Mit dem Foto vom Rheinufer ins rheinhessische Hinterland: Nierstein – Schwabsburg – Lörzweiler (17,5 km)

25. November 2009

Jetzt hat´s mich auch mal erwischt.

Computerkollaps, und plötzlich ist ganz viel Zeug nicht mehr da!
Zum Beispiel fast alle Lauffotos, die ich im letzten halben Jahr gemacht habe.
Oder meine Google-Earth-Streckenplan-JPEGs aus diesem Zeitraum.
Und noch Einiges mehr.

Futsch. Weg. Für immer verloren.

Und dabei wäre der ganze Mist leicht vermeidbar gewesen, wenn´s nicht noch einen dämlichen interpersonalen Kommunikationsglitch dazu gegeben hätte…
(und nein, jetzt bitte keine Tipps, wie man vielleicht doch noch irgendwas retten kann – glaubt mir, da geht mit vertretbaren Aufwand nix mehr).

Gut, es gibt Backups von vielem älteren Kram (aber keine ganz frischen – warum fällt einem das immer erst zu spät ein???), und die verlorenen Daten sind größtenteils nicht essentiell wichtig, aber trotzdem hat mich die ganze S%*#@ ziemlich sauer gemacht.
So ein schwelender Klumpen aus eiskaltem, unterdrücktem Ärger in der Magengrube, der einem den ganzen Tag versaut, wenn man nicht aufpasst…

Eigentlich hab´ ich da wenig Lust aufs Laufen.

Aber aber andererseits – heute ist kein Tag zum versauen lassen:
Die schräge Herbstonne scheint aus einem sattblauen Himmel, es ist mild und relativ windstill, die Luft riecht frisch und angenehm.

Also mach ich mich dann doch auf.
Trotzdem.
Oder besser gesagt: Erst recht.
Ich hab´ da diese besonders spannende Tour, von Nierstein nach Rheinhessen rein, die wollte ich eigentlich für einen besonders guten Tag aufheben.
Der ist heute zwar definitiv nicht, aber vielleicht bringt sie mich ja auf andere Gedanken und vertreibt den Ärgerklumpen.

Also lass´ ich das Mittagessen und die Computeraufräumarbeiten erstmal ausfallen und fahr stattdessen rüber zum Rhein.
Den Foto nehm´ ich auch mit, von wegen interessante Strecke und tolles Wetter.
Außerdem hab´ ich ja gerade viele Hundert Bilder verloren, da fängt man besser gleich an, neue zu machen…

Unterwegs verfahr´ ich mich erstmal ein bisschen.
Nicht weil ich den Weg nicht kenne, sondern weil ich mit zähneknirschendem Hadern beschäftigt bin. Wahrscheinlich kommen dabei kleine Dampfwölkchen aus meinen Ohren…

Aber schließlich komm´ ich doch in Kornsand an. Hier bin ich ja erst letzte Woche durchgelaufen, heute setze ich hier über – mit der Fähre rüber nach Nierstein am anderen Ufer des Rheins.

Für Fähren hab´ ich ein Händchen.
Irgendwie schaff´ ich es immer, so bei ihnen anzukommen, dass ich nicht lange warten muss. Das ist heute nicht anders – als ich vom Parkplatz am Kornsander Kieswerk runter zur Anlegestelle trabe, wartet sie bereits, halb gefüllt, bereit zum Aufbruch:

Bild #1: Fährschiff „Landskrone“ an der Anlegestelle in Kornsand

Runter aufs Hauptdeck, dem freundlichen dunkelhäutigen Herrn mit der Bauchladenkasse meinen Euro Überfahrtsobulus bezahlt (und gleich noch mal abgecheckt, ob der zweite Euro für die Rückfahrt auch wirklich dabei und sicher verstaut ist…), dann sticht die Landskrone auch schon in See. Bzw. in Fluss.

Die Überfahrt dauert nicht lang. Weniger als fünf Minuten.
Aber es reicht, um den Ärger in meiner Magengrube wegschmelzen zu lassen bis nichts mehr davon übrig ist.
Ist einfach zu schön hier draußen – das breite, silbrige Band des Rheins, auf dessen Oberfläche sich die blendendhelle Sonne spiegelt während langsam träge Lastkähne mit holländischen Namen vorbeischippern. Die steife Brise, eisigfrisch über dem Wasser, mit einem aromatischen Geschmack von Weite und Jahresende. Die Lichten Uferwälder vor Oppenheim und die steilen Weinhänge über Nierstein, rostrot leuchtend im schrägen Herbstlicht.
Und dazu dieses Gefühl von „Nicht-Alltag“, von Abenteuer, das sich bei mir immer einstellt, wenn ich mit dem Schiff auf die etwas fremdere linke Rheinseite übersetze.
Das ist wie ein langes, wohliges Durchatmen, auf einmal sind Ärger und Anspannung weg, stattdessen freu´ ich mich einfach nur noch drauf, an so einem wunderbaren Tag mittenrein ins Unbekannte laufen zu können… 😀


Bild #2: Auf der Fähre


Bild #3: An der Bugklappe, Kurs Westsüdwest


Bild #4: Blick Flussaufwärts, links das Kornsander Kieswerk auf der hessischen Seite, geradeaus die dichten Auwälder in der Oppenheimer Rheinschleife am Rheinland-Pfälzer Ufer


Bild #5: Blick Flussabwärts, über den Rhein auf Nierstein, das am Ausgang eines breiten, flachen Tals unter sonnigen Weinbergen am Ufer sitzt. Auf der Anhöhe kann man den Warteturm erkennen, rechts davon den abwärts führenden Rheinhöhenweg am Fockenberg – da werd´ ich später noch vorbeikommen…

Am Niersteiner Ufer kann ich´s kaum abwarten, bis die Fähre angelegt hat, die dicken Poller der Bugklappe sich sicher in die Löcher der Anlegerampe versenkt haben und die weissrote Schranke am Schiffsende aufgeht.
Noch ein letzter Blick zurück über den Rhein…

Bild #6

…dann geht´s los, neben den losfahrenden Autos die steile Rampe hinauf in den südlichsten Zipfel von Nierstein am Rhein.

Hier bin ich schon ein Mal durchgekommen, vor mehr als einem halben Jahr bei meiner grandiosen Tour vom Rheinufer über Oppenheim – damals bin ich vom Paterberg runter durch den Ort zum Streckenziel an der Fähre gerannt, heute laufe ich in die andere Richtung, nach Nierstein rein.

Ein kurzes Stück auf dem Bürgersteig neben der Rheinallee/B9 nordwärts, dann halblinks in die Wörrstädter Str. und über den Bahnübergang am Ortsrand unter dem Paterberg:

Bild #7: Banhübergang in der Wörrstädter Str.
Beim letzten Mal bin ich hier genau so angekommen, dass sich Schranken gerade geöffnet haben, als ich da war. Und heute – wieder.
Offenbar hab´ ich nicht nur ein Händchen für Fähren… 😉

Hinter den Gleisen noch ein kurzes Stück die Wörrstädter Str. hoch, vorbei an Wohnhäusern und einer sonnigen Sportanlage…

Bild #8: Blick über den Tennisplatz an der Wörrstädter Str. hinweg zu den Weinhängen nördlich des Ortes.

…und schließlich bei der ersten Gelegenheit rechts, den Paterweg runter in Richtung Ortsmitte.

Dieser Teil von Nierstein ist weder so richtig neu noch so richtig alt, die meist zweistöckigen Häuser stehen dicht an dicht, ohne trennende Gärten oder größere Höfe direkt am schmalen Bürgersteig, zwischen ihnen ist es schattig und kühl, denn obwohl es gerade mal halb Drei ist, steht die Herbstsonne bereits so schräg, dass sie nur durch die schmalen Lücken zwischen den Gebäuden bis hinunter auf die Strasse reicht (dort malt sie allerdings eckige, blenden helle Muster auf den grauen Asphalt, das ist richtig schön).

Am Ende des Paterwegs weiter geradeaus, über den gewundenen Pestalozziplatz an einem prächtigen alten Schulgebäude vorbei, dessen rötliche backsteinfassade warm im Herbstlicht leuchtet…

Bild #9: Grundschule Nierstein

…und schließlich dann links, die gaaaanz leicht ansteigende Ernst-Ludwig-Str. hoch.

Die ist noch ungefähr 300 m. lang und geht dann in die Roßbergstr. über, der ich ebenfalls weiter geradeaus und minimalst aufwärts folge.
Rechts zieht ein leicht avantgardistischer Rundbau vorbei…

Bild #10: Ist wohl die „Rundsporthalle“ der örtlichen Realschule

…kurz darauf gibt´s nochmal einen schönen Blick nach rechts durch die Fäulingstr. auf den oberen Teil der Niersteiner Altstadt und die dahinterliegenden sonnenbeschienenen Weinlagen…

Bild #11: Da oben auf dem Hügelrücken, das ist wieder der Turm der Niersteiner Warte hoch über dem Ort.
Auf den freu´ ich mich schon!

…und schließlich laufe ich in ein quitschig-neues Neubaugebiet am westlichen Ende von Nierstein ein:

Bild #12: An der Magdeburger Str.
Normalerweise bin ich ja kein besonders großer Freund von aseptisch-kahlen Fertighaus-Batterien auf der grünen Wiese, die so frisch sind, dass es noch nicht mal Gärten drumrum gibt – aber heute, in diesem wunderbar schweren, warmen Herbstlicht, ist selbst das irgendwie ganz hübsch…

Hier versagt mein Plänchen so ein bisschen – die Strassen und Häuser sind so neu, dass sie dort noch nicht auftauchen. Ist aber kein Problem, ich weiss ja, in welche Richtung ich will, also probier´ ich´s einfach mal auf dem frisch gepflasterten Müller-Thurgau-Weg (daran erkennt man Neubausiedlungen übrigens sehr gut – die Strassennamen haben alle ein Thema. Hier zum Beispiel: Rebsorten), der sich tatsächlich genau dorthin windet, wo ich hinwill, nämlich zu den Weinlagen am westlichen Ortsrand…

Bild #13: „Dann bis nachher, Nierstein

… durch die ein gekiester Weg raus aus Nierstein runter in die flache Mulde des Flügelsbach-Tals führt:

Bild #14: Richtung: Südwest. Genau der strahlenden Sonne entgegen!

Nett hier unten, der Weg führt durch eine aparte Mischung aus Wiesen, Weiden und etwas verwildert wirkenden Kleingärten bis ans Ufer des Flügelsbachs…

Bild #15: Am Flügelsbach zwischen Nierstein und Schwabsburg

…dem ich ein kurzes Stück nach Südwesten folge, ganz langsam und entspannt in der herrlichen Sonne, während rechts die ersten Häuser des Dörfchens Schwabsburg unterhalb der bunten Weinhänge in Sicht kommen.

Nach 200 m. geht´s auf einer kleinen Brücke über den Flügelsbach…

Bild #16: Brücke am Flügelsbach, im Hintergrund erkennt man die Kirche im Schwabsburger Dorfkern und den blockigen Bergfried von Schloss Schwabsburg, der offenbar gerade renoviert wird

…und dann schmalen Froschmühlweg hinauf, der durch sattgrüne Pferdeweiden nach Schwabsburg hinein führt:

Bild #17: Froschmühlweg

Weit rein nach Schwabsburg komme ich allerdings erstmal nicht. Direkt nach den ersten Häusern geht links schmaler Weg am Ortsrand entlang. Der ist weder auf meinem Plänchen noch auf dem auf der Rückseite ausgedruckten Ortsplan verzeichnet, aber er sieht irgendwie interessant und reizvoll aus:

Bild #18: Der interessante und reizvolle Weg am Ortsrand von Schwabsburg

Den nehm ich!

Ein kleines Stück westwärts, auf Herbstlaub und etwas schlammigen Untergrund zwischen mehr sonnigen Kleingärten hindurch, hinter denen Schwabsburg (das Dorf) und Schwabsburg (die Burg) bereits ganz nahe sind:

Bild #18: Die Schwabsburg über Schwabsburg.
Oder alternativ: Schwabsburg unter der Schwabsburg. 😉

150 m. (und einen großen schwarzen Hund, der unangeleint und schlafend mitten auf dem Weg liegt und sich nicht die Bohne interessiert, während sein Frauchen mit einer lokalen Kleingartenbesitzerin plauscht) später geht rechts ein Trampelpfädchen ab, das mich zwischen den Zäunen und neben einer schmalen trockenen Rinne…

Bild #19: Trampelpfädchen ins Dorf

…direkt in Jahnstr. im schwabsburger Dorfkern führt.

Schwabsburg ist nett.
Ein kleines, altes Weindorf mit engen, alten Gassen an denen sich schmale, alte Häusern aus grobem Stein drängen, die oberen Stockwerke von hellem Herbstlich angestrahlt, die Parterres in den langen Mittagsschatten:

Bild #20: Helles Licht, tiefe Schatten und wilder Wein auf alten Mauern. Das gefällt mir.

Ich folge der Jahnstr. kurz nach rechts, in Richtung der schönen, neogotischen Dorfkirche

Bild #21: Evangelische Kirche Schwabsburg

…mache ich eine messerscharfe Rechtskurve in die Hauptstr., wo ich nach wenigen Metern auf eine winzige Quergasse zwischen den Häusern namens „Schlossreil“ stoße,…

Bild #22

…die so klein und eng ist, dass sie wieder mal nicht im Ortsplan auftaucht. Aber sie geht weiter aufwärts, und ihr Name lässt ja schon irgendwie vermuten, dass sie in die richtige Richtung führt (nämlich zum Schloss), also nehm´ ich sie:

Bild #23: Der/die/das Schlossreil.
Nichts für Menschen mit einem zu breiten Kreuz… 😀

Ist nicht lang, vielleicht 40 leicht klaustrophobische Meter, dann komm´ ich auf der nächsthöheren Quergasse, der Schloßstr., raus.
Hier geht´s rechts (auch wenn ich erstmal links laufe und dann umdrehen muss – gar nicht so einfach, bei diesen ganzen unkartographierten Schleichwegen den Überblick zu behalten) zum Ortsrand am Hang, dann scharf links auf den Burgweg, und auf dem dann die letzten 200 m. aufwärts, mit überraschend geringer Steigung über den letzten Häusern des Dorfes den Hang hoch, hinauf auf den weit herausragenden Hügelsporn über dem Ort, auf dem Schloss Schwabsburg steht:

Bild #24: Schwabsburg von unten

Richtig schön hier. So wirklich hoch oben ist man hier zwar nicht, nur ein paar Meter über den Dächern des Dorfes, aber trotzdem gibt´s einen wunderbaren Blick über das Tal des Flügelsbachs hinweg runter nach Nierstein:

Bild #25: Aussicht von der kleinen Terasse unterhalb der Schwabsburg. Links im Vordergrund der Burgweg, den ich gerade hochgekommen bin.
Ganz rechts der Turm der schwabsburger Kirche, dann die Dächer des Dorfes, mittig links im Hintergrund die Häuser von Nierstein, rechts dahinter der Paterberg, hinter dem es runter zur Burg Landskron und nach Oppenheim geht.


Bild #26: Und noch mal die Kirche und der Schwabsburger Dorfkern en Détail

Von hier aus geht´s dann noch ein paar Stufen neben der Mauer hoch, dann bin ich oben, auf dem eigentliche Gelände von Schloss Schwabsburg, am Fuß des mächtigen Bergfrieds.

Zugegeben: Ist nicht unbedingt die beeindruckendste Burg in Rheinland-Pfalz, eigentlich sind nur noch ein paar Mauerreste um den zentralen Hof auf dem Hügeblvorsprung übrig, und natürlich der massige Zentralturm aus uraltem gelblichen Stein – aber von dem erkennt man nicht allzuviel, so gut ist er unter dem Baugerüst der Renovierungsarbeiten versteckt:

Bild #27:Verhüllter Bergfried der Schwabsburg von Nordosten…


Bild #28: …und von Südwesten.

Trotzdem ist es richtig schön hier oben, unter dem strahlendblauen Himmel, in den warmen, hellen Strahlen der Nachmittagssonne, mit
dem großartigen Ausblick über die Umgebung – wunderbar!

Bild #29: Nochmal der herrliche Panoramablick nach Süden und Osten, dieses Mal von der Terasse am Fuß des Bergfrieds

Zumal ich mit dem Erlaufen der Burg auch sowas wie ein mir selbst gegebenes Versprechen eingelöst habe – als ich vor über einem halben Jahr von Oppenheim aus über den Paterberg gelaufen bin, hab´ ich Schwabsburg ja zum ersten Mal aus der Ferne gesehen und beschlossen, da irgendwann mal vorbeilaufen zu wollen.
Das sah seinerzeit übrigens so aus:

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Bild #XY: Der Niersteiner Ortsteil Schwabsburg samt blockigem Bergfried der alten Burgruine. Da es immer noch so gut lief, überlegte ich kurz, ob ich noch einen Abstecher dorthin machen sollte, entschied mich aber dann doch dagegen. Ein andermal…

Beschluss umgesetzt, Matthias hochzufrieden! 😀

Ich verweile ein paar Minuten auf der Schwabsburg, genieße die Wärme und den Ausblick, dann drücke ich mich an den Bauzäunen vorbei und mach mich wieder auf den Weg.
Da die Schwabsburg auf einem Hügelsporn liegt, geht´s an drei Seiten runter ins Tal – aber das will ich ja nicht, also nehme ich die vierte Richtung und folge einem schmalen Fußweg über den Hügelgrat nordöstlich der Burg:

Bild #30: Den Hügelgrat entlang

Der Weg führt weiter sanft aufwärts, am Hang des idyllischen Seitentals nördlich des Burgsporns durch wunderschöne Rebenhänge, denen das schwere, satte Licht der schrägen Nachmittagssone einen warmen, rötlichen Schimmer verleiht, der den perfekten Kontrapunkt zum ultramarinblauen Himmel darstellt

Erst aufwärts über eine kleine Kuppe…

Bild #31

…dann leicht links auf den geschwungenen Schnappenberger Weg…

Bild #32

…der unter schier endlosen Rebenreihen…

Bild #33

…und über dem kleinen Seitental nördlich des Burgsporns…

Bild #34

…weiter sanft bergauf führt…

Bild #35

…bis er schließlich ca. 650 m. nach der Schwabsburg an einer Kreuzung auf der Plateauhöhe ankommt.

Hier laufe ich links, nordwärts, hinein in die Weiten des Hügellandes.

Bisher habe ich mich ja unten bewegt, im und am Tal, da wo in Rheinhessen das Wasser fließt und die Strassen laufen, da wo die Dörfer und Städtchen liegen.
Nun bin ich oben, auf einem dieser gewaltigen, ausgedehnten offenen Hügelrücken, wo es vermeintlich nichts gibt, keine Bäche, keine Strassen, keine Dörfer, keine Häuser mehr.

Nordwärts, irgendwie durch die leuchtenden Rebenreihen…

Bild #36

…die sich links und rechts scheinbar bis in die Undendlichkeit ziehen:

Bild #37

Die Wege sind hier nicht für Radfahrer oder für Spaziergänger gedacht, sondern für Traktoren. Sie haben keine Markierungen, keine Namen, oftmals sind es nur Grasstreifen zwischen den Feldern und Weinbergen, schlammig, uneben, zerfurcht.

Ruhig ist es hier oben. Nur manchmal ertönt der klagende Schrei eines Bussards oder das käckernde Krächzen eines unsichtbaren Fasans, ansonsten höre ich nur den Wind, meinen Atem, meine Schritte auf dem weichen Untergrund.

Die Stimmung ist herrlich. Aus dem blauen gewaltigen, rheinhessichen Himmel strahlt die Schräge sonne herab, ihr Licht ist so intensiv und träge, dass es sich wie ein Film über die Landschaft legt und alles in einem warmen, rostroten Glanz erstrahlen lässt.

Und vor mir, neben mir, hinter mir: Rheinhessen.
Hügel um Hügel um Hügel, oft mit schlanken, schimmernden Windrädern gekrönt. Dazwischen weite, flache Täler in deren Mulden und Hänge sich kleine Dörfer ducken. Irgendwo vor mir muss Mainz liegen, ich glaube ein paar der seiner Hochhäuser wahrzunehmen, am Horizont dahinter zeichnet sich klar eine hohe Bergkette ab – Der Taunus, ich erkenne die Hohe Wurzel hinter Wiesbaden, deren winziger Funkturm hell in der Sonne herüberstrahlt.

Und mittendrin laufe ich, allein mit Licht und Stille und Weite und Einsamkeit.
Das ist unberschreiblich schön.


Bild #38: Rheinhessen ist Weite.

Geradewegs durch die Weinlagen auf der Silberkaute, während weit vor mir hinter dem nächsten Hügel bereits mein nächstes Ziel, das Dörfchen Lörzweiler in Sicht kommt:

Bild #39: Mittig-rechts liegt Lörzweiler, links und etwas weiter hinten Gau-Bischofsheim, hinter dem bereits die Mainzer Stadtgrenze verläuft. Im Hintergrund: Der Taunus, jenseits des großen Rheinbogens

Nach 800 m. geht´s ein Stück links, dann rechts auf einem rissigen Asphaltweg mit sanftem Gefälle hinunter in die nächste breite, flache Taldelle…

Bild #40: Gaanz leicht abwärts

…dort ein kurzes Stück im Talgrund nach Südwesten…

Bild #41: Das Tal heisst möglicherweise „Domtal“, zumindest nennt sich der Golfplatz, der ein paar hundert Meter weiter westlich liegt, so…

…und schließlich an der anderen Talseite mit ebenso sanfter Steigung wieder aufwärts auf den nächsten Hügelrücken:

Bild #42: Andere Talseite

Auf halber Höhe nochmal ein kurzer Blick zurück…

Bild #43: Domtal (falls es denn so heisst…)


Bild #44: Hey, da hinten ist ja auch wieder die Niersteiner Warte. Sieht gar nicht so weit aus…

…dann geht´s hinauf auf den nächsten Hügelrücken.
Hier ist erstmal Schluss mit Wein, die langen, geraden Rebenreihen werden durch weites, offenes Ackerland ersetzt, das sich bis hinüber nach Lörzweiler erstreckt:

Bild #45: Lörzweiler, schon ein ganzes Stück näher

Die großartige Weite bleibt jedoch, genauso wie das schräge, fette, rote Nachmittagslicht, das so wunderschön und angenehm über dem Land liegt.
Allerdings ist es hier ein ganz klein bisschen weniger einsam, obgleich die wenigen anderen Wesen hier draußen…


Bild #46: …wie zum Beispiel diese Rehe, die vor mir mit langen Sätzen in Richtung Golfplatz fliehen, obwohl ich noch mehrere hundert Meter entfernt bin…


Bild #47: …oder dieser Traktorfahrer, der mit seinem Gerät jenseits des riesigen Ackers einsam seine Bahnen zieht…


Bild #48: …oder der Spaziergänger mit Hund am rechten Bildrand, bei dem man schon sehr genau hinschauen muss, um ihn überhaupt zu entdecken…

…sich in der Weite regelrecht verlieren.

Ich eiere nich ein bisschen unzielstrebig durch die Felder, bevor ich schließlich auf einen asphaltierten Landwirtschaftsweg stoße, der geradewegs nach Lörzweiler zu führen scheint:

Bild #49: Follow the muddy tar road…

Immer noch ein ordentliches Stück, nochmal lange im Sonnenlicht durch die Äcker, dann geht´s zwischen den ersten Scheunen und Pferdeweiden hindurch…

Bild #50: Asphaltierter Weg kurz vor Lörzweiler

…kurz darauf passiere ich die ersten Häuser des Ortes…

Bild #51: …sowie so eine Art Mauer aus Strohballen…

…und erreiche schließlich den südwestlichen Ortseingang an der Mommenheimer Str./L434:

Bild #52: Ortseingang


Bild #53: Dasselbe Schild, aus der entgegengesetzten Richtung. Hübsch dank Gegenlicht!

So. Jetzt bin ich also in Lörzweiler.
Für mich ist das hier sowas wie das Ende der bekannten Welt – hier war ich wirklich noch nie zuvor in meinem Leben, nicht mit dem Auto, nicht mit dem Rad, nicht zu Fuß.
Alles was ich von dieser Gegend kenne habe ich gerade eben erst entdeckt – und jenseits von Lörzweiler, da beginnt das Unbekannte.
Fühlt sich so ein bisschen an, als wäre ich geradewegs ins dunkle Herz eines fremden Kontinents vorgestoßen.
Total cool! 🙂

Noch cooler: Gerade mal drei Kilometer nordwestlich von hier liegt Mainz-Ebersheim, das habe ich mir schon erlaufen, aber aus einer ganz anderen Richtung, nämlich von Norden.
Mein Kopf weiss das, aber mein Gefühl weigert sich, diese beiden vermeintlich disparaten Stücke zusammenzupuzzlen – mein Bezugsrahmen für Ebersheim ist Mainz, der für Lörzweiler das Niersteiner Rheinufer, das will irgendwie nicht so recht zusammenpassen.
Da werd´ ich irgendwann wohl noch mal einen Verbindungslauf machen müssen, um das Puzzle auch gefühlsmäßig zu komplettieren.
Das wird total super! :D.

Aber heute nicht, da geht´s erstmal rechts nach Lörzweiler rein und die lange Mommenheimer Str. entlang, auf den Spiuren meines langen Schattens, der mir dank dem schrägen, roten Sonnenlicht von hinten immer 10 bis 15 Meter voraus ist:

Bild #54: Mommenheimer Str.

Ganz schön langes Stück, knapp 800 m. auf der zunehmend schattigeren Strasse durch das freundlich-unspektakulär Weindörfchen…

Bild #55: Lörzweiler Central

…bevor es schließlich rechts in die Königstuhlstr. geht, die offenbar sowas wie den alten Ortskern darstellt, mit einem kleinen Dorfladen, bequemem Kopfsteinpflaster, schönen Weingütern links und rechts…

Bild #56: Königstuhlstr.

..vielen alten Häusern aus Naturstein oder Fachwerk:

Bild #57: Dieses Haus hat eine ziemlich enigmatische Inschrift:
„Dies Haus ist mein und doch nicht mein,
dem Nächsten wird es auch nicht sein,
den Dritten trägt man auch hinaus,
ach Gott, wem gehört denn dieses Haus.“
Da gibt´s sicher eine total interessante Geschichte zu…

Am oberen Ende der Strasse ist Lörzweiler zu Ende…

Bild #58: Dorfende am oberen Ende der Königstuhlstr.

…es geht an einem sonnenbeschienen hübschen Wegkreuz vorbei…

Bild #59: Wegkreuz

… ins weite, offene Hügelland, wo die leicht ansteigende Oppenheimer Str. zurück in Richtung Nierstein führt:

Bild #60: Oppenheimer Str., obendrüber ein perfekter halber Mond

Knapp einen Kilometer nach Lörzweiler komme ich am Königstuhl vorbei, einem kleinen Baumgruppe mit Picknicktisch und Gedenkstein mitten in den Äckern…

Bild #61: Königstuhl bei Lörzweiler.
Im Jahr 1024 an dieser Stelle soll Konrad II. zum ersten salischen König des Heiligen Römischen Reiches gewählt worden, daher der Name (andere Quellen behaupten allerdings, er wäre auf der anderen Rheinseite bei Leeheim gewählt worden. Nix G’naus waas mer net).

…danach geht´s lange, lange, lange einfach nur geradeaus.

Inzwischen dämmert es übrigens ein bisschen – nicht weil es schon so spät wäre (bis Sonnenuntergang sollte es eigentlich noch mindestens eine Dreiviertelstunde sein), sonder weil die einzige dichte Wolkenbank am Horizont ausgerechnet dort hängen muss, wo die Sonne gerade vorbeikommt.
Schade, dadurch wird alles ein bisschen trüber und trister als es im strahlendroten Nachmittagslicht war.

Schön ist es allerdings trotzdem noch, denn auf der weiten Hochebene, über die ich nun laufe, hat man einen unglaublichen Rundumblick auf… naja, eigentlich auf Alles (diese Ecke liegt nicht besonder hoch, aber es gibt eben auch nichts Höheres in der Umgebung, was den Blick verstellen könnte)!

Im Norden erkennt man die Hügel bei Mainz, dahinter den Rheingau und den Taunus. Im Nordosten: Der Hochtaunus um den großen Feldberg, dazwischen die Mainterrasse zwischen Wiesbaden und Frankfurt:

Bild #62: Zentral-links der große Feldberg, rechts davon der Altkönig über Kronberg, darunter das zentrale Rhein-Main-Gebiet

Im Osten erhebt sich die Frankfurter Skyline aus dem Dunst…

Bild #63: Mainhattan

…südlich davon liegen Ried, Messeller Hügelland und Darmstadt. Im Südosten sind die Berge von Odenwald und Bergstrasse erkennbar, im Süden die rheinhessischen Hügel bis zum großen Windpark bei Alzey und dem charakteristisch-spitzen Petersberg bei Gau-Odernheim (der mir ja erst vor kurzem von einer ganz anderen Ecke Rheinhessens aus ins Auge gestochen ist). Und schließlich im Westen der mächtige Donnersberg und das Nordpfälzer Bergland, das im Nordwesten ganz schemenhaft in den Hunsrück und das Naheland übergeht.
Gefällt mir richtig gut.

Weniger gut gefällt mir allerdings, dass der Foto anfängt, Zicken zu machen. Angeblich ist der Akku fast leer, obwohl beim Aufbruch eigentlich noch voll war.
Hrm, da werd´ ich mich mit den Bildern wohl lieber etwas zurücknehmen.

Das Stück zieht sich ganz schön, es leicht geht eine gefühlte kleine Ewigkeit südostwärts über die Äcker der dämmrigen Hochebene, die nach und nach wieder in Weinberge übergehen. Vor mir kann ich bereits wieder die Niersteiner Warte erkennen, die mein nächstes Ziel sein soll, aber wie die Mohrrübe an der der Angel will und und will sie scheinbar nicht so recht näher kommen.

Irgendwann komme ich natürlich doch an, laufe geradewegs auf die Rasenfläche zwischen den Weinlagen, auf der sich der beige getünchte Wartturm über dem Abhang erhebt.
Sieht schön aus.
Würde ich gerne fotografieren.
Dumm nur, dass die Kamera nicht mehr will.
Das Display bleibst schwarz, bis auf ein oberlehrehaftes „Wechseln Sie den Akku“.
Och nöö, nicht gerade jetzt.

Batteriefach auf, Akku raus und mal ein bisschen geschüttelt und an den Kontakten gerubbelt. Hilft sowas?

Offensichtlich, denn danach quält sich das objektiv doch noch mal nach draußen.
*klick*


Bild #64: Niersteiner Wartturm

Dann geh´ ich um den Turm rum, auf die Wiese überm Hang.

Boah, ist das toll!

Der Wartturm steht direkt an der Kante des Hügels, direkt dahinter fallen die Rebenhänge steil nach Nierstein und zum Rhein hin ab, der sich knapp hundert Höhenmeter weiter unten wie ein breites, silbriges Band durch die Ebene zieht.
Dahinter das Ried, irgendwo kommt dann Darmstadt, und am Horizont erhebt sich einmal mehr die Bergstraße, klar abgezeichnet gegen den rosig-dunklen Vordämmerungshimmel.
Wunderschön, schnell noch ein paar Fotos machen, bevor´s ganz aus ist:

Bild #65: Blick von der Niersteiner Warte nach Südosten


Bild #66: Nochmal der Wartturm, dieses Mal von vorne


Bild #67: Und noch mal die Aussicht runter in die Rheinebene, etwas größer. Rechts unten haben wir Nierstein, am gegenüberliegenden Rheinufer liegt Kornsand samt Fähre.
Dahinter schlängelt sich der Rhein um den Oppenheimer Rheinbogen nach Süden, am bereits abendschattigen Ried entlang.
Am Horizont: Die Bergstrasse – die höchste Erhebung mittig rechts ist der Melibokus, direkt über zuhause…

Dann ist Schluss.
Das Objektiv fährt ein, das Display wird schwarz, nichts geht mehr.
Die Kamera ist ausgelaugt, keine Bilder mehr.
Nur gut, dass die Sonne hinter der dichten Wolkenbank versunken ist, wenn´s diesen herrlichen Panoramablick auch noch mit schrägrotem Sonnenuntergangslicht gäbe, würd´ ich mich grün und blau darüber ärgern, dass es keine Fotos mehr gibt.
Aber auch so ist es ziemlich schade.

Unterhalb des Wartturms laufe ich links, den Rheinterassenhöhenweg entlang, der an der Hügelkante über dem Rheintal nach Nordosten führt, die Augen weiterhin auf dem Fluss und der Ebene tief unter mir.
Nochmal 700 Meter, mit herrlicher, szenischer Aussicht, dann erreiche ich die scharfe Wegkehre an der Fockenberghütte, an der´s rechts den Hang hinab geht, auf dem Rheinhöhenweg (weißes R) durch die Weinlagen runter ins Tal.

Am Fuß des Steilhangs geht´s links, auf der deutlich weniger steilen Karonlingerstr. hinunter ins abendliche Nierstein (den Rheinhöhenweg verliere ich dabei wieder, der macht einen Schlenker um die wunderschöne Bergkirche, die mir dadurch entgeht. Naja, ein andermal… 😉 ).

Das hier oben ist offensichtlich der alte Teil von Nierstein, mit Weinhöfen, engen Gässchen und schönen alten Häusern. Sehr hübsch.
Geradeaus die Karolingerst. runter, vorbei am äußerst aparten Marktplatz (Flüche! Warum will der Foto denn bloß nicht mehr. Na gut, muss halt ein Second-Hand-Bild von der Wikipedia herhalten, um die Hübschigkeit des Niersteiner Marktplatzes zu belegen… :D)

…dann links durch die Glockengasse und schließlich rechts zwischen den schlichten Wohnhäusern der Fischergasse und unter der Hochbahntrasse hindurch zur B9 am Rheinufer.

Kurzes Warten an der nächsten Fußgängerampel (bei dem Verkehr kommt man hier sonst nicht rüber), dann auf dem Fußweg direkt am Flussufer südwärts in Richtung Fähranlegestelle.
Ist nochmal ein ordentliches Stück, mehr als ein Kilometer.
Aber angenehm und entspannt.
Über dem Rhein herrscht bereits Abendstimmung, leichte Wellen plätschern gegen die Ufersteine, in der krisseligen Wasseroberfläche spiegelt sich der rosige Himmel, ein paar Wasservögel treiben friedlich in den Fluten, die großen Lastkähne draußen in der Flussmitte haben bereits ihre Positionslichter eingeschaltet.

Während ich auf der Uferpromenade entlanglaufe werfe ich immer mal einen Blick rüber nach Kornsand, wo die Fähre vor Anker liegt. Kurz bevor ich am Ziel bin, legt sie dann ab und setzt über, so dass wir schließlich gleichzeitig an der Niersteiner Anlegestelle ankommen.
Perfektes Timing, wieder mal – ich hab´ eben ein Händchen für Fähren… 😉

Jetzt bleibt nur noch die Rückfahrt, über den schönen, dämmrigen Rhein zurück nach Hessen. Mitten auf dem Fluss gelingt es mir, doch noch einmal die Kamera zu aktivieren, für zwei letzte Bilder, zurück auf Nierstein…

Bild #68: „Mach´s gut, Nierstein. Bis irgendwann mal!“

…und nach vorne zum dämmrigen Kornsand…

Bild #69

…dann ist der Akku in der Kamera endgültig am Ende, und die heutige Tour auch…

Haaachja.
Wunderschöne Tour ins Unbekannte, mit Sonne und toller Landschaft und neuer Strecke und ein bisschen Abenteuer.
Und der Ärger und die Genervtheit über den Computerkollaps sind weg, zurückgelassen irgendwo am Wegesrand, verloren in der immensen Weite, geschmolzen in der herrlichen Sonne.
Das hat so richtig gut getan!

Strecke: 17,5 km
Zeit: Wen interessiert´s?
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 94,91% (16,61 km von 17,5 km)
Karte:

M.

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16 Antworten to “Mit dem Foto vom Rheinufer ins rheinhessische Hinterland: Nierstein – Schwabsburg – Lörzweiler (17,5 km)”

  1. Christian Says:

    Hach Matthias,

    als erstes mein Beileid zum Datenverlust, es gibt hervorragende kleine Programme, die immer schön auf eine externe HD sichern, seit meinem Crash fühle ich mich damit absolut sicher und muss mich auch nicht mehr drum kümmern. Mehr sage ich jetzt mal nicht, aber mein Mitgefühl hast Du und dumme Sprüche nutzen sowieso nichts.

    Deine Tour war mal genau nach meinem Geschmack, viele Weinberge und Hügel, allerdings habe ich zur richtigen Mischung den Wald vermisst. Aber trotzdem hätte ich Dich gerne begleitet, leider sitz ich hier mit einer hartnäckigen Erkältung und leide etwas vor mich hin.

    Weniger gut gefällt mir allerdings, dass der Foto anfängt, Zicken zu machen. Angeblich ist der Akku fast leer

    Ein kluger virtueller Freund meinte mal sinngemäß, als mir etwas ähnliches passiert ist, ich solle den Akku vorher überprüfen oder einen Ersatz mitnehmen :mrgreen:

    Salut

  2. matbs Says:

    Tja, die Daten… C´est la vie.
    Alles wirklich Wichtige ist sicher, das ist die Hauptsache.

    Wald gibt´s in Rheinhessen ja praktisch keinen. Das hat mich auch lange Zeit immer ein bisschen gestört, aber wenn man sich dran gewöhnt hat, ist es irgendwie auch reizvoll – eben ganz anders als das vertrautere Terrain auf der heimischen Rheinseite.
    Inzwischen finde ich das eigentlich auch sehr schön und irgendwie spannend.

    Und der Akku hat zuhause noch so getan, als ob er voll wäre, der dreckige Philister – ein weiter Beleg dafür, wie unzuverlässig und verräterisch die Technik doch ist… 😀

    Genieß´ die kleine Erkältungspause, bald geht´s sicher schon wieder besser! 😉

  3. Hannes Says:

    Hach, endlich mal wieder Bilder 🙂

    Und die völlig zurecht – ein tolle Tour. Das hat sich gelohnt und das lässt die Technikprobleme schnell vergessen. Wunderbares Ding!

    • matbs Says:

      Hat eben lange keine guten Fotografierbedingungen gegeben, da muss die Kamera dann eben daheim bleiben… 😉

      War aber auch mal wieder nötig, so eine besonders schöne Tour zumindest mal alle paar Wochen, das tut richtig gut.

  4. XYZ Says:

    Hi, so wie ich das herauslese ist dein Händchen fürs Fähren-und-andere-Timings bewältigen besser als dein Händchen für Technik jedweder Art. Ist so auch dein Wiederwille gegen alle technischen Erleichterungen der modernen Navigation und läuferischen Körperfunktionsüberwachungen zu erklären, oder liege ich da falsch???
    Ansonsten hat es wieder Spass gemacht mitzukommen, wünsch dir im kommenden Winter noch viele ebenso schöne Lauftage.

  5. matbs Says:

    Tja, auf Fähren ist eben Verlass.
    Auf den anderen Kram – nicht so sehr… 😉

  6. Evchen Says:

    Ein Händchen für sowas, eh? Schon mal was von Midiclorianern gehört? *rofl*

    DIE Tour war auch mal wieder fast komplett nach meinem Geschmack. Hab Dank! Bis auf das Durchlaufen von Wohngebieten, perfekt.

    Die Panoramafotos sind Dir übrigens sehr schön gelungen. 🙂

    Das war jetzt alles viel zu nett, gell? 😛 Next time…

  7. matbs Says:

    NEIN, ich habe noch nie was von irgendwelchen verdammten Midi-Klo-Rianern gehört, und auch nicht von Jar-Jar-Binks oder dem fetten (er)würgenswerten BabyAnakin der aus Versehen (!!!) irgendwelche Handelsfederationsmutterschiffe zerstört und dabei hassenswert-debile pseudo-Catchphrases blubbert!!!
    Niemals NIE nicht!!!!!!!!!
    Oder auch: „Aleschia? Isch kenne kein Aleschia!!!“ (wenn du das Zitat ohne Google richtig zuordnen kannst, nehme ich alles Schlechte zurück, was ich jemals über Startnummernbänder geschrieben habe). 😀

    Ahem.

    Wohngebiete gehören nun mal dazu. Muss man auch mal durch, zumal es auch dort ja immer mal wieder was Interessantes zu entdecken gibt. 😉

    Nett geht auch mal, solange es nicht übertrieben wird… 😀

  8. Evchen Says:

    „Aleschia? Isch kenne kein Aleschia!!!“ Aleschia oder Alesia? Alesia könnte Dir meine bessere Hälfte beantworten, weil er Asterix liest, ich nix.
    Oder was das eine ganz diffizile Anspielung, daß Du eigentlich ein Trekki bist, weil „Picard“. Hach, find ich mich grad wortwitzig.

  9. matbs Says:

    Wie, du liest keinen Asterix??

    Musst du ändern, Eva, und zwar schnellstmöglich!!! 😉

  10. Evchen Says:

    Mister, ich mußte Asterix auf Latein lesen. Das reicht für ein Leben. Ä ä. *mitdemzeigefingerabwink* Da lobe ich mir Lobo. Yes! 😀

  11. matbs Says:

    Lobo?
    LOBO ????

    Das ist ja… soooo 1996!

    Aber bitte, jedem das Seine.
    Wenn du allen Ernstes den letzten lebenden Czarnianer beim Alienfräggen den letzten freien Galliern beim Römerverhauen vorziehst…
    Immer noch besser, als wenn du hirnfressende Mangas lesen würdest. Glaube ich… 😀

  12. Torsten Says:

    Zeitsprung !
    Rückwärts in der Zeit ist echt geil. Lese gerade das ich bei den Römern gelandet bin. „Die spinnen die Römer“

    Das war ne schöne Tour die du da gemacht hast. Der/die/das Schlossreil sieht irgendwie nach Italien aus. Gefällt mir echt gut das Bild.

  13. matbs Says:

    Stimmt, fehlen nur noch ein paar aufgespannte Wäscheleinen und ein halbstarker Handtaschendieb auf ´ner Verspa… 😆


  14. […] Streckenhäkchen im Süden der Mannheimer Innenstadt und alle Strecken am westlichen Rheinufer, die ich mit der Fähre erreicht habe, sind noch nicht ans restliche Streckennetz angeschlossen, das muss […]


  15. […] liegen müsste. Übrigens: Die These, dass Rheinhessen Weite ist, hab´ ich ja schon mal an anderer Stelle aufgestellt, hiermit bekräftige ich sie noch […]


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