Neujahrslauf um die Nonroder Höhe: Fränkisch-Crumbach – Bierbach – Nonrod (12,8 km)

1. Januar 2010

Am ersten Januar muss man laufen gehen.
Ist Pflicht, selbst wenn man übernächtigt, überfressen und/oder verkatert (Schnaps oder Muskeln oder beides) ist, denn wie anders könnte man sich selbst und der Welt bekräftigen, dass auch das kommende Jahr ein gutes Laufjahr werden wird?

Ebend!

Und weil ich das alte Jahr gestern mit einer neuen Strecke beendet habe, kommt für die erste Tour des neuen Jahres natürlich nicht weniger in Frage.
Will heissen: Auch heute muss ein neuer Ort erlaufen werden, damit 2010 genauso anfängt, wo 2009 aufgehört hat.

Ok, vielleicht nicht ganz genauso, ein bisschen besser sollte es schon werden, nach der furchtbaren Sylvesterrunde nach Viernheim… 😉

Deswegen hab´ ich mir auch was Schönes ausgesucht:
Das Dörfchen Bierbach im Odenwaldes nämlich.
Eigentlich nur ein Weiler mit ein paar Häusern, deswegen hab´ ich ihn bisher wohl auch immer verpasst, wenn ich in der Gegend war.
Aber wunderschön gelegen, versteckt in den Hügeln am Nordende des Gersprenzals zwischen Fränkisch-Crumbach und Wersau.
War ich noch nie, wollte ich eh schon länger hin, und außerdem klingt der Name irgendwie nach „Bierbauch“, was irgendwie ganz gut dazu passt, wie ich mich nach über einer Woche Feiertagsvöllerei fühle… 😀


Vor dem Start noch Neujahrsmittagessengehen im Gasthaus Zur Linde in Fränkisch-Crumbach, direkt gegenüber vom alten Gemming´schen Schloss in der Ortsmitte (dabei beschränke ich mich in weiser Voraussicht auf ein Pfännchen Bratkartoffeln mit Kräuterschmand, das ist nicht ganz so üppig und auch lecker).

Und dann wird gestartet.
Direkt nach dem Essen, mit vollem Magen und immer noch gut muskelkaterigen Beinen.
Man darf´s nicht zu einfach machen beim ersten Lauf des Jahres!

Dafür bin ich aber auch nicht alleine, denn Nemo hat sich netterweise bereit erklärt, mich zu begleiten.
Oder vielleicht ist er auch gar nicht gefragt worden. So genau weiss ich das jetzt nicht mehr… 😀

Und zwar erstmal die wunderschöne Darmstädter Str. im Herzen Fränkisch-Crumbachs hoch, vorbei am Eingang zum Schlossgarten und den schönen alten Fachwerkhäusern mit den gußeisernen Laternen davor.
Es ist frostig kalt, die unliegenden Gipfel und Bergrücken des Odenwalds sind in eisige Nebelwolken gehüllt, von schräg vorne treibt uns der Wind Schneegriesel ins Gesicht – der Winter ist wieder da, offensichtlich. Passt aber irgendwie zu Neujahr.

Nach wenigen Metern halbrechts den Römersberg hoch, eine schmale, leicht ansteigende Gasse die mit alten, holzgeschindelten Häuschen gesäumt ist und mir gerade im leichten Schneetreiben total gut gefällt.

Noch besser gefällt mir allerdings die Überraschung, die am Ende der Gasse wartet.

Ich weiss nicht, wie´s euch geht, aber bei mir können manchmal kleine Details über Wohl und Wehe eines Laufs entscheiden – irgendwas besonders Nettes gleich am Anfang, über das man sich so richtig freuen kann, und die Tour wird super, egal wie widrig der Rest ist.
Oder ein besonders blöder Aufreger, und selbst herrlichster Sonnenschein und wunderbarste Natur können den Lauf nicht mehr retten.

Heute haben wir Glück, es ist Variante 1:
Also wir das obere Ende des Römersbergs erreichen, wo die Gasse in die breitere Schleiersbacher Str. mündet, steht da auf einmal ein Blasorchester vor uns, 20 dick eingemummelten Personen mit Posaunen und Trompeten, und gibt einer Handvoll Anwohner, die in ihren Hofeinfahrten stehen oder aus den Fenstern schauen, ein Ständchen.

Offenbar sind wir mitten ins traditionelle Neujahrsblasen geraten, bei dem der Posaunenchor der örtlichen Kirchengemeinde durchs Dorf zieht und musiziert.
Einfach so, mitten im Wohngebiet, bei Schneetreiben, Kälte und Eiswind.
Mal ehrlich: Das ist so unheimlich nett und freundlich, da kann man sich wirklich nur drüber freuen.
Zumal die auch noch richtig gut spielen.
Gerade als wir vorbeilaufen setzen sie zu einer schmissigen Melodie an, die uns regelrecht weiterträgt, mit den warmen, rhythmischen Blechblastönen im Ohr und einem kleinen, noch wärmeren Lächeln innendrin, weil das so total nett ist.

Wir laufen weiter die Schleiersbacher Str. entlang durch Fränkisch-Crumbach, am Grund eines kleinen Tälchens nach Nordosten, dann aus dem Ort hinaus und in die weiten, wiesenbedeckten Hügel.
Irgendwie find´ ich die Gegend um Fränkisch-Crumbach immer hübsch, egal ob bei strahlendem Sonnenschein oder wie heute unter schiefergrauen Eiswolken. Einfach schön hier, da läuft sich´s prima, trotz leicht kateriger Beine und vollem Bauch.
Findet Nemo übrigens auch, der dreht gerade so richtig auf und läuft weite, ausgelassene Schlenker in die angeschneiten Wiesen links und rechts des Wegs.

Wir folgen dem „Kulturlandschaftspfad“ (FC4) leicht aufwärts durch das Tälchen, links in der Hügelflanke zieht langsam der Hof Schleiersbach vorbei (dort hab´ ich Sommer auf einer Zweitageswanderung mit Freunden übernachtet – falls ihr mal eine günstige, gemütliche, gastfreundliche Unterkunft im nördlichen Odenwald sucht, kann ich den nur empfehlen 😉 ), kurz darauf erreichen wir eine… na ja, nennen wir´s mal Anhöhe, eigentlich ist es nur ein sanfter grüner Hügelrücken, von der´s aus runter ins nächste Tälchen nach Bierbach geht.

Sehr nett, Bierbach.
Ein paar alte Höfe und ein paar etwas neuere Häuser (insgesamt vielleicht 10 Haushalte), schön drapiert in eine flache Taldelle zwischen den Hügelwiesen, durch die ein kleines Bächlein fliesst (der Bierbach, wie ich annehme).

Wir laufen geradewegs durch (das geht schnell), an einem angefrorenen Dorfteich vorbei die einzige Strasse des Örtchens hoch (außer uns und ein paar verschneiten Pferden auf den Weiden zwischen den Häusern herrscht vollkommene neujährliche Ruhe), dann links den etwas schlammigen Bierbachweg (gelbe 6) hoch, der über einen breiten Hügelrücken über dem Weiler west- und leicht aufwärts bis zum Waldrand führt.

Auch der Wald erweist sich heute als richtig nett, dank stimmungsvollem Schneetreiben zwischen den kahlen Wipfeln und puderzuckrig-weisslichem Schneestaub über dem braunen Laub.
Wir bleiben dem Bierbachweg treu, folgen ihm durch ein paar gemächlich ansteigende Kurven weiter nach Westen. Hier ist mal etwas mehr los, hinter jeder zweiten Ecke begegnen uns gutgelaunte Neujahrsspaziergänger (meist mit Hund), die allesamt freundlich grüßen und ein frohes neues Jahr (bzw. „Proust Neijoar“, wie man hier hinten sagt) wünschen.

Insgesamt vielleicht 1,2 km, dann erreichen stoßen wir den Waldrand am Parkplatz Heilsruhe über Schleiersbach, und wechseln scharf rechts auf den Saar-Rhein-Weg (gelbes Plus), der aufwärts in den Wald führt.

Hier melden sich zum ersten Mal Muskelkater und voller Magen zu Wort – das erste Stück in den Wald rein ist sacksteil und superanstrengend, besonders wenn man nicht so richtig in Topform ist. Da beschweren sich die Waden schonmal ein bisschen, und die Atmung wird etwas unsteter…

Zum Glück nur ein kurzes Stück, dann erreichen wir die große Kreuzung über Fränkisch-Crumbach, wo´s links zur Nonroder Höhe geht und rechts runter nach Wersau.
Wir laufen allerdings geradeaus, den bequemen Höhenweg entlang, der geradewegs über den bewaldeten Bergrücken (der hier so breit ist, dass es fast wie Flachlandwald aussieht) in Richtung Groß-Bieberau führt (HW17, Markierung blaues Dreieck).

Superangenehm, der Weg ist breit, gut in Schuss und leicht abfallend, der Wald liegt einsam, friedlich da, bedeckt von einer hauchdünnen pudrigen Schneeschicht, bis auf unsere gedämpften Schritte und das leise Klimpern von Nemos Hundemarke herrscht eine wunderbare Stille.

Nach ein paar hundert Metern biegen wir links ab, auf den HW12 (weisser Doppelbalken), der durch ein Seitentälchen hinunter ins Fischbachtal führt.
Ein paar Serpentinen bergab, dann erreichen wir eine Wegscheiden kurz vor dem Weiher am Waldrand über Niedernhausen (war mir spontan eine alte Sage in Erinnerung ruft, die ich neulich gelesen habe: Irgendwo bei Niedernhausen soll mal ein Wassergeist, der in einem Weiher [vielleicht diesem hier?] wohnte, einen Hund ersäuft haben, der ihm nachgestellt hat. Hmm, Nemo, pass bloß auf… :D) und machen eine scharfe Linkskurve, auf einen ordentlichen aber unmarkierten Forstweg, der uns rüber ins nächste Seitental nach Nonrod bringen soll.

Hier geht´s wieder bergauf, und das nicht zu knapp.
Keine Monstersteigung, aber eine lange und stetige, den vorgelagerten Vorberg hinauf.
Uffa, da merk´ ich dann doch so langsam, dass ich nicht in Topform bin, das fällt so richtig schön schwer, vor allem den verkaterten Oberschenkeln, die jeden schweren Schritt mit indigniertem Grummeln quittieren.
Immerhin hat der Köter Spaß und rennt vorneweg, als könnt´ ihn kein Wässerchen trüben.
Unsolidarisches Mistvieh…

Über den Rücken und gleich wieder bergab (yaay), bis links der Spitzesteinweg (gelbe 2, außerdem das rote S des Alemannenwegs) abgeht, dem wir laut Plan folgen müssen.
Der geht wieder steil bergauf, und ist zudem auch noch ein schlammiges, halbgefrorenes Ziegenpfädchen.
So ein blöder Plan…

Hilft aber nix, da geht´s jetzt hoch, schnaufend, rutschend, schwitzend (ich) oder auch vergnügt und bester Dinge (Nemo), in ein schmales Bachtal, dort einen noch steileres, schlammigeres, kleineres Ziegenpfädchen hoch (aaargl) und schließlich, schon leicht derangiert (wieder: ich) bzw. weiterhin vergnügt und bester Dinge (wieder: Nemo) auf die Fahrstrasse von Niedernhausen nach Nonrod.
Huijuijui…

Hier läuft sich´s wieder besser, die Strasse ist bequem, nicht zu steil und vollkommen verkehrslos, so dass wir kurz darauf den unteren Rand des ruhigen kleinen Bergdörfchens Nonrod erreichen, das sich hoch über dem Fischbachtal in eine Kerbe zwischen den umliegenden Kuppen schmiegt.

Eigentlich könnten wir hier geradewegs die Strasse bis zur Nonroder Höhe hochlaufen, von der aus es dann wieder runter nach Fränkisch-Crumbach geht.
Wollmer aber net, denn im Wald westlich über dem Ort versteckt sich das Naturdenkmal Spitzestein, an dem ich noch nie gewesen bin, das wird jetzt einfach nochmal mitgenommen, auch wenn´s ein kleiner Umweg ist.

Deshalb gleich nach dem Ortsteingang scharf rechts, zwischen den ersten alten Fachwerkhäusern hindurch auf den Nonrod-Weg (F3), der – wieder mal mit ordentlicher Steigung – in den Wald am Spitzestein über Nonrod führt.

Mal unter uns: Das mit dem Bergauflaufen wird heute wohl nicht mehr besser, im Gegenteil, hier grummeln meine verkaterten Beine schon nicht mehr, sie kreischen eher… Urglwxsfrtautsch!!
Um´s noch unangenehmer zu machen, ist auch noch die Strecke eine Katastrophe – vor nicht allzulanger Zeit sind hier wohl die Waldarbeiter durchgekommen und haben den Weg mit ihren schweren Waldarbeiterlasterbaggerpanzerfahreugen in ein zerwühltes Miniaturgebirge verwandelt, das erst gefroren und dann in den letzten wärmeren Tagen wieder angetaut ist.
Ergebnis: Eine holprige Kraterlandschaft aus schienbeintiefem, halbgefrorenem Glibberschlamm, in dem man nur mühsam vorwärtskommt, weil man bei jedem Schritt unweigerlich ein paar Zentimeter zurückrutscht…

Immerhin lohnt sich die mühe, denn der Spitzestein, der trotz dem widrigen Wegschlamm langsam aber sicher links über uns auftaucht, macht wirklich was her: Eine imposante, hochaufgetürmte Formation titanischer Felsen, die den gesamten Berggipfel bedeckt, das hat was.
Wenn´s wärmer wär und ich fitter, würden wir vielleicht mal hochklettern, aber heute nicht. Außerdem müssen wir uns eh ein bisschen beeilen, denn so langsam geht´s schon auf vier zu, da wird´s bald zu dämmern anfangen.

Also nur außenrum, dem F3 hinterher um den Spitzestein, dann runter zum Waldrand an der kleinen Passhöhe zwischen Nonrod und Meßbach (das man hier und da schon mal zwischen den Bäumen am steil abfallenden Hang hindurchschimmern sieht), während der Weg immer mieser wird, bis man ihn schließlich nur noch mit rudernden Armen und großen, vorsichtigen Schritten navigieren kann (einmal erwischt´s mich trotzdem, ich versinke bis zum Knie in einer Schlammpfütze mit eisigem, halbgefrorenen Wasser, dass so kalt ist, dass es weh tut. Ack!).

Über den Asphaltweg zwischen Nonrod und Meßbach und einen namenlosen, unmarkierten Feldweg hoch, der durch die Wiesen geradewegs hinauf ins Wäldchen am Schreckskopf führt, wo wir uns kurz verirren und schließlich querfeldein durch das trockene, frostige Laub am Waldboden bis auf den Panoramaweg (F1)/Rodenstein-Rundweg (FC3) durchschlagen, der uns dann geradewegs auf den offenen Bergsattel der Nonroder Höhe bringt.

Boah, hier ist es so richtig eklig.
Wie gesagt, ein offener, platter Höhensattel in exponierter Lage, da kann der sibirische Nordwind ungehindert über die weisslichgrünen Wiesen wehen und die gefühlte Temperatur dank Chill Factor in den zweistellig
negativen Minusbereich drücken.
Da ich nur für einstellige Minusbereiche gekleidet bin, geht das durch Mark und Bein, ist beinahe schon schmerzhaft kalt.
Nix wie weg hier!

So schnell wie möglich hetzen wir über die eiswolkige Anhöhe, tief in den grausamen Wind gebeugt, bis zur Kreuzung bei der dürren Baumgruppe „12 Apostel“ direkt über Nonrod, wo wir rechts auf den Baronsruh-Weg (gelbe 4) abknicken, der leicht abwärts durch die Wiesen in Richtung Gersprenztal führt.

300 Meter, dann umfasst uns der Waldrand, und obwohl die Bäume hoch und alt sind und weit auseinanderstehen, lässt der schreckliche Wind sofort nach. Fühlt sich fast schon heimelig warm an, hier drin… 😉

Steil talwärts, den Waldweg runter, bis wir auf den Fränkisch-Crumbacher Lokalweg „Rund um Güttersbach“ (FC2) stoßen, bis wir schließlich das untere Ende des Waldes auf einem breiten Hügelrücken westlich von Fränkisch-Crumbach erreichen.

Von jetzt an ist es ganz einfach: Einfach nur noch dem bequemen Weg auf dem kleinen Höhensattel folgen, immer den Hügelrücken entlang bis nach Fränkisch-Crumbach. Zieht sich noch mal ein bisschen ist aber richtig hübsch, so etwas erhöht durch die sanft geschwungenen Wiesenhügel, während rechts im Tal der Weiler Güttersbach vorbeizieht, und links die ersten Ausläufer von Fränkisch-Crumbach.
Wir beeilen und ein bisschen, denn inzwischen ist Viertel nach Vier durch und es dämmert ordentlich.

1,2 km, dann laufen wir wieder in Fränkisch-Crumbach ein.
Schafhofgasse, eine Ecke des Orts, die mir bisher vollkommen unbekannt war. Wir passieren einen großen Reitplatz und die Dorfschule, dann geht´s abwärts in die Ortsmitte, rechts die schmale Klostergasse runter, dann links in die Rodensteiner Str., wo uns bereits der schöne Anblick der alten Kirche und des Rodenstein´schen Schlosses am Anfang der Darmstädter Str. erwartet.

Da müssen wir dann nur noch rein, und gut is´.
Erster Lauf des neuen Jahrzehnts: Erfolgreich absolviert.
War zwar ein bisschen kalt und matschig und vielleicht hier und da ein bisschen anstrengend, aber insgesamt trotzdem richtig schön, wegen der wunderschönen Gegend und der neuen Strecke und dem netten Posaunenchor… 🙂

Strecke: 12,8 km
Zeit: Jaja
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 89,06% (11,4 km von 12,8 km)
Karte:

M.

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2 Antworten to “Neujahrslauf um die Nonroder Höhe: Fränkisch-Crumbach – Bierbach – Nonrod (12,8 km)”

  1. Daniel Kopp Says:

    was mir nicht in die birne geht: warum präparieren die waldarbeiter den weg nicht einfach wieder so wie er vorher war. da krieg ich echt haarausfall. die haben doch eh immer so lustige trekker mit schaufeln dran.

    bei uns fällen sie dauernd irgend welche baumriesen auf trails und fahren mit den raupen drüber. die alten pfade – in jahrzenten entstanden- sind futsch.

    zudem werden bei uns bäume mit wegweisern zu fall gebracht. die schilder liegen dann schön am boden rum. nur, wo zum teufel soll ich jetzt lang?

    lg
    daniel

  2. matbs Says:

    Tja, nicht umsonst gilt der Waldarbeiter als natürlicher Feind des Läufers (aber einer mit Kettensägen, also vorsicht!)… 😉

    Dass immer wieder Wege von schwerem Gerät beschädigt werden, damit muss man wohl leben.
    Andererseits hat die Forstwirtschaft hin und wieder aber auch mal was Gutes – an der Rückseite meines Hausberges Melibokus ist vor ein paar Jahren beispielsweise eine riesige Hangfläche auf einmal gerodet worden. Eigentlich überhaupt nicht hübsch, aber seitdem hat man von dort aus einen herrlichen Blick nach Süden, in den Odenwald rein und die Bergstrasse runter, der früher von den alten Bäumen verdeckt war (und es in ein paar Jahren wieder sein wird, wenn die Neuen nachgewachsen sind).

    Das mit den Wegweisern ist allerdings wirklich Mist.
    Sowas ist mir bisher glaub´ ich erst ein einziges Mal passiert (Baum mit dem entscheidenden Wegmarker an einer Wegscheide weg, deshalb geradeaus gelaufen anstatt links abzubiegen), allerdings ist der GeoNaturpark Bergstrasse-Odenwald bei der Pflege seiner Wanderwege auch extrem auf Zack.
    Im Zweifelsfall ist es auf jeden Fall eine gute Idee, solche Schäden einfach mal kurz einer zuständigen Stelle (z.B. Wanderverein oder Naturparkverwaltung) zu melden, das hilft dir zwar vor Ort nicht unmittelbar weiter, aber dann kann sich jemand drum kümmern, dass beim nächsten Mal wieder alles in Ordnung ist…


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