholung nicht besser… 😉

    Breitenwiesen liegt natürlich nicht im Weschnitztal. Ganz abgesehen davon, dass es ja zu Lautertal gehört (und dank der Strasse nach Gadernheim auch dorthin orientiert ist) wäre es überhaupt ein Teil vom Tal des Glattbachs.

    Das wiederum ein Teil des Kolmbachtals wäre, wenn´s nicht eigenständig ist.

    Das wiederum ein Teil des Schlierbachtals wäre, wenn´s nicht eigentständig ist.

    Und erst dann käme das Weschnitztal, aber wenn wir schon so viele Schritte machen, um die eigenen Täler aufzulösen und an die jeweils nächstgrößeren zwangsanzuschließen, dann müssten wir auch den letzten Schritt gehen und das Weschnitztal als nicht existent erklären, denn schließlich gehört es eindeutig zum Rheintal.
    Obwohl´s das Rheintal ja eigentlich gar nicht gibt, denn das gehört schließlich streng genommen jau auch zum nächstgrößeren Tal samt Gewässer, in das der Rhein fliesst.
    Das wäre dann also die Nordsee.
    Und das würde wiederum bedeuten, das Breitenwiesen in letzter Konsequenz an der Nordsee liegt.
    Q.E.D. und 😆

    Aber das will ja niemand, oder? 😉 😀

    Die Behelfsbrücke an der L3099 hab´ ich auf der Rückfahrt gesehen. Sieht schon etwas schräg aus, aber solange man gut rüberkommt…
    Nerviger war da schon die vollgesperrte B47 vor Lindenfels und der Kerbeumzug in Winterkasten, durch den man nicht wieder auf kürzestem Wege zur Neunkircher Höhe hochkam, sondern gewaltige Umwege fahren musste…

    Über die steilen Höhenmeter muss man sich vielleicht nicht beschweren, aber man kann.
    😀
    Und so eine Gelegenheit lass´ ich mir doch nicht entgehen… 😉

  4. Evchen Says:

    Also, ein Pffffgaaarghuijuijuiaauaaaa hät ich jetzt auch gern.
    Und im/auf`m Schelmenacker will ich auch mal laufen, wahail paßt gut zu meinem Gemüt, von wegen Schelm und so, jaja.

    Und das Gerichtspädche finde ich auch obercool! Wahrscheinlich würde ich mich die ganze Strecke über wundern und freuen, daß es so etwas gibt und in mich reinschmunzeln-tu ich ja jetzt schon. 🙂

    Eine schöne Tour und tolle Bilder/BackUps. ;-)Dangascheen!

    Wenn Du wählen dürftest, würdest Du lieber in der stadt oder auf`m Land als Breitenwiesen wohnen?

  5. matbs Says:

    Bittschön!

    Und Geduld, du kriegst schon noch deine Pffffgaaarghuijuijuiaauaaaas. 🙂

    Wenn ich wählen müsste/dürfte/könnte würde ich das Land vorziehen, oder zumindest die stadträndigen Vororte mit Naturanschluss.
    Innenstädte sind zum Besuchen ganz nett, aber zum leben…? Nur, wenn sich´s nicht vermeiden lässt (interessanterweise habe ich einige Freunde, die echte Stadtkinder sind, und die es sich absolut nicht vorstellen können, jemals außerhalb der Innenstädte zu leben. Ist wohl auch eine Frage der Sozialisierung).

    Auerdem finde ich die Provinz unheimlich spannend, gerade die etwas „vergesseneren“ Ecken des Landes außerhalb der großen Zentren, mit ihren irgendwie noch etwas „echteren“ Menschen, ihren kulturellen und naturräumlichen Eigenarten, ihren Traditionen und ihrer Geschichte und Geschichten, das fasziniert mich ungemein.

    Im Herzen bin ich wohl ein Landei (oder zumindest ein Ballungsraumrandei, denn hier unten zwischen Rhein-Main und Rhein-Neckar ist´s ja weder in die Natur noch in die Großstädte wirklich weit, das ist so ein bisschen „best of both worlds“)… 😀

  6. Christian Says:

    Hallo Matthias,

    so kann ein „Bergablauf“ täuschen, wollte schon schreiben, dass das ganz schön easy und langweilig ist, immer nur runter zu laufen, aber zu Deiner Ehrenrettung gab es ja dann doch noch einen kleinen Anstieg 😉
    Liest sich mal wieder ganz prima und vor allem die Bilder sind sehr hübsch.

    Salut

    • matbs Says:

      Och du, soo wenig Höhenmeter waren das am Ende gar nicht, mit allen Zwischenanstieg bin ich immerhin über 300 m. hochgerannt (demgegenüber stehen allerdings über 650 m., die ich runter gerannt bin… 😀 ).

      Die Bilder wären glaube ich noch hübscher mit mehr Sonne.
      Ich will mehr Sonne.
      Und zwar seit vorgestern!!!!
      🙂


  7. […] Den eigentlichen Fußweg, das hübsche Gerichtspfädchen durch die Weiden, hab´ ich ja schon vor einem Monat abgelaufen (damals mit Foto, obwohl das Wetter viel schlechter war. Grrr!), deswegen will ich´s heute mal mit […]


  8. […] das Waldstück hinter dem Köppel, dann die lange Gerade am Waldrand über dem Weiler Breitenwiesen entlang, der sich unterhalb der K55 in eine kleine Talmulde duckt, schließlich die Kreuzung über Raidelbach, an der ich links auf die geschwungene K210 einbiege, […]


  9. […] letzte Mal bin ich hier vor einem halben Jahr vorbeigekommen an einem trüben, kühlen Oktobertag, an dem alles ein bisschen grau und gedämpft war. Heute hingegen erstrahlt der Odenwald in […]


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