Wormser Süden im Schnee (7 km)

9. Januar 2010

Einerseits wollte ich ja nicht mehr laufen gehen, bis die neuen Schuhe da sind.

Andererseits: Wenn man Samstags sowieso über den Rhein nach Rheinhessen fährt, dann wär´s doch irgendwie Schade, die Gelegenheit zu verschwenden und keine Runde da drüben zu drehen.

Wieder andererseits (ja ja, ich weiß, ich kling´ gerade wie Tevje der Milchmann… :D): Was Weites tief im Hinterland ist heute nicht drin, nicht nur wegen dem sterbenden Schuhwerk (nein, die Neuen sind auch heute nicht angekommen), sondern auch, weil Wintertief Daisy unterwegs ist.
Das hat uns hier im Nordosten vom Südwesten (oder dem Südwesten der Mitte?) zwar lange nicht so gebeutelt wie viele andere Teile der Republik, aber auch 15 bis 20 cm Neuschnee (mit der unsicheren Aussicht auf mehr) sind auf jeden Fall genug, um eine Tour durch die rheinhessische Pampa zu verhindern – nicht nur weil´s unbequem und unsicher ist, so weit weg von zuhause, sondern auch und vor allem, weil ich nicht weiss, ob ich die Navigation über die einsamen merkmalslosen offenen Hügelplateaus hinkriege, wenn eine geschlossene Schneedecke die Wege unsichtbar macht…

Is´ also nich.

Aber was Kleines geht.
Zum Beispiel …in Worms.
Da komm´ ich eh durch, und seit ich im Sommer mal eine etwas verunglückte Tour am südlichen Stadtrand gemacht habe, gibt´s da eine Laufstrecke, die nicht mit dem Rest des Streckennetzes verbunden ist.
Das wird heut´ nachgeholt!


Fahrt nach Worms: Problemlos, trotz der Weltuntergangsprophezeiungen, die die Wetterberichte seit Tagen raushauen – die Strassen sind frei, der Schnee am Strassenrand reichlich aber nicht meterhoch, nur ein paar vereinzelte Flocken taumeln aus dem stahlgrauen tiefen Himmel.
Kein Schneechaos, zumindest nicht zwischen Mannheim und Frankfurt.

Ich starte am Hammelsdamm, auf dem Parkplatz vor dem Wormser Tiergarten (da muss ich auch mal wieder reinschauen – aber heute nicht) im Waldgebiet am Rande des Stadtparks am Südrand der Stadt.

Ausgestiegen, fertig eingepackt (so kalt ist es nicht, vielleicht -3°, fast schon Frühling…) und gleich los, über den festgefahrenen Schnee des asphaltierten Hammelsdamms zwischen den Bäumen hindurch auf einen Weg am Rand des Stadtparks („Ludwigslust“?), dort dann westwärts. Läuft nicht so richtig doll, wegen dem desolaten Schuhwerk, aber auch, weil sich der Schnee nicht so richtig dolle läuft – entweder man läuft die schmale, plattgetretene Spur in der Wegmitte, die hart und rutschig ist, oder man weicht in den jungfräulichen Neuschnee am Wegrand aus, der einem ein ganzes Stück über die Knöchel reicht, bei jedem Schritt in die Schuhe rinnt, und so locker ist, dass man nicht so richtig Halt hat.
Aber ich hab´s ja nicht eilig heute, schließlich sind´s nur ein paar kurze Kilometer…

Nach ein-, zweihundert Meter knickt der Weg nach links, zurück durch ein paar Meter Wald auf den festgefahrenen Schnee des Hammelsdamms, auf dem ich rechts unter der B9 durchlaufe.
In der Mitte der Unterführung gibt´s ein kurzes Stück ohne Schnee, der Asphalt ist ungewohnt fest und unangenehm hart.

Nach der B9: Geradeaus.
Der verscneite Asphaltweg heisst führt weiter nach Westen, rechterhand ziehen die Zäune von unzähligen Kleingärten vorbei, links hat´s hohe Alleebäume, hinter denen sich der kleine Damm erhebt, der das Stadtgebiet von den offenbar überflutungsanfälligen Flachlandfeldern in der weiten Uferebene südlich der Stadt abtrennt.

600 m., dann geht´s links auf den Damm und gleich danach unter der nächsten Strassenunterführung durch, dahinter dann an einer Fußgängerampel über die Klosterstr. in die Karl-Marx-Siedlung, eine schlichte Arbeitersiedlung mit bescheidenen Gärten und kleinen Häuschen aus den 30er-Jahren.

Links, die Stauffenbergstr. runter, am Rand der Siedlung entlang. Hier ist nicht geräumt und weniger gefahren, entsprechend ist die Schneedecke über der Strasse noch etwas dicker und weicher, eigentlich ganz angenehm.

Ich umrunde das Wohngebiet halb, immer auf der Ringstrasse zwischen Häusern und dem Mäuerchen bzw. dem Damm, die den Siedlungsrand markieren.
Am südwestlichsten Zipfel will ich mal schauen, ob man über die Bahngleise weiter nach Westen kann, Google Earth und der Stadtplan waren da nicht ganz eindeutig.
Die Realität allerdings schon – sofern ich nicht durch eisigen Altbach waten will (ich will nicht), der hier in einer Röhre unter den Gleisen durchführt, ist kein Durchkommen.
Also wieder zurück nach Norden, nun auf dem „Kuhriegel“ zwischen Bahnstrecke samt Lärmschutzwand und Häusern den Westrand der Karl-Marx-Siedlung hoch, bis an den Lerchenweg, wo ein schmaler Fußgängertunnel unter den Gleisen in den schmalen Feldstreifen westlich der Häuser führt.

Sind allerdings nur ein paar Meter, dann geht der Feldweg in die Bobenheimer Str. über. Industriegebiet am Rand der Zollhaussiedlung mit den üblichen Lagerhallen, Autoteilefirmen, Alteisenhändlern.
Nicht hübsch, nicht charmant, aber das stört mich heute nicht.
Hier ist heute gar nichts los, der Schnee liegt fast jungfräulich auf den Bürgersteigen, selbst die breite Strasse wird nur von ein paar einsamen Reifenspuren zerfurcht, außer mir ist keine Menschenseele zu sehen. Das hat was.
Und außerdem: Immer möchte ich hier niemals nie nicht laufen, aber so hin und wieder ein bisschen Industriegebiet, das ist irgendwie auch mal interessant, eine Abwechslung, eine Erinnerung daran, dass man überall laufen kann, vor allem die Strecke neu ist und die Alternative „gar keine Runde“ gewesen wäre.

Ist vielleicht auch eine Frage der Erwartungshaltung.
Heute hab´ ich schlichtweg keine.

Worms ist eine vielschichtige, interessante Stadt, die Einiges zu bieten hat: Römerstadt, Burgunderstadt, Nibelungenstadt, Kaiserstadt, mit historische Plätze, Altstadt mit Dom, Jugendstilbürgerhäuser, Rheinufer, kleine, dörfliche Weinorte jenseits der Innenstadt im Hinterland.
Aber Worms ist auch eine Industriestadt am Rand des Ballungsraums, mit Fabriken und Gewerbegebieten, mit Schnellstrassen und Bahndämmen, kleinen, schmucklosen Malochersiedlungen und kiezartigen, leicht verwahrlost wirkenden Häuserzeilen am Rand der Innestadt.

Und heute, das war mir von vornherein klar, heute laufe ich durch das industrielle Worms, durch die Industriegebiete und kleinen Arbeitersiedlungen. Da erwarte ich keine großartigen Entdeckungen, keine Naturwunder oder Kulturdenkmäler, keine unberührte Natur und keine Premiumstrecken.
Heute will ich ganz einfach ein paar kurze Kilometer abspulen, irgendwo wo ich noch nicht gelaufen bin, mit der Hauptaufgabe, die Strecke aus dem Sommer mit dem Rest des Streckennetzes zu verbinden.
Mehr nicht, deshalb ist es überhaupt nicht schlimm, dass ich durchs Industriegebiet und die Vorstädte laufe.
Im Gegenteil, ist sogar irgendwie befreiend und nett, mal ohne große Erwartungen durch eine Landschaft zu laufen, die man sonst eher aktiv vermeidet.
Besonders, wenn diese Landschaft nicht deprimierend graubraun daherkommt, sondern in das helle, jungfräuliche Weiß von 15 cm Neuschneee gepackt ist ;).

Am Ende der Bobenheimer Str. wechsle ich rechts auf die
Niedersheimer Str., die ihrerseits kurz darauf an der Weinsheimer Str. endet, wo ich wiederum rechts auf einen verschneiten Fußweg einbiege, der durchs weissgraue Niemandsland zwischen Bahntrassen und Gewerbehallen nordwärts in Richtung Innenstadt führt, von wo bereits die vier Türme des Wormser Doms herübergrüßen, die ich heute allerdings nicht mehr erreichen werde.

Hier begegnet mir auch der erste und einzige Jogger für heute, ein junges Mädel, das so mit dem Gedudel ihres dämlichen Ipod und der Anstrengung, einen Fuß vor den anderen zu setzen, beschäftigt ist, dass sie keine Zeit zum zurückgrüßen hat.
Blöde Pute!

500 m. mehr oder weniger offen Fläche (mit schneidendem, bitterkalten Nordwind direkt von vorn), dann gibt´s noch einen Nachschlag Industriegebiet, als der Fußweg in die Strasse „Im Winkel“ übergeht, die sich zwischen Fabrikhallen und Bahngleisen nordwärts zieht und schließlich in der Speyerer Str. aufgeht, die von enge, ältere Arbeiterhäuschen gesäumt ist.
Wie sich das für eine Arbeitersiedlung gehört, sind die Bürgersteige hier alle vorbildlich gefegt und entschneet – mal wieder etwas harter, ehrliche Asphalt statt dem lockeren, weichen Schnee, das tut eigentlich ganz gut.

Speyerer Str. rechts, nächste Bahnunterführung, dieses Mal schon breit und unter mehrern Gleisspuren durch, sie zum Wormser Hauptbahnhof zu einem breiten Trassenband vereinigen, dahinter an der nächsten Kreuzung rechts in die breite Gutleutstr und westwärts am wenig nordisch wirkenden Hotel Asgard entlang (bei dessen Anblick stelle ich mir unwillkürlich vor, dass hinter der nüchternen Fassade muskelbepackte Typen mit Hörnerhelmen und fette blonde Frauen mit Flügelhelmen rumhocken, gelangweilt Met saufen und nie all werdende Schweinesteaks fressen und darauf warten, dass jetzt endlich mal Ragnarök kommt und sie sich von einem Haufen Riesen und dem größten Wolf der Welt auffressen lassen können. Das amüsiert mich so ein bisschen…).

Auch hier ist´s furchtbar Gewerbegebietig, auch wenn anstelle von Lagerhallen und mittelständischen Firmen nun seelenlose Großmarktrückfronten dominieren, die ich nicht wirklich gefallen wollen (mannmannmann, so eine 200 m. lange OBI-Rückseite ist nicht gerade Postkartenpittoresk, das kann ich euch sagen).

Immer die Strasse runter (die nun Scheidtstr. heisst), über die quer verlaufende Klosterstr., dahinter weiter, auf einem Stück, das offensichtlich nicht für Fußgänger gedacht ist, denn hier hat´s keine Bürgersteige mehr – zwischen der nackten Fahrbahn und den Metallzäunen der Anrainerbetriebe gibt´s nur einen schmalen, abschüssigen Streifen Tiefschnee, unter dem sich wahrscheinlich ein bisschen kränkliches Böschungsgras versteckt.
Hier läuft sich´s richtig, richtig mies!

Über einen Kreisverkehr, der so neu ist, dass Google Earth ihn noch nicht kennt, bis an vierspurige B47, die südwärts aus der Stadt in Richtung Ludwigshafen ausfällt.
Auch hier: Kein Bürgersteig, keine Radweg, nur ein kümmerlicher und unsäglich mies zu laufender Minigrünstreifen von gerade mal 30 oder 30 cm breite, direkt neben der Fahrbahn, wo die Autos vorbeirasen und mich mit bräunlich-salzigem Schneematsch einspritzen.
Ekliges Stück, das gefällt mir gar nicht mehr, und der arme halbgefrorene, totgefahrene Marder, auf dem ich fast ausrutsche, macht´s auch nicht besser.

Zum Glück nur 250 m., dann bin ich wieder im Stadtgebiet und kann rechts über den Parkplatz am Sportgelände Jahnwiese zum Friedrichsweg rüberstoßen, auf dem´s nach rechts gut, auf einer Brücke über die B9 (übrigens bekanntes Terrain, denn hier bin ich vor zweieinhalb Jahren beim Nibelungenlauf vorbeigekommen, damit ist das Streckennetz geschlossen), direkt dahinter dann rechts in den hübschen und tief verschneiten Stadtpark.

Kurz unter Bäumen entlang, dann am Rand einer großen Wiese südwärts, geradewegs über den stark frequentierten kleinen Rodelhügel, dahinter wieder abwärts und am Tierheim vorbei zurück zum Tierpark und dem wartenden Auto.

Und das war´s dann auch schon – gerade mal sieben nicht so furchtbar reizvolle Kilometerchen, aber eben auch sieben Kilometer mehr als ursprünglich geplant. Bin ich mit zufrieden, zumal so eine Tour durch semiurbanes Gebiet so hin und wieder mal auch ganz interessant ist – immer wollt´ ich´s nicht machen aber als „Mal was Anderes“ ist es vollkommen ok.

Strecke: 7 km
Zeit: Nicht genommen
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 94,71% (6,63 km von 7 km)
Karte:

M.

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21 Antworten to “Wormser Süden im Schnee (7 km)”

  1. Evchen Says:

    Jaja, netter Lauf, aber…. oh oh, Du hast hier lauter, aber sowas von leckere Sachen für mich angesprochen! *händereib*

    Ich steh` auf Worms oder eigentlich nicht. Ich steh` auf die Nibelungensage, allerdings die etwas „urtümlichere“ mit ohne Christen und so uhund ich steh auf Geschichten über Asen und Drümerüm. *brrritzel* Nein, nix in die falsche Richtung, rein historisch. Das war nunmal die eine der vorherrschenden „Religionen“ in unseren Gefilden. *ganzaufgeregtbin*

    Womit Du mir eine wunderhübsche Herleitung für meinem geplanten weiteren Kommentar zu Deinem Schuhgeiz gibst: werde überzeugter Germanenhistorikerdingens! Dann kannst Du den ganzen Tag in Schlabberklamotten, die lediglich durch ein bißchen Band gehalten werden, herumlaufen. Schuhe? Pah! Völlig überbewertet und Lappen tun es im Winter auch. *gnihihi*

    Ich glaube, Du bist einfach doch beratungsresistent, weil sonst fände sicherlich eine gute Verkäuferin auch g`scheite Klamotten für Dich. Und jetzt erzähl mir nix! Ich hab einen 2m-Hünen zuhaus! Ich weiß, was schwieriges Einkaufen heißt. So. 😀

  2. matbs Says:

    Ok.
    Aber du weisst schon, dass die „urtümlichere“ Nibelungensage mit ohne Christen und so eigentlich erst vom spinnerten ollen Wagner für seine Endlosoper zusammengestückelt wurde, während die Originalüberlieferung (die ja aus dem Hochmittelalter stammt) nicht ohne ein bisschen Kirche auskommt (z.B. in Form des Königinnenstreits, der sich ja vor dem Gottesdienst an der Dompforte ereignet, oder natürlich in der Wormser Lokallegende, derzufolge Siegfried den Burgundern seine übermenschliche Kraft demonstriert haben soll, indem er einen Mühlstein über das Schiff des Wormser Doms schleuderte).
    Viele neuere Nibelungenversion (z.B. die von Russell oder Alex Alice, aber wohl auch die von Grundy) bedienen sich vor allem bei Wagner, so dass man die „klassische“ Version leicht übersieht.
    Falls du mal in der Gegend bist und noch nicht da warst, solltest du auf jeden Fall mal über einen Besuch im Wormser Nibelungenmuseum nachdenken, das ist sehr interessant.

    „Asen“ sagen wir hier auf dem Laufblog nicht, das klingt so ein bisschen zu geeky (und außerdem wollen wir die Vanen nicht verärgern 😉 ), wir benutzen den distanzierteren Begriff „nordische Mythologie“… 😉

    Und rein historisch?
    Uh-huh, ja nee, is´ klar. Das sagt der verblendete Edda-Kreis vom rechten kotbraunen Schmutzrändchen der Gesellschaft sicher auch.
    Da bist du vielleicht lieber mal ein bisschen vorsichtig… 😉 😀

    Germanenhistorikerdingensens sind Spinner, mit denen will ich nix zu tun haben.
    Außerdem glaub´ ich an gute Laufschuhe, aber eben nur ein Paar.

    Und was die nicht passenden Klamotten angeht – tja, wenn du das aus der Ferne besser beurteilen kannst als ich nach Jahrzehnten persönlich erlebter und einschlägig frustrierender Praxis, dann hast du sicher recht… 😉
    (Aber dann nehm´ ich mir auch noch mal das Recht raus, dich darauf hinzuweisen, dass deine „Hundeattacke“ von neulich ganz offensichtlich keine war, das sieht man auf einen Blick aus der Berschreibung, und dass du da unglaublich falsch reagiert hast). 😀

  3. Evchen Says:

    *gröhl* Geiel!

    Nee, ich schreib jetzt nix mehr dazu, sonst artet das aus. Im Nibelungenmuseum war ich schon. Mich hat diese „Kammer“ irritiert. Sehr. Und den Zwirbel da hochzugehen, hat mich mit meiner Höhenangst Überwindung gekostet, war aber spannend.

    So und gut jetzt. 😀

  4. Evchen Says:

    Oder doch? Nein….

  5. Evchen Says:

    Ok, ich hab (sehr sehr leider)nicht (mehr)das Detailwissen, um Dich jetzt „plattzuschreiben“, aber ich würde gern! Es kreppt mich nämlich, *stampf* weil ich gern dischbedier. Aber da muß ich mich verneigen und einfach mal glauben, daß bei Dir noch mehr drin wäre.

    Aber ich hätte es bitte gerne anerkannt, daß ich mir vor Jahren wirklich mal komplett die Edda von Snorri Sturl…wie weiter? vorgenommen habe.

    • matbs Says:

      Hachso, leider leider… 😀

      So ein Zufall, da kann man jetzt natürlich nichts machen (leider hab´ ich keinen Schimmer, wie man den fies grinsenden Teufelshornsmiley macht, der hier eigentlich hin gehört 😉 )

      Oh, und der Mann heisst Sturluson.

      Und wenn du dich tatsächlich Cover to Cover durch diese Sammlung von hunderten gestückelten Versbrocken gewühlt hast…
      (mit solch wirren Kleinoden wie

      „Ihn nur liebt ich
      andre nicht nicht
      schwankte das Herz
      der Halsbandgöttin“
      .
      Jüngeres Sigurlied, Vers 40

      oder auch

      „Der junge Edling
      zur Antwort gab
      Nicht leicht zählt man
      die langhäuptigen
      Schiffe außen
      im Örwasund
      die die Krieger tragen
      aus Trönueyr“

      Jüngeres Lied von Helgi Hundingstöter, Vers 23

      und natürlich DER Klassiker schlechthin:
      „Sag heute Abend
      wenn du die Säue tränkst
      und Futter holst
      für Hündinnen
      daß die Ylfinge
      von Osten kamen
      gierig nach Kampf
      vor Gnipalund“

      Ebenfalls Helgi Hundingstöter, dieses Mal Vers 34)
      …dann wird das latürnich auch anerkannt! 🙂

      • Evchen Says:

        Hab ich. Endlos lange und ich bin oft darüber eingeschlafen und hab heute bestimmt die Hälfte des Inhalts wieder vergessen. 😳
        So und jetzt geh ich mich in die Ecke schämen.

  6. matbs Says:

    Halloohoo?
    Ich hab´ das natürlich abgeschrieben, aus dem Kopf kann ich das kein Stück (hab´ das Teil auch nie gelesen, zu stückelig), da brauchst du dich jetzt nicht schämen… 😉

  7. Daniel Kopp Says:

    schon wieder ein urban run 🙂 und dann noch bei 3°C. du verweichlichst langsam.

    aber wenigstens haben euch die römer ziviliesiert, so müsst ihr wenigstens nicht mehr in den unkomoden fellen und holzkeulen umhertraben.

    und! met trinken?, ist das nicht was fleischiges zum essen? 😦

    auf jeden fall wieder ein schöner launiger bericht. macht spass sowas zu lesen 🙂

    LG
    Daniel

  8. matbs Says:

    Das sind natürlich -3 Grad, auch wenn´s vom Zeilenumbruch verwässert wird…

    Und was heisst hier „verweichlichen“?
    ICH bin hier doch der Läufer, der sich wirklich überallhin traut. Immer nur durch den Wald und die Berge flanieren, das kann ja jeder.
    Aber auch mal mitten rein ins zugebaute Herz des Ballungsraums, dafür brauch´s echte mentale Härte und Belastbarkeit… 😉

    Des Weiteren: Mett. Du meinst Mett. 😀

    Gruß zurück!

  9. Daniel Kopp Says:

    Was ist dann Met? Herr der Härte *verneig*

    google wird von mir jetzt nicht bemüht 🙂

  10. matbs Says:

    Met ist eine Art vergorener Honigwein, der vor allem von Kelten und Germanen getrunken wurde (gibt´s auch heute noch, mir schmeckt er nicht).

    • Daniel Kopp Says:

      ahhhh, das kannte ich nicht. da klaffen wieder kulturelle lücken 😦

      dann war das in etwa der gleiche fauxpas wie den englischen pint falsch auszusprechen 🙂

      lg

  11. matbs Says:

    Ok, einigen wir uns auf diese Formel:

    Du bist am Berg ein bisschen besser (vorerst. Bis ich wieder richtig loslege. Im Frühling. Oder so. Dann wird aaaaaaalles anders. 😉 ), dafür kenn´ ich mich besser mit Alkoholika aus… 😀

  12. matbs Says:

    Klaaaar… 😉

    Kommt aber sicherlich auch drauf an, wieviele White Russians du in der zwischenzeit süffelst, Dude. 😀


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