Mit der Kamera durchs Fischbachtal (14,4 km)

27. Februar 2010

Aaah!
Ich weiß ja nicht, wie´s euch geht, aber bei mir wecken die allenthalben sichtbaren Vorfrühlingsvorboten nach und nach die Lauf- und Lebensgeister. Die Zeit der traurigen Pflichterfüllungsrunden ohne Enthusiasmus neigt sich offenbar (hoffentlich!) dem Ende zu, ich merke so langsam wieder, wie´s mir in den Waden juckt, wenn ich aus dem Fenster schaue und sehe, dass die Welt da draußen nicht mehr uniform grau und farblos ist.

Heute zum Beispiel.
Samstagmorgen mit strahlendem Sonnenschein und wolkigblauen Himmel, dazu milde Temperaturen kurz vor zweistelligen Celsiusgraden, ein schöner, freundlicher, heller, bunter Tag.
Macht mir spontan Lust auf Odenwald, zumal es inzwischen auf den Tag genau einen Monat her ist, dass ich zum letzten Mal richtig drin war im Mittelgebirge hinterm Haus.
Da wird´s Zeit, da hinten mal wieder nach dem Rechten zu schauen… 🙂

Weiterhin stelle ich fest: Ich hab´ Lust aufs Fischbachtal am Odenwälder Nordrand.
Weil´s furchtbar hübsch ist, und eines meiner Lieblingsodenwaldtäler, und weil ich dort noch nie mit dem Foto unterwegs war und dieses Versäumnis schon lange beseitigen wollte.

Also plotte ich mir eine etwas verwinkelte Strecke, von Lützelbach auf der Passhöhe über dem Fischbachtal aufwärts nach Neunkirchen, dann runter ins Tal nach Meßbach und Billings, dann die andere Talseite hoch und über die Heuneburg nach Lichtenberg, dann wieder zurück in den Talgrund und schließlich hoch nach Nonrod, wo ich mich mit meinen Eltern zum Mittagessen verabrede (denen tut´s auch mal ganz gut, wenn sie wieder ein bisschen rauskommen… :D).
Nicht gerade der direkteste Weg durchs Fischbachtal, aber ein schöner mit ordentlich neuer Strecke und den wichtigsten lokalen Highlights für die Kamera.

Start auf dem Wanderparkplatz am westlichen Rand des kleinen Dörfchens Lützelbach, das wie auf einer Stufe unterhalb der Neunkircher Höhe auf der Passhöhe zwischen Modautal und Fischbachtal sitzt.
Hier oben ist es zwar ein bisschen kühler als unten an der Bergstrasse, aber immer noch sonnig, hell und mild.
Perfekte Bedingungen für eine kleine Bergtour:

Bild #1: Am Start: So richtig Lust auf Odenwald!

Zuerst Mal geht´s auf der Brandauer Str. nach Lützelbach rein…

Bild #2: Brandauer Str. in Lützelbach

…dann gleich wieder, hinter dem Spitzewirt rechts und auf der Strasse „Zum Eichwäldchen“ zwischen den schönen, alten Fachwerkhäusern aufwärts…

Bild #3: „Zum Eichwäldchen“

…zum oberen Dorfende, dort dann weiter den großen Modautal-Rundweg (M1) hoch, der auf der alten Teerstrasse am Waldrand und über sonnige Wiesen hinauf nach Neunkirchen führt, dessen Dächer und charakteristische Kirche bereits weiter oben am Hang erkennbar sind:

Bild #4: (Gegenlichtiges) Neunkirchen voraus!

Läuft ehrlich gesagt nicht ganz so gut, wie ich mir das vorgestellt habe.
Zum einen ist da ein eisiger Wind, der über die offenen Hochwiesen bläst und mir trotz der freundlichen Sonne durch Mark und Bein geht (zum Glück wird der verschwinden, sobald ich ins windgeschützte Fischbachtal absteige).
Zum anderen – und das stört deutlich mehr – habe ich immer noch Probleme mit meiner linken Brustseite.
Ist ja schön, dass das EKG vorgestern gezeigt hat, dass innendrin alles in Ordnung ist, aber auch wenn´s nur ein verspannter (oderwasauchimmer) Brustmuskel ist, fühlt sich das nicht wirklich angenehm an:
Wenn ich tief einatme (und das ist nun mal ziemlich unvermeidlich, wenn man eine kilometerlange Steigung mit zweistelligen Steigungsprozenten hochkeucht), entsteht links oben am Brustkorb mit jedem Atemzug ein ekliges Ziehen, das hart an der Grenze zwischen „unangenehm“ und „schmerzhaft“ balanciert.
Gar nicht gut, volle Leistung bringen ist da nicht, also mach´ ich ganz langsam und versuche, mit etwas weniger Sauerstoff auszukommen, als mir eigentlich lieb wäre…

Immerhin gibt mir das Gelegenheit, die schöne Aussicht von der Hochwiese nach Westen zu genießen, bis hin zur Neutscher Höhe und dem Felsberg…

Bild #5: Der Felsberg von der alten Neunkircher Strasse aus. Rechts darunter liegt Beedenkirchen

…die sich jenseits des Modautals in den hellblauen Himmel recken.

Nach ziemlich genau einem Kilometer gemächlichem Aufstieg erreiche ich das untere Ende von Neunkirchen:

Bild #6: Unterer Ortseingang von Neunkirchen.

Auch im Dorg geht´s noch ein Stück bergauf, durch eine schmale, steile Gasse (Neunkirchen ist so klein, dass es hier keine Strassennamen gibt) zwischen den alten Höfen hinauf bis auf den kleinen, aparten Dorfplatz…

Bild #7: Neunkircher Dorfplatz

…auf dem ich links auf die längere Dorfstrasse einbiege, die in den östlichen Teil des pittoresken Dörfchens führt.

Geht leicht abwärts (gut für die Atmung und damit die Brust), vorbei an mehr schönen, alten kleinen Odenwalddorfhäusern und -höfen…

Bild #8

…hinter denen die die steilen Wiesenhänge der Neunkircher Höhe abfallen und immer wieder den Blick zwischen den Gebäuden in die weit unten liegende Dieburger Bucht freigeben:

Bild #9: Blick hinunter zum diesigen, fast 14 km entfernten Otzberg am Nordrand des Odenwalds

Am Dorfende geht´s weiter bergab, den gewundenen Asphaltweg hinab (Steinkopf-Weg, N1), der durch die Skihänge abwärts in die steile Delle des oberen Steinbachtals führt.
Hier liegt immer noch ordentlich Schnee auf den steilen Hangwiesen, trotz des tagelangen Tauwetters immer noch knöcheltief (bzw. noch viel tiefer – als ich zwischendurch versuche, die Böschung am Wegesrand hochzuklettern, um ein erstes Foto vom Fischbachtal zu erhaschen [klappt nicht, der Weg ist schon zu weit unten], sinke ich bis zur Hüfte in eine Schneeverwehung ein. Krass!), das lässt so ein bisschen erahnen, welche Schneehöhen hier oben in den letzten Wochen geherrscht haben müsssen:

Bild #10: Restschnee, glitzert und gleisst herrlich in der kräftigen Mittagssonne

Vorbei an der Talstation des kleinen Neunkircher Skilifts…

Bild #11: Einer der wenigen Skilifte im Odenwald – dieses Jahr hat er sich wahrscheinlich wieder mal rentiert

…und weiter abwärts in den wunderschönen Bergwald des oberen Steinbachtals.

Hier merkt man so richtig, dass der Frühling im Anzug ist.
Zwar liegen auch hier noch große Schneeplacken in den steilen hängen…

Bild #12

…doch dazwischen dominieren bereits die warmen Erdtöne des Waldbodens und das helle grün der moosigen Findlinge.
Die Sonne scheint ungehindert durch die kahlen Baumstämme und malt ein intensives Licht-und-Schattenmuster in den Wald, die Luft schmeckt nach Frühling, und der Wald ist erfüllt vom Gesang der Vögel und vom Rauschen und Gluckern der vielen kleinen Wildbäche und -ströme, die Unmengen von Schmelzwasser von der Neunkircher Höhe talwärts spülen:

Bild #13: Der ganze Hangwald ist voll solcher Bäche

Herrlich!

Ich folge dem Asphaltweg noch ein kleines Stück, durch die sanfte Kurve in der obersten Talbeuge…

Bild #14: Steinkopf-Weg (N1) am obersten Ende des Steinbachtals

…und biege dann rechts ab, auf einen hübschen wenn auch etwas schlammigen Forstweg mit provisorischem Bachlauf…

Bild #15

…über eine schmale Waldwiese mit knöcheltief-verkarstetem Schnee (*krunsch* *krunsch* *krunsch*)…

Bild #16: Waldwiese, dahinter die Hänge unter Neunkirchen

…und direkt danach links auf einen schmalen Waldpfad, auf dem´s weiter den Hang runter geht:

Bild #17: Das ist übrigens der Rimdidim-Weg (gelbe 3)

Am unteren Ende des Pfades komme ich an eine kleine Schutzhütte über einer weiteren Waldwiese, von der aus sich zum ersten Mal auf der heutigen Tour ein richtig guter Blick runter ins Fischbachtal bietet…

Bild #18: Fischbachtal, vom oberen Ende der Wiese über dem Parkplatz Gagernstein in Steinau gesehen.
Im Vordergrund die Häuser von Steinau, dahinter erkennt man Lichtenberg samt Schloss auf dem Bergsattel.
Dahinter öffnet sich das Dieburger Land, mit Reinheim, Groß-Zimmern und Dieburg, noch weiter hinten erstreckt sich der Landkreis Offenbach bis zum Horizont, wo die Türme des 40 Kilometer entfernten Kraftwerks Staudinger am Mainufer bei Großkrotzenburg erkennbar sind

…und über der´s weiter nach Osten geht, auf einem weiteren Weg mit eingebautem Spontanbächlein…

Bild #19: Immer noch Rimdidim-Weg (gelbe 3)

…bis zu einer T-Kreuzung, an der ich rechts hoch auf den Gagernstein-Weg (gelbe 2) wechsle.

Schluss mit Lustig, plötzlich geht´s wieder aufwärts, und zwar ordentlich.
Mit irgendwas um die 20% Steigung muss ich mir nun ein paar der Höhenmeter, die ich soeben bequem losgeworden bin, wieder zurückholen, mit viel Geschnaufe und dem doofen Ziehen in der linken Brustmuskulatur. Argl.

Bild #20: Gagernstein-Weg (gelbe 2). In echt steiler als auf dem Foto…

Wird zum allerdings bald wieder besser, der Weg flacht ab und führt durch den sonnigen Hangwald nach Nordosten…

Bild #21

…an der mit unzähligen runden, klobigen Findlingen übersähte Kuppe des Rimdidim entlang:

Bild #22: Kleines Felsenmeer am Rimdidim.
Der etwas seltsame Name dieses Berges leitet sich angeblich daher ab, dass sein Gipfel einstmals kahl war und man von dort oben „rundherum“ schauen kommte. Aus diesem „rundherum“ wurde auf Ourewällerisch erst „rinderim“ (mit schweren, einmal mit der Zunge angerollten „R“s) und im Lauf der Zeit schließlich „Rimdidim“

Am höchsten Punkt, auf einem kleinen Sattel zwischen dem Rimdidim und einer vorgelagerten Erhöhung, entdecke ich rechts des Weges einen besonders großen Findling, neben dem eine Infotafel zu stehen scheint.
Unerwartete lokale Sehenswürdigkeit, yaay!
Die nehm´ ich mit, ist doch klar:

Bild #23: Gagernstein

Wie sich herausstellt, ist das der Gagernstein, ein mächtiger, vier bis fünf Meter hoher Felsbrocken, in den eine Widmung an den Jagd- und Abenteuerschriftsteller Friedrich von Gagern graviert ist:

Bild #24: Und nochmal: Gagernstein aus der Nähe

Hübsch (auch wenn ich mir nicht sicher bin, jemals was von Friedrich von Gagern gehört geschweige denn gelesen zu haben… ;))!

Direkt nach dem Gagernstein geht´s wieder bergab, nun richtig ins Fischbachtal hinab.
Erstmal am Nordhang runter, hier liegt der angetaute Schnee noch fast fast zehn Zentimeter hoch auf dem Waldweg, ich stapfe mit großen, knirschenden Schritten durch:

Bild #25: Der Winter stirbt, aber er ergibt sich nicht (frei nach Cambronne :D)

Nach knapp 200 m. erreiche ich einen unmarkierten aber dafür weitgehend schneefreien Forstweg, auf dem ich nach links weiter talwärts bis zur nächsten Abzweigung trabe. Hier halte ich mich links, nochmal einen kleinen Vorberg hinauf…

Bild #26: An der Kuppe hinter dem Rimdidim-Haus

…hinter der ich bei der Ruine des Rimdidim-Hauses ankomme:

Bild #27: Rimdidim-Haus von oben

Ein Ort mit bewegter Vergangenheit: Das Rimdidim-Haus wurde in den zwanziger Jahren von den Naturfreunden gebaut, in schöner Lage auf dem bewaldeten Bergsattel hoch über dem Steinbach- und dem Meßbachtal. Im Dritten Reich wurde es von den Nazis enteignet, deutlich erweitert und als „Knabenübungslager“ verwendet, nach dem Krieg fiel es wieder an die Naturfreunde, die es schließlich in späten Sechzigern verkauften.
Die nächsten Jahrzehnte blieb es in privater Hand, bis 2001 schließlich ein Feuer ausbrach – die kleinen Feuerwehren aus den umliegenden Dörfern erreichten das abgelegene Gebäude erst spät, es gab nicht genug Löschwasser, und so brannte das Gebäude schließlich vollkommen aus.
Inzwischen steht es seit fast einem Jahrzehnt als einsame, verfallene Brandruine tief im Wald, graffitti-verschmiert und mit leeren Fenstern, und wartet im Dornröschenschlaf darauf, wieder von der Natur zurückerobert zu werden.

Eine seltsame Stimmung herrscht hier, desolat, bedrückend, ein bisschen gespenstisch:


Bild #28: Rostige Überreste eines Spielplatzes


Bild #29: Südflügel von hinten


Bild #30: Blick ins Innere des Südflügels, ein leerer, langer Flur unter offenem Himmel, in dem junge Bäume wachsen


Bild #31: Die Ruine des Rimdidim-Hauses in Gänze vom großen Hof aus – links der Südflügel, an dem ich gerade vorbeigekommen bin, mittig der zentrale Abschnitt, rechts neben dem Turm die Überreste des ursprünglichen Naturfreundehauses.


Bild #32: Im Hof liegen die Überreste von Spielzeug, Möbeln, Gebrauchsgegenständen, verlassen und vergessen seit fast einem Jahrzehnt


Bild #33: Die Reste des Turms

Nachdem ich mich kurz umgesehen habe, mache ich mich wieder auf den Weg, die Auffahrt runter in Richtung Meßbach.
Im Gegensatz zu dem Weg von hinten aus dem Wald, auf dem ich hergekommen bin, ist hier unten alles verrammelt, mit Gittern und Zäunen, die den Komplex noch unnahbarer erscheinen lassen:

Bild #34: Rimdidim-Haus von unten

Weiter abwärts, auf dem ehemaligen Zufahrtsweg aus dem Tal zum Ridmdidim-Haus hinunter durch die sonnbeschienenen Waldhänge…

Bild #35: Das Licht ist hier so hell, dass die alten, von Schnee und Witterung plattgedrückten Blätter auf der Wegoberfläche silbrig schimmern

…bis zum Waldrand, wo ich raus ins offene Gelände wechsle, in die idyllischen Hangwiesen hinter Meßbach:

Bild #36: Wiesen hinter Meßbach

Wunderschön hier: Sanft geschwungene Hügelweiden, warm und sonnig, milde Frühlingsluft, und die Landschaft erstrahlt in kräftigen, lebendigen Farben, die man nach dem langen fahlen Winter gar nicht mehr gewöhnt ist: Eisblauer Himmel,
darunter rötlichbrauner Wald und hellgrüne Wiesen.
Herrlich, hier lässt sich´s laufen…

Bild #37

…auch wenn man immer mal wieder ein bisschen auf den Weg achten muss, der vom vielen Schmelzwasser aus den oberen Höhenlagen der umliegenden Berge teilweise stark eingesumpft ist:

Bild #38: Liebe Rheinanwohner: Das kommt früher oder später alles zu euch, vielleicht solltet ihr schon mal die Sandsäcke raussuchen und die Schleusentore an euren Uferpromenaden überprüfen… 😉

Einen knappen halben Kilometer folge ich dem unmarkierten Feldweg, ganz entspannt,innen und außen gewärmt von der angenehmen Mittagssonne und dem schönen Talpanorama, bis ich schließlich auf dem Rosenweg im winzigen Dörfchen Meßbach einlaufe, das sich zwischen Wiesen und Obstbäumen in den Talgrund schmiegt:

Bild #39: Kurz vor Meßbach

Den Rosenweg runter, zwischen alten Höfen hindurch und vorbei an den letzten Überresten des Winters…

Bild #40: Nicht so richtig ansehnlich, wird Zeit, dass das Zeug endgültig wegtaut

…bis an die Rimididim-Str,….

Bild #41: Meßbach-Panorama an der Ecke Rosenweg (links) und Rimdidim-Str. (geradeaus)

…der ich dann nach links Folge und der Länge nach durch das pastorale Dörfchen laufe.
Lediglich der Übungsalarm der Feuerwehrsirene auf dem alten Schulhaus stört etwas…
Bild #42: Altes Schulhaus in Meßbach

…denn die heult so laut, dass ich nur mit zugehaltenen Ohren vorbeilaufen kann – und das ist irgendwie nicht die ideale Körperhaltung beim Laufen. 😉

Nach wenigen hundert Metern erreiche ich das untere Dorfende…

Bild #43: Das Ende von Meßbach

…laufe noch ein kleines Stück auf die schmale Kreisstrasse (K72) zum Haupttal runter, und biege dann links auf den Verbindungsweg (weißes V) ab, der wieder mal etwas aufwärts führt, über den schönen, offenen Hügelrücken des Mühlbergs in Richtung Billings:

Bild #44: Verbindungsweg zwischen Meßbach und Billings am Mühlberg

Von der kleinen Anhöhe kann man übrigens gut das Fischbachtal entlangschauen, ideal für einen kleinen „wie weit ist es noch bis zum Schloss in Lichtenberg“-Check:

Bild #45: Jepp, Lichtenberg und das Schloss sind schon deutlich näher gekommen

Danach geht´s wieder bergab, durch ein kleines Wäldchen…

Bild #46: Wäldchen am Mühlberg

…in die Hangweiden am Rand des eigentlichen Fischbachtals, über die hinweg sich eine wunderschöne Aussicht runter ins Tal bietet:

Bild #47: Billings vom Verbindungsweg am Mühlberg aus gesehen


Bild #48: Großes Fischbachtal-Panorama:
Unten im Talgrund liegt Billings, direkt dahinter erhebt sich der langgezogene Rücken der Altscheuer, über den ich gleich noch laufen will. Rechts in Richtung Talausgang erkennt man auf dem Sattel hinter der Altscheuer Lichtenberg samt Schloss, darunter im Tal liegt Niedernhausen


Bild #49: Und weil´s so hübsch ist: Nochmal Lichtenberg samt Bollwerk und Schloss in größer

Ausgiebig sattschauen, dann geht´s über eine schlammige Weide und die steile Berggasse endgültig runter ins Tal…

Bild #50: Abstieg nach Billings

…und hinein ins nächste Odenwalddörfchen, das kleine, pastorale Billings.

Dort geht´s zuerst mal die enge, verwinkelte Berggasse runter…

Bild #51: Berggasse in Billings

…bis an die Meßbacher Str. im Dorfkern, der ich westwärts folge…

Bild #52: Meßbacher Str.

…am Ufer des gischtig-angeschwollenen Fischbachs…

Bild #53: Fischbach in Billings

…bis zur Montanastr. (ob da wohl ein respektvolles Augenzwinkern für das „andere“ Billings in Montana dahintersteckt?), die es dann wieder aufwärts geht, über die L3102 im oberen Ortsteil und hinauf in die Wiesenhänge auf der anderen Talseite.

Der nächste Aufstieg steht an, aus dem Talgrund bis hoch zur Heuneburg auf dem Gipfel der Altscheuer.
Sind zwar nur 160 oder 170 Höhenmeter, aber die haben es teilweise ganz schön in sich, denn die Wiesenhänge des Fischbachtals sind nicht nur hübsch und idyllisch, sondern zuweilen auch verflixt steil, vor allem in den unteren und mittleren Höhenlagen.

Das krieg´ ich auch relativ schnell zu spüren.
Die ersten paar Meter auf dem asphaltierten Weg hinauf zum Scheidkopf (weißes V) sind noch ganz manierlich…

Bild #54: Am Hang des Scheidkopfes über Billings

…doch dann zieht´s schnell an…

Bild #55: Schon etwas weiter oben

…und auch wenn der Weg zwischen knorrigen, kahlen Obstbäumchen durch die sonnigen Hangwiesen wunderschön ist…

Bild #56: …und noch ein *puuhaaa* Stück weiter oben

…das kostet ordentlich Kraft und Atem.
Besonders Letzteres ist wieder etwas nervig, denn wie bereits beim Aufstieg nach Neunkirchen zieht und zwickt jedes tiefe Luftholen störend in der linken Brustmuskulatur.
Gah! Blöde Winterendwehwehchen!
Kann die nicht jemand anderes kriegen???

Einen halben Kilometer nach dem Ende von Billings komme ich an der Kreuzung zwischen Scheidkopf und Altscheuer an…

Bild #57: Hier gibt´s sowas wie die Hillbilly-Version einer Litfaßsäule… 😉

…folge noch ein paar Meter dem strahlendhell ausgeleuchtetenen Waldrand…

Bild #58: Schöööön

…und schlage mich dann rechts in den Wald, wo der Main-Stromberg-Weg (rotes Quadrat) auf einer gnadenlos steilen Gerade den Hang hochführt…

Bild #59: Verdammt! Warum zur Hölle sieht das auf diesen Fotos immer nur so harmlos aus???
In Wirklichkeit ist das quasi eine Steilwand*!!!!
(* Achtung: Die vom Autor verwendete Definition des Begriffes „Steilwand“ muss sich nicht zwangsläufig mit der allgemeinen Wahrnehmung decken :D).

Langsam und schnaufig, aber angesichts der hübschen Umgebung und mit der wunderbar warmen Mittagssonne im Rücken…

Bild #60: Und dann sieht mein Schatten auch noch total fettarschig aus.
Da ist nur die Kamera dran schuld, ehrlich!!!! 😉

…klappt´s trotzdem ganz gut.

Durch den Wald hinauf zur Lichtung mit der einsamen Kernbacher Hütt

Bild #61: Kernbacher Hütte

…an der es mit einem kleinen Schlenker vorbeigeht, dann weiter aufwärts den Main-Stromberg-Weg hoch…

Bild #62: Main-Stromberg-Weg kurz hinter der Kernbacher Hütte

…vorbei am Sendemast auf dem Bergrücken…

Bild #63: Sendemast an der Altscheuer

…und schließlich die letzten paar Meter aufwärts bis zur Heuneburg auf dem kleinen Gipfelplateau:

Bild #64: Südlicher Eingang der Heuneburg

So viel zu sehen, wie der Name Heuneburg es vielleicht erwarten lassen würde, gibt es hier oben nicht – keine hochmittelalterliche Burg oder Ruine, sondern „nur“ die Überreste einer Jahrtausende alten keltischen Ringwallanlage, die heute noch als ein rundlicher Erdwall um die Kuppe der Altscheuer zu erkennen ist.
Hübsch ist es hier oben aber trotzdem, und vor allem sehr stimmungsvoll, vor allem dank der seltsam geformten Steine und Findlingsgruppen, die hier oben allenthalbe zu finden sind und eine Reihe lokaler Legenden hervorgebracht haben (und weil ich ein faules Aas bin, zitier´ ich die einfach mal aus dem Blogeintrag von meinem letzten Besuch hier oben :D):

So sollen die Steinformationen und mächtigen Erdwälle das Werk von Riesen sein sollen (daher auch der Name – “Heune” ist eine alte Version von “Hüne”).
Ein einsiedlerisches Ehepaar dieser Riesen soll hier oben seine Wohnstätte gehabt haben. Als die Riesenfrau eines Tages weiter als sonst üblich von ihrer Heimstatt ins Tal wanderte, stiess sie dabei auf einen Bauern, der mit seinem Ochsen gerade ein Feld pflügte.
Da sie so etwas noch nie zuvor gesehen hatte, schnappte sie sich den armen Landwirt und den Pflug mit Zugtier, und trug alles in ihrer Schürze hinauf auf den Berg zu ihrem Mann, um ihm zu zeigen, was für seltsame Tierchen sie gefunden habe.
Was danach aus dem Bauern oder den Riesen geworden ist, ist nicht überliefert, aber noch aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird berichtet, auf Schloss Lichtenberg gäbe es ein paar gewaltige Beinknochen, die angeblich von einem Riesen stammten…


Bild #65: Schutzhütte ungefähr im Zentrum des alten Ringwalls


Bild #66: Eine der Felsgruppen auf der Heuneburg


Bild #67: Westlich der Anlage fallen die bewaldeten Hänge steil uns tief unten liegenden Johannisbachtal ab

Ein, zwei Minuten zum Umschauen und den Ort-auf-sich-wirken-lassen, dann geht´s weiter – bin inzwischen schon wieder ziemlich spät dran für meine Verabredung zum Mittagessen, da muss ich mich etwas sputen, also verlasse ich die Heuneburg zügig durch die nördliche Bresche im Ringwall…

Bild #68: „Ausgang“ der Heuneburg, links und rechts des Weges kann man noch die Überreste des alten Walls erahnen

…und dann auf der kürzesten Strecke – dem steil abfallenden Main-Stromberg-Weg – runter nach Lichtenberg, das ich bereits nach ein paar hundert Metern zwischen den kahlen Stämmen durchschimmern sehen kann…

Bild #69: Lichtenberg samt Schloss – nun schon wirklich ganz nah!

…und schließlich nach ein paar weiteren hundert Metern erreiche:

Bild #70: Das hintere Ende von Lichtenberg beim Naturparkplatz Heuneburg

Lichtenberg ist einer meiner absoluten Lieblingsorte im Odenwald!
Das kleine Dorf sitzt in spektakulärer Lage auf einem langen, schmalen Sattel über zwei Tälern am Nordrand des Odenwaldes, so dass sich hier oben viele wunderbare Ausblicke auf die umliegenden Berge und ins weite Hügelland nördlich des Mittelgebirges bieten. An seinem nördlichen Ende schwingt sich der Bergsattel noch einmal zu zwei kleinen Kuppen auf, auf der ersten sitzt das Bollwerk, ein mächtiger Geschützturm aus dem 16. Jahrhundert, auf der zweiten steht das prächtige und weithin sichtbare Renaissanceschloss, darunter gibt es einen schönen kleinen Ortskern mit einigen wunderbaren Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Wie gesagt: Hier bin ich immer richtig gerne.
Ganz besonders an so einem schönen, sonnigen Tag wie heute.

Ich folge dem langen Lippweg, geradewegs über den Bergrücken in Richtung Schloss…

Bild #71: Lippmanweg in Lichtenberg

…bis zur Waldstr., auf der ich in den alten Ortskern einlaufe:

Bild #72: Waldstr., im Hintergrund das Bollwerk

Eigentlich hatte ich vor, hier einen kleinen Abstecher aufs Bollwerk hoch zu machen, um ein bisschen was von der tollen Rundumsicht, die man von da oben hat, festzuhalten, doch leider hat der kleine Laden, in dem man den Eintritt dafür zahlt (50 Cent, das ist ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis!), geschlossen:

Bild #73: Der Aufstieg zum Bollwerk, links davor „Lina’s Geschenketruhe“, das kleine Lädchen, in dem man den Eintritt für die Bollwerksbegehung bezahlt (das Geschäft wird übrigens von zwei freundlichen älteren Herrschaften geführt, die mir vor zweieinhalb Jahren geholfen haben, die schlimmste Blase zu verarzten, die ich mir jemals gelaufen habe, und dann nicht mal eine Gegenleistung dafür wollten. Unglaublich nett und hilfsbereit, deswegen an dieser Stelle immer denselben Apell: Falls ihm mal nach Lichtenberg kommt, schaut mal in ihren Laden rein und kauft was! 🙂 )

Ok, kein Bollwerk, immerhin spart das ein bisschen was meiner immer knapper werdenden Zeit (kurzer Blick auf die Uhr: Hmm, noch zwölf Minuten bis zur Verabredeten Zeit, und das sind sicher noch zwei bis drei Kilometer bis zum Ziel, das meiste davon steil bergauf. Hmmmm…).
Und es gibt ja immer noch das Schloss, von der Terasse hat man auch einen schönen Blick.

Also schnell weiter, auf der Landgraf-Georg-Str. über den kleinen Platz im alten Dorfkern hoch zum Schloss…

Bild #74: Landgraf-Georg-Str. zum Schloss

…durch den langen, dunklen Tortunnel im alten Kutschenhaus…

Bild #75: Schlosstor

…durch die Kurve an der historischen Zehntscheuer…

#76: Zehntscheuer in der äußeren Schlossanlage. Wie der Name vermuten lässt, wurden hier früher die Abgaben der Landbevölkerung aufbewahrt

…und durch das innere Tor…

Bild #77: Eingang zum Kernschloss

…in den Schlosshof des hohen, dreiflügeligen Renaissancebaus:

Bild #78: Innenhof von Schloss Lichtenberg. Das Gebäude beherbergt heute u.a. ein schönes und sehr interessantes Heimatkunde-Museum

Okay, da bin ich also.
Schön wie immer, nur mit der Aussicht will´s heute wohl einfach nicht mehr klappen, denn die große Terrasse vor dem Innenhof ist heute nicht begehbar – offenbar ist da ein breites Stück der alten Brüstung rausgebrochen und talwärts gekracht, entsprechend ist da bis auf Weiteres gesperrt.
Sorry, keine Fotos von der tollen Lichtenberger Aussicht, kommt halt mal selbst her und seht´s euch an… 😉

Andererseits auch wieder ganz gut, denn ich bin ja sowieso schon wieder furchtbar spät dran.
Also schnell weiter, auf demselben Weg, den ich hochgekommen bin…

Bild #79: Zehntscheuer und Torhaus von oben

…zurück runter ins Dorf…

Bild #80: Durch den Tortunnel raus aus dem Schloss

…und dort schließlich am Südende des kleinen Platzes unterhalb vom Schloss links, den steile, teils mit Stufen versehenen Weg hinab…

Bild #81: Abwärts, raus aus Lichtenberg

…der unterhalb des Schlossbergs…

Bild #82: Und nochmal: Schloss Lichtenberg, dieses Mal von unten

…zurück runter in den Talgrund führt, nach Niedernhausen, den Hauptort des Fischbachtals am Fuß des Schlossbergs:

Bild #83: Nach Niedernhausen hinein

Ab hier ist übrigens mein Streckenplänchen zu Ende, ist aber kein Problem, denn ich weiss, dass ich einfach nur noch dem gelben Plus des Saar-Rhein-Main-Wegs folgen muss, dass geradewegs bis zum Ziel in Nonrod führt.

Auf der Lichtenberger Str. runter in die Ortsmitte…

Bild #84: Lichtenberger Str.

…dann hastig über die L3102 im Talgrund und geradeaus durch das Neubaugebiet Am Gernböhl, wo es schon wieder stramm bergauf geht, zum letzten Aufstieg bis zum Ziel.
Wird auch Zeit, denn während ich Niedernhausen verlasse und in die Wiesen oberhalb des Ortes laufe, wird aus „fast zu spät“ „definitiv zu spät“.
Nix Neues, also… 😉

Trotzdem muss ich am oberen Ende des Pflasterwegs, der aus Niedernhausen hinausgeführt hat, noch eine kleine Pause einlegen – der Blick über das Tal nach Lichtenberg ist einfach zu großartig, als dass ich mir da ein großes Panoramafoto entgehen lassen würde, egal was die Uhr sagt:

Bild #85: Großes Panoramafoto des unteren Fischbachtals.
Unten im Tal liegt Niedernhausen (man beachte die schöne neogotische Kirche), darüber erhebt sich der Schlossberg, links davon zieht sich Lichtenberg auf dem Bergsattel bis zu den Hängen der Altscheuer

Danach wird´s nochmal happig.
Der Saar-Rhein-Main-Weg führt mit respektabler Steigung aufwärts, durch ein Wäldchen, dann durch die Wiesen zwischen Niedernhausen und dem Nonroder Tal…

Bild #86: Ist immer noch schön sonnig, übrigens

…vorbei am Niedernhäuser Sportplatz…

Bild #86: Niedernhäuser Waldsportplatz, seines Zeichens Start- und Zielpunkt des jedes Jahr im Mai stattfindenden Fischbachtal-Laufs

…in die Hänge des Spitzestein, hinter denen irgendwo das Ziel wartet.

Ach du Sch…
Ist das STEIL!!!

Bild #87: Saar-Rhein-Main-Weg direkt nach dem Sportplatz

Die nächsten paar hundert Meter geht es mit rund 25% Steigung den Hang hinauf!
Hammerhart!
Das geht vielleicht im Spätsommer, wenn ich in Jahresbestform bin, aber heute, mit dem Winterspeck auf den Rippen, der bei jedem Atemzug drückenden und leicht schmerzenden Brustmuskulatur und schon einigen hundert anstrengenden Höhenmetern in den Beinen, ist mir das dann doch ein bisschen zuviel.
Ich kapituliere und gehe ein bisschen.
Ist anstrengend genug…

Immerhin, weit ist es nicht mehr.
Nach einem knappen halben Kilometer ist der Hammeraufstieg zu Ende, stattdessen geht´s nun auf den Hängen über dem schmalen Nonroder Tal relativ eben durch den sonnigen Wald…

Bild #88

…bis ich schließlich – ordentlich ausgepowert und mit leicht schmerziger linker Brustseite – in Nonrod einlaufe:

Bild #89: Kurz vor Nonrod

Dort muss ich dann nur noch ein paar Meter die Dorfstrasse hoch, dann bin ich am Ziel, dem Gasthof „Zum Rodenstein“

…wo´s erstmal eine große kalte Cola und ein riesiges Odenwälderschnitzel gibt:

Bild #90: Schnitzel mit Kochkäs und Bratkartoffeln, obendrauf ein Spiegelei und gebratenen Speck gibt´s auch noch dazu. Fühlt sich so ein bisschen dekadent an (als hätte man ein reguläres Mittagessen genommen und ein reguläres Frühstück draufgepackt) und ist kulinarisch ungefähr genauso raffiniert wie ein Backstein – aber sowas Deftiges ist genau das richtige zum Abschluss einer schönen Bergtour!

Sonst noch was?
Ach ja richtig: Während des Laufs hab´ ich keine einzige Kuh getroffen, entsprechend konnte ich kein obligatorisches Odenwaldfotolaufberichtskuhfoto machen.
Aber hinterher, beim kleinen Verdauungsspaziergang sind mir ein paar vor die Linse gekommen, also reich´ ich das hiermit nach:

Bild #91: Das nachgereichte obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuhfoto, dieses Mal mit kühen aus Nonrod 😉

Und das war´s dann.
Im Prinzip eine richtig, richtig, richtig schöne Tour, mit ganz viel Sonne, wunderschöner Odenwaldlandschaft, viel Abwechslung und ordentlich Höhenmetern. Hat ganz viel Spaß gemacht und unheimlich gut getan.
ABER: Die Sache mit diesem Ziehen/Drücken links oben im Oberkörper hat richtig genervt, zumal es sich während des Laufs zunehmend verstärkt hat und gerade auf anstrengenden Passagen extrem störend war.
Nicht in Ordnung, muss ich ein Auge drauf haben, und wenn´s in den nächsten Tagen nicht besser wird (obwohl ich irgendeine Salbe draufschmiere), werd´ ich wohl nochmal mit meiner Hausärztin drüber sprechen müssen…

Strecke: 14,4 km
Zeit: Gemächlich
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 57,99% (8,35 km von 14,4 km)
Karte:

M.

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10 Antworten to “Mit der Kamera durchs Fischbachtal (14,4 km)”

  1. Laufhannes Says:

    Eine Tour mit blauem Himmel und freiem Boden, das konnte man durchaus vermissen. Und was zeigst du uns dann da im Wald? Wieder Schnee? BAH! Ich dachte, das ist nun vorbei.

    Zum Rimdidim-Haus: Sieht irgendwie wirklich gespenstisch aus. Das ist so die Kategorie Haus, in denen man als 12-Jähriger mit den Freunden bestimmt gut spielen konnte, aber bloß nichts verraten, die Eltern erlauben das nie, nie, nie. Haben deine Eltern dir jetzt erlaubt, das Haus zu begutachten? ;D

    … „nur 160 oder 170 Höhenmeter“ … moment, ich muss kurz lachen. 20-mal den Deich hier hoch, dann hab ich das auch 😀

    Und zu Bild #59: Welche Steigung? Steilwand? Das geht da doch ganz normal gerade aus 🙂 Steil ist es bei #81 – aber da ging es ja auch hinab. Da darf es für dich steil sein.

    – Zu guter Letzt, wie immer. Kochkässchnitzel und Cola 😀 „kulinarisch ungefähr genauso raffiniert wie ein Backstein“ Muhahahahaha!

    Danke für den schönen Bericht!

  2. matbs Says:

    Moment mal: Ich zeige SCHMELZENDEN Schnee!
    Also quasi den Frühling bei der Arbeit, das ist doch wohl nicht BAH, oder?

    Das Rimdidim-Haus ist wegen der Einsturzgefahr glaub´ ich nichts für Zwölfjährige. Aber gefragt hab´ ich niemanden… 😀

    Die 160 bis 170 Höhenmeter waren ja nur ein Teil des Gesamtanstiegs, der dieses Mal eher bei 80 Deichhöhen gelegen hat.

    Und stimmt, der Weg runter nach Niedernhausen ist wirklich verflixt steil, da war ich ehrlich gesagt schon ziemlich froh, dass ich da nicht hoch musste.

    Danke fürs Lesen vom schönen Bericht! 🙂

  3. Daniel Kopp Says:

    das weitwinkel deines objektives streckt die perspektive, deswegen sieht das flacher aus. kinder, fragt halt einfach mich,keine ahnung von fotografie 😉
    zoom mal rein in den anstieg, dann siehts aus als ginge es in diretissima nach oben.

    lg
    daniel

  4. matbs Says:

    Wie, keine Ahnung von Fotografie?

    Ich hab´ immerhin schon Bilder (na gut, eins) an Publikationen mit Hunderttausenderauflage verkauft und einige meiner Arbeiten werden demnächst in der Fußgängerzone einer südhessischen Mittelstadt plakatiert (dazu später mehr, hoffe ich… ;)), ich bin also quasi sowas wie ein totaler Vollprofi!!!!

    Und ich soll keine Ahnung von Fotografie haben?
    ICH???
    Uuuun-er-hört!!!!

    .
    .
    .
    .

    Örm, ok, na gut, ich geb´s zu:
    Ich hab´ tatsächlich keine Ahnung… 😉

    Aber ich bin lernfähig, deswegen werd´ ich bei der nächsten Fototour jedes noch so poplige Buckelchen steilzoomen, bis es aussieht wie der Mt. Everest.

    Vielen Dank für den Tipp! 🙂

    PS: Warum macht das doofe Weitwinkel-Obejktiv denn überhaupt sowas?
    Ich hab´ ihm das bestimmt nicht aufgetragen!

  5. Daniel Kopp Says:

    war ja auch nicht ernst gemeint 🙂

    weitwinkel zieht die perspektive in die länge:

    guck mal hier z.b.:

    die aufnahme ist mit meinem extremweitwinkel an der spiegelreflex entstanden. da gehts sausteil rauf, aber bei 10mm brennweite ist davon nix mehr zu sehen 🙂

    umgekehrt kann man beim zoomen die perspektive stauchen. wenn du ne mäßig steile felswand raufkletterst kann man es herangezoomt wirken lassen als ob du in der aiger-nw hängst 🙂

    von mir gibts übrigens bilder im augsburger zoo, an der schlangenaußenanlage. naturaufnahmen aus der spiegelreflex. beim laufen wird ja nur geknippst.

    lg

    • matbs Says:

      Kannst du ruhig ernst meinen, es stimmt nämlich – ich hab´ möglicherweise ein halbwegs ordentliches Auge für Motive und ein bisschen Ahnung von Bildkomposition und Perspektiven und ihrer Wirkung (dank meiner Passion für Comics und etwas theoretischer und praktischer Fernseherfahrung aus dem Studium und von Hospitanzen), aber von dem Rest wirklich GAR keine Ahnung.
      Deswegen besteht meine normale Fotografierstrategie ja auch in „Draufhalten und so viele Bilder wie möglich machen, dann wird schon irgendwas Brauchbares dabei sein“ 😀

      Ich werd´s auf jeden Fall mal ausprobieren, bin in der Beziehung ja sowieso der Learning-by-Doing-Typ, mal sehen wie´s klappt… 🙂

      Die Zoo-Bilder hast du aber (noch?) nicht online, oder?
      Oh, und apropos Augsburger Zoo – hast du gesehen, dass die Anfang Mai einen Benefiz-Lauf veranstalten?
      Wär´ das nicht vielleicht mal was?

  6. Daniel Kopp Says:

    35-50mm sind ungefähr menschiches auge, da müsste es relativ echt aussehen. wieviel weitwinkel hat deine cam?

  7. matbs Says:

    Äh.

    Jaaa.

    Also: Mein Foto ist klein und eckig und silbern und er hat mehrere Knöpfe und hinten ein Display und wenn man auf den kleinen Knopf neben dem großen Knopf obendrauf drückt, dann kommt vorne eine Linse raus.
    Mit der kann man dann Bilder machen, wenn man auf den großen Knopf oben drückt, und wenn man an dem Rädchen dreht, das um den großen Knopf liegt, dann zoomt er rein und raus.
    Außerdem hat er auch einen Blitz und ein Programm für Schnee, und eine Anleitung gibt es auch aber die hab´ ich nie gelesen, weil mich das nicht interessiert und ich der Meinung bin, dass er teuer genug war und deshalb verdammt noch mal gefälligst von alleine ordentliche Bilder machen soll, ohne dass ich mich eingehender mit ihm beschäftigen musss…

    Oh, und er heisst Ixus mit irgendeiner Nummer und ist von Canon.

    Von Weitwinkel weiß ich nix (aber ich denke mal, standard, also wohl 35 mm oder so…) 😀

  8. Ralf Says:

    Hallo, ich möchte ein paar Bilder dieses Laufes demnächst in meine neue Homepage stellen. Ich habe leider keine direkte e-mail Adresse gefunden, um mit dem Fotograf der Bilder in Kontakt zu treten. Ich hoffe allerdings über diesen Weg Kontakt schließen zu können.


  9. Ich hab den Arktikel nur quer gelesen, finde ihn aber sehr gut und die Fotos sind schon echt spitze. Gute Schnappschüsse.
    Was mich aber hier ganz besonders interessiert, ist die Ruine des Naturfreundehaus auf dem Rimdidim. Ich hätte gen mehr darüber erfahren, da ich eine Idee habe wie man das ganze Areal wieder zum Leben erwecken kann und vielen Wander und Freizeitbegesterten dort angenehme Stunden geben kann.
    Also, bitte melde Dich bei mir wenn Du mir hielfreiche Infomationen geben kannst um mir bei meinem Vorhaben zu helfen. Ganz besonders interessiert mich , wer der jetztige rechtliche Eigentümer ist.
    Vielen Dank im Voraus.

    Herzliche Grüße aus Seligenstadt
    Wolfram


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