Mit Schnee und Hund und Foto um den Steigerts (7,7 km)

13. Dezember 2009

Sonntagmorgen.
Schööön lange ausschlafen.
Gegen halb Elf aufstehen.
Schlaftrunken aus dem Nachtgemach wanken.
Blick aus dem Fenster.
Uuuund…

SCHNEE!!!!!!

Der war gestern Nacht nacht aber noch nicht da, als ich um kurz vor Drei ins Bett gegangen bin…

Aber jetzt isser´s!
Draußen ist alles frisch und pudrig, wattigweiss eingepackt unter einer 5 bis 10 cm. dicken Schicht aus jungfräulich leuchtendem Neuschnee.
Der Winter ist da! Ist ja auch höchste Zeit, den dumpfbräsiggrauen Spätherbst kann schließlich keine mehr ausstehen.

Juppiduh!!! 😀

Natürlich gehört der erste Schnee des Winters gebührend gewürdigt.
Und zwar mit dem ersten Schneelauf des Winters.
Ihr wisst, wovon ich rede – die wunderbare, erfrischende Tour, bei der man zum ersten Mal nach Monaten durch knirschenden Schnee, verwandelte Landschaft und diese frostige Luft, die total klar und scharf ist und nach Winter riecht, läuft, während hinter eurer Stirn ein imaginärer Bing Crosby (alternativ: Ein anderer Musiker eurer Wahl) unablässig „Winter Wonderland“ kräht.

Ja, genau, dieser erster Schneelauf des Winters.
Falls ich´s noch nicht erwähnt haben sollte: Juppiduh!!!! 😀


Zum Wochenpensum fehlen weniger als vier Kilometerchen, also überhaupt kein Zwang, ich kann laufen wo ich will und wie ich will, ohne mir Gedanken machen zu müssen. Prima!

Nach dem Mittagessen pack´ ich mich schön warm ein, schnapp mir den Nemo (der mag den ersten Schnee des Winters nämlich genauso gern wie ich) und die Kamera (ob die den ersten Schnee des Winters mag, ist nicht bekannt, die redet nicht viel) und mach´ mich auf in den vorderen Odenwald, der simplen Logik folgend, dass dort von Rechts wegen noch viel mehr Schnee liegen müsste als bei uns unten im Tal.

Zumindest ist es mal nicht weniger.
Alles traumhaft weiss und eingeschneit, unter dicken grauen Winterwolken, die noch mehr weiße Pracht versprechen (Science Fact: Dicke grauen Wolken sind meistens voll doof, außer wenn das Wasser, das aus ihnen rausfällt, gefroren ist 😉 ).

Aufwärts, durchs verschneite Stettbacher Tal und das verschneite Ober-Beerbach zum verschneiten Naturparkplatz Hutzelstr. am Waldrand unterhalb vom Steigerts, auf der Passhöhe zwischen Ober- und Schmal-Beerbach.

Kurzes Vertrautmachen mit Land und Leuten…

…dann geht´s los.
SCHNEEEELAUF:

YAAAAY!!!! 😀

Wir nehmen den Steigertsweg (gelbe 1), erst ein Stück leicht abwärts durch den wintrig-wunderbaren Wald an der Steigertskuppe…

…dann raus in die jungfräulich eingeschneiten Hangwiesen…

…mit den frierenden Pferden…

…zum kleinen Höhendörfchen Steigerts, das mit seinen weissgeschmückten Dächern unter den fetten Winterwolken noch pittoresker und beschaulicher aussieht als normal:

Übrigens läuft das heute alles total tofte – der Nemo freut sich wie der sprichwörtliche Schneekönig, und auch ich hab´ einen Heidenspaß bei der ganzen Sache.
Wunderprächtig, dieser Schnee!! 😀

In Steigerts machen wir eine gaaanz scharfe Linkskurve an der alten Pumpe vor der „Schönen Aussicht“…

…und laufen die Ohlystr. hoch…

kurz durchs Dorf (lange durch Steigerts laufen geht auch gar nicht, dazu isses viel zu winzig), dann den schneematschigen Fahrweg hoch, der um die Steigertskuppe rum in Richtung Kuralpe führt…

…und von dem aus man diesen herrlichen Blick über den Tannenberg hinweg runter in mehr als die 300 m. tiefer liegende Rheinebene hat:

Inzwischen hat´s wieder angefangen zu schneien, aus den grauen Wolken tanzt ein dünner aber stetiger Reigen fetter Flocken auf uns runter, das macht´s gleich nochmal ein bisschen schöner.

Der Asphaltstrasse hinterher (Marker ist nun der Rote Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen), kurz durchs Wäldchen am Steigerts (wo wir alle paar Meter anhalten müssen, wegen der vielen hundebewehrten Spaziergänger, die der Nemo jeweils erstmal ausgiebig inspizieren muss, bevor wir weiterkönnen), während rechts der in Eiswolken gehüllte Melibokus vorbeizieht…

…dann rechts auf die Hutzelstrasse auf dem breiten Höhenrücken.
Hier isses auf einmal vollkommen Passantenfrei, außer uns ist hier nur noch der reise lieselnde (vielleicht auch andersrum…) Schnee unterwegs:

Über die nächste kleine Kuppe, dann gibt´s mehr und vor allem neue Aussichten, denn vor uns öffnet sich das weite, eiswolkendiesigunddickschneegetünchte Lautertal.
Da kann man rüber nach Brandau und zur Neunkircher Höhe gucken, die ganz eisvernebelt im durch das Schneetreiben herübergrüßen…

…oder direkt geradeaus zum nahen Felsberg, auf dem man dank kahler Wipfel und schneereichem Kontrast ausnahmsweise mal nicht nur den Funkmast erkennen kann, sondern auch den Ohlyturm und die Häuser des winzigen Weilers am Gipfel…

…oder – nachdem wir noch ein Stück durch die allzeit wunderbaren Bergweiden die Hutzelstrasse runter gelaufen sind (zum roten Balken hat sich inzwischen das weisse Andreaskreuz des Europäischen Fernwanderwegs 1 gesellt) – rüber auf die andere Talseite auf den Rodelhang hinter der Kuralpe, auf dem junge Familien von Nah und Fern mit Kind, Kegel und Schlitten talwärts rutschen ( wie sich das eben für den ersten Schneesonntagnachmittag der Saison gehört):
.

So langsam werden auch wieder die Spaziergänger mehr, und so ca. 1,4 km nach dem Steigerts erreichen wir die Kuralpe am Paß über dem Balkhäuser Tal, die wie üblich freundlich und einladend wirkt, trotz des ganzen Trubels rundherum:

Über die Landstrasse und den vollgestellten Kuralpe-Parkplatz auf den Rosenweg, der an der Flanke des Felsbergs direkt über dem Rodelhang in Richtung Beedenkirchen führt und mit dem roten S (Alemannenweg) markiert ist:

Hier muss der Nemo kurz an die Leine, angesichts des wahnwitzigen Verkehrsaufkommens, das sich vor allem aus desorientiert rumstehenden rotgesichtig-verforenen Elternteile sowie einer nicht näher bestimmbaren Zahl quietschbunter wandelnder Zwergenparkas, unter denen mutmaßlich irgendwelche Kinder beliebigen Geschlechts versteckt sind (könnten aber auch Jawas sein [einige gibbern zumindest so], oder vielleicht dick eingemummelte Oompa-Loompas oder sowas in der Art…) zusammensetzt.
Man will ja schließlich nicht, dass einem der Hund von einer sabbernden dreijährigen Pistensau auf ´nem Plastikbob geplättet wird, die gegen das Vermummungsverbot verstößt und danach Fahrerflucht den Hang runter begeht… 😀

Sind aber nur ein paar hundert Meter Schlittenslalom, dann geht der Rosenweg um die nächste Kurve und wir sind wieder unter uns, also „Leinen Los“…

…und den Rosenweg entlang, der sich zwischen weissem Wald und weisseren Wiesen an der Nordflanke des Felsbergs entlangwindet:

Uns geht´s übrigens immer noch so richtig saugut, sowohl mir…

…als auch dem Schneemo Nemo:

So etwas einen Kilometer nach der Kuralpe erreichen wir den offenen Bergrücken des Oälsch (immer wieder cool, dieser Name) zwischen Staffel und Beedenkirchen, von dem aus man wieder wunderbar runter ins eisige Modautal schauen kann:

Das ist auch die Richtung, in die wir jetzt wollen, deshalb geht´s links ab, auf den wunderschönen aber vollkommen unmarkierten Höhenweg (der Ostteil des Rosenwegs, wenn man Google Earth glauben darf), der durch die Pferdeweiden auf dem Oälsch runter nach Wurzelbach führt:

Einer meiner Lieblingswege hier hinten, immer total hübsch, egal ob an einem warmen Sommerabend oder im (stärker werdenden) Dezemberschneetreiben.

Talwärts in die weissgraue Weite…

…während uns der eisige Winterwind von schräg vorne dicke Flocken in die Augen bläst (zumindest dem Nemo, ich als Brillenträger bin immun. Ha!) und links an der anderen Talseite Staffel im Schneegestöber vorbeizieht:

Nordwärts, Schneewärts, Talwärts, weiterhin ungehörig gut gelaunt:

Wo´s sein muss, machen wir natürlich auch mal ein kurzes Päuschen…

…ansonsten geht´s zügig voran…

…wobei mal der Eine…

…mal der Andere von uns vorne ist…

bis schließlich die Häuser von Schmal-Beerbach/Wurzelbach unten im Tal in Sicht kommen (und die von Allertshofen im Tal dahinter, aber die sind heute nicht so wichtig…):

Runter ins Dorf/die Dörfer (Schmal-Beerbach und Wurzelbach sind zwei Mini-Dörfer, die so miteinander verwachsen sind, dass zumindest ich nie so ganz sicher bin, wo das eine aufhört und das andere anfängt), über die L3098 in der Dorfmitte…

…dann kurz die Lindenfelser Str. in Richtung Ober-Beerbach hoch, und schließlich links durch den Grenzweg…

…auf den Radweg 29, der die Wiesenhänge hinauf zurück in Richtung Hutzelstr. und Steigerts führt.
Und zwar mir einer ordentlichen Durchschnittsteigung…

…deren Anblick meinem Laufpartner ein empörtes „Da sollen wir jetzt hoch?“ entlockt:

„Nää, oder?!?“

Hilft aber nix, wir sind runtergelaufen, jetzt müssen wir halt wieder hoch, auch wenn´s gar nicht so leichtfällt auf dem glatten, leicht angefirnten Schnee.

Weiter oben an den Kuhweiden wird´s zum Glück etwas flacher und außerdem panoramiger…

…auch wenn das nicht jeder zu schätzen weiß:

Pffft, Aussicht, mir doch egal. Ich will ein verdammtes Leckerli. Und zwar jetzt!

Einen knappen Kilometer nach dem Schmal-Beerbacher Dorfende geht rechts der Ober-Beerbacher Panoramaweg (OB2) ab, wir folgen.
Erst noch ein Stück durch die Wiesen…

…dann wieder hoch in den Wald am Steigerts:

Wunderbar grausliges Stück.
Schon bei wärmeren Wetter läuft sich´s hier nicht besonders gut, denn der Weg ist extrem furchig und mit mindestens knöcheltiefen Bergschlammlöchern übersäht.
Die sind jetzt natürlich auch da, aber zusätzlich noch von der Schneedecke versteckt, so dass man mit jedem Schritt nicht nur im zentimeteriefen Schnee versinkt, sondern auch im halbgefrorenen, schliddrigen Eisschlammschmodder, der sich darunter versteckt.
Nicht besonders trittsicher, aber trotzdem (bzw. gerade deshalb) total cool und spaßig, und solange die Socken halbwegs unberührt bleiben… 😀

Gibt sich aber auch bald, der Panoramaweg hügelt sich noch ein bissken am Waldrand über dem Wurzelbachtal entlang…

…und bietet dabei – wer hätt´ es gedacht – einenen schönen Panoramablick übers Modautal, bevor er schließlich mit moderatem Anstig in den Wald hoch abknickt, dort in die Hutzelstr. übergeht, und zurück runter an den Parkplatz Hutzelstrasse führt, wo unsere kleine Tour auch schon wieder zu Ende ist (zumindest für mich, Nemo muss noch ein bisschen auf dem Parkplatz hin- und herrennen…
und nochmal die ganzen Duftmarken nachziehen, die er bei unserem Aufbruch gesetzt hat. Von wegen doppelt gepisgenäht hält besser und so. 🙂 ), und wir uns zufrieden und leicht angeeist auf den Heimweg machen könnnen:

Erster Schneelauf des Winters: Zwar kurz, aber total super, wie sich das gehört. Jetzt noch ein Sonnentag mit gleissendhellem Licht auf weissen Schneefeldern unter blauem Himmel, und der Winter ist perfekt…

Strecke: 7,7 km
Zeit: Mit Hund UND Foto im Schlepptau? Nee, sorry, is´ nich!
Neue Strecke: Keine
Karte:

M.

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19 Antworten to “Mit Schnee und Hund und Foto um den Steigerts (7,7 km)”

  1. Gerd Says:

    Halb 11 aufstehen ist fies. Da käme ich ja den ganzen Tag nicht mehr in die Gänge.
    Das ist ja zeitlich knapp vorm MIttagsschlaf.
    Wärst Du Morgens um halb acht losgelaufen, hättest Du und Nemo alles alleine genießen können. 😉
    Gruß Gerd

    PS: Bei unserem nächsten Treffen bring ich einen Einwegrasierer mit! 😆

    • matbs Says:

      Jetzt flunkerst du aber, Gerd – es gibt doch gar keine Uhrzeit namens „halb Acht“, das wüsste ich doch. Die hast du doch eben gerade erfunden. 😀

      Und den Einwegrasierer brauchen wir auch nicht, der Nemo wird doch getrimmt und nicht rasiert… 😉

  2. Daniel Kopp Says:

    wieder sehr schöne laufbilder. doch so gebührend der neuschnee empfangen wird, so sehr nervt er nach einigen wochen. 🙂

    wie weit kann man mit dem kleinen hund laufen gehen?

    grüße
    daniel

  3. matbs Says:

    Hehe, also ich weiss ja nicht, wie das bei euch unten in Bayern ist, aber das letzte Mal, dass der Neuschnee an der Bergstrasse mehrere Wochen gehalten hat, sind hier glaub´ ich noch Mammuts und Wollnashörner unterwegs gewesen… 😀

    Das Ende von Nemos Komfortdistanz liegt normalerweise so bei 12 km, ist aber auch abhängig von Tagesform, äußeren Bedingungen (je kälter, desto besser) und Trainingszustand.
    Wir sind hin und wieder auch schon ein bisschen weiter gelaufen, aber das wird ihm dann irgendwann zuviel, und wenn er erstmal die Lust verloren hat, wird´s schnell zäh…

    • Daniel Kopp Says:

      mir gehts ja nicht anders. noch find‘ ich das weiße zeugs ganz cool.

      außerdem ich will auch einen hund 😦
      leider funzt die verbindung hund – mietwohnung hier nicht so ganz.

      kann ja mal unsere katze an die leine nehmen >:-/

      grüße
      daniel

      • matbs Says:

        Wenn du´s schaffst, mit der Katze an der Leine mehrere Kilometer durchzulaufen (ohne dass es zu sehr nach Tierquälerei aussieht…) und das fotografisch belegst, geb´ ich dir ´nen Kasten Bier aus! 😀

        Geduld mit dem Hund, vielleicht geht das ja irgendwann mal besser… 😉

  4. Andy Says:

    Oh man, ich hoffe das zum Wochenende hier auch endlich noch ein wenig Schnee runterkommt, das hört sich (und sieht auch so aus) ja echt traumhaft an bei Schnee zu laufen.

    • matbs Says:

      Unser Schnee hier verzieht sich inzwischen schon wieder, trotz recht konstanter Temperaturen um/unter dem Gefrierpunkt, als würde er heimlich verdampfen oder sowas.

      Aber vielleicht zieht er ja auch nur bei Nacht und Nebel zu euch hoch.
      Ich drück´ auf jeden Fall die Daumen! 🙂

  5. Evchen Says:

    Man will ja schließlich nicht, dass einem der Hund von einer sabbernden dreijährigen Pistensau auf ´nem Plastikbob geplättet wird, die gegen das Vermummungsverbot verstößt und danach Fahrerflucht den Hang runter begeht…
    *weglach*
    Du bist ein wunderbarer Wortakrobat!!

    Und die Bilder und der Lauf machen mich echt richtig neidisch. Ich glaube, ich muß mal nach Bayern fahren und mir einen Schneelauf gönnen. *hachja*

    Und Nemo ist soooo (ich muß das jetzt einfach so schreiben) süüüß! Das Puderschnäuzchen und der Ausbrecher nach links und der Leckerlieblick…och! *dahinschmelz*

    Sache mal, wenn man so komischen Schildchen an den Bäumen folgt, nennen wir die Strecke mal R2, und auf gerader Flur steht da aber urplötzlich nur noch „H4“ was machst Du dahann? Das hatte ich nämlich heute und bin noch ein paar Meter weiter und dann ängstlich umgedreht. Hm…

    • matbs Says:

      Dankeschön für den Wortakrobaten! 🙂

      Bayern????
      Das war jetzt die Rache für die „Pfälzer“ von neulich, oder? 😀

      Der Nemo lässt ausrichten, dass er überhaupt nicht süüß ist, sondern ein ganz wilder, harter, verwegener Kerl, der es mit jedem aufnimmt, der ihn schief anguckt.
      Grroar!
      Außer vielleicht wenn du ein Stückchen Käse oder Fleischwurst für ihn hättest, dann ist er gerne auch mal kurz süß… 😀

      Das mit den Schildchen kommt drauf an, da gibt´s ganz viele Möglichkeiten:

      1) Du passt noch ganz viel doller auf, damit du auch ja auf dem Weg bleibst, auf dem du bist. Wanderwegsmarker sind meist so gesetzt, dass sie an jeder Abzweigung anzeigen, wo´s weitergeht (manchmal allerdings nicht ganz eindeutig). Also Augen auf!

      2) Wenn du Zeit hast und es nicht zu kalt/eklig/dunkel/wasauchimmer ist, sagst du dir einfach „Was soll´s“ und läufst dem neuen Marker hinterher. Irgendwo wird er schon rauskommen.
      Das kann sehr spannend und interessant sein – oder aber dazu führen, dass du plötzlich in einem Kaff im Hinterland stehst, von dem du noch nie gehört hast, und daheim anrufen must, damit dich jemand abholt… 😉
      Tatsächlich geben dir die Wegmarker vielleicht sogar Aufschluss darüber, wo es hingeht – die Kombination aus Buchstabe und Zahl bedeutet eventuell, dass es sich dabei um einen lokalen Wanderweg handelt, der zu einem Ort in der Nähe gehört.
      Wenn das so wie bei uns im Odenwald ist, dann ist der Buchstabe die Abkürzung für den dazugehörigen Ort – OB2 ist zum Beispiel der Weg „Ober-Beerbach 2“, SJ1 der Weg „Seeheim-Jugenheim 1“.
      In deinem Fall könnte R2 also zum Beispiel zu Rengsdorf gehören, und H4 zu Hardert (wohlgemerkt: KÖNNTE. Ich weiss nicht, ob das bei euch genauso organisiert ist wie bei uns).
      Diese Wege sind in der Regel Rundwege und starten und enden jeweils in der Ortsmitte des fraglichen Ortes.

      3) Du hast ein Plänchen oder die Wanderkarte dabei (oder zumindest vorher gut genug studiert), und kannst deshalb genau rausfinden, wo du jetzt bist und wie du wieder auf Kurs kommst. Klappt aber nicht immer, selbst mit Plänchen…
      Oh, und wenn man sich irgendwo erst mal richtig gut auskennt, braucht man das natürlich eh nicht mehr.

      4) Du willst nix riskieren: Dann ist Umkehren immer eine Option (wenn auch eine, der der muffige Geruch der Verzagheit anhängt… 😀 ).

      Ich mache es bei Touren im wirklich Unbekannten, bei denen ich zwingend darauf angewiesen bin, wieder da rauszukommen, wo ich angefangen habe (z.B. weil das Auto da steht) normalerweise so, dass ich die Strecke vorher ganz plane, inklusive aller Wegmarken und Merkmale/Sehenswürdigkeiten/Orte, die ich erlaufen will, und dann ein Plänchen mitnehme (am allerbesten: Der passende Wanderkartenausschnitt [ganze Wanderkarten sind etwas zu sperrig zum Mitnehmen. Aber es gibt da Möglichkeiten…]).
      Damit orientiere ich mich dann unterwegs wenn´s sein muss, und wenn ich mich auf einem falschen Weg wiederfinde, kann ich zumindest meist feststellen, was ich falsch gemacht habe.
      Es gilt:
      Verirrt ist nicht, wer den falschen Weg nimmt.
      Verirrt ist nur der, der den falschen Weg nimmt und nicht mehr weiss, wo er ist… 😉

  6. Ruben Says:

    Wow … tolle Tour. Nur, dass du so einen kleinen Hund hast hätte ich nicht gedacht…

    Von mir aus kann der Schnee noch bis Montag warten, dann habe ich endlich wieder Zeit für ausgedehnte Touren im Wald 🙂 …

    Aber immer wieder schön, in was für ner Gegend du laufen darfst.

    Achja, und egal wie komisch die kleinen laufenden Parkas sind: Schön, dass die Eltern mit ihnen rausgehen !!! (bisschen Gesellschaftskritik an denen, die nicht draußen waren muss ja auch mal sein 🙂 )

    • matbs Says:

      Mein Hund denkt auch nicht, dass ich so einen kleinen Hund habe, das ist also wohl normal… 😀

      Natürlich hast du recht, ist gut, dass die ihren Nachwuchs überhaupt mal mit raus nehmen.
      Andererseits muss man aber auch sagen – das ist bei vielen wahrscheinlich nur einmal im Jahr. Wenn du an einem „normalen“ Sonntag im Odenwald unterwegs bist, kriegst die kaum einen Ausflügler und 50 zu Gesicht, und wenn doch mal, dann nur in unmittelbarer Nähe der Naturparkplätze am Rand des Mittelgebirges…

  7. Hannes Says:

    Hach ja, der Schnee ist schön. Eine wunderbare Tour auch wenn ich mich ein wenig wundere, wie du dort den Überblick behältst. Hier und da mal ein Schildchen zugeschneit – findest du dann noch etwas? ;P

    • matbs Says:

      Hannes, das ist doch noch mein eigener Hinterhof, da brauch´ ich keine Schildchen – die sind nur für Gegenden, wo ich mich überhaupt nicht auskenn´… 😉

  8. cecilia Says:

    hey coole bilder. der winter ist so schön, ich mag diese jahreszeit!!!

    • matbs Says:

      Hi Cecilia!

      Ja, mit so ein bisschen Schnee und Eis zwischendurch, da hat der Winter schon was zu bieten.
      Dankeschön! 🙂

      (Und Yaay dafür, dass nun endlich auch die Automobil-Fachpresse auf mich aufmerksam geworden ist… 😉 😀 )

  9. sportinsider Says:

    Schöne Text und Fotos. Schnee pur. Guter Beitrag.

  10. matbs Says:

    War auch ein schöner Lauf! 🙂

    Dankeschön!


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