Archive for Dezember, 2009

Der letzte Lauf der Dekade (und was für´n gurkiger): Viernheim und Viernheimer Heide (12,5 km)

31. Dezember 2009

Beim letzten Lauf des Jahres läuft man nochmal irgendwohin, wo man noch nie zuvor hingelaufen ist.
Hab´ ich vorletztes Jahr so gemacht, hätte ich letztes Jahr so gemacht, wenn ich da nicht gerade eine kleine Blogpause eingelegt hätte, und dieses Jahr wollt´ ich´s eigentlich auch so machen.

Uneigentlich hatte ich heute allerdings schon wieder üüüberhaupt keinen Zug.
Dank miesem Sylvesterwetter (der Dauerregen hat sich zwar sporadisiert, aber dafür herrschte einer von diesen grauen, leblosen Depri-Tagen, die so langweilig sind, dass einen so absolut gar nix rauslockt), vor allem aber, weil ich mich irgendwie total schlapp und fertig gefühlt habe.
Aber es ist halt mal der letzte Tag nicht nur des Jahres sondern auch des Jahrzehnts, da muss man dann doch irgendwie.

Also hab´ ich mir was Leichtes rausgesucht: Einmal durch die Felder südlich von Hüttenfeld nach Viernheim im südlichsten Zipfel Hessens (quasi schon Mannheim, das hört man bereits, wenn man die Viernheimer in ihrem breiten kurpfälzischen Singsang sprechen hört), dann durch den Wald der Viernheimer Heide zurück.
Vollkommen flach, weitgehend reizarm und ohne echte Sehenswürdigkeiten, sehr leicht zu navigieren – eine Portion Neuland-Schonkost zum Jahresende…

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…und von der angenehmen Freiheit, es trotzdem zu tun: Mit der Lauter von Neunkirchen nach Bensheim (14 km)

30. Dezember 2009

Irgendwie ist es hin und wieder mal ganz befreiend, sich klarzumachen, dass dieses ganze Laufgedöns vollkommen freiwillig ist und man´s nicht machen muss, wenn man keinen Bock dazu hat.
Zumindest geht´s mir so.
Nachdem ich gestern wegen schlichter Unlust mal ganz bewusst nicht gestartet bin, und mir damit selbst bewiesen habe, dass ich nicht muss wenn ich nicht will, will ich heute schon wieder. Und zwar weil ich nicht muss.
Because I´m complicated… 😉

Dabei ist das Wetter immer noch absolut beschissen, denn auch heute regnet´s noch draußen und ist grau, kalt und ungemütlich.
Aber hey, ich muss ja nicht, also brauch´ ich mich nicht zwingen sondern kann ganz einfach so total freiwillig und ohne Druck los.

Muss ja nichts Großes sein, irgendwas in der Nähe reicht auch.
Und am besten unkompliziert, so willig, dass ich mich bei Mistwetter unbedingt anstrengen muss (sei´s mental oder physisch) bin ich dann doch nicht.
Oh, und Lust auf neue Strecke hab´ ich auch, sollte also schon irgendwie was bisher unerlaufenes sein.

Hmm…
Was Nahes.
Was Unkompliziertes.
Und neue Strecke.
Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal! Das geht nun wirklich ni…

Oh, halt, mein Fehler, doch, das geht, gar kein Problem: Und zwar im Lautertal.
Das wollte ich schon lange mal von ganz oben bis ganz unten laufen, dem Flüsschen Lauter folgend von der Neunkircher Höhe bis runter nach Bensheim am Rand des Flachlands.

Hab´ ich bisher aber noch nie gemacht, weil man da viele Kilometer immer an der B47 entlangläuft und das nicht so hübsch ist wie die vielen, vielen, vielen tollen Wege an den Talhängen.
Aber es ist nah.
Und unkompliziert – weil´s nur bergab geht und man einfach immer nur der Strasse folgen muss, die auf ihrer ganzen Länge einen Bürgersteig hat.
Und neue Strecke isses zu großen Teilen auch, eben weil ich´s noch nie gemacht hab´.

Prima, das wird gelaufen, trotz Ekelwetter und Jahresendträgheit!

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Von der angenehmen Freiheit, nicht laufen zu müssen…

29. Dezember 2009

Heute mittag war ich mal kurz in der Stadt, ein bisschen Weihnachtsgeld unters Volk bringen (mein Comichändler hat eine Familie zu ernähren, da muss man seine Verantwortung als Kunde ernst nehmen… 😉 ).

Eigentlich wollte ich dabei auch gleich noch eine kleine Runde drehen, durch die bisher noch unerlaufen nördlichen Darmstädter Stadtteile. Die Strecke hatte ich schon fix und fertig geplottet (vom Steinbrücker Teich via Jagschloss Kranichstein und Dianaburg nach Arheilgen und durch Kranichstein zurück), das Plänchen war vorbereitet, die Laufklamotten bereit gelegt…

Einziges Problem: Sowas von gaaar keine Lust!!!
Draußen herrscht ein stockfinsterer, beschissener Tag, es regnet Bindfäden, dazu ein abscheulich eisiger Wind, die Welt ist grau und schlammig und nasskalteklig und einfach nur abgrundtief hässlich – allein der Gedanke, heute Laufen zu gehen (und dabei auch noch die schönen Ecken im nordwesten Darmstadts an so ein Mistwetter zu verschwenden) erfüllt mich mit Widerwillen und monumentaler Unlust.

Aber es muss halt mal sein, sag´ ich mir, immer dranbleiben, schließlich ist schon wieder Dienstag, da wird´s so langsam Zeit, und laufen ist halt nicht immer ein Wunschkonzert, manchmal muss man halt auch raus, wenn´s mies ist und man im Voraus weiss, dass man jede verdammte einzelne Sekunde hassen wird…
Oder?

Und dann sag´ ich mir: NÄ!
Weil, 2009 ist eh vorbei, meine 2000 Jahreskilometer hab´ ich runter, was ich erreichen wollte ist entweder erreicht oder es wird eh nix mehr in den letzten paar popligen Tagen – mal ehrlich, warum soll ich mich da auf Teufel komm raus noch zu einer ungewollten übellaunigen Misttour prügeln, wenn ich absolut keinen Bock hab?

Also lass´ ich´s ganz einfach bleiben.

Einfach so. Fällt überhaupt nicht schwer und tut auch gar nicht weh.
Keine erzwungene Ekeltour durch den nasskaltwindigschlammiggraudoofen Scheisstag, die Laufschuhe bleiben daheim, das Plänchen für später auf der Festplatte.

Stattdessen gönn´ ich mir einen entspannten, gemütlichen Nachmittag.
Bequem auf der Couch, mit heißem Tee und ´ner Decke über den Beinen und ein bisschen Beirut im Hintergrund, und natürlich mit viel gutem Lesestoff, wie dem neuen Joe Sacco (aufwühlend und brillant), Maurice Tillieux (magnifique) und den gesammelten Kurzgeschichten des großen Roald Dahl (delightfully twisted and clever).
Total nett, und ganz ohne schlechtes Gewissen oder das Gefühl, was verpasst zu haben. 🙂

Für den Darmstädter Nordosten und bleierne Selbsdisziplin (die ist so ähnlich wie eiserne Selbstdisziplin, aber schwerer und weicher) ist nächstes Jahrzehnt nämlich auch noch Zeit.

Und morgen schau´ ich dann einfach mal, wie´s um Wetter und meine generelle Laune bestimmt ist.
Wenn die passen, geh´ ich vielleicht laufen.
Und wenn nicht, dann eben nicht.
So einfach ist das zwischen den Jahren! 😉

M.

Wochenübersicht: 2009 KW 52 (21.12 – 27.12)

27. Dezember 2009

Eigentlich war ich mir ziemlich sicher, dass ich diese Woche vor lauter Fresserei und Feiertagsstress keinesfalls auf 40 Wochenkilometer komme.
Aber irgendwie hat´s dann doch geklappt, dank der drei gebloggten Touren und einem ungebloggten und ziemlich miesen kurzen 6,7-km-Waldlauf mit Hund am Sonntag:
wald-ganz-untenrum

Na um so besser… 🙂

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi. Auf der Suche nach dem Schnee: Logbuch einer metereologischen Expedition mit Hund um den Melibokus ??? 10,9 km
Do.
Fr. Weihnachtsfressorgien-ausgleichsrunde durch Mörfelden-Walldorf ??? 13,5 km
Sa. Stettbacher Tal mit Fotos ??? 13,5 km
So. Ungebloggter Waldlauf mit Hund durch die unteren Höhenlagen hinter Alsbach ??? 6,7 km
Wochenlaufleistung 44,6 km

M.

Stettbacher Tal mit Fotos (13,5 km)

26. Dezember 2009

Wisst ihr, was ich so richtig an Weihnachten mag (außer den üblichen Verdächtigen wie Geschenken und gutem Essen)?

Alte Freunde!

Die ganzen Leute, mit denen man mehr als ein halbes Leben befreundet ist und die´s gottweisswohin verschlagen hat, die man im Lauf des Jahres bestenfalls ein paar mal sieht und mit denen man ansonsten nur telefonisch oder per Mail Kontakt hält – plötzlich sind die alle wieder im Land, und wenn man sich dann trifft, dann ist es irgendwie genauso wie früher (mal abgesehen davon, dass die alle total alt geworden sind, während man sich selbst praktisch nicht verändert hat… 😀 ) .

Einer von diesen alten Freunden ist der Stephan.
Der verdient normalerweise bei einer seriösen Consulting-Firma seine Brötchen, im fernen Norden der Republik wo´s flach und urban und alsterig ist.
Aber über Weihnachten ist er mal wieder im Land, und er hat nicht nur ein bisschen Zeit sondern auch gleich seine Laufschuhe mitgebracht.
Und die wollen bewegt werden.

Deshalb starten wir am späten Vormittag des zweiten Weihnachtsfeiertags zu unserer ersten gemeinsamen Joggingtour seitvier oder fünf Jahren.
Nix Besonderes, einfach mal ein, zwei Stündchen ganz entspannt in den Odenwald hinter Jugenheim, ohne festen Plan aber dafür mit dem Foto und herrlichstem Dezemberwetter.

Wird eine richtig schöne Tour, mit ganz viel Spaß und Sonne und schöner Landschaft: Über den Heiligenberg zur Kaiserbuche, weiter nach Hainzenklingen und Stettbach (wo wir spontan einen netten Pitstop bei Freunden einlegen), weiter zum Sonneneck über Ober-Beerbach, dann via Saar-Rhein-Main-Weg und den hellen, strahlendsonnigwarmen Wald an der Südflanke des Tannenbergs zurück nach Jugenheim.

Auf die normalerweise üblichen erschöpfenden Lauf- und Streckendetails verzichte ich heute einfach mal weg, wegen Zwischendenjahrensattundträgeschreibfaulheit (wer mehr über die Ecke wissen will, wird z.B. hier und hier fündig).

Stattdessen konzentrieren wir uns heute voll und ganz auf die Fotos, die sind gut genug… 😉

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Weihnachtsfressorgienausgleichsrunde durch Mörfelden-Walldorf (13,5 km)

25. Dezember 2009

Am ersten Weihnachtsfeiertag steht traditionell das große
Weihnachtsessengehen bei irgendeinem tendenziell gehobenen gastronomischen Betrieb in der mittelbaren Umgebung an.
Das ist traditionell reichlich, lecker, langwierig und am Ende kann man kaum noch gehen vor lauter befriedigter Sattheit.

Schauplatz des diesjährigen Ersterweihnachtsfeiertagsessengehens ist übrigens das Restaurant „La Fattoria“ in Walldorf, das sich wohl ganz gut als „Edel-Italiener“ definieren lässt – keine Pizza Mix oder Spaghetti mit Tomatensoße auf der Karte, und ins Haus liefern die hier auch nicht. Dafür gibt´s Wolfsbarsch und Wachtelbrüstchen und Jakobsmuscheln und was die gehobenere mediterrane Küche sonst noch so alles zu bieten hat.
Das sieht im Vorfeld alles schon mal furchtbar appetitlich und nett aus…

Ebenfalls nett:
In Walldorf war ich noch nie laufen.
Und das, obwohl´s direkt am Rand meines Streckennetzes liegt.
Hmm…
Da könnte man doch eigentlich gleich noch ein kleines Ründchen drehen, um Walldorf zu erkunden und zumindest einen Teil der zu erwartenden reichhaltigen Kalorienaufnahme auszugleichen.

Prima Idee, wird gemacht.
Natürlich vor dem Essen, denn hinterher werd´ ich (das haben frühere Weihnachtsessen dieser Art gezeigt) wahrscheinlich nur noch watscheln können und damit beschäftigt sein, mir zu schwören dass ich nienieniemalsnicht jemals wieder einen Bisse Nahrung zu mir nehme… 😀

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Auf der Suche nach dem Schnee: Logbuch einer metereologischen Expedition mit Hund um den Melibokus (10,9 km)

23. Dezember 2009

Hrm. Das war´s dann wohl erstmal mit Schnee.
So wie er gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden – nämlich über Nacht: Eben noch ist die Landschaft noch unter einer dichten Schneedecke begraben, am nächsten morgen ist dann schon wieder alles weg und der trübschlammiggraubraune Alltag kehrt ein.

Zumindest bei uns unten an der Nahtstelle zwischen Flachland und Bergen.
Ganz anders sieht´s dagegen an den Hängen der Bergstrasse aus – je weiter man dort hinauf schaut, desto winterlicher wird´s, bis hoch zum Gipfel des Melibokus, der sich tief verschneit über der 400 m. tiefer liegenden schneelosen Rheinebene erhebt.

Schon spannend, was so ein paar hundert Höhenmeter manchmal ausmachen können.
So spannend, dass wir (= Nemo und ich) heute mal ein bisschen genauer anschauen.
Berglauf am Melibokusmassiv, aufwärts, auf der Suche nach dem letzten Schnee.

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Autsch

23. Dezember 2009

Neuerdings tun mir beim Laufen ein bisschen die Füße weh.

Ist mir erst heute wieder aufgefallen, als ich mit dem Nemo um den verschneiten Melibokus gerannt bin (vielleicht blog´ ich den Lauf morgen noch etwas ausführlicher, falls ich zwischen dem ganzen Trubel und den Geschenken ein bisschen Zeit finde).
So ein leichtes, unangenehm-dumpfes Ziehdrücken (oder Drückziehen) in der Ecke Außenrist Richtung Ferse beim Auftreten/Abrollen, vor allem auf hartem Untergrund.

Kommt mir ehrlich gesagt bekannt vor, schließlich mach´ ich das hier schon ´ne ganze Weile: Das fühlt sich irgendwie so an, als ob meine Schuhe durchgenudelt wären und sich dem Ende ihrer Lebensdauer nähern.
Eigentlich ja unmöglich, schließlich hab´ ich sie quasi gerade erst gekauft und bin bisher höchstens mal so um die 1600 Kilometerchen mit ihnen gelaufen.
Aber andererseits – Füße lügen nicht, oder?
Und heutzutage, in unserer schnellebigen Zeit, hält ja auch sowieso nix mehr so wie früher…

Muss ich wohl im Auge behalten und mich gegebenen- und schlimmstenfalls noch zwischen den Jahren nach Ersatz umsehen, bevor´s gar nicht mehr geht.

Als ob´s nicht schon lästig genug wäre, sich einmal im Jahr einen neuen Satz von den Dingern zu besorgen.
Aber zweimal?
Autsch!

Frohes Fest

M.

Wochenübersicht: 2009 KW 51 (14.12 – 20.12)

20. Dezember 2009

Ok, diese Woche war so ein bisschen der Wurm drin, da hat´s nicht sollen sein mit den 40 Minimalwochenkilometern.

Zum Beispiel am Dienstag. Da war Vorweihnachtsmittagessen mit der Verwandschaft tief im Odenwald, und natürlich hatte ich vorgehabt, das mit einem entsprechenden Lauf durch den verschneiten Bergwald zu verbinden. Hatte auch schon eine richtig schöne Route, von den Vierstöck in Richtung Lärmfeuer, dann runter nach Ober-Mossau und schließlich um den Morsberg wieder zurück.
Einziges Problem: In einem Anfall geistiger Umnachtung hatte ich beim Aufbruch zuhause nicht nur vergessen, die Laufjacke mitzunehmen, sondern aus unerfindlichen Gründen auch noch meine normalen Strassenschuhe anstatt der Laufschuhe angezogen.
Keine Schuhe, keine Jacke (bei Minusgraden!) = Kein Lauf.
Mist!

Dafür dann am Mittwoch ein lustloses Ründchen mit Hund durch den schneematschigen Wald hinterm Haus nach Balkhausen. Kurze 9,2 km. Meh.
winterrunde-nach-balkhausen

Donnerstag dann der schöne Lauf nach Jugenheim in Rheinhessen, der war gut.

Nicht so gut war dann wieder der Freitag, denn da hab´ ich mir eine Tasse Tee in den Laptop gekippt, der daraufhin für zwei Tage die Arbeit eingestellt hat, weil High Tech und Heissgetränke nicht zusammen passen (zum Glück ist er jetzt wieder trocken und funktioniert noch [auch wenn er immer noch ein bisschen nach Früchtetee riecht]).

Folge: Am Samstag Computerlos, deshalb war´s nicht möglich, eine Tour im zentralen Rheinhessen zu planen, obwohl ich nachmittags dort unterwegs war (ohne Wanderkarte und Online-Ortspläne – is´ nich!) – und angesichts der eisigen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich hatte ich keinen Bock, im vollkommen Unbekannten einfach mal ins Blaue zu laufen (Merke: Je extremer die Wetterlage, umso geringer die Fehlertoleranz – im September bei 22° ist Verirren nicht schlimm, aber bei -14° im Dezember vermeide ich es lieber…).
Deshalb kein spannender Lauf hinter Alzey, stattdessen ein weiterer Mininlauf mit Hund im Wald hinterm Haus, durch kältesten Tag des Jahres mit sibirischen Temperaturen.  War mir zu kalt und vor allem zu beengt (ich hasse es, mit mehreren Kleiderschichten am Körper zu laufen), und überraschen anstrengend im stumpfen Pulverschnee, in dem man bei jedem Schritt bergauf ein bisschen weggerutscht ist. Da waren die lächerlichen 5 Kilometer grad genug:
mittelweg-katharinenberg

Und Sonntag hatte ich dann irgendwie auch keinen Bock auf was anständiges mehr, deshalb wieder nur eine Muss-halt-mal-sein-Gassirunde mit Nemo, dieses Mal durchs Flachland und den Schneesturm. Weniger kalt als gestern, dafür war meine Brille ständig beschlagen und zugeeist, blind laufen ist auch doof.
Das waren nochmal 6,3 km:

Macht Summa Summarum poplige 35,5 km, und damit 4,5 km zu wenig.
Immerhin: Letzte Woche hab´ ich die 40 Wochenkilometer ja um 4,8 km überschritten, das gleicht den Fehlbetrag aus.

Alles in Allem: Verquere Woche. Hoffentlich wird´s demnächst wieder Sommer…

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi. Ungebloggter Waldlauf mit Hund über den Darsberg nach Balkhausen ??? 9,2 km
Do. Das „andere“ Jugenheim: Stadecken-Elsheim – Jugenheim in Rheinhessen – Partenheim mit Foto ??? 15 km
Fr.
Sa. Ungebloggtes Waldläufchen mit Nemo bei Minus Bappisch Grad ??? 5 km
So. Ungebloggte Feldrunde mit Nemo durch den Schneesturm ??? 6,3 km
Wochenlaufleistung 35,5 km

M.

Das „andere“ Jugenheim: Stadecken-Elsheim – Jugenheim in Rheinhessen – Partenheim mit Foto (15 km)

17. Dezember 2009

Heute mittag: Mainz.
Ein letztes Mal an die Uni, um die endlich fertig gewordene Urkunde für meinen Abschluss in Empfang zu nehmen.

Also noch einmal auf der vertrauten Autobahnstrecke über die Weisenau-Brücke, noch einmal auf der vertrauten Essenheimer Str. an Bretzenheim vorbei, noch einmal zu Fuß über den vertrauten Campus, der an so vielen Ecken allerdings schon ein bisschen anders aussieht, als ich ihn in Erinnerung habe und voll mit milchgesichtigen Kiddies ist, die wohl sowas wie Studenten sein sollen (pfft, das sind ja noch halbe Kinder. Also zu meiner Zeit war das alles gaanz anders…:D), zum Endpunkt meiner akademischen Karriere.

Der findet ohne großes Tamtam statt, keine hochgeworfenen viereckigen Hüte, keine Marschkapelle, keine gerührt flennenden Verwandten auf Klappstühlen.
Gut so.
Stattdessen einfach ins Dekanat meines Fachbe… meines EHEMALIGEN Fachbereichs, wo mir die freundlichste, hilfsbereiteste, großartigste Sekretärin, die ich in meiner langen Unizeit kennengelernt habe, meine Urkunde und das ganze drumrum überreicht.
Wir freuen uns beide ein bisschen, dann verabschiede ich mich.

Ein letzter Blick zurück aufs gute, alte SBII…

…ein kleiner Schlenker am ReWi vorbei, um auch noch einen kurzen Blick aufs Philosophicum zu werfen…

…dann verlasse ich meine Alma Mater, wahrscheinlich für immer, durch genau denselben Haupteingang, auf dem ich sie vor gefühlt mindestens einem halben Leben zum allerersten Mal betreten habe:

Mit einem ordentlichen akademischen Grad in der Tasche (hart erarbeitet und mit exzellenter Abschlussnote), stolz geschwellter Brust, und vielleicht auch einem kleinen wehmütig-sentimentalen Klos im Hals, lasse ich die Uni hinter mir und laufe raus in meine Zukunft (und zum wartenden Auto :D).
Vor mir, am Ende der Strasse, erhebt sich das Funkhaus des SWR.

Vielleicht ja ein gutes Omen… 😉

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Und dann wird gelaufen.

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