Archive for April, 2010

Laufwoche mit zwei Touren an der Bergstraße und im vorderen Odenwald (9,2 km und 13,6 km)

29. April 2010

Okay, im moment kriege ich beim Laufen und Bloggen mal wieder zwei Probleme zu spüren, die mich traditionell immer um dieses Jahreszeit plagen:

1) Meine Waden tun weh und fühlen sich etwas überlastet an.
Passiert regelmäßig, wenn ich zu Beginn einer neuen Laufsaison mein Laufpensum vom niedrigen Winterstand auf die etwas höheren Umfänge der warmen Jahreszeit steigere, und läuft sich irgendwann von alleine wieder raus (zumindest war das bisher so). Ist aber trotzdem ziemlich unangenehm, solange es anhält.

2) Mit dem Frühling erwachen auch wieder meine Lauf- und Lebensgeister, ich fühle mich frisch, tatendurstig, hab´ ganz viel Spaß am Laufen, erlebe wieder viel bewusst und intensiver und hab´ total viel Lust, ständig und überall durchzustarten und am liebsten möglichst viele besonders spannende Entdecker- und „Premium“-Touren zu laufen, am liebsten immer mit der Kamera in der Hand (was ich dann natürlich auch viel öfter mache als während des Winters).
An sich ist das gar nicht schlimm, im Gegenteil, eigentlich ist das sogar total prima.
Das Problem: Intensiveres Erleben und schönere Touren führen dazu, dass ich zuviel und zu ausführlich blogge.
Alles ist so super, so interessant, so angenehm, dass ich dazu neige, bei jedem Laufbericht haarklein ins Detail zu gehen, alles ganz genau zu beschreiben und meine wiedergewonnenen Spaß an der Sache mit dem Rest der Welt zu teilen.
Und das braucht dummerweise deutlich mehr Zeit, besonders natürlich wenn die Kamera dabei ist (die die Blogzeit eines Laufs erfahrungsgemäß verdoppelt), und wird irgendwann so viel, so dass es auf einmal lästig ist und sich teils fast schon wie eine unangenehme Pflicht anfühlt.
Und das ist nicht so gut.

Deshalb hab´ ich beschlossen, diese Woche mal bewusst ruhiger zu machen und insgesamt etwas weniger zu laufen und etwas kürzer zu bloggen.
Sowohl meinen Waden zuliebe, als auch, um den Kopf wieder etwas freizukriegen und die Bloggerei nicht überhand nehmen zu lassen.

Konkret sieht das dann so aus:
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Wochenübersicht: 2010 KW 15 (19.04 – 25.04.)

25. April 2010

Nach der wunderschönen Runde in Rheinhessen bin ich am Sonntagabend nochmal aufgebrochen, zur letzten Tour der Woche.
Eigentlich war ein großzügiger Elfer um den Melibokus angedacht, aber unterwegs haben meine wehen Waden so einen Aufstand gemacht, dass ich schließlich trotz der herrlich lauen sonnigen Abendstimmung im Wald abgebrochen habe und über den Hohe-Stich-Weg und das Alsbacher Schloss zurück nach Hause gelaufen bin.
Da waren´s dann am Ende zwei Kilometer weniger als geplant.
Sowas kommt vor… 😉

Sonntag 25.04.: Wadenkrampfiger Neuner über Pürschweg, Erlengrund und das Alsbacher Schloss
Strecke: 9 km
Zeit: Nicht genommen
Neue Strecke: HA! Der war gut… 😀
Karte:

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi. Ums Stettbacher Tal und den Steigerts ??? 16,2 km
Do. Balkhäuser Tal, Vogelherd und Stettbacher Tal ??? 14,6 km
Fr.
Sa. Die Durchquerung von Rheinhessen: Mit dem Foto rund um den Wißberg ??? 18 km
So. Wadenkrampfiger Neuner über Pürschweg, Erlengrund und das Alsbacher Schloss
??? 9 km
Wochenlaufleistung 57,8 km

M.

Die Durchquerung von Rheinhessen: Mit dem Foto rund um den Wißberg (18 km)

24. April 2010

Eine der interessantesten Entdeckungen bei meiner letzten Tour durch Rheinhessen vor zwei Wochen war ganz zweifellos der Wißberg, ein imposanter und sehr ansehnlicher Tafelberg (oder besser: Tafelhügel – ist ja schließlich Rheinhessen… 😉 ), der sich auf der Grenze zwischen den Landkreisen Alzey-Worms und Mainz-Bingen inmitten des weiten Hügellands erhebt.
Der hat mir so gut gefallen, dass ich seinerzeit Folgendes geschrieben habe:

Der [Wißberg] beeindruckt mich übrigens ziemlich, als ich durch die Felder zwischen den Dörfern laufe: Ein mächtiger, mesaartiger Tafelberg mit scheinbar bügelbrettflacher Plateaukuppe, dessen Flanken mit steilen, in der Sonne schimmernden Weinlagen bedeckt sind zwischen denen eine einsame kleine Kapelle aus der Hangmitte herausragt.
Sieht toll aus, und von da oben am Rand des Plateaus hat man sicher eine grandiose Aussicht in alle Richtungen!
“Den nimmst du bei deiner nächsten Tour hier hinten auf jeden Fall mit”, beschließe ich spontan, “vielleicht sogar mit dem Foto, wenn das Wetter mitspielt”.

Heute ist es soweit: Die „nächste Tour hier hinten“, und wie vor zwei Wochen beschlossen, steht tatsächlich der Wißberg auf dem Plan, zusammen mit den Orten Wolfsheim, Partenheim (das ich letzten Dezember aus Richtung Mainz kommend schon mal erlaufen haben) und Vendersheim.
Übrigens mit Foto, denn das Wetter hat in der Tat mitgespielt und den Samstagnachmittag mit so viel wunderbar strahlendem Sonnenschein bedacht, dass es einfach jammerschade wäre, keine Bilder zu machen…

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Zweimal Abenteuer im Seeheim-Jugenheimer Hinterland (16,2 km und 14,6 km)

22. April 2010

Die Touren während der Woche:

Mittwoch 21.04: Ums Stettbacher Tal und den Steigerts (16,2 km)
Trüber, überraschend kalter Tag, erzeugt spontan jetzt nicht unbedingt so richtig große Lust aufs Losrennen.
Starten tu´ ich natürlich trotzdem, ohne Plan oder Vorgaben, einfach irgendwann zwischen spätem Nachmittag und frühem Abend los und schauen, wo mich die Beine hinbringen.

Überraschenderweise entwickelt sich eine richtig gute Tour: Über den Heiligenberg und die Flanke des Marienbergs drifte ich ostwärts in den Odenwald rein, überquere die Anhöhe über Hainzenklingen, von wo aus man einen herrlichen Ausblick in die Rheinebene hat, arbeite mich auf vollkommen verratzen Wildnispfaden durch den Bergwald über Stettbach zur Kuralpe hoch, folge der Hutzelstrasse um den Steigerts herum, laufe dann von Steigerts abwärts bis zum Rand des Ober-Beerbacher Talkessels, und folge dort dann schließlich dem Höhensattel von Kniebrecht und Tannenberg via Burg Tannenberg und Alexanderhöhe nach Hause.
Keine wirklich ngenehme Runde, denn heute zwicken meine Beine mal wieder ganz gewaltig (immerhin verteilt sich der Schmerz paritätisch: Am Anfang sind´s die Waden, später wandert das Ziehen und Zwicken dann in die Knie hoch, macht noch einen Zwischenstopp in den Oberschenkeln und landet am Ende der Tour im Hüftbereich), aber eine schöne.

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Wochenübersicht: 2010 KW 14 (12.04 – 18.04.)

18. April 2010

Hm.
Irgendwie hab´ ich das Gefühl, als hätte ich was Vergessen…

Aber was?

Hmm…

Ooops, ja richtig, die Wochenübersicht.
Von letzter Woche.

Öh, das hol´ dann mal lieber schnell nach, denn auch wenn ich die Veröffentlichung auf den letzten Sonntag zurückdatiere, ist und bleibt der Freitag der Folgewoche trotzdem sowas wie ein Verspätungsrekord.

Sorry… 🙂

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di.
Mi. Zweimal um den Melibokus: Untenrum. Aua! ??? 15,4 km
Do. Zweimal um den Melibokus: Obenrum. Deutlich weniger Aua! ??? 14,3 km
Fr.
Sa. Bensheim mit Barolo (und ein paar Bildern) ??? 10.2 km
So. Schlierbachtal und Schenkenberg: Eulsbach – Ellenbach – Lindenfels- Schlierbach mit Fotos ??? 10,6 km
Wochenlaufleistung 50,5 km

M.

Schlierbachtal und Schenkenberg: Eulsbach – Ellenbach – Lindenfels- Schlierbach mit Fotos (10,6 km)

18. April 2010

Heute ist alles ganz einfach:

Freundlicher Frühling
+
Superb schöner Sonntag
+
Wunderbar warmes Wetter
+
Weitaus weniger wehe Waden.
______________________
= Löblich leidenschaftliche Lauflaune.

Eine große, ambitionierte Tour in vollkommen unbekannter Umgebung brauch´ ich heute allerdings nicht, stattdessen steht mir der Sinn eher nach paar entspannten Kilometerchen in angenehmem Sonnenschein, auflebender Natur und toller Landschaft – einfach noch mal so eine richtig schöne, unkomplizierte Genussrunde zum Wochenabschluss.

Das klappt.

Und wie! 😀

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Bensheim mit Barolo (und ein paar Bildern) (10,2 km)

17. April 2010

Die fabelhaften Laufblog-Schaufenster in der Bensheimer Innenstadt ziehen ihre Kreise.

Zum Beispiel den, dass der Harry vom schaufensterausstellenden Kaufhaus Ganz den Dirk (seines Zeichens Laufblogschaufensterdesigner extraordinaire) und mich (meines Zeichens ich) eingeladen hat, doch einfach mal eine kleine Tour mit ihm und seinem Laufclub, dem SC Barolo Bensheim, zu drehen.
Schön entspannt frühlingssamstagmorgens in netter Gesellschaft durchs herrliche Bensheimer Hinterland, danach dann vielleicht noch einen Kaffee – da sagt man natürlich nicht nein.

Heute ist es dann so weit.
Die Vorbedingungen sind ehrlich gesagt nicht so ganz perfekt:
Zum einen tun meine flachlandlaufgeschädigten Waden immer noch ziemlich weh und fühlen sich ein bisschen steif und holzig an.
Zum anderen läuft der SC Barolo so früh morgens, dass es quasi noch mitten in der Nacht, besonders natürlich am Wochenende:
Start ist nämlich so gegen 7:30 Uhr, also zu einer Zeit, die Menschen mit normalem Wach-Schlaf-Rhythmus (= ich) normalerweise nur vom Hörensagen oder in anderem Zusammenhang kennen („Halb Acht? Ja, das kenn´ ich. Das ist ´ne halbe Stunde vor der Tagesschau.“ :D).
Heute ist das übrigens besonders pikant, denn es bedeutet, dass meine gestrige Melibokusumrundung – die gegen Ende doch schon so ein bisschen Anstrengend war, wegen den Beinen und so – zum Startzeitpunkt nicht mal zwölf Stunden her sein wird. Nicht unbedingt die perfekte Zeitspanne für ein bisschen gepflegte Regeneration…

Aber: Eingeladen und verabredet ist eingeladen und verabredet, da hilft alles nix.

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Zweimal um den Melibokus (15,4 km und 14,3 km)

16. April 2010

Zwei Läufe unter der Woche, beide um den Melibokus:

Mittwoch, 14.04: Untenrum. Aua! (15,4 km)
Eigentlich ein ganz netter Tag und eigentlich fühl´ ich mich ganz fit.
Deswegen beschließe ich, mal wieder um den Melibokus zu laufen.
Und zwar nicht irgendwo oben im Wald, sondern wirklich um das ganze Bergmassiv rum:
Durchs Flachland am Fuß der Berge südwärts bis Auerbach, dann links durchs Mühltal nach Hochstädten, über den Höhensattel am Schollrain nach Balkhausen, und von dort aus durchs Balkhäuser Tal wieder nach Hause.

Hübsche Strecke mit viel Abwechslung und ein bisschen Anspruch, normalerweise läuft sich das sehr schön.
Heute allerdings nicht.
Das Problem: Meine Waden.

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Wochenübersicht: 2010 KW 13 (05.04 – 11.04.)

11. April 2010

Am Sonntag noch eine ganz kleine Waldrunde mit Nemo um die 60 Wochenkilometer voll zu machen…

Sonntag, 11.04.: Kleine Waldrunde mit Hund
Strecke: 5,7 km
Zeit: Nicht genommen
Neue Strecke: Keine
Karte:

…und fertig ist die Laufwoche.
Alles in allem durchaus ordentlich.

Tag Strecke Zeit Entfernung
Mo.
Di. Frühling am Neckarufer: Von Schriesheim durch die Ebene zum Heidelberger Zoo – mit Fotos ??? 14,1 km
Mi.
Do. Mainzer Dreibrückentour ??? 27,3 km
Fr.
Sa. Die Durchquerung von Rheinhessen: Wörrstadt – Wallertheim – Gau-Weinheim – Sulzheim 1:22 h 14,3 km
So. Kleine Waldrunde mit Hund ??? 5,7 km
Wochenlaufleistung 61,4 km

M.

Die Durchquerung von Rheinhessen: Wörrstadt – Wallertheim – Gau-Weinheim – Sulzheim (14,3 km)

10. April 2010

Okay:
Seit fast einem halben Jahr nutze ich meine mehr oder weniger regelmäßigen Samstagsausflüge über den Rhein dazu, immer weiter nordwärts durch das hübsche und ein bisschen exotische Hügelland Rheinhessens zu laufen.
Inzwischen ist da immerhin schon ein halbes Dutzend Touren mit insgesamt 75 Kilometern Strecke zusammengekommen, bei denen ich fast den gesamten Landkreis Alzey-Worms durchquert habe, von Flörsheim-Dalsheim im Süden über das zentral gelegene Alzey bis hinauf nach Wörrstadt, das schon deutlich näher an Mainz als an Worms liegt.
Hat viel Spaß gemacht, abwechslungsreich, landschaftlich reizvoll und vor allem richtig spannend.
Aus diesem Grund will ich es auch nicht dabei bewenden lassen – halb Rheinhessen hab´ ich nun schon durchquert, da nehm´ ich auch noch die andere Hälfte mit! 🙂

Deshalb habe auch ich mich auch entschlossen, aus der Geschichte endlich ein hochoffizielles Laufblogprojekt zu machen, komplett mit einem eigenen Namen, der da lautet:
Die Durchquerung von Rheinhessen.

Ziel: Einmal der Länge nach durch ganz Rheinhessen laufen (wer hätte das gedacht, bei diesem Namen? 😀 ), vom südlichsten Zipfel der Region an der Grenze zur Vorderpfalz bis hinauf nach Ingelheim am großen Rheinknie zwischen Mainz und Bingen. Insgesamt 45 Kilometer Luftlinie durch fast vollkommen unbekanntes Terrain, über sanfte Hügelrücken und durch breite Täler, durch steile Weinberge, weite Felder und wunderschöne alte Dörfer.
Ganz feine Sache.
Und die Hälfte hab´ ich in den letzten Monaten ja schon geschafft… 🙂

Passend zu diesem Entschluss bin ich auch diesen Samstag wieder in Rheinhessen, und nutze die Gelegenheit natürlich, das frisch erklärte Projekt „Durchquerung von Rheinhessen“ voranzutreiben.

Letzte Woche bin ich bis Wörrstadt gekommen, also setze ich heute genau dort wieder an, mit einer reizvollen Strecke, die in Richtung West-Nordwest zu den Dörfern Wallertheim und Gau-Weinheim am Fuß des imposanten Wißbergs führen soll, ehe es dann über die weiten, offenen Hügel zurück nach Osten geht, durch Sulzheim und schließlich wieder nach Wörrstadt hinauf.
Sieht schon bei Google Earth sehr interessant aus, da bin ich gespannt, wie sich die Tour vor Ort anlässt.

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